"LeichtbauWohnzimmer" akustisch optimieren

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a.bauer
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Nov 2015, 17:22
Hallo Akustikspezi´s,

ich möchte gern mein Wohnzimmer akustisch optimieren, dabei soll es natürlich auf der doch relativ kleinen Fläche/ geringen Deckenhöhe wohnlich bleiben.

Vorab Info´s zur Anlage:
AVR: Onkyo TX NR-1010
Front: Klipsch RF 82 II (auf originalen Spikes direkt auf Teppich)
Center: Klipsch RC 62 II
Surround: klipsch RC 42 II
Sub: Jamo Sub 660 (in der Ecke mit Antimode sII "optimiert", mit Viablue spikes auf Teppich)
(zur zeit hängen noch meine Alten Surround an der Decke, über den Einsatz dieser als Surroundback/backcenter bin ich mir noch nicht schlüsslig)
Ich kann keine Hauptnutzung bestimmen, aber es läuft täglich Musik, querbeet davon in der Woche maximal 5 h mit ordentlich Pegel (ohne Partys) und 2-3 Filme werden auch geschaut in der Woche, wobei ich auch Sky über den AVR höre, auch wenn nicht immer aufmerksam. Filme gucke ich je nach Quelle und Abmischung zwischen 65 und 82(ref) am AVR.

Zum Raum:
Der Raum ist Rechteckig mit einer Länge von ca. 5,75m eine Breite von ca. 3,75 m und einer Raumhöhe von ca. 2,20 m.
Sämtliche Wände und auch die Decke sind Rigips auf Holzkonstruktion, einfach Beplankt und Tapeziert.
Der Boden sind "schwimmend" auf Sand liegende Fermacellplatten, darauf liegt Teppich.
An den kurzen Seiten ist je 1 Fenster, die Fenster sind parallel zueinander.
An der Langen Seite, Front, sind 2 Türen und an der Rückwand ist eine Tür.

Desweiteren steht ein Massives Lowboard (41kg) in der Front auf dem der AVR steht, darüber ist ein Brett auf dem der Center steht. Über diesem hängt der TV an der Wand.
Die Couch steht direkt an der Rückwand, ist aber schon im Gespräch diese vllt um max 20 cm vor zu rücken, sofern das einen Erfolg bringen würde??!

Hier mal Bilder, der Center wurde ganz vor und bis zur Brettkante richtung Tür gerückt. Das Lowboard steht nun kurz vor der Zarge, also auch weiter rechts. Und die RS42II kommen heut an die Rückwand, vorraussichtliche, bisher am besten bei den tests befundene Höhe LS unterkante 1,40m und im 45 Grad winkel zur Rückwand.
20151009_054227
20151009_054237
20151009_054253
Achso, auf den Bildern war mein AVR in der Reparatur, der ist natürlich wieder da und es hängt kein Kabel umher.

Nun meine Frage in wieweit Absorber in meinem Raum sinn machen, vorallem da ich ja keine harten Betonwände sonder Rigips habe.
Die Lampe über der Couch würde ich getrost entfernen können und dort ein Deckensegel bauen, mit Beleuchtung integriert!
Hier gleich eine Frage, würde es kontraproduktiv sein wenn ich Löcher in das Absorbermaterial mache und lampen einlasse?
Oder ist dies zu vernachlässigen? Welche größe wäre Ideal für das Segel und vorallem welche Materialstärke und Abstand zur Decke? Gelesen habe ich viel, 10 cm material und 5-10 cm Luft?

Die Rückwand ist ja noch sehr kahl, aber da ich Dipole einsetze, macht dort der Einsatz von Absorber noch einen vorteil oder alles zunichte?
Würde die Rückwand gern nicht vollflächig sondern vllt in der Größe variabel mit 3 oder 4 Absorbern Bestücken ? bestimme ich die Größe anhand meiner Front LS? Die seitliche Wand, unter dem Brett bzw daneben, macht dort der Einsatz von Absorben auch Sinn?oder versaut die nische mit dem Fenster vorher schon alles. Müssten die Absorber an der Rückwand auch so dick und den Absatnd wie ein Deckensegel haben?

Ja und nun zu meinen, leider etwas eingequetschten linken Front LS, sollte ich hinter diesen/daneben an der Wand absorbe anbringen um die Wandnähe etwas auszubessern.
Beim rechten, der nun allein steht, da der Sub in der Ecke steht wo auf den Bildern der Sessel steht(dieser ist entsorgt.) auch Absorbieren?
Kann die rechte wan, die ja abseits des Hörplatzes ist vernachlässigt werden?

Würde ein Hochflorteppich auf meine Auslegware unter dem Hörplätz einen nochmal positiven Effekt haben?

Kann man die Verbesserung von Absorbern wirklich durch Stuhlauflagen und Hände hinter die Ohren halten testen? Wobei 2. natürlich nur bei Stereo sinn macht;)

Sorry für die vielen Unklarheiten aber ich habe im Vorfeld vieles gelesen und bin nicht wirklich weiter gekommen. Der Absorberrechner den ich im Forum verlinkt gesehen habe, hat bei mir nicht gerechnet. Auch mehrmaliges Wizard drücken brachte nichts.

Ich denke auch das der Boden,Wand und Deckenverhältnisse wie bei mir selten sind und deshalb bin ich zu keinem, durch lesen Schlüssigen Ergebnis gekommen.
Material hab ich herausgelesen das Basotect wohl das beste sein soll.
Man kann dies auch dünner nehmen und mit Steinwolle auf die geforderte Materialstärke kommen, ist das auch richtig oder lieber voll Basotect?
a.bauer
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 09. Nov 2015, 13:43
hilft mir niemand
13mart
Inventar
#3 erstellt: 09. Nov 2015, 21:08

a.bauer (Beitrag #2) schrieb:
hilft mir niemand :.


hallo A.Bauer,
deine Lautsprecher stehen schlecht (eingequetscht), das weisst du selbst.

Vieles andere ist von Nachhallzeiten in diesem 'Leichtbauraum' abhängig,
die niemand kennt und die frequenzabhängig sind. Es spricht eher für die
Mitlesenden, hier mit schnellen Tips vorsichtig zu sein.

Gruß
Mart
TitanIV
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 09. Nov 2015, 21:55

13mart (Beitrag #3) schrieb:

a.bauer (Beitrag #2) schrieb:
hilft mir niemand :.


hallo A.Bauer,
deine Lautsprecher stehen schlecht (eingequetscht), das weisst du selbst.

Vieles andere ist von Nachhallzeiten in diesem 'Leichtbauraum' abhängig,
die niemand kennt und die frequenzabhängig sind. Es spricht eher für die
Mitlesenden, hier mit schnellen Tips vorsichtig zu sein.

Gruß
Mart


die nachhallzeiten sind bis zum oberen bassbereich etwas niedriger, lässt sich problemlos über ein wenig recherche der materialien und gegebene schallhärtekoeffizienten ermitteln.

die boxen stehen ganauso wie der hörplatz suboptimal. der raum gibt aber scheinbar nicht mehr her, sofern man keine massiven einschnitte in sachen wohnlichkeit hinnehmen möchte.

ich würde die rückwand ums eck herum mit absorbern entschärfen und das sofa etwas von der wand abziehen, dann hört man nicht nur reflexionen.

ansonsten sind auch deckenabsorber bzw. deckensegel mit variabler abhänglänge empfehlenswert.
a.bauer
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 10. Nov 2015, 08:09
ja ich weiß der linke Front LS ist etwas eingequetscht, aber nun hat er schon gut 15 cm mehr raum bekommen, durch das wegrücken des Lowboards.
Die Couch ist jetzt 20 cm weg von der Wand.

@TitanIV:
Der raum gibt keine umstellung her, da auch durch ihn gegangen werden muss um ins SZ oder KZ zu kommen.

Was heißt ums Eck? Flächendeckend? Ich dachte eher an Einzelne. Oder meinst du die Ecke auch durch einen Absorben in 45 ° "entschärfen"?
Zum Deckensegel, das ist bereits geplant, nur die Abmaße sind nicht klar. Und natürlich die Dicke etc. Wieso variable Anhänglänge? Für Film u Musik unterschiedlich oder aus welchem grund?
TitanIV
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 10. Nov 2015, 12:57

a.bauer (Beitrag #5) schrieb:
@TitanIV:
Der raum gibt keine umstellung her, da auch durch ihn gegangen werden muss um ins SZ oder KZ zu kommen.

Was heißt ums Eck? Flächendeckend? Ich dachte eher an Einzelne. Oder meinst du die Ecke auch durch einen Absorben in 45 ° "entschärfen"?
Zum Deckensegel, das ist bereits geplant, nur die Abmaße sind nicht klar. Und natürlich die Dicke etc. Wieso variable Anhänglänge? Für Film u Musik unterschiedlich oder aus welchem grund?


das dachte ich mir schon, ist auch schon recht gut gelöst. ich schrieb' ja schon, man muss auch noch drin wohnen können.

mit "ums eck" meinte ich, die beiden wände hinter dem sofa. kantenabsorber brauchste wohl nicht, ich würde aber die beiden wände nicht flächendeckend aber auf jedenfall ausreichend mit absorbern abdecken.

deckensegel sind genial wenn du den nachhall gleichmäßig im raum senken möchtest. variable abhängtiefe, damit du eine passende lösung für deine raumhöhe bekommst.
a.bauer
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 10. Nov 2015, 13:04
Ja also das Deckensegel ist geplant, nur habe ich auch von überdämpfung gelesen...ich möchte nachher natürlich kein schalltoten raum haben.
Wie Groß sollte das Deckensegel sein?sind abstände von den LS einzuhalten bzw zu den Wänden? Muss der Komplette hörplatz abgedeckt sein? Sind maße 2,5 x 2m zu groß? als stärke habe ich jetzt 100mm herausgelesen.

Ja also ich dachte an ggf 3-4 rechteckige Absorber, in der erstüberlegung die Großen (120cm * 60 cm) und die kleinen (80x40 cm) (Höhe x Breite) zu verbauen. Oder müssen die nur auf Abhörposition/Ohrhöhe? Ist zur groß eher suboptimal?
Welche Materialstärke sollten die Absorber an Rück und seitenwand haben? Macht keinen sinn die ca 3m entfernte andere seitenwand auch zu dämmen oder?
TitanIV
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 10. Nov 2015, 13:16

a.bauer (Beitrag #7) schrieb:
Ja also das Deckensegel ist geplant, nur habe ich auch von überdämpfung gelesen...ich möchte nachher natürlich kein schalltoten raum haben.
Wie Groß sollte das Deckensegel sein?sind abstände von den LS einzuhalten bzw zu den Wänden? Muss der Komplette hörplatz abgedeckt sein? Sind maße 2,5 x 2m zu groß? als stärke habe ich jetzt 100mm herausgelesen.

Ja also ich dachte an ggf 3-4 rechteckige Absorber, in der erstüberlegung die Großen (120cm * 60 cm) und die kleinen (80x40 cm) (Höhe x Breite) zu verbauen. Oder müssen die nur auf Abhörposition/Ohrhöhe? Ist zur groß eher suboptimal?
Welche Materialstärke sollten die Absorber an Rück und seitenwand haben? Macht keinen sinn die ca 3m entfernte andere seitenwand auch zu dämmen oder?


ich würde mich an einen profi wenden und unverbindlich anfragen, denn hier im forum haben zwar einige etwas plan von der materie und können das auch je nach sprachlichen fähigkeiten teilweise gut rüberbringen aber im grunde sind das alles nur tipps aus "erfahrung". einige sind auch handwerklich nicht unbegabt, nur ist selbstbau in den seltensten fällen auch ästhetisch.

überdämpfen bedeutet das der nachhall zu stärk gesenkt wird, das bekommt man aber nur hin, wenn praktisch das ganze zimmer mit absorbern tapeziert wird. wandabsorber werden idealerweise auf ohrhöhe aufgehängt.

deckensegel müssen nicht zwingend 10 cm tief sein, mit einer abhängung ist auch eine geringere stärke sehr wirksam.
a.bauer
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 10. Nov 2015, 13:22
okay dann habe ich das mit den 100mm für Deckensegel zu sehr als "ideal" gewertet.

Einen Profi, gibts da vllt ne unverbindliche Empfehlung?

Eine Anfrage bezüglich Basotect ist bereits raus, dort gab ich zwischen 50 und 100 mm an. 100 eher fürs Segel geplant und 50/70 für die Wände.
a.bauer
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 13. Nov 2015, 14:24
hey, ich habe nochmal eine Frage.

Würde sowas alsRückwandabsorber bei mir Sinn machen oder sind die Unterschiedlichen Stärken eher kontraproduktiv?
TitanIV
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 15. Nov 2015, 00:17

a.bauer (Beitrag #10) schrieb:
hey, ich habe nochmal eine Frage.

Würde sowas alsRückwandabsorber bei mir Sinn machen oder sind die Unterschiedlichen Stärken eher kontraproduktiv?


optisch sicherlich ansprechend, mir würde die durchschnittliche stärke der absorber aber nicht genügen.
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