wie entscheidet ihr ob Cd oder LP und welches Label

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DKdent
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Feb 2008, 11:35
Also das Thema ist mit Sicherheit schon x mal diskutiert worden, aber so richtig finden kann ich dennoch nichts in der suche

Ich bin dabei mir einen Thorens TD 126 zuzulegen. Mal abgesehen davon, daß ich ohnehin recht wenig Platten und CDs habe, da ich bis vor kurzem mangels Geld "Downloader" bzw. "alles auf Minidisk Überspieler" war.
Da ich nun aber gleich 2 Systeme mit Input füttern mag, sprich CD und Platte, frage ich mich dann und wann:
1) woran macht ihr fest, welches Album ihr auf welchem Medium kauft.
2) Und wenn's Vinyl wird: Gibt es eine ungefähre Richtschnur, ob ich eine gut oder schlecht gemachte Platte in der Hand habe? Platten werden wohl mehrheitlich gebraucht gekauft.
-achtet man da auf das Label (welche sollten es sein?)
- ist das Gewicht der Platte entscheidend (mind. 180g?)?
- wie siet es mit dem Alter aus? Habe mir sagen lassen, daß Platten, die zur Zeit der Umstellung auf CD gepresst wurden, nicht so der Renner sein sollen.

Also was für mich bisher als nahezu einziges fest steht:
Blues und Jazz wird's auf Platte geben, das schuldet man der Musik und Zeit und sowas nimmt man auch nicht mit irgendwo hin oder gar ins Auto. Außerdem meine ich gehört zu haben, daß die Musik einfach besser rüberkommt, als auf CD.
Aber wie sieht es mit dem Rest aus?
piccohunter
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 05. Feb 2008, 12:04
zu 1) teilweise einfach nach Gefühl, bei Neuerscheinung meistens erst die LP, und nur wenn es die nicht gibt, die CD. Bei älteren Sachen entscheidet oft die Verfügbarkeit einer gut erhaltenen LP darüber. Wenn kein sehr gut erhaltenes oder neuwertiges Exemplar aufzutreiben ist, wird es die CD.

zu 2) Meist ist der Zustand einer Platte optisch gut zu erkennen.
- auf das Label achte ich nicht, meist hat man auch nicht die Wahl.
- 180gr sind zwar theoretisch besser, aber auch hier hat man selten die Wahl.
- viele Pressungen aus den 80iger waren nicht so doll. Vor allem die der deutschen BMG/Ariola sind in meinen Augen bzw. Ohren meist recht suboptimal. Gute Erfahrungen habe ich dagegen mit Sony/CBS/Columbia und EMI. Aber auch hier gilt: Was hilfts, wenn der entsprechende Künstler oder das ALbum nunmal dort erschienen ist und auch nachträglich nicht durch Vertriebswechsel woanders wiederaufgelegt wurde...

Ich jedenfalls mache da keine Wissenschaft draus.
Metal-Max
Inventar
#3 erstellt: 05. Feb 2008, 22:37
Völlig miese, neue Platten sind mir bishe sehr selten untergekommen. Deshalb kaufe ich die Platte immer dann, wenn es sie gibt. Ist dem nicht so, wird halt der Silberling gekauft.
piccohunter
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 06. Feb 2008, 08:09
Bei neuen Platten gebe ich Dir Recht. In den 80igern und 90igern war aber so manche katastrophale Pressung dabei...
BassDruck
Inventar
#5 erstellt: 06. Feb 2008, 14:25
Die Platten von WEA (warner) ende 80'er aus dem Presswerk ''Record Service Alsdorf'' waren auch sehr dünn und haben geknistert ohne ende


Und sich aufladen wie Akku's tun sie sich auch noch

Wie schon gesagt mit CBS/EPIC/A&M Records hab ich auch schon immer gute erfahrungen gemacht

Bei EMI gibt es gute Pressungen (die einbisschen dünnere) und mittelmäßige (die dickere)
piccohunter
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 06. Feb 2008, 14:40
WEA ging eigentlich noch... ich fand die BMG/Ariola so furchtbar, weil die meisten von denen in den Innenrillen meist sehr verzerrt waren. Das Problem hatte ich zu 95% nur mit Ariola/BMG.
kallederdritte
Stammgast
#7 erstellt: 06. Feb 2008, 15:19
Hallo, hier habe ich schon mal einen Thread zum gleichen Thema eröffnet Klick
Accuphase_Lover
Inventar
#8 erstellt: 06. Feb 2008, 16:40
Bei mir stellt sich die Frage die Frage überhaupt nicht, da ich Vinyl gänzlich abgeschworen habe. Mein Vinyl-Hobel liegt im Keller und altert.

Und das Problem mit schlecht klingenden CDs (Stichwort : Loudness War !), bei denen einige im Forum zunehmend Vinyl als klanglich bessere Alternative (da anders gemastert) verwenden, scheint doch noch primär Musik-Genre-spezifisch zu sein. Mir fällt auf, dass die meisten (nicht alle) CDs die als schlecht empfunden werden, aus dem Bereich Rock stammen.



Grüsse
piccohunter
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 06. Feb 2008, 22:22

Accuphase_Lover schrieb:
Mir fällt auf, dass die meisten (nicht alle) CDs die als schlecht empfunden werden, aus dem Bereich Rock stammen.


Das mag sein...

aber ein Tag ohne E-Gitarre ist ein verlorener Tag für mich

...was aber nicht heisst, das ich nur Rock höre
DKdent
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 06. Feb 2008, 22:42
zum Thema Rock.
Auch wenns nicht zu meiner Frage paßt, aber kann mir jmd. erklären, warum es meist Rock ist, der besser produziert/ gemastert werden könnte? Ist ja nicht erst ein Problem des Loudness wars...
piccohunter
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 06. Feb 2008, 23:45
Bis auf manche Loudness War - Attacken sind Rock-Platten nicht schlechter produziert als andere auch. Überall gibt es Licht und Schatten. Jede Musik hat Ihren Sound. Motörhead muss nunmal anders klingen als Dire Straits Deswegen ist die Motörhead aber nicht unbedingt schlechter produziert.

Oft hat der entsprechende Musiker auch einen ganz bestimmten Sound im Kopf, und der muss sich nicht immer mit den Erwartungen des Hörers decken
DKdent
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 07. Feb 2008, 00:04
ok, verkehrt herum formuliert. Klar sind Rock Platten nicht schlechter, als andere gemacht.
was icih eigentlihc wissen wollte ist, warum es nur wenige wirklich gute Aufnahmen in Sachen Rock gibt, also ne Art "audiophiles". Wobei du ja die antwort schon indirekt gibst: Der Musiker hat halt nen bestimmten Sound im Kopf, ihn wird es weniger interessieren, wie differenziert das nun rüberkommt.
Accuphase_Lover
Inventar
#13 erstellt: 07. Feb 2008, 00:33
Nun muss man natürlich Rock nochmal genauer differenzieren.

Obwohl ich eigentlich mit Rock nichts am Hut habe, ganz generell formuliert, besitze ich doch ein paar Werke, die man zu diesem Genre zählen kann.
Da es sich dabei aber um Alan Parsons Project, die Doobies oder Pink Floyd handelt, sind diese Scheiben nicht unbedingt repräsentativ für den Rockbereich als solchen.

Insbesondere im Hard and Heavy - Bereich scheint man sich ja nicht allzu grosse Gedanken zum Thema Klang zu machen.

So gut wie bei allen Vorführungen hochwertiger Gerätschaften, kommt Rock eben genau nicht zum Einsatz, wobei Ausnahmen wie immer die Regel bestätigen !

Warum ist das wohl so und warum wird z.B. bei Jazz wesentlich mehr Wert auf Klang gelegt.

Da ich hier als Jazz, Soul und Funk - Hörer (der von schlechten Produktionen wie ich sehe, noch weniger betroffen ist) in der absoluten Minderzahl bin (so wie leider in ganz Deutschland), müsstet ihr als mehrheitliche Rockhörer mir mal das klangliche "Rock-Ideal", so es denn ein solches gibt, erklären.




Grüsse
piccohunter
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 07. Feb 2008, 08:50
Meiner Meinung nach wird bei Rock ein ANDERER Wert auf Klang gelegt.

Ich zumindest habe an Rockmusik andere Klangwerwartungen als an Jazz oder Klassik.

Bei Rock will ich (übertrieben ausgedrückt), das die Drums meine Magengrube massieren und die Gitarren wie eine Kreissäge mein Trommelfell zerschneiden. Begriffe wie Durchhörbarkeit, Feinzeichnung etc spielen da für mich kaum eine Rolle, im gegensatz zu Jazz oder Klassik. Meinem Klangideal zum Thema Rock kommen z.B. die Platten der Band Boston sehr nahe. Oder sehr viele Gary Moore - Aufnahmen.
Haiopai
Inventar
#15 erstellt: 07. Feb 2008, 09:36
Ich denke nicht ,das man das pauschal auf die Musikrichtung beziehen kann .

Viel spielt da glaube ich auch das Interesse und der Einfluss der Musiker selber eine Rolle und auch der individuelle Stil .

Positives Beispiel ist hier im Metalbereich nach meiner Erfahrung Iron Maiden ,deren Scheiben leben oft vom Tempowechsel und sind im ganzen Rhythmus ziemlich abwechlungsreich und meist auch gut aufgenommen .
Oder etwas softer eben auch Pink Floyd ,was wäre ein Werk wie
The Wall ohne Dynamik ?
Genauso aber auch Dire Staits bzw. Mark Knopfler solo ,deren Scheiben sind sowohl auf Vinyl als auch auf CD gut gemachte Aufnahmen.

Man merkt aber ,das dies alles bekannte Leute sind ,die eben auf Grund der Popularität auch direkten Einfluss nehmen können und das auch tun ,gibt aber auch genügend Künstler ,die da wohl schlicht kein Interesse dran zeigen ,solange sich ihre Songs auch so verkaufen .

Gehts dagegen um Newcomer ,die dürfen wohl in erster Linie mal froh sein einen Vertrag bekommen zu haben ,angedeutet hat das mal der Sänger von In Extremo ,der in einem Interview offen zugegeben hat ,das ihre frühen Produktionen klanglich schlecht waren und sie aber auch erst mit wachsendem Erfolg da Einfluss geltend machen konnten .

Ich denke mal da hängt das Ganze auch völlig unabhängig davon auf welcher Art Tonträger die Musik dann erscheint in der Hauptsache von ab.

Gruß Haiopai
Musikfloh
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 08. Feb 2008, 15:20

Mein Vinyl-Hobel liegt im Keller und altert.

Ich kann gerne die kostenlose Endverwertung übernehmen
BassDruck
Inventar
#17 erstellt: 08. Feb 2008, 16:27

Musikfloh schrieb:

Mein Vinyl-Hobel liegt im Keller und altert.

Ich kann gerne die kostenlose Endverwertung übernehmen :P

dito
Accuphase_Lover
Inventar
#18 erstellt: 09. Feb 2008, 02:13
Sicherlich hat das ganz andere Klangideal bei Rock, insbesondere dem härterer Gangart, auch mit den verwendeten Instrumenten zu tun, so meine These.
Im Wesentlichen kommen dort Gitarre, Bass und Schlagzeug zum Einsatz. Blas- und Seiteninstrumente oder Keyboards, seltener oder gar nicht.

Das spielt imho eine nicht unbedeutende Rolle.
Wohl auch das gesellschaftspolitische Umfeld, in dem der typische "Rocker" vermutet wird.
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