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Defekte FLAC-Dateien. Gibt es da Hilfe?

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Autor
Beitrag
elmarhe
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Okt 2006, 13:08
Hallo zusammen,
ich habe da ein recht skurriles, aber sehr ärgerliches Problem und hoffe, daß mir hier vielleicht jemand helfen kann.

Ich habe mir die Mühe gemacht, meine ca. 650 CDs alle auf PC aufzunehmen und mit Hilfe von EAC in FLACs zu verwandeln. Dazu die gescannten Albumcovers etc. Also alles mit viel Mühe und richtig schön und gründlich gemacht. Gut 350 GB sind es an Daten geworden.
Alle Aufnahmen sind auf meinem Laptop entstanden und wurden dann mit Hilfe zweier externer Festplatten auf den eigentlichen Musik-PC transferiert. Der lief jetzt einige Monate problemlos und alles war gut.

Jetzt wollte ich die Festplatten im Musik-PC erweitern und umkonfigurieren und habe sie entsprechend umgestellt, partitioniert und formatiert. Daten hier also völlig weg, aber alles ja kein Problem, dachte ich. Ich habe ja noch die USB Transferplatten, auf der alles nochmal drauf ist.

Also alle Daten wieder aufgespielt, keinerlei Fehlermeldung bekommen und zufrieden gewesen ...
Zumindest, bis ich wieder Musik hören wollte: Gut die Hälfte aller FLACs ist unspielbar geworden . Auch die Coverscans zeigen etwa zur Hälfte nur noch ein rotes X statt des Bildes. Eine typische Fehlermeldung bei Winamp ist:
Error while processing metadata (FLAC_FILE_DECODER_SEEKABLE STREAM_DECODER_ERROR).

Das wirklich Schlimme (und mir unerklärliche) ist aber, daß die Stücke bereits auf den Transferplatten diesen Defekt aufweisen, also mein einziges Backup somit nutzlos ist.

Letztlich sind auf jeder CD genügend Stücke defekt, daß es fast einfacher wäre, alles neu aufzunehmen, anstatt zu Fuß jede Datei zu checken und entsprechend zu selektieren.

Gerne würde ich mir das aber ersparen und ich hoffe, daß mir hier vielleicht jemand einen hilfreichen Tip geben kann.

Ach so, mein Betriebssystem ist XP, bzw. Win 2000 mit dem aktuellsten WinAmp und dem FLAC-Docoder 1.12.

Vielen Dank schonmal für Euer Interese und schöne Grüße von Elmar

Edit: Tippfehler weg


[Beitrag von elmarhe am 27. Okt 2006, 13:13 bearbeitet]
PH03N!X
Stammgast
#2 erstellt: 27. Okt 2006, 14:18
hio,

folgendes würde ich mal ausprobieren:
1.error check von windows über deine hdds laufen lassen.
2.auch mal alles defragmentieren.
3. mit dem programm 'ccleaner' alles säubern (registry un unütze dateien löschen)

grüße

phoenix

PS die ganzen scanns würd ich regelmäßig laufen lassen
mach ich bei mia au:)
elmarhe
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Okt 2006, 15:30
Hallo Phoenix,
danke für Deinen Beitrag.

Der Fehlerscan findet allerdings nichts, die Defragmentierung wäre damit jetzt auch eher nutzlos und den Registry-Cleaner halte ich auch eher für eine vorbeugende Maßnahme.
Eigentlich hatte ich das alles auch weitgehend gemacht:
Die Platten wurden defragmentiert, bzw. waren auch praktisch leer, bevor ich in einem Rutsch alles draufkopiert habe und mein Windows ist eine Minimalinstallation, auf der nichts außer WinAmp und einem Infrarot-Umsetzer läuft.

Meines Erachtens ist irgendetwas mit den Dateien selbst nicht in Ordnung. Ich hoffe ja, daß es da irgendeine Redundanz gibt, sodaß man sie jeweils Stück für Stück checken und reparieren kann.

Noch jemand eine Idee?

Schöne Grüße von Elmar
lotharpe
Inventar
#4 erstellt: 27. Okt 2006, 16:21
Hallo Elmar,

wenn Du deine Festplatten aus dem Musik-Pc noch nicht
mit anderen Daten überschrieben hast, müssten sich die meisten Titel mit einem guten Recovery-Tool wieder herstellen lassen. Siehe unten.

http://www.runtime.org/downloads.htm

Viele Grüsse
Lothar
elmarhe
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 27. Okt 2006, 16:30
Hallo Lothar,

danke für Deinen Link. Das ist auch eine gute Idee und so wäre es mir auch am Liebsten gewesen.
Den Versuch habe ich mit einem anderen Tool gemacht, das auch so ziemlich alle Dateien gefunden hat - leider ohne die Ordnerstruktur und die Dateinamen mitzuretten. Und das alles manuell herauszufinden und einzugeben, wäre leider kein wirklicher Gewinn zu einer kompletten Neuaufnahme.

Die von Dir verlinkten Tools kannte ich da leider noch nicht; vielleicht wären die besser gewesen ...
Nun ist dieser Zug aber auch abgefahren und die Platte mit anderen Rettungsversuchen überschrieben. Was ich aber nach wie vor überhaupt nicht verstehe ist, wieso die Quelldateien (also die von der Transferplatte) zerschossen sind - und das noch gleichermassen auf 2 verschiedenen Platten.

Schöne Grüße von Elmar
lotharpe
Inventar
#6 erstellt: 27. Okt 2006, 16:35
Hallo Elmar,

Ups, du hast die Platten schon überschrieben (wer lesen kann, ist klar im Vorteil).
Verwende mal ein neueres Flac Plugin für WinAmp.

Viele Grüsse
Lothar
lotharpe
Inventar
#7 erstellt: 27. Okt 2006, 16:50
Hallo Elmar,

konntest Du die Flac's von deinen USB-Platten über WinAmp
abspielen? Wenn ja, können die Daten nicht beschädigt sein.
Wenn du auf deinem Musik-Pc das Betriebssystem neu aufgespielt hast, sind alle Mainboardtreiber (Chipsatz etc.)
und Service Pack 2 für WinXp installiert? Lassen sich die Tracks über das Laptop mit installiertem Winamp abspielen?

Viele Grüsse
Lothar
elmarhe
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 27. Okt 2006, 17:08
Hallo Lothar,

alles prima Ansätze, die Du da bringst , aber leider habe ich das alles schon probiert:

- Die Dateien von den USB-Platten abzuspielen bringt die selbe Fehlermeldung (das ist ja das, was mich so fertig macht ...)
- Weder über den Laptop mit der Installtion wie immer noch mit dem Musik-PC lassen sich die Dateien abspielen.
- Auf dem Musik-PC sind alle Treiber drauf (kein Gemecker im Geräte-Manager)
- Weder der allerneueste FLAC-Decoder noch ein etwas älterer ändert irgendetwas am Ergebnis. Auch der brandneu, in WinAmp integrierte bringt etwas.

Ist Dir (oder jemand anderem) denn vielleicht ein Programm bekannt, mit dem man die Integrität von FLACs checken kann?

Schöne Grüße von Elmar
lotharpe
Inventar
#9 erstellt: 27. Okt 2006, 17:29
Hallo Elmar,

ein Programm zum testen der Integrität von Flac's
kenne ich leider (noch) nicht. Ich hatte bisher keine
Probleme mit Flac. Was ich noch empfehlen kann, baue die
Platten aus dem externen Gehäuse aus und schließe sie am
Musik-Pc über die IDE-Schnittstelle an. Das würde einen Fehler am USB-Port des Rechners oder Controller im externen Gehäuse ausschließen. Hast Du die USB-Festplatten bei Datensicherung nach erfolgtem Kopiervorgang gleich abgezogen oder ordnungsgemäß abgemeldet?

Viele Grüsse
Lothar
Hyperlink
Inventar
#10 erstellt: 27. Okt 2006, 17:32
lotharpe
Inventar
#11 erstellt: 27. Okt 2006, 17:49
@Hyperlink,

Zitat aus deinem Link,

Nicht immer funktionieren Netzwerkübertragungen oder das Zurückspielen aus einem Backup einwandfrei, sodaß am Ende Dateien oder desynchronisierte Mp3, Musepack, Flac oder andere Formate mit "Synchronisations-Fehlern" auf der HD landen. Schlimmer noch, manche wissen gar nicht, daß sie in ihrem Archiv kaputte Dateien haben.

Das kann auch bei einem Hardwarefehler auftreten. Wenn dies
der Fall ist, werden etliche Dateien nicht mehr herzustellen
sein.

Viele Grüsse
Lothar
elmarhe
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 27. Okt 2006, 18:01
Hallo zusammen,
und danke nochmal für Eure Hilfe.

@Lothar: Die Dateien auf den USB-Platten waren ja keine Backups sondern Transfers. Also Aufnahme auf PC1, überspielen auf USB-Platten, überspielen auf PC2, auf PC2 alles in Ordnung.
Dann PC2 gelöscht, erneutes Aufspielen (oder auch Abspielen) von den USB-Platten ergibt Fehler.
Bevor ich ganz aufgebe, versuche ich aber auf jeden Fall nochmal den Direkteinbau - allerdings ohne viel Hoffnung ...

@Hyperlink: Ich bin mal den Anweisungen aus Deinem Link gefolgt. Leider macht mir Foobar da wenig Hoffnung. Die Meldung lautet: Failed. Unsupported format or corrupted file.

Irgendwo bei meines Suchen jetzt habe ich gelesen, daß korrupte ID-Tags diese Fehlermeldung hervorbringen können. Leider kann MP3Tag die defekten Dateien auch nicht öffnen. Gibt es vielleicht noch einen anderen "robusteren" Tagger oder sollte ich mich langsam darauf einstellen, die Dateien wirklich als defekt zu akzeptieren?

Schöne Grüße von Elmar
lotharpe
Inventar
#13 erstellt: 27. Okt 2006, 18:28
Hallo Elmar,

wenn Du die Daten schon einmal von den USB-Platten
auf PC2 kopiert hast und getestet, dann sind sie ok.
Der Fehler liegt eindeutig an PC2 oder an der Hardware vom
externen Gehäuse. Platten ausbauen und testen. PC2 wieder formatieren und Betriebssystem neu aufspielen. Die neuesten
Treiber für Chipsatz und anderer Hardware installieren. Aktuelle Service Paks und Abspielsoftware aufspielen. Es müsste nach Ausschließen von Hardwarefehlern funktionieren.
Hast Du das USB-Kabel schon einmal getauscht?
Kontrolliere auch die Innereien von PC2 einmal. Sitzen alle
Karten, Stecker und der Arbeitsspeicher richtig. Auch ziehen
und neu einstecken der Hardware hat schon Wunder vollbracht.

Viele Grüsse
Lothar


[Beitrag von lotharpe am 27. Okt 2006, 18:36 bearbeitet]
elmarhe
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 27. Okt 2006, 18:56
Hallo Lothar,

Du schreibst, daß der Fehler an der Hardware oder dem externen Gehäuse liegen muss. Ich fürchte aber, daß das so nicht stimmt ...

Es handelt sich um 2 Platten in 2 externen Gehäusen mit jeweils ihrem eigenen USB-Kabel. Die Typen sind dazu auch noch völlig unterschiedlich.
Beide Platten funktionieren an meinem XP-Laptop und dem Win2000 auf die selbe Art: Ca. 70% der Dateien sind OK, der Rest ist halt nicht lesbar. Es sind an jedem Rechner die selben Dateien nicht lesbar und zwar mit verschiedenen Programmen.

Trotzdem hast Du natürlich Recht: Den direkten Einbau der Platten ohne Gehäuse werde ich auch noch versuchen, bevor ich das Handtuch werfe.

Im Moment befasse ich mich aber gerade mit einem Foobar-Check der ganzen Dateien, (Danke nochmal an Hyperlink!) um zu sehen, was vielleicht noch zu retten ist. Im Anschluß daran werde ich die Platten mal direkt einbauen.

Mal sehen .... so sonderlich optimistisch bin ich im Moment aber nicht mehr.

Schöne Grüße von Elmar
lotharpe
Inventar
#15 erstellt: 27. Okt 2006, 19:22
Hallo Elmar,

wenn das so ist, kommen wieder andere Ursachen in Frage.
Hast du deine Externen Platten öfters defragmentiert und dabei einen Absturz oder Teilabsturz des Betriebssystems oder der Defragmentierungssoftware gehabt? Du weißt, das der USB-Port eine hohe Prozessorauslastung haben kann. Liefen mehrere Tasks gleichzeitig im Hintergrund?

Viele Grüsse
Lothar
mogo
Inventar
#16 erstellt: 27. Okt 2006, 19:44
Ohne jetzt wirklich hoffnung zu haben, dir helfen zu können: Würdest du mir eine der defekten Dateien mal zuschicken?
Würde aus eigenem Interesse gerne mal mit experimentieren


elmarhe schrieb:
Den Versuch habe ich mit einem anderen Tool gemacht, das auch so ziemlich alle Dateien gefunden hat - leider ohne die Ordnerstruktur und die Dateinamen mitzuretten.
Das hätte auch mit einem anderen Programm nicht besser funktioniert. Wenn die Tabelle, die die Datenstruktur gespeichert hat, einmal neu geschrieben wurde, kannste Bezeichnungen vergessen. Da hilft kein Tool mehr.
Solche Tools sind eher dafür gedacht, wenn es wirklich um den Inhalt der Dateien geht und das Rekonstruieren in Kauf genommen wird.

Gruß
mogo


[Beitrag von mogo am 27. Okt 2006, 19:48 bearbeitet]
elmarhe
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 27. Okt 2006, 20:45
Hallo zusammen.

@mogo:
Experimenten stehe ich sehr neugierig gegenüber. Im Moment probiere ich auch alles aus, was irgendwie in die Richtung passt. Ich habe Dir eine Mail geschickt & dann noch eine PM, weil ich die Adresse vergessen hatte ...

@lotharpe:
Ich bin beeindruckt von Deiner Geduld und Gründlichkeit!
Aber leider trifft auch dieser Ansatz das Problem nicht: Ich habe die Platten jeweils in einer Session befüllt und dabei den Rechner völlig in Ruhe gelassen. Defragmentiert habe ich gar nichts, weil ja alles in einem Rutsch auf eine fast leere Platte kam.
Klar, ein paar Tasks laufen bei Windows ja immer im Hintergrund, aber nichts, was irgendwie Leistung gezogen hat, denke ich.

Schöne Grüße von Elmar
mogo
Inventar
#18 erstellt: 27. Okt 2006, 21:54
Also mit Audacity bekomme ich es geöffnet, aber da gibts nur Müll zu hören.
Habe das mal mit Flac getestet und demnach fehlt die Sync.
Habe im Internet etwas gesucht und den Tipp gefunden, die Meta-Tags zu entfernen, jedoch macht das Metaflac nicht mit.
Auch Decoding mit der Option, alle Fehler zu übergehen, schlägt völlig fehl.

Ich habe für alles das original Flac auf der Console benutzt...

Also da scheint nichts mehr drin zu sein.

Allerdings bist du mit dem Problem nicht allein. Genau dein Problem (bestimmter Prozensatz von Flacs von mehreren Festplatten, die völlig in Ordnung sind, sind plötzlich defekt) haben schon mehrere Leute gehabt. Naja, die schlechte Nachricht: Selbst der Entwickler kann sich das Phenomen nicht erklären und es gibt auch keine wirkliche Lösung. Teilweise laufen die Flacs noch mit Fehlern, teilweise nicht.

Gruß
mogo
lotharpe
Inventar
#19 erstellt: 27. Okt 2006, 21:59
Hallo Elmar,

wenn die Dateien auf Deinen Externen Platten schon einmal getestet und funktioniert haben, können sie nicht defekt sein. Es sei denn sie wurden durch einen Vorgang beabsichtigt oder unbeabsichtigt verändert. Dies gilt es herauszufinden um eine ev. Datenrettung durchzuführen.

Viele Grüsse
Lothar
cr
Moderator
#20 erstellt: 27. Okt 2006, 22:00
Interessehalber:
Kann so was auch beim Speichern/Archivieren von wav-Dateien passieren? Oder entsteht dieses Problem durch die viel geringere Redundanz der FLAC-Dateien?
PH03N!X
Stammgast
#21 erstellt: 27. Okt 2006, 22:11
hio,

vllt hast du dir 'nur' dein windows win amp oder die treiber zerschossen.
hast du mal geguckt ob er alle treiber/geräte im gerätemanager richtig erkennt und ob se auf dem neuesten stand sind?
des weiteren würde ich mal nen registry check verscuhen vllt hilfts ja! du weißt garnet was alles in der regstry gespeichert wird (windows halt)

und noch viel glück bei deinen versuchen

grüße
phoenix
lotharpe
Inventar
#22 erstellt: 27. Okt 2006, 22:27
@mogo,

ich habe auch meine Musik auf mehreren Festplatten gesichert. Darunter sind ca. 40% als Flac gespeichert.
Mein kleines Heim-Netzwerk besteht aus 4 Rechnern mit einem
File, Print, Web und Ftp-Server unter Windows Server 2003.
In diesem Server befinden sich 5 Platten WD-250 Raid Edition und als Systemlaufwerk eine WD-Raptor 36 Gb.
Das Netzwerk ist ein Gigabit-Lan mit Intel(R) PRO/1000 MT
Desktop Adaptern. Die beiden Gigabit Switches sind von 3Com.
Ich kopiere im Augenblick ständig die Flac's vom Server auf die Workstation und zurück. Es werden keine Dateien beschädigt. Die Ursache muss eine Andere sein.

Viele Grüsse
Lothar
elmarhe
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 27. Okt 2006, 22:31
Hallo zusammen.

@mogo:
Erstmal vielen Dank an Dich! Du hast offenbar ernsthaft Ahnung von der Materie - um so bedauerlicher, daß es da wohl keine Rettung gibt.
Wirklich Sorgen macht mir aber Dein letzter Absatz: Wenn FLACs kein sicheres Format für die Archivierung sind, welchen Sinn hat es dann, sich überhaupt die ganze Arbeit mit der Archivierung zu machen ...
Insofern würde mich die Antwort auf cr's Frage auch interessieren. Wenn WAV-Dateien sicherer sein sollten, dann schaffe ich mir lieber noch eine zusätzliche Platte für die höhere Datenmenge an, anstatt mir immer mal wieder die ganze Arbeit neu zu machen.

@phoenix:
Danke, aber das habe ich leider schon alles als Ursache ausschließen können.

@lotharpe:
Der Satzteil "können sie nicht defekt sein" gefällt mir ja prima. Nur, es macht halt im Moment so gar nicht den Eindruck ...
Wie dem auch sei, offenbar hat irgendetwas ganz offensichlich die Dateien verändert. Ich kann aber beim besten Willen nicht sagen, was das gewesen sein könnte, außer einer allgemeinen Unzuverlässigkeit von FLAC, wie @mogo geschrieben hat.
Was würdest Du denn bei einer so unklaren Sachlage an Datenrettung empfehlen, wenn überhaupt etwas?


In der Zwischenzeit habe ich mal Schadenssichtung betrieben: Von meinen 350 GB kann ich 75 GB noch vernünftig nutzen, d.h. so viele CDs sind noch vollständig mit allen Titeln vorhanden. Nicht wirklich ermutigend, diese Bestandsaufnahme ...

Schöne Grüße von Elmar, der sich jetzt bald mal frustriert auf's Ohr legt.

Danke nochmal an alle Beteiligten.
Falls noch jemand eine Idee hat: Ich bin zu allen Versuchen gerne bereit.
lotharpe
Inventar
#24 erstellt: 27. Okt 2006, 22:41
Hallo Elmar,

brenne Deine Dateien auf DVD-RW's mit der niedrigsten Geschwindigkeit. Sollte deine Hardware mal den Geist aufgeben aus was für Gründen, sind die Daten nicht verloren.
Als Datenrettung kann ich Dir im Augenblick nichts empfehlen. Werde mich morgen aber darum kümmern. Vieleicht besteht noch eine Möglichkeit.

Viele Grüsse
Lothar


[Beitrag von lotharpe am 27. Okt 2006, 22:46 bearbeitet]
mogo
Inventar
#25 erstellt: 28. Okt 2006, 08:14

elmarhe schrieb:
Du hast offenbar ernsthaft Ahnung von der Materie - um so bedauerlicher, daß es da wohl keine Rettung gibt.
Danke, aber ich habe mich auch gerade nur mal etwas eingelesen...

Das Problem bei Flac ist wohl auch öfters, dass beim Encodieren bereits Fehler erzeugt werden, diese aber oft nicht bemerkt werden. Dies kommt scheinbar gehäuft vor, wenn direkt von den CD-Daten encodiert wird.
Man sollte also nach jedem Encoding die Flacs nochmal testen (nicht durch die Hörprobe sondern mit Flac).

Das hilft dir jetzt natürlich nicht weiter und es ist auch fraglich, ob das zu den Fehlern geführt hat. So richtig erklären kann es ja scheinbar keiner...

Naja, immerhin steht für mich jetzt fest, dass ich meine Sammlung sicherlich nicht mit Flac erweitern werde

Gruß
mogo
lotharpe
Inventar
#26 erstellt: 28. Okt 2006, 09:37
Hallo Elmar,

ich vermute ja auch, daß die Tracks beim Aufspielen auf
die Externen Laufwerke schon beschädigt oder nicht sauber
Encodiert waren. So etwas kann schon bei leicht defekter Hardware, wo der Fehler nicht sofort erkennbar ist auftreten. Auch ein Fehler in der Encoding Software kommt in Frage. Wir hatten schon defekte oder Inkombatible Speichermodule als Ursache für ähnliche Fehler. Ein Kunde von uns beklagte sich ständig über eine fehlerhafte Datensicherung auf einem externen Laufwerk. Das Betriebssystem und verschiedene Programme liefen scheinbar Ordnungsgemäß auf seinem Server.
Wir tauschten nach längerem Suchen den Arbeitsspeicher aus und schon funktionierte es. Was ich Dir noch anbieten könnte ist, mir die Platten in unsere Firma einzusenden. Dort kann ich sie ausgiebig Testen und ev. noch Retten, was zu Retten ist.

Viele Grüsse
Lothar


[Beitrag von lotharpe am 28. Okt 2006, 09:41 bearbeitet]
lotharpe
Inventar
#27 erstellt: 28. Okt 2006, 09:52
@cr,

wav-Dateien sind nicht so empfindlich beim händeln, da
keine Kompression der Daten erfolgt. Wenn Du genug Platz auf deinen Platten hast, verwende dieses Format. Ist vom
Klang sowieso die Beste Lösung, weil nichts verändert wird.

Viele Grüsse
Lothar
elmarhe
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 28. Okt 2006, 10:43
Hallo zusammen,

ich weiß im Moment noch nicht so richtig, in welche Richtung ich jetzt weitermachen soll ...

Das Vertrauen in FLAC hat mittlerweile ziemlich gelitten, aber WAV ist auch nicht die optimale Lösung, weil man da - soweit ich weiß - nicht mit Tags arbeiten kann. Außerdem sind die Dateien schon verdammt groß ...

Am Liebsten wäre mir ja, wenn ich direkt aus EAC eine Art Verify auf die FLACs anwenden könnte. Die Option -V gibt es zwar, aber für mich als Laien ist das zu sparsam dokumentiert, als daß ich aus der tatsächlichen Anwendung wirklich schlau würde. Vielleicht hat @mogo da einen Tipp?

Noch eine Theorie: Irgendwann habe ich mal angefangen, die FLACs maximal (also Stufe 8 ) zu komprimieren, weil mir die Geschwindigkeit immer noch völlig gereicht hat. Diese Dateien scheint es überproportional häufig zerschossen zu haben. Also werde ich jetzt mal brav bei 5 bleiben - wenn ich denn wieder anfangen sollte und mir nichts grundlegend anderes einfällt.

@lotharpe:
Vielen Dank für das Angebot mit dem Platten checken, aber ich fürchte, das ist vielleicht die Arbeit nicht wert. Ich hätte ja sehr viele Dateien noch brauchen können, letztlich benutzen kann ich aber nur komplett erhaltene Alben, weil das manuelle Raussuchen einzelner Titel mühsamer wäre als eine komplette Neuaufnahme.

Na ja, ich muss diese Nummer erstmal verdauen ...

Schöne Grüße von Elmar
mogo
Inventar
#29 erstellt: 28. Okt 2006, 10:52

elmarhe schrieb:
Am Liebsten wäre mir ja, wenn ich direkt aus EAC eine Art Verify auf die FLACs anwenden könnte. Die Option -V gibt es zwar, aber für mich als Laien ist das zu sparsam dokumentiert, als daß ich aus der tatsächlichen Anwendung wirklich schlau würde. Vielleicht hat @mogo da einen Tipp?
Naja, man muss das Programm halt mit der Option -V starten... Ich selber kenne das Programm nicht und habe auch kein Windows, so dass ich das gerade mal nachsehen könnte.

Gruß
mogo
Hyperlink
Inventar
#30 erstellt: 28. Okt 2006, 15:10

elmarhe schrieb:
Gibt es vielleicht noch einen anderen "robusteren" Tagger oder sollte ich mich langsam darauf einstellen, die Dateien wirklich als defekt zu akzeptieren?


mp3tag und Foobar2000 sind solche "robusten Tagger". Was die Zuverlässigkeit und die technischen Fähigkeiten (auch Konformität zu den Standards) betrifft, so spielen bei auf allerhöchstem Niveau. Beide unterscheiden sich damit klar von Gurkenprogrammen und Bugsammlungen wie iTunes, RealPlayer und WMP, deren Tagreader teilweise nicht mal die Standards einhalten und anzeigen können (wollen).


elmarhe schrieb:
Ich habe die Platten jeweils in einer Session befüllt und dabei den Rechner völlig in Ruhe gelassen. Defragmentiert habe ich gar nichts, weil ja alles in einem Rutsch auf eine fast leere Platte kam.
Klar, ein paar Tasks laufen bei Windows ja immer im Hintergrund, aber nichts, was irgendwie Leistung gezogen hat, denke ich.


Diese Schilderung erinnert mich irgendwie an die "Big Drive" -Problematik, die wir einmal auf unserer Seite AudioHQ als Ursache für korrupte Dateien und einen Datenverlust festnageln konnten.

Zerstörte bzw. vermischte mp3-Dateien


cr schrieb:
Interessehalber:
Kann so was auch beim Speichern/Archivieren von wav-Dateien passieren? Oder entsteht dieses Problem durch die viel geringere Redundanz der FLAC-Dateien?



lotharpe schrieb:
@cr,
wav-Dateien sind nicht so empfindlich beim händeln, da keine Kompression der Daten erfolgt. Wenn Du genug Platz auf deinen Platten hast, verwende dieses Format. Ist vom Klang sowieso die Beste Lösung, weil nichts verändert wird.


Das Gegenteil ist der Fall.

Stichwort Bitfehler:
Es ist immer sinnvoll FLAC/WAVpack statt WAV/AIFF/MPEG-Formaten zu benutzen um solchen Bitfehlern vorzubeugen. Die beiden Streamingformate bieten einen höheren Schutz, im englischen auch mit den Stichworten unter "Robustness FLAC" zu recherchieren. In den Bitstream sind Redundanzinfomationen eingebettet, mit denen es *fast* immer gelingt eine WAV originalgetreu (bitidentisch und CRC authentisch) zu dekodieren, während bei anderen Formate zB MP3 oder MPEG Aussetzer hörbar werden, oder die Dateien nur bis zur desnchronisierten Stelle dekodiert werden können. iTunes reagiert bei Abspielen zB sehr stark auf desynhronisierte Dateien, egal ob m4a, m4p oder mp3.

Tags:
Außerdem werden in FLAC und WAVpack noch zusätzlich md5-Hashwerte hinterlegt, die der Decoder mitsamt der redundanzinformationen im Bitstream zum korrekten Dekodieren und Überprüfung heranziehen kann.

Die Robustness von FLAC nützt bei Hardware und Festplatten-Problemen aber natürlich wenig.


elmarhe schrieb:
Wirklich Sorgen macht mir aber Dein letzter Absatz: Wenn FLACs kein sicheres Format für die Archivierung sind, welchen Sinn hat es dann, sich überhaupt die ganze Arbeit mit der Archivierung zu machen ...
Insofern würde mich die Antwort auf cr's Frage auch interessieren. Wenn WAV-Dateien sicherer sein sollten, dann schaffe ich mir lieber noch eine zusätzliche Platte für die höhere Datenmenge an, anstatt mir immer mal wieder die ganze Arbeit neu zu machen.


Die Robustness von FLAC nützt bei Hardware und Festplatten-Problemen natürlich wenig.


mogo schrieb:
Allerdings bist du mit dem Problem nicht allein. Genau dein Problem (bestimmter Prozensatz von Flacs von mehreren Festplatten, die völlig in Ordnung sind, sind plötzlich defekt) haben schon mehrere Leute gehabt. Naja, die schlechte Nachricht: Selbst der Entwickler kann sich das Phenomen nicht erklären und es gibt auch keine wirkliche Lösung. Teilweise laufen die Flacs noch mit Fehlern, teilweise nicht.


Hast Du mal eine Quelle fürs nachlesen? Deine Kritik an FLAC teile ich jedenfalls nicht. Kaputte Dateien mit Bitfehlern kenne ich nur im Zusammenhang mit MPEG, MP3 und älteren Monkey's Audio-Dateien (APE). Meiner Einschätzung liegt das Problem auch eher an defekten USB-Treibern, Störungen in den Windows-Protokollen oder schlechten/billigen USB/IDE-Interfaces selbst bei namhaften Herstellern von externen Gehäusen. Stromversorgungsprobleme oder Überhitzung kann ich auch nicht ausschließen.


mogo schrieb:
Das Problem bei Flac ist wohl auch öfters, dass beim Encodieren bereits Fehler erzeugt werden, diese aber oft nicht bemerkt werden. Dies kommt scheinbar gehäuft vor, wenn direkt von den CD-Daten encodiert wird. Man sollte also nach jedem Encoding die Flacs nochmal testen (nicht durch die Hörprobe sondern mit Flac).


Da kann ich so nicht bestätigen. Wo hast Du das gelesen? Kannst Du mir die Quelle geben?

Für das Verteilen in Netzwerken (incl. CRC-Hashs) gibt es eine Anleitung von mir. Wer nur Dateien kontrollieren möchte kann eines der vielen MD5- oder SFV Werkzeuge benutzen um nach der Übertragung die Dateien auf dem Ziellaufwerk zu testen.

Gruss


[Beitrag von Hyperlink am 28. Okt 2006, 15:44 bearbeitet]
elmarhe
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 28. Okt 2006, 18:06
Guten Abend.

Ich brauchte jetzt erstmal ein paar Stunden ohne Rechner, um wieder "runter zu kommen". Die Erkenntnis, daß offenbar die Arbeit einiger Monate einfach so verdunstet ist, muss ja auch irgendwie verarbeitet werden ...

@Hyperlink:
Vielen Dank für Deinen langen und fundierten Beitrag!

Ich würde gerne noch ein paar Fragen dazu stellen.
- Wäre diese Big-Drive Problematik dadurch zu entschärfen, daß man Partitionen von jeweils maximal 120 GB erstellt oder geht es wirklich um die Platte an sich? Es klingt mir zwar so als ob mein Problem etwas anders liegt (andere Symptome), aber ich würde gerne möglichst alle Risiken ausschalten.

- FLAC ist also wohl trotz meiner jetzigen Erfahrung das Format der Wahl. Gibt es irgendeinen Hintergrund für das von mir vermutete Phänomen, daß Dateien mit Kompression 8 irgendwie empfindlicher sind als solche mit 5?

- Ich würde gerne maximale Sicherheit bei meinen Streams erreichen und deshalb die FLACs nach der Encodierung direkt verifyen lassen. Mit Option -V klappt das direkt im FLAC-Frontend prima, aber im EAC Kompressions-Dialog scheint dieser Eintrag nichts zu bewirken. Oder gibt es erst eine Fehlermeldung, wenn etwas schief geht und gar nichts, wenn alles OK war?
Ob das Ganze dann länger dauert, ist mir so ziemlich egal, da die ganze Digitalisiererei sowieso auf einem separaten Rechner abläuft, der nichts anderes zu tun hat.

Den Link für die Verteilung im Netzwerk führe ich mir mal in einer ruhigen Stunde zu Gemüte. Klingt sehr gut! Etwas in der Art werde ich auf jeden Fall installieren müssen.

Nochmal vielen Dank.
Schöne Grüße von Elmar
Hyperlink
Inventar
#32 erstellt: 28. Okt 2006, 18:57

elmarhe schrieb:
Ich würde gerne noch ein paar Fragen dazu stellen.
- Wäre diese Big-Drive Problematik dadurch zu entschärfen, daß man Partitionen von jeweils maximal 120 GB erstellt oder geht es wirklich um die Platte an sich? Es klingt mir zwar so als ob mein Problem etwas anders liegt (andere Symptome), aber ich würde gerne möglichst alle Risiken ausschalten.


Bei der "Big Drive-Problematik" (BDP) geht es darum, daß bei der Datenübertragung (egal welcher Art) an der eine HD größer als 127 GB beteiligt ist, irgendetwas schief geht (milde ausgedrückt). Eine genauere hardwaremäßige Beschreibung erübrigt sich, weil uns der genaue detailierte technische Hintergrund sonstwo vorbei gehen muss (oder gibt es hier im Forum jemanden, der aktuell gerade Festplatten für Samsung entwickelt und meint hier uns aufklären zu müssen). Niemand von uns hat die Zeit, sich jahrelang über die Konzeptionmängel in der Betriebsystementwicklung auszutauschen, während es eigentlich gilt "verläßliche Workarounds" zu entwickeln, deren pragmatischer Ansatz halbwegs überzeugend scheint.

Wir sind alle Anwender und haben kein Problem damit Hardware-Entwickler und Treiberprogrammier zu steinigen, beängstigenderweise macht uns das sogar Spass, weil wir dort ebenso wie im in jedem anderen Bereich des gesellschaftlichen Lebens und der Politik jede Menge "Sonderschul-Dauersitzenbleiber" auffliegen lassen können und ihnen "steinharte" und direkte Rückmeldung darüber geben können, was wir von ihrem Zeugs halten (Software und Hardware). Entsprechend gelassen sehen wir deshalb auch unsere eigene EDV, die allenfalls als *semiprofessionell* zu bezeichnen ist.

(so ungefähr erklärt:))
Die Dateien werden durch die "gestörte Kommunikation" zwischen den Mainboardtreibern, den IDE-Treibern und der internen Laufwerksteuerung der HD in ganz andere Bereiche geschrieben, als das Betriebssystem "glaubt" sie zu schreiben zu müssen, bzw sie kommen ganz woanders an. Bereits existierende Daten werden im guten Glauebn das einzig richtige zu tun, "innerhalb der Datei" überschrieben, Teile einer Datei im ERgebnis mit anderen vermengt. Entdeckt man das Problem nicht frühzeitig, misslingt die Zuordnung der abgelegten Inhalte, von einem Moment auf den anderen singen Roland Kaiser, ABBA und Pink Floyd ein gemeinsames Medley mit Metallica. Das Schlimme an der BDP ist, daß man teilweise vom Windows Explorer aus korrekte Anzeigen erhält, sogar manchmal Dateivergleichs- und Synchronisationprogrammen nichts auffällt.

Ähnliche Dinge passieren eben auch, wenn x-beliebige Verbindungen über USB/Ethernet/WLAN/USB->IDE Controllern uä. gestört werden, oder Controller/Treiber während eines Transfers aussteigen.

Audio-Langzeitarchivierung in Theorie und Praxis ist eben ein bisschen mehr als nur eine externe Festplatte anzuschließen und in FLAC zu rippen. Es gehört eben auch ein wenig Wissen dazu, speziell aus den Bereichen Backup, Hardware und Datenübertragung. Fehler und Datenverluste gehören zum Lernprozess, mehrere Rechner (oder Festplatten) und zuverlässige Übertragungsketten sind das a und o. Das Wissen für planvolles Vorgehen ist aber überall verbreitet wo es um Datensicherung geht.

Das Gegenbeispiel sind natürlich alle ungeplanten Prozesse, also etwa Leute, die glauben auf ihrem Filesharing- oder Spiele-Rechnern eine über LAN-Partys zusammengeraffte 2x250 GB große Anhäufung von Musikmaterial hätte irgendeine Zukunft, die über 0,5 bis 1 Jahr hinausgeht.

Noch schlimmer sind Leute dran, die der Planung nicht mächtig sind, die glauben Verantwortung dafür müssten bestimmte Anbieter tragen. Also Konsumenten, die sich über Kaufload beim ITS, Connect oder Musicload mit Musik versorgen. Bei ihnen kommt noch die DRM-Problematik hinzu. Sie glauben, der Anbieter müsse für das Backup einstehen, oder gar über Insolvenz und Geschäftaufgabe (Stichwort: LiquidAudio) hinaus, gewährleisten, daß man man immer an das einmal bezahlte Musikmaterial herankommt. Meine Meinung dazu behalte ich aber für mich.

Das Herausfordernde an einem Austausch über all diese Dinge ist, daß für das Mass-Storage sensibilisierte Anwender innerhalb kurzer Zeit, mittels Google und aufgrund vorhanderer Grundkenntnisse wissen und rekonstruieren können , was sie "falsch gemacht haben".

In Bezug auf "Audio Massstorage" existieren also entweder zu wenige Ressourcen, oder aber (das vermute ich) man gibt sich aus Scham bedeckt, weil man genau weiß, welche Fehler gemacht wurden und warum einen teilweisen oder vollständigen Datenverlust innerhalb des eigenen Archivs zu verantworten hat. Ich danke immer wieder einer imäginären Instanz, daß ich bisher nie in die Verlegenheit kam innerhalb meines Archivs oder einer fremden Sammlung einen gravierenden und spürbaren Datenverlust verantworten zu müssen. Insofern habe ich nicht grundlos bisher selbst nach 10 Jahren Beschäftigung mit der EDV, natürlich noch gut reden. Da ich aber auch im geschäftlichen Bereich professionell mit Datenbanken zu habe, habe ich mittlerweile aber auch leicht
zwanghafte Züge entwickelt und sichere Daten, die sehr viele Arbeitsstunden akkumulieren grundsätzlich über mehrere Wege und ungeachtet der Kosten, zumal die Festplattenpreise pro GB lächerlich klein gegenüber allen anderen Backup-Strategien des Mass-Storage.


FLAC ist also wohl trotz meiner jetzigen Erfahrung das Format der Wahl. Gibt es irgendeinen Hintergrund für das von mir vermutete Phänomen, daß Dateien mit Kompression 8 irgendwie empfindlicher sind als solche mit 5?


Nein, sowas ist mir nicht bekannt.


- Ich würde gerne maximale Sicherheit bei meinen Streams erreichen und deshalb die FLACs nach der Encodierung direkt verifyen lassen. Mit Option -V klappt das direkt im FLAC-Frontend prima, aber im EAC Kompressions-Dialog scheint dieser Eintrag nichts zu bewirken. Oder gibt es erst eine Fehlermeldung, wenn etwas schief geht und gar nichts, wenn alles OK war?


Ehrlich gesagt, das weiß ich nicht. Ich hatte bisher keine Gelegenheit das auszuprobieren. Ich überwache lediglich meine Dateitransfers (über DC++) und meine Sammlung wandert nach dem Taggen von Metainformationen und dem "ab-covern" auf einem Linuxserver (mandrake mit ext3-Dateisystem). Seit acht Jahren hatte ich trotz einer großen Sammlung keine Datenverluste.


Ob das Ganze dann länger dauert, ist mir so ziemlich egal, da die ganze Digitalisiererei sowieso auf einem separaten Rechner abläuft, der nichts anderes zu tun hat.


Das kann ich bestens nachvollziehen.

Gruss


[Beitrag von Hyperlink am 28. Okt 2006, 19:37 bearbeitet]
elmarhe
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 28. Okt 2006, 21:37
Hallo Hyperlink,

das ist ja mal ein echter Crashkurs zum Thema Datensicherheit.
Ich war wohl leider ein bißchen naiv in dieser Hinsicht ...
Aber was soll man als relativer Laie denn noch machen, als ein schlichtes Backup erstellen?
Ich war eigentlich davon ausgegangen, daß man damit dann schon auf der sicheren Seite ist. Na ja: Wieder was gelernt, aber doch für einen ziemlich hohen Preis.


Die Dateien werden durch die "gestörte Kommunikation" zwischen den Mainboardtreibern, den IDE-Treibern und der internen Laufwerksteuerung der HD in ganz andere Bereiche geschrieben, als das Betriebssystem "glaubt" sie zu schreiben zu müssen, bzw sie kommen ganz woanders an.


Verstehe ich Dich richtig, daß es somit wirklich auf die Größe der Festplatte gesamt ankommt und das Verwenden kleinerer Partitionen nichts bringt?

Welche Plattengrößen verwaltet denn Dein Linus-Server und gibt es da die Probleme (BDP) nicht?

Oder, um vielleicht eine meinem technischen Kenntnisstand angemessenere Lösung zu nennen: Was würdest Du denn von einem NAS-System halten? Die laufen doch zumindest zum Teil auch unter Linux, wenn ich mich recht erinnere.

Auf jeden Fall muss ich mal etwas amtliches unternehmen, denn ein drittes Mal will ich die CDs sicher nicht aufspielen ... (Eigentlich sogar viertes - ein erster Durchlauf war in mp3 ...)

Schöne Grüße von Elmar
ax3
Inventar
#34 erstellt: 28. Okt 2006, 22:09
Das passt ja bestens zur Geisterstunde.
Da lese ich während des Schreibens mal ein bisschen mit - schaue in die neuesten Beiträge - und dann so was. AAAAAAAhrrrgh

Hoffentlich passiert mir das nicht (Sorry Elmar)

Das ist ja der Horror schlechthin.

Ich habe jetzt ca. 1000 CD's per EAC als Flac auf WD MyBook Pro und Premium per Firewire überspielt von w2k.

Bis jetzt ist alles in Ordnung. Kann da noch was schief gehen?

Wenn ja >>> Wie kann ich das verhindern???


[Beitrag von ax3 am 28. Okt 2006, 22:10 bearbeitet]
Hyperlink
Inventar
#35 erstellt: 28. Okt 2006, 22:24

ax3 schrieb:
Das passt ja bestens zur Geisterstunde.


Biite jetzt keine Panik.
Ruhe bewahren!

Ich mach jetzt mal eben meinen neunstündigen Schönheitsschlaf, die notwendige ""Frühstückskonversation" mit der "Frau von der ich am meisten halte" und dann am späten Nachmittag, erzähle ich Euch von dem was ich weiss. Mehr kann ich ohnehin nicht beitragen.

Nur die Ruhe, es ist alles viel einfacher als ihr denkt.

Gruss


[Beitrag von Hyperlink am 28. Okt 2006, 22:31 bearbeitet]
elmarhe
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 28. Okt 2006, 22:35
Dann wünsche ich Dir eine gute Nacht und einen wunderschönen Tag morgen!
Ich find's ja eh schon spektakulär, wie engagiert Du Dich dem Problem widmest - da werde ich jetzt sicherlich nicht ungeduldig werden, weil Samstag Nacht um 0:30 Uhr nicht sofort eine Antwort kommt.

Dann bis die Tage und schöne Grüße von Elmar
lotharpe
Inventar
#37 erstellt: 29. Okt 2006, 00:02
Hallo Hyperlink,

ich habe mit meinem Windows 2003 Server und dem kompletten
Netzwerk noch keine Probleme mit Backups oder der Datensicherheit gehabt.
Die Komponenten im Server und dem Netzwerk habe ich hochwertig und von der Leistung für ihre Zwecke überdimensioniert ausgelegt.
Auch in den Client-Rechnern sind nur beste Baugruppen verbaut, angefangen vom Netzteil bis zum Ram.
Dadurch konnte ich Instabilitäten so gut wie möglich ausschließen.
Ich kann mich auch nicht Erinnern, wann ich das letzte mal einen Absturz oder Systemcrash gehabt habe.
Meine Daten sichere ich grundsätzlich immer auf mehreren Festplatten als eigene Backups.
Zusätzlich werden die wichtigsten Daten auf einer Externen Festplatte gesichert und nochmals regelmäßig auf DVD-RW's gebrannt.
Die Externe Platte wird nach der Sicherung komplett vom Server und der Spannungsversorgung getrennt.
Dadurch wird ein Datenverlust bei Überspannungsschäden ausgeschlossen.
Des weiteren ist der Server mit einer APC-700 USV verbunden. Die Akkus in der USV
habe ich durch hochwertige von Sonnenschein (A500-Serie) ersetzt. Das ganze System ist als stabil und robust einzustufen, es hat mir noch nie Ärger bereitet.

Viele Grüsse
Lothar


[Beitrag von lotharpe am 29. Okt 2006, 00:05 bearbeitet]
elmarhe
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 29. Okt 2006, 00:09
Hallo Lothar,

das ist ja wirklich eine beeindruckende Liste von Technik, die Du da am Start hast. Hut ab!

Kein Wunder, daß Du noch nie Probleme mit verlorenen Daten hattest. Aber mal ganz neugierig gefragt: Ist das tatsächlich Dein Setup für zuhause? Klingt mir so, als ob man damit auch eine mittlere Firma bereits adäquat ausstatten könnte ...

Vielleicht muss ich dafür auch noch ein bißchen mehr Geld ausgeben. Ist es ja eigentlich wert, wenn man sich den Wert dadurch versicherten Arbeitszeit ansieht.

Schöne Grüße von Elmar
elmarhe
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 29. Okt 2006, 22:27
Hallo zusammen,

vielleicht hat der/die eine oder andere ja ein wenig mit mir gelitten, deshalb hier mal ein kleines Update.

Die Katastrophe hat sich heute drastisch verkleinert!
Und zwar habe ich noch eine ausgemusterte Festplatte gefunden, an die ich gar nicht mehr gedacht hatte, auf der aber noch etliche Dateien drauf waren. Also muss ich jetzt keine geschätzten 600 CDs neu aufspielen sondern "nur" noch etwa 150.

Ich finde zwar, daß das auch immer noch als Drama durchgeht, aber halt als ein deutlich kleineres!

Dann habe ich jetzt auch herausgefunden, woran es denn nun höchstwahrscheinlich wirklich lag. Was heißt ich, eigentlich war es Hyperlink, der mich auf die richtige Fährte brachte.

Hier also die Geschichte:
Als alles noch in Ordnung war, lief mein Musik-PC mit Windows XP, SP2 und war eigentlich problemlos, hatte allerdings ab und an mal ein paar Aussetzer in der Musik, die ich auf Überlastung durch irgendwelche Hintergrundtasks geschoben habe. Ich komme also auf die Idee, statt XP Windows 2000 einzusetzen, das ja deutlich weniger Schnick-Schnack enthält und deshalb weniger von seinen eigentlichen Aufgaben abgelenkt wird.
Auch schön Service-Pack 4 draufgespielt, damit alles auf dem letzten Stand ist - dachte ich ...

Die superlinke Nummer dabei ist aber:
Windows 2000 unterstützt auch mit Service Pack 4 keine großen Platten! Es sei denn, man fügt noch selbst einen Registry-Eintrag hinzu!
Ein echter Hammer, wie ich finde!


Und das heftigste ist: Man bekommt nicht etwa irgendeine Warnung oder der PC kann die Platte einfach nicht lesen oder etwas ähnliches. Nein, das System ruiniert einem heimlich still und leise mit der Zeit sämtliche Dateien, auf die es Zugriff hat und die auf einer Platte > ca. 120 GB sind.

Also echt Vorsicht hier, Leute.

Es gibt ein kleines Programm namens EnableBigLba.exe (Google findet's), das einem mitteilt, ob dieser dämliche Registry-Wert gesetzt ist oder nicht.

Mir ist unverständlich, warum eine so simple Information, die aber eine so ungeheure Tragweite hat (nämlich Daten da oder Daten weg), nicht in riesigen, brandroten Lettern auf jeder großen Festplatte eingraviert ist. Wenn man diesen doch eigentlich trivialen Fehler gemacht hat, helfen einem ja noch nicht mal mehr Backups, weil der PC auch diese ab dem Moment, wo er Zugriff darauf hat, zu zerlegen beginnt.

Ich bin echt einigermaßen fassungslos ...

Falls diese Zeilen jemand lesen sollte, der mehr drauf hat als mein hastig angelesenes Halbwissen, bin ich für Korrekturen und Ergänzungen dankbar.

Schöne Grüße von Elmar,
der jetzt wieder fleißig am Neu-Rippen ist
cr
Moderator
#40 erstellt: 30. Okt 2006, 00:35
HiFi und PC ist ja wahrlich voller Fallen.

Frage an einen Spezialisten für Win2k:
Habe gerade den Test durchgeführt. Bei mir ist es nicht gesetzt.
Kann etwas passieren, wenn ich es setze (die interne Festplatte hat zwei Partitionen, beide weit unter 50 GB).


Mein Betriebssystem:
Microsoft Windows 2000 Version: 5.0.2195 Service Pack 4
ax3
Inventar
#41 erstellt: 30. Okt 2006, 10:56

elmarhe schrieb:
Hallo zusammen,

vielleicht hat der/die eine oder andere ja ein wenig mit mir gelitten, deshalb hier mal ein kleines Update.

Die Katastrophe hat sich heute drastisch verkleinert!
Und zwar habe ich noch eine ausgemusterte Festplatte gefunden, an die ich gar nicht mehr gedacht hatte, auf der aber noch etliche Dateien drauf waren. Also muss ich jetzt keine geschätzten 600 CDs neu aufspielen sondern "nur" noch etwa 150.

Ich finde zwar, daß das auch immer noch als Drama durchgeht, aber halt als ein deutlich kleineres!

Die superlinke Nummer dabei ist aber:
Windows 2000 unterstützt auch mit Service Pack 4 keine großen Platten! Es sei denn, man fügt noch selbst einen Registry-Eintrag hinzu!
Ein echter Hammer, wie ich finde!


Und das heftigste ist: Man bekommt nicht etwa irgendeine Warnung oder der PC kann die Platte einfach nicht lesen oder etwas ähnliches. Nein, das System ruiniert einem heimlich still und leise mit der Zeit sämtliche Dateien, auf die es Zugriff hat und die auf einer Platte > ca. 120 GB sind.

Also echt Vorsicht hier, Leute.

Es gibt ein kleines Programm namens EnableBigLba.exe (Google findet's), das einem mitteilt, ob dieser dämliche Registry-Wert gesetzt ist oder nicht.



Erst mal vielen Dank für die Infos Elmar.

Auch bei mir war der Wert nicht gesetzt (habe ihn jetzt mal gesetzt und harre der Dinge, die da kommen mögen) und ich warte auf den Super-Gau. Bis jetzt scheint alles in Ordnung > Ich hoffe, der Schein trügt nicht.

Aber ich gebe dir recht: Das ist der Hammer!

Und - last not least - Glückwunsch zu der Reduzierung der Katastrophe.
Hyperlink
Inventar
#42 erstellt: 30. Okt 2006, 12:29
Nunja,

seitens MS wird die Geschichte seit einigen Jahren dokumentiert (SP1 ist ja nun auch schon 4 Jahre alt. Eigentlich sollte jeder der eine große Festplatte einsetzt, das Thema 48Bit Adressierung "bei Festplatten größer 120 GB" kennen. Mit kleineren Festplatten tritt diese Anforderung ja auch nicht auf. Seitens MS wird ausreichend darauf hingewiesen und dokumentiert, zumal auch Windows 2000 und ältere Systeme nicht mehr supportet werden. In den Computerzeitschriften war das Thema *EnableBigLba* vor etwa 4 Jahren ebenfalls Thema.

http://support.microsoft.com/kb/303013/de

Wir Admins jedenfalls horten nicht ohne Grund seit Jahren 120er Festplatten (die keine 48Bit Adressierung benutzen) um sie notfalls und problemlos in ältere Rechner einsetzen zu können.

Von Windows 98/ME, Windows 2000 und älteren Versionen XP Home/Prof (vor den Servicepacks) erwartet niemand in meinen Kreisen niemand wirklich, daß *EnableBigLba* bereits mit einem default für große Festplatten kommen. Wer Service Packs und Hotfixes nicht einspielt oder alte Betriebsysteme auf neuer Hardware verwendet, sollte sich eigentlich selber und auch gut informieren.


elmarhe schrieb:
Hier also die Geschichte:
Als alles noch in Ordnung war, lief mein Musik-PC mit Windows XP, SP2 und war eigentlich problemlos, hatte allerdings ab und an mal ein paar Aussetzer in der Musik, die ich auf Überlastung durch irgendwelche Hintergrundtasks geschoben habe. Ich komme also auf die Idee, statt XP Windows 2000 einzusetzen, das ja deutlich weniger Schnick-Schnack enthält und deshalb weniger von seinen eigentlichen Aufgaben abgelenkt wird.
Auch schön Service-Pack 4 draufgespielt, damit alles auf dem letzten Stand ist - dachte ich ...


Einen Betriebsystemmix mit Zugriff auf "neue" Hardware wie wir ihn hier vorliegen haben, ist schon eher ungewöhnlich, solch ein ungeplantes Vorgehen auch eher selten. Oder aber ich bin zu sehr raus aus der "Bastelecke". Jedenfalls hätte man hier noch zahllose weitere Alternativen gehabt, als nun unbedingt auf ein schon mittlerweile 8 Jahre altes BS (trotz ServicePacks) zurückzugreifen. Nachher hat man sicher immer gut reden.

Bei aller verständlichen Aufregung:
Ich denke nicht, daß man MS die Schuld für Datenverluste geben muss, selbst eine Teilschuld nicht. So wenig ich MS mag, aber das wäre unfair, weil die Geschichte um die 48Bit Adressierung nun wirklich vollständig und hinreichend an vielen Stellen im Netz dokumentiert ist.

Etwa 90% aller Datenverluste lassen sich auf Benutzerfehler ua durch nachhaltige Eingriffe in die Systemarchitektur und Systemumgebung zurückführen. Ein kompletter Betriebsystemwechsel ist ein mehr als "nachhaltiger Eingriff". Zum Glück fiel nur 1/4 des Datenbestandes diesem Eingriff zum Opfer, es hätte schlimmer kommen können. Es gibt auch Leute, die haben hunderte von Arbeitsstunden verloren oder sogar Totalverluste unter dem Thema "Lernerfahrung" zu buchen. (In den Bereichen in denen ich gewöhnlich arbeite wäre die Folge solcher Experimente sogar eine fristlose Entlassung wegen Fahrlässigkeit.)

Ich weiß auch nicht, was es zu diesem Zusammenhang mehr zu sagen gäbe, außer dass ich bisher über AudioHQ und in den Bereichen des Netzes in denen ich mich bewege, auch nur von einer Handvoll Datenverlusten auf diese Art gehört habe. Die Konstellationen waren übrigens teilweise ähnlich der von Elmar.


cr schrieb:
Kann etwas passieren, wenn ich es setze (die interne Festplatte hat zwei Partitionen, beide weit unter 50 GB).


Eigentlich nicht. Zur weiteren Information aber
http://support.microsoft.com/kb/305098/de

Gruss


[Beitrag von Hyperlink am 30. Okt 2006, 13:20 bearbeitet]
elmarhe
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 30. Okt 2006, 13:43
Hallo Hyperlink,

mein Entsetzen in dieser Hinsicht gilt weniger Microsoft als den Festplattenherstellern.
Ich zitiere:


Mir ist unverständlich, warum eine so simple Information, die aber eine so ungeheure Tragweite hat (nämlich Daten da oder Daten weg), nicht in riesigen, brandroten Lettern auf jeder großen Festplatte eingraviert ist. Wenn man diesen doch eigentlich trivialen Fehler gemacht hat, helfen einem ja noch nicht mal mehr Backups, weil der PC auch diese ab dem Moment, wo er Zugriff darauf hat, zu zerlegen beginnt.


Das ganze PC-Zeug ist ja mittlerweile derart Mainstream geworden und wird z.B. auch im Lebensmitteldiscount verkauft, daß man meines Erachtens mittlerweile die Pflicht hat, auch so "sorglose Deppen" wie mich zu schützen.

Mal ein Beispiel aus einem anderen technischen Bereich: Bei praktisch jedem Auto steht die Benzinsorte nochmal am Einfüllstutzen vermerkt, obwohl doch eigentlich jedem zuzutrauen ist, auch so zu wissen, was er da reintun sollte.

Was also meiner Meinung nach not täte, wäre ein Aufkleber auf großen Platten in der Art von:
Vorsicht, bei Benutzung mit Betriebssystemen schlechter als XP SP xxx unbedingt Anleitung unter www. ... beachten!

In Anbetracht dessen, daß sonst ja kompletter Datenverlust ohne jede Vorwarung droht, finde ich das eigentlich mehr als angemessen.

Ich meine auch nicht, daß man von normalen Freizeitusern verlangen kann, das ganze Netz nach irgendwelchen möglichen Problemen abzusuchen, auf die man ja überhaupt erstmal kommen muss.

Schöne Grüße von Elmar
shiosai
Stammgast
#44 erstellt: 30. Okt 2006, 16:40
Hallo,

was Datenverlust angeht hat ja eigentlich auch das Dateisystem ein gewisses Mitspracherecht. Fat ist ja schon etwas veraltet (wenn auch nicht schlecht) und bei NTFS weiß man ja nicht 100% woran man ist. Das ganze dann noch kombiniert mit einem noname-externen Festplattengehäuse mit billigem Massenwarefestplattencontrollerchip aus asiatischer Produktion mit Plagiathintergrund (überspitzt) ist vieleicht wirklich nichts worauf man sich allzu gut verlassen sollte.
fjmi
Inventar
#45 erstellt: 30. Okt 2006, 17:27
falls du dauch die ordnerstruktur wiederhaben willst (und die platte noch nicht überschrieben ist, was sie ja scheinbar ist) könnte das mit testdisk -einem genialen und GRATIS programm hinhaun.

eigentlich bin ich ja schockiert über diese probleme mit windows, aber ich frage mich, warum ich noch nie diese probs hatte obwohl ich schon seit ewigkeiten platten größer 120gb einsetzte ??


[Beitrag von fjmi am 30. Okt 2006, 17:56 bearbeitet]
lotharpe
Inventar
#46 erstellt: 30. Okt 2006, 18:43
Hallo Elmar,

du hast doch Win 2000 incl. Service Pack 4 installiert.
Das Thema 48-Bit Adressierung ist doch seit Service Pack 3
behoben worden.

Zitat:

Windows XP Service Pack 1 und Windows 2000 ab Service Pack 3 mit 48-bit LBA Adresstreibern können Platten mit einer Größe von mehr als 137GB direkt ansprechen.

Oder habe ich mich auf die Schnelle verlesen.
Ich hatte diese Thematik, Win 2000 und Platten ab 120 GB bis jetzt noch nicht als Techniker
in unserer Werkstatt.

Hier noch eine Info zum Thema Dateisystemen auf Datenträgern.

http://www.it-portal.org/pctechnik.html#2

Noch eine Frage zu Deinem PC2.
Was für ein Board hast Du verbaut und welche Bios-Version ist installiert?
Wenn die Platten schon mit dem NTFS-Dateisystem formatiert waren dürften die Daten bei korrekter Hardwareerkennung nicht zerstört sein.

Siehe

http://www.tecchannel.de/hardware/825/

Ich habe vorhin in einem Testaufbau mit einem Gigabyte GA-K8NF-9 mit Bios-Revision F7 auf einer Samsung SP2004C-200GB
Festplatte und einer Gesamtpartition, NTFS-formatiert, Windows 2000 SP4 installiert. Es treten keine Probleme auf.

Viele Grüsse
Lothar


[Beitrag von lotharpe am 30. Okt 2006, 19:50 bearbeitet]
Hyperlink
Inventar
#47 erstellt: 30. Okt 2006, 18:58

elmarhe schrieb:
Was also meiner Meinung nach not täte, wäre ein Aufkleber auf großen Platten in der Art von:
Vorsicht, bei Benutzung mit Betriebssystemen schlechter als XP SP xxx unbedingt Anleitung unter www. ... beachten!


Hmmm ja schon.

Im Prinzip müssten die Hardware-Händler sowas in ihre Beratung einbauen müssen. Wer etwas wackeliges vertickt, muss dann eben einstehen für solchen Krampf. Da aber fast alle Händler durch den Preisdruck sich mittlerweile nur noch aufs "Kistenschieben" verstehen, kommt da eben nicht mehr viel. Wer seinen Kram bei ALDI oder LIDL kauft, erwartet nicht wirklich einen Hinweis zu solchen Fragen. Selbstverständlich sind Einsteiger und auch versierte Benutzer mit solchen Fragen natürlich gefordert und auch schnell überfordert.

In letzter Konsequenz ist die ganze Spirale und der "Kostendruck" aber durch "Geiz ist Geil" ausgelöst worden, immer billiger, schneller und auch ordentlich Blöd vor Geilheit, wenn es darum geht Geld zu sparen. Es sind doch viele Konsumenten (Dich Elmar meine ich damit nicht) nur allzu gern bereit, zu allererst bei der fachkundigen Beratung, bzw diese für im Laden einzuholen und dann doch bei Ebay oder im Dödelmarkt zu kaufen.

Irgendwann gibts dann eben nur noch Schrott zu kaufen, wichtige Infos werden nicht weitergegeben und selbst bei Reklamtion oder Problemen hängt man dann in der Warteschleife irgendeines Supportes, der über einen Crashkurs instruierte rumänische Hausfrauen beschäftigt.

Jedenfalls kommt es mir so vor.

Ich kann mich aber nicht erinnern, daß sich irgendwer von irgendeiner Seite in den vergangenen Jahren mal dieser Spirale nach unten entgegengesetzt verhalten hätte.

Was Dich Elmar betrifft, so habe ich das oben schon rausgelesen, daß Dir vorher schon ab und an einige Gedanken gemacht hast und nicht völlig ohne jegliche Planung und sorglos wie viele andere Konsumenten an die Archivierungsgeschichten herangegangen bist. Ist natürlich doof, daß Dich dieser "Worst Case" nun etwas zusätzliche Arbeit kostet, während andere weiterhin "straflos" vor sich *hinschlumpfen* dürfen. Das Leben ist aber nun mal ungerecht und vieles hat man nicht verdient, meine Anteilnahme hilft da aber auch wenig bis nichts.

Gruss


[Beitrag von Hyperlink am 30. Okt 2006, 19:07 bearbeitet]
fjmi
Inventar
#48 erstellt: 30. Okt 2006, 19:03
kann es sein, dass du einen p-ata 100 controller hast? so was ich auf die schnelle gelesen hab tritt das problem nicht mit ata133 auf -kann natürlich bockmist sein, aber bei 133 ist der adressraum größer.

@hyperlink
der service von samsung ist super! kompetente leute die auch noch deutsch können. bei foxconn sind die zwar kompetent aber sprechen gerade mal gebrochenes englisch - und ich dachte meines wäre mies

bzw. kann man hier auch nicht microsoft allein schuldig erklären, denn der support für win NT wurde schon lange eingestellt-eben auch als die hardware noch andere grenzen hatte.


[Beitrag von fjmi am 30. Okt 2006, 19:07 bearbeitet]
lotharpe
Inventar
#49 erstellt: 30. Okt 2006, 19:21
@Hyperlink

du hast vollkommen Recht.
Wenn wir einen neuen Rechner dem Kunden anbieten, weisen wir grundsätzlich auf ev. auftretende Kompatiblitätsprobleme mit älteren
Betriebssystemen und Software hin. Es fängt mit mangelnder
Treiberunterstützung der Hardware an und hört bei den schnellen Verarbeitungsroutinen neuster Prozessoren auf.

Viele Grüsse
Lothar
elmarhe
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 30. Okt 2006, 19:45
Hallo zusammen.

@lotharpe:

du hast doch Win 2000 incl. Service Pack 4 installiert.
Das Thema 48-Bit Adressierung ist doch seit Service Pack 3
behoben worden.


Schon richtig, der gesunde Menschenverstand sagt einem da durchaus, daß das Problem damit behoben sein sollte. Es gibt da auch eine sehr schöne Seite von Microsoft mit reichlich Text:

Aktivieren von 48-Bit LBA-Unterstützung in Windows 2000

Da steht dann unter anderem auch drin, daß man manuell noch die Registry ändern muss, sonst hilft einem das ganze Service-Pack in dieser Hinsicht überhaupt nicht weiter.

Meine Platten sind NTFS formatiert, wurden unter XP korrekt erkannt und dann von Win2000 ohne diesen Registry-Fix teilweise zerlegt. Mein Board halte ich daran für durchaus unschuldig, ohne Dir jetzt ganz genau sagen zu können, was es nun genau ist. Das ganze System ist ein serienmäßiges Shuttle-Gehäuse mit einem P4 Prozessor und dem serienmäßigen Board dazu.

@fjmi:
Testdisk hatte ich auch probiert, jedoch immer eine Meldung bekommen, daß es nicht arbeiten kann, da die erkannte Plattengröße nicht gleich der tatsächlichen Plattengröße ist.
So etwa war die Fehlermeldung aus der Erinnerung.

@Hyperlink:
Ich teile absolut Deine Skepsis gegenüber der Geiz-ist-geil Manie, aber hier ist sie meines Erachtens nicht schuld.
Nimm doch mal einen simplen User wie mich, der durchaus interessiert an Technik ist, aber vielleicht manchmal zu vertrauensvoll und unbefangen an die Sache herangeht. Meinen PC habe ich von einem Händler gekauft, mit dem ich auch so lose befreundet bin.
Der hätte mir garantiert liebend gerne alles irgendwie wichtige erzählt und hat das vielleicht sogar getan.

Aber: Wer soll sich alle diese Details merken und wer soll im Jahr 2004 schon wissen, auf welche blöde Idee er vielleicht im Jahre 2006 kommen wird.

Gerade eine mögliche Fehlfunktion, die so massive Konsequenzen hat, müsste doch irgendwie deutlicher vermerkt werden (eben z.B. Warnsticker auf der Festplatte u.ä.), damit man jedesmal, wenn man sich dem Risiko aussetzt, daran erinnert wird. Halt wie der riesige "Diesel"-Sticker am Tank von Mietwagen.

Ansonsten:

Das Leben ist aber nun mal ungerecht und vieles hat man nicht verdient, meine Anteilnahme hilft da aber auch wenig bis nichts.

Deine Anteilnahme (und die der anderen Teilnehmer an diesem Thread) hilft da durchaus, speziell weil sie ja auch letztlich zur Diagnose und Lösung dieses Problems geführt hat.

Vielleicht liest ja die eine oder andere arme Seele diese Zeilen mal zufällig und kann dadurch eine Wiederholung meines Fast-GAUs vermeiden.

Jedenfalls nochmal heißen Dank an alle Beteiligten und
schöne Grüße von Elmar
lotharpe
Inventar
#51 erstellt: 30. Okt 2006, 19:58
Hallo Elmar,

es steht da aber:

Problembeschreibung
Windows 2000 Service Pack 2 (SP2) und frühere Windows Versionen unterstützen kein 48-Bit-LBA (LBA = Logical Block Addressing) wie in der ATA/ATAPI 6.0-Spezifikation definiert.

Dies gilt nur für SP2 oder früher.
Ab Service Pack 3 ist der Fehler behoben.
Oder sehe ich das auf die Schnelle falsch.

Shuttle PC's sind als Billigschiene einzustufen.
Ev. ist da der Hund begraben.

Wir hatten schon Shuttle PC's bei uns in der Werkstatt.
Diese waren nicht gerade von Zuverlässigkeit geprägt.
Schraube bitte mal deinen Shuttle auf, schau Dir mal das Mainboard genau an. Auf dem Board sind mehrere Elektrolyt- Kondensatoren verbaut. Um den CPU-Sockel sitzen in der Regel
die V-Core Spannungsregler. Ich hoffe Du weißt wie ein Elko
aussieht? Ist ev. ein Elko aufgebläht, oder tritt Dielektrikum auf der Oberseite und Unterseite aus?
Gerade diese Ursachen führen zu Dateifehlern.
Es wäre nicht der erste Shuttle.

Viele Grüsse
Lothar


[Beitrag von lotharpe am 30. Okt 2006, 23:01 bearbeitet]
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