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DAT auf Computer digital über SPDIF überspielen

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kazenga
Neuling
#1 erstellt: 19. Dez 2011, 22:47
Hallo zusammen,

habe seit 1992 einen Sony DTC-670 und damit bis 2004 ca. 150 DAT-Bänder aufgenommen. Meine ältesten Bänder funktionierne zwar noch, zur Sicherheit möchte ich die alten Aufnahmen aber auf meinen PC (2010, AMD Quad-Core mit Windows 7 pro, 64bit) aufnehmen. Dazu habe ich mir eine einfache Soundkarte ("LogiLink 7.1 Channel USB Soundbox") mit SPDIF-Eingang gekauft. Als Aufnahmesoftware benutze ich Audacity in der aktuellen Version.

Obwohl die LogiLink von Audacity als Aufnahmegerät angezeigt wird und ich die Soundkarte in Samplerate und Samplefrequenz auf alle gängigen Werte einstellen kann, ist kein digitales Aufnehmen über den optischen Digitalausgang meines DTC-670 möglich.
Hat einer eine Idee, woran der Fehler liegen könnte?

Vielen Dank fürEure Hilfe !
Gruß kazenga
Angrosch
Stammgast
#2 erstellt: 20. Dez 2011, 07:01
Hi!

Ich gehe mal davon aus, dass Du nicht nur nicht aufnehmen kannst, sondern dass überhaupt kein Ton ankommt. Ich würde mal ein paar Kleinigkeiten durchprobieren:

- onboard Sound deaktivieren (im BIOS)
- im Windows-Mixer nachsehen ob der Eingang richtig zugeordnet und nicht stummgeschalten ist
- nachsehen, ob in Audacity die korrekte Soundkarte ausgewählt ist


Gruss, Angrosch
jotagamma
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Dez 2011, 08:43
Vielleicht schlägt das Serial Copy Management System (SCMS) zu? Dann ist es ein Fall für Hucht.
kazenga
Neuling
#4 erstellt: 20. Dez 2011, 19:30
Hallo,
es ist wohl tatsächlich das Serial Copy Management System (SCMS). Es verhindert die Aufnahme bereits digital aufgenommener Titel. Analoge aufgenommene Titel kann ich nämlich über SPDIF aufnehmen - ebenso Tracks vom CD-Player.

Frage daher: Hat einer einen Hucht günstig abzugeben ?

Gruß kazenga
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 20. Dez 2011, 23:17
Mag sein, daß ich durch jahrelange Nichtbeschäftigung mit der Materie inzwischen etwas hinter dem Mond lebe, aber als ich mir eine Audiokarte mit bitgenauem SPDIF aussuchte (das war 2001), war SCMS keinerlei Thema im Zusammenhang mit PC-Audiohardware. Da hat man also auch noch "aufgerüstet", wo das jetzt im Zeitalter des Grabbens noch sinnloser ist als vorher...

Einen Hucht habe ich leider nicht abzugeben. Darf man glaube ich auch gar nicht mehr anbieten oder bewerben, seit Jahren schon. Weiß nicht, ob das auch für Privat gilt. Ich habe eine Hucht-Platine seit 2001 in meinem Sony-DAT drin, seitdem konnte der auch ganz nebenbei 44.1-Analogaufnahme. Das war das eigentlich beabsichtigte.

Was es wohl auch tut: ein Behringer Abtastratenwandler, auch der alte SRC2000. Die können SCMS killen, sind aber - der Name läßt es vermuten - nicht bitgenau. Selbst 44.1 kHz werden wohl zwangsweise auf 44.1 kHz umgesetzt - also basierend auf dem Behringer-internen Quarz neu generiert. Man belehre mich gerne eines besseren. Seis drum: den SCMS bekommst Du damit weg und auch 48-kHz-Aufnahmen und Longplay-Aufnahmen werden damit CD-tauglich, ganz ohne nachträgliche Konvertierung in Software. Schon deshalb lohnt ein SRC bei gehäuften Aktivitäten dieser Art. Bei einst 48 kHz verlierst Du freilich den Übertragungsbereich von ca. 21 - 23 kHz bei dieser Manipulation.

Ebenfalls zu haben waren mal diese Geräte hier, zu denen mir die Erfahrung fehlt.
jotagamma
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 21. Dez 2011, 01:37

Radiowaves schrieb:
Mag sein, daß ich durch jahrelange Nichtbeschäftigung mit der Materie inzwischen etwas hinter dem Mond lebe, aber als ich mir eine Audiokarte mit bitgenauem SPDIF aussuchte (das war 2001), war SCMS keinerlei Thema im Zusammenhang mit PC-Audiohardware. Da hat man also auch noch "aufgerüstet", wo das jetzt im Zeitalter des Grabbens noch sinnloser ist als vorher...


Ich würde sagen, dass ich mich eher hinter dem Mond befinde, da ich mir diesen DAT-Krempel vor Über zwanzig Jahren angeschafft hatte und dieser heute noch bei mir herumsteht.

Das SCMS findet sich bevorzugt in Geräten der Consumer-Klasse, also auch im besagten DTC-670. Professionelle Studiogeräte wurden aus nachvollziehbaren Gründen nicht damit ausgestattet. PC-basierte Hardware wie Soundkarte, CD-Brenner, DAT-Streamer und die entsprechende Software kümmerte sich nie um die auch heute noch vorhandenen zwei Bits im Datenstrom. Da aber aus Kostengründen in vielen Studios auch die billigeren DAT-Consumergeräte beschafft wurden, entstand der Markt für digitale Copyprozessoren nach dem Muster des "Hucht".


Radiowaves schrieb:

Einen Hucht habe ich leider nicht abzugeben. Darf man glaube ich auch gar nicht mehr anbieten oder bewerben, seit Jahren schon. Weiß nicht, ob das auch für Privat gilt. Ich habe eine Hucht-Platine seit 2001 in meinem Sony-DAT drin, seitdem konnte der auch ganz nebenbei 44.1-Analogaufnahme. Das war das eigentlich beabsichtigte.

(...)


Rechtliche Aspekte zum Einsatz von digitalen Kopierprozessoren kann ich wie wohl die meisten in einem technischen Forum nicht sicher und verbindlich beurteilen. Bei diesem Thema werden viele Vermutungen geäußert und teilweise frei phantasiert. Ich habe diese Geräte immer - auch im kommerziellen und hochprofessionellem Umfeld - eingesetzt, wenn ich sie benötigte; aber ich ignoriere auch manchmal die roten Lichtzeichen am Fußgängerüberweg.

Gerade vor ein paar Tagen schwamm in der Bucht ein Hucht. Er wurde für ca.100 Euro herausgefischt. Das scheint mir der zur Zeit übliche Tarif für diese Geräte zu sein.
jotagamma
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 21. Dez 2011, 02:00

kazenga schrieb:
Hallo,
es ist wohl tatsächlich das Serial Copy Management System (SCMS). Es verhindert die Aufnahme bereits digital aufgenommener Titel. Analoge aufgenommene Titel kann ich nämlich über SPDIF aufnehmen - ebenso Tracks vom CD-Player.

Frage daher: Hat einer einen Hucht günstig abzugeben ?

Gruß kazenga


Du steckst bereits in der Falle, da dein DAT-Recorder wahrscheinlich nichts über die digitale Schnittstelle ausgibt und damit auch kein Datenstrom entsteht, der entsprechend bearbeitet werden kann.

Die einfachsten Lösungen: Entweder analog ausgeben und Re-digitalisieren oder ein professionelles Gerät von Panasonic oder TEAC/Tascam ohne SCMS beschaffen. Mit Glück kann man sich auch SCSI-DAT-Streamer ergattern, der Audio-Daten lesen kann; davon gibts aber nicht viel mehr als drei verschiedene Modelle.
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 21. Dez 2011, 09:37

jotagamma schrieb:
Ich würde sagen, dass ich mich eher hinter dem Mond befinde, da ich mir diesen DAT-Krempel vor Über zwanzig Jahren angeschafft hatte und dieser heute noch bei mir herumsteht.

Das ist doch bei mir nicht anders: hier stehen in 2 Wohnungen noch insgesamt 3 DAT-Recorder in meinen Diensten. Ich brauche die auch noch: einer (Sony 57ES, faktisch baugleich mit o.g. 670) dient mir als Wandler für den PC, in beiden Richtungen und nach Umbau auf 44.1 kHz Analogaufnahme. Der zweite (Pioneer D500) hat das um Lichtjahre bessere Laufwerk, dient mir ab und an mit dem Sony als A/D-Wandler noch zu Aufnahmen und wurde gerade die letzten Tage wieder gebraucht, als ich einen digitalen Satreceiver testete und da Merkwürdigkeiten am SPDIF (ein dauerhaft und falsch gesetztes Emphasis-Bit) aufklären wollte. Der dritte (ebenfalls ein Pioneer D500) steht in der Zweitwohnung und war letztes Jahr auch häufiger im Einsatz, um Untersuchungen an einem digitalen Kabelreceiver anzustellen.

Aufnahmen erledige ich dann aber seit Jahren doch lieber direkt in den PC. Da sollen sie später ja sowieso hin.


jotagamma schrieb:
PC-basierte Hardware wie Soundkarte, CD-Brenner, DAT-Streamer und die entsprechende Software kümmerte sich nie um die auch heute noch vorhandenen zwei Bits im Datenstrom.

...und gerade deshalb bin ich ja so irritiert. Der ganze Thread läuft dahin, daß hier tatsächlich eine Consumer-Hardware für den PC SCMS erkennen kann und entsprechend blockiert.


jotagamma schrieb:
Du steckst bereits in der Falle, da dein DAT-Recorder wahrscheinlich nichts über die digitale Schnittstelle ausgibt und damit auch kein Datenstrom entsteht, der entsprechend bearbeitet werden kann.

Zumindest der elektrisch baugleiche 57ES hat auch im Falle gesetzten SCMS digital ausgegeben - nur halt mit SCMS. Ein zweiter DAT meldete dann "Copy Prohibit" und startete das Laufwerk nicht. Das digitale Tonsignal kam aber dort an. Ich bezweifele deshalb, daß der 670er gar nichts ausgibt. Man könnte dort ja auch einen externen Wandler laufen haben. Falls der Threaderöffner einen AV-Receiver daheim stehen haben sollte: bitte doch mal den digital aus dem Sony füttern und versuchen, Material via AVR zu Gehör zu bringen, das über die PC-Hardware verweigert wird. Es sollte funktionieren.
kazenga
Neuling
#9 erstellt: 21. Dez 2011, 19:54
Hallo,

habe seit einigen Jahren einen Onkyo TX-SR 605 AV-Receiver, der seit dieser Zeit über optischen Digital-Eingang klaglos meine DAT-Tracks digital in bester Qualität wiedergibt.

M.E. kann es also nicht daran liegen, dass mein DTC-670 über SPDIF überhaupt nicht ausgibt, wenn die SCMS-Bits gesetzt sind.

Da sowohl analog aufgenommene Tracks mit 48 kHz als auch Longplay Aufnahmen mit 32 kHz über LogiLink im PC ankommen, kann es vielleicht tatsächlich daran liegen, dass die LogiLink-Soundbox SCMS auswertet.

Eine schon über 4 Jahre alte USB-Soundkarte (Turtle Beach Advantage Roadie) zeigt übrigens das gleiche Verhalten - sie nimmt digitale Tracks vom DTC-670 nicht auf.

Gruß kazenga
cr
Moderator
#10 erstellt: 27. Dez 2011, 13:29

Du steckst bereits in der Falle, da dein DAT-Recorder wahrscheinlich nichts über die digitale Schnittstelle ausgibt und damit auch kein Datenstrom entsteht, der entsprechend bearbeitet werden kann.


DAT gibt immer aus.

Eine Soundkarte zu erwischen, die SCMS beachtet, da muss man wirklich Pech haben. Besorg dir entweder eine alte Soundkarte oder ein Profiteil wie eine Edirol/Tascam etc.-USB-Karte.

Dass du am PC nur eine einzige Datei bekommst, ohne Startmarken, ist dir eh klar. Da beginnt dann die richtige Arbeit.

Redigitalisieren würde ich keinesfalls, es sei den Musikqualität ist so schon unterm Hund, dass es egal ist.


[Beitrag von cr am 27. Dez 2011, 13:30 bearbeitet]
Kulf
Stammgast
#11 erstellt: 23. Sep 2012, 19:57
Pragmatische Lösung:
Tascam DR100 Mark II kaufen (USA-Mitbringsel für 230 EUR)
Über Digital in 16/44 aufzeichnen und die WAV-Dateien am PC schneiden.
cr
Moderator
#12 erstellt: 23. Sep 2012, 22:07
Wenn man sie erst am PC schneiden muss, kann man doch gleich den Digitaleingang der Soundkarte nützen...... ?
Was ist somit gewonnen?


[Beitrag von cr am 23. Sep 2012, 22:08 bearbeitet]
Kulf
Stammgast
#13 erstellt: 24. Sep 2012, 06:22
Habe halt 'nur' ein Notebook. Und das hat keinen Dig-in. Und da ich eh einen Flashrekorder brauchte habe ich hält geschaut welcher das kann...
cr
Moderator
#14 erstellt: 24. Sep 2012, 08:46
Was mich aber etwas wundert: Ein (semi)prof. Flashrekorder sollte doch die Startmarken vom DAT übernehmen?! Prof. CDRekorder konnten das häufig...
Übernimmt er wirklich die Startmarken nicht? Und vom CD-Player?
Kulf
Stammgast
#15 erstellt: 24. Sep 2012, 16:05
Mussich mal probiern...
cr
Moderator
#16 erstellt: 24. Sep 2012, 16:10
Das war nämlich schon vor langer Zeit mal mein Vorschlag, die DATs zuerst auf einen Profirekorder oder Flash-Rekorder zu kopieren.
Meines Wissens gibts aber das Problem, dass die DAT-Startmarken nicht identisch mit denen des CD-Players sind und daher nicht alle Aufnahme-Geräte sie erkennen (Profigeräte sollten dies allerdings schon tun!). Daher gabs auch von Hucht einen Startmarkenkonverter (mit Kopierschutzprozessor), der aber etliche 100 Euro kostete.

Hier sieht man auch, warum CD-Rekorder und DAT kein Erfolg war, dank Musikindustrie war das vor lauter Restriktionen alles ein Krampf, wenn man nicht die damals teueren Profigeräte kaufte.


[Beitrag von cr am 24. Sep 2012, 16:12 bearbeitet]
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