Bandmaschinen AKAI oder PIONEER?

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cromacoma
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 29. Mai 2005, 19:11
Hallo+Guten Abend!
Mein Loewe Optacord-Tonbandgerät feiert jetzt 40. Geburtstag und könnte dann eigentlich auf den Gnadenhof.
Nachfolgewünsche wären

Pioneer RT 707

oder

Akai CX 77
(wie krieg ich eigentlich Abbildungen hierhin??

Wer kann mir zum einen oder anderen raten?

Optisch gefällt mir das Pioneer besser - gibt's eigentlich noch andere Hersteller die von der Form her ähnliche (kleine) Geräte hatten?

Dank für alles Hilfreiche.
Gruß cromacoma
DB
Inventar
#2 erstellt: 29. Mai 2005, 19:22
Hallo,

wenn Du Dich gern an gespannten Ersatzteilsituationen erfreust, kannst Du bedenkenlos zuschlagen. Ansonsten ist die Antwort erheblich einfacher: Revox.

MfG

DB
MikeDo
Inventar
#3 erstellt: 29. Mai 2005, 23:41
Müsste es sich nicht mittlerweile rumgesprochen/geschrieben haben, dass wenn eine Bandmaschine in Betracht käme, es nur sinnvoll erscheint, einer Revox Bandmaschine den Vorzug zu geben??

Das alles und entscheidene Argument ist schlicht und ergreifend die Ersatzteilversorgung
Ich kann meinem Vorredner nur beipflichten. - Wenn, dann Revox. Punkt aus!!

Gruß MikeDo
cromacoma
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 30. Mai 2005, 00:11
Hi!
Gibt's denn von Revox diese Art "Frontlader"-Bandgerät?
Die üblichen großen grauen Kisten von Revox ertrag ich nicht.
Dank+Gruß cromacoma
MikeDo
Inventar
#5 erstellt: 30. Mai 2005, 01:14

cromacoma schrieb:
Hi!
Gibt's denn von Revox diese Art "Frontlader"-Bandgerät?
Die üblichen großen grauen Kisten von Revox ertrag ich nicht.
Dank+Gruß cromacoma




Man kann Die Maschinen hinstellen,als auch hinlegen
Und das "Graue" was Du so bemängelst, ist eine Nextelllackierung, die für Revox typisch sind/ waren..
Und graue Kisten sind es nun wirklich nicht. - Damit rufst Du die Revoxler auf den Plan und dann gehts aber ab

Aber mache Dir selber einen Eindruck und schaue mal hier:

www.reeltoreel.de/Revox/ReVox.htm


Gruß MikeDo

P.S. Habe selber die B77 MK II und das ist eine Spitzenmaschine
CyberSeb
Inventar
#6 erstellt: 30. Mai 2005, 06:58
Hallo!

Ich muss mich den Vorrednern anschließen. AKAI ist was für's Auge, Revox fürs Ohr :-)

Ich hatte 2 Akais, keine länger als 2 Monate und bin jetzt auch bei Revox gelandet. Irgendwann tut das jeder. Einem Bekannten geht es auch so. Er fing mit AKAI an (ja, er hat 3 Akais), jetzt stehen noch 3 Revox bzw. Studer herum. :-) (OK, der ist auch etws verrückt).

Die AKAIs sind zwar optisch sehr ansprechend (Respekt, Akai!), das war es dann aber auch schon. Es ist nur reinste "Consumerware". Richtig einmessen kann man die Dinger auch gar nicht.

Revox sieht schon recht bieder aus (z.B. die A77), aber es ist m. M. perfektes Industriedesign, das ich sehen lassen kann. Es ist halt für "ernsthaftes" Arbeiten gemacht. Außerdem: Was bei Revox wie Holz aussieht, ist auch Holz. Kein Plastikfurnier wie bei Akai

Die Ersatzteilversorgung bei Revox ist spitze. Wenn etwas kaputt ist: KEIN PROBLEM. Gibt' ja iBähhh. Und die technischen Unterlagen sind sagenhaft! Das ist finde ich wichtiger, als das Design. Was nützt dir die schönste AKAI wenn was nicht geht.

OK, Finger weg von der GX77:
- Billige Verarbeitung
- Keine Normgerechten Spuren (dünner als normal 4-Spur!)
- Billige Spielzeugmotoren für die Wickelteller mit Riemenantrieb (!!!!), manche spulen nicht mehr richtig!
- Zählwerk braucht extra Netzteil, sonst steht's immer auf 0000

Außerdem: Finger weg von den kleinen 4000ern. Putzig, aber nur Spielzeug!

Sehr Gute Akais: GX280D (-DD), GX285, GX620 und höher, 747, ...

Revox-Alternative: Tandberg. Sehr feine Geräte!!! :-)

Gruß,
Sebastian
Wolfgang_K.
Inventar
#7 erstellt: 30. Mai 2005, 08:56
Wo Du recht hast Du recht, an Deinen Ausführungen gibt es nichts hinzuzufügen. Du hast es genau auf den Punkt gebracht.

Fazit: Entweder eine Maschine von ReVox oder ganz zu verzichten. Es gibt keine Alternativen!!!!!


[Beitrag von Wolfgang_K. am 30. Mai 2005, 08:57 bearbeitet]
lump
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 30. Mai 2005, 09:01
Hi,

hier mein Tipp. Wenn Du die Revox-Geräte optisch nicht ertragen kannst (verständlich) dann lass besser die Finger davon. Sie ist in Sachen Klang und Wartung den meisten Maschinen überlegen, aber das Auge hört ja bekanntlich auch mit.

Die Akai GX 77 ist in der Tat eine Katastrophe und definitiv nicht zu empfehlen. In diesem Gerät wurde soviel spezifische Mechanik verbaut, dass es in der Tat ein Ersatzteilproblem geben könnte. Das mit der "Super Billig Verarbeitung" stimmt auch. Die Maschine sieht von außen passabel aus, man darf aber keinen Blick ins Innere werfen.

Die Pioneer RT ist ein wunderbares Kleinod. Ich kann diese Maschine wirklich empfehlen. Sie ist robust, klingt wenn sie gut eingemessen ist hervorragend und sieht wirklich chic aus.
Im Prinzip sollte man auf 2 Dinge achten. Zum einen sind die Andruckrollen hin und wieder ausgehärtet, zum Anderen die Köpfe gern verschlissen.

Also, wenn die Andruckrolle elastisch ist und die Köpfe nicht mehr als 2 mm Kopfspiegel aufweisen, dann kann man im Prinzip zuschlagen. Das schlimmste was dann noch passieren kann, dass ein "Bastler oder Sammler" sich an dem Gerät und seinen Einstellungen versucht hat. Das sollte man auch vorher mit dem Verkäufer klären. In der Regel sind aber wirklich gute 707 zu bekommen. Diese kann man auch problemlos und präziese einmessen

Meine Meinung dazu dürfte klar sein.. lieber eine RT als 10 Revoxen..... Nur aus optischen Gründen versteht sich!
cromacoma
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 30. Mai 2005, 09:24
Hi+Hallooo!
Ich hab dazu gelernt - und lauer jetzt auf eine RT-707.
Wen ich mich wegen des Elends dann irgendwan erschießen und aufhängen möchte laß' ich die Bandgeschichten ´halt ganz.
Gibt's eigentlich noch andere Fabrikate - in der Optik der RT 707 ähnlich?
Dank+Gruß cromacoma
CyberSeb
Inventar
#10 erstellt: 30. Mai 2005, 10:20
Hallo cromacoma!

Ich möchte mich nun noch mal selbst zitieren. Wenn du ein paar Punkte beachtest, kannst du dir eine Menge Ärger ersparen. Übrigends: Kopfspiegel mit 3 mm sind auch noch OK wenn man sie kauft. Der Spiegel "hält" bis ca. 5mm, dann ist Senze. Allerdings dauert es wesentlich länger, von 3 auf 5 mm zu kommen als von 0 auf 3. Klar!

Also hier noch ein paar Tips:

Achte beim Kauf auf folgende typischen Symptome, die mir immer wieder auffallen (obwohl das Gerät prinzipiell funktioniert):

- Abgenutzte Köpfe!!! Der "Spiegel" sollte nicht beiter als 3mm sein, wenn du noch lange Spaß mit dem Gerät haben möchtest
- Verbogene Spulenaufnahmen, die Spulen "eiern"
- öfters Bandsalat, die Gummirolle ist kaputt (sie soll weich und "flauschig" sein, nicht spröde, ohne Verformungen)
- Das Band wandert etwas, dabei wird ein Kanal immer wieder dumpf und leise. Nicht zu verwechseln mit Dropouts
- Rumpelnde Lager (v.a. A77)
- Schlechtes Umspulen, -> Elkos schwach
- Krachen beim Ein/Ausschalten, defekte Tantals im Signalweg
- Knistern, Tantals oder bei AKAI die Sanyo-ICs
- Eine Seite ist lauter wie die andere, siehe oben
- Verzerrte Wiedergabe, Elkos in der Endstufe (Grundig)
- Steuerung spinnt -> verdreckte Relais oder Kontakte der Steckkarten
- Nicht eingemessen: Die Aufnahme klingt völlig anders als das ursprüngliche Signal

Ansonsten (leicht zu beheben):
- Zählwerk geht nicht -> Riemen
- Beleuchtungen gehen nicht (Birnen wechseln)


Tipps bei Revox A77 (und A76, A78):

- Sind die Fußleisten dran?
- Ist das Blech vorne, an dem die Knöpfe sind, verbogen? Das Blech löst sich leicht ab und die Vorbesitzer reißen es gar runter, es verbiegt und dann wir es mit Bastelkleber wieder higeklebt...
crazy_gera
Stammgast
#11 erstellt: 30. Mai 2005, 14:10
Deine Frage."Gibt's eigentlich noch andere Fabrikate - in der Optik der RT 707 ähnlich?"
natürlich die RT-909-.


Gruss gera


[Beitrag von crazy_gera am 30. Mai 2005, 14:13 bearbeitet]
Django8
Inventar
#12 erstellt: 30. Mai 2005, 15:01

natürlich die RT-909


Jaaah, ich versteh' zwar nicht viel von Tonbandgeräten und brauche auch keins, aber so ein RT-909 sollte man eigentlich nur schon der Optik wegen haben.... (War übrigens soviel ich weiss das letzte und "grösste" Tonbandgerät von Pioneer).
Zweck0r
Moderator
#13 erstellt: 30. Mai 2005, 18:49
Hi,

wie wärs mit einer schicken schwarzen ASC ?

Meine AS 5002 (für 10 Euro auf dem Trödelmarkt geschossen) ist zwar noch nicht überholt, aber die Verarbeitung konnte mich schon begeistern. Fette Papst-Motoren und diverse Gussteile erinnern an Revox, ebenso die Steckmodulbauweise. Dazu fotoelektrische Bandzugfühlhebel wie bei der Grundig TS 1000.

Grüße,

Zweck
crazy_gera
Stammgast
#14 erstellt: 30. Mai 2005, 19:37
Hier gibst eine Bandmaschinensammler Homepage, mit vielen Modellen zu besichtigen.http://www.tonbandhobby.de/
Gruss gera
henreif
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 30. Mai 2005, 19:40
Es ging doch eigentlich nur um die Frage, ob eine Pioneer oder eine Akai, oder?
Sicherlich ist eine Revox mit diesen beiden Geräten nicht zu vergleichen, dennoch finde ich es immer wieder interessant, wie doch eigentlich von Thema abgeschweift wird, und die Revoxe in den Himmel gelobt werden.

Übrigens gibt es meiner Meinung nach noch einige andere Geräte, welche bei einer Revox durchaus mithalten können.
Und dies, obwohl sie japanischer Herkunft sind.

Aber zurück zur Frage:
Ich denke eine RT 707 ist immer einer GX 77 überlegen. Sei es klanglich, oder der Aspekt der Verarbeitung.
Von der Ersatzteilversorgung ganz zu schweigen.

Gruß

Henry (henreif)


P.S. Wie soll ich das verstehen, dass die RT 909 die "größte" gewesen sein soll???
Siamac
Inventar
#16 erstellt: 30. Mai 2005, 22:15
Hier wird nach zwei schönen 18cm Bandmaschinen gefragt und es werden Revoxe vorgeschlagen. Ich kenne aber keine 18er von Revox

Ich habe zwar 5 RevoxBMs, benütze diese aber kaum.

Meine Pioneer RT-2022 und Akai GX-400D finde ich in jeder Hinsicht besser.

Zurück zu den 18ern. Mit meiner RT-707 bin ich sehr zufrieden. Ersatzteile wie Andruckrollen, Riemen und selbst Tonköpfe, kein Problem - alles im US-Ebay.
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