Eindrücke XTZ 12.17 Edge /10.17edge

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Matty29
Neuling
#1 erstellt: 05. Dez 2020, 14:13
Hallo zusammen,

als Neuling hier im Forum möchte ich wie der Titel schon sagt, ein paar Eindrücke zum 12.17 sowie einen kleinen Vergleich zum 10.17 (beides Edge-Version) schildern. Kurz zum Setup:

2x ASW Opus Standlautsprecher
1x ASW Cuby 150 Downfire(mein alter Subwoofer vor dem Tausch)
1x Bluesound Powernode mit 2x 60 Watt NAD Endstufe

Nein, kein 5.1 System. Hatte ich mal, aber für überwiegend Musik geht für mich halt nix über Stereo, bzw. 2.1 😉
Da der Sub bei mir durch die ungünstige Raumaufteilung eher wandnah und/oder eckennah sein Plätzchen findet, musste der gute alte Cuby Downfire leider weg. Ein Front-Sub sollte es werden. Da viel Musik bei mir drüber läuft, war ich schon ziemlich sicher, es wird ein SVS oder ein kleiner Sunfire, also ein geschlossenes System. Der SB-1000 war ganz oben in der Liste. Dann mehrere Foren, Meinungen und auch Tests durchstöbert. Und schon war ich mir nicht mehr so sicher, ob es wirklich der SB sein soll. XTZ kam unerwartet mit ins Spiel. Was mir bei den Schweden gleich positiv auf den Bildern bei den Testseiten aufgefallen ist: Die schöne Verarbeitung außen UND innen, bei SVS war das eher enttäuschend, vor allem für den Preis, der zumindest in Europa dafür verlangt wird. Bei Sunfire wäre es dann doch ein HRS geworden, da die SDS bisschen zu wenig Tiefgang laut Datenblatt hatten. Die HRS wiederum sind aber ein deutliches Stück teurer. Arendal hatte ich noch gar nicht so recht auf dem Schirm. Zudem war mir die verwendete Ice-Power Endstufe bei XTZ schon ein Begriff und durch meinen Bass-Amp von Eich bereits wohlbekannt (Da steckt eine astreine 1000Watt Endstufe von Ice-Power drin).

Also für gerade auch noch „günstigere“ 590.- € zuerst den 10.17 Edge bei XTZ geordert. Mit 30 Tage Rückgabe, alles wunderbar. Vorab: Beide Modelle 10er und 12er gefallen mir sehr gut, vor allem weil bei einigen Dingen einfach mitgedacht wurde. Viele Einstellungen, das mit dem offenen und geschlossenen System finde ich auch sehr praktisch. Bei mir läuft er i.d.R. geschlossen. Der Sound musste natürlich etwas angepasst werden. Am Anfang musste ich schon viel Gain geben mit Regler auf 12-13Uhr, war aber vielleicht der Einspielzeit geschuldet (ca. 50+ Stunden). Drei Wochen lief der 10er dann bei mir durch die verschiedensten Musikstile, Filme, Spiele (PS4). Soweit so gut, allerdings ist der Raum bei mir zur Seite hin größer, es ist ein Raum mit Küche, Esszimmer und Wohnzimmer, ca. 33 -35 qm. Da hat er sich trotz verschiedener Aufstellungen ohne Einmessen und mit Kriechmethode im Raum verloren. Kurzum, den 10.17 Edge zurück , den 12.17 Edge geholt. Der ist schonmal ein gutes Stück größer was meiner Freundin nicht so gefallen hat :-D . Aber ich konnte mich doch durchsetzen, ihn zu behalten, nur darf ich ihn dann nicht am besten Platz im Raum stehen lassen. Besser als vorher steht er nun. Vielleicht hilft da zum letzten Quäntchen Glück irgendwann ein Antimode.

So, nun zum Sound: Es gibt, wie zu erwarten klangliche Unterschiede zum 10.17Edge, der 12er spielt etwas voluminöser, voller und der Klang ist etwas druckvoller. Es ist nicht viel aber man kann die Unterschiede hören. Selbst meiner besseren Hälfte ist das aufgefallen, ohne dass ich etwas zu ihr vorher gesagt hätte. Auch im oberen Bassbereich ist etwas mehr los(ohne zu dröhnen), er klingt dadurch auch etwas wärmer und runder. Entschuldigt meine laienhaften Ausdrücke, aber so kann man es am besten beschreiben. Der 10er ist vielleicht ein winziges Stück präziser, macht Sinn bei kleinerer Membran und Gehäusegröße. Das ist aber nur meine subjektive Meinung. Gemessen habe ich das nicht. Die untere Grenzfrequenz ist übrigens bei beiden Modellen exakt gleich, anders wie laut Hersteller angegeben! - > das habe ich mit Testtönen gemessen. Für viele durchschnittliche Zimmer und kleineren Raumgrößen wird der 10.17edge aber völlig ausreichend sein. Der Verstärker und Aufbau ist der gleiche. Wer möchte, holt sich ggf. nen zweiten dazu.

Mir gefällt der „große 12er-Bruder“ auf jeden Fall sehr gut, macht richtig viel Spass Musik zu hören oder Filme, etc. zu geniessen. Die Endlösung habe ich vom Platz her noch nicht gefunden und auch die optimale Aufstellung mit: Sub -> Spikes -> Granitplatte -> Dämpfung noch nicht umgesetzt, aber das kommt schon noch. Da ich die mitgelieferten Füsschen für den Brummer etwas klein und auch hart finde, habe ich zusätzlich runde Waschmaschinen-Dämpfer (tipp Google: M&H Schwingungsdämpfer universal) untergelegt. Diese liegen nicht platt auf dem Boden, sondern nur am äußeren Rand auf. Günstig und vorrübergehend absolut zweckmäßig.

Insgesamt kann ich beide Modelle, ob 12.17edge oder 10.17 edge bedenkenlos empfehlen, wer eine App-Steuerung oder Fernbedienung vermisst, müsste da bei anderen Herstellern mal schauen--> z.B. Nubert XW-Reihe, sogar mit Bluetooth-Anbindung. Aber was Funktionalität, Qualität und vor allem Klang angeht sind die XTZs in der Preisklasse ganz weit vorn. Arendal mag vielleicht im Musikbetrieb an Präzision und Klang gerade mit den 1S viell. die Nase vorne haben, dafür muss man den Geldbeutel dann auch weiter aufmachen. Vor allem bei der neuen Serie 1723, die verbesserten Endstufen mit an Board hat; bei momentan 1299.-€ ist das allerdings schon ne andere Liga. Die alten für 850€ sind da noch in ähnlicher Region. Interessant vielleicht hier auch noch die der neuen 1961er Reihe.

XTZ 12.17 Edge

Pro:
-Rundum Saubere Verarbeitung, wirkt hochwertig, auch die Metallplatte mit den Reglern macht einen
guten Eindruck (Haptik)
-Innenleben einwandfrei und keine versteckten „Mogeleien“ bei Material und Arbeit
-Parameterauswahl reichlich (Gain, Phase stufenlos, LowPass mit Schalter, param. EQ m. Schalter,
3EQ Presets, 3 Power-Modi, Abschaltautomatik)
- XLR-Anschlussbuchsen sogar vorhanden(z.B. vom Mischpult, Tonstudio-tauglich)
-Sehr belastbare Membrane, hoher Schalldruck und hohe Empfindlichkeit, dadurch auch in recht
moderaten Lautstärken gut einsetzbar
-Hohe Dauerleistung mit überzeugender ICE-Power Digital-Endstufe
-Flexible Handhabung mit Porttuning geschlossen, halboffen, offen
-Präziser Klang, Tiefenstaffelung auch bei mehreren Bassereignissen einwandfrei
-Spielt sich, sofern optimal eingestellt, nicht in den Vordergrund aber ist präsent
-Tiefgang, aber auch in höheren Basslagen vollmundiger, voluminöser Klang (mehr als beim 10.17
edge)
-Verständliches, ausführliches Handbuch in Deutsch, Handschuhe! Und ein Imbus mit Schraube sind
mit dabei.
-Preisleistungsverhältnis ist super!


Contra/ Einschränkungen:

-Keine Fernbedienung
-Keine Einmessungs-Werkzeuge (in dieser Preisklasse auch eher selten üblich)
-Nicht per App oder Laptop (USB) steuerbar, nur am Gerät selbst
-Gummifüsse m.E. flach und relativ hart für das Gewicht, zusätzliche oder andere Dämpfer und
Spikes eventuell notwendig
-Keine Hochpegelein- und Ausgänge für Lautsprecheranschluss (zum Durchschleifen)
-Nicht gerade kompakt, Maße eines Minibar-Kühlschranks, aber noch im Rahmen
-Untere Grenzfrequenz 19Hz, elektronisch darunter abgeriegelt, ebenso gemessen damals am
10.17edge , hier also KEIN Unterschied, bzw Vorteil vom 12.17Edge!
-Abschaltautomatik springt mir persönlich bei noch zu hohem Pegel an, Geschmackssache
-Abschaltautomatik könnte auch etwas länger dauern, also mehr Minuten bis diese aktiv wird sobald
kein oder zu wenig Signal anliegt
-Nicht bestätigt, von anderen Nutzern berichtet: BR-Rohr macht Geräusche (port chuffing) bei
höheren Pegeln

Ich hoffe, ich konnte hier etwas Wissenswertes zu den beiden XTZ-Subs weitergeben. Ansonsten hilft halt bei Interesse ein paar Euros in Versandkosten zu investieren und durchzutesten.. und unbedingt sich eine Obergrenze stecken nachdem man alle Punkte, die einem bei nem Sub wichtig sind beisammen hat. Sonst landet man am Schluss bei nem 1500 € Sub, obwohl man anfangs vielleicht nur 500 Euronen ausgeben wollte 😉.

Gerne Anmerkungen und eigene Erfahrungen auch zu vergleichbaren Subs hier reinschreiben, würde mich echt interessieren!
Cheers

VG
Matty
MrCool1
Stammgast
#2 erstellt: 05. Dez 2020, 15:11
Hallo Matty,

tolle Beschreibung! Ich bin selber auch Besitzer eines XTZ 12.17 und kann ALLEN Deinen Punkten voll zustimmen.

Als Tipp noch:
Das Antimode habe ich davor und auch das hat noch mal einen enormen Unterschied gebracht, dass es doch bei manchen Frequenzen nicht zum "Dröhnen" kommt, welches ja nur durch die Raumgeometrie verursacht wird. Dadurch kann man auch getrost eine Aufstellung in der Ecke vornehmen, die ja ohne Antimode nicht empfohlen wird.

Grüße und viel Spaß,
Jörg
Matty29
Neuling
#3 erstellt: 06. Dez 2020, 12:18
Hallo Jörg,

danke für Dein Feedback! Freut mich, wenn Du auch happy bist mit dem Sub .
Ja das mit dem Antimode wäre schon bestimmt ne feine Sache, danke für den Tipp. Jetzt steht als nächstes erstmal ne neue Couch an, eventuell kann ich anschließend den Sub nochmal umstellen, wenn dann mal alles steht... Welches Antimode Modell benutzt Du? Hab gesehen es gibt zwei, die in Frage kämen, 8033 Cinema oder das S-II.. oder gibts nennenswerte Alternativen?

LG
Matty
MrCool1
Stammgast
#4 erstellt: 06. Dez 2020, 13:56
Hallo Matty,

ich benutze das Antimode 8033 Cinema. Dies ist für einen Sub vollkommen ausreichend.
Günstigere Alternative ist ein MiniDSP 2x4.
Hier kann man wohl mehr eingreifen und selber programmieren.

Da ich das aber gar nicht wollte, ist das Antimode ok.

LG Jörg
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