Parametrischer Equilizer beim Sub

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crumbledore
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Nov 2006, 10:26
Hallo Zusammen,

ich habe mal eine Frage an die Experten: viele Subwoofer sind mit sog. parametrischen Equilizern ausgestattet. Diese dienen - soviel weiß ich inzwischen - dazu, Resonanzfrequenzen des Raumes abzuschwächen und so für einen gleichmäßigeren Bassklang zu sorgen. So weit so gut. Ich frage mich jedoch, wofür ich dies brauche, wenn doch mein Receiver (und das ist ja heute auch nichts außergewöhnliches mehr), mit einem entsprechenden Equilizer ausgerüstet ist und ich daher schon die Möglichkeit habe, das Ausgangssignal, das zum Sub gelangt, entsprechend zu beeinflussen. Mit anderen Worten: kann ich mir einen solchen parametrischen Equilizer sparen, wenn mein Verstärker diese Funktion schon unterstützt?

Viele Grüße
Crumbledore
highfly
Stammgast
#2 erstellt: 04. Nov 2006, 10:55
Hi

Die meisten Receiver haben für den Bassbereich leider nur ein oder zwei Frequenzbänder (und meist ist der Equalizer im Manuell-Modus nicht mehr parametrisch, sondern nur noch grafisch, dh. die Frequenzen sind fix).
Und mit nur einem 60 Hz oder 100 Hz-Regler kannst du im Bass nicht wirklich viel anfangen....

ABER: Generell ist die Raummoden-Bekämfpung per Equalizer sehr umstritten... Dies hauptsächlich aus zwei Gründen:
1. Die Überhöhungen / Auslöschungen sind meist sehr schmalbandig, dh. wenn man dies per EQ ausgleicht, stimmt das Ergebnis für einen extrem kleinen örtlichen Bereich. Einige cm weiter weg dröhnt es dadurch z.B. noch viel extremer.
2. Häufig stören die Raummoden erst nach dem Einschwingen, d.h. nicht unmittelbar nach dem Erzeugen der Frequenz durch den Subwoofer. Somit würde z.B. ein kleiner präziser 40-Hz-Schlag nicht dröhnen, erst wenn das Signal länger anhält, schwingt der Raum ein und dann dröhnt es. Wenn man jetzt einfach per EQ die 40 Hz zurücknimmt, fehlt der Drive und Druck auch bei den sonst sauberen kurzen Impulsen, was ja auch wieder nicht gewünscht ist...

Ist also eine verzwickte Sache. Aber es zählt natürlich der Höreindruck und der persönliche Geschmack. In Einzelfällen kann es durchaus hilfreich sein, aber es als DAS Heilmittel gegen Bassprobleme zu sehen, halte ich nicht für sinnvoll.

Gruss
highfly
Poison_Nuke
Inventar
#3 erstellt: 04. Nov 2006, 11:50
ein PEQ für den SUbwoofer sollte wirklich das letze Mittel sein, nachdem die Aufstellung des Subwoofers soweit verbessert wurde, dass die Problembereiche so gering wie möglich ausfallen.


Denn eine dröhnende Raummode kann man noch einigermaßen absenken.

Aber eine Auslöschung kann man unmöglich anheben. Aus Nichts kann man halt nix machen. Daher muss man hier sogar aufpassen: wenn man den PEQ dazu nutzt, um ein Frequenzbereich anzuheben, kann der Subwoofer ganz schnell an seine Grenze kommen, ohne das es laut ist.


Und ein Receiver mit einem PEQ für den Subwoofer ist mir bisher noch nie untergekommen. Wenn dann hat das wohl die 4000€ Klasse und aufwärts.
Wie Highfly schon sagte, die meisten Receiver haben nur manuell einstellbare GEQ, mit denen kann man nicht viel machen.


Schau aber wirklich erstmal zuerst, was du alles noch an der Aufstellung verändern kannst, denn eigentlich kann man auch ohne EQs einen sehr sauberen Fgang erreichen, auch wenn das einiges Umdenken in der Aufstellung der Einrichtung bedeuten kann.
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