Kein Satempfang nach Systemumstellung mehr. PS50C7790

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Newman1
Stammgast
#1 erstellt: 25. Feb 2012, 23:48
Hi Leute...grooooooooooooooßes Problem!!!

Hab mein Sattelitensystem von Twin-LNB <---> Receiver auf Quattro-LNB <---> Multischalter <---> Receiver umgestellt, und seit dem kein Empfang mehr. Überall kein Signal. Jedenfalls hab ich das Problem in der Familie mal angesprochen, und dort meinte man mal etwas von DiSeqc-einstellungen gehört zu haben.

Tja, und da sind sie nun, unsere Drei Probleme.

Hab von den Einstellungen absolut keine Ahnung.
Hat jmd. nen Tipp, was man da einstellen kann, oder muss? Steh im Moment absolut aufn Schlauch, weils für mich echt Neuland ist.

Wäre super, wenn mir da jmd. helfen könnte.

MFG Andy
Duke44
Inventar
#2 erstellt: 26. Feb 2012, 09:59
Moin,

Du musst an den Sat-Einstellungen des TV nichts verändern. Wenn früher Empfang mit dem Twin-LNB gegeben war, so gelten die gleichen Einstellungen auch für den Betrieb mit Multischalter.

Diseqc benötigt man nur für den Empfang mehrerer Satellitenpositionen.

Hast Du die Anlage selbst aufgebaut?
Liegt Strom am Multischalter an?

Poste einmal Hersteller + Modell des verbauten LNB und des Multischalters.
Newman1
Stammgast
#3 erstellt: 26. Feb 2012, 10:26
Naja...mehrere Sateliten werden ja geplant....

Hier mal die Komponenten:

Alps Universal Quattro LNB BSTE 9-101B, 40mm Feed
Kreiling KR 9-8 MSK Multischalter

Im moment sieht die Config so aus, das am MS erstmal nur EIN LNB angeschlossen ist, welches auf Astra ausgerichtet ist. Später soll ein zweites LNB dazu kommen. Weiterhin soll später ein weiterer MS kaskadiert werden.

Strom liegt an, Kurzschluss ist keiner, Terr. Signal wird vom MS durchgeschleift, das funktioniert...


Du musst an den Sat-Einstellungen des TV nichts verändern. Wenn früher Empfang mit dem Twin-LNB gegeben war, so gelten die gleichen Einstellungen auch für den Betrieb mit Multischalter.


Kann ich so nicht nachvollziehen. Woher solle der MS dann wissen, welche der vier ZF-Ebenen er zum Receiver weiter leiten soll? Früher wurde alles über ein Satkabel vom LNB geholt, jetzt hab ich vier!

MFG Andy
ChrisBen
Inventar
#4 erstellt: 26. Feb 2012, 10:36
Moin,
der Multischalter bekommt alle vier Ebenen von Astra vom LNB. Anhand des Signals vom Receiver schaltet er dann eine der vier Ebenen auf den REceiver durch. Das LNB hat sonst das Selbe gemacht. Zur Unterscheidung dient die Spannung 14/18V und das 22kHz Signal.

Fehlerquellen, die mir jetzt einfallen:
1.: Hast du die Kabel zwischen Multischalter und LNB alle richtig angeschlossen? Also Polarisation und Low/High-Band passen? Nichts vertauscht?
2.: Hast du Astra beim Multischalter auf den Eingang für Satellitenposition 1 (nicht 2!) benutzt? Wenn ja, brauchst du noch kein Disecq.
3.: Hast evtl. bei der Montage des LNB die Sat-Schüssel verstellt?
4.: Hast du die Erdungsklemme des Multischalters angeschlossen? Strom sollte er ja haben?

Ich würde mir mal das Kabel vom LNB, das die horizontale Polarisation und das High-Band führt direkt an den Receiver anschließen. Wenn du dann WDR Fernsehen Köln empfangen kannst, paßt schonmal die Position der Sat-Schüssel.
Newman1
Stammgast
#5 erstellt: 26. Feb 2012, 11:00

Fehlerquellen, die mir jetzt einfallen:
1.: Hast du die Kabel zwischen Multischalter und LNB alle richtig angeschlossen? Also Polarisation und Low/High-Band passen? Nichts vertauscht?


Kann ich zu 100% ausschließen. Wurden extra die Farbmakierungen (Ringe) gesetzt.


2.: Hast du Astra beim Multischalter auf den Eingang für Satellitenposition 1 (nicht 2!) benutzt? Wenn ja, brauchst du noch kein Disecq.


Ich denke, da liegt das Problem. Sitzt auf Eingang 2, und lässt sich bedingt durch die Kabellänge auch nicht mehr ändern. Müsste sondt die Kabel alle um 20cm Verlängern.


3.: Hast evtl. bei der Montage des LNB die Sat-Schüssel verstellt?


Eigentlich nicht, werde ich aber heute nochmals mit dem alten LNB und ner Direktverbindung überprüfen und ggf. korrigieren.


4.: Hast du die Erdungsklemme des Multischalters angeschlossen? Strom sollte er ja haben?


Ja, ist geerdet, und Strom hatta auch.

MFG Andy
ChrisBen
Inventar
#6 erstellt: 26. Feb 2012, 15:45

Newman1 schrieb:

2.: Hast du Astra beim Multischalter auf den Eingang für Satellitenposition 1 (nicht 2!) benutzt? Wenn ja, brauchst du noch kein Disecq.


Ich denke, da liegt das Problem. Sitzt auf Eingang 2, und lässt sich bedingt durch die Kabellänge auch nicht mehr ändern. Müsste sondt die Kabel alle um 20cm Verlängern.


Da liegt der Fehler!
Wenn du die auf Sat-Position 2 angesteckt hast, mußt zwingend Disecq benutzen. Waren die Kabel vorher schon so kurz oder hast die so kurz/viel zu kurz abgeschnitten?
Leider finde ich nirgendwo die technischen Daten von dem Multischalter. Also unterstützt er Disecq 1.0; 1.1; 1.2; 2.0 ???
Entsprechend mußt an den Receivern alles umkonfigurieren, daß dort Astra standardmäßig auf der ersten Sat-Position liegt.

Newman1 schrieb:

3.: Hast evtl. bei der Montage des LNB die Sat-Schüssel verstellt?


Eigentlich nicht, werde ich aber heute nochmals mit dem alten LNB und ner Direktverbindung überprüfen und ggf. korrigieren.

Laß das neue LNB dran und schließ einen receiver direkt ans High-Band und horizontale Polarisation an. (Ausgang "H/H"). Da müßtest du mit dem Receiver alle Sender empfangen können, die auf dem Band übertragen werden. Ein Sender davon ist WDR Fernsehen Köln. Empfängst den Kanal, paßt schonmal die Antennenausrichtung.

Edit Duke44: Beiträge zusammengefasst


[Beitrag von Duke44 am 26. Feb 2012, 15:59 bearbeitet]
Duke44
Inventar
#8 erstellt: 26. Feb 2012, 15:56

Newman1 schrieb:

Du musst an den Sat-Einstellungen des TV nichts verändern. Wenn früher Empfang mit dem Twin-LNB gegeben war, so gelten die gleichen Einstellungen auch für den Betrieb mit Multischalter.


Kann ich so nicht nachvollziehen. Woher solle der MS dann wissen, welche der vier ZF-Ebenen er zum Receiver weiter leiten soll? Früher wurde alles über ein Satkabel vom LNB geholt, jetzt hab ich vier!

Du hast im Eingangspost ein LNB samt Multischalter erwähnt und das alles ohne Typenangabe. Da war noch nirgends die Rede vom Empfang mehrerer Satelliten. Ergo: nix ändern.

Jetzt hast Du einen KR 9-8 verbaut und bei dieser Konstellation musst Du logischerweise im Menü des Sammy Diseqc aktivieren und eine entsprechende Zuordnung vornehmen.

Newman1 schrieb:
Müsste sondt die Kabel alle um 20cm Verlängern.

Wenn Du vorschriftsgemäß einen Erdungsblock verbaut hättest, müsstest Du dies nicht tun.
ChrisBen
Inventar
#9 erstellt: 26. Feb 2012, 16:05
Das klingt jetzt vielleicht nach Klugscheißen,
aber ich wäre da bei der anlage anders herangegangen.

1.: Wenn du jetzt schon weißt, daß du mit den 8 Anschlüssen nicht auskommen wirst, nimm gleich einen 9x16 Multischalter. Das Kaskadieren ist auch nicht das Wahre. Guck mal bei Spaun nach. Die bauen echt gute Multischalter, die auch über zieg Jahre ihren Dienst tun.
2.: Astra gehört auf die Sat-Position 1 beim Multischalter, weil die meisten Receiver so vorkonfiguriert sind.
3.: Wie groß ist deine Schüssel? Beim Multischalter sollten da schon so 80 bis 90cm an Durchmesser mindestens vorhanden sein.
4.: Denk an die Erdung!
5.: Bei den Antennenkabeln läßt man immer einen Meter "luft", um beim Austausch des Multischalters nicht das Problem zu haben, daß alles auf einmal ein paar cm zu kurz ist.
Newman1
Stammgast
#10 erstellt: 26. Feb 2012, 16:08
Der Erdungsblock wäre Schwachsinn gewesen, da der MS nen Metallgehäuse hat, wol alle Ein und Ausgänge "Masseseitig" verbunden sind. Weiterhin hat das Metallgehäuse nen Erdungsanschluss, der auch genutzt wird!

Die Kabel hab ich in der Tat von Hand so passend gekürzt, damits ordentlich aussieht.

Problem hat sich aber erledigt. Hab im DiSeqc-Menü auf Modus 2/4 gestellt, und alles wird gefunden und erkannt.

Dem entsprechend nochmals nen schönen Dank an alle hier.

Edith:

@ Chris


1.: Wenn du jetzt schon weißt, daß du mit den 8 Anschlüssen nicht auskommen wirst, nimm gleich einen 9x16 Multischalter. Das Kaskadieren ist auch nicht das Wahre. Guck mal bei Spaun nach. Die bauen echt gute Multischalter, die auch über zieg Jahre ihren Dienst tun.


A: Hab ich das nicht gewusst, sondern das hat sich so ergeben. Eigentlich war geplant, von den fünf Twindosen, die verbaut wurden, und wo die Leitungen alle über den Dachboden gehen,auf je einen MS im Dachboden und einem im Keller zu schalten, da bereits die einen fünf Leitungen bis in den Keller gezogen wurden. Dem entsprechend wären von dem 9/8er MS noch drei Ausgänge frei.

Dann war mein Gedankengang dieser, das es ja Schwachsinn ist, das Signal, das vom Dachboden vom MS in den Keller zu kaskadieren, um dann wieder mittels Kabel nach oben über den Dachboden zu den Dosen zu schleifen. Das Motto war, Kabelwege kurz halten. Somit war die Idee, die Kabel, die in den Keller gehen, zurück zu ziehen, und auf den MS im Dachboden aufzulegen. (Dabei hat sich dann rausgestellt, das eine Dosen keine zwei Leitungen hat. Somit bleibts ne Singledose, und ich hab dadurch nun neun Leitungen auf dem Dachboden.)

Dem entsprechend werden nun alle acht Ausgänge des MS belegt, und für die neute Dose werd ich mir später das Signal wohl doch vom MS im Keller holen. Ein zweiter MS im Keller wirds später definitiv geben, da von dort aus das komplette EG versorgt wird.

Gegenfrage... Warum soll das kaskadieren nicht das wahre sein? Ich seh da keine Probleme...bisher.

Spaun hab ich mir angesehn....da stimmt für mich das Preis/Leistungsverhältniss nicht.
Keine Frage, die bauen absolut hochwertige Komponenten, aber den Preis isses mir nicht wert. Ist nicht meine Liga!


2.: Astra gehört auf die Sat-Position 1 beim Multischalter, weil die meisten Receiver so vorkonfiguriert sind.

Ist doch nicht zwingend erforderlich. Wenn man das System einmal verstanden hat, so wie bei mir jetzt allmählich der Groschen fällt, dann kommt man auch damit relativ fix klar.


3.: Wie groß ist deine Schüssel? Beim Multischalter sollten da schon so 80 bis 90cm an Durchmesser mindestens vorhanden sein.


Derzeit isses ne 60er, wobei aber erstmal nur ein LNB bestückt wurde. Dann und wann es das 2te LNB gibt, wird es eh ne andere Schüssel geben, da meine nicht Multifeedtauglich ist.


5.: Bei den Antennenkabeln läßt man immer einen Meter "luft", um beim Austausch des Multischalters nicht das Problem zu haben, daß alles auf einmal ein paar cm zu kurz ist.


Ist jetzt die Frage, wie oft man den tauscht. Ich meine, grundsätzlich gebe ich dir recht. Anderseits gibts soviele Anbieter, das sich mit Sicherheit was passendes finden lässt.


[Beitrag von Newman1 am 26. Feb 2012, 16:28 bearbeitet]
Duke44
Inventar
#11 erstellt: 26. Feb 2012, 16:15

Newman1 schrieb:
Der Erdungsblock wäre Schwachsinn gewesen, da der MS nen Metallgehäuse hat, wol alle Ein und Ausgänge "Masseseitig" verbunden sind. Weiterhin hat das Metallgehäuse nen Erdungsanschluss, der auch genutzt wird!

Nix für ungut, aber den "Schwachsinn" wie Du es nennst, hast Du gegen jede Regel selbst verzapft.

Bis zum nächsten Blitzeinschlag...

Vorschriften bzgl. Erdung / Blitzschutz / Potentialausgleich --> Klick!
Newman1
Stammgast
#12 erstellt: 26. Feb 2012, 16:32
@ Duke, ich hab die Erdungsschienen hier liegen....aber bitte sage mir, worin der Unterschied besteht, die vorhandene Erdung des MS nicht zu nutzen, sondern 20 cm dahinter ne weitere zu setzen??

Da enzieht sich mir der Sinn. Viell. kannst du es mir erklären.
Duke44
Inventar
#13 erstellt: 26. Feb 2012, 16:46
Wenn Du z.B. den Multischalter (MS) einmal wechseln solltest oder irgendeinen Anschluss am MS abschraubst, hebst Du in der momentanen Situation bei Dir den Potentialausgleich auf. Da gibt es dann ja keine Verbindung mehr zur PE-Schiene des Hauses, die sonst über den Erdungsblock sichergestellt wäre, sprich der einzelne Anschluss oder gar bei MS-Wechsel alle Anschlüsse hängen dann in der Luft.

Und somit besteht keine Sicherheit mehr.

Bei den heutigen Gerätschaften mit ihren "schwebenden" Massen fließen immer Ausgleichsströme im uA...mA-Bereich. Ein einzelnes Gerät fügt Dir keinen Schaden zu, mehrere Geräte im Verbund (besser gesagt die Summe deren Ausgleichsströme) kann dagegen schon mal lebensgefährlich werden.

Das merkt man dann recht deutlich mit nem spürbaren Kribbeln bei Berührung des F-Steckers aussen. Man spielt dann nämlich selbst den Erder.

Deswegen: Erdungsblock einbauen. Dann kann man ganz gefahrlos an der Anlage bei Bedarf werkeln.


[Beitrag von Duke44 am 26. Feb 2012, 16:50 bearbeitet]
Newman1
Stammgast
#14 erstellt: 26. Feb 2012, 17:04
Ich sage doch, es ist doch alles geerdet. Die Erdung wäre erst in dem Falle weg, wo wirklich die Kabel vom MS getrennt werden. Und das ist ja normal nicht der Fall, weil man braucht ihn ja, um was zu sehen.

Mit anderen Worten, der Blitzschutz ist erstmal gewährleistet.


Wenn Du z.B. den Multischalter (MS) einmal wechseln solltest oder irgendeinen Anschluss am MS abschraubst, hebst Du in der momentanen Situation bei Dir den Potentialausgleich auf.


Richtig!!
Was die Ausgleichströme angeht, bzw. die Spannungsspitzen beim trennen der Kabel....da gibts die Aussage, die auch in jeder Bedienungsanleitung steht, das die entsprechenden Geräte vorher Spannungsfrei zu schalten sind. Wenn man sich daran hält, sollte es keine Probleme geben. Und spätestens, wenn man einmal den V-Fall hatte, wird man sich das nächste mal dran halten.
Und ja, ich habe besagte Erfahrungen schon gesammelt. (Scartanschluss am TV)


Das merkt man dann recht deutlich mit nem spürbaren Kribbeln bei Berührung des F-Steckers aussen. Man spielt dann nämlich selbst den Erder.


Gut, wie siehts dann aus, wenn man TROTZ ERDUNG das kribbeln hätte?

MFG Andy
Duke44
Inventar
#15 erstellt: 26. Feb 2012, 17:12
Du solltest Dir einmal die Lektüre in den verlinkten Dokumenten sorgsam durchlesen.

Es besteht nämlich ein großer Unterschied zwischen Erdung und Potentialausgleich.

Newman1 schrieb:
Gut, wie siehts dann aus, wenn man TROTZ ERDUNG das kribbeln hätte? ;)

Man hat keinen vernünftigen Potentialausgleich installiert oder diesen mangelhaft ausgeführt, denn ansonsten würde sich diese Frage nicht stellen.
Newman1
Stammgast
#16 erstellt: 26. Feb 2012, 17:16
OK, ich werd sehn, was ich machen kann, und ob ich die Schienen da noch mit drauf bekomme....
ChrisBen
Inventar
#17 erstellt: 26. Feb 2012, 17:32

Gegenfrage... Warum soll das kaskadieren nicht das wahre sein? Ich seh da keine Probleme...bisher.

Dann frag ich mal weiter: Wie lang ist am Ende das längste Kabel und wie lang das Kürzeste?

Bei mir sieht es so aus, daß die kürzeste Verbindung 9m lang ist (7m von der Schüssel bis zum Multiswitch und von dort 2m bis zur Wanddose). Die längste Anbindung ist 42m lang (7m + 35m). So, jetzt ist es bei der Antennentechnik so, daß du in einem gewissen Fenster bleiben mußt, was den Signalpegel angeht. Zuwenig funktioniert nicht, zuviel funktioniert aber auch nicht!
Bevor wir auf Satellit umgerüstet haben, hatten wir hier Kabel-Fernsehen. Da ist die Verkabelung langsam gewachsen. Entsprechend hatten wir am Ende so eine ähnliche Unterverteilung, wie sie dir vorschwebt. Gottseidank hatten wir damals noch einen Fernsehtechniker am Ort (ist leider verstorben), der bei uns mehrfach die Signalpegel an allen Dosen gemessen und eingestellt hat. Neben dem "zuviel" und "zuwenig" kommt nämlich noch dazu, daß die Dämpfung der Kabel (also um wieviel sich die Signale auf einer Länge von x Metern abschwächen) von der Frequenz abhängig ist. Nehmen wir jetzt mal ein hochwertiges Baumarkt-Antennenkabel als Beispiel (Kabel Typ "G 686 561 B"), so hat es gerechnet auf 100m bei 100MHz (UKW-Radio) eine Dämpfung von 4,4 dB. Bei 1.ooo MHz (unteres Ende der Sat-Zwischenfrequenzen) sind es schon 18 dB und bei 2.ooo MHz (oberes Ende der Sat-Zwischenfrequenzen) sogar 28 dB. Bei langen Kabeln hast nachher also eine Schieflage des Signals. Im unteren Frequenzberiech ist das Signal zu stark und oben zu schwach. Diese Schieflage mußt auch noch ausgleichen.
Das Ganze ist dann auch noch z.T. temperaturabhängig und wird von der Alterung der Geräte bestimmt. Ergebnis war, daß bei uns der Fernsehtechniker am Ende alle 6-12 Monate die Anlage neu einmessen mußte. Hätte er das wirklich nach Stunden abgerechnet, wäre der Arbeitslohn wohl kaum bezahlba gewesen.

Ich befürchte, daß Dir Ähnliches Blühen kann.
Also reicht der Pegel an der Kaskade im Keller noch aus? Hast Schieflagen auf dem Signal...

Nach dem Fiasko damals haben wir hier im Rahmen einer anstehenden Renovierung die komplette Antennenverkabelung neu verlegt. Komplette Sternverteilung zum Dachboden und alle Probleme waren endgültig beseitigt.



5.: Bei den Antennenkabeln läßt man immer einen Meter "luft", um beim Austausch des Multischalters nicht das Problem zu haben, daß alles auf einmal ein paar cm zu kurz ist.


Ist jetzt die Frage, wie oft man den tauscht. Ich meine, grundsätzlich gebe ich dir recht. Anderseits gibts soviele Anbieter, das sich mit Sicherheit was passendes finden lässt.


Nun ja, unser ältestes Antennenkabel, das noch im Einsatz ist, ist aus 1977. Um dieses Kabel zu tauschen, müßten wir den gemauerten Kamin im Wohnzimmer im Erdgeschoß abreißen. Da kommt man so gar nicht mehr dran. Der Multischalter auf dem Dachboden ist aus 2008. du siehst, daß die Kabel sehr viel länger halten als die Multischalter. Ich traue dem Kabel auch noch weitere 30 Jahre zu, dem Multischalter eher nicht.
barsch,
Inventar
#18 erstellt: 26. Feb 2012, 17:42

Ich befürchte, daß Dir Ähnliches Blühen kann.
Also reicht der Pegel an der Kaskade im Keller noch aus? Hast Schieflagen auf dem Signal...


Wenn er bei Kreiling oder anderen Markenherstellern bleibt eher nicht. Denn die haben intern eine Entzerrung des Signals intergriert.
http://www.kreiling-...-12_msk_kr_5-8_k.pdf
ChrisBen
Inventar
#19 erstellt: 26. Feb 2012, 17:51

barsch, schrieb:

Ich befürchte, daß Dir Ähnliches Blühen kann.
Also reicht der Pegel an der Kaskade im Keller noch aus? Hast Schieflagen auf dem Signal...


Wenn er bei Kreiling oder anderen Markenherstellern bleibt eher nicht. Denn die haben intern eine Entzerrung des Signals intergriert.
http://www.kreiling-...-12_msk_kr_5-8_k.pdf

Moin,
in deinem Beispiel beträgt der Abstand zwischen Multiswitch und Kaskade allerdings auch nur einen Meter.
Wie sieht das wohl bei eher realistischen 15-20m aus?
barsch,
Inventar
#20 erstellt: 26. Feb 2012, 18:02

Wie sieht das wohl bei eher realistischen 15-20m aus?


15-20m bedeuten ca. 5 db Dämpfung bei Markenkabel. Also quasi fast nix Also dann ca. 35m Verteillänge ab Kaskade zu den Teilnehmern.
Newman1
Stammgast
#21 erstellt: 26. Feb 2012, 18:06

Nun ja, unser ältestes Antennenkabel, das noch im Einsatz ist, ist aus 1977. ..... Du siehst, daß die Kabel sehr viel länger halten als die Multischalter. Ich traue dem Kabel auch noch weitere 30 Jahre zu, dem Multischalter eher nicht.


Wenn die Kabel an sich so haltbar sind, wie du sagst, frage ich mich, warum bei Neubauten die Auflage besteht, diese zum Tauschen im Leerrohr zu verlegen?

Abgesehn davon brauchst du dich bei Kabeln aus dem Jahre 1977 nicht über Schieflagen im Signalweg wundern. Das Haus, was ich hier vor zwei Jahren erworben habe, war schon mit nem Universal-LNB ausgestattet. Wenn ich jetzt davon ausgehe, das das Kabel bei der Umstellung auf digital nicht getauscht worden ist, kanns max. aus dem Jahre 1990 sein. (Neue Bundesländer, vorher gabs sowas bei "uns" nicht.)
Mein Kabel war jedenfalls durchgefault, und zwar das Kupfer!!! Aber das sei jetzt nur ein Beispiel am Rande.

Im Prinzip verstehe ich deinen Gedankengang schon. Ich muss aber dazu sagen, das mich hier keiner verstehen wird, wenn ich sage, ich will allein im Erdgeschoss noch mind. weitere 16 Anschlüsse verteilen. Wie gesagt, über Sinn und Unsinn brauchen wir hier nicht diskutieren, der Entschluss ist gefasst. Fakt ist aber, das wenn ich die 16 Satkabel bis zum Dachboden zerre, mehr zahlen muss, als wenn ich nen zweiten MS zum Keller runter kaskadiere. Davon abgesehn wird der Kabelaufwand geringer, es wird übersichtlicher und nimmt nicht soviel Platz ein.

Was die Wege an sich angeht, sinds vom MS Dachboden bis MS Keller viell. 10m. Eher weniger. Die hängen direkt neben dem Kabelschacht. Vom MS-Keller sinds dann aber schon noch teilweise bis zu 20-25m bis zur Dose.

MFG Andy
ChrisBen
Inventar
#22 erstellt: 26. Feb 2012, 18:34
Moin,
ok, es wird schon gehen, aber mach dich darauf gefaßt, daß du ggf. noch oben auf dem Dachboden direkt hinter dem bisherigen Multischalter einen Aufholverstärker benötigst, um unten im Keller genug Dampf (also Signalpegel) auf den Leitungen zu haben, zumal wenn die dann nochmal 25m bis zur Wanddose weiterführen und danach nochmal 5m Anschlußstrippe bis zum Receiver/Fernseher kommt.
Ich habe hier auch extreme Kabellängen und wollte keinen Verstärker einsetzen, weil man damit das Rauschen ja auch verstärkt. Entsprechend habe ich mich für eine größere Sat-Schüssel entschieden. Die bringt bei 1,2m Durchmesser nur auf Astra gerichtet ca. 40dB Antennengewinn (zum Vgl.: eine 60er SChüssel bringt ca. 10dB Gewinn). Mit diesen 30dB zusätzlich kann man schon einige Meter Kabel verkraften. Allerdings muß ich an den kurzen Antennenkabeln jetzt Dämpfungsglieder (also das Gegenteil eines Verstärkers) einsetzen, um einen zu hohen Signalpegel wegzudämpfen. Aber das Wegdämpfen ist wesentlich einfacher und kostengünstiger als das Signal für jede Antennendose individuell zu verstärken.

Das mit den Leerrohren bei Neubauten hat eher etwas damit zutun, daß man die Kabel tauschen kann, sollte mal ein Heimwerker ein Antennenkabel anbohren.

Was die Schieflage angeht, ist die bei heutigen Antennenkabeln auch nicht besser als bei denen aus 1977. Nur die Schirmung ist heute besser.

Und zu deinem Entschluß mit den 16 Anschlüssen im erdgeschoß. Wir haben hier ein 2-Familien-Haus und auf dem Dachboden werkelt ein 36fach Multiswitch. Entsprechend ist die Verteilung durchaus ähnlich.


[Beitrag von ChrisBen am 26. Feb 2012, 18:45 bearbeitet]
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