Bose 901

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thw-62
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Feb 2012, 07:12
Habe mich nun mal etwas durchs Forum gelesen.
Was habt ihr alle gegen Bose ?
Ich besitze Lautsprecher von Celestion, Canton, Tannoy, Sony und Bose.
Meine Favoriten sind eindeutig die Bose 901.
Eins ist klar : Bose ist stark überteuert.
Eine der Ideen die hinter der 901 steckt ist, durch mehrere kleine Lautsprecher die Nachteile eines großen Lautsprechers zu eliminieren.
Für einen tiefen satten Bass braucht man eine große Membranfläche. Ein großer Lautsprecher hat aber ein schlechteres Aus und Einschwingverhalten.
Also nimmt man viele kleine Chassis und biegt den Frequenzgang mit einem aktiven EQ wieder gerade. Durch die Verteilung der Lautsprecher
( 1er noch vorne - 8 nach hinten ) wurde das Abstrahlverhalten der Box optimiert ( Direct/Reflecting System ). Ich glaube das ganze Ereignete sich so um
1970. Grundig entwickelte zu dieser Zeit ihre Audiorama - Serie. Auch andere Hersteller experimentierten mit "Rundstahlern" ( heute Dipol ).
Die Produktion hochwertiger Lautsprecher stand noch in den Kinderschuhen. Durch neue Materialien und besseres Fachwissen sind Heute ganz andere Dinge möglich.
Meine erste Begegnung mit Bose hatte ich mit 15 . Als Praktikant eines Fernsehgeschäftes, war ich bei einen Fabrikanten, der mir im Musikzimmer seiner Villa seine Stereoanlage vorführte. In jeder Ecke eine 901 gespeist von Tandberg Geräten und einem Thorens Plattenspieler. Ich dachte wenn ich groß bin will ich auch so was. Als ich den Preis hörte wurde mir klar, das ich noch sehr lange mit meinem Dual Plattenspieler Musik hören werde.
OK, die Chassis und das Lautsprechergehäuse sind aus Plastik, die Breitbänder sind mit etwas besserem Klingeldraht verkabelt aber mir gefallen die
Teile. Ein Lautsprecher, der sich über 40 Jahre zu diesem Preis verkaufen lässt, kann nicht wirklich schlecht sein.
Im Profi Bereich ( 802 - 8 Lautsprecher nach vorne, keiner nach hinten ) gibt es für bestimmte Anwendungen nichts besseres.
Für Rock - Pop oder so Konzerte ungeeignet (auch nicht in Verbindung mit dem 302 Bass )
Beide Serien ( 901 und 802 ) sind für einen Betrieb mit EQ ausgelegt. Wer die Dinger ohne EQ laufen lässt und sagt sie klingen sch... ist selbst schuld.
Zu meiner aktiven Zeit waren die Bose Geräte sehr gut kalkuliert und deshalb bei Verkäufern sehr beliebt.

Bin auf eure Komentare gespannt.

Thomas
xutl
Inventar
#2 erstellt: 02. Feb 2012, 07:29
Du vergleichst mal wieder Äpfel mit Birnen

Die Tatsache, das Bose für die Leistung überteuert war und heutzutage völlig überteuert ist, hast Du bereits erwähnt.

Die 901 und auch LS im Profibereich haben durchaus ihre Daseinsberechtigung.
Man muß den Sound halt mögen.

Ich und viele andere hier sind dagegen, daß sich User mit wenig technischem Verständnis von Verkäufern in optimierten Räumen technisch minderwertige Produkte zu einem unverschämten Preis andrehen lassen.

z.B. ein Accusti haumichtot für 2.500€

Für etwa 500€ gibt es ein klanglich überlegenes Brüllwürfelkomplettpaket von div. Herstellern z.B. Sony.
Da ist meistens sogar noch ein Player integriert. Oft sogar BluRay plus RDS-Tuner.

Kommt jetzt jemand ins Forum und fragt nach einem "klanglich topen System" und erwähnt, daß ihm Bose empfohlen wurde, wird der übliche Film gezeigt.

Wenn der Hilfesuchende im Laufe des Diskussion mitteilt, daß er die Teile einfach SUPER findet, mit dem Klang zufrieden ist, die Anlage kaum auffällt und er bereit ist, überzogenen Preise zu zahlen, dann bekommt er von MIR ein "Viel Spaß!" mit auf den Weg.

Legt er Wert auf Qualität kannst Du div. Threads der Vergangenheit kopieren.

Würde das oben genannte Boseteil ca. 700€ kosten, wäre das ev. noch akzeptabel.
Faktor 3 ist zu viel!


[Beitrag von xutl am 02. Feb 2012, 08:11 bearbeitet]
raphael.t
Inventar
#3 erstellt: 02. Feb 2012, 07:37
Hallo Thomas!

Ich habe Bose 901 III mit einem Spatial Receiver und diese Kombination verstaubt in meinem Lagerraum, weil sie klanglich nicht die geringste Chance hat gegen meine Tannoy Arden III.
Der Bass ist zwar straff und geht tief, doch die Höhen sind glasig und unmusikalisch.

Wenn du dich an deinen Bose 901 erfreust, sei dir jedoch deine Freude gegönnt.

Grüße Raphael
Schwergewicht
Inventar
#4 erstellt: 02. Feb 2012, 17:30
Hallo,

gerade die 901 ist hier im Forum schon 1.000x besprochen worden.


Wer die Dinger ohne EQ laufen lässt und sagt sie klingen sch... ist selbst schuld.


Wie soll man Boxen vergleichen, bei einem Paar die Neutralstellung der Regler und bei dem 2. Paar die Höhen/Mitten/Tiefen nach Herzenslust hereindrehen, bis es vermeintlich am besten klingt? Eigentlich dürfte man Boxen nur ohne EQ "vergleichen", was natürlich bei dem Konzept der 901 nicht möglich ist. Sicherlich hört sich eine durch einen EQ extrem "gesoundete" Box wie die 901 zuerst vermeintlich ganz gut an, vor allem, wenn die Vergleichsboxen mit neutraler Stellung der Klangregler spielen.

Aber nach einiger Zeit des Vergleichens wird der Klang der 901 speziell im Hochtonbereich einfach nur noch lästig. Gut, mit 17 oder 18 hat mich die doch relativ große erziehlbare Lautstärke aus einer relativ kleinen Box wie der 901 beeindruckt und für "Popmusik" bei Partys ist sie auch gut einsetzbar.

Mit naturgetreuer Wiedergabe (High Fidelity) haben die Boxen aber leider nichts zu tun.



[Beitrag von Schwergewicht am 02. Feb 2012, 17:33 bearbeitet]
hf500
Moderator
#5 erstellt: 02. Feb 2012, 17:43
Moin,
die 901 wurde mal als Lautsprecher beschrieben, "der nicht besonders verfaerbungsfrei ist, dafuer aber auch grosse und verwinkelte Raeume mit erheblichem Schalldruck fuellen kann".

Der groesste Vorteil ist die hohe Belastbarkeit, die 9 Chassis einer Box sind nur parallel und in Serie geschaltet, wodurch sich die Verstaerkerleistung gleichmaessig auf 9 Schwingspulen verteilt. Wenn eine davon 40W ertraegt, wird die "quasi Unzerstoerbarkeit" der Boxen klarer.
Ansonsten sind die Dinger eine Katastrophe. Sie benoetigen einen Eqalizer mit erheblichem Eingriff in den Frequenzgang, um ueberhaupt im Bereich von 50-16000Hz einigermassen linear zu werden. Gegenueber Baessen und Hoehen muessen die Mitten um ca. 24dB abgesenkt werden. Ueber 16kHz kommen die Lautsprecher auch nicht. OK, das kann man wahrscheinlich verschmerzen, denn wenn die 4kHz zwischen 16kHz und 20kHz fehlen, faellt das nur sehr selten auf. UKW-Rundfunk geht nur bis 15kHz, und kaum einer beschwert sich ueber fehlende Hoehen.
Strenggenommen ist die 901 ein grosser "Midrange Speaker", der mit Gewalt in einen breitbandigen Betrieb gezwungen werden muss.

Die starke Beeinflussung des Frequenzganges durch den EQ bedingt, dass man fuer die Box einen wirklich starken Verstaerker haben sollte, der mit den Bass- und Hoehenanhebungen klar kommt, ohne gegenueber den Mitten uebersteuert zu werden.

Fazit: Prima Lautsprecher, um Parties und Versammlungen zu beschallen, aber fuer HiFi von eher zweifelhaftem Wert.

73
Peter
thw-62
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 02. Feb 2012, 21:35


Ich und viele andere hier sind dagegen, daß sich User mit wenig technischem Verständnis von Verkäufern in optimierten Räumen technisch minderwertige Produkte zu einem unverschämten Preis andrehen lassen.


Zählen da auch Kabel und andere Zubehörteile dazu ?



Wie soll man Boxen vergleichen, bei einem Paar die Neutralstellung der Regler und bei dem 2. Paar die Höhen/Mitten/Tiefen nach Herzenslust hereindrehen, bis es vermeintlich am besten klingt? Eigentlich dürfte man Boxen nur ohne EQ "vergleichen", was natürlich bei dem Konzept der 901 nicht möglich ist. Sicherlich hört sich eine durch einen EQ extrem "gesoundete" Box wie die 901 zuerst vermeintlich ganz gut an, vor allem, wenn die Vergleichsboxen mit neutraler Stellung der Klangregler spielen.


Der EQ ist die Mittelstellung der Regler.
Stelle dir zwei Aktivboxen vor. Beide werden mit einem linearen Signal angesteuert. Die eine hat einen EQ im Eingang der Endstufe, die andere eine Frequenzweiche im Ausgang der Endstufe. Beide Systeme sind auf ihre Chassis abgestimmt damit ein einigermaßen linearer Frequenzverlauf dabei heraus kommt.
Es sind 2 verschiedene Konzepte mit Vor und Nachteilen. Das aber ein System nix mit HiFi zu tun haben soll verstehe ich nicht.

Thomas
cro81
Stammgast
#7 erstellt: 03. Feb 2012, 00:10
Jaja die 901 soll angeblich der beste Bose Hifi Lautsprecher sein ,denke das kann man auch so stehen lassen!

Habe selber eine 901 S3 bin zufrieden mit dem Lautsprecher.
Es sind mit sicherheit keine Reference Boxen aber für die größe doch eine gut klingende Box und auch sehr beliebt.
Wenn man heute gebrauchte für ca 500-700Euro bekommt mit neuen Sicken das ist das ein Preis der nicht überteuert ist.

Schade finde ich es das man auf Bose immer so herumhackt...Natürlich sind das Ami die verarbeitung lässt bei genauem hingucken zu wünschen übrig besonders am Gehäuse der speteren generation aber ok...

Unten Herum kommt gut was rüber Die mitten sind luftig , Hochton ist genügend da und wem etwas Superhochton fehlt der kann ja ein Bändchen Ht oben drauf stellen :-)

Aber diese Lautsprecher sollten schon einen kräftiger Verstärker haben das macht dann richtig Stass!

Habe selbst ein Amp mit Über 2*255Watt Sinus dran da gehen die richtig gut..
Es geht zwar auch mit 100Watt Sinus das ist aber nur die halbe miete...


Habe jetzt noch eine Pärchen 901 die wird auf das andere 901 pärchen gesetzt mal sehen wie das kommt :-)))
detegg
Inventar
#8 erstellt: 03. Feb 2012, 00:28

hf500 schrieb:
Fazit: Prima Lautsprecher, um Parties und Versammlungen zu beschallen, aber fuer HiFi von eher zweifelhaftem Wert.

... jepp, auf kleinen Veranstaltungen habe ich die Bose oft eingesetzt - ins Wohnzimmer kämen mir die nicht

;-) Detlef
raphael.t
Inventar
#9 erstellt: 03. Feb 2012, 07:32
Hallo!

Ich denke mir auch, dass die 901 in einem Lokal unter der Decke aufgehängt den Raum durchaus beschallen können.
Der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Wort "beschallen".

Wer sich für meine Bose interessiert, solle sich bei mir melden.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
Schwergewicht
Inventar
#10 erstellt: 03. Feb 2012, 08:18

thw-62 schrieb:
Der EQ ist die Mittelstellung der Regler.
Stelle dir zwei Aktivboxen vor. Beide werden mit einem linearen Signal angesteuert. Die eine hat einen EQ im Eingang der Endstufe, die andere eine Frequenzweiche im Ausgang der Endstufe. Beide Systeme sind auf ihre Chassis abgestimmt damit ein einigermaßen linearer Frequenzverlauf dabei heraus kommt.
Es sind 2 verschiedene Konzepte mit Vor und Nachteilen. Das aber ein System nix mit HiFi zu tun haben soll verstehe ich nicht.


Der EQ ist natürlich nicht die Mitelstellung der Regler, ansonsten wäre er ja vollkommen überflüssig und somit verfälscht jeder EQ und passt den Klang den "Höhrgewohnheiten" des jeweiligen Zuhörers an, das ist ja auch seine "Aufgabe".

Und der Vergleich mit den Aktivlautsprechern hinkt natürlich auch. Eine normale gute Aktivbox hat keinen eingebauten EQ, sie verfügt lediglich über eine "Regeltechnik", den Schalldruck (nicht den Frequenzgang) der einzelnen Chassis untereinander in kleinsten dB Schritten anzupassen. Frequenzmäßig geregelt (also "verfälscht") wird die Aktivbox erst in dem Augenblick, wenn man die "Neutralstellung" der Klangregler des mit den Boxen verbundenen Vorverstärkers verändert.

Selbst eine preiswerte Anlage kann vermeintlich zuerst im kirekten Vergleich gut klingen, wenn man über die Höhen- und Tiefenregler natürlich auch noch mit eingeschalteter Loudness, das Klangbild seinen persönlichen Hörvorlieben anpasst und die "bessere" Anlage linear daneben wenig spektakulär aufspielt.

Es gibt Menschen, die bevorzugen Loudness/Bässe/Höhen ziemlich angehoben ihr ganzes Leben lang, ändern ihre Hörgewohnheiten also kaum/nie und für genau solche Hörvorlieben ist die 901 gedacht. Ich gehörte in meiner "Jugend" auch zu dieser Gruppe und war übrigens von der 901 ebenfalls angetan. Zumindest war ich so lange von den 901 relativ begeistert, bis ich sie mal im direkten Vergleich zu einer Braun L 710 hörte, in dem Augenblick verging meine Begeisterung innerhalb von Sekunden, so extrem verfärbt die 901 z.B. und so "schlecht" löst sie auch z.B. im Hochtobereich auf.

Es ist ja auch irgendwie klar, wie sollen diese (auch noch weniger hochwertigen) Breitbänder beispielsweise eine Panflöte im Vergleich zu eineem guten Konushochtöner/einer Kalotte/ oder gar einem Bändchen halbwegs linear sauber "auflösen"? Also biegt man es irgendwie hin und es klappt ja auch. Ja, bis man eben den direkten Vergleich hat und dann wendet man sich (bis auf Ausnahmen) nur noch von den 901 ab.


Bin auf eure Komentare gespannt.


Genau, deswegen sollte man die Meinungen/Erfahrungen der User mit der 901 auch akzeptieren und nicht versuchen, die gemachten Erfahrungen in Zweifel zu stellen. Und diese "Erfahrungen" lassen nun einmal bei mindestens 9 von 10 HiFi Freunden nur ein relativ negatives Klangurteil über die 901 zu, dies sollte man einfach akzeptieren und sich trotzdem an seinen 901 erfreuen.

Es gibt heute nichts mehr, was für die 901 spricht. Die Klangqualität der anderen Lautsprecherboxen hat sich seit 1967, wo die 901 auf den Markt kamen, erheblich zum Positiven entwickelt. Damals hatten die 901 auch klanglich ihren Platz innerhalb des Lautsprechermarktes. Die Klangqualität der Lautsprecherboxen auch im preiswerteren Segment hat sich aber durch die Bank in über 40 Jahren erheblich verbessert und immer mehr von den 901 entfernt.

Allerdings zehrt die 901 bei einigen immer noch aus dieser direkt/indirekt Zeit. Obwohl auch (fast) jeder heute weiß, dass diese "indirekten Schallanteile" bereits je nach Aufnahmeort (fast immer) speziell bei klassischer Musik bereits auf dem Speichermedium vorhanden sind und durch das Bose 901 Konzept nur noch zusätzlich nicht ortbar bzw. nur noch diffus wiedergegeben werden.


Zu meiner aktiven Zeit waren die Bose Geräte sehr gut kalkuliert und deshalb bei Verkäufern sehr beliebt.


Darin liegt nun einmal die große Stärke von Bose allgemein, dies muß man genau so "neidlos" akzeptieren, wie auf der anderen Seite den "eher schlechten Klang ihrer Produkte" vor allem bezogen auf ihren extrem hohen Preis.



[Beitrag von Schwergewicht am 03. Feb 2012, 08:34 bearbeitet]
alpineberlinette
Stammgast
#11 erstellt: 03. Feb 2012, 08:19
Wenn man die Beiträge überfliegt, merkt man, viele haben nicht alles von der 901 verstanden. Ja das Kästchen trägt den namen Equalizer. Aber es ist nicht der üblicher EQ, der früher bei einigen Anlagen dabei sein musste, weil er cool war, mit der Aufgabe den Klang zu verändern. Der 901 EQ hat zwei Aufgaben. 1. Die Eigenschaften der Breitbandchassis zu lineariesieren. Dafür ist eine bestimmte Freqenzgangkorrektur eingebaut, die nicht verändert werden kann. Das gibt es bei fast allen High End Boxen auch. Da wird dann immer positiv berichtet, boa, sind da aber teure Teile (und so viele) in der Frequenzweiche eingebaut. Neben der Trennung der verschiedenen Wege/Chassis, wird natürlich auch korrigierend eingegriffen um die Chassis zu linearisieren, wie bei der 901 auch.. Bose macht das technisch besser, nämlich aktiv. Das führt nebenbei dazu, dass der Verstärker eben NICHT mehr Arbeit hat, da er nicht gegen die Bauteile der Frequnzweiche arbeiten muss. Was gibt es nicht alles für kapriziöse LS, die ganz besondere, stabile Endstufen benötigen. Oft genau aus diesem Grund. 2. Die 2 Regler am Bose EQ erlauben eine sanfte Anpassung an den Raum. Ist er überbedämpft, mehr Höhen oder umgekehrt in halligen Räumen. Auch im Bassbereich kann man korrigierend eingreifen, wenn man Probleme hat. Bose hat die Regler nicht auf die typischen Loudnessfrequnzen eingestellt, sondern, auf die typischen Problemfrequenzen von Wohnräumen. Es sind KEINE Klangregler. Einfach mal die Bedienungsanleitung lesen und nicht bling mit Halbwissen losmeckern.
Das die 901 in Kneipen eingesetzt wird, ist bekannt . (in meiner alten Disco hingen sie auch). Nur, dafür sind sie nicht gebaut. Bose hat aber reagiert, und die 802 auf den Markt gebracht. Diese hat 8 Chassis, die bewusst für die nach vorne Abstrahlung konzipiert wurden. Die Chassis kommen mit Profibedingungen klar, die eben ausserhalb von WZ herschen. (Kälte/Wärme , Feuchtigkeit etc). Es sind andere Chassis, aber natürlich mit gleicher Grundidee. Die 802 ist vom EQ anders abgestimmt, eben für die Abstrahlung nach vorn und mit weniger Tiefbass, der im Profibereich nicht gebraucht wird. Dafür gibt es als Erweiterung die 302 oder/und die Wave Canon.
Ich muss einfach mal wieder die ketzerische Frage stellen, mit was die vielen 901 Kritiker die 901 denn vergleichen? Mit anderen LS? Ich gehe oft in Klassik Live Konzerte, das ist der wahre Vergleich, und da schneidet die 901 nicht schlecht ab. Ich kenn so viele angebliche High Ender die über gut ud schlecht, lifelike oder nicht, Klangverfärbungen babbeln, aber noch nie, wirklich nie ein Original gehört haben. Soll man die wirklich ernst nehmen?
Ich sage nicht, die 901 ist der beste LS der Welt, aber so schlecht, wie er immer gemacht wird, ist er bei weitem nicht.
Zum Preis, wer den räumlichen Klang eines klasssichen Livekonzertes mag, hat nicht viele Alternativen. man ist schnell bei Dipolen andere Konzepte wie die Shahinian sind eher selten . Aber alles ist wesentlich teurer, als eine 901. Habe selbst Maggies, Martin Logan, Apogee Diva, Infinity RS1b. Die machen auch Raum, die eine Kistenbox nie kann. (Doch eine Wilson Watt Puppy hat mir auch gut gefallen). Aber zu welchem Preis?
Zu den Verfärungen. Ich führe immer wieder eine der besten Violinen Aufnahmen ever vor, Heifetz , Tschaikowsky mit seiner Dolphin Stradivari. Den vollen warmen Klang bekommt die 901 ziemlich gut hin, auch der Violinenlehrer meiner Tochter ist angetan. Viele sauteuere High End LS tun sich hier schwer. Unheimlich analytisch, aber künstlich und oft einen Tick zu hell.
Feathead
Stammgast
#12 erstellt: 03. Feb 2012, 09:24

alpineberlinette schrieb:
Viele sauteuere High End LS tun sich hier schwer. Unheimlich analytisch, aber künstlich und oft einen Tick zu hell.


So sehe (höre) ich das auch. Schön, dass es nun mal eine positive Stimme für die 901 und deren Konzept gibt. Im großen und ganzen macht die 901 sicher nicht mehr Fehler als die Konkurrenz! Deren Schwächen sind die Stärken der 901 und umgekehrt.
alpineberlinette
Stammgast
#13 erstellt: 03. Feb 2012, 11:06
Ich will ja niemanden missionieren, spiele als High End Freak ja auch mit vielen Sachen rum, es gibt viele interessante Konzepte. Aber was mich immer aufregt sind die Bewertungen von Leute mit angelesenem Halbwissen, Nachplappern von Mainstreammeinungen und bedenkenloser Übernahme der dubiosen statements der HiFi Werbung und der Zeitschriften. Eine wirkliche Meinung sollte immer mit dem Original im Konzert abgeglichen sein. Übrigens, ich habe Amar G Bose schon persönlich kennengelernt, war in Framingham, seinem HQ. Amar ist kein geldgieriger Raffzahn, sein Job am MIT in Boston an der Uni, wo er seit mehreren Jahrzehnten Prof ist, steht an 1. Stelle, Seine Firma, immerhin 1 Mrd. Umsatz, ist 'nur' sein privates Forschungszentrum. Seine Entwickler haben übrigens alle eine Dauerkarte für die berühmte Boston Symphony Hall. Wenn die 901 klanglich irgendwo Fehler machen würde, die stark vom Konzertsaalerlebnis abweicht, es wäre ein einfaches, das über den EQ elektronisch zu ändern. Man könnte gezielt und sehr schmallbandig überall im Frequenzgang eingreifen, wenn nötig. Aber seine Entwickler sind alle taub, nach dem Konzertbesuch hören sie die unglaublichen Fehler der 901 nicht und lassen den EQ seit über 1 Jahrzehnt unangetastet.
raphael.t
Inventar
#14 erstellt: 03. Feb 2012, 11:29
Hallo Leute!

Ich habe 901er und schreibe nicht von Dingen, die ich nicht selber erfahren habe.
Der Klang kann kurzfristig unbefangene Zuhörer durchaus beeindrucken, aber bald fängt man an, die Fehler zu hören, dann die Boxen umzudrehen, um sie "japanisch" zu benützen, wie in Ostasien in Foren empfohlen wird.
Vie besser wird der Klang allerdings so auch nicht.

Jedermann, der sich bei mir meldet, ist gerne zu einer Hörsession eingeladen und kann sich selber von dem von mir Behaupteten überzeugen.

Grüße Raphael
alpineberlinette
Stammgast
#15 erstellt: 03. Feb 2012, 11:52
Welche Fehler hörst du denn?
Ich habe 20 Jahre Erfahrung mit der 901. Auch bei mir gibt es einige Räume, da bekomme ich nicht den gewohnten 901 Klang nicht hin, ähnlich geht es mir bei anderen LS auch. Letztendlich habe ich die Erfahrung, alle LS müssen sehr sorgfältig auf den Raum abgestimmt werden, die Raumakustik hat einen sehr großen Anteil am Gesamtergebnis. In meinem sehr halligen WZ klapp zum BSp. meine Martin Logan ziemlich gut, die 901 nicht. Im 38m² Kellerraum (Haupt HiFi Zimmer) vice versa.
Höchstwertige Elektronik ist immer vorhanden. Krell, MCIntosh, Rowland Research, Sota Saphire mit Souther, Transrotor, Parasound, Burmester, Bryston, Symphonic Line, auch ne 1801 von Bose.
Passat
Moderator
#16 erstellt: 03. Feb 2012, 12:07
Die 901 bzw. ihr Konzept hatte sicherlich ihre Berechtigung in den 60ern und 70ern.
Aber spätestens seit Mitte der 80er nicht mehr.

Die Grundidee des Direct/Reflecting-Prinzips ist schon richtig und bis ca. Mitte der 80er konnte man es technisch nicht anders lösen.

Das Prinzip, so wie es von Bose umgesetzt wird, hat einen entscheidenden konzeptionellen Nachteil, der es unmöglich macht, die Akustik eines Konzertsaals abzubilden:
Es wird einfach Diffusschall erzeugt, aber dieser Diffusschall trägt keinerlei Rauminformationen.

Das macht Yamaha mit seinen DSPs viel konsequenter und richtiger:
Da wurden Konzertsääle und andere Räumlichkeiten akustisch vermessen und Stärke, Abklingverhalten, Richtung des Diffusschalls etc. etc. ermittelt und in einem Chip abgespeichert.

Damit kommt man sehr sehr nahe an die tatsächliche Akustik eines Konzertsaals heran.
Und das, ohne die Ortbarkeit zu beeinträchtigen.
Die ist bei Bose-Systemen nämlich konzeptbedingt nahezu nicht vorhanden.

Und wie inkonsequent Bose bei seinen eigenen Produkten vorgeht, sieht man an einem kleinen Beispiel:
Dr. Amar Bose wurde einmal gefragt, warum er Konuschassis als Hochtöner einsetzt und keine Kalotten.

Seite Antwort war, das man bei den Konuschassis nur den Antrieb stark genug machen müsste, dann könnten die auch kräftige Höhen.

Nur: Ein Konuschassis bündelt den Schall viel stärker als es eine Kalotte tut.
Da das Bose-Konzept auf eine möglichst breite Abstrahlung setzt, wäre es nur konsequent, auch Chassis zu benutzen, die möglichst breit abstrahlen.
Bose tut das aber nicht.
Warum?

Was die 901 angeht:
Wirklich schlecht klingt die nicht, aber mein Geschmack ist der Sound nicht.
Und was originalgetreue Wiedergabe angeht:
Auch das muß die 901 nicht können. Es gibt genug Leute, die der Sound gefällt.
Ich kenne sogar Leute, die gar nicht ins Konzert gehen, sondern Musik nur über ihre Anlage hören.
Kommentar von denen über Livekonzerte (Klassik!): "Da gehe ich nicht hin, da klingen die Instrumente so unnatürlich".
Und "Es stört mich, wenn die Violinen von der einen Seite kommen und das Klavier von der anderen Seite".

Dabei ist das doch der Maßstab.
Den Leuten gefällt aber der Liveklang einer Violine, Trompete, Klavier etc. nicht, auch stört sie die Ortbarkeit der Instrumente in einem typischen Orchester.
Die wollen es gesoundet.

Und da ist die 901 der passende Lautsprecher.

Grüsse
Roman
Irving
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 03. Feb 2012, 12:55

Passat schrieb:
[...]
Ich kenne sogar Leute, die gar nicht ins Konzert gehen, sondern Musik nur über ihre Anlage hören.
Kommentar von denen über Livekonzerte (Klassik!): "Da gehe ich nicht hin, da klingen die Instrumente so unnatürlich".
Und "Es stört mich, wenn die Violinen von der einen Seite kommen und das Klavier von der anderen Seite".
[...]


Sind das Menschen? Eine gute Live-Aufführung bietet so viel Mehrleistung, das kann keine Anlage der Welt ausgleichen!
ooooops1
Inventar
#18 erstellt: 03. Feb 2012, 13:13
Moin,

niedliche Diskussion

Ist der Sound wie aus der Dose, ist das System bestimmt von Bose......

dieser in weiten Kreisen der HiFi Verkäufer bekannte Satz dürfte nicht so ganz aus der Luft gegriffen zu sein.....

Wir haben früher auch Bose verkauft.
Tolle Marge

Darum wird auch soviel Bose verkauft
Wo wir früher an z.B. I.Q. oder JBL Lautsprechern ca. 50% hatten, gab es für Bose zwischen 100% und 150%
Natürlich haben wir Bose verkauft, wir wollten ja unser Bankkonto füllen.....

Aber einen (mich) überzeugenden Klang haben die alle nicht. Ein Bose Accustimas 5 ist eine Kombination, die geht garnicht.....und wir haben damals mit mindestens 6 Kombinationen (Canton etc.) und 20 Regal- und Standlautsprechern verglichen (Canton - Heco - JBL - KEF - Revox - I.Q. etc.). Keiner der 6 Tester hat für die Bose gestimmt.

Das Prinzip will ich nicht beurteilen. Ich kann nur den Klang beurteilen. Der Klang ist, vorsichtig formuliert" nicht gut..............

Ooooops1

P.S. warum gibt es eigentlich hier den ca. 76igsten Beitrag über Bose???
alpineberlinette
Stammgast
#19 erstellt: 03. Feb 2012, 13:43
Im Fachhandel habe ich auch so gut wie nie einen guten Bose Sound gehört, vor allem nicht in Boxenwänden, schlimmer noch in den großen Märkten, die, wenn man genau hinschaut, eine große Halle sind. Ein Konzept für den kleineren (Wohn) Raum hat gegen direkt abstrahlende LS grundsätzlich ein Problem. Auch mit dem Acoustimass Bass muss man zu Hause etwas spielen, um eine perfekte POsition zu finden. Die Cubes müssen so placiert werden, als ob der Raum möglichst gleichmässig und indirekt bestrahlt wird. Gehe ich in ein typisches Geschäft, sind die Cubes meist zusammengedreht und auf den Hörer gerichtet. Auch hier BDA lesen! Zudem ist das Konzept von Bose eben ganz anders, als der Rest der normalen Konsumerklasse. Das sind seit 60 Jahren Kisten mit einigen Chassis auf der Front, die ihre tollen Klangeigenschaften durch die Wertigkeit der Bauteile erzeilen müssen, die Grundidee ist oft ziemlich ähnlich. Nur hat eben dieses Konzept bei den typischen 3 m Abstand zu Hause gravierende und grundsätzliche Probleme. Nur mal ein Bsp. Der DIN Frequenzgang, den immer alle so gebannt in den Tests kontrollieren, wird auf Achse im schalltoten Raum vermessen. So hört kein Mensch im WZ. Man sitzt seitlich (Stereodreieck), man hat Wände, die die tiefen Töne um etliche Faktoren verstärkt , während der HT fast Lasermässig gebündelt abgestrahlt. Jede Frequenz hat eine eigene Abstrahlcharakteristik. Der am Hörplatz relevante Frequenzgang muss prinzipbedingt völlig anders sein, als auf Achse im schalltoten Raum. Was ist den jetzt entscheidender? Mein Hörtplatz zu Hause, oder muss ich mir einen schalltoten Raum bauen und auf Achse sitzen? Deswegen haben grundsätzlich Dipol oder rundumstrahlende Konzepte in der Praxis Vorteile, sie kommen dem Original näher und werden auch oft so wahtgenommen. Im direkten Vergleich wirkt so ein Konzept natürlich so anders, das es abgewertet wird. Kein Mensch wird eine renormierte Magenplanar im Media Markt eingeklemmt mit den Kisten vergleichen, eine Bose soll das aber hinbekommen.
thw-62
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 03. Feb 2012, 15:33



Genau, deswegen sollte man die Meinungen/Erfahrungen der User mit der 901 auch akzeptieren und nicht versuchen, die gemachten Erfahrungen in Zweifel zu stellen. Und diese "Erfahrungen" lassen nun einmal bei mindestens 9 von 10 HiFi Freunden nur ein relativ negatives Klangurteil über die 901 zu, dies sollte man einfach akzeptieren und sich trotzdem an seinen 901 erfreuen.



Genau, deswegen sollte man die Meinungen/Erfahrungen von mir mit der 901 auch akzeptieren und nicht versuchen, die gemachten Erfahrungen in Zweifel zu stellen.
detegg
Inventar
#21 erstellt: 03. Feb 2012, 15:59
... umgekehrt wird ein Schuh draus - es gibt halt andere mit anderen Meinungen/Erfahrungen.

;-) Detlef

EDIT: Meinungen/Erfahrungen sind auf dem Tisch. Bevor das hier wieder in unendliche, ärgerliche Bahnen läuft, verweise ich auf die bestehenden Bose-Freds und mache hier mal zu!


[Beitrag von detegg am 03. Feb 2012, 16:08 bearbeitet]
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