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hal-9.000
Inventar
#1 erstellt: 01. Jul 2005, 17:44
Hi Leutz,

sicher 2 ziemlich blöde Fragen, aber bisher konnte mir die keiner (ausserhalb des Forums) beantworten.
Manche, glaube ich, trauen sich nur nicht zu fragen:

1. Was bedeutet bei Hifi-Geräten der Zusatz "MK"?
(z.B. REVOX B77 MKII oder THORENS TD 126 MK III oder Denon DVD 2800 MK2)
2. Was bedeutet "Class A" - glaube auch schon mal AA gesehen zu haben?

Diese zusätze werden von verschiedenen Herstellern und gerätegattungsübergreifend genutzt, definieren die irgendwelche Standards?


[Beitrag von hal-9.000 am 01. Jul 2005, 17:45 bearbeitet]
Schili
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 01. Jul 2005, 17:49
Hmmm.. MK bedeutet meines Wissens(das englische) "Mark" - also "Serie". MK II bedeutet also quasi die 2.(manchmal modifizierte/verbesserte) Auflage..(ich hoffe, ich liege nicht völlig daneben..)

Spötter übersetzen es übrigens mit "Mehr Kohle"...

zu Class A zitiere ich das HiFi-Lexicon der HiFi-Edition:


Durch die Endstufen-Transistoren fließt ständig ein hoher Ruhestrom (BIAS). Das hat den Vorteil, daß selbst winzige Pegel (leise Musiksignale) noch verzerrungsarm verstärkt werden. Leider verbraten Class-A-Verstärker viel Leistung, die nicht in Schallpegel umgewandelt wird, sondern lediglich den Verstärker aufheizt

Class-AB-Schaltung


Die meisten Transistor-Endstufen arbeiten nach diesem Prinzip, das sich mit einem niedrigen Ruhestrom begnügt. Im Rhythmus der Musik verändert sich der Ausgangsstrom. Class-AB ist eine effiziente Schaltungstechnik, die eine geringe Verlustleistung aufweist.


Gruß, Schili


[Beitrag von Schili am 01. Jul 2005, 17:53 bearbeitet]
hal-9.000
Inventar
#3 erstellt: 01. Jul 2005, 18:02
Danke - endlich kann ich da nen Haken dranmachen...

By the way:
Bringt denn Class A wirklich was (ausser den anscheinend höheren Stromverbrauch) oder fällt das eher unter "Voodoo" sprich ists `ne Glaubensfrage?
Die Geräte sind, wenn ich mich nicht irre, auch nicht die günstigsten...
Sehe das auch meist bei "älteren" Geräten oder täusch ich mich da?
fuz386
Stammgast
#4 erstellt: 01. Jul 2005, 18:34
Ja, Class A bringt etwas.
Ist natürlich wie immer geschmacksabhängig.
Die Betriebsarten haben überhaupt nichts mit Vodoo zu tun.
Das ist grundlegenste Elektronik ohne die ein Verstärker überhaupt nicht funktionieren würde.

Stimmt, Class A Verstärker sind meist nicht günstig.
Nur haben alle etwas "exklusiveren" Geräte ihren Preis.
Einen Röhrenverstärker bekommt man auch nicht nachgeschmissen. (schade eigentlich *gg*)

Gruß, Philip
fjmi
Inventar
#5 erstellt: 01. Jul 2005, 19:18
class AA gibts in der wissen kategorie hier.

soweit ich weis läuft der bis zu einer gewissen leistung ca. im class A betrieb und schaltet dann auf AB um. resultat sollen geringe verzerrungen geringere wärmeentwicklung usw. sein.

class A hat vlt. einen klirrfaktor von 0,0005%
brauchbare lautsprecher von 0,5% ... da frage ich mich was wohl eher zu verbessern wäre


also für mich unnötig (MEINE MEINUNG !!!)
Passat
Moderator
#6 erstellt: 01. Jul 2005, 20:38

fjmi schrieb:

class A hat vlt. einen klirrfaktor von 0,0005%
brauchbare lautsprecher von 0,5% ... da frage ich mich was wohl eher zu verbessern wäre :.


Klirrfaktor-Werte sagen ohne Klirrspektrum wenig aus.
Röhrenverstärker z.B. haben einen deutlich höheren Klirrfaktor als Transistorverstärker. Da das Klirrspektrum von Röhrenverstärkern aber dem von natürlichen Instrumenten ähnlicher ist als das von den meisten Transistorverstärkern, macht sich der höhere Klirrfaktor von Röhrenverstärkern nicht störend bemerkbar.

Grüsse
Roman
hal-9.000
Inventar
#7 erstellt: 01. Jul 2005, 20:54
Danke für die Infos.


fuz386 schrieb:
Die Betriebsarten haben überhaupt nichts mit Vodoo zu tun.
Das ist grundlegenste Elektronik ohne die ein Verstärker überhaupt nicht funktionieren würde.


Naja, ich bin halt nur ein kleiner interessierter User, der i.d.R. weiß wie alles anzuschließen/zu bedienen ist und dann hat es zu funktionieren!

Alles was innerhalb der Geräte vor sich geht - da habe ich nur weinig Ahnung! Daher auch die "einfache" (schwarz oder weiß) Fragestellung - bis zum Abi hatte ich Physik und Elektronik hatten wir da nur begrifflich

...und das ist auch schon ein paar Jahre her *schnief*...

Grüße
terr1ne
Stammgast
#8 erstellt: 01. Jul 2005, 21:08
Burmester hat auch sein Boxen dementsprechend gekennzeichnet:

Burmester Rondo 995 MKII

... Diese version hat einen verbesserten Hochtoener glaub ich. Der vorgaenger nannte sich meines erachtens MKI. Bald kommt der nachvolger vom zweier der sich MKIII schimpfen wird.
fuz386
Stammgast
#9 erstellt: 03. Jul 2005, 18:25

hal-9.000 schrieb:
Danke für die Infos.


fuz386 schrieb:
Die Betriebsarten haben überhaupt nichts mit Vodoo zu tun.
Das ist grundlegenste Elektronik ohne die ein Verstärker überhaupt nicht funktionieren würde.


Naja, ich bin halt nur ein kleiner interessierter User, der i.d.R. weiß wie alles anzuschließen/zu bedienen ist und dann hat es zu funktionieren!

Alles was innerhalb der Geräte vor sich geht - da habe ich nur weinig Ahnung! Daher auch die "einfache" (schwarz oder weiß) Fragestellung


War nicht böse gemeint, wollte dir nur weiterhelfen

Wenn dich die Theorie näher interessiert, kann ich dir empfehlen in die Wissens-Abteilung dieses Forums zu schauen.
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browse&forum_id=42
Dort findet man einige sehr interessante und leicht verständliche Berichte

mfg Philip
fjmi
Inventar
#10 erstellt: 03. Jul 2005, 19:29

Passat schrieb:
Klirrfaktor-Werte sagen ohne Klirrspektrum wenig aus.
Röhrenverstärker z.B. haben einen deutlich höheren Klirrfaktor als Transistorverstärker. Da das Klirrspektrum von Röhrenverstärkern aber dem von natürlichen Instrumenten ähnlicher ist als das von den meisten Transistorverstärkern, macht sich der höhere Klirrfaktor von Röhrenverstärkern nicht störend bemerkbar.

Grüsse
Roman


soweit ich weis sind bei transistoramps die oberwellen ungeraden grades verzerrt, beim röhrenamp gerade die als wesentlich angenehmer empfunden werden.
was natürlich nichts mit natürlichen instrumenten zu tun hat da die ja keine verzerrungen dieser art aufweisen können.
Passat
Moderator
#11 erstellt: 03. Jul 2005, 20:24

fjmi schrieb:

was natürlich nichts mit natürlichen instrumenten zu tun hat da die ja keine verzerrungen dieser art aufweisen können.


Doch, jedes natürliche Instrument erzeugt Verzerrungen, bloß wirds da anders genannt: Oberwellen. Das sind nichts anderes als Vielfache der Grundfrequenz und genau die spektrale Zusammensetzung dieser Oberwellen machen den klanglichen Unterschied zwischen den Instrumenten aus. Ohne Oberwellen würde z.B. ein 440 Hz-Ton von einer Gitarre genau so klingen wie von einem Klavier.

Grüsse
Roman
fjmi
Inventar
#12 erstellt: 03. Jul 2005, 22:09
ich weis, dass die viel ausmachen und deshalb auch einige behaupten die SACD u.ä. bekommen dadurch erst recht eine bedeutung.

dennoch ist dazwischen ein unterschied (behaupte ich mal) ob ein musikinstrument oberwellen erzeugt oder ein verstärker
in dem fall transistor besonders weil die ungeraden überwiegen.

achja, oberwellen habe ich in meinem vorherigen beitrag auch erwähnt
hal-9.000
Inventar
#13 erstellt: 04. Jul 2005, 13:28

fuz386 schrieb:

Wenn dich die Theorie näher interessiert, kann ich dir empfehlen in die Wissens-Abteilung dieses Forums zu schauen.
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browse&forum_id=42
Dort findet man einige sehr interessante und leicht verständliche Berichte :)

Das werde ich mal tun, danke für den Tip.
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