Projekt: Okawango Rear

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usul
Inventar
#1 erstellt: 11. Dez 2005, 15:11
Da demnächst eh noch eine Bestellung anliegt, habe ich mich nun dazu durchgerungen, die - leider nicht ganz billigen - IT-Diffusorkegel mitzubestellen und meine Rear-Lautsprecher umzubauen.

Basis ist wie bisher der E.J.Jordan JX92S, diesmal aber nach oben strahlend und mit dem Diffusor als Rundumstrahler kombiniert. Bisher verrichtet der Treiber seinen Dienst in einem kleinen 3l-Gehäuse, was die Tieftonqualitäten des Treibers natürlich nicht ausnutzt.

Aussehen wird das ganze so:


Und das Detail oben:


Dummerweise hat der Diffusorkegel nur ein einziges Gewinde von oben direkt in der Mitte. Daher werde ich noch eine Zusatzplatte (für den erster Versuch wohl MPX, später vielleicht eine ordentliche Aluplatte) darüber schrauben müssen, um das Gestell zu befestigen.

Ich werde ab und an über den Baufortschritt berichten.


[Beitrag von usul am 11. Dez 2005, 15:13 bearbeitet]
Robert_K._
Inventar
#2 erstellt: 11. Dez 2005, 15:24
Hi,

Okawango? Afrikanische Namen klingen immer toll.

Das Projekt ist dem ganz ähnlich, welches in der HH mal vorgestellt wurde. Dennoch begrüße ich jeden Kegelstrahler!!
Der Kegel sollte möglichst nahe an der Membran sitzen, um den Hochtonanteil gebührend reflektieren zu können. In der CAD-Zeichnung sieht der Abstand sehr groß aus.
Die oberen Kanten sollten eine Phase erhalten, um weitere Interferrenzen zu vermeiden.

Theoretisch wäre es besser, wenn der Kegel kleiner ausfallen würde, da er den unteren Mittelanteil schon stark reflektiert. Das ist im Sinne der Frequenzganglinearität nicht so erwünscht.

Ich freue mich sehr über den späteren Klangbericht!!

Gruß

Robert (Der sich auch gerade mit kegelstrahlern beschäftigt)
schwerminator
Stammgast
#3 erstellt: 11. Dez 2005, 15:39
bei der montage bloß nicht den kegel fallen lassen, sonst macht es RRRRRATSCH und das wars mit der membran
Robert_K._
Inventar
#4 erstellt: 11. Dez 2005, 15:42

bei der montage bloß nicht den kegel fallen lassen, sonst macht es RRRRRATSCH und das wars mit der membran


Ist dir das passiert???
schwerminator
Stammgast
#5 erstellt: 11. Dez 2005, 15:47
nein
usul
Inventar
#6 erstellt: 11. Dez 2005, 15:57

Robert_K._ schrieb:
Der Kegel sollte möglichst nahe an der Membran sitzen, um den Hochtonanteil gebührend reflektieren zu können. In der CAD-Zeichnung sieht der Abstand sehr groß aus.

Das ist sicher machbar.


Die oberen Kanten sollten eine Phase erhalten, um weitere Interferrenzen zu vermeiden.

Tja, da kommt wieder dei Abwägung Design <-> Klang. Da ich bei diesem Set die kubische Form ganz bewusst wollte, wird das wohl so bleiben.
Allerdings wird die Wirkung von angefasten Schllwänden eh stark überschätzt. Kleine Fasen bringen in der Praxis fast nichts, und riesige 3cm-Fasen (und grösser) werden ja praktisch nie gemacht.


Theoretisch wäre es besser, wenn der Kegel kleiner ausfallen würde, da er den unteren Mittelanteil schon stark reflektiert. Das ist im Sinne der Frequenzganglinearität nicht so erwünscht.

Tja, da es nur ein Modell bei IT gibt, bleibt mir da keine Wahl. Aber einiges lässt sich nachher eh mit dem Equalizer ausbügeln.
Robert_K._
Inventar
#7 erstellt: 11. Dez 2005, 16:22


Die oberen Kanten sollten eine (F)Phase erhalten, um weitere Interferrenzen zu vermeiden.


Tja, da kommt wieder dei Abwägung Design <-> Klang. Da ich bei diesem Set die kubische Form ganz bewusst wollte, wird das wohl so bleiben.
Allerdings wird die Wirkung von angefasten Schllwänden eh stark überschätzt. Kleine Fasen bringen in der Praxis fast nichts, und riesige 3cm-Fasen (und grösser) werden ja praktisch nie gemacht.



In diesem Falle liegt die Kante allerdings nicht auf 90°, wie bei gewöhnlichen Lautsprechern, sondern eher auf 15-20°.
Der Effekt der angefasten Kanten ist schon bei 90° hörbar.

Mein Bruder ist auch ein Verfechter des kubisch-eckigem Designs. All seine Möbel sind eckige Kästen. Sieht auch nicht schlecht aus.
Meine Devise: "design follows function"

Davon abgesehen, finde ich deinen Design-Entwurf als sehr gelungen. Leider fehlt mir die weibliche Ausdrucksart um es richtig zu beschreiben.....grazil, wie ein Lama im Mondscheinlicht

Ach eine Frage noch: Was kostet der Diffusorkegel?

Gruß

Robert
usul
Inventar
#8 erstellt: 11. Dez 2005, 16:28

Robert_K._ schrieb:
Ach eine Frage noch: Was kostet der Diffusorkegel?

Das war der Grund, warum ich so lange damit gewartet habe: etwa 80 Euro das Stück
Robert_K._
Inventar
#9 erstellt: 11. Dez 2005, 16:31
AU!!!
usul
Inventar
#10 erstellt: 11. Dez 2005, 16:33
Yep, Holzkegel könnte man zwar selbst herstellen, die finde ich aber optisch nicht so toll. Und eine Anfertigung eines Alu-Drehteiles wird noch teurer
Robert_K._
Inventar
#11 erstellt: 11. Dez 2005, 16:51
Wegen der Anfertigung habe ich gerade ein Telefongespräch geführt. Ich werde meine Kegel aus einer Alulegierung gießen lassen. Dann werde ich sie schleifen und polieren. Das ist wesentlich günstiger, als diese aus einem Stück zu drehen. Ich denke ich käme auf 40 Euro pro Stück mit allem drum und dran. Ausserdem habe ich den Vorteil, dass sich alle Kegelformen realisieren lassen. Die optimale Kegelform müsste von Lautsprecher zu Lautsprecher variieren.
Zudem arbeite ich an einer Simulation für die Abstrahlcharakteristik von Diffusorkegeln. Bin schon sehr gespannt auf meine ersten Ergebnisse (Falls da überhaupt was bei rauskommt). Dauert aber noch.

Gruß

Robert
Robert_K._
Inventar
#12 erstellt: 22. Dez 2005, 18:47
Hallo,

Schon weitergekommen?
Dies Projekt ist sehr interessant.

Gruß

Robert
usul
Inventar
#13 erstellt: 22. Dez 2005, 18:50
Nein, das wird schon noch etwas dauern. Jetzt mussten erst noch ein paar Needles für meine Schwester gebaut werden und die Linyanti wartet auch auf die Fertigstellung. Bis die hier soweit sind werden sicher noch ein paar Monate vergehen. Wenn es Neuigkeiten gibt, werde ich in dem Thread wieder berichten.
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 11. Jan 2006, 18:21
Nur mal so als Anregung - ich habe vor einigen Jahren zusammen mit einem Freund solche Teile gegossen - aus Finanziellen Gründen aus einem Betonwerkstoff (will sagen, es war kein reiner Beton). Das hat etwa 2 € an Material verschlungen. Die Form war allerdings rein konisch. Die Oberfläche war sehr fein, fast schon spiegelglatt - und eine Gewindehülse haben wir beim Guss gleich integriert. Hat gut funktioniert.

grüsse


[Beitrag von Büchsenmacher am 11. Jan 2006, 18:21 bearbeitet]
Caisa
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 11. Jan 2006, 18:30
Coole Sache! Meint ihr, der Vifa 10BGS 119 würde sich für so etwas auch gut eignen?

@Robert.K

Könnte man über dich diese Kegel beziehen?


Gruß Caisa


PS: Ich warte gespannt auf die ersten Bauschritte!
usul
Inventar
#16 erstellt: 11. Jan 2006, 18:35

Caisa schrieb:
Coole Sache! Meint ihr, der Vifa 10BGS 119 würde sich für so etwas auch gut eignen?

Im Prinzip sollte das mit jedem Breitbänder gehen. Ich sehe keinen Grund, warum der Vifa sich nicht eignen sollte.
Robert_K._
Inventar
#17 erstellt: 11. Jan 2006, 20:28
Hallo,

Der genannte Vifa ist auch von mir ins Auge gefasst worden. Er sollte sich fast vortrefflich eignen. Ich habe ein ähnliches Projekt vor. Nur warte ich noch ungeduldig auf die nächste HH in der Hoffnung auf den perfekten Kandidaten. Dann werde ich erst ein paar Musterkegel aus Alu oder ähnlichem drehen und dann gießen lassen. Die Kegel werden in jedem Falle kleiner als die existenten. Dadurch wird die Mittenüberhöhung schwächer ausfallen. Auch werden die Kegel unten nicht spitz sein, um den Abstand zur Membran zu veringern. Die Form unten ist abhängig von der Dustcap oder was dort stattdessen sitzt. Die Größe des Kegels ist fast unabhängig von der Chassisgröße. Die Form allerdings nicht. Ich muss mir noch allerhand überlegen.
Wenn das alles soweit ist, kann ich auch gerne ein paar mehr Kegel gießen lassen. Der Preis hält sich in Grenzen, durch ein paar praktische Beziehungen.

Entschuldigung Usul!! Das gehörte eigentlich nicht direkt in dein Projekt.

Grüße

Robert

Edit:
Womit habt ihr die Form gemacht, Büchsenmacher?


[Beitrag von Robert_K._ am 11. Jan 2006, 20:30 bearbeitet]
usul
Inventar
#18 erstellt: 11. Jan 2006, 20:35

Robert_K._ schrieb:
Wenn das alles soweit ist, kann ich auch gerne ein paar mehr Kegel gießen lassen. Der Preis hält sich in Grenzen, durch ein paar praktische Beziehungen.

Entschuldigung Usul!! Das gehörte eigentlich nicht direkt in dein Projekt.


Doooch
Da ich nämlich noch nichts bestellt habe, wäre eine alternative Bezugsquelle für solche Diffusorkegel schon interessant für mich. Sie müssten oben halt mindestens 13cm Durchmesser haben, mit dem Rest bin ich flexibel. Da das Klangbild eh stark durch die Raumakkustik beeinflusst wird, denke ich nicht, dass die Form der Kegel akkustisch riesige Auswirkungen hat. Im Surround-Bereich fallen kleinere Verfärbungen eh nicht so stark auf (zumindest im Heimkino-Bereich).
Robert_K._
Inventar
#19 erstellt: 12. Jan 2006, 11:18
Ja, Die Form wird vermutlich nicht ganz so wichtig sein.
Allerdings ist die Größe des Diffusorkegels ausschlaggebend. 13cm sind zu groß in meinen Augen. Auch deinem Projekt würde ein kleinerer Kegel gut tun. Aber du möchtest sicher an deinem Design festhalten. Ich habe mir einen Durchmesser von ungefähr 6cm ausgerechnet. Natürlich würde ein Kegel mit geringerer Größe billiger. Um zu einem schlüssigen Design zu gelangen, müsste man mit der Halterung des Kegels spielen.

Grüße

Robert
Robert_K._
Inventar
#20 erstellt: 12. Jan 2006, 19:01
Mir ist gerade eingefallen, wie ich die Kegel-Prototypen herstelle..........endlich!!!
Ich baue mir eine Vorichtung, die ich mit Plastilin(eine Art Knetmasse) füllen kann. In der Vorichtung soll sich eine Stange befinden an der ich ein Profil drehbar befestigen kann. Nun drehe ich mein Profil und erhalte so die Rotationsform von diesem in dem Plastilin. Das ganze fülle ich dann mit Gips aus. Dann entferne ich das Plastilin und kann den fertigen Gipsprototypen entnehmen.
Wieder ein Schritt weiter.
Für Verbesserungen oder andere Ideen bin ich offen.

Grüße

Robert
usul
Inventar
#21 erstellt: 23. Mrz 2006, 17:32
Leider muss ich hier mitteilen, dass ich dieses Projekt wohl doch nicht bis zum Ende bringen werden, da die Jordans demnächst wohl das Heimkino Richtung Wohnzimmer verlassen werden und damit kein Bedarf für solche Rears mehr besteht.
Robert_K._
Inventar
#22 erstellt: 23. Mrz 2006, 20:18
Schade.

Ich habe die Geschichte auch nicht weiterverfolgt.
Das Geschriebene soll trotzdem in ferner Zukunft wahr werden.

Viele Grüße

Robert
Originalschieby
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 12. Nov 2006, 14:23
Hallo,

wo kann man denn momentan noch den E.J.Jordan JX92S käuflich erwerben, ich möchte das Projekt mal nach einer alten HH Ausgabe nachbauen...nur mal so ein Versuch.
Ich finde keinen Webshop der die Treiber anbietet.
Suche:
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