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Subwoofer eingesetzt - Unzufrieden auf ganzer Linie, was tun ?

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Attraktor
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Jan 2017, 09:17
Hallo,

ich bin relativ neu in der Home-Hifi-Thematik und noch ziemlich unerfahren, habe mir jedoch vor einigen Wochen an den Selbstbau des AWM12 gewagt, bestehend aus AWM 124 Subwoofer und Mivoc AM120 MKII Aktivmodul. Leider bin ich mit dem Ergebnis absolut unzufrieden.

Meiner unerfahrenen Meinung nach, habe ich zwei separate Probleme (die vielleicht auch eng zusammenhängen):
1. Eine sehr schlechten Frequenzverlauf
2. Raummoden

Zum 1. Problem:
Mir ist bei diversen Filmen aufgefallen, dass bei einigen Szenen, welche eigentlich ziemlich basslastig sein müssten (z.B. Explosionen, Aufschläge), der Subwoofer nur sehr sehr leise zu hören ist. Bei anderen Szenen (aber gleicher Film) dröhnt es so extrem laut und unpräzise, dass der restliche Ton fast unter geht und man den Subwoofer am liebsten auf "Lautstärke 0" drehen möchte.
Ich habe darauf hin mal einen "Bass-Sweep-Ton" durchlaufen lassen und es ist so, dass Frequenzen unter 35hz kaum hörbar wiedergegeben werden - war mir im Vorfeld auch bewusst, dass der AWM12 kein Tiefbasswunder ist. Bei 40-45hz wird er extrem laut und bereits ab 50hz eigentlich kaum noch hörbar - im Wohnzimmer vibriert zwar einiges an den Wänden, wirklich hörbar ist aber kein Ton. Auch 60hz und höher sind nicht wirklich laut hörbar.

Sprich, der Frequenzverlauf scheint meiner Meinung nach sehr schmal und spitz zu sein, mit einem extremen Peak bei 40-45hz und fällt danach und davor sehr steil ab.

Zum 2. Problem:
Der Bass ist an unterschiedlichen Stellen im Raum extrem unterschiedlich laut zu hören. Während es an einer Stelle nahezu dröhnt, kann dagegen 1 Meter weiter der Bass nahezu vollständig weg sein. Laut Suchfunktion handelt es sich hier um Raummoden oder?
Ich habe schon beide möglichen Aufstellorte ausprobiert, auch mit der Phase rumgespielt aber keine wirkliche Lösung gefunden. Das Wohnzimmer hat 35m² und an der Ausrichtung Couch / Hifi kann ich leider nichts ändern. Ich denke mal, dass man da wenig machen kann oder?

Weitere Angaben:
HTPC mit Asus-Xonar DX-Soundkarte -> per Klinke/Cinch auf -> Yamaha RX-V650 AV-Receiver -> per Cinch auf AWM12 (AWM124 + Mivoc AM120).
Dazu als Lautsprecher die Canton GLE 490.2

Am HTPC ist der EQ der Soundkarte auf "Default" (=Flat) eingestellt.
Am AV-Receiver ist auch alles auf Werkseinstellungen gesetzt.
Am Aktivmodul ist der Gain-Regler ca. auf die Hälfte gedreht, Trennfrequenz bei ca. 100hz und Phase auf 0°

Gerade das 1. Problem macht jeden Film oder Musik zunichte. Entweder dröhnt der Bass bei gewissen Frequenzen extrem und ist sehr laut oder es kommt fast gar kein Ton raus.

Ich wäre für Hilfe wirklich sehr dankbar.
_musikliebhaber_
Inventar
#2 erstellt: 02. Jan 2017, 10:29
Attraktor
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Jan 2017, 20:28
Hmm ok - dachte hier wäre es richtig, weil ich ja quasi nur 2.1 habe und kein Dolby.
Kann das ein Mod verschieben?
_musikliebhaber_
Inventar
#4 erstellt: 02. Jan 2017, 20:34
Beim Problem 1 habe ich es so herausgelesen.
_ES_
Administrator
#5 erstellt: 02. Jan 2017, 20:49
Hi,

Ich habe es in die Akustik verschoben, da meiner Meinung nach das Problem eher hier zu lösen ist.
Attraktor
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 02. Jan 2017, 21:00
Danke, da passt es wahrscheinlich am besten - das Unterforum hatte ich irgendwie ganz übersehen, sorry.

Im Anhang noch eine Grundriss-Skizze der aktuellen Situation.
Nur zum Verständnis: Es ist aktuell ein AWM12 vorhanden. Ich habe nur beide Standorte eingezeichnet, an denen ich den Subwoofer getestet habe.

Bin aktuell wirklich sehr sehr unzufrieden mit dem ***** Teil. Dabei wird er doch überall so gelobt. Ich habe nur leider keinen Vergleich - kann mir aber auch nicht vorstellen, dass meine Ansprüche so extrem hoch sind. Ich will doch nur einen möglichst "gleich lauten" Bass im Bereich 35-60hz

_ES_
Administrator
#7 erstellt: 02. Jan 2017, 21:52

Entweder dröhnt der Bass bei gewissen Frequenzen extrem und ist sehr laut oder es kommt fast gar kein Ton raus.


Ja, das sind klassische Moden-Geschichten...

Beim Subwoofer kommt die Aufstellung ins Spiel, aber auch die Anbindung an die Satelliten-LS, wobei die GLE490 als Satellit wohl viel zu overdressed sind, für einen in Relation dessen "kleinen" Subwoofer.



Um etwas Messerei wirst Du wohl nicht drum herum kommen.
Man kann das zwar mit viel Geduld nach "Gefühl" einstellen - die Erfahrung sagt aber, das die gefundene Einstellung schon beim nächsten Mal/Stück nicht passen kann.
Das Messen kostet hardwaremäßig kaum noch Geld.
Attraktor
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 03. Jan 2017, 07:46
Danke für deine Antwort.

Gibt es etwas, was ich gegen diese Moden machen kann, wenn die Raumausstattung und Platzierung des Subs fest vorgegeben ist?
Habe mal etwas von einem zweiten Subwoofer gelesen. Angenommen ich würde einen zweiten AWM12 bauen - wäre das DIE Lösung?

Und was meinst du mit Messen genau? Beim Verstärker war ein Mikrofon dabei. Kann ich das verwenden über "Auto-Setup" vom Yamaha oder meinst du damit etwas anderes?
_ES_
Administrator
#9 erstellt: 04. Jan 2017, 00:09
Hi,

Ganz kurz (gleich weg) :

Ich habe den Titel für den Akustikbereich angepasst - letzten Endes ist es kein Problem, was man spezifisch an einen Sub-Modell festmachen kann.

Dann:

Lies Dir erstmal die Threads hier durch, gibt zig davon, die das gleiche Problem haben oder gar hatten, wie Du im Moment.

_ES_
Dadof3
Inventar
#10 erstellt: 04. Jan 2017, 12:30

Attraktor (Beitrag #8) schrieb:
Gibt es etwas, was ich gegen diese Moden machen kann, wenn die Raumausstattung und Platzierung des Subs fest vorgegeben ist?

Wenn du keine Bassabsorber in deinem Raum aufstellen kannst 7 willst (was ich verstehen kann, denn die sind seeehr große, wenn sie ordentlich wirken sollen), dann bleiben nur zwei Möglichkeiten: Den Bass durch mehr Subwoofer gleichmäßiger verteilen oder elektronisch entgegenwirken.

Die erste Möglichkeit hast du ja schon genannt:
Habe mal etwas von einem zweiten Subwoofer gelesen. Angenommen ich würde einen zweiten AWM12 bauen - wäre das DIE Lösung?

Ob es aber die Lösung ist, ist schwer abzuschätzen. Raumakustik ist leider kompliziert und manches kann man vorhersagen, aber vieles ist auch immer wieder überraschend.

Nachteil der elektronischen Korrektur ist, dass sie zwar Bassüberhöhungen mindern kann, gegen Auslöschungen aber auch weitgehend machtlos ist.


Und was meinst du mit Messen genau? Beim Verstärker war ein Mikrofon dabei. Kann ich das verwenden über "Auto-Setup" vom Yamaha oder meinst du damit etwas anderes?

Das kannst du im Prinzip verwenden; es ist zwar nicht sehr genau, aber für eine erste Tendenz sollte es reichen. Stecke es in einen Laptop und lade dir den Room EQ Wizard runter. Anleitungen gibt es zuhauf.

Hast du die Einmessung beim Yamaha schon gemacht? Solltest du unbedingt tun. Das Yamaha-System YPAO ist im Bass nicht besonders gut, aber vielleicht hilft es ja schon ein bisschen.
ostfried
Stammgast
#11 erstellt: 05. Jan 2017, 11:17
Na endlich am Ende der einzig wahre Tipp. Er hat einen AVR mit - davon gehe ich jetzt mal aus - wie auch immer geartetem Einmesssystem, das offenbar noch niemals benutzt wurde und wo er auch keinen Schimmer davon hat, was das eigentlich macht, was seine Probleme sind und dass und wie genau das eben seine Probleme zumindest massiv vermindern könnte, und ihr empfehlt einem derartigen Laien ernsthaft Bassabsorber und Messungen und verschiebt ihn von Hinz nach Kunz.

Lieber TE, mal ein neuer Ansatz:

Lies dich massiv in die Thematik Raumakustik und Einmessung ein, arbeite die BDA deines AVR von vorne bis hinten durch (durcharbeiten!!!), lies dazu auch alle relevanten Beiträge hier im Forum, und dann starte erste Einmessversuche. Ich garantiere, es wird Arbeit, aber ich garantiere dir auch eine Verbesserung der bisherigen Situation, ohne wieder in blindem Aktionismus etwas zusammenzubauen und/oder massiv Geld zu verpulvern.
_ES_
Administrator
#12 erstellt: 05. Jan 2017, 12:49
An den Einstellungen am Aktivmodul kann der Receiver auch nichts ändern...
Attraktor
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 05. Jan 2017, 16:01
Danke für eure Antworten.

Also es ist ja nicht so, dass ich nicht schon die Sticky-Threads zum Thema "Raumakustik" und "Raummoden" in der Zwischenzeit gelesen hätte. Nur war ich mir bei Erstellung des Threads nicht sicher, ob es wirklich Raummoden sind.

Ich habe auch schon mehrmals versucht (erst gestern wieder) das Mikrofon des AVR herzunehmen und mittels "Auto-Setup" des AVRs alles einstellen zu lassen. Das hat soweit auch funktioniert, nur leider nichts am katastrophalen Klang des Subwoofers geändert. Hätte ich vielleicht im 1. Post dazu schreiben sollen, sorry. Das YPAO des Yamaha RX650 macht (meiner Meinung nach) aber auch nichts anderes als die Laufzeit des Subwoofers anzupassen. Außer ein paar kurzen pulsartigen Tönen kommt kommt da während des Einmessens mittels AVR nicht viel Ton raus - vom Rosa Rauschen zu Beginn des Tests mal abgesehen, um überhaupt zu testen ob ein Subwoofer vorhanden ist.

Fakt ist leider:
Ich kann baulich am Wohnzimmer nur sehr wenig ändern. Dinge wie "Bassabsorber" würden unausweichlich zum Ehekrieg und damit der Verbannung der gesamten Hifi-Ausrüstung führen
Auch an der Position der Couch kann ich leider nicht viel ändern. Habe erst letzte Woche versucht alles umzuräumen und musste dann aber einsehen, dass es platzmäßig nicht anders geht. Sprich, ich muss mich mit dem Raum und der Aufstellung leider arrangieren.

Ich habe auch die BDA des AVRs durch und mir sind alle dazu relevanten Einstellungen (Laufzeit, Trennfrequenzen, etc.) klar.
Auch kann ich mit Begriffen wie Oktaven, Flankensteilheit, etc. etwas anfangen - mir fehlt es einfach nur an praktischer Erfahrung, da ich noch nie eine Home-Hifi-Anlage hatte. Carhifi habe ich dagegen schon Erfahrung, allerdings gibt es dort Probleme wie Raummoden nicht in dieser Art.

Und am Aktivmodul ist nichts, was ich meiner Meinung nach falsch eingestellt habe. Der Lowpassfilter ist auf MAX gestellt (da am AVR auf 80hz), Phase auf 0 (180 schon an unterschiedlichsten Orten getestet, jedoch ohne Besserung), Gain auf 1/2.

Was ich jetzt nach längerem Einlesen probieren werde:
Das AVR-Mikro nehmen und per Laptop damit den Frequenzverlauf messen und per Software (REW) messen. Mir ist klar, dass das Mikro nicht kalibriert ist, aber es sollte doch als erster Anhaltspunkt im Bass-Bereich aussagekräftig genug sein oder? Angenommen ist es so wie ich es raus höre, und ein extremer Peak bei 40-40hz sein und ab 50hz ein tiefes Loch, etc. dann würdet ihr das doch erkennen ob es sich dabei um Raummoden handelt oder? Da das AWM12 Gehäuse exakt nach Plan gebaut wurde, schließe ich es aktuell einfach mal als Fehlerquelle aus?!?


[Beitrag von Attraktor am 05. Jan 2017, 16:05 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#14 erstellt: 05. Jan 2017, 16:40

Attraktor (Beitrag #13) schrieb:
Das AVR-Mikro nehmen und per Laptop damit den Frequenzverlauf messen und per Software (REW) messen. Mir ist klar, dass das Mikro nicht kalibriert ist, aber es sollte doch als erster Anhaltspunkt im Bass-Bereich aussagekräftig genug sein oder?

Wie ich oben schon sagte, wahrscheinlich ja.


Angenommen ist es so wie ich es raus höre, und ein extremer Peak bei 40-40hz sein und ab 50hz ein tiefes Loch, etc. dann würdet ihr das doch erkennen ob es sich dabei um Raummoden handelt oder?

Ja, das sollte so sein.


Da das AWM12 Gehäuse exakt nach Plan gebaut wurde, schließe ich es aktuell einfach mal als Fehlerquelle aus?!?

Ich wüsste nicht, wie man das sooo falsch bauen sollte, dass der oben beschriebene Effekt entsteht.
Attraktor
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 05. Jan 2017, 19:17
So, ich habe jetzt einmal mehrere Messungen unter gleichen Bedingungen durchgeführt, um die Messtoleranzen etwas ausschließen zu können.
Einmal ohne Glättung und einmal mit 1/6 Smoothing.

Habe mich auf die Frequenzen von 15-200hz beschränkt.

Sieht gar nicht mal so gut aus





Es ist aber auf jeden Fall deutlich der Peak zu sehen, den ich im Eingangsposting schon beschrieben habe. Ebenso das tiefe Tal davor, sprich bei 35hz. Eigentlich hätte ich ein ebenso tiefes Tal bei 50-55hz erwartet.

Was sagt ihr dazu? Wie komme ich jetzt weiter?


[Beitrag von Attraktor am 05. Jan 2017, 19:42 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#16 erstellt: 05. Jan 2017, 21:35
Zwei Bitten:

  1. Lade Bilder bitte direkt im Forum hoch statt über diese vor lauter Werbung unbenutzbaren Imagehoster.
  2. Generier jeweils die Wasserfalldiagramme, stelle die Glättung auf 1/12 und blende das Menü aus. REW hat eine Screenshotfunktion (Kamerasymbol oben links).


Was man aber so schon sieht: Ziemlich sicher hast du eine Raummode bei ca. 43 Hz, das entspricht etwa 4 Meter Raumlänge. Passt auch gut zu deiner Skizze, dort ist der Längsabstand ja auch ca. 4 Meter. Möglicherweise ist der Raum auch noch 8 Meter lang, was das ganze verschärfen könnte.

Die Einbrüche sind relativ schmalbandig, darüber musst du dir nicht so große Sorgen machen. So etwas fällt bei natürlicher Musik kaum auf, nur bei elektronischer Musik könnte es hier und da mal stören.

Die Raummode kannst du elektronisch einigermaßen gut ausbügeln. Der Yamaha reicht dazu aber nicht, empfehlenswert wäre ein Antimode oder ein MiniDSP. Letzteres ist preiswerter, aber schwerer zu bedienen und einzustellen. Da du das mit der Messung schon gut hinbekommen hast, traue ich dir das aber auch zu.


[Beitrag von Dadof3 am 05. Jan 2017, 21:36 bearbeitet]
Attraktor
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 06. Jan 2017, 10:49
Danke für deine Antwort.
Bei den nächsten Screenshots werde ich deine Ratschläge befolgen.

Der Raum ist im Bereich Couch genau 4,01m lt. Bauskizze und in der Länge 7,63m.

Ich bekomme im Laufe der kommenden Woche leihweise einen Antimode! Den werde ich natürlich direkt mal testen und nochmal messen bzw. probehören.
Was wäre der Unterschied von einem Mini-DSP zu einem Antimode? Soweit ich das verstanden habe, macht ein Antimode die "Ausbügelung" der Moden automatisch nach kurzem Einmessen, während man bei einem DSP alles manuell einstellen muss? Ist ein DSP nicht eigentlich einfach wie in EQ? Bzw. könnte ich mit einem EQ am HTPC nicht auch jetzt schonmal die Frequenzen versuchen auszugleichen oder ist das Quatsch?

Demnach würde ein zweiter Subwoofer überhaupt nichts bringen?
Dadof3
Inventar
#18 erstellt: 06. Jan 2017, 11:43

Attraktor (Beitrag #17) schrieb:

Was wäre der Unterschied von einem Mini-DSP zu einem Antimode? Soweit ich das verstanden habe, macht ein Antimode die "Ausbügelung" der Moden automatisch nach kurzem Einmessen, während man bei einem DSP alles manuell einstellen muss?

Ja, so in etwa. Es gibt verschiedene MiniDSP, einige haben auch Dirac Live dabei (zum Beispiel der MiniDSP DDRC24), das macht auch alles automatisch und ist so etwas wie der Mercedes unter den Raumkorrekturen, aber auch relativ teuer, wenn es "nur" um den Subwoofer geht.

Die anderen MiniDSP muss du selbst einstellen. Allerdings kann REW dir auch eine automatische Vorgabe berechnen, die du dann übertragen kannst. Ob die dann so gut ist wie das Antimode, kann man vorab nicht sagen.


Ist ein DSP nicht eigentlich einfach wie in EQ? Bzw. könnte ich mit einem EQ am HTPC nicht auch jetzt schonmal die Frequenzen versuchen auszugleichen oder ist das Quatsch?

Die üblichen graphischen EQ haben zu wenig Einstellmöglichkeiten. Die parametrischen EQ, wie sie z. B. im MiniDSP verbaut sind, erlauben freie Wahl der Frequenzen und der "Güte" (das gibt an, wie schmal oder breit der Filter wirkt).


Demnach würde ein zweiter Subwoofer überhaupt nichts bringen?

Wahrscheinlich schon, aber völlig gelöst bekommst du das Problem damit nicht, ein Antimode dürfte insgesamt wirksamer sein. Ideal wäre beides zusammen ...
Attraktor
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 06. Jan 2017, 17:27
Gibt es günstige DSPs die du empfehlen kannst? Mit günstig meine ich, günstiger als die Antimode. Im Prinzip je günstiger umso besser
Bin echt schon neugierig, wenn die Antimode zum Testen in ein paar Tagen bei mir ankommt. Bis jetzt kann ich mir echt nicht vorstellen, dass so ein kleines Kästchen meine Probleme lösen soll.
Dadof3
Inventar
#20 erstellt: 06. Jan 2017, 22:44
Na ja, ob es sie löst, lasse ich mal dahin gestellt, aber es sollte sie zumindest deutlich lindern.

Ein MiniDSP 2x4 kostet nur knapp über 100 €, günstiger wirst du nichts brauchbares finden.
_ES_
Administrator
#21 erstellt: 07. Jan 2017, 02:01
Ich habe ja noch so meine Bedenken, ob ein Subwoofer dieser Größe eine wirkliche Verbesserung darstellt, angesichts der Haupt-LS...


[Beitrag von _ES_ am 07. Jan 2017, 02:31 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#22 erstellt: 07. Jan 2017, 11:14
Ja, diese Bedenken teile ich...
Attraktor
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 07. Jan 2017, 14:31
Könntet ihr das bitte mal genauer erläutern?


[Beitrag von Attraktor am 07. Jan 2017, 14:31 bearbeitet]
Dadof3
Inventar
#24 erstellt: 07. Jan 2017, 18:44
Na ja, der Subwoofer hat weniger Membranfläche als die Basstreiber deiner Standlautsprecher, und seine untere Grenzfrequenz ist laut technischen Daten bei -8 dB (28 Hz) auch deutlich höher als die Angabe von Canton bei -10 dB (20 Hz). Die von Canton dürfte zwar geschönt sein, aber ein wirklich großer Unterschied ist da vermutlich nicht.
realDanielH
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 07. Jan 2017, 19:47
Ich muss sagen, auch mir stellte sich die Frage: wozu dieser Subwoofer bei den Standboxen?
Attraktor
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 07. Jan 2017, 21:23
Achso, jetzt verstanden.

Naja, der Bass von den Cantons lässt sich aber nicht einmal annähernd mit dem Subwoofer vergleichen. Und mit nicht einmal annähernd meine ich das auch so - weder vom Pegel, noch vom Tiefgang her. Da liegen wirklich Welten dazwischen. Die 200mm Chassis sehe ich auch eher im "Kickbass"-Bereich, während der 12" Subwoofer schon nochmal deutlich drunter agieren soll. Wobei da ja lt. diversen Aussagen hier im Forum bei 35hz auch Schluss ist durch die Abstimmung des Gehäuses.

Die Cantons liefen am Yamaha bei mir die ganze Zeit auf "Large" und dennoch war der Bass sehr sehr bescheiden. Egal ob automatisch eingemessen oder manuell. Richtig viel "Wums" war denen nie zu entlocken - daher auch der Bau des Subwoofers.

Ich habe heute übrigens ein Antimode leihweise bekommen.
Vom Gehör ist der Frequenzgang nun deutlich linearer. Bei 40-45hz kommt weniger, dafür bei 50hz deutlich mehr.

Trotzdem ist der Frequenzgang mit Antimode noch sehr buckelig?!?
1/12 Smoothin
No Smoothing

Grün ohne Antimode
Rot mit Antimode


[Beitrag von Attraktor am 07. Jan 2017, 21:35 bearbeitet]
Early_Chris
Inventar
#27 erstellt: 07. Jan 2017, 21:37
Die Cantons haben aber auch keinen wirklichen wumps und Pegel können die auch nicht.

Deine Messung zeigt ja eine reine Katastrophe.
_ES_
Administrator
#28 erstellt: 08. Jan 2017, 01:31

Naja, der Bass von den Cantons lässt sich aber nicht einmal annähernd mit dem Subwoofer vergleichen. Und mit nicht einmal annähernd meine ich das auch so - weder vom Pegel, noch vom Tiefgang her. Da liegen wirklich Welten dazwischen


Na dann.
realDanielH
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 08. Jan 2017, 09:34

Die Cantons liefen am Yamaha bei mir die ganze Zeit auf "Large" und dennoch war der Bass sehr sehr bescheiden. Egal ob automatisch eingemessen oder manuell. Richtig viel "Wums" war denen nie zu entlocken - daher auch der Bau des Subwoofers.


Also ich glaube das war dann wohl bei den Cantons schon einfach das gleiche Phänomen: Raummoden.

Auf eine Analyse des Frequenzgangs mit Antimode bin ich allerdings gespannt. Da sind ja mehr Überhöhungen dazu gekommen als weggebügelt worden!?
Dadof3
Inventar
#30 erstellt: 08. Jan 2017, 09:52
Das ist schon sehr seltsam. Normalerweise müsste das Antimode erheblich mehr bewirken.

Bist du sicher, dass du alles richtig gemacht hast? Ich würde die Einmessung wiederholen, Schritt für Schritt genau überprüfen, ob alles gemäß Anleitung gelaufen ist.
Attraktor
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 08. Jan 2017, 11:50
Ich bin absolut sicher, dass ich genau nach Anleitung vorgegangen bin.
Habe es jetzt extra nochmal wiederholt mit dem gleiche Ergebnis.

AVR-Sub-Ausgang an Line-In des Antimodes
Line-Out des Antimodes (Phase 0°) an Line-In des Subwoofers
Anti-Mode Mic eingesteckt
Strom natürlich
Mic auf Hörposition
Die beiden Knöpfe am Antimode 3 Sekunden gedrückt halten bis er mit den Messungen beginnt (4x Sweep)
Fertig

Wie gesagt, es hört sich deutlich besser an als ohne Antimode. Warum der Frequenzgang trotzdem so buckelig ist, kann ich nicht verstehen. Es hört sich deutlich besser an. Aber wie gesagt, zum Messen des Frequenzganges habe ich nur das Mic des Yamaha AVRs.
ostfried
Stammgast
#32 erstellt: 08. Jan 2017, 12:43
Mach mal n Foto deiner Aufstellsituation.

Kommando zurück, grad erst die Skizze gesehen. Ist natürlich auch hörplatz- und aufstelltechnisch und damit in puncto Bass ne mittelschwere Katastrophe. Aber eigentlich müsste das Antimode da wenigstens etwas mehr bewegen können.


[Beitrag von ostfried am 08. Jan 2017, 12:47 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#33 erstellt: 08. Jan 2017, 16:40
Hi,
Attraktor (Beitrag #31) schrieb:
... Warum der Frequenzgang trotzdem so buckelig ist, kann ich nicht verstehen. ...

Wahrscheinlich spielen deine GLE 490 da -- ungezähmt -- mit rein. ("Large" ?)
Wiederhol deine Messungen mal bei abgeschalteteten sonstigen LS.

Gruss,
Michael
Böötman
Inventar
#34 erstellt: 08. Jan 2017, 16:57
Zumindest testweise würde in den Sub mittig zwischen die GLEs platzieren und dann mal probelauschen. Wie lauten deine konkreten Einstellungen am Sub und Amp?

Alternativ würde ich ebenfalls die Fronts im Stereomodus auf large lassen jedoch den Sub via Highpower In betreiben und die Cantons an den Highpower Out hängen. Frequenz auf ~ 50-60 Hz. Das dient nur zur Fehlersuche um Einstellungsfehler am AVR ausschließen zu können.


[Beitrag von Böötman am 08. Jan 2017, 17:04 bearbeitet]
Attraktor
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 20. Jan 2017, 14:00
Sorry für die späte Antwort - hatte viel um die Ohren die letzten Tage.

Also die Cantons laufen aktuell auf "Small".
Wenn ich den Subwoofer mittig quasi vor den TV platziere ist es deutlich besser.

Einstellungen am AVR:
- Lautsprecher auf Small
- Trennung bei 80hz
- Das Einmesssystem hat die Lautsprecher vorne auf +4db gestellt, Sub auf 0db

Einstellungen am Sub:
- Trennfrequenz auf max. (Trennung erfolgt ja am AVR)
- Phase 0
- Volume auf ca. 11 Uhr

Das mit dem Highpower in und out kann ich leider aktuell mangels Lautsprecherkabel nicht testen. Würde ich aber evtl. noch nachholen.

Ich habe auch inzwischen mehrmals mit und ohne Antimode probehört und muss sagen, dass es mit Antimode doch DEUTLICH besser klingt. Vielleicht sollte man auf die Frequenzmessung nicht allzu viel geben, da sie ja nur mit dem Einmessmikro vom AVR durchgeführt wurde.

Ich habe mich aber auch dazu entschieden trotzdem noch einen zweiten Subwoofer zu bauen. Laut vielen Aussagen wären zwei Subs + Anitmode ja auf jeden Fall ein gutes Mittel gegen Raummoden.

Auch an der Aufstellung würde ich es evtl. so ändern, dass die Subs vorne neben dem TV an der Wand Platz finden und die Standboxen mangels Stellfläche durch Regallautsprecher ersetzt werden. Macht das Sinn? Oder sollte ich dafür lieber einen eigenen Thread eröffnen?
_ES_
Administrator
#36 erstellt: 20. Jan 2017, 14:10
Die Sache an sich, ob Regal oder Stand was bringen, kann man hier diskutieren - WELCHE Kompakte genau, das wäre eine Frage für die Kaufberatung..
In etwa so.
Mwf
Inventar
#37 erstellt: 20. Jan 2017, 14:13

Attraktor (Beitrag #35) schrieb:
... Macht das Sinn? ...

-- Regal- statt Stand-LS bei Einsatz von Subs mit Fx um 80 Hz:
Ja.

-- beide Subs vorne:
Eher nein.
Die Chancen einer deutlichen Verbesserung im Bass steigen, wenn du einen der Subs hinten /ggfs. seitlich vom Hörplatz plazierst, tendenziell diagonal zum vorderen.
Attraktor
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 20. Jan 2017, 14:50
Ein Sub vorne beim TV und ein Sub diagonal hinten bei der Couch wäre auf jeden Fall auch möglich!
Solange die Stand-Lautsprecher verschwinden...

Das große "Aber" ist aber mein Budget:
Ich habe keine Ahnung was gut erhaltene GLE 490.2 noch wert sind. Wenn ich mal mit 250 EUR rechne, bekomme ich da Regallautsprecher, welche "besser" sind? Und mit "besser" meine ich eigentlich nur, welche einfach eine angenehmere Klangcharakteristik im Zusammenspiel mit dem Yamaha-AVR haben. Mir sind die Cantons gerade bei Rock oft zu "blechern" und nicht klar genug. Schwer zu beschreiben.

Ich würde Gebrauchtkauf oder sogar DIY in Betracht ziehen.
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