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SPDIF = SPDIF ?

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nightyy
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Jan 2008, 11:36
Hallo,

meine bisher am Laptop genutzte Audigy 2 NX USB ist leider gestern verschieden. Wahrscheinlich aus Eifersucht, weil ich eh gerade über Ihren Ersatz nachgedacht habe

Bisher hatte ich den analogen Line-Out der Audigy genutzt, wollte jetzt aber in Richtung digitale Übertragung gehen.

Meine grundlegende Frage ist nun:
Im Laptop (Dell D830) ist ein Sigmatel 9205 verbaut (24bit/96kHz), der an der Dockingstation einen SPDIF-Out bietet. Inwieweit ist die Soundkarte für die Qualität des Signals am SPDIF-Out verantwortlich? Ist das digitale Signal identisch mit dem, das am SPDIF-Out der Audigy NX USB zu greifen gewesen wäre?

Im Prinzip wird ein FLAC oder MP3 am Rechner ja dekomprimiert, dann geht das in den DSP (wegen evtl. 24bit/96kHz Konvertierung). Gibt es da Qualitätsunterschiede beim DSP, oder sollten das selbst eine billige Soundkarte verlustfrei hinbekommen?

Macht der folgende Aufbau dann Sinn?

foobar
Sigmatel 9205 24bit/96kHz SPDIF coax output
DAC (Beresford TC-7510) SPDIF coax input
DAC (Beresford TC-7510) analog RCA output
Verstärker (Trends TA-10.1) analog RCA input
Klipsch RF-7

Danke für eure Hilfe schonmal!
pelmazo
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 08. Jan 2008, 14:52

nightyy schrieb:
Inwieweit ist die Soundkarte für die Qualität des Signals am SPDIF-Out verantwortlich? Ist das digitale Signal identisch mit dem, das am SPDIF-Out der Audigy NX USB zu greifen gewesen wäre?


Für die Qualität am SPDIF-Ausgang spielt sowohl der Soundchip als auch sein Treiber (und damit auch das Betriebssystem) eine Rolle. Fragen sind hier: Welche Abtastraten werden von der Hardware direkt unterstützt, und welche nur über Abtastratenwandlung (SRC), die entweder per Software oder per Hardware passieren kann. Man kann also nichts genaues sagen so lange man die Karten nicht im Detail kennt.

Es ist auch unterschiedlich welches Signal man am SPDIF-Ausgang bekommen kann. Das muß nicht das gleiche wie das am Analogausgang sein, da können u.U. noch Effekte, Mischer, etc. dazwischen sein.

Für den Endanwender ohne weitere Meßmittel kommt eigentlich nur ein Ausprobieren in Betracht. Man kann z.B. versuchen, die bitidentische Ausgabe zu testen, indem man den Ausgang mit dem Eingang verbindet, und mit einem geeigneten Programm analysiert ob was rausgeht auch wieder reinkommt, bzw. wie man die Einstellungen wählen muß damit das was rausgeht auch wieder unverändert reinkommt.

Wenn Du einen externen DAC einsetzt würde ich an Deiner Stelle keine Abtastratenwandlung im PC (z.B. auf 24/96) machen. Das ist nur eine überflüssige Signalbearbeitung die nichts verbessert. Der DAC sollte auch mit der originalen Abtastrate zurecht kommen. Der PC sollte also bitidentisch ausgeben, wenn möglich. Abtastratenwandlung sollte man nur dann einsetzen wenn man das Signal wirklich im anderen Format braucht.
Wookie
Stammgast
#3 erstellt: 08. Jan 2008, 15:14

nightyy schrieb:
Meine grundlegende Frage ist nun:
Im Laptop (Dell D830) ist ein Sigmatel 9205 verbaut (24bit/96kHz), der an der Dockingstation einen SPDIF-Out bietet. Inwieweit ist die Soundkarte für die Qualität des Signals am SPDIF-Out verantwortlich? Ist das digitale Signal identisch mit dem, das am SPDIF-Out der Audigy NX USB zu greifen gewesen wäre?
Ganz klar nein: Die meisten Onboardsoundkarten (C-Media, Sigmatel etc.) liefern am SPDIF ein unbearbeites Signal, die Audigy bearbeitet das (wie jede Creativekarte nach). D.h. du kannst zwar u.U. nicht die Lautstärke des Ausgangs am Notebook über die Systemfunktionen regeln, aber du bekommst häufig ein bitgenaues Signal (wie oben beschrieben). Bei der Audigy wird intern alles auf 48kHz (oder 96, je nach Einstellung) gesampelt, was teilweise einen furchtbaren Klang bei 44.1kHz am Digitalausgang verursacht.

Alles in allem wird es mindestens genauso gut klingen wie mit deiner Audigy NX.
itognito
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 08. Jan 2008, 15:28
Also das mit der Qualität ist soweit icgh weiß folgendermaßen:

Wenn du Mp3 hörst, werden die ja per Software (zB Winamp) dekomprimiert. Solange du dass dann nicht Digital am PC mixen willst (Equalizer, Soundeffekte...) macht die Soundkarte eigentlich nichts damit.
Übrigens kann deine alte Soundkarte ja auch "nur" 24bit/96kHz über SPDIF und hat alles was du gehört hast auch mit 24bit/96kHz von digital zu analog gewandelt und an den Stereo Ausgang geschickt.
ALso solltest du eigenlich keinen Unterschied merken.


Ob es jetzt sinnvoller ist, dir nen externen D/A wandler zu kaufen und dass signal vom PC über SPDIF dahin zu übertragen, oder ne gute Soundkarte zu kaufen, die das dann halt intern macht, und du dann per Stereo ausgipt, weiß ich leider auch nicht.
Bei deiner alten soundkarte wurde das Signal ja auch mit 24bit/96kHz von digital zu analog gewandelt und an den Stereo Ausgang geschickt.

Besitzt du den beresford schon?
itognito
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 08. Jan 2008, 15:47
Oh zu langsam....

@Wookie
glaub nich dass die Audigy schlechter ist. Man muss sie ja nicht resamplen lassen. Das Signal kann genauso "unverändert" digital ausgegeben werden wie mit der sigma. Das meiste läuft ja sowieso wie gesagt über Software, die das Signal dirket zum DirectOut schicken kann, also auch unverändert.

Auf diese Art hört es sich halt unverändert an.
Aber es kann sein, dass zB ein X-Fi Crystalizer die Qualität verbessern kann. Weiß ich aber nicht ob man dann dass Problem mit dem Resample hat. Aber wenn es extra für das Resamplen von Mp3 ... entwickelt wurde um denke ich mal dass es sich besser anhört.
nightyy
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 08. Jan 2008, 16:03

Wookie schrieb:

nightyy schrieb:
Meine grundlegende Frage ist nun:
Im Laptop (Dell D830) ist ein Sigmatel 9205 verbaut (24bit/96kHz), der an der Dockingstation einen SPDIF-Out bietet. Inwieweit ist die Soundkarte für die Qualität des Signals am SPDIF-Out verantwortlich? Ist das digitale Signal identisch mit dem, das am SPDIF-Out der Audigy NX USB zu greifen gewesen wäre?
Ganz klar nein: Die meisten Onboardsoundkarten (C-Media, Sigmatel etc.) liefern am SPDIF ein unbearbeites Signal, die Audigy bearbeitet das (wie jede Creativekarte nach). D.h. du kannst zwar u.U. nicht die Lautstärke des Ausgangs am Notebook über die Systemfunktionen regeln, aber du bekommst häufig ein bitgenaues Signal (wie oben beschrieben). Bei der Audigy wird intern alles auf 48kHz (oder 96, je nach Einstellung) gesampelt, was teilweise einen furchtbaren Klang bei 44.1kHz am Digitalausgang verursacht.

Alles in allem wird es mindestens genauso gut klingen wie mit deiner Audigy NX.


Das ist ja schonmal gut zu hören
Am besten also dann (ich nutze Windows XP x64) Kernel Streaming nutzen, um möglichst alle Zwischenstufen zu umgehen?



Ob es jetzt sinnvoller ist, dir nen externen D/A wandler zu kaufen und dass signal vom PC über SPDIF dahin zu übertragen, oder ne gute Soundkarte zu kaufen, die das dann halt intern macht, und du dann per Stereo ausgipt, weiß ich leider auch nicht.
Bei deiner alten soundkarte wurde das Signal ja auch mit 24bit/96kHz von digital zu analog gewandelt und an den Stereo Ausgang geschickt.

Besitzt du den beresford schon?


Denn Sinn macht für mich, dass ich den DAC später beliebig austauschen kann, und preislich vor allem frei wählen. Zusätzlich kann ich weitere Signalquellen anschliessen (AppleTV, Siemens m740AV).
Den Beresford TC-7510 habe ich heute mittag bestellt, dürfte diese Woche noch ankommen. Ich habe lange zwischen diesem, dem Moodlab Concept und einem Stello DA100 überlegt, aus Budgetgründen jetzt mal beim TC-7510 gelandet, da ich ja erst die Klipsch angeschafft habe und außerdem Vater werde...

Auf Dauer habe ich aber schon vor, in einen DAC etwas mehr zu investieren, sofern sich zuverlässig (auch beim nächsten Notebook) bitgenau an SPDIF ausgeben lässt.
Wookie
Stammgast
#7 erstellt: 08. Jan 2008, 17:49

itognito schrieb:
@Wookie
glaub nich dass die Audigy schlechter ist. Man muss sie ja nicht resamplen lassen. Das Signal kann genauso "unverändert" digital ausgegeben werden wie mit der sigma. Das meiste läuft ja sowieso wie gesagt über Software, die das Signal dirket zum DirectOut schicken kann, also auch unverändert.
Das Problem ist, das so gut wie alle Creative Soundkarten intern mit 48kHz arbeiten. Gibst du deine Musik hinterher auch mit 48kHz aus, hörst i.d.R. keinen Unterschied. Hat man aber eine 44.1kHz Quelle und möchte die mit 44.1kHz ausgeben, klingt das etwas verzerrt - als würden die Boxen übersteuern. (z.B. mit einer Soundblaster external 24-bit).

Das Problem ist, das bei Creative-Karten komischerweise auch Signale die direkt per SPDIF ausgegeben werden nur mit >= 48kHz funktionieren. Ich hab mal einen 44.1kHz-dts-Stream probiert, und den hat die Karte astrein zerpflückt
nightyy
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 08. Jan 2008, 18:42
Danke erstmal an Alle für die hilfreichen Antworten!


Das Problem ist, das bei Creative-Karten komischerweise auch Signale die direkt per SPDIF ausgegeben werden nur mit >= 48kHz funktionieren.


Eigentlich wollte ich noch Tests mit meiner Audigy NX machen, das hat sich ja leider erledigt...


Lässt sich aus den Dokumenten zum STAC 9205 entnehmen, ob 44,1kHz/16bit bitperfect ausgegeben werden kann?

STAC 9205 Daten



Die Übersicht über den STAC 9205 habe ich mal hochgeladen, über Kommentare freue ich mich

http://stonyroad.de/_marco_/hc_003.gif


[Beitrag von nightyy am 08. Jan 2008, 18:49 bearbeitet]
itognito
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 08. Jan 2008, 19:00
@Wookie
geht das auch nicht über ASIO?
@nightyy
Willst du die jetzt diese als neue Karte holen? Hat die nicht nur ein HDMI Ausgang?
nightyy
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 08. Jan 2008, 19:17

itognito schrieb:
@Wookie
geht das auch nicht über ASIO?
@nightyy
Willst du die jetzt diese als neue Karte holen? Hat die nicht nur ein HDMI Ausgang?



siehe auch im verlinkten Bild zu den technischen Daten: SPDIF-Out hat sie. Die Karte habe ich schon, da sie in meinem Dell Latitude D830 verbaut ist. Und wenn Sie schon drin ist und ne bitgenaue Ausgabe kann, wieso dann ein extra Gerät kaufen!


[Beitrag von nightyy am 08. Jan 2008, 19:24 bearbeitet]
pelmazo
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 08. Jan 2008, 19:50
Da es nicht nur vom Chip sondern auch vom Treiber abhängt und Du alles schon hast wäre es am sinnvollsten wenn Du das einfach selber ausprobieren würdest, zumal es sicher auch von den Einstellungen abhängen wird.

Du kannst Dein Glück ja mal mit dem RMAA probieren.
nightyy
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 08. Jan 2008, 22:47

Da es nicht nur vom Chip sondern auch vom Treiber abhängt und Du alles schon hast wäre es am sinnvollsten wenn Du das einfach selber ausprobieren würdest, zumal es sicher auch von den Einstellungen abhängen wird.


Definitiv! Ich hoffe mal, die Treiber für x64 sind mittlerweile bei den großen Herstellern (große Mengen) genauso ausgereift wir Ihre 32bit Pendants.

ich bin jetzt auch wieder in der glücklichen Lage, mit meiner NX testen zu können, habe gerade mal den Generalcheck gemacht: war ein Kabelbruch, im Hintergrund sieht man die provisorische Kabelklemme:

http://stonyroad.de/_marco_/creativenx_rep.jpg


Wenn man sich folgendes Schaltschema ansieht, dann geht der Weg zum SPDIF-Out auf jeden Fall an den DACs vorbei, aber was ist denn bitte "XUM" im Schaltungsschema eines Audioschaltung?
http://stonyroad.de/_marco_/hc_006.jpg


Aus der Spezifikation:

1.3.6. SPDIF Output
SPDIF Output supports 44.1 KHz, 48 KHz, 88.2 KHz, 96 KHz and 192 KHz sample rates, as defined
in the Intel High Definition Audio Specification, with resolutions up to 24 bits. This insures compatibil-
ity with all consumer audio gear and allows for convenient integration into home theater systems and
media center PCs.


[Beitrag von nightyy am 08. Jan 2008, 22:56 bearbeitet]
pelmazo
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 08. Jan 2008, 23:07

nightyy schrieb:
aber was ist denn bitte "XUM" im Schaltungsschema eines Audioschaltung?


Soll wohl MUX heißen. Tippfehler?
bearmann
Inventar
#14 erstellt: 10. Jan 2008, 16:23

pelmazo schrieb:

nightyy schrieb:
aber was ist denn bitte "XUM" im Schaltungsschema eines Audioschaltung?


Soll wohl MUX heißen. Tippfehler?


Aufgrund des Diagramms würd' ich auch mal sagen, dass es sich (im Diagramm) um einen Tippfehler handelt. "MUX" stünde nämlich für "Multiplexer" und das würde - zumindest nach dem Blockschaltbild - einen Sinn ergeben.

Gruß,
bearmann
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