Unterschied zwischen teuren und billigenKopfhörern

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BlueDistrict
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Okt 2012, 11:32
Hallo Hifi freunde,
Ich wollte gerne wissen, ob man klanglich einen deutlichen Unterschied zwischen teuren Kopfhörern ( wie z.B. Sennheiser HD 650)
und billigen unter 50 € ( z.B. Kopfhörern von Philips ) erkennt ?

MfG
BD
Beelzebub1984
Stammgast
#2 erstellt: 01. Okt 2012, 11:34
Nicht dein ernst oder?
michael4321
Stammgast
#3 erstellt: 01. Okt 2012, 11:55
Nein erkennst du nicht, da viele Hersteller einfach in China produzieren lassen. Vergleich doch mal die Bilder der produkte:

China : http://www.thomann.de/de/superlux_hd_330.htm
Deutschland: http://www.thomann.de/de/beyerdynamic_dt990pro.htm

China http://www.thomann.de/de/superlux_hd681.htm
Deutschland http://www.thomann.de/de/akg_k242_hd.htm

Du bekommst nicht nur einen kopierten Klang sonder auch ein kopiertes Design. Statt die deutsche Wirtschaft weiter in ihrer Profitgier zu befriedigen, solltest du lieber zu preiswerten Alternativen aus China greifen.

Wenn jemand behauptet, er hoert Unterschiede zwischen billigen und teuren Headphones, dann ist das meistens reine Einbildung. Das funktioniert aehnlich wie Placebo Medikamenten.


[Beitrag von michael4321 am 01. Okt 2012, 11:56 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#4 erstellt: 01. Okt 2012, 12:07
Die Eingangsfrage ist gar nicht mal so dumm...
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine ganze Menge Leute gibt, die einen Sennheiser HD-650 (nur als Beispiel) klanglich nicht unbedingt "besser" finden, als einen 50 Euro Philips.
peacounter
Inventar
#5 erstellt: 01. Okt 2012, 12:23
äääh... michael: meinst du das ernst?

das könnte lustig werden hier
michael4321
Stammgast
#6 erstellt: 01. Okt 2012, 12:31
@peacounter

Nein, aber es gibt Leute die Reden sich Kabelklang und Burn In Verhalten ein. Versuch mal zu erklaeren, das es ein psychoakustisches Phänoment ist.

Meine Antwort entspricht seiner Frage.
einer_mehr
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 01. Okt 2012, 12:37
Sobald eine Frage oder ein Beitrag nicht ein halbwegs passables Niveau hat wird da jeweils ordentlich ausgeteilt..
Preis ist bei Kopfhörern ja auch nicht immer Qualität. Vieles ist Geschmackssache aber Dinge wie Auflösung usw. werden bei "teureren" besser.
Schlappen.
Inventar
#8 erstellt: 01. Okt 2012, 12:41

einer_mehr schrieb:
... aber Dinge wie Auflösung usw. werden bei "teureren" besser.

Nein, nicht zwangsläufig.
mazeh
Inventar
#9 erstellt: 01. Okt 2012, 12:48
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass hier Leute den k701 als klar schlechter empfanden gegenüber dem x700 und das in allen Belangen ohne Widerede.
Soll heißen, solange man nicht weis welcher "momentane" Soundingtyp man selber beim Einstieg ist, braucht man sich die Frage nach "besser" , vorerst noch nicht stellen. Das ergibt sich dann schon recht schnell mit der Erfahrung, dann durchaus auch unabhängig vom Sounding eines KHs.
Beelzebub1984
Stammgast
#10 erstellt: 01. Okt 2012, 12:55
Wenn die Quelle stimmt, guter DAC/KHV zb, liegen Welten zwischen 50€ und 250€ Kopfhörer. Bis 250€ steigt die Soundqualität immer weiter desto teurer es wird.
Wenns dann in Richtung 500€ geht werden die Unterschiede immer kleiner und das P/L stimmt nicht mehr.

An nem Onboardsound oder Handy wird man wohl kaum unterschiede hören.
einer_mehr
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 01. Okt 2012, 13:20

Schlappen65 schrieb:

einer_mehr schrieb:
... aber Dinge wie Auflösung usw. werden bei "teureren" besser.

Nein, nicht zwangsläufig. ;)


Ja, so ist es leider und ich weiss schon an welche Marke/Modelle ihr jetzt denkt...
Peterb4008
Inventar
#12 erstellt: 01. Okt 2012, 13:24
Einfach nur eine Frage des Geschmacks,Kopfhörer - Freaks
beurteilen das ein wenig anders.

Der KH sollte dir einfach nur von der Abstimmung gefallen,
egal was andere darüber schreiben.

Meine Nichte hört mit dem AKG 518,beim letzten Besuch
gab ich ihr mal den Audez'e LCD-2 Rev.2.

Eindeutiges Urteil,nöööö da klingt mein 518 aber besser !!!

Noch Fragen, Kienzle?
buayadarat
Inventar
#13 erstellt: 01. Okt 2012, 13:36

Beelzebub1984 schrieb:
Wenn die Quelle stimmt, ... liegen Welten zwischen 50€ und 250€ Kopfhörer..
Bis 250€ steigt die Soundqualität immer weiter desto teurer es wird.
Wenns dann in Richtung 500€ geht werden die Unterschiede immer kleiner und das P/L stimmt nicht mehr.


Diese Meinung wird von meinen Holzohren unterstützt.


Beelzebub1984 schrieb:
An nem Onboardsound oder Handy wird man wohl kaum unterschiede hören.


Diese Meinung nicht mehr. Ich bin je länger, desto stärker der Meinung, dass Lautsprecher (plus Raumakustik) oder Kopfhörer nicht 80% der Klangqualität, sondern etwa 95% ausmachen.

Ich musste gerade wieder feststellen, dass meine Ohren zwischen billigem On-Board-Sound und einem externen USB-DAC keinen Unterschied hören ( http://www.hifi-foru...read=3352&postID=8#8 ).
NX4U
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 01. Okt 2012, 13:53
@buayadarat
Mensch, ganz einfach, Dein FiiO taugt einfach nix.

Ne im Ernst, die Onboard-SK und sonstigen Kleinwandler haben in den letzten Jahren ordentlich zugelegt. Hängt auch immer davon ab wie das vom Hersteller umgesetzt wird. Häufigste Mängel sind da ja Störgeräusche wegen mangelnder Abschirmung und Stromversorgungsgedöns.

Zum Einstiegsthread:
Teile des Verkaufspreis sind anderen Dingen als dem Klang geschuldet. Je nach Hersteller gibt es da Unterschiede. Sennheiser z.B. positioniert sich stark über den Preis als Premiumhersteller (soll heißen ich find die zu teuer für das gebotene). Philips bedient idR. den Massenmarkt und ist vom Sounding nicht so hifi-orientiert.
Ne Pauschalaussage ist aber schwierig. Geh aber davon aus das Dein konkretes Beispiel zugunsten des Sennies ausgehen würde.
j!more
Inventar
#15 erstellt: 01. Okt 2012, 13:59
Qualität ist keine Geschmacksfrage, die Abstimmung schon. Verzerrungen und Impulsverhalten sind als qualitätsbestimmende Eigenschaften unabhängig von der Klangsignatur hör- und messbar. Sie haben ihren Preis. Stimmt die Technik, ist der Rest in der Tat Geschmacksfrage. Naja, fast, weil die meisten Nicht-Kopfhörer "viel Bass" für ein Zeichen guten Klanges, und das ist es dann halt doch nicht.
ZeeeM
Inventar
#16 erstellt: 01. Okt 2012, 14:18

j!more schrieb:
Verzerrungen und Impulsverhalten sind als qualitätsbestimmende Eigenschaften unabhängig von der Klangsignatur hör- und messbar. Sie haben ihren Preis.


Wenn es so einfach wäre. Es würde voraussetzen das der Hörsinn ein analytisches Instrument ist.

Der eine Hörer ist 4 mal teurer als der Andere:

flo42
Inventar
#17 erstellt: 01. Okt 2012, 14:24
Die Frage finde ich schon sehr interessant. Ganz abgesehen davon, dass der Preis kein Qualitätsmerkmal ist, sondern einfach mal ganz praktisch betrachtet : Was klingt für xyz besser.

Und ich habe bisher den Eindruck gewonnen, dass der Preis ganz oft die Abstimmung deutlich macht.

Frei nach : Je größer der Preis, desto größer muss das Budget sein, desto älter muss der Kunde sein, desto mehr müssen die Höhen betont werden, damit noch irgendwas gehört werden kann. Tiefton hingegen wird im Alter unangenehm, deshalb wird der schlank sein.

Generell gilt hier schwarz/weiß gibt es nicht. Die Diskussion wird nicht einfach. Ich denke sogar etwas sinnfrei. Vielmehr sollte man Erfahrungen austauschen.
bossa
Stammgast
#18 erstellt: 01. Okt 2012, 14:51

Beelzebub1984 schrieb:

An nem Onboardsound oder Handy wird man wohl kaum unterschiede hören.

Und wat man da noch für Unterschiede hört.


flo42 schrieb:
...
Frei nach : Je größer der Preis, desto größer muss das Budget sein, desto älter muss der Kunde sein, desto mehr müssen die Höhen betont werden, damit noch irgendwas gehört werden kann. Tiefton hingegen wird im Alter unangenehm, deshalb wird der schlank sein..

Ei, da passt der Omega wohl gar nicht rein...


j!more schrieb:
Qualität ist keine Geschmacksfrage, die Abstimmung schon. Verzerrungen und Impulsverhalten sind als qualitätsbestimmende Eigenschaften unabhängig von der Klangsignatur hör- und messbar. Sie haben ihren Preis. Stimmt die Technik, ist der Rest in der Tat Geschmacksfrage. Naja, fast, weil die meisten Nicht-Kopfhörer "viel Bass" für ein Zeichen guten Klanges, und das ist es dann halt doch nicht.

Das musste ich mal fett zitieren und setze gern noch ein

!

dahinter
shaft8
Inventar
#19 erstellt: 01. Okt 2012, 14:57

Hallo Hifi freunde,
Ich wollte gerne wissen, ob man klanglich einen deutlichen Unterschied zwischen teuren Kopfhörern ( wie z.B. Sennheiser HD 650)
und billigen unter 50 € ( z.B. Kopfhörern von Philips ) erkennt ?


Das würde ich selbst testen, sonst weisst du ja nicht wer Recht hat.
ZeeeM
Inventar
#20 erstellt: 01. Okt 2012, 14:58
und ich ein fettes ?
Das heisst nicht das man einen 5 Euro Hörer zu einem 1000 Euro Hörer machen kann. Wo die Kosten liegen ist nicht so offensichtlich.
peacounter
Inventar
#21 erstellt: 01. Okt 2012, 15:00

bossa schrieb:


flo42 schrieb:
...
Frei nach : Je größer der Preis, desto größer muss das Budget sein, desto älter muss der Kunde sein, desto mehr müssen die Höhen betont werden, damit noch irgendwas gehört werden kann. Tiefton hingegen wird im Alter unangenehm, deshalb wird der schlank sein..

Ei, da passt der Omega wohl gar nicht rein...

die aussage ist sowieso nicht richtig.
bis zu einem altersbedingten hochtonverlust von ca 30db an der hörschwelle sind im regelfall keine unterschiede (oder nur unterschiede von sehr wenigen db) bei normaler abhörlautstärke (75-85db) vorhanden.
das hat auch nichts mit psychoakustik zu tun, sondern hat audiologische gründe, die sich durch die funktion der inneren und äußeren haarsinneszellen im innenohr erklären.

P


[Beitrag von peacounter am 01. Okt 2012, 15:01 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#22 erstellt: 01. Okt 2012, 15:14

BlueDistrict schrieb:
Hallo Hifi freunde,
Ich wollte gerne wissen, ob man klanglich einen deutlichen Unterschied zwischen teuren Kopfhörern ( wie z.B. Sennheiser HD 650)
und billigen unter 50 € ( z.B. Kopfhörern von Philips ) erkennt ?

MfG
BD


Hallo,

du kannst auch "deutliche" Unterschiede zwischen etwa gleich teuren Kopfhörern finden. Ob die Unterschiede "deutlich" sind, hängt davon ab, was Du als "deutlich" bezeichnen würdest.
Kopfhörer können Freifeld- oder Diffusfeld-Entzerrt sein, dementsprechend sollten sie unterschiedlich klingen.
Ausserdem kommt die unterschiedliche Entzerrung (sprich, Klangabstimmung), den der Hersteller für den Kopfhörer angewandt hat, hinzu.
Man (sprich, Testlabore) kann diese ganzen technischen Daten auch messen. Sie helfen Dir aber nur, wenn Du sie (die Größenordnungen) einschätzen und interpretieren kannst.

Grüße
j!more
Inventar
#23 erstellt: 01. Okt 2012, 15:49

ZeeeM schrieb:
Wenn es so einfach wäre. Es würde voraussetzen das der Hörsinn ein analytisches Instrument ist.


Ich sage nicht, dass teure Hörer per se gut oder besser sind als billige, sondern dass Verzerrungen und Impulsverhalten qualitätsbestimmende Merkmale sind, die ihren Preis haben. Das hat mit dem Hörsinn zunächst einmal gar nichts zu tun. Der kommt ins Spiel, wenn ein technisch perfekter Treiber durch die Abstimmung vergurkt wird. Oder ein akzeptables System durch gute Abstimmung zum Hörgenuss wird.

Ich höre derzeit mit zunehmendem Vergnügen über einen AKG K550, der sicher keine fünf Techniksternchen bekäme, aber für kleines Geld einen mehr als passablen Auftritt hinlegt.


[Beitrag von j!more am 01. Okt 2012, 15:51 bearbeitet]
Schlappen.
Inventar
#24 erstellt: 01. Okt 2012, 17:25
Letztendlich hat der persönliche Höreindruck nichts mit "Qualität" zu tun. Da geht es mMn eher darum, was für klangliche Vorlieben ich habe. Welche Erfahrungen habe ich? Was bin ich gewohnt? usw.
Ob der KH dann von der technischen Seite her völlig "versaut" wurde, oder eben nicht, ist doch da zweitraning. Entscheidend ist, was gefällt.

Hier geht es doch einzig und allein um eine "Empfindung" und die kann man nicht nach festgelegten Kriterien aufdröseln.
Genau so wenig kann man sagen, dass das Gitarrenspiel von Jimmi Hendrix "qualitativ besser" war als das von Gilmour oder Knopfler oder Frusciante. Sowas geht einfach nicht. Dafür gibt es keine "Kriterien".

Ich finde den Begriff "Klang-Qualität" sowieso nicht wirklich greifbar. Was Material (Qualität) angeht, ist das schon eindeutiger. Fein geschliffenes, lackiertes Aluminium ist eben "qualitativ besser", als unbehandeltes Hartplastik, um mal zwei Extreme zu nennen.

Btw, was nützt mir denn ein Kopfhörer, der nach Experten-Meinung der beste "technische" Hörer der Welt ist und einen "perfekten" Frequenzgang (was gilt als perfekt?) hat und auch sonst mit allen möglichen Innovationen ausgestattet ist, die man für gutes Geld kriegen kann...
...wenn mir sein Klang nicht gefällt....?

Zu der Ausgangsfrage... ich unterstelle dem Threadersteller mal, dass er weniger "Unterschiede" als solche, zwischen billigen und teuren Hörern gemeint hat, sondern eher, ob billiger Hörer zwangsläufig "schlechter" klingen müssen, als teurere (und umgekehrt)...
Und da finde ich, diese Frage kann man überhaupt nicht mit JA oder NEIN beantworten, zu unterschiedlich sind die persönlichen Vorlieben und Geschmäcker der Leute.
Warum soll es nicht auch Leute geben, die einen "matschig" klingenden Hörer als "besser" empfinden, als einen hochauflösenden...?


[Beitrag von Schlappen. am 01. Okt 2012, 17:30 bearbeitet]
shaft8
Inventar
#25 erstellt: 01. Okt 2012, 17:35

Warum soll es nicht auch Leute geben, die einen "matschig" klingenden Hörer als "besser" empfinden, als einen hochauflösenden...?

Nicht nur das, die Neulinge haben im Gegensatz zum Freak mit einem 75 Euro Hörer den maximalen Normalpreis schon ausgegeben und hören (im Grunde gesagt) mit genau so viel Spass wie einer mit einem viel teureren Hörer.
Wir sind ja auch nicht alle unglücklich weil wir nicht mit einem Orpheus hören.
Für einen normalen Menschen ( ) ist z. B. ein AKG 550 klanglich bereits "Ende der Fahnenstange".
Schlappen.
Inventar
#26 erstellt: 01. Okt 2012, 18:23

shaft8 schrieb:

Nicht nur das, die Neulinge haben im Gegensatz zum Freak mit einem 75 Euro Hörer den maximalen Normalpreis schon ausgegeben und hören (im Grunde gesagt) mit genau so viel Spass wie einer mit einem viel teureren Hörer.

Naja, ich ging jetzt erstmal davon aus, dass der Preis keine Rolle spielt, aber selbst da ist es nicht zwingend so, dass Otto-Normal Hörer (zu denen ich mich auch noch zähle) unbedingt das Teurere als "Besser" empfindet. Jedenfalls, solange man nicht irgendwelche Kriterien anlegt, sondern allein auf sein "Gefühl" vertraut.

Ich denk da gerade an den Beitrag von Peterb4008...


[Beitrag von Schlappen. am 01. Okt 2012, 18:24 bearbeitet]
bossa
Stammgast
#27 erstellt: 01. Okt 2012, 22:50

Schlappen65 schrieb:

Btw, was nützt mir denn ein Kopfhörer, der nach Experten-Meinung der beste "technische" Hörer der Welt ist und einen "perfekten" Frequenzgang (was gilt als perfekt?) hat und auch sonst mit allen möglichen Innovationen ausgestattet ist, die man für gutes Geld kriegen kann...
...wenn mir sein Klang nicht gefällt....?

Natürlich.

Und für 99,9% aller Anwender und Anwendungen wird das wahrscheinlich so sein. Aber ich weiß auch nicht wieso, aber mir geht zu Hause beim Hören einer ab, wenn ich Auflösung und Impulstreue höre, auch wenn sie mit einer weniger gefälligen Abstimmung daherkommt. Und noch weiter gedacht: Wenn ich zu Hause über Schaltungen tüftle und die Unterschiede zwischen zwei Schaltungen oder gar Komponenten raushören will, schaffe ich das immer nur mit den messtechnisch besseren Kopfhörern. Es ist wirklich so! Das selbe "Phänomen" (naja, eigentlich ist es ja auch ganz klar) stelle ich bei Lautsprechern fest. Natürlich ist das nicht die übliche Anwendung, aber eben auch eine. Und was das angeht kann ich für mich meist ziemlich klare Aussagen dazu machen, was ich wirklich für klanglich besser und schlechter halte.

Nichtsdestotrotz sitze ich mit einem spät (und damit günstig) gekauften Shure E4 jeden Tag stundenlang in der U-Bahn, weil mich einfach kein anderer Inear von der klanglichen Abstimmung her so wenig stresst und ich mit ihm ewig und drei Tage leise Musik im Hintergrund dudeln lassen kann. Wohlwissend, dass ich die technische Unterlegenheit zu eigentlich fast allen (getesteten) Mehrtreiber-Inears ganz klar raushöre und ein Preisrahmen bis 500 kein KO-Kriterium gewesen wäre...


Ich weiß er ist objektiv nicht so gut, wie viele Konkurrenten. Ich empfehle ihn aber weiter, wenn mich Leute nach Inears fragen und eben dieses subjektiv Unstressige bei leisem Hören suchen.




j!more schrieb:

ZeeeM schrieb:
Wenn es so einfach wäre. Es würde voraussetzen das der Hörsinn ein analytisches Instrument ist.


Ich sage nicht, dass teure Hörer per se gut oder besser sind als billige, sondern dass Verzerrungen und Impulsverhalten qualitätsbestimmende Merkmale sind, die ihren Preis haben. Das hat mit dem Hörsinn zunächst einmal gar nichts zu tun. Der kommt ins Spiel, wenn ein technisch perfekter Treiber durch die Abstimmung vergurkt wird. Oder ein akzeptables System durch gute Abstimmung zum Hörgenuss wird.

Ich höre derzeit mit zunehmendem Vergnügen über einen AKG K550, der sicher keine fünf Techniksternchen bekäme, aber für kleines Geld einen mehr als passablen Auftritt hinlegt.

Irgendwie schwimm ich voll auf deiner Wellenlänge...


[Beitrag von bossa am 01. Okt 2012, 22:51 bearbeitet]
Laudian
Stammgast
#28 erstellt: 01. Okt 2012, 23:39
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Klang eines Kopfhörers auch vom Quellmaterial abhängt.
Wenn ich nen Song bei Youtube runterlade, der dann irgendwas um die 64kBit/s hat, klingt das mit nem Apple Earbud noch passabel.
Wenn ich das gleiche Stück über meinen DT 880 anhöre, dann graut mir einfach vor der schlechten Qualität, da zeigt der 880 gnadenlos die Fehler im Material auf.
BlueDistrict
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 02. Okt 2012, 03:23
danke für die Hinweise!
einer_mehr
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 02. Okt 2012, 06:46

Laudian schrieb:
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Klang eines Kopfhörers auch vom Quellmaterial abhängt.
Wenn ich nen Song bei Youtube runterlade, der dann irgendwas um die 64kBit/s hat, klingt das mit nem Apple Earbud noch passabel.
Wenn ich das gleiche Stück über meinen DT 880 anhöre, dann graut mir einfach vor der schlechten Qualität,


64kbps?
Wieso machst du das überhaupt?
Laudian
Stammgast
#31 erstellt: 02. Okt 2012, 09:40
das war früher mal so auf Youtube ;-)
Sepher
Neuling
#32 erstellt: 05. Okt 2012, 14:18

Btw, was nützt mir denn ein Kopfhörer, der nach Experten-Meinung der beste "technische" Hörer der Welt ist und einen "perfekten" Frequenzgang (was gilt als perfekt?) hat und auch sonst mit allen möglichen Innovationen ausgestattet ist, die man für gutes Geld kriegen kann...
...wenn mir sein Klang nicht gefällt....?


Absolut gar nichts.
Ich hatte neulich eine ziemlich lange Test-Session aller möglicher Kopfhörer im Bereich 150-550 Eur, geschlossen als auch halboffen. Als Sound-Ausgang haben wir eine Audio-CD benutzt mit konvertierter Lossless-Musik, sowie einen besonders linearen Verstärker, um die Unterschiede der Kopfhörer heraus hören zu können.

Das Klangspektrum unterscheidet sich schon deutlich zwischen 150 und 350 eur Kopfhörern und die teureren sind deutlich differenzierter.

Allerdings hatten wir dann auch mal den T90 angeschlossen. Der lieferte einen super-kristallklaren Klang, alles war super-deutlich.. und in meinen Ohren absolut Sch***
Der Klang der T90 hat mich so dermaßen aufgeregt, als wäre da ein Klirren in den Höhen, welche wie Nadelstiche in mein Trommelfell hinein bohren.
Würde ich mir die T90 kaufen? Nein, niemals

Aber das ist ja alles wieder eine Diskussion auf einem angenehmen Niveau: Die Geschmacksfrage

Sind teure Kopfhörer besser als billige: Klaro, meistens.
Die Frage beinhaltet allerdings mehrere Komponenten:
- Ist die Tonquelle gut (mindestens Lossless/Audio CD)?
- Hat der Höhrende kein eingeschränktes Hörspektrum?

Jetzt kann es passieren, dass günstige Kopfhörer immer noch einen wirklich gutes Klang liefern. Deswegen haben die Kopfhörer, je nach Bauweise und verwendeter Technologie, trotzdem ihre Eigenheiten im Klang. Um so billiger die Kopfhörer werden, um so mehr "Eigenheiten" haben sie. Zum Beispiel fallen bei sehr günstigen Kopfhörern die Mitten extrem ab und kommen nicht mehr richtig durch, der Bass ist völlig übertönt oder die Höhen sind viel zu Spitz und Unklar.

Geht man die Preisklassen der Kopfhörer mal mit einer guten Soundquelle durch, hat man schon das Gefühl als würden "Schleier zwischen Ohren und Klang" verschwinden. Zumindest bis in die 300Eur Kategorie wird der Klang meistens besser. Danach nicht mehr so wirklich, mit Ausnahme der 1000Eur - Klasse. Etwa hatte ich auch das Gefühl, dass die Sennheiser HD800 einige "Klangeigenheiten" der HD650 noch einmal deutlich verbessern, der Sound tiefer als auch höher geht und dennoch klarer wirkt, ohne die Mitten zu vernachlässigen.

Wie schon gesagt, muss die Musikquelle gut sein. Hängt man die Kopfhörer an einen IPod Touch und hat auf diesem nur stark komprimierte mp3 laufen, zweifel ich auch daran, größere Unterschiede hören zu können (mit der Ausnahme, das bessere Hörer "schlecht" klingen, da sie die fehlenden Frequenzen der Kompression "sichtbar" machen)


Beste Grüße,
Sepher
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