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Wie geht das mit den 4 und 8 Ohm?

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Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 21. Mrz 2003, 00:10
Wie geht das mit den 4 und 8 Ohm?

Bei den 4 bzw. 8 Ohm handelt es sich um die Impedanz eines Lautsprechers. Das Problem bei den Lautsprechern ist, daß die Impedanz nicht fest ist, sondern über den gesamten Frequenzbereich unterschiedlich ist. So kann die Angabe 4 Ohm meistens nur als Anhaltswert für den Anschluß sein. Wichtiger ist der Wert der kleinsten Impedanz eines Lautsprechers - das ist die Angabe, die üblicherweise angegeben wird. Meistens kein kritischer Wert. Es gibt jedoch Lautsprecher, bei denen als Impedanz 8 Ohm angegeben ist, die aber z.B. im Bassbereich einige Stellen haben, wo der Lautsprecher nur 2 Ohm hat.
Es gibt auch Lautsprecher mit 16 Ohm Impedanz, die sind relativ unkritisch.

Beispiel für einen Impedanzverlauf:

Der angezeigte Lautsprecher wurde angegeben mit 8 Ohm, hat aber im Bereich 10 kHz bis 20 kHz eine Impedanz von 4 Ohm.

Anschluß von Lautsprechern an Verstärker:
Hierbei muß man unterscheiden zwischen Verstärkern mit und ohne Übertrager in der Ausgangsstufe. Transistor-Verstärker haben üblicherweise keinen Übertrager, Röhrenverstärker haben einen Übertrager, wobei es auch Ausnahmen gibt.

Zuerst einmal die Verstärker mit Übertrager, weil die sind schnell behandelt. Die Übertrager sind meistens ausgelegt für genau einen Impedanzwert, eventuell gibt es mehrere Anschlüsse oder Schalter für unterschiedliche Impedanzwerte. Die sollte man möglichst einhalten.

Bei den Verstärkern ohne Übertrager, also der Mehrzahl der Verstärker, ist es etwas komplizierter. Ein Verstärker kann meistens nur Lautsprecher mit einer bestimmten Mindestimpedanz antreiben. Wenn die Impedanz des Lautsprechers zu klein ist, kann folgendes passieren:
- wenn man nur leise spielt, kann es sein, daß man gar nichts merkt, evtl. geht eine Warnleuchte an (Overload)
- wenn man laut spielt, kann es sein, daß eine Sicherung im Verstärker durchbrennt oder daß die Endstufe kaputt geht
- es setzt eine Schutzschaltung ein, die den Verstärker abschaltet. Irgendwann kann man dann den Verstärker dann wieder einschalten.
- Der Verstärker wird zu warm und dann setzt eine Schutzschaltung ein oder nach einiger Zeit geht was kaputt
- Der Verstärker bringt nicht mehr die volle Leistung (z.B. schwache Bässe), es wird einfach nicht lauter

Was auf jeden Fall gehen sollte:
Verstärker für 4 Ohm Lautsprecher, Lautsprecher 4 Ohm
Verstärker für 4 Ohm Lautsprecher, Lautsprecher 8 Ohm mit Leistungsminderung
Verstärker für 8 Ohm Lautsprecher, Lautsprecher 8 Ohm

Es gibt Verstärker, die tolerant auf zu kleine Impedanzen reagieren, nämlich man merkt es gar nicht, und es gibt Verstärker, die sich schnell abschalten, wenn ein Lautsprecher mit einer zu kleinen Impedanz betrieben wird, meistens erst bei größeren Lautstärken.

Auswirkungen in der Praxis: http://www.nubert.de/downloads/ts_impedanz.pdf

Wie kann man die Impedanz eines Lautsprechers messen: Mit einem einfachen Multimeter geht es nicht. Eine Möglichkeit wäre: Man braucht hierzu einen Ohmschen Widerstand, dessen Wert ungefähr der zu erwartenden Impedanz entsprechen sollte und auch einige Watt vertragen muß. Den schaltet man in Reihe zum Lautsprecher an einen Verstärker, an den Verstärker schließt man einen Sinusgenerator an, und mißt dann über den gesamten Frequenzbereich mit einem geeigneten Multimeter oder einem Oszilloskop die Ausgangsspannung am Verstärker und die Spannung am Lautsprecher, und kann sich dann eine Kurve über den Impedanzverlauf ermitteln.

Jetzt noch ein paar Worte zur Reihenschaltung (oder auch Serienschaltung) und zur Parallelschaltung von Lautsprechern:
Reihenschaltung ist, wenn man 2 oder mehr Lautsprecher hintereinander an den Verstärker hängt.
Hierzu wird der Minuspol des ersten Lautsprechers mit dem Pluspol des nächsten Lautsprechers verbunden, die jetzt noch beiden freien Anschlüsse dann mit den entsprechenden Polen des Verstärkers. Bei Stereo für den andern Kanal genauso.
Die Impedanz für den Verstärker ist dann die Summe der Impedanzen der hintereinander geschalteten Lautsprecher, bei zwei 4-Ohm-Lautsprechern hat man dann 8 Ohm.
Der Klang wird allerdings schlechter.

Parallelschaltung ist, wenn man beide Lautsprecher direkt mit zwei Kabeln anschließt. Oft haben Verstärker auch mehrere Anschlüsse (z.B. A und B oder 1 und 2), und man kann sie auch noch getrennt schalten. Bei zwei gleichen Lautsprechern halbiert sich dann die Impedanz, also bei zwei 4 Ohm Lautsprechern hat man nur noch 2 Ohm, was die meisten Verstärker überlasten dürfte.

Man sollte, wenn überhaupt, nur mehrere gleiche Lautsprecher zusammenschalten, weil bei unterschiedlichen Lautsprechern können sie so unterschiedlich in der Lautstärke sein, daß der eine laut ist und der andere ist gar nicht zu hören.

Bei Reihen- und Parallel-Schaltung vertragen die Lautsprecher dann auch mehr Leistung, bei zwei gleichen Lautsprechern doppelt so viel.

Weitere Erklärungen:
http://www.musik-service.de/Gitarren/ifLautsprecherschaltung.htm
http://www.elektronikinfo.de/audio/lautsprecher.htm

6 / 8-Ohm Lautsprecher




Es wird im Folgendem ein Bezug zu 2 x 30V, also 30V+ und 30V- hergestellt. Durch das Errechnen aus dem angeführten Ohm`schen Gesetz, kann sich ein jeder den benötigten Strom für eine Reihen-, Parallel- oder Reihenparallelschaltung sichtlich machen. Die Ausgangsspannung ist durch die feststehende Betriebsspannung als gegeben anzusehen.






Auf Verminderung bzw. Erhöhung der Ausgangsspannung infolge Netzteilbelastung, veränderlichen Innenwiderständen, Spannungs- u. Stromabfall an Emitterwiderständen, sowie Nachkommastellen der Werte ist verzichtet worden.


[Beitrag von Master_J am 30. Nov 2009, 14:13 bearbeitet]
outfast
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 07. Jun 2003, 11:58
ich verstehe da sowas nicht ganz:
wieso z.B. brennt die sicherung im verstärker durch , wenn die Impedanz von dem verstärker 8 ohm, von den Lautsprechern aber nur 2 ohm beträgt???
du hattest doch gesagt:Impedanz= widerstand zwischen LS und Verstärker bei wechselstrom.

dann müsste das signal zu dem "2ohmigen" LS doch relativ ungehindert kommen.
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 21. Jun 2003, 18:38
Hi,
weil bei 2 Ohm der 4-fache Strom wie bei 8-Ohm fließt. Je kleiner die Impedanz, desto größer der Strom.
Beim Strom sind alle Widerstände ab dem Verstärkerausgang zu addieren, incl. der Impedanz des Lautsprechers.
Cosmocunts.de
Neuling
#4 erstellt: 07. Aug 2003, 19:41
Hey zusammen!
Ich mus gestehen, dass mir die ganzen oberen Zeilen bei
meinem Problem auch nich weitergeholfen haben... Lasst mich euch kurz schildern, um was es geht...
Ich habe hier vor mir eine alte Gitarrenbox, die vier 12"Speaker drin hat, die jeweils 40 Watt an 15 Ohm aufweisen.
Im Moment sind die Speaker total abstrakt verdrahtet, nämlich irgendwie in Reihe. Also rot an rot an rot an rot (bei jedem Speaker von einem zum nächsten) und beim schwarzen Kabel ebenso. Ist das korrekt??? Ich mach mir nämlich ein wenig Gedanken um den alten 8 Ohm Amp der dranhängt und natürlich um die alten Lautsprecher...

Naja... Jedenfalls muss ich nachher auf ne Gesamtimpendanz von ca. 8 Ohm kommen! Oder eben mehr... Dass es halt dem Amp nicht schadet (der hat übrigens 50 Watt Röhre) und das ich die LS nich durchblas...
Oder ich split den Eingang und mach einfach zweimal 8 Ohm. Mit eben jeweils nur zwei der vier Lautsprecher, quasi als Gruppen mit je zwei Speakern und je 8 Ohm...
Ääähhh...

Nuja... was ich jetzt eben gern wissen würde... wie berechne ich (trotz meinen 2 Punkten in Physik) ne Impendanz von ner Boxenschaltung? Oder wie schalte ich die Boxen, damit ich auf knappe 8 Ohm komme???

Beste Grüße und danke schonmal...

Seb.
cr
Moderator
#5 erstellt: 07. Aug 2003, 21:12
Wenn alle roten und alle schwarzen Drähte zusammengeschlossen sind, dann sind sie parallel. Der Widerstand ist in diesem Fall 15/4 = 3,75 Ohm (als 4).
Du müsstest je zwei hinteranderschalten und diese beiden Gruppen parallel, dann hast du 7,5 Ohm.
Marius
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 10. Aug 2003, 18:02
Hy,
Hab ich da jetzt was falsch verstanden? Ich dachte:
in Reihe: 15+15+15+15=60OHM
parallel: 1/15+1/15+1/15+1/15 = 0,27OHM
Klingt aber irgendwie abstrakt
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 10. Aug 2003, 20:14
Hi,
drei Leute - drei Meinungen.


[Beitrag von Joe_Brösel am 18. Apr 2004, 17:20 bearbeitet]
cr
Moderator
#8 erstellt: 10. Aug 2003, 20:43
Sorry, mein Fehler. Hab übersehen, dass man ja zwei zu 15 hintereinanderschaltet (=30) und daher bei paralleler Schaltung der zwei Gruppen wieder bei 15 landet. Geht somit leider nicht, du bräuchtest 8 LS dafür. So ist das, wenn man nicht alles genau überprüft.
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 10. Aug 2003, 20:48
Hi cr,
nix für ungut, ich bin auch erst beim malen draufgekommen.
cr
Moderator
#10 erstellt: 10. Aug 2003, 20:52
@Marius
Du hast bei der Parallelformel vergessen, zum Schluß wieder den Kehrwert anzuwenden: 1/0,27 = 3,75

R = 1/(1/R1 + 1/R2 + ....)
drbobo
Inventar
#11 erstellt: 10. Aug 2003, 20:58
Sollte die Lösung von cr nicht trotzdem gehen,
ein etwas höherer Widerstand müsste doch o.k. gehen, könnte im schlimmsten Fall nicht ganz so laut sein...
oder hab ich jetzt auch wieder was nicht richtig verstanden..
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 10. Aug 2003, 21:05
Hi drbobo,
ja, ich würde auch die Lösung von cr empfehlen.
Marius
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 11. Aug 2003, 22:05
Hy cr,

das mit dem Kehrbruch ist mir -jetzt- auch aufgefallen *schäm*
ich schiebs einfach mal auf den komischen windows rechner der nicht mit Brüchen rechnen kann und auch keine ^-1 Taste hat
Aber wir habens ja noch rausgekriegt!
Cosmocunts.de
Neuling
#14 erstellt: 12. Aug 2003, 01:36
Suuuper spitze!
Ich dank euch allen!
Vor allem die Skizze is ein Knaller!
Bis zum nächsten Mal!

Rock on!

Seb.

cassi
Neuling
#15 erstellt: 17. Sep 2003, 20:54
Also hier wurde jetzt zwar allerhand gerechnet, aber ich hab für mein Problem dadruch immer noch keine Lösung finden können.

Ich habe Lautsprecher mit 6 Ohm Widerstand (es sind Denon SC-G101).

Was muss ich jetzt beim verstärkerkauf beachten?

Bei vielen Verstärkern sind Leistungsangaben auf 8 Ohm bezogen.
Muss ein Verstärker jetzt speziell für 6 Ohm ausgerichtet sein? Oder kann jeder Verstärker diese Bocen "bedienen" nud ich muss die Leistung entsprechend umrechnen, Oder kann man am Verstärker einstellen, wieviel Impendanz die LS haben (wenn ja, geht das nur an manchen oder an quasi allen?)?

Wer hilft mir?
x.spooky.x
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 18. Sep 2003, 07:42
Einfach drauf achten daß der auch 6 bzw. 4 Ohm verträgt. Sieht man ja schon daran wenn eine Angabe zu Watt bei 4 Ohm da steht, dann kannst auch 6 Ohm anschließen.
frieder_de
Neuling
#17 erstellt: 22. Sep 2003, 19:11
Habe da auch mal eine Frage:

Ich habe zwei (PA) Boxen mit 100W an 8Ohm.
Der Verstärker, den ich im Auge habe hat 100W an 6Ohm (Denon 1603).
Geht das, bzw. was kommt dabei als Leistung raus? Kann mir der Verstärker damit irgendwie durchbrennen/heißlaufen/...?

Die Boxen lassen sich auf jeden Fall mit Consumer Audio Hardware betreiben. Da hing mal ein Sony, dran, bis er geklaut wurde.

Danke
Frieder
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 22. Sep 2003, 19:54
Hi,
Über die Impedanz-Angaben 6 Ohm und 8 Ohm kann man für die PA-Lautsprecher ca. 75 Watt erwarten. Das wäre ok. Sowohl für die LS als auch für den Verstärker.
Ragnar
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 23. Okt 2003, 13:22
Hi, Ich habe ein Problem.
Mein Verstärker trägt die Aufschrift Ls min 8 Ohm.
Jetzt möchte ich gerne einen passiven Sub anstelle eines zweiten LS-Paares anschliessen. Der Tieftöner hat allerdings nur 4 Ohm.
Muss ich jetzt min 12 Ohm Wiederstand (in Reihe) dazuschalten?

Danke...
Ellen
Neuling
#20 erstellt: 23. Okt 2003, 20:06
Hi zusammen, möchte gern etwas von euch wissen:

Wenn ein Verstärker nun 45 Watt Sinusleistung bei 4 Ohm , 35 Watt Sinusleistung bei 4 Ohm besitzt (Marantz PM 4000) können dann daran 1 Paar
LS mit 8 Ohm angeschlossen werden?(Jamo E-350)

Oder Speaker mit der Angabe 4 - 8 Ohm??(Jamo Studio 180)

Bitte um Hilfe, bin net so ein Technikgenie...
stadtbusjack
Inventar
#21 erstellt: 23. Okt 2003, 20:12
Moin,

es ist bei aktuellen Verstärkern insgesamt kein Problem Boxen mit 4Ohm oder mehr anzuschließen. Probleme kann es höchstens geben, wenn die Box in ihrem Frequenzverlauf wirklich weit runter geht, wie die alte Infinity Kappa mit unter 1Ohm. Aber da solltest du keine Probleme haben.
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 23. Okt 2003, 20:18
Hi Ellen und Ragnar,

Muss ich jetzt min 12 Ohm Widerstand (in Reihe) dazuschalten?

Wenn der Verstärker wirklich nur 8 Ohm Lautsprecher mag, und wenn du schon ein paar mit 8 Ohm angeschlossen hast, dann kannst du eigentlich gar keine zweiten Lautsprecher anschließen. Einen 12 Ohm Widerstand in Reihe: davon würde ich auch abraten, da kannst du dir den Sub gleich sparen, der kriegt ja gar keine Leistung mehr ab. Ich sehe da eigentlich keine Möglichkeit.


35 Watt Sinusleistung bei 4 Ohm...

45 Watt Musikleistung und 35 Watt Sinusleistung?
Bei so einer Angabe beim Verstärker kann man auf jeden Fall auch Lautsprecher anschließen, wo drauf steht: 8 Ohm, oder 4-8 Ohm, oder 4 Ohm, das ist egal. Den einzigen Nachteil, den man dabei hat, ist, daß man weniger Leistung aus dem Verstärker rauskriegt, 35 Watt Sinus an 4 Ohm entsprechen bei 8 Ohm ca. 17,5 Watt, evtl. auch mehr, das hängt davon ab, wie gut der Verstärker ist, aber mehr als ca. 20-25 Watt wirst du kaum rausholen können.

Nachtrag: Jetzt ist mir der Jack zuvorgekommen. Solange habe ich gebraucht, diesen kleinen Text zu schreiben, weil wie ich angefangen habe, war seine Antwort noch nicht da.


[Beitrag von Joe_Brösel am 23. Okt 2003, 20:20 bearbeitet]
stadtbusjack
Inventar
#23 erstellt: 23. Okt 2003, 23:25
Jetzt hab ich dem Joe seine viele Arbeit kaput gemacht...
Sorry, Joe...
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 24. Okt 2003, 08:22
Hi Jack,
nee, ich wollte nur aufzeigen wie langsam ich zur Zeit denke (U = Wurzel aus....)
Du kannst hier soviel posten wie du willst. Wenn ich jetzt einfach nur meine Antwort geschrieben hätte, dann könnte man meinen, das was du geschrieben hast, sei falsch, oder ich wäre so arrogant, deine Antwort einfach zu ignorieren, und das möchte ich nicht. Weder das eine noch das andere ist der Fall.
Ellen
Neuling
#25 erstellt: 24. Okt 2003, 08:50
Danke Leute..

seid echt ne große Hilfe!!

Bis denn...
stadtbusjack
Inventar
#26 erstellt: 24. Okt 2003, 11:14
Schon klar, hätte mir eigentlich auch die Zeit nehmen können, das ganze was ausführlicher zu machen
Receiverjunkie
Stammgast
#27 erstellt: 26. Okt 2003, 00:28
@ all,

bis auf die Tatsache, das nichts erklärt wurde.


RJ
richi44
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 03. Nov 2003, 13:20

@ all,

bis auf die Tatsache, das nichts erklärt wurde.


RJ

is noch was unklar?
Receiverjunkie
Stammgast
#29 erstellt: 03. Nov 2003, 16:18
Hallo richi44,

Einiges ist mir zumindest noch unklar, leider.

Was ist denn der grundsätzliche Unterschied zwischen hoch- und niederohmigen LS?

Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Auslegungen?

Was passiert, wenn eine angegebene Impedanz unterschritten wird, außer das Sicherheitsschaltungen anspringen. Läst sich das durch höhere Verstärkerleistung ausgleichen; oder auf andere Art und Weise?

Hat Leitungsquerschnitt oder Leitungslänge irgendeinen Einfluß?


mfg.


RJ
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 03. Nov 2003, 22:27
Hi,
Versuch einer Antwort:

Was ist denn der grundsätzliche Unterschied zwischen hoch- und niederohmigen LS?

Hochohmige LS brauchen höhere Spannungen für die gleiche Leistung. Im Prinzip unterliegt es der Willkür eines Lautsprecher-Herstellers, ob er 4 Ohm, 8 Ohm oder Chassis mit noch mehr Ohm verwendet. Manche Chassis haben aufgrund ihrer Bauform niedrige Impedanzen (Biegewellen-LS)


Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Auslegungen?

Niederohmige LS brauchen kleinere Spannungen für die gleiche Leistung. Verstärker mit niedrigeren Spannungen haben höhere Ströme, im Car-Hifi-Bereich ist es z.B. einfacher, mit kleineren Spannungen zu arbeiten als wie mit höheren, da müßte man auch eher LS mit 4 Ohm als wie mit 8 Ohm finden.
Die Leistung P = Spannung U mal Spannung U / Impedanz Z
Beispiel 20 Volt: Leistung an 4 Ohm = 100 Watt, Leistung an 8 Ohm: 50 Watt. Um an 8 Ohm auch 100 Watt zu liefern braucht man nicht 20 Volt sondern 28 Volt. Das bedeutet: Die Bauteile müssen höhere Spannung aushalten.
Beim Strom ist es umgekehrt. Bei 100 Watt an 4 Ohm fließen 5 Ampere, bei 100 Watt an 8 Ohm fließen ca. 3,5 Ampere. Die Endstufentransistoren können kleiner gewählt werden.


Was passiert, wenn eine angegebene Impedanz unterschritten wird, außer das Sicherheitsschaltungen anspringen. Läst sich das durch höhere Verstärkerleistung ausgleichen; oder auf andere Art und Weise?

Wenn die Impedanz des LS kleiner ist als wie die angegebene des Verstärkers: dann fließt erstmal ein größerer Strom. Das bedeutet, daß das Netzteil des Verstärkers diesen Strom aus liefern können muß. Wenn es das nicht kann, dann schaltet evtl. eine Schutzschaltung ab, oder der Verstärker wird einfach nicht mehr lauter (Verzerrungen). Ob eine höhere Verstärkerleistung was bringt: im Ausnahmefall, wenn das Netzteil etwas mehr hergibt, dann kann man evtl. geringfügig mehr Leistung rausholen. In der Regel sollte die Impedanz des LS den angegebenen Wert des Verstärkers nicht unterschreiten. Viele Verstärker sind tolerant, sie sind mit 4-8 Ohm angegeben, daran sollte man jeden 4 oder 8 Ohm LS anschließen können. Wenn ein Verstärker jedoch für 6-Ohm-LS angegeben ist, oder gar nur für 8-Ohm-LS, dann muß man vorsichtig sein und sollte nur solche LS mit mindestens dem angegebenen Wert anschließen.


Hat Leitungsquerschnitt oder Leitungslänge irgendeinen Einfluß?

Bei höher-ohmigen LS spielt der Leitungsquerschnitt oder die Leitungslänge eine kleinere Rolle als wie bei nieder-ohmigen LS.
Receiverjunkie
Stammgast
#31 erstellt: 03. Nov 2003, 23:13
Hey Joe,

vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast, jetzt hat sich mein Erkenntnishorizont doch schon um einiges erweitert

Sind Deine letzten Ausführungen so zu verstehen, das ein ausreichend dimensioniertes, stabiles Netzteil den LS auch bei kritischen Impedanzen "im Griff" hat?


mfg.


RJ
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 04. Nov 2003, 09:59
Hi,

Sind Deine letzten Ausführungen so zu verstehen, das ein ausreichend dimensioniertes, stabiles Netzteil den LS auch bei kritischen Impedanzen "im Griff" hat?

Kritische Impedanzen, wie z.B. unter 2 Ohm, da reicht auch kein stabiles Netzteil, da müßte der Verstärker schon mit "ab 2 Ohm" angegeben sein.
In der Zeitschrift audio sind immer so schöne Diagramme, wieviel Leistung ein Verstärker bei welcher Impedanz und bei welcher Phasen liefert, schau dir sowas mal an. Dementsprechende gibt es solche Leistungsbedarfs-Diagramme auch für Lautsprecher.
Red_Kryptonite
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 13. Nov 2003, 14:30
Frage an euch!

Ich möchte an meine Anlage einen aktiven Sub mit 4 Ohm anschließen. Ich muss, da die Anlage keinen Sub-out hat die Ls über den Sub leiten, damit der Sub überhaupt sein Signal bekommt. Die Ls werden aber mit 8 Ohm betrieben. Als Endstufe werde ich wahrscheinlich eine Mivoc Am 120 verwenden. Muss ich eigentlich bei dem Sub nun auf die Impedanzverträglichkeit der Anlage achten? Oder spielt das keine Rolle, weil die Anlage sowieso nur die Ls versorgt? Wenn da ein Prob entstehen könnte, wäre es auch möglich einfach die Impedanz des Subs auf 8 Ohm zu erhöhen, indem man ein anderes Chassis verbaut ( Visation W 300 S 8 Ohm / statt 4 Ohm), wenn das sein muss.
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 13. Nov 2003, 22:18
Hi,
dein aktiver Sub wird an einen Verstärker (der Anlage) an dessen LS-Anschlüsse angeschlossen. Er hat dann Ausgänge, an denen die Haupt-Lautsprecher angeschlossen werden. Durch die eingebaute Weiche im Sub gibt er die tiefen Frequenzen nicht an die Hauptlautsprecher weiter.
Die Frage ist nun: welche Impedenz hat der Sub für den Verstärker, wenn daran noch weitere Lautsprecher angeschlossen sind.
In Normalfall bei einem aktiven Sub (so wie du schreibst) wird die Impedanz der Hauptlautsprecher einfach "weitergereicht", da der Verstärker im Sub den LS-Eingang nicht mit 4 Ohm oder 8 Ohm Eingangswiderstand betreibt, sondern eher mit z.B. 10kOhm.
Oder anders ausgedrückt: Ob das Chassis im Sub jetzt 4 Ohm oder 8 Ohm hat, spielt für den Verstärker der Anlage keine Rolle, nur für den Verstärker im Sub. Die beiden müssen zusammenpassen.


Oder spielt das keine Rolle, weil die Anlage sowieso nur die Ls versorgt?

Also genau so ist es.


[Beitrag von Joe_Brösel am 17. Nov 2003, 20:11 bearbeitet]
Red_Kryptonite
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 14. Nov 2003, 00:53
Perfekt!
Danke für die Antwort, endlich habe ich eine Lösung für die Frage nach zusätzlichem Endverstärker oder nicht, gleich ganz neue Anlage, muss aktiv gebaut werden, oder kann ich das Projekt gleich ganz in die Tonne treten? Danke, danke danke, endlich ein Problem weniger!
wolfi
Inventar
#36 erstellt: 14. Nov 2003, 10:33
Möchte Jo Brösel widersprechen! Red sollte das Signal von seinem Tape-Ausgang des Verstärkers nehmen. Diesen mit dem Hochpegeleingang des Aktivmoduls verbinden, dieses filtert dank Weiche das richtige Signal heraus und leitet es verstärkt auf den Lautsprecher. Die Impedanz des eigentlichen Vollverstärkers spielt keinerlei Rolle, theoretisch könnte auch das 4 Ohm-Chassis verwendet werden. Da sich Red aber für das größere Gehäuse entschlossen hat, versprechen die Parameter des 8 Ohm-Chassis die "bessere" Wiedergabe.
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 14. Nov 2003, 11:21
Hi,
das Tape-Ausgangs-Signal ist immer gleich laut, nämlich die maximale Lautstärke.
wolfi
Inventar
#38 erstellt: 14. Nov 2003, 11:40
Hi, genau deshalb hat m.W. die Endstufe einen Lautstärkesteller.
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 14. Nov 2003, 13:40
Hi Wolfi,
üblicherweise wird die Lautstärke am Vorverstärker geregelt. Die Endstufen-Regler verwendet man meistens nur zum einpegeln, und welche Endstufe hat schon eine fernbedienbare Lautstärkeregelung.
Bei meinen Mono-Endstufen von Denon hatte ich die beiden Regler in ca. 4 m Abstand. Da wäre die Lautstärkeregelung an den Endstufen schon etwas umständlich gewesen. Aber es gibt natürlich immer Ausnahmen von dieser Regel.
wolfi
Inventar
#40 erstellt: 14. Nov 2003, 14:41
Hallo Jo , bekanntlich führen viele Wege nach Rom und gerade im Hifi-Bereich zumindest viele in die Nähe. Bei der Problemstellung bzw. bei den Vorgaben von Red halte ich meinen für den gangbareren Weg, in einem anderen Fall kann es aber natürlich genau umgekehrt sein.
fendi
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 16. Nov 2003, 17:41
Eigentlcih relativ einfach.

Der widerstand in Ohm gib an wieviel Strom bei einer Spannung fließen kann. Wenn mehr Strom fließt muß mehr strom durch die Bauteile im verstärker.
--> Mehr abwärme --> wiederstände haben noch kleineren widerstand --> nochmals größerer Strom .....
bis der maximale Strom durch die sicherung erreicht ist.
Dann Knallt entweder die Sicherung durch, der Verstärker schltet sich ab oder einige Teile verkokeln.

Hoffe die Stark vereinfachte antwort war genau genug.

Gruß
Marc
Red_Kryptonite
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 17. Nov 2003, 11:33
Super, dass ihr das mit dem Anschluss des Subs nochmal diskutiert habt! Ok, dann werd ich über den tape out gehen mit zwei cinch Kabeln.[bearbeitet: wolfi, du sagtest über den Hochpegeleingang zum aktiv modul, die Anschlüsse dafür sind aber normale Ls-Kabelklemmen, der Tape Ausgang hat aber zwei cinch stecker... wat nun??] Ist die quali da eigentlich besser als mit den normalen Ls Kabeln?
Ich hab das aber richtig verstanden, dass ich die Lautstärke dann immer vom Sub aus regeln muss? Muss ich wohl irgentwie noch eine Platz freilassen um da noch vernünftig dran zukommen. Hmm, hmm das man da keine Fernbedienung mehr benutzten kann is auch ein bisserl bitter, kann man sich ja vielleich nochmal eine Lösung für ausdenken. Notfalls dürfte es ja auch nicht so dramatisch sein beide Lösungen mal zu vergleichen, der Kauf von 2 cinch und zwei extra Ls Kabeln wird dann auch noch drin sein!
Danke nochmal an wolfi und Joe!


[Beitrag von Red_Kryptonite am 17. Nov 2003, 12:07 bearbeitet]
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 17. Nov 2003, 20:13
Hi,
wenn dein Sub LS-Klemmen-Eingänge hat, dann klingt das aber eher nach einem passiven Sub. Und auch wenn es ein aktiver-Sub wäre, dann würde ich doch eher den Tape-Ausgang nicht verwenden, weil das mit der Lautstärke doch sehr störend sein wird.
bes
Schaut ab und zu mal vorbei
#44 erstellt: 21. Nov 2003, 18:31
...
In der Regel sollte die Impedanz des LS den angegebenen Wert des Verstärkers nicht unterschreiten.


Man sollte denken, mit dieser Amtwort ist alles gesagt, aber es findet sich immer noch einer, der's nicht begriffen hat.

Mein Problem: Der Verstärker hat einen Impedanz-Wahlschalter, 4/8 Ohm. Die LSP-Boxen haben eine mir unbekannte Impedanz, sie liegt aber in JEDEM Fall entweder bei 4 oder bei 8 Ohm. Frage: Mit welcher Impedanzeinstellung am Verstärker mache ich nichts verkehrt? Gehe ich nach Joe Brösel, stelle ich auf 4 Ohm und mache mir keine Gedanken mehr. Ist das korrekt?

Danke!

Bert
Hans1000
Neuling
#45 erstellt: 22. Nov 2003, 13:23
Hallo Technik-Freaks!

Ich bin 'richtiger' Neuling und möchte gerne wissen, wie man Lautsprecher KORREKT an eine Endstufe anschließt. Es ist immer von Ohm die Rede - aber wie funktioniert das genau?

Muss ich die Geräte überbrücken? Und wenn wie?

Bspw. 2 Boxen haben 8 Ohm zu je 200 watt rms. Die Endstufe hat bei 4-8 ohm 2x250 watt. Wie verbinde ich die Komponenten -ohne dass es zu Komplikationen kommt- miteinander?

Wie sieht's bei 4 Boxen aus? Was muss da gemacht werden?

Ich freue mich auf eure Antworten. Danke!

Hans
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 22. Nov 2003, 14:40
Hi,
das sind vier Fragen auf einmal:
1. Ist diese Kombination LS und Verstärker ok?
2. Kann man überhaupt 4 LS anschließen?
3. Macht es Sinn, 4 LS anzuschließen?
4. Grundlagen des LS-Anschlusses


zu 1. Ist diese Kombination LS und Verstärker ok?
Zwei LS mit 8 Ohm zu je 200 Watt: das muß perfekt passen!


zu 2. Kann man überhaupt 4 LS anschließen?
Rein theoretisch: Endstufe hat bei 4-8 ohm 2x250 Watt: Wenn die LS mit 8 Ohm angegeben sind, dann müßte man auch 4 solche 8-Ohm-LS anschließen können, ohne daß was kaputt geht. Jeweils 2 parallel an einen LS-Ausgang. Der Verstärker ist dann aber evtl. zu schwach, um wieder mit voller Lautstärke zu spielen, denn jetzt müßte er statt 2 mal 200 Watt ja 4 mal 200 Watt leisten können, und das kann er vermutlich nicht. Es wird also ein bißchen lauter gehen.

zu 3. Macht es Sinn, 4 LS anzuschließen?
Wenn man die LS eines Kanals direkt nebeneinander stellt, dann wird es lauter. Wenn die 2 LS eines Kanals (z.B. Rechts) weiter voneinander entfernt stehen, dann hört man je nach Hör-Standort (bzw. Sitzplatz) zu den LS entweder den einen rechten oder den anderen rechten LS, aber nicht beide. Ein richtiger Raumklang wie bei 5.1 mit entsprechender Quelle wird sich nicht einstellen. Für eine Tanzflache o.ä. wäre das möglich, weil da kommt es nicht auf Hifi-Ton an, sondern auf Ton-von-überallher-egal-wo-man-gerade-ist.

zu 4. Grundlagen des LS-Anschlusses
Da müßtest du deine Fragen nochmal etwas präzisieren.


[Beitrag von Joe_Brösel am 22. Nov 2003, 14:41 bearbeitet]
BrackFratz
Neuling
#47 erstellt: 22. Dez 2003, 14:04
Nun habe ich hier über die Probleme von zu niedrigen Ohm-Zahlen der Lautsprecher erfahren und das bereitet mir ein Poblem:

Ich habe meinen betagten Yamaha-Verstärker durch den aktuellen RX-V 1400 RDS ausgetauscht und stelle nun fest, dass sich dieser nur noch auf 6 Ohm herabstellen lässt,
4 Ohm sind wohl nicht mehr vorgesehen.

Muss ich meine 4-Ohm-Boxen nun verschrotten?

Wer kann helfen?

Weihnachtliche Gruesse

Michael
Lylla88
Neuling
#48 erstellt: 22. Dez 2003, 22:28
hallo
ich habe überhaupt keine ahnung von Lautsprechern...
Aber höre sehr gern Musik, und merke schon Unterschiede von verschiedenen Anlagen. Werde Ende Januar ca. 600EUR für ne neue Anlage zusammen haben ( habe im moment eine 2 Jahre alte Aldi Surround-Anlage ) mein Onkel der mehr Ahnung hat als ich meint er würde mir einen Verstärker kaufen aber so einen an den ich später noch einen Center Speaker und Surroundboxen anschließen kann. Er will die Boxen aus einzelnden Bausätzen selber zusammenbauen, was haltet ihr davon?
Achja und kann mir jemand erklären was Sinuswatt ist? und was macht die Qualität hauptsächlich aus? Ohm oder Sinuswatt oder was auch immer?
naja müsstet ja während dem Lesen gemerkt haben dass ich wirklich gar keine ahnung hab
vielleicht kann mir ja mal jeamnd eine Idioten erklärung geben?! :-D würde mich freuen
gruß Lylla
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 22. Dez 2003, 23:54
Hi Madeleine,
also ein paar Versuche einer einfachen Erklärung was "Sinuswatt" ist:

1. Versuch: Je mehr Watt, desto lauter.

2. Versuch: Um die Leistungen verschiedener Geräte zu vergleichen, muß man sie mit der gleichen Musik vergleichen. Aber bei Musik ist das schwierig. Deshalb nehmen manche Hersteller ein Sinus-Signal und geben an, welche Leistung mit einem Sinus-Signal noch ohne Verzerrungen wiedergegeben werden kann.

Was ist ein Sinus-Signal: eine Sinus-Signal ist im Prinzip ein Pfeifton, ganz ohne Störgeräusche. Da kann man jede Veränderung sofort feststellen und messen.

Es gibt viele Möglichkeiten wie man angeben kann, was ein Verstärker an Leistung bringt. Die PMPO-Leistungsangabe ist im Prinzip ein frei erfundener Wert, die Sinusleistung ist da schon genauer. Es ist aber nicht das einzige Kriterum, das man bei einem Vergleich verwenden sollte.

Wann brauchst du Center- und Surround-Boxen: für den Raumklang von Filmen und Musik. Fast alle Filme auf DVD haben ein Tonspur mit Ton von vorne, hinten (Surround) und für die Dialoge vorne in der Mitte (Center), manche noch mehr oder weniger. Beim Raumklang mit dieser Lautsprecheraufstellung muß man nicht so wie bei Stereo genau in der Mitte zwischen den Lautsprechern sitzen.

Selbstgebaute Boxen aus Bausätzen: wenn die Ansprüche nicht zu hoch sind, die Bausätze was taugen und jemand mithilft, der sich auskennt, hätte ich nichts dagegen. Viel Geld sparen kann man dabei im Allgemeinen jedoch nicht, eher im Gegenteil. Aber das muß man im Einzelfall entscheiden.


[Beitrag von Joe_Brösel am 22. Dez 2003, 23:55 bearbeitet]
zucker
Moderator
#50 erstellt: 23. Dez 2003, 12:28
@ madeleine

ein kleiner nachtrag zu rainer`s erklärung.

ein lautsprecher ist nichts anderes als ein verbraucher.

eine glühbirne in der lampe brennt oder nicht. schaltet man einen dimmer dazwischen, kann man die helligkeit der lampe steuern.

nichts anderes macht ein verstärker mit dem ls, nur das der ls schallwellen und keine lichtwellen abgibt. im übrigen kann man an einen verstärker auch eine lampe anschließen.

die spannung aus der steckdose ist eine sinuswelle mit genau 50Hz. sie wechselt ihre polarität also 50 mal in der sekunde.
der dimmer erhöht oder senkt nun den wellenberg, wie der sturm das meer. es ist komplizierter (phasenanschnitt) aber zur erklärung soll es reichen.

ist der wellenberg am höchsten, so steht die maximale spannung zur verfügung. genau dasselbe tut ein verstärker, wenn du am lautstärkeregler drehst.

zur spannung gesellt sich der strom. diesen nimmt sich der verbraucher. dazu kommt noch der widerstand, gemessen in ohm und diese 3 komponenten bestimmen das leben der elektrizität.
Lylla88
Neuling
#51 erstellt: 24. Dez 2003, 17:12
@ zucker und Joe Brösel

vielen dank euch beiden, habt mir schon weiter geholen :-)
gruß Madeleine
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