Wie wichtig ist die Einspielzeit?

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cherrypatch
Stammgast
#1 erstellt: 04. Mrz 2006, 16:23
Servus, in der Anleitung meiner Wharfedale Crystals steht was von Einspielzeit so sechzignochwas Stunden "at reasonable levels". Muß man das streng einhalten, oder wie macht Ihr das mit neuen Boxen? Was sind denn vernünftige Pegel? Ich hab die auch schon am zweiten Tag über Zimmerlautstärke gehört. Kann man da was kaputtmachen? Der Sound war immer schön homogen.
Thx


Ach ja, wie steht´s eigentlich mit der Membranauslenkung, die ist nämlich deutlich, wenige mm beim 16cm Chassis.


[Beitrag von cherrypatch am 04. Mrz 2006, 16:26 bearbeitet]
Zero-cool02
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 04. Mrz 2006, 17:04
so

pass uf

hab die Elac Fs 109.2

also deine befürtung wegen kaputtmachen (der schwinnungen ob die normal sind) wenn ich meine Elac´s mit meinem DENON 2106 fast maximal belaste ist eine hub von geschätzt hmm gute frage denke mal so 8-10 mm normal


also man sollte sich immer einen verstärker zulegen der mehr leistung hat als die boxen damit man das klirren umgeht auf der anderen seite kann man dan aber die boxen durch zu hoho leistung kaputt machen

ganz einfach man hört wenn die membran an ihr mechanisches ende kommt durch unklare töne krachen etz dan ein stück runter udn gut is

einspielzeit du musst es so sehen ein auto soll man am anfang auch nicht voll ausfahren um den motor einlaufen zu lassen so ist das auch bei den boxen die sicken also von der membran ausenrum das was den hub federt muss sich erst einspielen also man sollte nicht neue boxen kaufen und voll belasten

ganz einfach geh her dreh auf eine normale lautstärke auf (irgetwas zwischen viertel und halb/dreiviertel) und lass die einfach mal ein paar wochen so in diesem bereich spielen und danach wirst du merken das sich der klang in gewisser weiße "ändert" die einen sagen es liegt am einspielen die anderen es liegt daran das das gehör sich daran gewöhnt

MFG
Zero-cool
cucun
Inventar
#3 erstellt: 04. Mrz 2006, 17:28
mit der einspielzeit ist gemeint, das die gummisicken ersteinmal von ihrer starre erwachen müssen. du kannst ruhig von anfang an zimmerlautstärke hören damit sie sich auch etwas bewegen. natürlich nicht übertreiben, wen du also gleich maximalpegel fährst setzt du die lebensdauer herrunter.
Raymond1983
Stammgast
#4 erstellt: 04. Mrz 2006, 18:16
Manche sagen aber auch das das Einspielen von LS Quatsch ist. Nur wenn die LS an einem kalten Wintertag kommen, klingen sie erst mal sehr hell und nicht angenehm. Habe ich die Tage mit meinem neuen Nubert Center gemerkt. Aber nach 1- 2 Tagen und paar Filmen klingt er gleich viel besser.

Das mit dein einspielen ist denk ich wie bei den Autos. Die einen sagen nen Neuwagen muss man schön ruhig fahren. Die anderen meinen von Anfang an richtig gas machen. Da die Produktion iat heute so genau das sich da nichts mehr einfahren muss!


RAy
Crazy-Horse
Inventar
#5 erstellt: 04. Mrz 2006, 20:26

Raymond1983 schrieb:
Manche sagen aber auch das das Einspielen von LS Quatsch ist. Nur wenn die LS an einem kalten Wintertag kommen, klingen sie erst mal sehr hell und nicht angenehm. Habe ich die Tage mit meinem neuen Nubert Center gemerkt. Aber nach 1- 2 Tagen und paar Filmen klingt er gleich viel besser.


Damit widersprichst du dem was Herr Nubert in seiner Technikrubrik schreibt und als Merkzettel seinen Speaker beipackt.
Ferrofluied gekühlte HT sind unter 18°C in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und daher klingt in dem fall der Hochton verhangen.

Doch die Sicke wurde seit der Produktion nicht mehr bewegt, je nachdem wie lange das her ist kann sie ein wenig aushärten. Durch das bewegen wird Weichmacher freigesetzt und dieser macht sie wieder geschmeidig und das Chassi erhält seine volle Beweglichkeit zurück.
cucun
Inventar
#6 erstellt: 04. Mrz 2006, 20:30
wie ist es eigentlich, wen meine ls mal eine woche net spielen wen ich im urlaub bin. wen das im winter ist und es unter 18C im zimmer hat, sollte ich sie dann auch wieder einspielen oder zumindest warten bis die temperatur wieder hochkommt. oder gilt einfach einmal eingespielt immer eingespielt.
Crazy-Horse
Inventar
#7 erstellt: 04. Mrz 2006, 20:34
Dann kann es sein, dass der Ht sich nicht völlig frei bewegen kann und sie daher wieder ein wenig dumpf klingen, mehr aber auch nicht.

Damit die Sicke anfängt merklich auszuhärten wird schon mehr Zeit benötigt als mal eine Woche.
Doch haben LS eine Weile gestanden (holt man mal wieder ein paar alte Schätzchen aus dem Keller) sollte man sie nicht gleich Vollgas fahren, sondern es erst mal ein paar min wieder ruhiger angehen lassen.
sigma6
Inventar
#8 erstellt: 04. Mrz 2006, 20:50
Hi,

habe irgenwo gelesen, mann könne die Boxen zum Einspielen dicht gegenüberstellen (ein paar cm), im UKW-Tuner eine Stelle suchen die dieses furchtbare Rauschen wiedergibt (beinhaltet angeblich alle relevanten Frequenzen), die Lautstärke auf 1/2, ´ne Decke ´drüber und das ganze ein, zwei Tage köcheln lassen, das wärs

Ist wie gesagt nicht von mir, hab´s aus einem Link irgenwo hier im Forum

@ Crazy-Horse, Das:

"Durch das bewegen wird Weichmacher freigesetzt und dieser macht sie wieder geschmeidig und das Chassi erhält seine volle Beweglichkeit zurück."

kann aber nicht Dein Ernst sein. Weichmacher freisetzen?
Phenole ab in´s Wohnzimmer? Oder was meinst Du mit Weichmacher? Wenn Weichmacher freigesetzt werden, wird die Quelle, also hier das Chassie immer härter und immer härter und...

MfG

Ronny
Crazy-Horse
Inventar
#9 erstellt: 04. Mrz 2006, 20:55
Der Weichmacher ist in die Molekülstruktur des Gummis eingebunden, bei Bewegung wird dieser freigesetzt und macht das Gummi wieder geschmeidig.

Welche Stoffe hier genau zum Einsatz kommen kann ich dir nicht verraten, aber Weichmacher ist definitiv drin enthalten, sonst würde keine Sicke über 10 Jahre alt werden.
sigma6
Inventar
#10 erstellt: 04. Mrz 2006, 21:01
Klar ist Weichmacher im Gummi, ohne wäre er ziemlich spröde. Aber grundsätzlich wird der Weichmacher nicht freigesetzt, wenn das so wäre, würden die Chassis eben nicht 10 Jahre, sondern nur 10 Monate halten.
Der Weichmacher muss(!) drinbleiben, damit das Teil auch noch nach Jahren geschmeidig ist, da wird definitiv nichts freigesetzt. Wenn doch, hat der Hersteller etwas falsch gemacht

MfG

Ronny

P.S. hoffe das ist jetzt nicht schon zu viel OT
Crazy-Horse
Inventar
#11 erstellt: 04. Mrz 2006, 21:11
Der Weichmacher ist mit eingebunden, er hängt also wirkungslos zwischen den Gummimolekülen rum. Bewegt sich die Sicke nun, wird hier und da Weichmacher freigesetzt/aktiviert und pflegt das umliegende Gummi.

Das meine ich mit freigesetzt!
sigma6
Inventar
#12 erstellt: 04. Mrz 2006, 21:26
Nö, falsch:
"wird hier und da Weichmacher freigesetzt/aktiviert und pflegt das umliegende Gummi."

Weichmacher macht das Material immer weich, ob es nun bewegt wird oder nicht. Der einzige Unterschied der Wirksamkeit liegt bei der "Betriebstemperatur". Ein mit Weichmacher konvektioniertes Material ist immer gleich weich, völlig egal ob es bewegt/benutzt wird oder im Ruhezustand ist. Wenn das Material erwärmt wird, wird es i.d.R. auch weicher, aber nicht weil der Weichmacher dadurch "aktiviert" wird o.Ä..
Nimm einen Autoreifen als Beispiel, der ist immer gleich weich. Die höhere Betriebstemperatur macht ihn weicher, nicht die Bewegung. Und so ein Lautsprechercherchassie wird sich im Betrieb ganz sicher nicht relevant erwärmen.
Der Autoreifen wird übrigens nach ein paar Jahren unbrauchbar weil hart, weil sich in diesem Fall der Weichmacher tatsächlich verdünnisiert hat.

Könnte jetzt jetzt noch ziemlich lange über Weichmacher in Gummis schreiben, verkneife ich mir aber, weil zu viel OT
Das weicht doch ein bisschen vom Thema ab.


MfG

Ronny
Jack-Lee
Inventar
#13 erstellt: 04. Mrz 2006, 21:32
naja, wenn sich der gummi bewegt erwärmt er sich, kann man stark festellen bei nem draht den man schnell hin und herbiegt deswegen wird die sache auch geschmeidiger.
weichmacher
sigma6
Inventar
#14 erstellt: 04. Mrz 2006, 21:40
Klar, das Chassie wird durch Bewegung weicher/geschmeidiger, aber nicht, weil da irgendwo im Gummi der Weichmacher aktiviert wird. Der Weichmacher ist immer aktiv und wird nicht irgenwo/wie freigesetzt, das ist es was ich ausdrücken wollte.
Ob u. wieviel sich die Temp. eines Chassies im Betrieb ändert, wäre doch mal ein interessanter Test



MfG

Ronny

bin jetzt weg, meine Signatur ruft
Jack-Lee
Inventar
#15 erstellt: 04. Mrz 2006, 21:47
Bekommt man ja raus ich sag nur MMS mechanische verluste ^^
Quiety
Stammgast
#16 erstellt: 15. Mrz 2006, 21:22
Hallo!

Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: ob das Einspielen viel bringt hängt u.a. davon ab, wie stark die Lautsprecher im Werk schon bespielt wurden d.h. je nach Form der Endkontrolle z.B.. Vielleicht gehört ein Belastungs- oder 24h-Test vor der Auslieferung dazu. Oder eine Art Qualitäts-Selektion im Bereich des Wareneingangs bzw. nach der Chassis-Fertigung (es wird ja durchaus gemunkelt, daß unterschiedliche Qualitätsstufen auch unterschiedlicher Vermarktung zugeführt werden (Fachhändler oder Geiz-Kette)).

I.A. bringt Einfahren besonders im Baßbereich eine Menge. Und nein, man kann direkt zu Anfang Gas geben. Im DIY-Sektor ist es üblich z.B. Tieftöner oder TMT-Chassis mit 10Hz und deutlicher Membranauslenkung etwa 12-24h lang einzuwobbeln. Anschließend weisen die technischen Parameter (TSP) erst die korrekten Werte auf. Erst damit kann vernünftig gerechnet und entworfen werden.

Wenn also ein Fertiglautsprecher für eingewobbelte Chassis und somit endgültige TSP gebaut wird, wird er auch erst nach ein paar Wochen normalen Betriebs seine geplante, optimale Qualität erreichen. Wer will, kann das halt auf ein paar Tage oder Stunden reduzieren (s.o.).

Ansonsten kann ich mich dem meisten hier gesagten anschließen.

Gruß
Quiety
cucun
Inventar
#17 erstellt: 15. Mrz 2006, 23:51
ich denke die meisten hersteller geben es ja an, dann kann man einfach ungefair danach gehen. sollte nichts dabei stehen sagt das ja wohl viel aus und ist somit wurscht.
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