resonanz bei 120 Hz dämpfen

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ocb820
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Nov 2010, 15:11
Hallo,

angeregt durch die Lektüre diese Forums habe ich mal mein Kinozimmer "vermessen" mittels Carma V3.0, Schlepptop und Messmikrofon MM1 (vom Thomann!)

Dabei stellte sich ein oberhalb von 200 Hz ausreichend linearer Frequenzgang am Hörplatz dar, recht glatt und alles innerhalb der +/- 3dB Abweichung.

Damit kann ich leben.

Lediglich eine heftige Resonanz bei 120 Hz stört das Bild.

Diese ist relativ schmalbandig (von 100 bis 140 Hz) und hatte ungefiltert mal knapp +20 dB!

Ich habe jetzt am AVR die Bässe zurückgenommen (um - 10 dB), habe aber immer noch knapp 10 dB Überhöhung in diesem Bereich.

Raumgröße 8,5 x 5m, an den 5m Seiten jeweils ab 1m Höhe Dachschräge, AVR ist ein Kenwood 7773, Boxen vorne sind große Standboxen, surround kleinere, 2 Subwoofer, Lümmelecke etwa auf 2/3 der Raumlänge, Laminatboden mit Teppich (ca. 12m²), sonst normal bedämpft.

Wie würdet Ihr die Sache angehen?

Gruß, ocb820
ocb820
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 19. Nov 2010, 18:22
Niemand eine Idee?
The_Great_X
Gesperrt
#3 erstellt: 23. Nov 2010, 15:02
Hallo
vorher messmicro mit schläppi geeicht??
Preamp? XLR ? Phantomspannung ?
beyerdynamic tbone oder behringer?

20db schmalbandige Überhöhung (0.12) halte ich für "vermessen"


angeregt durch die Lektüre diese Forums habe ich mal mein Kinozimmer "vermessen"


vorsicht!
wer viel misst misst misst!

Stehende Wellen ausgelösst durch falsch aufgestellte,
schlechte oder defekte Subwoofer sind eher die Fehlerquelle
als das EQing des Home Cinema Dekoders.
Kann auch eine Überlappung sein!??
Dreh mal den Filter an den Woofern runter!

Gruss TGX


[Beitrag von The_Great_X am 23. Nov 2010, 15:14 bearbeitet]
ocb820
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 23. Nov 2010, 22:50

The_Great_X schrieb:
Hallo
vorher messmicro mit schläppi geeicht??


Nö, wie?


The_Great_X schrieb:
Preamp? XLR ? Phantomspannung ?

Preamp kleines Yamaha Mischpult MG10/2, XLR ja, Phantomspannung ja


The_Great_X schrieb:
beyerdynamic tbone oder behringer?
Thomann, hatte ich ja geschrieben.


The_Great_X schrieb:
20db schmalbandige Überhöhung (0.12) halte ich für "vermessen"


angeregt durch die Lektüre diese Forums habe ich mal mein Kinozimmer "vermessen"


vorsicht!
wer viel misst misst misst!

Stehende Wellen ausgelösst durch falsch aufgestellte,
schlechte oder defekte Subwoofer sind eher die Fehlerquelle
als das EQing des Home Cinema Dekoders.
Kann auch eine Überlappung sein!??
Dreh mal den Filter an den Woofern runter!

Gruss TGX


Nunja, die Kurve sieht jedenfalls so aus, ich habe mehrmals gemessen, vielleicht auch ver, und durch absenken der Bässe am AVR die Höhe ja vermindert.

Die subs laufen bei dem Test gar nicht mit, bzw mit eigenem Testton. Es wird ja immer nur das entsprechende Signal (burst und sweep) auf dem entsprechenden LS ausgegeben.

Subbi's sollten es also nicht sein.

Stehende Wellen wenn auch eher quer (5m), vorn hinten sind ja schräge Wände mit Struktur (Balken sichtbar).

Hilft das weiter?

ocb820
Keksstein
Inventar
#5 erstellt: 24. Nov 2010, 16:06
Hy

Stehen die LS direkt unter der Wandschräge oder haben die dahin Abstand? Das gibt bei mir auch heftige Probleme wenn ich die LS unter die Schräge stelle

Gruß
ocb820
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Nov 2010, 19:53
Hallo,

die LS stehen ca. 1,30m vor der Wand, aber teilweise noch unter der Schräge.

Zusammen mit der Schrankwand bilden sie allerdings eine zienlich geschlossene Wand.

Seitlich der Schrankwand sind jeweils 50cm Luft und in diesem Zwischenraum stehen die LS ca. 15 Grad zur Raummitte gedreht.

Ist auch kaum anders realisierbar.

Grüße ocb820
tony73
Inventar
#7 erstellt: 26. Nov 2010, 21:51
tony73

hi,

um raumresonanzen effektiv zu unterdrücken sind nur schaltungen mit L/C-filtern wirksam zu realisieren, da nur damit schmalbandig der entsprechende frequenzbereich abzusenken ist. alles andere ist viel zu breitbandig und beeinflusst demensprechend auch die nichtabzusenkenden frequenzbereiche, was keinesfalls wünschenswert ist.
ich hatte raumresonanzen bei 48 und 96 hertz zu bekämpfen. realisiert habe ich das mit 4 stück 30er schalenkernen und den entsprechenden kondensatoren.
bei 48 hertz waren -9db nötig bei 96 hertz -15db. damit war das dröhnen in diesen frequenzbereichen soweit minimiert, wodurch ein trockener und durchsichtiger bassbereich erreicht wurde.
die spulen hab ich selbst gewickelt und mit den entsprechenden kondensatoren am tongenerator abgeglichen, sicher etwas langwierig, aber erfolreich.
das ganze verstärkermodul (mit operationsverstärkern realisiert) fügte ich dann zwischen den vorstufen und endstufen ein.
zuvor hatte ich versucht mit verschiedenen R/C-schaltungen experimentiert, (u.a mit dppel T-filtern) aber die ergebnisse waren nur enttäuschend.
leider sind wohnräume nicht schalltot, das ist das problem.
natürlich gibt es auch die möglichkeit mit akustischen absorbern, aber das ist keine billige und für einen wohnraum nicht besonders erwünschte alternative.
mit verändern der lautsprecheraufstellung kann man klangliche veränderungen erreichen, die raumresonanz damit aber leider nicht beeinflussen.

mfg, tony
Mickey_Mouse
Inventar
#8 erstellt: 26. Nov 2010, 23:48
was für LS sind das denn?

ich habe hier zwei Canton CD220 (ok, sind verspielte Design "Tröten" und keine Stand-LS) als Presence (RearHigh). Die Dinger haben bei knapp über 100Hz eine derartige Überhöhung, das ist schon nicht mehr schön.
Die machen sich zwei Dinge zu Gute. Die meisten Leute empfinden 50...60Hz als "kräftigen" Bass (eben das olle Gedröhne). Wenn die LS das nicht hergeben, dann wird der Bereich der ersten Oberwelle kräftig angehoben, das Gehirn denkt sich dann den Grundton dazu. Ziemlich üble Tricks, werden aber bei billigen LS gerne und häufig angewendet!

Bei dieser Raumgröße müsstest du eigentlich bei 30...40Hz mit den ersten Raummoden zu kämpfen haben, aber durch die Schrägen ändert sich das natürlich alles noch etwas.
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