Einbau PTC Hochtonschutz

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nacho117
Stammgast
#1 erstellt: 13. Mrz 2005, 14:36
Hi und guten Morgen!
Mich interessiert, ob es notwendig ist beim Vollaktivbetrieb einen PTC-Hochtonschutz zu verbauen?

Welchen Wert sollte ich für die Dinger wählen?
Habe Probehalber welche für 80Watt gekauft, oder ist das viel zu viel?
Der Amp ist eine P4 Evo, hab daran (noch) das VDO Dayton HPC 1700.

Ist es richtig, dass die PTC's parallel möglichst dicht vor den HT gesetzt werden sollen?
kann mir jemand die Funktionsweise der PTC's erklären?

Und zum anderen:
Wenn ich meine HU ausschalte, hab ich ein leichtes klacksen in den Lautsprechern und es hört sich so an, als würde im Amp ein Relais schalten. Ist dort eines verbaut? Wen ja wofür? Kenne dieses leider nicht von den bisherigen Amps.

Würde mich über eine Lösung des Rätsels freuen

mfg
nacho117
Krümelmonster
Inventar
#2 erstellt: 13. Mrz 2005, 16:46
Hi
Ich persönlich finde, daß es keinen vernünftigen Grund gibt, sogar die HT aktiv zu machen, ist aber Deine Sache. Da gibt es doch keinen wirklichen Vorteil, oder???
Zudem, habe ich bei mir in den Weichen den PTC überbrückt, weil die Dinger nämlich auch wärmeempfindlich sind; und nun lass mal im Sommer das Auto war und im Winter kalt werden.
Die Ausschaltkarakteristik ist deutlich unterschiedlich. Im Sommer, wo man u.U. eh lauter hört, weil die Fahrgeräusche bei offenem Fenster auch lauter sind, schalten dann langsam und sanft die HT aus... Des is scheee! nee.
Zur Leistung. Ein normaler Hifi HT hält vielleicht 2-10W je nach Größe.
Im PA-Bereich halten Ringradiatoren so um 20-60W ein richtig großer auch bis 100W (ich kenn einen der hält 150W, hat aber auch nen !!!156mm!!! großen Magnet).
Die Belastungsangaben, ergeben sich nur mit angeschalteter Weiche. Dann darf ein Verstärker die und die Leistung bringen, der HT bekommt aber nur einige wenige Prozent (eben wegen der Weiche) ab.
Der PTC muss in Reihe zum HT geschaltet werden.
Er ist niederohmig bis zu einem gewissen, länger anliegenden Strom. Dann fängt er an etwas hochohmiger zu werden (physikalisch begründet), weil er sich erwärmt, dann steigt die Spannung und somit auch die anliegende Leistung am PTC. Dadurch wird er noch wärmer und der Strom geht gegen Null wärend die Spannung steigt. Er ist nun so hochohmig, daß man erst stark leiser drehen müsste, daß er langsam wieder 'kommt'.
Normalerweise nimmt man aber spezielle PTCs (sog. Polyswitch) die eine andere auslösekarakteristik haben als ein normaler PTC.
Wärend ein normaler PTC sich nur mehr verändert, isses beim Polyswitch eher so, daß er regelrecht 'kippt' und mehr oder weniger wie abschaltet.
Poliswitche haben aber eine begrenzte Lebensdauer, soll heißen, je öfter sie ausgelöst haben, desto schneller sprechen sie an. Sie sind für einige 100e Male ausgelegt.
Wenn der Hersteller bei manchen Amps Relais verbaut, wird das Schutzschaltungs oder einschaltverzögerungs Gründe haben.
Macht halt jeder etwas anders.
Hab ich im Carhifi-Bereich selten aber durchaus schon gesehen.
Wird aber immer seltener, da man meistens gleich das NT ausschaltet.
nacho117
Stammgast
#3 erstellt: 13. Mrz 2005, 17:04
Hi!
Erstmal vielen Dank für die ausführlichen Infos.

Also meinst du, wenn verbauen, dann eher Polyswitches?

Und: eigentlich lösen die Dinger doch nur bei überlastung aus, oder? Sprich wenn man zu laut hört, die endstufe clippen kann und dann den HT beschädigen kann. Mir wurde nämlich gerade so ein PTC empfohlen und es ist ja immer besser mehrere Meinungen zu hören.
Wenn man ihn in Reihe schaltet, dann sicherlich auf den plus oder hin leiter vor den HT, richtig?

Die Leistung ist also Frequenzgangabhängig kann man sagen. Bzw. durch den Filter wird sie beschnitten.
Wollte nur angeben wieviel die Endstufe leisten kann und welchen Wert ichnehmen soll für den PTC.
Zur Info, es ist genau dieser: Conrad Elektronik Art.Nr.:
31 81 67-61

Noch ist die Anlage ziemlich uneingestellt. Die Trennfrequenz hab ich noch über den Poti eingestellt und noch nichts gemessen etc da es mir für ein entsprewchendes Feintunig zu kalt ist und die TMT's und HT's noch besser verbaut werden müssen. Hatte vor später das Frontsystem und den Sub über eine Alpine HU zu betreiben.
Bin halt ziemlich im Umbau.
Meinst du es ist besser die HT's über eine Passivweiche laufen zu lassen und die TMT's dann per Bandpass Filter aktiv?

mfg
nacho117
Krümelmonster
Inventar
#4 erstellt: 13. Mrz 2005, 17:14
Naja, des is scho a Polyswitch.
Ich würde halt Mittelhochton als eines laufen lassen, mit ner Passivweiche. Ich seh halt nicht unbedingt den Vorteil, wenn alles aktiv ist. Aber es gäbe sehr viel einzustellen!!!

Wenn man ihn in Reihe schaltet, dann sicherlich auf den plus oder hin leiter vor den HT, richtig?

Eigentlich isses egal, aber ich würde ihn auch in die Plus Leitung machen.

Die Leistung ist also Frequenzgangabhängig kann man sagen.

Nur wenn der entsprechende Hochpass vorgeschaltet wird.
Aber klar. Hör Dir mal noch mehrere Meinungen an und mach Deine Erfahrungen.
nacho117
Stammgast
#5 erstellt: 13. Mrz 2005, 17:30
Ist auch wohl eine Art Glaubensfrage ob Vollaktiv oder nicht, wa?
Meiner Meinung nach ist man da Variabler. Und ich denke es ist einfacher zu Handhaben wenn man eh noch mit HT's und TMT's rumexperementiert als wenn man neue Weichen kaufen muss. Und Weichen selbst bauen ist wohl doch etwas kompliziert. Würd ich mich noch nicht drantrauen ehrlich gesagt.

Vielen Dank!


mfg
nacho117
Krümelmonster
Inventar
#6 erstellt: 13. Mrz 2005, 17:36
..stimmt scho, aber wie sichs anhört, willst Du ja offensichtlich eh kein Fertigsystem nehmen, von da her wirds eh schwiriger.
Stimmt, jedesmal ne Weiche bauen ist doof. Da kann man aktiv leichter was verändern, aber abstimmen musst Dus dann trotzdem.
Da kommt a bissl Arbeit auf Dich zu. Ich würd sagen, Du nimmst ne gute Hifi Box mit raus, wo Du hin und herschalten kannst als Klangreferenz und der versuchst Du die zu nähern (zumindst Hochton, Mittelton und Grundtonbereich)
ok, hoffe geholfen zu haben.
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