Bitte um Hilfe bei der Verbesserung der Raumakustik

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Steril
Stammgast
#1 erstellt: 16. Mrz 2013, 21:55
Hallo Hifi-Forum,
ich habe mir ein Paar Kef X300A zur Ablöse meiner Wharfedale Diomond Pro´s bestellt. Sie dienen zur hochwertigen Musikversorgung im Nahfeld an meinem Arbeitsplatz und auch zum abmischen. Nun habe ich festgestellt, dass der Tiefbass im Nahfeld sehr dünn (quasi nichtexistent) ist. Im Eingangsbereich bei der Tür ist er allerdings sehr präsent, wummert dort sogar. Als ich eine Matraze probeweise hinter mir an der Wand aufgestellt und einen Teppich in den Raum gelegt habe, klang der Nachhall (Klatschen in die Hand) deutlich kürzer. Auch der Tiefbass war im Nahfeld ansatzweise zu hören.

Also war mir klar, dass eine akustische Raumkorrektur her muss. Den Grundriss und einige Bilder habe ich angehängt. Sobald die Kef X300A eintreffen werde ich auch eine Messung nachreichen.

Grundriss123
4567

Ich wäre für Vorschläge bezüglich der Art und Position der Korrekturen sehr dankbar. Da die Kefs recht teuer sind, bin ich günstigen Selbstbaumöglichkeiten gegenüber aufgeschlossen.
Vielen Dank!!!


[Beitrag von Steril am 18. Mrz 2013, 20:12 bearbeitet]
Sieglander
Stammgast
#2 erstellt: 17. Mrz 2013, 09:14
Deine Kamera ist kaputt...
Steril
Stammgast
#3 erstellt: 17. Mrz 2013, 10:20
Leider nimmt das Iphone alle Bilder verkehrt herum auf... In Windows werden sie allerdings richtig herum dargestellt. Auf dem Server wieder nicht, sorry!
_elan
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Mrz 2013, 14:10

Deine Kamera ist kaputt...


Haha, das war der passende Kommentar zu den Bildern! Die kann man doch bestimmt noch irgendwie drehen, oder?

Es meldet sich bestimmt noch jemand, der mehr Ahnung von Akustik hat als ich.

Ein Hinweis wäre sicherlich die Lautsprecher einfach mal schrittweise zu verrutschen und lauschen, obs besser wird.
Mit Absorbern (wie Deine Matratze, oder besser Steinwolle, oder Basotect) kann man die Akustik schon deutlich beeinflussen. Damit beschäftige ich mich nun schon seit Wochen und verändere laufend hier was und da was. Hab aber auch schon deutlich über € 250,- für Basotect ausgegeben.
Das Wummern könnten Raummoden sein. Nicht nach meiner eigenenen Erfahrung leider, aber sehr oft gelesen habe ich von einem "Anti-Mode DualCore 2.0", welches wohl recht effektiv gegen Raummoden hilft. Ich weiß auch nicht, ob dieses bei aktiven LS funktioniert.
Du hast wohl eher einen kleinen Raum, wie auch ich. Mir wurde bisher meist geraten, ich solle mir auch ein Anti-Mode zulegen.

Ich hab jetzt einfach mal geantwortet, weils bisher sonst niemand ernsthaft gemacht hat.
Steril
Stammgast
#5 erstellt: 18. Mrz 2013, 20:16
Danke für die Antwort! Habe die Bilder jetzt gedreht. Der DSP ist mir leider zu teuer, die Kef X300A haben gerade solch ein Loch in meine Kasse gerissen. Die Kiste schaue ich mir trotzdem mal genauer an.

Sollten Bass-Absorber lieber an die Rückwand, an die Tür und/oder an die Schrägen..?
Wie könnte man den Raum am sinnvollsten mit wenig Geld akustisch optimieren?
_elan
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 18. Mrz 2013, 21:39
Jep, das Thema mit dem Budget kenn ich. Mir gings vor kurzem genau so.

Obwohl ich mit verschiedenen Testsongs die LS zu Hause vorher getestet und verglichen habe, tauchen so manche Phänomene erst wirklich auf, wenn man mal wieder andere Lieder anhört.

Wie gesagt, dein Raum ist doch recht klein und da gibts dann verschiedene Probleme mit der Akustik (in der Raummitte gibts wohl am wenigsten Bass, in den Ecken wohl den meißten Bass), Raummoden. Die Dachschräge ist wohl auch nicht so ganz optimal.
Ich probiere seit Wochen rum und verbessere ständig meine Akustik, komme aber auch zu der Annahme, ein deutlich größerer Raum wäre einfach besser. Sorry, ich kann mir eigentlich denken, dass Dir das auch nicht weiter hilft.

Mit Nahfeld hab ich gleich null Erfahrung. Hier kann ich wirklich keine konkreten Tips geben.

Ich für meinen Teil habe schrittweise Basotect gekauft. Angefangen habe ich hinter meinem Hörplatz und über den Laustsrechern. Ich hatte halt auch ein ziemlich heftiges Nachhallen. Dann habe ich mir mal zwei Eckabsorber gekauft und hintern den LS positionert. Auch hier war ein Effekt deutlich hörbar. Also hab ich ich nochmal nachbestellt, damit die Ecken bis oben hin zugestellt sind. Jetzt hab ich nochmal zwei Platten bestellt und habe somit die Ecken voll, zwei Platten direkt hinter den LS, zwei an den Spiegelpunkten an den Seitenwänden und zwei Platten hinter mir. Der Bass ist deutlich besser hörbar, warhnehmbar und differenzierter wahrzunehmen. Das Dröhnen ist aber nicht weg, was schliesslich zur Folge hat, dass ich manche Songs einfach nicht anhören kann. Mit geöffneter Zimmertür wirds ists etwas besser. Ich bin der Meinung, bei mir wäre jetzt ein Andi-Mode, oder DSP an der Reihe, hab aber auch kein Budget momentan dafür, zumal ich dann dazu noch eine Endstufe bräuchte. Die Raummoden wirst du nicht so ohne weiteres Budget wegbekommen. Man könnte vielleicht Resonatoren bauen, ist wohl aber auch nicht so einfach.

Hier mal der Link zu meinem Akustikthread. Hier wirst Du lesen, dass ich total grün hinter den Ohren war (bin) als ich gemerkt habe, dass ich was verändern muss. Absorber, Resonatoren, Diffusor, Raummoden...... in dem Thread wird schon so einiges durchgekaut und erklärt. Sehr interessant fand ich den Tip mit den Sinustönen zum ungefähren bestimmen der Raummoden, die Links zum Berechnen von Resonatoren usw.....
Mein Akustikthread für meinen kleinen Raum

Solange sich niemand mit mehr Wissen meldet als ich hoffe ich, Dir geholfen zu haben.

Achja, günstiger als Basotect zu kaufen ist wohl mit Steinwolle Absorber zu bauen, abera auch das steht im verlinkten Thread ziemlich gut beschrieben.
Steril
Stammgast
#7 erstellt: 18. Mrz 2013, 21:45
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!!! Ich werde mich mal in Deinen Thread einlesen.
Du hast es exakt formuliert: In der Raummitte ist der Bass am geringsten, in den Ecken am stärksten.
Nun kann ich den ganzen Raum nicht mit Absorbern zuflastern, das Antimode DSP schein da wirklich ein guter Weg zu sein...

Die Frage bleibt, ob der Effekt im Nahfeld den finanziellen Aufwand des Antimode retchtfertigen würde. Da hilft wohl nur ausprobieren...
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