Grundsätzliche Frage zur Volumenberechnung

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70er-Receiver-Fan
Stammgast
#1 erstellt: 09. Nov 2005, 15:33
So. Nun muß ich doch noch mal zu den allerersten Anfängen zurück:

Mich treibt die Frage um, was bei der Ermittlung des Nettovolumens der Box so alles abgezogen werden muß.

Ausgangspunkt: Bruttovolumen nach Außenmaßen in Liter.

1. Außenwände in Plattenstärke (ist klar!)
2. Innenwände, Teiler, Versteifungen (auch klar.)
3. Bei BR: Innenvolumen des BR-Kanal??? Gehört das zum Nettovolumen oder nicht????
4. Volumen des / der eingebauten Lautsprecher???? Wird bei kleinen Gehäusen / Kammern besonders bei "fetten" Magneten schon interessant (kann schonmal +/- 50% sein) und wenn dann noch so eine Frequenzweiche mit 28 Bauteilen und dicken Spulen drinne liegt...
5. Dämmmaterial erhöht dagegen das rechnerische Volumen sofern es nicht dicht gestopft wird. Welche Faktoren kann man für einzelne Dämmstoffe ansetzen.

Je feiner ich die Sache aufdrösele, um so mehr habe ich aber den Verdacht, dass die Berechnung irgendwann im "Voodoo-Bereich" angekommen ist. Gerade wenn man im Hinterkopf behält, das die Parameter der Tieftöner nicht ad infinitum gleich bleiben...

Aber der Punkt 3 - Reflexkanal - ist schon von Bedeutung. Ob ich den z.B. bei einem Onken-Gehäuse nicht oder mit ansetze ändert das Volumen schon spürbar.

Danke für eure Beiträge zur Erleuchtung! Hilft ja vielleicht auch dem ein oder anderen Einsteiger.

Gruß Rainer
Tourbillon
Stammgast
#2 erstellt: 09. Nov 2005, 15:49
Tag Rainer

Du gehst schon recht in der Annahme, dass das alles abgezogen werden muss/müsste. Auch die Punkte 3 und 4. Aber: Gib drei Messtechnikern Deinen Bass und lass Dir die TSPs berechnen. Schon kriegst drei verschiedene Sätze zurück. Macht drei verschiedene Gehäuse. Bei BR wird das ermüdend...bei CB ist das weniger wild. Du willst ja aber ein Onken basteln. Wird dann schon knifflig. Ich würd's mal nicht so eng sehen. Ein paar Liter mehr oder weniger machen den Braten nicht fett.

*cheers*
detegg
Inventar
#3 erstellt: 09. Nov 2005, 16:02
Hallo Rainer,

Ich würd's mal nicht so eng sehen

... dem schließe ich mich an!
Bliebe noch Punkt 5 Deiner Auflistung: Dämpfmaterial im CB-Gehäuse
Ich gehe hier immer von einem komplett gedämpften Gehäuse und einer virtuellen Volumenvergrößerung um 20% aus - unabhängig vom verwendeten Material. Durch Entfernen von Material kann ich dann hinterher messtechnisch abgleichen.

Gruß
Detlef


[Beitrag von detegg am 09. Nov 2005, 17:20 bearbeitet]
Peter_Wind
Inventar
#4 erstellt: 09. Nov 2005, 16:11

5. Dämmmaterial erhöht dagegen das rechnerische Volumen sofern es nicht dicht gestopft wird. Welche Faktoren kann man für einzelne Dämmstoffe ansetzen.


Da ja Deine Frage, bzw. die Antworten auch für Anfänger gedacht sind.

Dämmen: = Bitumex u.ä. soll sie Eigenresonanzen der Seitenwände unterbinden.

Dein "Dämmmmaterial" (Sonofil, Schafwolle u.ä.) dämmt nicht, sondern bedämpft.

Was Schafswolle und ssONOFIL anbelangt. Da sehe ich es praktisch, weil ich den Unterschied nicht hören kann. Sonofil föllt nicht in sic zusammen, ich mus es nicht zupfen; es ist für mich praktischer.


[Beitrag von Peter_Wind am 09. Nov 2005, 16:14 bearbeitet]
70er-Receiver-Fan
Stammgast
#5 erstellt: 09. Nov 2005, 17:01
Hallo.

Eure bisherigen Antworten bestätigen auch meine Einschätzung. Ich habe mal zur Illustration den Versuch mit der Simulation meines aktuellen Projekts gemacht:

Dargestellt ist die SPL-Kurve meines (Party)Sub im Onken (ohne irgenswelche Weichen- und Weichteile)



schwarz ist Volumen inkl. BR-Kanäle
rot ist "Netto"-Volumen ohne BR-Kanäle

Volumendifferenz 16 %

Pegeldifferenz 2 dB (leider nach unten, sch...)

Das ist, denke ich, im Rahmen der ohnehin vorhandenen Toleranzen.

Wird das Gehäuse nun bedämpft, erhöhe ich das Volumen wieder, also gleicht sich das im Idealfall einfach aus.

OK, Danke!, weitermachen...

Gruß Rainer
A._Tetzlaff
Inventar
#6 erstellt: 10. Nov 2005, 16:33
Du simulierst mit AjHorn, richtig? Jetzt geb´mal die Impedanzwerte bei 1 und 10 kHz ein (realistisch geschätzt: 15 und 40 Ohm, eher sogar noch mehr) - Du wirst sehen, dass die Kurve bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wird! Was für ein Treiber soll denn in dem Gehäuse wohnen?
Deine Bedenken bzgl. der Volumenabweichung kann ich zerstreuen: Bei größeren Volumina, so ab 30 Liter kann man die Volumina von Magnet, Weiche, BR-Rohr fast vernachlässigen.
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