Kenwood KA-3060R, Kenwood DP-3060, Canton Karat 940, MB Quart One - kann das gut gehen?

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perirhombus
Neuling
#1 erstellt: 29. Sep 2017, 16:05
Hallo,

nachdem ich seit Jahren mich mit kleinen Digital-Geräten, PC-Audio-Karten und Lautsprechern zufrieden gegeben habe, wollte ich nun endlich mal eine anständige Anlage.

Ich habe mir erst ein Paar Canton Karat 940 über die Kleinanzeigen gekauft, 130 € das Paar. Sie sind in gutem Zustand und klangen im Probehören (allerdings beim Verkäufer) gut.

Ich dachte zunächst an einen Denon Verstärker, dann stieß ich zufällig auf eine Kombination von

Kenwood KA-3060R Verstärker
Kenwood DP-3060 CD-Spieler
MB Quart One Kompaktlautsprecher

Da ich die ganze Kombi zu einem Preis von 140 € kriegen konnte, habe ich zugeschlagen.

So, das ganze, die Kenwood-Anlage sowie Canton-Boxen, stammt aus der Nachwendezeit, was mich leicht nervös macht, aber bei diesen Preisen kann ich mich nicht wirklich beschweren. Die Teile sind auf jeden Fall alle in sehr gutem Zustand (z.B. Sicken und Membrane der Lautsprecher) und die Anlage klang wirklich sehr gut in meinem Test.

Nun meine Fragen:


  1. Ist der KA-3060R stark genug für die Canton-Boxen?
  2. Der KA-3060R hat A und B Lautsprecher-Ausgänge. Kann ich beide Lautsprecherpaare gleichzeitig betreiben? (Ich vermute nicht).
  3. Verfügt der KA-3060R über eine Schutzschaltung in der Endstufe?
  4. Was muss ich bei dieser Kombination beachten?


Ich mache mir Sorgen, dass der KA-3060R zu schwach für die Canton-Boxen ist. Ich finde unterschiedliche Daten, aber hier heißt es, er liefere 70 W: Kenwood KA-3060R, hier dagegen 100 W: Kenwood KA-3060R

(Der Verkäufer zieht um (deshalb der Verkauf) und hat mir versprochen, die Anleitung per Post nachzuschicken.)

Ich bin eher nicht der Typ, der die Wände wackeln lässt. Im Test habe ich es nicht geschafft, den Verstärker auf volle Lautstärke zu drehen, da es bereits bei 75% ordentlich wehgetan hat. Das heißt, es ist eher unwahrscheinlich, dass ich diese Anlage im oberen Leistungsbereich betreiben werde.

Ich möchte aber wissen, wie fragil die Sache ist.

Was denkt ihr?

Gruß

perirhombus
soundrealist
Inventar
#2 erstellt: 29. Sep 2017, 16:11
Die Antwort hinsichtlich aller Deiner Fragen zum Anschluß der angesprochenen Lautsprecher findest Du hier: http://www.hifi-forum.de/viewthread-42-5.html

Ergänzend: https://de.wikipedia.org/wiki/Lautsprecher

Wenn Du in das Thema Impedanz etwas tiefer einsteigen möchtest: https://de.wikipedia.org/wiki/Impedanz


[Beitrag von soundrealist am 29. Sep 2017, 16:15 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#3 erstellt: 29. Sep 2017, 16:45
beide LS-Paare haben jeweils 4 Ω Impedanz, durch gleichzeitigen Betrieb beider, halbiert sich die Impedanz, geht also auf 2 Ω runter, das kann bei sehr niedriger Lautstärke gutgehen, wird´s mal lauter, wird der Amp überlastet, da durch den geringen Widerstand der Strom zu groß wird, im Idealfall schaltet der Amp ab, verlass dich aber da nicht drauf.
Der Kenwood hat eine Dauerleistung von 70 W und eine Impulsleistung von 100 W, damit können die Canton´s sehr gut leben.

Hans
soundrealist
Inventar
#4 erstellt: 29. Sep 2017, 16:49
Wobei hier sogar noch zusätzlich anzumerken wäre (unabhängig von der Impedanzfrage) daß der Mixbetrieb verschiedener LS-Paare im selben Raum an einem Stereogerät schon aus klanglicher Sicht nicht wirklich erstrebenswert ist.
tinnitusede
Inventar
#5 erstellt: 29. Sep 2017, 16:57
diese Art der Berieselung hab ich mit einem TRX 3000 erst-und- letztmalg Anfang der 80er Jahre gemacht.
Dank der 4 Endstufen war´s ja kein Problem, aber befriedigt hat es mich nicht.

Hans
soundrealist
Inventar
#6 erstellt: 29. Sep 2017, 17:05
Fürchte aber mal fast, daß dem TE genau so etwas im Kopf rumspukt.
perirhombus
Neuling
#7 erstellt: 30. Sep 2017, 09:30
Zunächst danke für die Links.

Inzwischen kann ich schon mal die erste gute Nachricht geben. Ich habe die Anlage gestern Abend zusammen mit den Cantons angeschlossen und kann wirklich sagen, es klingt großartig! Es übertrifft meine Erwartungen! Klar, rauscharm, ausgewogen, bei Bedarf kräftig.

Der Verstärker scheint mit ihnen sehr gut klar zu kommen. Anfangs dachte ich, bei höherer Lautstärke in den Hochtönen ein Klirren zu hören, glaube aber inzwischen, dass es an der bestimmten Aufnahme liegt. Es ist auch dermaßen subtil, dass ich mir gar nicht sicher bin, was ich da überhaupt höre.

Allerdings schaffe ich es mit den Cantons nicht einmal annähernd auf 50 % der vollen Lautstärke zu kommen. Schon bei 30 % ist es dermaßen laut, dass es die Nachbarn (ich wohne in einem MFH) oben sicherlich stört. Zu einem Test im oberen Leistungsbereich wird es wohl gar nicht erst kommen Der Unterschied zu den Quart-Ones in der Lautstärke ist enorm.

Ganz klar ist auch: die Cantons hängen die MB Quart One LS klanglich ab.

Warum überhaupt zwei Paare anschließen? Erstens um Vergleiche zu ermöglichen und zweitens um die LS-Wahl der Situation eventuell anpassen zu können. Denkbar wäre noch, die Quart-Ones im Büro (nebenan) aufzustellen. Ich gedenke nämlich ein digitales Mediengerät zu bauen, das man über WLAN und HTTP-Schnittstelle steuert.

Was den Kombinationsbetrieb betrifft: mir geht es vorwiegend um Sicherheit. Man kann sich in der Lautsprecherverschaltung schnell vertun und beide gleichzeitig schalten. Es wäre blöd wenn man dadurch alles verheizen würde (z.B. bei 50 % Lautstärke die Cantons versehentlich dazu zu schalten, was schon im Alleinbetrieb anscheinend meine Fenster sprengen würde, wenn die Kombination mir nicht erst um die Ohren fliegt) .

Hier noch ein paar Fotos (etwas körnig, sorry):
Die Anlage:
Kenwood KA-3060R, DP-3060
Die aktuelle Aufstellung (wird sich ändern, im Hintergrund ist zu viel Kram, ich versetze alles vielleicht vor eine andere Wand):
Kenwood KA-3060R mit Canton Karat 940
Die LS (genauer gesagt, ein LS):
Canton Karat 940 Front
LS-Etikett:
Canton Karat 940 Etikett

(Alle Teile sind ein Bisschen staubig, wer das doof findet kann mir gerne noch ein paar Reinigungstipps geben, auch in Form von Links )


[Beitrag von perirhombus am 30. Sep 2017, 09:33 bearbeitet]
soundrealist
Inventar
#8 erstellt: 30. Sep 2017, 09:39
Na das hört sich doch alles super an.

Aber wenn ich Dir noch einen kleinen Tip geben darf: Stell die Boxen besser auf Ständer.Sonst bricht sich der Bass zu früh am Fußboden und die Hochtöner sind nicht auf Ohrhöhe.

Das mit den Lautstärkeorgien solltest Du lieber lassen. Nicht nur wegen der Nachbarn, sondern auch Deinem Gehör und Deinen Gerätschaften zuliebe
perirhombus
Neuling
#9 erstellt: 30. Sep 2017, 09:48
Verstehe mich nicht falsch, ich bin kein Lautstärkehund; wenn ich (extrem selten) mal auf Pop-Konzert gehe, trage ich grundsätzlich Hörschutz. Ich möchte einfach die Grenzen des Geräts gut kennen und wissen, dass das Gerät auch technisch völlig in Ordnung ist, vor allem weil ich es über einen Privatkauf erworben habe. (Natürlich ohne dabei das Gerät zu zerstören, Stichwort "Non-destructive testing" )

Ich habe schon vor, die LS auf Ständer zu stellen. Ich habe alles erst gestern abgeholt und aufgebaut Kannst du mir welche empfehlen, die zu diesen LS passen?
tinnitusede
Inventar
#10 erstellt: 30. Sep 2017, 09:50
von Canton gab´s auch Sockel, wo die Lautsprecher etwas schräg draufstanden, sodass die Hochtöner mehr nach oben strahlen,

Hans
perirhombus
Neuling
#11 erstellt: 30. Sep 2017, 09:52
...die für die Karat 940er gedacht waren? Sind die auch günstig zu bekommen? ;-)

Gruß

perirhombus
perirhombus
Neuling
#12 erstellt: 30. Sep 2017, 09:53
Sie sind ja schließlich ziemlich groß für die heute üblichen Ständer...
soundrealist
Inventar
#13 erstellt: 30. Sep 2017, 09:56
Zu den Ständern: So lange Du die Boxen stabil darauf aufstellen kannst und der Hochtöner auf Ohrhöhe spielen kann ist es eigentlich völlig egal, was Du nimmst. Da kannst Du also bedenkenlos nach der Optik kaufen.

Das mit dem Grenzen-Austesten kann leider auch schon mal zu Geräteschäden führen, wenn die Verzerrungen zu stark ansteigen. Und auch der tatsächliche Nutzwert einer solchen Aktion ist mehr als fraglich. Wenn bereits bei 50% mehr Reserve vorhanden ist, als Du benötigst und es einwandfrei klingt, ist da auch nichts defekt.
perirhombus
Neuling
#14 erstellt: 30. Sep 2017, 12:02
Gut, freut mich. Dann kann ich meine Versuchsreihe zunächst einmal abschließen ;-)

Passende Ständer zu finden wird nicht einfach sein.

Die Cantons haben einen Fußabdruck von 27 x 27 cm und wiegen jeweils 13 kg. Ich habe im Internet noch keinen Ständer finden können, der beiden Eigenschaften Rechnung trägt. Das Ganze darf nicht wackeln oder leicht umkippen.

Muss ich mir vielleicht welche schreinern lassen? Das wird mehr als die Boxen selbst kosten

Diese gelten als "Regellautsprecher". Man Vater hatte früher Boxen in einer ähnlichen Größe, damals war es auch üblich, sie auf oder im Regal quer aufzustellen. Allerdings wären sie dann immer noch nahe der Wand. Das ist weniger flexibel und auch akustisch nicht so günstig.
tinnitusede
Inventar
#15 erstellt: 30. Sep 2017, 12:11

perirhombus (Beitrag #11) schrieb:
...die für die Karat 940er gedacht waren? Sind die auch günstig zu bekommen? ;-)

Gruß

perirhombus


ja auch, eigentlich für alle sehr großen Canton Kompakt Boxen, wie die Karat 60, quasi die geschlossene Variante der 940, aber mit deutlich höherem Wirkungsgrad, oder die GLE 100/Quinto 540. Sind nur gebraucht zu bekommen, auch Braun hatte sie im Programm, da kann man nur die Augen offen halten und abwarten.

Hans
soundrealist
Inventar
#16 erstellt: 30. Sep 2017, 12:20

perirhombus (Beitrag #14) schrieb:

Passende Ständer zu finden wird nicht einfach sein.



Schau mal, ob Dir die hier vielleicht gefallen: http://www.elektroni...bUJHED0aAjtoEALw_wcB

Optisch könnte ich mir das ganz gut vorstellen und 66,- € für das Paar ist ja auch noch im bezahlbaren Rahmen.
soundrealist
Inventar
#17 erstellt: 30. Sep 2017, 12:24
Oh, ich seh gerade.... nur etwas mehr als 3 kg pro Box. Sorry !!
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