Selberbauen, oder doch lieber Fertige?

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leenor
Stammgast
#1 erstellt: 05. Feb 2004, 01:27
Hallo miteinander!

Eigentlich wollte ich neue fertige Standboxen zum Preis von max. 350EUR/Paar kaufen. Als ich dann hier im Forum gelesen habe, dass man unter 300EUR/Stk. keine vernünftigen bekommt, war ich leicht enttäuscht. Bin dann auf die Idee gekommen des Selberbauens gekommen.

Meine Frage ist jetzt, wie es sich verhält zwischen Fertigen und Bausätzen? kann man von einer Selbstbaubox für 175EUR/Stk. inkl. aller Materialien mehr, weniger oder etwa gleiches erwarten? Mir kommt es auf Räumlichkeit und linearen Frequenzgang an (wie jedem, glaub ich ).

hab z.B. an folgende bausätze gedacht:

Mivoc SB 180-II

Mivoc SB 180

die gehören je nun zum untersten Preisegment. sind die trotzdem ihr geld wert, oder sollte ich mit solch einem budget lieber FertigLS kaufen?


Das eigentliche zusammenbasteln kann ja nicht so ein problem sein, oder? die Platten sägt der Baumarkt zurecht, Löcher rein, Chassis dran, mit Weiche verkabeln, zusammenleimen, schleifen, fertig. aber vermutlich sehe ich das falsch, oder?!?!
Herbert
Inventar
#2 erstellt: 05. Feb 2004, 01:59
Hallo leenor,

die Bauteilequalität der mivoc-Lautsprecher ist mit Sicherheit höher als die von gleichteuren Fertigboxen. Falls Du dir die einmal die Mühe machtst, die Bauteilepreise mancher Fertiglautsprecher zu kalkulieren, wirst Du ernüchtert sein.
Ein guter Tip für den Einstieg sind auch die "Cheap Tricks" der Zeitschrift Klang&Ton.

Gruss
Herbert
qnorx
Stammgast
#3 erstellt: 07. Feb 2004, 15:32
Hi

ich kann das nur bestätigen. Gerade im untersten Preissegment ist die Bauteile-Qualität schlichtweg gesagt miserabel (es gibt Ausnahmen) und die Verarbeitungsqualität ebenso. Offensichtlich wird das oft an den billig produzierten Gehäusen, viel zu dünne Spannplatte (habe sogar schon so Karton-Holz-Verschichtungen gesehen!!) und keine vernünftige Versteifungen.

Auch meiner Meinung nach fährst Du x mal besser wenn Du selber baust.

Ehrlich gesagt, kenne ich in diesem Preissegment nur gerade einen Bausatz den ich empfehlen kann: Die Flatline. Weitere Infos hier: http://www.lautsprechershop.de/hifi/bau_flat.htm

Allerdings: die Mivoc habe ich noch nie gehört - kann dazu also kein Urteil abgeben.
!ceBear
Stammgast
#4 erstellt: 07. Feb 2004, 17:37
Hi,

Warum sollte man für 350EUR keine guten LS bekommen, dass kann wieder nur eine Behauptung von jemandem sein der das Geld locker sitzen hat!

Wenn du selber bauen möchtest, dann rate ich dir dich verdammt gut zu informieren.
Denn wenn du nachher irgendwie rumbroschst dann hasste wirklich nix verdient!
DarkinBlack
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 07. Feb 2004, 18:22
Also ich würde sagen die beiden Mivoc sind eine gute wahl.Hab etwas ähnliches wie die Mivoc 180 II gebaut . Aber nochmal selberbauen würde ich nicht mehr , war echt ne heiden Arbeit. Nur zu empfehlen wenn man das nötige nowhow und werkzeug hat . Sonst würde ich besser eine gut klingende Fertigbox nehmen , da gibt es mit sicherheit für 350 EUR schon sehr gute im Handel .
Jan86
Stammgast
#6 erstellt: 07. Feb 2004, 20:33
Hi
auch ich glaube das man beim selbstbau einiges sparen kann! Aber du solltest auch berücksichtigen,das auch(wie leider sonst auch oft ) der einstieg in ein Hobby teuer ist. Ich meine damit,du brauchst,wie DarkinBlue auch schon meinte,ordentliches Werkzeug. Dazu gehören z.B. Zwingen. Wieviel du davon für den Bausatz brauchst kann ich dir nicht sagen.Aber 4 sollten es mindestens!! sein. Eine 500x80mm Zwinge kostet auch schon seine 15 Euro! Evtl.brauchst du auch noch eine Oberfräse für chassiseinfräsungen.Jedoch kann man das ,glaube ich,auch im Holzfachmarkt machen lassen(Nicht im Baumarkt) Dann musst du auch noch kosten für Kleinigkeiten wie Leim,Furnier,MDF Spachtel... usw. einrrechen.Da kommt ne menge auch noch zusammen.Und natürlich der Arbeitsaufwand! Aber wenn man spass am bauen hat ist das ja nicht so schlimm
Mfg Jan
Evingolis
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 07. Feb 2004, 20:41
nein, leenor, auch selbstbauen ist nicht der weg.. akzeptiere, daß man beim waschen naß wird, dann klappts auch mit den ls

du willst
1. superklang
2. kein risiko
3. möglichst wenig ausgeben
4. ohne aufwand
5. standlautsprecher, weils dir so gefällt

und das geht nich wirklich

paß mal deine anforderungen der realität an

und daß mensch unter 300/stck nix gescheites kriegt, is quatsch, den dir auch niemand wirklich erzählt hat. zumindest nicht unwidersprochen bzw. durch andere beiträge ausgeglichen
das_n
Inventar
#8 erstellt: 07. Feb 2004, 20:50
der vortei bei onigm bausatz ist, dass man die mivoc-chassis nicht einfräsen muss. (MUSS man eigentlich bei keinem, aber die mivoc-chassis haben nen glatt auslaufenden korbrand.....)---also oberfräse gesprt. bleiben noch zwingen, ponal und nen schraubendreher.............
Jan86
Stammgast
#9 erstellt: 07. Feb 2004, 22:47
Stimmt,hast recht,die Mivoc chassis brauchen ja keine Einfräsungen. An werkzeug fehlen dann noch Stichsäge und Lötkolben,falls noch nicht vorhanden.Kostet ja nicht die Welt,aber es leppert sich schon und deswegen meinte ich bloss,man sollte das von anfang an einberechnen.
Grüsse,Jan
qnorx
Stammgast
#10 erstellt: 08. Feb 2004, 15:06
[q]Warum sollte man für 350EUR keine guten LS bekommen, dass kann wieder nur eine Behauptung von jemandem sein der das Geld locker sitzen hat!
[q]

ist wohl weniger eine Frage des Geldes und mehr eine Frage was man als guten Lautsprecher definiert. Ist doch klar, wenn Du selbst schon mal Lautsprecher gebaut hast, wo Du für die Chassis alleine z.B. 1200 Euro ausgegeben hast (und mit einem guten AMT hat sich das schnell mal), dann ist das Deine Referenz und da kann nun halt auch ein Cheap Trick nicht mithalten (muss er ja auch nicht können, fordert ja niemand).
Nur, man sollte das den Leuten auch klar sagen. Mir begegnen immer wieder Leute die lesen, dieser oder dieser Lautsprecher klinge genial und dann noch so preiswert und dann wird der dann gebaut und was rauskommt ist ein Lautsprecher der halt nicht soooo genial klingt. Weil halt die Räumlichkeit beschränkt ist, die Tiefenstaffelung, der Detaillierungsgrad, der Tiefpass und vermutlich auch die Linearität im Mittenbereich auch nich so gut ist.

Aber wie gesagt, ich finde z.B. auch, dass eine Picolino für das eine breitbandige Chassis zu diesem Paarpreis (so um die 150 Euro) viel besser klingen als man erwarten dürfte. Und sicher wesentlich besser als Lautsprecher in man in Kompaktanlagen kriegt die etwas in dieses Preissegment gehören.
Dennoch, vergleiche mal eine Picolino mit einem Mini-Monitor von Hobby Hifi (Frühjahr 2003 glaube ich). Da kosten die Chassis&Elektronik so um die 600 Euro, deutlich mehr aber das hört man einfach auch. Da sind nunmal Welten dazwischen die jedermann hört.

Und wenn man nun ncoh wie einer meiner Vorschreiber erwähnt hat, bedenkt, dass der Materialwert der Chassis eines Fertiglautsprechers in der Preisklasse um 350 Euro (Paar) vermutlich bei rund 50 Euro liegt, und auch die Verarbeitung entsprechen günstig und einfach gemacht wird, dann ist doch wohl klar, dass solche Lautsprecher einfach nicht mehr als gut zu bezeichnen sind. Es gibt nunmal so etwas wie eine untere Stufe im Lautsprecherbau, unter der einfach schon das Material nicht taugt. Das kennen wir ja bei vielen anderen Produkten auch, sollte uns also nicht erstaunen.

Hat also nichts mit lockerem Geld zu tun (schön wär's ich hätt's...).
Evingolis
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 08. Feb 2004, 15:46
@qnorx: kannst du mir bidde eine konkrete nachfrage beantworten? bist du der meinung, daß in der von leenor anvisierten preislage (max 350/paar) boxenselbstbau von jemandem, der dies das 1. mal macht, zu tatsächlich mit hoher chance überlegenen boxen führt?

angesichts der möglichen fehlerquellen, der tatsache, daß auch die hersteller von bausätzen nur mit wasser kochen und des aufwands, der nötig ist, um ein vergleichbar gutes (auch in der verarbeitung) gehäuse im ersten anlauf hinzubekommen, sehe ich das nicht
leenor
Stammgast
#12 erstellt: 08. Feb 2004, 20:58
die bedenken die Evingolis hat sind auch meine, dazu kommt das gutes Werkzeug seinen Preis hat, ...

Ich lasse es erstmal, danke für die Antworten!
qnorx
Stammgast
#13 erstellt: 08. Feb 2004, 21:07

@qnorx: kannst du mir bidde eine konkrete nachfrage beantworten? bist du der meinung, daß in der von leenor anvisierten preislage (max 350/paar) boxenselbstbau von jemandem, der dies das 1. mal macht, zu tatsächlich mit hoher chance überlegenen boxen führt?

angesichts der möglichen fehlerquellen, der tatsache, daß auch die hersteller von bausätzen nur mit wasser kochen und des aufwands, der nötig ist, um ein vergleichbar gutes (auch in der verarbeitung) gehäuse im ersten anlauf hinzubekommen, sehe ich das nicht


ja, das denke ich schon.

Ich bin der Meinung, dass die Bauteilequalität die er beim Selbstbau für denselben Preis eines Fertiglautsprechers bekommt, deutlich höher ist, und zwar gerade weil es sich hier um das unterste Preissegment handelt - da sind ein paar Euro mehr investiert in die Bauteile oftmals eine kleine Welt.

Aber: er muss natürlich in der Lage sein den Bauvorschlag auch entsprechend umzusetzen. Solange er sich an einen Bauvorschlag hält, denke ich, ist er auf der sicheren Seite, weil da doch einiges an Denkarbeit drinsteckt. Sicher macht es überhaupt keinen Sinn bei den ersten Lautsprechern selber zu experimentieren. Davon rate ich dringend ab, das wird nichts.

Im weiteren rechnet sich das nur, wenn er nicht noch das gesamte Werkzeug einkaufen muss. Aber im Normalfall kann man sich ein paar Schraubzwingen und einen Lötkolben in der Verwand- oder Nachbarschaft ausleihen. Viel mehr braucht er nicht.

Wo siehst Du denn die möglichen Fehlerquellen beim Bau eines Lautsprechers wie er sich das vorstellt? Das sind ja weder komplizierte Gehäuse noch komplizierte Elektronik?
Klar, es gibt ein paar Dinge auf die man immer achten muss:

- Dichtheit des Lautsprechers
- Verpolung beim Anschluss der Chassis
- Gleichmässige Bedämpung, Platz hinter dem Chassis und dem BR Rohr freihalten

Aber das ist bei konzentrierter Arbeit alles gut in den Griff zu bekommen. Wo könnte er sonst noch Probleme bekommen?

Und, wenn er dann doch mal unsicher ist, haben wir hier ja ein Forum wo viel Knowhow und Erfahrung verhanden ist und ihm sicher unter die Arme gegriffen wird.
qnorx
Stammgast
#14 erstellt: 08. Feb 2004, 21:20

bist du der meinung, daß in der von leenor anvisierten preislage (max 350/paar) boxenselbstbau von jemandem, der dies das 1. mal macht, zu tatsächlich mit hoher chance überlegenen boxen führt?


:-) noch eine kleine Bemerkung: Wenn er denn dann nicht in diesem unteren Preissegment anfangen soll Lautsprecher zu bauen, wo denn dann? Ich meine, wenn er Lautsprecher selber bauen will, dann eignet sich doch ein günstiges und baulich einfaches Projekt hervorragend. Er ist doch da auf dem besten Weg, verfällt wie viele andere eben nicht der Verlockung gleich ein teureres highendiges Projekt in Angriff zu nehmen.

Wenn er käme und nach einem komplizierten Horn in der Preisklasse 500 Euro fragen würde, würde ich ihm sicher abraten und empfehlen sich mal nach einem einfacheren und günstigeren Projekt umzusehen. Ich denke das sind wir einer Meinung?

Ausserdem - in ein paar Jahren wird er sich dann wahrscheinlich etwas bessere Lautsprecher leisten wollen. Und dann kommt die Frage des Selbstbaus noch akuter, weil sich da dir Preisschere noch mehr aufmacht. Dann kann er dann dank Selbstbau einige hundert Euros sparen....
Herbert
Inventar
#15 erstellt: 09. Feb 2004, 02:02

die bedenken die Evingolis hat sind auch meine, dazu kommt das gutes Werkzeug seinen Preis hat, ...

Ich lasse es erstmal, danke für die Antworten!


Schade!!!!
Zum Bau der Mivoc-Boxen gehört wirklich nicht viel handwerkliches Geschick - und prinzipiell genügen eine Stichsäge (noch niemals eine "Gute") und ein Lötkolben.

Der optimistische Ansatz war schon richtig Leenor - keine Angst vor'm Selbstbau! Jeder fängt mal "klein" an.

Gruss
Herbert
(DIY seit über 20 Jahren)
das_n
Inventar
#16 erstellt: 09. Feb 2004, 19:00
ausserdem sollen die mivocs gar nicht so schlecht sein.
ein recht guter ls, zu einem günstigen preis, einfach zu bauen.....was will man mehr?
(ach ja: für eine (oder beide) wird zumindest bei lautsprechershop.de eine selbstzubauende, bessere frequenzweiche angeboten---wenn sowas schon gemacht wird würde ich das auch nutzen. fertigweichen sind misst nicht optimal abgestimmt)
Jan86
Stammgast
#17 erstellt: 10. Feb 2004, 20:40
Hi,versuch dich doch mal an den Boxen,Ich wollte dich unter keinen Umständen abschrecken,sondern bloss darauf hinweisen,das du nicht bei einem von dir gesetzten Preislimit von 350 Euro auch Boxen für 350 Euro kaufst und nicht bedenkst, das du ja auch noch anderes zeugs brauchst! Also bau ruhig die Boxen!! wenn du dich and den Bauplan hälst kann eigentlich nix schiefgehen. (ich habs ja auch geschafft )
Viele Grüsse
Jan
das_n
Inventar
#18 erstellt: 10. Feb 2004, 20:49
welche hast du denn gebaut?
Jan86
Stammgast
#19 erstellt: 10. Feb 2004, 20:52
Hab 2x den CT193 und dazu den CT194 Sub.Hab den Sub schon fertig,fehlen mir nur noch die Satelliten,aber ein chassis ist defekt
Grüsse Jan
leenor
Stammgast
#20 erstellt: 10. Feb 2004, 21:23
also eigentlich bin ich ja mittlerweile auf diese aus:
http://www.hifi-regler.de/shop/mordaunt-short/mordaunt-short_ms_906_ahorn.php



Mordaunt Short 906. die 904er habe ich schon angehört. haben mir sehr gut gefallen (schön offen und räumlich), nur dass ich gern "nach unten mehr hätte". sollen keine Boom-Disco-Boxen werden *umhimmelswillen*, doch würde ich gern bei musikgenuss auf den Sub verzichten.

da ich schon viel wert auf ästhetik und design lege, bin ich irgendwie immernoch hin und her gerissen. was mache ich denn, wenn mir die selbstgebauten nicht mehr zusagen? design- oder klangtechnisch! fertigboxen haben ja auch noch einen gewissen wiederverkauswert. wie sieht es denn da bei den bausätzen aus? da kann man dann nur noch die gebaute box zerkloppen und die chassis+weiche verschachern, oder?

was kann man denn eigentlich bei eigenbau machen, um der box ein angenehmes äußeres zu verpassen? also MDF sieht doch wie Pressspann aus, wie das zeug, aus dem die DDR-Möbel gezimmert waren, oder? wenn ich nun aber so eine "Holz-optik" wie bei meinen erst genannten bausatzvorschlägen haben will? wieviel teurer ist solch holz? ist es besser/schlechter zu verarbeiten? verzieht sich das auf dauer?...

danke schonmal
das_n
Inventar
#21 erstellt: 10. Feb 2004, 21:44
üblicherweise wird das mdf furniert oder lackiert.
drencrom
Neuling
#22 erstellt: 10. Feb 2004, 23:35
hallo, extrem wichtig ist bei der wahl des abusatzes, bzw lautsprechers, die wahl nach raum akustischen kriterien.

der speaker muss unbedingt zum raum passen.

ich habe vor jahren ein paar ct 173 von klang & ton gebaut (riesiege visaton standboxen mit 200 liter bruttovolumen und einer unteren grenzfrequenz von echten 27 hz). die lautsprecher habe ich in nur einem raum, ca 24m2, leichte rigipswände rundum, bis auf eine, gehört. ich war maßlos enntäuscht. es war schlicht weg nie genug bass da, keine räumlichkeit, schrill und schlecht. nach meinem umzug standen die boxen 3 jahre im keller. jetzt habe ich sie an einen freund verkauft. wir haben die teile bei ihm aufgestellt und waren schlichtweg GESCHOCKT. sein raum hat ca. 23m2, die wände sind aber sehr massiv aus stein gebaut.

obwohl seine elektronik bei weitem nicht so gut ist wie meine (er hört stereo mit einem kleinen marantz surround receiver ich habe einen t+a vertärker)klingen die teile wirklich genial. ich hätte nie gedacht, dass boxen mit einer derartig breiten schallwand (34 cm) einfach vollkommen im raum, den sie reproduzieren, verschwinden können. die räumlichkeit ist atemberaubend. der bass ist so stark, dass man schlecht gemixte stücke, zb viele techno sachen überhaupt nicht hören kann, und es liegt nicht an den raumresonanzen. gut aufgenommenes material jeglicher art klingt hervorragend. schlagzeug ist das leibgericht dieser lautsprecher. bassdrumpunches hauen einem richtig in die magengrube. bassgitarren kann man FÜHLEN. die auflösung ist ebenfalls hervorragend. wir haben nach einer relativ kurzen einspielzeit von ca 3 std. details gehört, die wir bisher nicht vernommen haben.

in meinem alten wohnzimmer war nichts davon da gewesen. bitte bedenke das bei deiner auswahl. solltest du einen raum mit relativ weichen wänden haben, rate ich dringend zu einem subwoofer satelliten system, das ist einfacher und flexibler in der aufstellung als ein pärchen standboxen. auch sollte die untere grenzfrequenz der lautsprecher bei einem kleinen raum nicht zu tief liegen, um starke resonanzen zu vermeiden.

viele grüsse
Evingolis
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 11. Feb 2004, 00:31
>da ich schon viel wert auf ästhetik und design lege, bin ich irgendwie immernoch hin und her gerissen. was mache ich denn, wenn mir die selbstgebauten nicht mehr zusagen?

naja, bedenken diesbezüglich lassen sich ja bei der erstellung vermeiden

wenn du dir zutraust, das gehäuse sauber zusammenzubekommen oder du auf n vorgefertigtes gehst (ka, ob es dann noch lohnt) und du das ordentlich lackieren kriegst, glaub ich nich, daß du die je wieder los werden willst

mein tipp is immer noch: fertige kaufen - wenns dir um die kohle geht. ansonsten, wenn du die zeit hast, ev. dran spaß hast, du dir den gehäusebau zutraust und löten kannst oder lernen willst: hau rein

@qnorx:
ich sehe weiter die chance, bei
- gehäusebau
- lackierung
- löterei (kalte lötstellen, typischer anfängerfehler)
mist zu bauen

es spricht nix dagegen, in selbstbau einzusteigen, wenn man _selbst bauen_ will. also nicht nur ein Paar, sondern immer mal gerne wieder
leenor
Stammgast
#24 erstellt: 11. Feb 2004, 00:55
naja, habe 15m²-raum

die kleinere mivoc geht auf 40Hz bei -3db runter
und die fertigbox auf 50Hz

zu tief für den raum?
bicilindrico
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 11. Feb 2004, 17:43
leenor,
hinsichtlich finish von Selbstbaugehäusen gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Vom einfachen Graniteffektlack bis zum selbst-furnieren oder Klavierlack ist alles möglich (nur eine Frage des Zeit und Geldaufwands...und des handwerklichen Geschicks: beim Lackieren kommt jede noch so feine Unebenheit mit erschreckender Brutalität heftiger als erwartet zu Tage. Günstige und gute Alternativen für Einsteiger: Graniteffektlack, klar lasierte Multiplexplatten oder dünne (3.-5mm) verleimte Schichtplatten mit Echtholzoberfläche zum aufleimen statt einem Furnier (Furnier ist schön, aber ohne Erfahrung und Presse auch nicht ganz so einfach)). Tipps gibts bei: www.speaker-online.de oder www.lautsprechershop.de
Selbstbau macht Spaß, ist individuell, Gehäuse lassen sich nach eigenen Vorstellungen passend zum Mobiliar einrichten...und imho bekommst Du mehr fürs Geld als mit einer Fertigbox für 350 Euro (Billigchassis im Billiggehäuse mit Billigweiche)
leenor
Stammgast
#26 erstellt: 11. Feb 2004, 18:33
ich hätte da noch fragen bezüglich der gestaltung.

1. ich würde gerne das gehäuse nicht senkrecht aufbauen sondern lieber ein wenig nach hinten abgewinkelt. so ca. 5°. ist das technisch möglich? (im prinzip ändert sich ja das gehäusevolumen dadurch nicht, wenn man sich nicht zu blöde anstellt.)geschätzte differenz zwischen oben und unten ca. 8cm bei 1m Höhe

2. Muß man dann die chassis so gewinkelt einbauen, dass ihre "Achse" wieder waagerecht ist, oder geht es auch mit den 5°?

3. Wenn ich die Chassis einwinkeln muß, brauch ich dann eine Oberfäse? wie funktioniert sowas? kann man das machen lassen (nur das) oder kann man so ein ding mieten und selbst bedienen?

4. Ich würde gern die Front "verzieren". Z.B. könnte eine dünne Aluplatte den oberen Teil schmücken. Sie würde bis kurz unter den letzten Töner gehen. die Kanten dieser Platte würde ich etwas abrunden, sodass keine "harten ecken" entstehen

ich weiß viele fragen, aber man muß doch einem verzweifelt Ratsuchenden helfen, oder? Danke


[Beitrag von leenor am 11. Feb 2004, 18:35 bearbeitet]
das_n
Inventar
#27 erstellt: 11. Feb 2004, 18:58
wenn das volumen und die bassreflexabstimmung gleich sind, ist die gehäuseform egal. asymetrische formen sind sogar sehr gut, weil sie stehende wellen im gehäuse unterdrücken.
leenor
Stammgast
#28 erstellt: 11. Feb 2004, 20:02
ok, das wäre geklärt und freut mich.

wie sieht's mit den drei anderen fragen und dem wiederverkaufswert aus?
bicilindrico
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 12. Feb 2004, 08:49
Ich würde die Chassis ohne Neigung einbauen. Das wurde in einigen LS so gemacht da, da dann der Schallentstehungspunkt aller Chassis auf einer Linie liegt und Zeitverzögerungen zwichen TT MT HT vermieden werden. Ansonsten strahlen sie evtl. zu stark nach oben (kommt dann auf die Hörentfernung an, be 5 Grad Neigung...)
Ich bin kein Schreiner, bezweifle aber ob das mit einer Oberfräse so leicht zu machen ist?!
Mit der Metallplatte als Front: warum nicht? Wenn keine negativen Auswirkungen auf den Klang daraus resultieren.
Für Deine 1. Selbstbaubox sehr ambitionierte Pläne! Mach das!
leenor
Stammgast
#30 erstellt: 12. Feb 2004, 10:05
die differenz zwischen den einzelnen chassis wäre ja relativ gering bei 5°. hat das dennoch so fatale folgen?
welchen "schwierigkeitsgrad" hat der einbau von solchen "anti-verzögerern" in die weiche? man müßte doch eigentlich nur den untersten, und den mittleren Treiber zur Hälfte des unteren, verzögern, oder?
klingtgut
Inventar
#31 erstellt: 12. Feb 2004, 10:21
Hallo Leenor,

kann ja sein das ich blind bin aber welchen Bausatz möchtest Du eigentlich bauen ?

Ansonsten kann ich nur dringend davon abraten einen fertig konstruierten Bausatz ohne Messmöglichkeiten oder Erfahrung zu verändern.Dies führt meistens eher zu einer Verschlimmbesserung.

Viele Grüsse

Volker
qnorx
Stammgast
#32 erstellt: 12. Feb 2004, 15:34

Ansonsten kann ich nur dringend davon abraten einen fertig konstruierten Bausatz ohne Messmöglichkeiten oder Erfahrung zu verändern.Dies führt meistens eher zu einer Verschlimmbesserung.


Da kann ich Volker voll beipflichten.
leenor
Stammgast
#33 erstellt: 12. Feb 2004, 19:05
hab mal nen neuen thread geöffnet...

http://www.hifi-forum.de/viewthread-71-376.html


[Beitrag von leenor am 12. Feb 2004, 19:05 bearbeitet]
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