Rätselhaftes Geräusch im Haus

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Ingo-Kreutzer
Neuling
#1 erstellt: 02. Dez 2016, 18:12
Vielleicht finde ich hier einen Experten, der mir bei einem Riesen-Problem helfen kann. Seit einem halben Jahr haben wir immer nachts ein rätselhaftes Geräusch im Haus, dessen Ursache wir einfach nicht finden können. Es ist ein hochfrequentes Summen, fast Pfeifen, in etwa so, als wenn man in eine leere Flasche bläst, nur etwas höher in der Tonlage. Wir werden davon regelmäßig wach und könne kaum noch schlafen. Es ist nur nachts, oft hören wir es zunächst leise und ab 3 oder 4 Uhr scheint es deutlich lauter. Besonders hört man es, wenn man mit dem Ohr auf dem Kissen liegt. Ohropax helfen gar nichts, blenden nur alle anderen Geräusche aus, nicht aber den Ton. Offensichtlich wird er über den Körper übertragen. Der Ton ist in allen Räumen zu hören. Wir hatten schon einen Bauakustiker da, der den Ton nicht ausmachen konnte und auch keine Idee hatte. Der Ton kommt auch, wenn ich alle Sicherungen herausnehme, Gas, Wasser und Heizung abstelle. Außerhalb des Hauses ist er aber nicht wahrzunehmen.
Eine Zeitlang hatte ich den Koi-Teich des Nachbarn nahe der Grundstücksgrenze in Verdacht, mit Unterwasserpumpe und Filteranlage überirdisch, die nachts etwas rauscht bzw. plätschert, aber der Akustiker sah keinen Zusammenhang und hat auch keine Erdschwingungen gemessen. Dazu würde wohl auch nicht passen, dass das Geräusch auch in den dem Teich abgewandten Räumen hörbar ist.

Hat jemand ansatzweise eine Idee, wie wir die Ursache herausfinden können. Es ist mit Sicherheit kein Tinnitus und an übersinnliche Phänomene glauben wir auch nicht ansatzweise....

Für Hilfe wären wir unendlich dankbar, da wir mit den nerven durch sind.
Mantra
Stammgast
#2 erstellt: 02. Dez 2016, 23:34
Vielleicht sind es Gespenster oder Freddy Krüger, der unter der Bettdecke wohnt.

Kam der Akustiker auch schon nachts zwischen 3 und 4 Uhr vorbei? Habt ihr versucht, das Geräusch mit einem mobilen Mikro aufzunehmen? Vielleicht ist es auch ein Durchzug.


[Beitrag von Mantra am 02. Dez 2016, 23:38 bearbeitet]
siebenzwiebel
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 03. Dez 2016, 00:06
hast du das frischwasser vor der wasseruhr zugesperrt und dann an einer zapfstelle den druck abgelassen?
vorsicht falls ihr durchlauferhitzer habt, sicherstellen das diese entlüftet sind bevor diese elektrisch wieder in betrieb genommen werden.

zudem heizung abstellen, sicherstellen das die heizungspumpe, boilerladepumpe und zirkulationspumpe wirklich spannungsfrei sind?
alle heizkörper ventile vollständig aufgedreht sind?
Ingo-Kreutzer
Neuling
#4 erstellt: 03. Dez 2016, 09:00
Danke für die schnellen Antworten:

@Mantra: Ja, der Akustiker war schon einmal in der Nacht da, aber leider in einer Nacht, in der wir das Geräusch zwar gehört haben, es jedoch relativ leise war. Es ist objektiv ohnehin leise, aber wenn wir im Bett liegen, einfach hörbar und da. Es ändert sich in der Stärke nicht nur im Laufe der Nacht, sondern ist auch nicht jede Nacht gleich stark.
Dennoch verstehe ich nicht, warum er es mit der Messtechnik nicht erfassen konnte. Er sagte, er habe keine speziellen Frequenzen oberhalb der Hörbarkeitsschwelle gemessen, die aus dem ohnehin vorhandene Rauschen eines Hauses herausragen. Er wird aber in 2 Wochen noch einmal nachts messen. Wegen der geringen Lautstärke des Geräusches müsste es schon ein sehr feines Mikrofon sein, um es aufzunehmen. Durchzug kann nicht sein. Alle Fenster sind zu und wir haben ein noch recht neues (5 Jahre) Fertighaus in Holzständerbauweise, dass eine Dampfsperre nach außen hat, so dass kein ungewollter Luftzug dasein dürfte.

@siebenzwiebel: Ja, ich habe den Hauptwasserhahn abgedreht und alles Wasser abgelassen. Heizung ist eine Gastherme, die ich abgestellt und komplett vom Strom genommen habe. Die Ventile habe ich aber zugegebenermaßen nicht alle aufgedreht. Kann das bei komplett abgestellter Heizung noch Auswirkung haben? Ich werde es kommende Nacht aber gerne noch einmal probieren. Danke schon einmal für den Tipp!
Huababaua
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 06. Dez 2016, 16:55
Hat Euer Haus eine Zwangsentlüftung (diese Nummer mit der Wärmerückgewinnung)? Das hat mich mal bei Bekannten in den Wahnsinn getrieben - diese haben es jedoch nicht als störend wahrgenommen.
Probier mal in einem anderen Raum zu schlafen, vielleicht hast Du eine blöde Verwirbelung in einer Kupplung genau über dem Bett...
bernhard.s
Inventar
#6 erstellt: 06. Dez 2016, 17:17
Das wäre auch mein Ansatz gewesen!

Ich habe dazu mal einen Bericht im TV gesehen.

Das Problem kam da aber aus einem Nachbarhaus.

Lärmbelästiung durch Luft-Wärmepumpen
Ingo-Kreutzer
Neuling
#7 erstellt: 06. Dez 2016, 17:56
Nein, eine solche Wärmepumpe haben wir nicht. Das Geräusch ist wirklich in jedem Zimmer des Hauses zu hören, das macht mich ja so rasend, dass man ihm nicht entgehen kann.
bernhard.s
Inventar
#8 erstellt: 06. Dez 2016, 18:06
Du musst das mal richtig lesen bzw. dich damit beschäftigen.

Das Geräusch kann auch von umliegenden Häusern kommen in denen so eine Anlage betrieben wird.
Tommy150189
Stammgast
#9 erstellt: 08. Dez 2016, 21:28
Wohnt ihr nahe an nem Verteilerkasten für den Strom der Nachbarschaft?
Da gibt's ja auch teilweise so Mini Umspannwerke, wenn ihr da nah dran wohnt und euer Hausanschlusskabel die dort evtl auftretenden Schwingungen ins Haus überträgt... wär doof
Stephi08
Neuling
#10 erstellt: 07. Dez 2017, 10:11
Hallo Ingo!
Wir haben das selbe Problem! Dieses hochfrequente Summen macht uns wahnsinnig. Es ist auch da, wenn Strom und Wasser abgestellt sind.

Gab es bei euch eine Lösung? Was war der Auslöser?

VG
Stephi
*myname*
Stammgast
#11 erstellt: 07. Dez 2017, 10:38

Stephi08 (Beitrag #10) schrieb:
Hallo Ingo!
Wir haben das selbe Problem! Dieses hochfrequente Summen macht uns wahnsinnig. Es ist auch da, wenn Strom und Wasser abgestellt sind.

Gab es bei euch eine Lösung? Was war der Auslöser?

VG
Stephi




Morgen

extra angemeldet für den Post,
darum gebe ich auch meinen Senf dazu.

Dir kann, genau wie allen anderen mit solchen Problemen, natürlich geholfen werden.
Den dafür notwendigen Technikpool und evtl. das ein oder andere Fachwissen vorausgesetzt.

Ich würde als ersten Schritt versuchen die Frequenz (das Frequenzspektrum) des störenden Geräusches zu bestimmen.
Das kann man einerseits mit einen Mikrofon und andererseits mit Schwingungsaufnehmer (also für Körperschall) realisieren.

Über zweiteres wirst aber weniger hier im Forum finden, da die Technik für Privat eher schwer zugänglich ist.


Also erstmal mit Mikro testen.


Woher kommst denn?
Stephi08
Neuling
#12 erstellt: 07. Dez 2017, 10:53
Hallo,
ich habe gestern schon mit einem Baubiologen gesprochen, der auf Schall- und sonst. Geräuschcharakteristik spezialisiert ist. Der würde auch so vorgehen, wie du beschrieben hast. Aber bevor wir viel Geld in die Hand nehmen und ihn beauftragen wollten wir noch alles andere ausschöpfen^^

Mit einem normalen Mikrofon ist es nicht aufnehmbar. Was für ein Mikrofon müsste das sein?

Bist du vom Fach? ;-)
Wir kommen aus Bad Sassendorf (NRW, 1h von Dortmund).
*myname*
Stammgast
#13 erstellt: 07. Dez 2017, 11:52
Weit weit weg von mir.

Jup, habe schon viele Jahre beruflich mit der Thematik zu schaffen

Hilfreich wäre eine Messkette mit möglichst wenig Grundrauschen.
Ob hier nun etwas kalibriert ist oder nicht ist dabei erstmal ziemlich Banane.

-->einfach das vorhandene Equipment Testen.
Entweder geht das Geräusch im Rauschen unter oder nicht.

Als Software würde ich REW empfehlen.
Schau dir die Funktion RTA mal etwas genauer an.

Hör dir Sinustöne an (in REW möglich), damit du einen Vergleich hast in welchem Frequenzbereich sich dein Störgeräusch befindet, und wo du im Spektrum danach suchen musst.

Messe an verschiedenen stellen im Raum, modenbedingt kann der Pegel sehr stark schwanken.
Sich während der Messung (laufenden Mittlungen) auch mal mit dem Mikrofon durch den Raum bewegen.

Wenn man wirklich so nicht weiter kommt, geht es halt schnell in Richtung Schwingungs- Messung/Analyse (Körperschall), was dann auch den Privat möglichen Bereich ziemlich zügig verlässt.
old-DIABOLO
Stammgast
#14 erstellt: 07. Dez 2017, 18:24
Hallöchen.

Ingo-Kreutzer hat die entscheidenden Hinweise vermutlich selbst bereits im ersten Beitrag gegeben. Er schrieb „Besonders hört man es, wenn man mit dem Ohr auf dem Kissen liegt. Ohropax helfen gar nichts“ und „Der Ton ist in allen Räumen zu hören“ und „Offensichtlich wird er über den Körper übertragen“

Ein hochfrequentes Geräusch wird bei der Körperschallübertragung über größere Entfernungen stark gedämpft, daher scheidet Körperschall wohl aus, insbesondere da er das Geräusch in allen Räumen hört.

Wenn er das leise Geräusch selbst mit Ohropax noch hört, leidet er recht sicher schlicht unter einem Tinnitus.


[Beitrag von old-DIABOLO am 07. Dez 2017, 18:27 bearbeitet]
Ex-Sunny
Stammgast
#15 erstellt: 02. Okt 2018, 07:35
Hallo Ingo,
Was macht der Ton im Haus? Habt Ihr inzwischen etwas herausbekommen?
Ich frage, weil ich auch seit April ein schnell pulsierendes Geräusch im gesamten Haus (DHH) wahrnehme, das aus der Umgebung kommen muß.
Tinnitus schliesse ich aus, weil ich das Geräusch z.B. im Büro und an anderen Orten auch nicht wahrnehme. Ein Ohrensausen fühlt sich auch anders und die Freqenz ist wesentlich schneller als Herzfrequenz. Ich bin von mehreren Pools und nicht entkoppelten Umwälzpumpen und auch mehreren Brunnenpumpen umgeben, aber da diese nun alle still gelegt sind, können es diese eigentlich nicht mehr sein. Eine Bahnstrecke ist 300m entfernt und dann hätte ich noch einige Marderschrecks in der Umgebung, die aber in der Regel Ultraschallgeräusche abgeben. Das Geräusch, das ich auch nur in geschlossenen Räumen wahrnehme ist tieffrequent und "hört" sich wie ein Presslufthammer an. Ich würde auch sagen, dass die "Lautstärke" wetterabhängig und bei Kälte deutlicher zu spüren ist.
Schöne Grüße
Micha
Ulbi
Neuling
#16 erstellt: 19. Mrz 2019, 15:37
Hallo Ingo, durch Zufall habe ich deinen Bericht gelesen. Habe seit einem viertel Jahr das selbe Problem und keiner meiner Familie kann es hören außer mir. Es geht mir an die Substanz und ich brauche jetzt eine Lösung. Dein Artikel ist schon etwas älter und deswegen habe ich große Hoffnung, das ihr mehr über dieses Geräusch (woher es kommt) in Erfahrung bringen konntet. Es wäre schön wenn du dich mal melden könntest. Liebe Grüsse
Ralf77
Stammgast
#17 erstellt: 21. Mrz 2019, 09:45
Hallo Ulbi,
Schon mal an die Möglichkeit „Tinitus“ gedacht?
Auch ich habe manchmal ein dumpfes Pulsieren...immer wenn mein Tinitus wieder schlimmer wird.
Dann ist es aber zum Glück auch bald immer wieder vorbei.

Grüße,
Ralf
Rio_S
Stammgast
#18 erstellt: 21. Mrz 2019, 10:59
Wer seinen Tinnitus nur zuhause hat, hat entweder eine andere Stress-Erkrankung (ne Ehefrau? ) oder ein anderes Problem im Haus. Bislang bin ich aber auch noch nicht Überzeugt das es KEIN Ti. ist.

Wenns mit Gehörschutz nicht verschwindet, die Frau es jedoch auch hört (Zeitgleicher Tinnitus?!?), und es in allen Räumen innerhalb dieses einen Hauses zu hören ist - bin ich gedanklich schon bei Frequenzen die eben NICHT übers Ohr in den Kopf kommen. Also auch nix was nahe eines Fernsprech - Einheitskanals sendet. Oder der TE ist nicht in der Lage Ohrstöpsel korrekt zu benutzen... btw: Gerade nochmal nachgelesen - es ist "ausserhalb des Hauses" nicht zu hören? Also nachts draußen im Garten? Schon mal wo anders geschlafen? (mehr als eine Nacht) und den Ton mitgenommen? Wenn nicht - solltet ihr mal ein paar Tage Urlaub machen...

Da es mit "Strom weg" auch keine Änderung gibt, die ganze Systematik für mich aber schon ziemlich nach nem Elektrischen Problem klingt ... Was ist mit Batteriebetriebenen Geräten? Wo sind Handys, Laptop, Tablets? Was ist mit dem Auto? Wie dicht am/im Haus steht das? Gibt es einen Kamin/Ofen zusätzlich zur Zentralheizung?
Ich habe übrigens die Vermutung, das Geräusch (bzw. die Frequenz) ist wohl die ganze Zeit da, wird nur bei längerer Ruhezeit besser/intensiver Wahrgenommen. Es wäre auch ungewöhnlich wenn das Geräusch immer zu ähnlichen Zeiten lauter wird, dann aber wiederum nicht jede Nacht. Das würde ich eher unter Wahrnehmungs - Verschiebung verbuchen.

Und den Tinnitus könnte jeder mit wenig Aufwand beim Doc. ausschließen, das würde ich jetzt als erstes angehen - ich denke das ist auch billiger als ein Bauakustik - Prüfer, den kann man danach immer noch anrufen ... Für mich: falsche Reihenfolge.
Urban-Design
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 14. Jul 2019, 21:30
Nichts mehr hier gehört. Was ist nun draus geworden?
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