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Holzgehäuse restaurieren

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Purzello
Stammgast
#1 erstellt: 12. Feb 2008, 12:58
Hallo zusammen!

Ich habe hier einen alten Fernseher von BRAUN (Typ FS 4, 50er Jahre mit graphitfarbenem Untergestell). Das Gehäuse ist – ähnlich wie beim Schneewittchensarg oder den großen BRAUN Röhrenradios – aus Holz (Rüster, furniert, glaube ich).

Da die Oberseite ziemlich verkratzt und fleckig ist, möchte ich sie wieder herrichten. Da ich soetwas noch nicht gemacht habe: Kann mir jemand freundlicherweise ein paar Tipps zum Abschleifen und Neulackieren geben oder kennt vielleicht ein paar nützliche Links?

norman0
Inventar
#2 erstellt: 12. Feb 2008, 16:23
Hallo Purzello,

abschleifen geht recht einfach mit einem Schwingschleifer oder Schleifklotz. Je nach Oberflächenzustand fängst Du mit 60-120er Papier an. Dann immer feiner werden. Abschluss mit 180er oder feiner. Du solltest dazu aber erst das Gehäuse vom Inhalt befreien.
Ich würde Dir empfehlen das Gehäuse zu ölen. Lack ist ohne Erfahrung recht schwierig zu verarbeiten. Dazu gibt es spezielles Öl im Baumarkt oder beim Parkettprofi. Dieses Öl streichst Du auf die Oberfläche, läst es 15 min einwirken und wischst dann den Rest mit einem fusselfreien Lappen weg. Nach einem Tag wird die Prozedur mit dem Öl wiederholt. Eventuell nach einem weiteren Tag nochmal.
Purzello
Stammgast
#3 erstellt: 12. Feb 2008, 16:30
Dankeschön! Gibt es beim Schleifen etwas zu beachten? Sollte ich eher kreisende Schleifbewegungen machen oder gerade, immer parallel zur Maserung? Tut mir leid, ich bin da nicht so bewandert.

Ich habe mal ein Regal mit einem Bohrmaschinenaufsatz "bearbeit" und hatte nachher – wohl durch zu starken Druck – richtige Kuhlen im Holz. Daher möchte ich es behutsam – auch wenn es länger dauert – per Hand machen.

Das Chassis werde ich vorher ausbauen, allein um an die Scheibe von hinten heranzukommen. Hoffentlich wird es nicht zu kompliziert. Manchmal sind ja irgendwelche Antennen ans Gehäuse getackert.
andisharp
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 12. Feb 2008, 16:47
Schleifen nur mit der Hand und in Maserrichtung, wenn es denn überhaupt erforderlich ist.
Purzello
Stammgast
#5 erstellt: 12. Feb 2008, 17:02

andisharp schrieb:
... wenn es denn überhaupt erforderlich ist.


Gibts denn noch 'ne andere Möglichkeit?
norman0
Inventar
#6 erstellt: 12. Feb 2008, 17:40
Hallo,

es hängt von dem Zustand der Oberfläche ab. Wenn tiefe Krazer und Waserflecken drauf sind, mußt Du die erst wegschleifen. Außerdem muß, wenn vorhanden, die alte Lackschicht entfernt werden. Wenn die Oberfläche noch in einem guten Zustand ist (was ich aber wegen Deiner Frage nicht glaube), kannst Du auch sofort mit dem Ölen beginnen.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einem Schwingschleifer gemacht. Der Abtrag ist nicht so hoch. Es ist also schwierig Dellen und Löcher reinzuschleifen, wenn Du nicht permanent auf einer Stelle schleifst (immer schön in Faserrichtung hin und her bewegen).
Zum Schleifen mit der Hand: Immer einen Schleifklotz verwenden, sonst wird die Oberfläche wellig. Diese Arbeit ist allerdings sehr schweistreibend

Vielleicht hast Du ja ein Brett zum Üben


[Beitrag von norman0 am 12. Feb 2008, 17:42 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 12. Feb 2008, 17:43
...wer sein Holz liebt der ölt...

jeder geht da ein wenig anders vor....

Holzoberfläche ölen.

Bitte prüfe vor der Anwendung, ob sich das Holzpflegeöl mit der vorher auf der Holzoberfläche verwendeten Oberflächenimprägnierung verträgt!

Reinigen der Holzoberfläche und leicht!!! in Faserrichtung anschleifen.

Hartnäckige Flecken mit dem Schleifschwamm entfernen:
zunächst grob, dann fein.


Das Pflegeöl mit einem Tuch in die trockene Holzoberfläche gleichmäßig einreiben. Eine Stunde trocknen lassen und sorge für eine gute Belüftung. Danach folgt ein leichter Zwischenschliff mit der feinsten Körnung des Schleifschwamms; dann erneut Pflegeöl auftragen.

Purzello
Stammgast
#8 erstellt: 12. Feb 2008, 17:47
Okay, danke für die vielen Tipps. ich werd mir das Nötige besorgen und zunächst mal (am Wohnzimmerschrank?) üben.

Hab ja Zeit, also wenns länger dauert, macht das nix. Hauptsache das Teil ist danach wieder wohnzimmertauglich.
Purzello
Stammgast
#9 erstellt: 12. Feb 2008, 19:26
Noch eine Frage aus dem Tal der Ahnungslosen. Schleift man besser nass oder trocken? Und wenn nass: WIE nass?

Hier mal eine Detailaufnahme:

Tommy_Angel
Inventar
#10 erstellt: 12. Feb 2008, 19:31
Noch ein Hinweis zur Sicherheit: beim Ausbauen darauf achten, nicht mit dem Hochspannungsteil zu kollidieren. Dieses kann nach Tagen noch toedliche Schläge versetzen!
Purzello
Stammgast
#11 erstellt: 12. Feb 2008, 20:33
Danke, hoffentlich ist da ein Schild dran ...
marais
Stammgast
#12 erstellt: 12. Feb 2008, 21:52
Holz schleife ich immer trocken; den Naßschliff verwende ich nur bei lackierten Hochglanzoberflächen. Was Du wahrscheinlich meinst, ist das Wässern der Oberfläche: Mit einem Schwamm anfeuchten, warten bis sich die Fasern aufstellen, schleifen, und die Prozedur mehrfach wiederholen. Das machen Schreiner so, wenn sie besonders glatte Oberflächen erzielen wollen, meistens in Verbindung mit einer Schellackbehandlung - bei einer einfachen Ölbehandlung ist das nicht nötig.

Beim Zustand Deiner Oberfläche wirst Du bei einem Schliff von Hand ziemlich viel Arbeit haben. Ich würde das mit Band- und Exzenterschleifer machen, oder falls Du darauf keinen Zugriff hast, zumindest mit dem Schwingschleifer. Auf dem Bild sieht man nicht, ob Seitenteil und Oberteil stumpf oder auf Gehrung gefügt sind - bei einem Gehrungsschnitt hast Du das Problem, dass man bei zuviel Materialabrieb einen Streifen des seitlichen Brettes sieht. Da muss dann genausoviel Material abgenommen werden, damit's wieder gut aussieht.

Du schreibst ausserdem, dass Du nicht weisst, ob es furniert oder massiv ist. Bei einer Furnieroberfläche würde ich meinen obigen Rat mit dem Bandschleifer nicht so stehen lassen, da man schnell durch das Furnier durchgeschliffen hat. Eigentlich müsste das doch von der Rückseite aus sichtbar sein, oder?

Ansonsten: Nur Mut, das lässt sich perfekt restaurieren. Das ist das Schöne an Holz - bei einem Kratzer in einer Alufront ist man aufgeschmissen.

Andreas


[Beitrag von marais am 12. Feb 2008, 21:54 bearbeitet]
wastelqastel
Inventar
#13 erstellt: 12. Feb 2008, 23:27
Hallo
Mische mich mal ein
Also wenn meins wäre würde ich die Oberfläche erstmal mit Nitroverdünung abreiben (Andere Lackverdünner gehen auch)
Da mir die meisten Kratzer wie es scheint sich im Lack befinden !
Dann erst würde ich schleifen !!
Da mir das auf dem Foto auch noch nach Wasser -(Oder Kaffee oder so etwas Ausschaut) - Ränder
Würde ich erstmal schauen (durch schleifen wie tief diese eingedrungen sind!!!)
Eine Körnung kleiner wie 180er würde ich nicht empfehlen
Die Gefahr des durchschleifens ist zu gross
Das es Garantiert Furniert ist !!!!!!!!
Sollte die Ränder zutief eingedrungen sein würde ich das nachbeizen !!!
Etwas dunkler wird es dann schon aber gleichmässiger
Grüsse von einem Holzwurm
Peter
Purzello
Stammgast
#14 erstellt: 12. Feb 2008, 23:51
Supergute Ratschläge! Ich werde das jetzt alles mal sacken lassen und mich am Wochenende an die Arbeit machen – vorher komme ich wohl nicht dazu. Ergebnisse werde ich dann selbstverständlich posten.

Tolles Forum. Vielen Dank, Jungs!
naan
Stammgast
#15 erstellt: 13. Feb 2008, 11:57
Ich würde erst mal versuchen von Hand mit feinem Schleifpapier an die Sache rangehen.
Wenn es zu wenig ist, dann mit gröberen Papier oder elektrischen Schleifwerkzeug wie Schwingschleifer.

Danach wieder mit feinem Papier Nachschleifen. Zum Schluss wie schon erwähnt nochmal mit Schleifflies oder feiner Glaswolle drüber gehen.

Danach musst du entscheiden, ob du das Holz offenporig oder nicht haben willst.

Offenporig:
ich hab sehr gute Erfahrungen mit reinem Walnussöl gemacht.
Einfach mit Lappen das Walnussöl einreiben.
Kann jederzeit nachbearbeitet werden, auch an kleinen Stellen. Holz dunkelt etwas nach. Holz muss von zeit zu zeit nachgeölt werden.

Holzfläche versiegen:
Von Lack rate ich ab, Echtholz arbeitet, Lack bildet feste Oberfläche und kann reisen.
Da aber an das Gerät wohl kaum Feuchtigkeit kommt, könnte man schon lackieren.

Mein Tipp wäre:
Pigrol Edelwachs
Damit kann man so was, wie ein Mittelding machen und das hat viele Vorteile.
Pigrol Edelwachs ist sehr gut verarbeitbar.
Einmal aufgetragen, dringt es ein und das Holz bleibt leicht offenporig.

Nach einem Zwischenschliff mit Flies, kann man es nochmal auftragen und bekommt einen leicht mattigen Glanz.

Nach einem Zwischenschliff mit Flies, kann man es nochmal auftragen und bekommt einen richtigen Lackglanz.

Ich würde hier 2mal mit Edelwachs arbeiten, dass sollte dann die nächsten 50 Jahre halten.

Und egal was du machst, immer entlang der Maserung arbeiten.
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 13. Feb 2008, 15:47
Ich lese hier jede Meneg tips. Ich frage mich nur ist einer von diesen Tipgebern auch vom Fach? Zuerst würde ich sicher nicht mit einem 60er Papier anfangen. Man kann ja wohl davon ausgehen dass das Gehäuse nur funiert ist und man deshalb mit dem abtragen schon etwas mit bedacht vorgehen muss. Man sollte sehr wohl mit einem Schwingschleifer soweit die Oberfläche abtragen bis möglichst alle Spuren beseitigt sind. Sind richtig tiefe Krater drin lieber mit Holzpaste ausbessern als immer weiter zu schleifen und dann das Funier durchzuschleifen. Ich würde mit einem 120er Paper anfangen und mich hocharbeiten bis 260er ca. Übrigens der alte Lack muß nicht ganz runter wenn die Fläche soweit ok ist. Wenn die Fläche dann soweit ok ist, würde ich einen Aromatenfreien Lösemittelhaltigen Lack und eine Moltoprenrolle nehmen und einmal lackieren. Dann zwei Tage Spater oder auch mehr Tage mit einem feinem Paper 320er oder mehr wieder anschleifen und die Oberfgläche wieder schön glätten und unreinheiten von der ersten Lackierung entfernen(ruhig wieder mit dem Schwingschleifer). Oberfläche gründlcih reinigen und nochmals mit der Moltoprenrolle lackieren. diesmal ruhig mehere Tage Trocknen lassen ruhig ne Woche oder 14 Tage und dann wieder mit 300er+ Papier schleifen und nochmals Lackieren. Wenn du einen guten Lack nimmst und dich geschickt anstellst wird das ergebniss sehr zufriedenstellend. Es ist besser zwischen den einzelnen Lackierungen lieber ein paar Tage mehr verstreichen zu lassen als es zu schnell anzugehen. Lufttrocknende Lösemittelhaltige Lacke brauchen einfach ein bischen länger bis sie trocken sind und sich dann einfach besser bearbeiten lassen. Du solltest, wenn du Lackierst auch kein Wasserverdünnbaren Lack nehmen, weil diese Lacke einfach kein so schönes Ergebnis abliefern wie ein Lösemittelhaltiger Lack. Man sollte nur darauf achten das der Lack Armomatenfrei ist,Aromate sind nämlich die giftigen und übelriechenden Lösemittel.


[Beitrag von Mackie-Messer am 13. Feb 2008, 15:50 bearbeitet]
wastelqastel
Inventar
#17 erstellt: 13. Feb 2008, 19:00
Mackie-Messer schrieb
Ich lese hier jede Meneg tips. Ich frage mich nur ist einer von diesen Tipgebern auch vom Fach?

SIehe mein Beitrag weiter oben
Manche sind schon Brutal
GRüsse Peter
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 13. Feb 2008, 19:28

wastelqastel schrieb:
Mackie-Messer schrieb
Ich lese hier jede Meneg tips. Ich frage mich nur ist einer von diesen Tipgebern auch vom Fach?

SIehe mein Beitrag weiter oben
Manche sind schon Brutal
GRüsse Peter

Entschuldige habe dein Post nicht gelesen. Ich halte es aber nicht für sinnvoll die Lackoberfläche mit Nitroverdünnung abzureiben, weil diese auch den Lack anlöst und die Oberfläche dadurch schmierieg und klebrig wird. Dadurch das die Oberfläche eh geschliffen wird werden auch alle Verunreinigungen mit entfernt. Wenn man die Oberfläche abwaschen will, dann mit Terpentinersatz da dieser Lacke nicht anlöst aber sehr wohl Fett und Verunreinigungen entfernt. Beizen würde ich nur im Notfall weil ein Lösemittelhaltiger Lack ins Holz einzieht (im Gegensatz zu einem Dispersionslack) und dadurch die Maserung sehr ausgeprägt wird so das es besser kaum aussehen kann. Wenn man dunkle Ränder hat kann man auch versuchen diese mit Wasserstoffperoxid zu bleichen. Beizen ist übrigens nur eine Einfärbung und keine Beschichtung, so das man aufjedenfall lackieren sollte.
naan
Stammgast
#19 erstellt: 14. Feb 2008, 10:34
Die Beiträge nicht lesen, aber einfach mal behaupten, die anderen haben keine Ahnung.
Das ist schon sehr frech.



@Purzello

Bevor du dich an den Braun machst, probier erst mal an einigen Testhölzern/furnieren.
Wenn du schon fragst, ob du in Kreisbewegungen schleifen sollst, ist das schon eher ein Zeichen, dass du so gar keine Ahnung hast.

Wenn dir der Braun viel bedeutet, dann wäre ich vorsichtig, bevor ich etwas daran mache.

Es ist auch ein Unterschied, ob man was restaurieren will oder die Holzoberfläche einfach reinigen und neu behandelt.

Wenn du restaurieren willst, wird eher so wenig wie möglich am Originalzustand verändert.

Ich kann dir nur raten, die Tipps hier erst mal an anderen Furnieren oder Hölzern auszuprobieren und dann das beste Ergebnis für dich zu wählen.

Nach etlichen Versuchen und zahlreichen Möbelrestaurationen, was die Oberflächenbehandlung von Holz angeht, kann ich dir das Pigrol Edelwachs wirklich empfehlen. Wenn du das 3 mal aufträgst und immer einen Zwischenschliff machst, ist das optische Ergebnis eine glatte glänzende Oberfläche.
Das ist dann aber keine Restauration, denn der Braun ist sicher lackiertes Furnier.

Was die Oberflächenbehandlung von Holz angeht, gibt es verschiedene Philosophien, das merkst du schon an diesen verschiedenen Antworten auf deine Frage.

Ich bevorzuge offenporig.

Walnussöl:
in Küche, Arbeitsplatten , Tischplatten

Pigrol Edelwachs:
Möbel, die nur ab und zu einen feuchten Lappen sehen und auch nicht groß beansprucht werden, Schränke, Kommoden, Fernseher

Osmo Hartwachsöl:
Holz das stark beansprucht wird (Fußböden)
norman0
Inventar
#20 erstellt: 14. Feb 2008, 10:41
Hallo,

schau doch mal hier.
Purzello
Stammgast
#21 erstellt: 14. Feb 2008, 10:46
@naan


naan schrieb:
Wenn du schon fragst, ob du in Kreisbewegungen schleifen sollst, ist das schon eher ein Zeichen, dass du so gar keine Ahnung hast.


Stimmt, aber irgendwann muss man ja mal damit anfangen, oder? Daher habe ich das Thema hier eingebracht. Vielleicht hilft's ja auch anderen, die sich gerne mal so einer Aufgabe stellen würden, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Das letzte, was ich will, ist so ein "halbhistorisches" Gerät, das nicht mehr dem Original entspricht. Da ich das Gerät aber in irgendeinem Wohnraum stehen haben möchte, würde ich mich dauernd an den Flecken und Kratzern stören. Daher will ich es – möglichst behutsam – wohnraumtauglich machen.

Ich danke Dir sehr für Deine Tipps!
Und ich werde vorher an etwas anderem Üben!
naan
Stammgast
#22 erstellt: 14. Feb 2008, 12:08
probieren geht über studieren



Irgendwann fängt jeder an.



Alles außer die Arivas auf dem Bild ist mit Walnussöl behandelt.



[Beitrag von naan am 14. Feb 2008, 12:13 bearbeitet]
Purzello
Stammgast
#23 erstellt: 14. Feb 2008, 12:23
Sehr Schön!

Mit Walnussöl habe ich folgende Erfahrung gemacht: Ich sammle neben alten BRAUN Geräten auch Möbel aus den 50er und 60er Jahren. Aufgrund des Alters sind die oft ziemlich verkratzt. Um das zu kaschieren nehme ich eine frische Walnuss, und reibe den aufgeschnittenen Kern in die Kratzer ein. Das hilft schon ein bisschen.
Tommy_Angel
Inventar
#24 erstellt: 14. Feb 2008, 12:24
jetzt verscheissert er uns...
Purzello
Stammgast
#25 erstellt: 14. Feb 2008, 12:27
Probiers aus!
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 14. Feb 2008, 14:59
Hallo naan,
ich habe die meisten Beiträge alle gelesen nur zum Schluß haben sich mir einfach so die Haare gesträubt wegen der ganzen guten Ratschläge. Auch zu deinem Vorschlag mit dem Wachsen kann ich nur sagen, dass das jemand vorschlägt weil er mit dem Lackieren keine Erfahrung hat. So schön du dein Wachs redest denke ich das es mit einer gut Lackierten Fläche optisch nicht mithalten kann und weder die Chemische noch die Mechanische beständigkeit eine lakierten Obefläche hat
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 14. Feb 2008, 15:07

Purzello schrieb:
Sehr Schön!

Mit Walnussöl habe ich folgende Erfahrung gemacht: Ich sammle neben alten BRAUN Geräten auch Möbel aus den 50er und 60er Jahren. Aufgrund des Alters sind die oft ziemlich verkratzt. Um das zu kaschieren nehme ich eine frische Walnuss, und reibe den aufgeschnittenen Kern in die Kratzer ein. Das hilft schon ein bisschen.


Solltest du es mal restaurieren wollen und neu mit Lack beschichten wollen, ist es nicht zu empfehlen Öle oder Fette zu nehemen. Diese hinterlassen Spuren die ins Holz eindringen und nicht mehr zu beseitigen sind. Außerdem nimmt der Untergrund dort schlecht oder kein Lack mehr an so das in der Lackoberfläche dann Krater enstehen wenn du neu Lackierst. Auch bei deinem Fernseher solltest du vorsichtig sein mit Wachs oder Öl. Denn wenn es dir nicht gefällt wirst du es kaum noch lackieren können.
Purzello
Stammgast
#28 erstellt: 14. Feb 2008, 15:09
Gut zu wissen. Dankesehr!
norman0
Inventar
#29 erstellt: 14. Feb 2008, 16:04

Mackie-Messer schrieb:
Hallo naan,
ich habe die meisten Beiträge alle gelesen nur zum Schluß haben sich mir einfach so die Haare gesträubt wegen der ganzen guten Ratschläge. Auch zu deinem Vorschlag mit dem Wachsen kann ich nur sagen, dass das jemand vorschlägt weil er mit dem Lackieren keine Erfahrung hat. So schön du dein Wachs redest denke ich das es mit einer gut Lackierten Fläche optisch nicht mithalten kann und weder die Chemische noch die Mechanische beständigkeit eine lakierten Obefläche hat

Hi Mackie-Messer,

es kommt doch darauf an, wie die Oberfläche später aussehen soll. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Unser Esstisch ist z.B. nur geölt und anschliesend gewachst. Sieht super aus und ist auch wasserfest. Eine lackierte Oberfläche gefällt mir überhaupt nicht. Da fehlt mir beim Anfassen das Holzgefühl, das fasst sich eher wie Kunststoff an. Ich habe auch schon mal einen Schrank gelaugt und geseift. Ergibt wieder einen anderen Effekt. Deswegen sollte man das vorher ausprobieren (an einem Muster).
Mit Ölen/Wachsen erreicht man auch als Anfänger sehr gute Ergebnisse.
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 14. Feb 2008, 16:17
Edel sieht ein Holz aus wenn es hochglanz lakiert ist und rustikal sieht es aus wenn es geölt und oder gewachst ist. Ich persönlich mag es wenn ein Holz edel aussieht. Es mag ja Sinn machen eine Küchenplatte oder Esstisch zu ölen (Wo keine Schicht drauf ist kann auch nichts beschädigt werden). Aber wenn ich ein Wohnzimmermöbel habe oder ähnliches wirkt es meiner Meinmung nach einfach edler als eine Wachsung oder Ölung. Und gerade mit einem Hochglanzlack wird die Maserung so schön hervorgehoben wie man es mit Öl öder Wachs nicht hinbekommt.
norman0
Inventar
#31 erstellt: 14. Feb 2008, 16:24
Geschmäcker sind zum Glück verschieden
Purzello
Stammgast
#32 erstellt: 14. Feb 2008, 16:26
Um mal was einzustreuen: Die BRAUN-Geräte dieser Dekade (also z. B. die Radios G11, PK-G etc.) zeichneten sich ja dadurch aus, dass ihre Gehäuse eben NICHT hochglänzend waren, sondern – für diese Zeit geradezu revolutionär – aus hellem, fast weißem Holz, nur mit Klarlack behandelt. Eine hochglänzende Anmutung war auch bei späteren Geräten, wie Schneewittchensarg SK4, nicht beabsichtigt.


[Beitrag von Purzello am 14. Feb 2008, 16:44 bearbeitet]
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 14. Feb 2008, 16:39
Du kannst hochglänzend oder seidenglänzend lackieren. Ich bin aber davon ausgegangen dass das Gerät hochglänzend ist, weil viele alte Geräte eben hochglänzend sind.
naan
Stammgast
#34 erstellt: 14. Feb 2008, 17:17
Mit edel hat das nichts zu tun.
Wie gesagt, eher mit Geschmack. Ich finde lackierte Holzoberflächen billig. Hat was von Plastik.

Massives Holz ist ein Naturprodukt und Holz arbeitet immer. Temperaturschwankungen, Feuchteschwankungen, ...

Bei Ölen und Wachsen passiert da gar nichts, man muss aber immer wieder mal nachölen/wachsen.

Lack hat hier den Nachteil, dass er, wenn das Holz mal arbeitet, reist.

Aber egal, da hat jeder so seine Philosophie. ich will hier niemand überzeugen.
Der eine ist damit glücklich, der andere eben nicht.

Die andere Seite ist, dass an dem Fernseher nicht viel Holz dran sein wird. Wenn es überhaupt ein Echtholzfurnier ist.
Viel arbeiten wird da nicht. Lack ist in diesem Fall natürlich auch eine Option. Ganz klar.
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 14. Feb 2008, 17:47
Naja billig ist ja wohl meiner Meinung nach eher das Wachsen. Es ist simpel in der Anwendung, ergibt keine geschlosse Schicht(Wasser kann eindringen). Ich kann verstehen wenn jemand so argumentiert weil er mit Lacken keine Erfahrung hat. Aber wenn man so manche Edelyacht oder Edle Hotelräume sieht auf Höchstem Niveau und man sieht dies Hochglanzflächen und mir sagt jemand das wirke billig, dann gehe ich mal eher davon aus das derjenige voreingenommen ist. Sicher ist es auch Geschmackssache aber zu sagen eine hochwertige Lackierung sei billig ist meiner ansicht nach lächerlich. Und das Hölzer Arbeiten ist Richtig. Aber bei mir ist es so das ich nicht in einer Höhle wohne und das Raumklima sich immer in bestimmten Grenzen bewegt. Ich mußte jedenfalls noch keine Hölzer lackieren die aufgrund irgendwelcher schwankungen Schaden genommen haben.


[Beitrag von Mackie-Messer am 14. Feb 2008, 19:46 bearbeitet]
norman0
Inventar
#36 erstellt: 14. Feb 2008, 18:11

naan schrieb:
Mit edel hat das nichts zu tun.
Wie gesagt, eher mit Geschmack. Ich finde lackierte Holzoberflächen billig. Hat was von Plastik.
genau
Tommy_Angel
Inventar
#37 erstellt: 15. Feb 2008, 12:20
Sonderbar, , dies ist doch das hifi-forum, oder???

Oder die Außenstelle der Handwerkskammer?
norman0
Inventar
#38 erstellt: 15. Feb 2008, 12:23
Das Auge hört mit
kadioram
Inventar
#39 erstellt: 15. Feb 2008, 16:56
Da das hier ein so toller holzbehandlungsthred ist, klink ich mich hier ein anstatt nen neuen aufzumachen.

Und zwar geht es darum: ich hab zuhause einen Tandberg TP 1040P mit Palisandergehäuse, dieses hat ein paar kleinere kratzer und ist ein wenig ausgebleicht.

Da ich ihn in absehbarer zeit verkaufen möchte, werde ich ihn erst mal noch abschleifen.

Nun die frage: soll ich ihn nach dem abschleifen ölen? oder nur schleifen und gut is? (vom schleifen ansich hab ich genug erfahrung -> semesterferienschreinergehilfe)
Ich weiß nämlich nicht, ob die holzgehäuse damals nautrbelassen waren oder geölt.

gruß max
norman0
Inventar
#40 erstellt: 15. Feb 2008, 17:25
Hallo Max,

wenn es sich nur um kleine Kratzer handelt, kannst Du es ja mal mit Möbelpolitur versuchen.
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 15. Feb 2008, 18:16

kadioram schrieb:
Da das hier ein so toller holzbehandlungsthred ist, klink ich mich hier ein anstatt nen neuen aufzumachen.

Und zwar geht es darum: ich hab zuhause einen Tandberg TP 1040P mit Palisandergehäuse, dieses hat ein paar kleinere kratzer und ist ein wenig ausgebleicht.

Da ich ihn in absehbarer zeit verkaufen möchte, werde ich ihn erst mal noch abschleifen.

Nun die frage: soll ich ihn nach dem abschleifen ölen? oder nur schleifen und gut is? (vom schleifen ansich hab ich genug erfahrung -> semesterferienschreinergehilfe)
Ich weiß nämlich nicht, ob die holzgehäuse damals nautrbelassen waren oder geölt.

gruß max

Du solltest die Kiste dann schon ölen. Wenn das Holz nicht behandelt ist, ist es sehr empfänglich für Schmutz und Fingerschweiss wenn man es öfter berührt.
turbino
Stammgast
#42 erstellt: 16. Feb 2008, 16:59
Auweia,


naan schrieb:
Alles außer die Arivas auf dem Bild ist mit Walnussöl behandelt.


an meinen Pana kommt mir aber kein Walnußöl,

Turbino
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 16. Feb 2008, 18:21

turbino schrieb:
Auweia,


naan schrieb:
Alles außer die Arivas auf dem Bild ist mit Walnussöl behandelt.


an meinen Pana kommt mir aber kein Walnußöl,

Turbino :prost


Sag ich doch.
Purzello
Stammgast
#44 erstellt: 17. Feb 2008, 14:38
So, ich bin jetzt gerade dabei, die Oberseite abzuschleifen. Zunächst habe ich mit 180er Papier angefangen aber schnell gemerkt, dass es damit zu lange dauert. Jetzt schleife ich mit 100er Papier. Auf der Oberseite des Fernsehers sind allerdings einige dunkle Flecken, die partout nicht verschwinden wollen, d.h. sie scheinen sehr tief ins Furnier eingedrungen zu sein. Ich bin etwas unsicher, da ich nicht zu viel vom Furnier wegnehmen möchte.

Eine andere Sache: Das Entfernen des Chassis ist doch schwieriger als gedacht. Es sind sehr viele (kaum zugängliche) Schrauben im Inneren des Gehäuses zu lösen – dazu kommt noch der Respekt vor der Bildröhre. Kann die eigentlich im ausgeschalteten Zustand Schaden anrichten?
Purzello
Stammgast
#45 erstellt: 17. Feb 2008, 14:58
Hier ein Bild:

Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 17. Feb 2008, 15:22

Purzello schrieb:
So, ich bin jetzt gerade dabei, die Oberseite abzuschleifen. Zunächst habe ich mit 180er Papier angefangen aber schnell gemerkt, dass es damit zu lange dauert. Jetzt schleife ich mit 100er Papier. Auf der Oberseite des Fernsehers sind allerdings einige dunkle Flecken, die partout nicht verschwinden wollen, d.h. sie scheinen sehr tief ins Furnier eingedrungen zu sein. Ich bin etwas unsicher, da ich nicht zu viel vom Furnier wegnehmen möchte.

Eine andere Sache: Das Entfernen des Chassis ist doch schwieriger als gedacht. Es sind sehr viele (kaum zugängliche) Schrauben im Inneren des Gehäuses zu lösen – dazu kommt noch der Respekt vor der Bildröhre. Kann die eigentlich im ausgeschalteten Zustand Schaden anrichten?


Du hättest vllt lesen sollen wie ich es dir empfohlen habe zu schleifen. Glaub mir ich weiß wovon ich rede. Ich habe dir ganz konkret gesagt wie du mit dem schleifen vorgehen solltest.
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 17. Feb 2008, 15:23
Schleifst du mit einem Schwingschleifer?
Purzello
Stammgast
#48 erstellt: 17. Feb 2008, 15:26
Nein, mit der Hand. Sollte ich eine Deiner Antworten überlesen habe?
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 17. Feb 2008, 15:57
Mit der Hand schleifst du dir einen Wolf. Du kannst ruhig einen Schwingschleifer nehmen aber immer mit ein wenig bedacht. Aber du solltest nicht mit 100er Papier anfangen das ist dann zu grob. wenn mit der Maschine schleifts solltest du mit minimum 120er anfangen eventuell feiner. Das hängt davon ab wie fest der Lack ist und wie gut er sich abtragen läßt. Wenn du zum Schluß bei 300er+ Paier gelandet bist sind die Schleifspuren so fein das es kein Unterschied macht oder du mit der Maschine schleifst oder mit der Hand in Maserrichtung. Pass aber auf das du nicht zuviel schleifst wegn dem Funier. Wenn du anfängst mit 120er Papier, dann schleife nicht zulang damit, weil du noch mit dem anderen Papier (feiner) noch schleifen mußt.
Purzello
Stammgast
#50 erstellt: 17. Feb 2008, 16:30
So, bin jetzt erst mal fertig. Weiterzuschleifen ergibt – glaube ich – keinen Sinn. Ich habe mit 100er angefangen, dann mit 180er weitergemacht und schließlich mit 240er aufgehört. Feineres Papier habe ich nicht. Mir als Laien scheint es aber schon sehr glatt zu sein.

Es gibt auf der Oberseite allerdings ein paar dunkle Riefen und Flecken, die sich nicht wegschleifen lassen. Scheinbar muss ich damit leben.

Jetzt kommt das Teil erstmal wieder rein. Nächstes Wochenende gehts dann weiter.
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 17. Feb 2008, 16:42
Also du solltest den Lack schon abtragen um zu versuchen die Spuren aus dem Funier zu bekommen. Solltest du dich entscheiden zu ölen muß der Lck eh ganz runter. Du kannst auch wie schon gesagt versuchen die schlechten stellen zu bleichen aber dazu muß der Lack auch ganz runter.
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