Wieder Mal zum POWERCAP.

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wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 17. Aug 2009, 17:34
Hallo,
wer hat ausgiebige Erfahrungen mit Power-Caps?

Ich möchte einen Cap mit 0,5 F verwenden, brauche nur einen Bass-Spitzen-Abfänger an einen Breitbänder Beyma 4Ohm und kleiner Endstufe. Ich habe mir einen portablen E-Bass-Verstärker gebaut, der gut funktioniert, aber nach etwa 30-40 Minuten, gibt der Akku (7,5A) bei intensiven Bassschlägen auf.
Mit einer E-Gitarre funktioniert er etwas 2,5 Stunden, also braucht der Amp etwa um die 2 Ampere/h. Das nur zum Überblick. Es ensteht beim Betrieb eines Instruments auch nicht ein so hoher Grundpegel wie beim Abspielen einer CD, da immer wieder -wenn auch kleine- Pausen entstehen, je nach Stil bzw. Spielart.

Ich möchte jetzt folgende Schaltung bauen:
Power-Cap nur bei E-Bassbetrieb zuschalten, also Cap nur optional in den Stromkreis.
Mache ich das aber über ein Relaise, dann gibt es ja wohl dort am Schalter einen starken Funken beim zuschalten, oder kann ich den Cap ohne Funken in den Stromkreis schalten?
Muss ich + und - ausschalten, oder genügt + ?
Oder müsste ich den Cap immer grundsätzlich über eine Schaltung entleeren.
Habt ihr Eure Power-Caps also immer 'geladen' parallel vor die Endstufe geschaltet?
Eine Remote-Schaltung funzt wohl nur für die Volt-Anzeige (das brauche ich nicht)oder wird der Cap bei jemandem daurch komplett getrennt?

Saugt der Cap eigentlich immer etwas Strom durch Entladung?
Dann müsste ich unbedingt das Ding vom Akku optional trennen können.

Dachte etwa daran,-falls nötig- eine zeitverzögerte Relais-Schaltung zu basteln, die den Cap grundsätzlich beim Ausschalten entlädt und beim einschalten(optinal)lädt. Wären 30 Sek genug?

Hat jemand eine Ahnung, was so ein Cap beim Laden an Saft abzieht?

Was mir auch noch nicht einleuchtet: Wieso gibt es beim Einschalten von anderen Verbrauchern keinen Funken - oder passiert das nur, wenn der Akku vom Cap getrennt wurde?
Der Power-Cap liefert doch permanent Saft in den Stromkreis, in den er geschaltet ist. (Also z.B. im ganzen Auto)

Wer hat hilfreiche Ideen, Erfahrung und Tips ?

Danke und Ciao


[Beitrag von wboet am 17. Aug 2009, 17:44 bearbeitet]
LordSphinx
Stammgast
#2 erstellt: 17. Aug 2009, 18:56
Hi,

also um deine Verständnisfragen zu klären:

Beim Zuschalten vom ungeladenen Kondensator entsteht im ersten Moment ein Kurzschluss, deshalb die Funken.

Hier der Strom- und Spannungsverlauf eines Kondensators.


Im ersten Moment fließt quasi ein unendlich hoher Strom, der nur durch Innenwiderstand, leitungswiderstände etc. begrenzt ist. Dieser nimmt aber schnell ab.
Gleichzeitig wird der Kondensator auf die entsprechende Spannung aufgeladen.
Nach 5tau ist der Kondensator auf nahezu 100% der Quellspannung aufgeladen. Da diese Kondensatorspannung der Quellspannung entgegengerichtet ist, fließt auch nahezu kein Strom mehr.
Hiernoch einiges mehr an Infos darüber^^.

Deshalb lädt man einen Powercap im Auto auch immer bevor man ihn anklemmt. Und nach dem Abklemmen sollte man ihn auch immer entladen.


Nun zu deinen speziellen Problem:
Eine Schaltung, die das tut, was du dir ausgedacht hast, wäre meiner Meinung nach viel zu aufwendig für das, was du erreichen willst.

Warum nicht einfach den Kodensator dauerhaft parallel zum Akku anklemmen? Nachteile hast du dadurch eigentlich keine.
wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 19. Aug 2009, 11:18
Danke, die Sache mit dem momentanen Kurzschluss war mir eigentlich schon klar.
Ich habe nur keine Erfahrung, wie das eben in der Praxis so wirkt.

Wenn ich z.B. einen Verbraucher (Endstufe oder EQ) oder anderes einschalte, gibt es dann keinen Entladungsfunken am Schalter des Geräts?

Nochmal meine Fragen konkreter:
1.zieht der Elko durch Selbstentladung permanent Strom vom Akku ab? Dann muss ich ihn ja trennen.
2.Ist es möglich, den (geladenen) Elko optional in den Stromkreis zu schalten, oder muss er dazu jedes Mal entladen/geladen werden?
3.Wie lange braucht der Elko, um zu Laden/Entladen erfahrungsgemäss? Habe dazu unterschiedliche Angaben im net gefunden.

Da ich parallell zum Akku ja auch ein Ladegrät nach Betrieb betreiben muss, wäre der Elko auch in diesem Stromkreis, das geht wohl nicht, da sich der Innenswiderstand ändert, oder? Beim Auto liegt die Lichtmaschine ja permanent im Stromkreis.
LordSphinx
Stammgast
#4 erstellt: 19. Aug 2009, 17:32

wboet schrieb:
Wenn ich z.B. einen Verbraucher (Endstufe oder EQ) oder anderes einschalte, gibt es dann keinen Entladungsfunken am Schalter des Geräts?

Hm wie jetzt? Im Verstärker sind auch ein paar Kondensatoren, aber ich glaube die bleiben geladen, solange du das Pluskabel nicht abtrennst.
Wenn du das einmal trennst und nach ner gewissen Zeit wieder anschließt, sollte es auch ein paar Funken geben, weil eben kurzzeitig ein sehr großer Strom gezogen wird.

wboet schrieb:

1.zieht der Elko durch Selbstentladung permanent Strom vom Akku ab? Dann muss ich ihn ja trennen.

Wenn der Kondensator in Ordnung ist und du dein Auto nicht ein paar Jahr(zehnt)e stehen lassen willst, spielt die Selbstentladung keine Rolle.

wboet schrieb:
2.Ist es möglich, den (geladenen) Elko optional in den Stromkreis zu schalten, oder muss er dazu jedes Mal entladen/geladen werden?

Naja wenn du irgendwo nen geladenen Kondensator rumliegen hast und unabsichtlich mit was Leitendem die Pole brückst, funkt es ganz gewaltig. Also lieber entladen. Und dann beim Anklemmen natürlich wieder vorher laden.
Ausserdem ist der Kondensator nach ner gewissen (wenn auch längeren) Zeit auch von selbst entladen.

wboet schrieb:

3.Wie lange braucht der Elko, um zu Laden/Entladen erfahrungsgemäss? Habe dazu unterschiedliche Angaben im net gefunden.

Ein Kondensator ist nach 5tau nahezu 100%ig aufgeladen.
tau = R*C
Je kleiner also dein Ladewiderstand, desto schneller ist er geladen. Allerdings muss der Widerstand dann auch umso mehr Leistung verbraten können.
Oder du nimmst ne 12V-Lampe, z.B. 20Watt.
R=U²/P=144V²/20W=7,2Ohm
-> 1F-Kondensator geladen nach ca. 36Sekunden.

wboet schrieb:
Da ich parallell zum Akku ja auch ein Ladegrät nach Betrieb betreiben muss, wäre der Elko auch in diesem Stromkreis, das geht wohl nicht, da sich der Innenswiderstand ändert, oder? Beim Auto liegt die Lichtmaschine ja permanent im Stromkreis.

Verstehe nicht ganz was du meinst. Du willst den Akku laden oder?
Kenn mich da nich genau aus, aber sollte man dafür nicht sowieso die Batterie vom gesamten Stromkreis trennen?
wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 20. Aug 2009, 08:46
Hallo,
danke, die Erklärung für die Ladezeit ist hilfreich!

-Es ist kein Auto, in den ich den Cab bauen will, sondern ein selbstgebauter Instrumentenverstärker mit einem 7,5 A Bleigel-Akku, den ich natürlich nach etwa 2,5 h Betrieb nachladen muss. Daran hängt ein Passiv EQ als Vorverstärker und eine 40 W Endstufe an 4 Ohm bzw. 2x4 Ohm.

Dabei muss ich ja den Akku ja wohl aus dem Stromkreis trennen, wenn der Cab drin ist, alle anderen Verbraucher lassen sich einfach aus dem Stromkreis trennen.

Demnach muss ich zwangsläufig den Cab zumindest bei/vor/nach jedem Ladevorgang wohl leeren/aufladen wg. des zu erwartenden Funkens beim Wiedereinfügen in den Stromkreis.

Glaube, ich werde das entweder händisch mit einem Taster zum Vorladen/Entladen machen und einem Hauptschalter zum in den Stromkreis geben.
Sonst gäbe es noch die coole Möglichkeit, das mit einer Zeitsteuerung zu machen, wenn ich ein nicht zu teures 12V Relaise finde, das die Cab-Ströme schalten kann.
Ausschalten:
-Relaise trennt Cab
-Zeitsteuerung wird aktiviert 45 Sek.
-Widerstand wird zwischengeschalten
-Cab wird entladen
Zuschalten:
-Zeitsteuerung wird aktiviert
-Widerstand wird zwischengeschalten
-Cab wird geladen
-Verzögerungschaltung/Relaise integriert Cab in den Stromkreis nach ca 1 Min

Wieviel Saft zieht denn der Cab bei einem Ladevorgang so ab-wäre mir dann der Akku gleich leer?
LordSphinx
Stammgast
#6 erstellt: 20. Aug 2009, 18:49
Ah alles klar, jetzt versteh ich alles.

Wielang dauert das Laden des Gel-Akkus denn?


Wieviel Saft zieht denn der Cab bei einem Ladevorgang so ab-wäre mir dann der Akku gleich leer?

Hm ne.
0,5F = 0,5 As/V
Wenn der Kondensator auf 12V aufgeladen wird, speichert er grad mal ne Ladungsmenge von 6As.
Deine Gel-Batterie hat ja 7,5Ah (du schreibst zwar A aber ich denke du meinst die Ah-Angabe). Das ist ca. die 4000fache Ladungsmenge.


Aber ein Zeitrelais brauchst für dein Problem trotzdem nicht.

Entweder du nimmst dir einfach nen Widerstand/Lampe und hälst die immer von Hand zwischen die Leitungen bis der Kondensator ge-/entladen ist, oder du baust dir so eine Schaltung:


Der Stromkreis bleibt wie er ist, bis auf einen Schalter mit parallelem Widerstand direkt nach der Batterie:


Im Normalbetrieb ist der Schalter auf Kontakt 3.

Nach dem Abklemmen der Batterie Schalter auf Kontakt 1 und dann Plusleitung und Minusleitung aneinanderhalten, so wird der Kondensator entladen.

Beim Anklemmen bleibt der Schalter auf Kontakt 1. Nach der entsprechenden Ladezeit schaltest du dann um auf Kontakt 3.

Statt dem Widerstand kannste auch ne Lampe nehmen, so haste auch ne optische Rückmeldung wann der Kondensator ge-/entladen ist (die Lampe geht dann nämlich aus).
wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 21. Aug 2009, 19:11
Danke, sehr gut, jetzt nähert sich des Rätsels Lösung.
Der Widerstand wird doch aber parallell vor den Elko geschaltet oder nicht?




Tasächlich reichen dann zwei einfache Schalter, einer zum (optionalen) Trennen des Elkos und einer zum Vorschalten des Widerstands.
Zum Laden des Akkus werde ich noch einen Schalter einbauen, damit der sicher zum Ladevorgang aus dem gesamten Stromkreis entfernt wird.
Per Hand das Lämpchen zwischenhalten geht nicht, da der Akku im Gehäuse verbaut ist, wäre auch auf Dauer lästig.
Werde wohl eine Einbau-Sockellampe nehmen, dann sehe ich tatsächlich den Ladezustand. Dann könnte ich aber nur eine geringe Wattzahl nehmen. Ev. noch mit einem Parallell-Widerstand?

Darf dann nur das Umschalten nicht vergessen.
Wie lange der Ladevorgang extakt dauert, weiss ich nicht,
aber etwa 3-5 Stunden, da der Lader zwar abschaltet, aber den Status leider nicht anzeigt. Natürlich hat der Akku 7,5 Ah bei 12 V.

Noch eine Überlegung: Wenn ich den geladenen Elko aus dem Stromkreis trenne, kann ich diesen auch in geladenem Zustand einfach wieder in den Stromkreis zuschalten?

Wg. einer Selbstentladung, - wenn der Elko im Stromkreis verbleibt und ich den Verstärker nicht nutze, dann zieht das Ding langsam über Nacht den Akku leer oder nicht?

Wenn nicht, dann könnte ich mir ja den 3. Schalter sparen.

Wie ist es denn, wenn die Endstufe/Verbraucher nicht ausgeschalten sind, dann kommt die ganze Schaltung aber durcheinander. Ich hoffe, dass die Enstufe wirklich komplett vor der innenseitigen Schaltung getrennt wird.

Was hältst Du davon:


[Beitrag von wboet am 21. Aug 2009, 20:41 bearbeitet]
LordSphinx
Stammgast
#8 erstellt: 22. Aug 2009, 10:52
Hi,

Nur zum Verständnis:
In meiner Schaltung oben wäre der Widerstand einfach parallel zum Schalter gewesen.
So dient dieser als Ladewiderstand, solange der Schalter offen ist (auf Kontakt 1).
Und zum Entladen des Caps hätte man beim Abtrennen der Batterie auch auf Kontakt 1 schalten müssen und dann Plus und Minus verbinden. So entlädt sich ja dann der Cap über den Widerstand.
Schalter auf Kontakt 3 wäre im normalen Betrieb.



Noch eine Überlegung: Wenn ich den geladenen Elko aus dem Stromkreis trenne, kann ich diesen auch in geladenem Zustand einfach wieder in den Stromkreis zuschalten?

Ja das geht. Allerdings weiß ich nicht, wielange der Cap geladen bleibt, nach dem du ihn aus dem Stromkreis getrennt hast. Aber das kannst du ja vielleicht selbst mal testen.
Einfach Cap aufladen, dann trennen und jede halbe Stunden mal Spannung messen.
Wenn die dann nach 3-5Stunden noch so bei 9-10V ist, dann kannst du den auch ruhig ohne Widerstand wieder im Stromkreis anbinden.


Wg. einer Selbstentladung, - wenn der Elko im Stromkreis verbleibt und ich den Verstärker nicht nutze, dann zieht das Ding langsam über Nacht den Akku leer oder nicht?

Hm ne das dauert schon sehr lange. Wenn du das ganze so ein paar Monate oder Jahre stehen lassen würdest, dann wäre der Akku vielleicht entladen.


Wie ist es denn, wenn die Endstufe/Verbraucher nicht ausgeschalten sind, dann kommt die ganze Schaltung aber durcheinander. Ich hoffe, dass die Enstufe wirklich komplett vor der innenseitigen Schaltung getrennt wird.

Hm naja wenn die Endstufe anbleibt zieht die ja sicher noch etwas Strom, auch wenn du sie nicht benutzt. Da würd dein Akku dann schneller entladen.


Zu deiner letzten Schaltung:
Das Entladen geht ja vielleicht so, aber was machst du beim Wiedereinschalten. Wenn der Elko leer ist und du S1 auf Kontakt 1 schaltest, liegt der Elko ja direkt ohne Vorwiderstand an + und -, egal wie S2 geschaltet ist.
Beim Laden muss ja ein Widerstand/Lampe in Reihe vor den Elko, um den Strom zu begrenzen.


Bevor wir weitermachen, vielleicht ein/zwei Fragen:

Willst du das jetzt alles über Schalter machen?
Oder würdest du es auch in Kauf nehmen z.B. um den Elko zu entladen immer Plus und Minus-Leitung aneinanderzuhalten?

Klar, sowas könnte man über nen Schalter lösen, aber dann kommen da höchstwahrscheinlich Schaltungen raus, bei denen man durch falsche Betätigung der Schalter (durch ein Versehen deinerseits oder jemand anderen) nen Kurzschluss verursacht, sei es "nur" am Elko oder direkt am Akku^^.

Wenn man sowas noch umgehen will, wird die Schaltung noch komplizierter. Für dein Vorhaben ist die Schaltung auch so schon fast unnötig kompliziert^^.
wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 22. Aug 2009, 16:16
Hallo,

da alles komplett im Gehäuse verbaut werden soll, muss ich es über Schalter machen.

Gut, natürlich, zum Laden muss der Widerstand in Reihe geschaltet werden, zum entladen Parallell.
Sollte ich jeweils eine Lampe nehmen?
Die Lampe erlischt beim Entladen/Parallell-schliessen, wenn der Cab leer ist.
Aber beim Laden doch nicht.

Damit Du weisst: ein entsprechender fertiger Verstärker ist teuer, um die 200-450 Euro. Also lohnt sich etwas Aufwand durchaus, zumal ich alle Teile bis auf den Elko schon hier habe. Der kostet ohne Elektronik 7,50 im Angebot.

Habe verschiedene Angaben zur Entladungszeit gefunden, manche schreiben, dass sich so ein Ding aus Sicherheitsgründen ziemlich schnell entladen muss, wenn aus dem Stromkreis entnommen.

Werde mal noch etwas an der Schaltung tüfteln und mich wieder melden.

Muss denn der Elko entladen werden, bevor ich ihn wieder lade, oder genügt ein Nachladen über den Widerstand?
Wäre doch eigentlich nicht nötig, nur bei einem möglichen Ausbau zur Sicherheit per Hand entladen.

Danke und Gruss


[Beitrag von wboet am 22. Aug 2009, 16:44 bearbeitet]
LordSphinx
Stammgast
#10 erstellt: 22. Aug 2009, 16:44
Hi,

ne dann ist gut, wollte nur sicher gehen.


Die Lampe erlischt beim Entladen/Parallell-schliessen, wenn der Cab leer ist.
Aber beim Laden doch nicht.

Doch, wenn die Lampe in Reihe vor dem Cap ist.
Solange noch Strom fließt und der Kondensator geladen wird, leuchtet die Lampe. Ist der Kondensator komplett geladen, fließt auch kein Strom mehr, da er auf das gleiche Spannungspotential aufgeladen ist wie die Quelle.
Keine Potentialdifferenz -> kein Stromfluß -> Lampe leuchtet nicht.


So müsste das dann klappen:


Die Schaltung ist so im Normalbetrieb gezeichnet.
Wenn du den Akku abtrennen willst, betätigst du erst S2 und dann S1. Dann entlädt sich der Kondensator über die Lampe.

Dann klemmst du den Akku ab, lädst ihn und klemmst ihn wieder an.

Dann betätigst du wieder S1. Der Kondensator lädt sich über die Lampe auf. Wenn die Lampe aus ist, betätigst du S2 und alles läuft wieder normal.

Heikel ist nur, dass, wenn du S1 vor S2 betätigst, der Kondesator kurzgeschlossen wird^^.
Reicht das so? Oder willst du das Ladegerät auch in die Schaltung integrieren?
wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 22. Aug 2009, 17:27
Super, danke erstmal, das bringt mich ein Stück weiter.
Klar, wenn der Elko voll ist, fliesst kein Strom mehr.

Lediglich muss ich den Akku auch per Schalter trennen bzw. das Ladegerät zuschalten, da ja alles im Gehäuse ist.
Dann wäre es auch sicherer, die Entstufe zu trennen. Weiss nicht, was ist, wenn die noch eingeschaltet wäre.

Und das Risiko mit dem Elko-Kurzschluss ist doch brenzlig.
Ev. muss ich doch irgendwie noch mit einem Relaise arbeiten.

Welches Programm nimmst Du zum Schaltplan-Zeichnen?

Jetzt fragt sich noch, welches Lämpchen ich da nehmen sollte.
Gibt ja Sockellämpchen E-10 mit um die 12Volt, aber nur mit z.B. 65 mA, hab noch eine mit 2 Watt gefunden. Dann sollte ich doch wohl ein Lämpchen mit Vorwiderstand nehmen?

Nochmal: muss der Elko denn unbedingt entladen werden, oder reicht ein Nachladen?


[Beitrag von wboet am 22. Aug 2009, 17:43 bearbeitet]
LordSphinx
Stammgast
#12 erstellt: 22. Aug 2009, 20:05
Hi,

das Programm ist Eagle. Damit kann man so Schaltpläne zeichnen und die dann auch in ein Leiterplattenlayout umwandeln.

Ja um sicher zu gehen könntest du dann tatsächlich noch Relais in die Schaltung integrieren. Sollte man auch wirklich machen und ist in der Elektrotechnik auch üblich.


Hm zu der Lampe.
Den Widerstand der Lampe kannst du dir immer ausrechnen über:
R=U²/P
Bei der 2Watt-Lampe: R=144V²/2W=72Ohm

Ladezeit siehe oben. Das wären hier dann 3Minuten.

Ein Vorwiderstand (in Reihe) würde den WIderstand ja nur erhöhen und somit ne längere Ladezeit bewirken. Du meinst sicher nen Widerstand parallel schalten.
Das geht sicher, allerdings muss dieser dann auch für entsprechende Leistungen ausgelegt sein. Nen 12Ohm-Widerstand z.B. müsste da schon 12W verbraten können.

Guck lieber ob du nich noch ne 20W-Lampe für 12V hast, da würd das Laden knapp 18 Sekunden dauern.


Nochmal: muss der Elko denn unbedingt entladen werden, oder reicht ein Nachladen?

Naja entladen ist immer ne Frage der Sicherheit.
Wenn du das nicht machst, dann solltest du darauf achten, dass du mit den beiden Polen keine leitenden Teile berührst.
wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 23. Aug 2009, 15:08
Danke, habe jetzt mal eine Idee für eine Schaltung mit 3 Schaltern ausgedacht. Könntest Du das mal bitte überprüfen?

schalter 1: Entweder wird Akku als Stromlieferant gewählt oder Netzgerät (noch extern), wobei zugleich der Akku in Ladeposition geht

schalter 2: Es wird gewählt, ob der Cab in den Stromkreis integriert wird oder geladen-entladen wird
Dabei wird in Position 2 zugleich die Endstufe vom Cab getrennt und auch optional ohne Cab betrieben.

schalter 3:Es wird gewählt, ob der Cab ge-oder entladen wird.
Dabei wird beim Laden Position 1 zugleich die Endstufe aus dem Stromkreis genommen. (Beim Entladen dürfte das ja wurscht sein, ob die drin ist oder nicht?)

Ich denke, die Schalter
KS 10 :: Kippschalter, 2A-250VAC, 2x Um
von Reich. sind ausreichend i.d.Schaltleistung.
Oder sind die sogar Mini-Schalter ausreichend
MS 168 :: Kippschalter, 2-polig, 10A-125VAC, Ein-Ein

Eine kleine Einbau-Kontroll-Lampe mit 20W dafür habe ich noch nicht gefunden.
Widerstände habe ich bis 11 W gefunden
Bei der 2 Watt-Lampe wären der Rest doch z.B. etwa 18 Watt
(natürlich:) )parallell bei 13 Ohm
..11Watt Drahtwiderstand, Serie 216-8, 12 Ohm
müsste also noch gehen.

Dann bleibt als Sicherheitsrisiko noch, dass der Akku versehentlich bei entladenem Elko parallell geschaltet wird.
Da hab ich noch keine Idee. Ginge ev. mit einem Relaise, das bei geladenem Elko anzieht, wäre ev. sogar über die Remote-Schaltung der Endstufe zuschaltbar, wäre aber ein ständiger Verbraucher im Betrieb.

Danke für Deinen Rat und sorry für die künstlerische Ausführung des Schaltplanes, bin halt kein gelernter.
Die Eagle-Freeware habe ich mir geladen, das dauert aber ...



[Beitrag von wboet am 23. Aug 2009, 19:36 bearbeitet]
LordSphinx
Stammgast
#14 erstellt: 24. Aug 2009, 18:38
Heftig schwer deine Zeichnung auf mögliche Fehler zu untersuchen^^.
Vom Gedanken her müsste die Schaltung richtig sein und ich hab auch keine weiteren möglichen Kurzschlüsse durch Falsches Bedienen gefunden als du bereits genannnt hast (leerer Elko an Akku schalten).

Wenn du nen Relais parallel zum Elko schaltest und in den Strompfad davor dessen Schließerkontakt, dann würde (hier: ) K1 erst schalten, wenn der Elko aufgeladen wurde. Somit kannst du also nie nen Kurzschluss am ungeladenen Elko verursachen. Heikel ist dabei nur die Haltespannung des Relais. Nicht dass der Kontakt während dem Betrieb öffnet weil du Spannungsschwankungen hast ^^.



Aber, ein Problem ist bei deiner Schaltung noch:

Ich weiß nämlich nicht ob man die Massen des Akkus/Ladegeräts/Netzteils einfach so verbinden kann.
Besonders weil der Akku ja ne Gleichspannung hat aber an den Eingängen deines Netzteils/Ladegeräts Wechselspannung anliegt.

Des Weiteren solltest du das, auch wenn wir später ne akzeptable Lösung finden, das alles mal (vielleicht nachdem du es aufgebaut hast) von einem Elektrotechniker/SowasÄhnlichem überprüfen lassen.
Also direkt, nicht nur über Internet.
wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 24. Aug 2009, 21:05
Danke für's weiterhelfen.

Hatte mir auch schon so Gedanken gemacht, ob man die Ninus- Pole einfach so verbinden kann.

Was meinst Du mit Wechselspannung?
Aus dem Ladegrät und aus dem Netzgerät kommt doch gleichgerichtete Wechselspannung-Gleichspannung.

Sonst müsste ich ev. zumindest zum Laden bzw. Netzgerätbetrieb einen 3-poligen Umschalter nehmen und den Akku auch von der Gesamt-Masse trennen.

Von den Mini-Schaltern gibts da ja durchaus welche.
MS 500M :: Kippschalter, 3-polig, 3A-250VAC, Ein-Ein
Die Schaltleistung dürft ja genügen.

Bei der Relaise-Schaltung bin ich noch nicht weiter gekommen,
aber Dein Ansatz hilft schon mal.
Wobei ja hier auch das Relaise ein ständiger Verbraucher wäre?
Das muss irgendwie umgekehrt funktionieren.
Bei abgefallenem Relaise muss der Elko zugeschaltet sein, also geladen.

Na gut, jetzt bin ich mit nur 3 Schaltern schon mal so weit gekommen, da wird's auch noch weitergehen.

grübel grübel...

ciao

1Akku laden und/oder Netzgerät zuschalten
2Ladespannung an Elko
3Elko laden/entladen
Rapizt
Neuling
#16 erstellt: 02. Sep 2009, 14:37
Muss man eingentlich das Lämpchen dazwischen schalten oder is das nicht relevant?

danke
wboet
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 06. Sep 2009, 23:14
Das Lämpchen entweder als Vorwiderstand zum Laden oder parallell zum Entladen.
DubZ
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 10. Sep 2009, 18:14
wenn ich mal fragen darf: warum kaufst du dir nicht ein anständiges Akku?


[Beitrag von DubZ am 10. Sep 2009, 18:15 bearbeitet]
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