Bassreflex, Konzepte für Dämmmaterial, speziell Pascal XT

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Jogi42
Inventar
#1 erstellt: 03. Mai 2005, 19:56
Hallo an alle DIY und speziell die Bassreflexler und wenn geht noch die Pascal XT Besitzer,
habe nun schon einige Stunden Hörerfahrung mit meiner Pascal. Den Aufbau könnt ihr auf meiner HP sehen.
Habe sehr viel mit dem Dämmmaterial experimentiert. Wollte mal eure Erfahrungen mit meinen vergleichen. Ich bin mir nicht sicher, ob man das auf alle Bassreflex anwenden kann.
Meine Erfahrungen:
1. Obere Kammer gut gefüllt. Veränderungen der Dämmmaterialmenge ohne großen Einfluß
2. Bassreflexkammer. Hier kann man sich austoben. Das Dämmmaterial ganz am Boden meiner Pascal (sogenannter akustischer Sumpf) habe ich ziemlich reduziert und zw. die Frequenzweiche gestopft, Ergebnis, ich vermute durch mehr Luft am Bassreflexrohr, viel mehr Druck in den Tiefen Tönen.
3. Bassreflexrohr von 13 cm auf 9 gekürzt. Werde es wieder ändern, da Bass nicht mehr so präzise
4. Dämmmaterial im Bereich Ringversteifung und darüber. Hier hatte ich eine ganze Zeit lang sehr wenig Material, was mir einen sehr trockenen, durch die Alumembran, einen fast analytischen Bass brachte. Für manche Musik, wie Gitarre super. Auch elektronische Musik und Techno kamen sehr gut. Wenn aber manche Musik mit Stimmen und mittleren Tonlagen und hohem Pegel gehört wurde, kamen manchmal die Töne nicht mehr so sauber. Als ob der untere Tieftöner zu unkontrolliert spielt. Habe jetzt zusätzlich oberhalb der Ringversteifung eine Matte gerollt hineingelegt. Der Klang kommt jetzt wärmer und eben nicht mehr so präzise.

Mich würden nun eure Erfahrungen interessieren, denn das ist ja alles auch immer etwas von der Tagesform abhängig.
audiofisk
Inventar
#2 erstellt: 05. Mai 2005, 13:59
Packe mal meine dazu:

Jogi42 schrieb:
Meine Erfahrungen:
1. Obere Kammer gut gefüllt. Veränderungen der Dämmmaterialmenge ohne großen Einfluß

Ja, solange genug Dämpfungsmaterial in der Kammer ist
und es dem Lautsprecher nicht zu nahe kommt.
Dicht gestopftes Dämpfmaterial direkt am Lautsprecher verschlechtert die Stimmwiedergabe im oberen Bereich...
wird irgendwie leicht quäkig/schrill (verstärkt bei hohen Pegeln die Tendenz der Pascal dazu,
mir fällt kein abgeschwächter Begriff dafür ein).
Vermutung: erhöht den Klirr im entsprechenden Frequenzbereich und da sind die Alcone vermutlich eh nicht mehr so richtig klirrarm.

2. Bassreflexkammer. Hier kann man sich austoben. Das Dämmmaterial ganz am Boden meiner Pascal (sogenannter akustischer Sumpf) habe ich ziemlich reduziert und zw. die Frequenzweiche gestopft, Ergebnis, ich vermute durch mehr Luft am Bassreflexrohr, viel mehr Druck in den Tiefen Tönen.

Ist auch unsere/meine Schlußabstimmung.

3. Bassreflexrohr von 13 cm auf 9 gekürzt. Werde es wieder ändern, da Bass nicht mehr so präzise

Nimms mal ganz raus - der Eindruck verstärkt sich dann bei meinen enorm. (dann Wandstärke=Rohrlänge=32 mm).

4. Dämmmaterial im Bereich Ringversteifung und darüber. Hier hatte ich eine ganze Zeit lang sehr wenig Material, was mir einen sehr trockenen, durch die Alumembran, einen fast analytischen Bass brachte. Für manche Musik, wie Gitarre super. Auch elektronische Musik und Techno kamen sehr gut. Wenn aber manche Musik mit Stimmen und mittleren Tonlagen und hohem Pegel gehört wurde, kamen manchmal die Töne nicht mehr so sauber. Als ob der untere Tieftöner zu unkontrolliert spielt. Habe jetzt zusätzlich oberhalb der Ringversteifung eine Matte gerollt hineingelegt. Der Klang kommt jetzt wärmer und eben nicht mehr so präzise.

Evtl. Filz/Weichfaser/Watte/Pullover hinter dem Lautsprecher anbringen, um die Rückreflektion höhrer Frequenzen zur Membran zu mindern. Habe das Ei des Columbus auch noch nicht gefunden. (Siehe: -Klick-)

Mich würden nun eure Erfahrungen interessieren, denn das ist ja alles auch immer etwas von der Tagesform abhängig.

Gruß,
]-audiofisk°<
audiofisk
Inventar
#3 erstellt: 05. Mai 2005, 14:29
Nochwas: hier mal bei mir im Raum gemessen.
blaue Kurve: Br geschlossen
rote Kureve: Br geöffnet
BR Länge: 12 cm
Raum: LxBxH:5,3x4x3m
Aufstellung (linke Pascal RTB, linke vordere Ecke):
zur Wand: 0,87 m
zur Stirnwand: 1,15 m:
Abweichungen zur normalen Pascal XT:
- BR Öffnung höher über Boden (unterkannte Rohr 40 cm)
- Box insgesamt höher (Mitte HT 95 cm über Boden)

Gemessen 1m vor der Schallwand aus Richtung des Hörplatzes. Dieser liegt etwa in Raummitte.
Die Raumgrundmoden und ihre Vielfachen n*31Hz/n*42Hz/n*57Hz
sind leicht erkennbar.
Der Gewinn durch BR beträgt 3-6 dB...,
(6 dB wohl nur, wenn sich eine Mode 'in der Nähe' befindet).
Was bei ca. 86 Hz los ist, ist mir nicht ganz klar.
Muss mal draussen messen gehen, wenn ein paar Hands in der Nähe sind.
Die Box ist alleine einfach zu schwer zu Tragen.
Falls sich das 'Loch' dort bestätigt wäre allerdings etwas Feintuning angesagt.

Gruß,
]-audiofisk°<


[Beitrag von audiofisk am 05. Mai 2005, 20:37 bearbeitet]
Jogi42
Inventar
#4 erstellt: 06. Mai 2005, 13:07
@ audiofisk
Das mit der oberen Kammer ist ein guter Tip. Habe mal MAterial, dass ich von unten übrig hatte einfach oben reingestopft und es kam recht nahe ans Chassis. Habe dieses Material wieder entfernt und schön Platz geschaffen. Ergebnis, wie du sagst, bei Stimmen eine schönere Wiedergabe und in den mittleren Lagen eine besere Präzision.
Werde heute Mittag mal meine ersten Messergebnisse machen und da das mit dem Bassreflexrohr testen.
Also, jeder, der hier nicht experimentiert, entgeht einiges Tuningpotenzial.
Jogi42
Inventar
#5 erstellt: 06. Mai 2005, 19:41
@ audiofisk,
also das mit dem Bassreflexrohr habe ich getestet. Kommt der Bass zwar schön volumig, aber für mein Ohr zu dröhnend.
audiofisk
Inventar
#6 erstellt: 06. Mai 2005, 22:01
@Jogi42:
Genau, das meinte ich.
Wenn das Rohr deutlich unter den im Plan angegebenen Wert (12cm) gekürzt wird,
ergibt sich keine schöne/stimmige/sinnvolle Abstimmuung mehr.
Mit 7 cm habe ich, so meine ich mich zu erinnern,
auch noch experimentiert und eine Zeit gehört.
War auch nicht gut.

Betreibe meine jetzt geschlossen mit Unterstützung durch ein Bassarray (bei Interesse nach RTBass suchen).

]-audiofisk°<
Jogi42
Inventar
#7 erstellt: 07. Mai 2005, 00:45
Hier die Ergebnisse meiner ersten Messversuche.
Vielleich kann mir jemand am interpretieren helfen.
Die ersten 6 Bilder sind immer links rechts und mit den Signalen DIRAC, MLS und rosa Rauschen (Was ist am besten?)












In gleicher Signalreihenfolge, habe ich den TT auf eine 20cm Entfernung gemessen:







Messungen vón meinem Hörplatz:







Messungen ohne BR:







Messungen mit geschlossenem BR:






Nun noch mein Sub 28. Sieht komisch aus:







So, ich habe mir sehr viel Mühe gegeben. Kann mir einer die Diagramme interpretieren, so, dass ich es lerne zu verstehen?


[Beitrag von Jogi42 am 07. Mai 2005, 00:49 bearbeitet]
audiofisk
Inventar
#8 erstellt: 07. Mai 2005, 11:11
Hallo Jogi42.

Für den Tieftonbereich brauchst Du eine aussagefähige Messung im Bereich bis ca. 200 Hz.
Die ist im Raum normalerweise kaum zu erreichen.
Daher werden die Messungen üblich in (0)20-200Hz und 200Hz-20KHz unterteilt.

Schau Dir z.B. mal ETF5 von ETFacoustic an.
Mit der freien Demo läst sich schon was anfangen.
Innerhalb eines Auswertungsfensters kannst Du sogar mehrfach Messen, zum Einstellen eines EQ zB.
Nur für eine ganz neue Meßreihe musst Du neu starten.
Speichern geht nicht, aber Screenshots natürlich.

Finde zunächst mal raus,
ob die Verfahren verläßlich die gleiche Tendenz zeigen.
Bei den ersten 3 Bildern fällt mir auf,
das MLS (2) einen etwa horizontalen Verlauf zeigt,
die beiden anderen Verfahren (1)(3) aber einen zu hohen Frequenzen steigenden. *?*

Beschränke Dich dann auf ein Verfahren (MLS/rosa Rauschen).
Wenn Du eine Aussage herausgearbeitet hast,
kannst Du Sie mit einem anderen Verfahren noch mal versuchen zu prüfen, ansonsten wird es schnell unübersichtlich.

Größe und Skalierung der DIAs müßten 'größer' sein ...

Bin selber erst einige Wochen mit Audiomneßtechnik unterwegs,
vielleicht können wir uns gegenseitig weiterbringen.
Gute Hinweise zur Interpretation finden sich in den 'Neutral'-Threads und den damit verbundenen Projekten.

Gruß,
]-audiofisk°<
Jogi42
Inventar
#9 erstellt: 07. Mai 2005, 13:08
Bei mir ist das Messen nicht so einfach, da ich jedes mal den ganzen PC abbauem muß.

Größe und Skalierung der DIAs müßten 'größer' sein ...

Wie ist den deine Skalierung?
Welches Messzubehör verwendest du.
Ich habe die Software Audiotester gekauft und mir das Messmikrofon von Klang und Ton gebaut mit einem anderen Vorverstärker.
Habe schon versucht, das ganze mit dem Laptop zu machen, aber da bekomme ich eine Kurve mit und ohne Mikro!
UglyUdo
Inventar
#10 erstellt: 07. Mai 2005, 14:38
Jau, ist zu klein, und im Tieftonbereich sind es eindutig zu wenig Meßpunkte.
Tendenzen erfasse ich z.B. mit einer Skalierung 60 - 70 - 80 - 90 - ...dB
Frequenzkorrekturen werden ( bei mir ) 75 - 80 - 85 - 90 - 95 - ...dB erarbeitet.
Auf Grund meiner Hardware/Raumbedingungen betrachte ich meine Messungen mit MLS erst ab ca. 400 Hz als aussagekräftig, darunter Messe ich im Nahfeld 2 - 25cm ( Micro leicht anwinkeln, es besteht die Gefahr eines "Staudruckeffektes" )
Messachse ist in einer Höhe von ca. 1.30m, Entfernung von den nächsten Möbeln, Wänden, etc. soweit wie möglich, abhängig von der Länge der Kabel. Entfernung sind 60, 80, 100 und 120cm, je nachdem, wie eng die Treiber beieinander sind.
Nahfeld kann ich entweder 1 oder 2kHz dastellen, bei 1kHz wird der Bass ( Auflösung 512, 1024, 2048 und 4096 Pkt. ) bei geschlossener Bauweise sehr genau, BR-Kanal wird extra gemessen.
Abschließend noch Messungen am Hörplatz ( mein Raum + Aufstellung sind relativ gutmütig )


Habe schon versucht, das ganze mit dem Laptop zu machen, aber da bekomme ich eine Kurve mit und ohne Mikro!

Ich habe immer noch den Verdacht, daß Du irgendwie den Freq.gang der Soundkarte misst, ich habe Autiotester kurz angetestet und hatte das gleiche Phänomen. Irgendwelche Ein+ Ausgänge sind wohl irgendwie verkabel-wurschtelt.


[Beitrag von UglyUdo am 07. Mai 2005, 14:39 bearbeitet]
Jogi42
Inventar
#11 erstellt: 07. Mai 2005, 16:31

Ich habe immer noch den Verdacht, daß Du irgendwie den Freq.gang der Soundkarte misst, ich habe Autiotester kurz angetestet und hatte das gleiche Phänomen. Irgendwelche Ein+ Ausgänge sind wohl irgendwie verkabel-wurschtelt.

Bei meinem PC bekomme ich ohne Mikro auch eine Kurve, aber ganz weit unten. Das ich den Schall messe, habe ich getestet, indem ich bei einer Messung den HT mit einem Becher abgedeckt habe und der Schalldruck im oberen Bereich deutlich abgesenkt war.
Was verwendet ihr denn für Software?
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