Alternative zum teuren Kopfhörerverstärker

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Teletubbie
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 28. Nov 2004, 15:48
Wer einen sehr guten Verstärker hat, aber mit schlechtem Kopfhörerausgang, kann seinen Lautsprecherausgang nutzen.

Von der Firma Antique Sound Lab gibt es einen Adapter, der dafür sorgt, daß die KH auch heil bleiben.

http://www.divertech.com/uhcsignature.html

Wird des öfteren bei Ebay USA für rund 60 USD verkauft.

Von der Firma Rega gab es so etwas auch einmal.
cosmopragma
Inventar
#2 erstellt: 28. Nov 2004, 16:05
Die "sehr guten" Verstärker haben in der Regel erst gar keinen Kopfhörerausgang, und das aus gutem Grund.Die wollen sich die Reputation nicht mit einem Gurkenausgang versauen, und ein guter kostet in der Produktion mindestens 50, aber auch leicht über 100 Euro, beim Endkunden dann das dreifache.
Da nur eine kleine Minderheit der Audiophilen dem Hören über Kopfhörer was abgewinnen kann, sparen sie es sich lieber.
Teletubbie
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 28. Nov 2004, 16:14
@cosmopragma

Ja, stimmt. Um so nützlicher ist dann dieser Adapter von ASL!

Es gibt Ausnahmen wie T+A die wohl auch gute KH-Ausgänge einbauen. In einem ihrer Anlagen haben sie wohl auch einen echten separaten KHverstärker drin.


Scheint der einzige Hersteller für solche Adapter zu sein.
richi44
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 01. Dez 2004, 15:35

Teletubbie schrieb:
@cosmopragma

Ja, stimmt. Um so nützlicher ist dann dieser Adapter von ASL!

Es gibt Ausnahmen wie T+A die wohl auch gute KH-Ausgänge einbauen. In einem ihrer Anlagen haben sie wohl auch einen echten separaten KHverstärker drin.


Scheint der einzige Hersteller für solche Adapter zu sein.


nur was ist in dem Adapter drin? Eigentlich nur 2 Widerstände von 100 Ohm (vermutlich) und etwa 5W. Und natürlich eine billige Kopfhörerbuchse. Der Schalter wird ja hoffentlich nicht zum ausschalten der Lautsprecher da sein
Und die schönen goldenen Buchsen sind dafür da, dass man die Lautsprecherkabel über dieses Kistchen schlaufen kann, sofern sie nicht an einem gebrückten Verstärker oder einem NAD oder sonst einem für diesen Betrieb ungeeigneten Modell landen.
Also kann ich auch ein Kabel an die Lautsprecherausgänge des Verstärkers parallel anschliessen und da jeweils 100 Ohm in die heisse Leitung und das ganze an eine Klinkenbuchse. Kostet keine 60 $ oder so...
Taurui
Inventar
#5 erstellt: 01. Dez 2004, 20:34
Oder man kauft sich gleich einen kleinen KHV. Gibts bei Thomann für 50 Euro + 5 Euro Kabel
Klingt mit ziemlicher Sicherheit besser als so ein Notbehelf.

-Taurui
Teletubbie
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 01. Dez 2004, 22:10

Taurui schrieb:
Oder man kauft sich gleich einen kleinen KHV. Gibts bei Thomann für 50 Euro + 5 Euro Kabel
Klingt mit ziemlicher Sicherheit besser als so ein Notbehelf.

-Taurui


Das ASL Teil leitet das hochwertige Lautsprechersignal zum Kopfhörer. Was willst du mit dem 50 Euro Teil von Thomann? Das ist allenfalls der "Notbehelf".
cosmopragma
Inventar
#7 erstellt: 03. Dez 2004, 12:59
@ richi44

nur was ist in dem Adapter drin? Eigentlich nur 2 Widerstände von 100 Ohm (vermutlich) und etwa 5W.
Nun. ich versteh von den Dingern genausowenig wie du, aber ne 100 sec Recherche ergibt, das ASL die Teile als "transformer based impedance matching unit" anpreist und nicht als "resistor based" wie du unterstellst.Es gibt drei Modelle, und wenn ich mir das preisgünstigere in popligerem Gehäuse anschaue kommen mir ernsthafte Zweifel an deiner Einschätzung.
Schaust du hier ---> http://www.tubehifi.com/amp/img/Uhc-home3.jpg und hier ---> http://www.tubehifi.com/amp/img/Uhc-home2.jpg


[Beitrag von cosmopragma am 03. Dez 2004, 13:08 bearbeitet]
Teletubbie
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 04. Dez 2004, 12:24
@cosmopragma

Die Dinger auf der von dir genannten Webseite sind andere, nicht der UHC Signature.
Teletubbie
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 04. Dez 2004, 12:55

richi44 schrieb:

nur was ist in dem Adapter drin? Eigentlich nur 2 Widerstände von 100 Ohm (vermutlich) und etwa 5W. Und natürlich eine billige Kopfhörerbuchse. Der Schalter wird ja hoffentlich nicht zum ausschalten der Lautsprecher da sein
Und die schönen goldenen Buchsen sind dafür da, dass man die Lautsprecherkabel über dieses Kistchen schlaufen kann, sofern sie nicht an einem gebrückten Verstärker oder einem NAD oder sonst einem für diesen Betrieb ungeeigneten Modell landen.
Also kann ich auch ein Kabel an die Lautsprecherausgänge des Verstärkers parallel anschliessen und da jeweils 100 Ohm in die heisse Leitung und das ganze an eine Klinkenbuchse. Kostet keine 60 $ oder so...


Hört sich nach einer Marktlücke an. Tatsächlich kenne ich das bisher nur von ASL und Rega, letztere haben das vor 6 Jahren aus dem Programm genommen und stattdessen den Rega Ear Kopfhörerverstärker hergestellt. Kann man bestimmt mehr verdienen.

Aber grundsätzlich:

1. Das Lautsprechersignal eines guten Verstärkers läßt sich für den Kopfhörer abgreifen, richtig?

2. Wenn ja, ist das abgreifbare Signal auch für den Kopfhörer ein qualitativ gutes Signal?
richi44
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 04. Dez 2004, 16:08
Ein normaler Kopfhörer (kein Elektrostat) ist im Grunde ein normaler Lautsprecher, den man sich vors Ohr bindet, vereinfacht gesagt. Also ist ein gutes Lautsprechersignal auch ein gutes Kopfhörersignal, nur ist da einmal zuviel Spannung und Leistung und zweitens macht ein Klinkenstecker beim einstecken kurzzeitig Kurzschluss. Daher MUSS zwischen Lautsprecheranschluss und Kopfhörerbuchse ein Widerstand von etwa 100 Ohm sein. Verstärker mit Kopfhöreranschlauss haben auch nichts anderes.
Mit einem Trafo ohne Widerstand ist das Problem nicht zu lösen und der Trafo erzeugt erst noch Klirr und Frequenzgangfehler und dies weit stärker als ein Übertrager eines Röhrengerätes, da er ja in diesem Fall rein passiv beschaltet ist und nicht im Gegenkopplungszweig des Verstärkers eingebunden ist.

Noch ein Wort zu NAD (ältere Modelle zumindest): Diese Verstärker besassen pro Kanal zwei Endstufen. Die eigentliche Endstufe mit den roten Lautsprecheranschlüssen lieferte das Nutzsignal, also die Leistung. Dieses Signal war allerdings leicht verzerrt, weil die Gegenkopplung bewusst schwach gehalten war.
Die zweite Endstufe an den schwarzen Klemmen konnte den gleichen Strom liefern wie die erste, war also mit identischen Endtransistoren bestückt, aber sie lieferte nur sehr wenig Spannung. Im Idealfall hätte sie gar nichts liefern müssen. Aber an ihr wurden die Restverzerrungen der ersten Endstufe kompensiert.
Bei diesen Geräten waren normale Schaltungen mit gemeinsamer Masse des Kopfhörers eigentlich nicht möglich, denn man durfte diese "Hilfsendstufen" ja nicht einfach parallel schalten. In den Geräten war dies gelöst, weil ja bei Kopfhörerbetrieb meist die Lautsprecher ausgeschaltet waren und somit die Hauptendstufen im Leerlauf, also fast klirrfrei betrieben wurden. Aber externe Anschlüsse waren da nicht realisierbar.

@ cosmopragma
Mir ist es ehrlich egal, wer (von den Verständigen) wieviel Geld für irgendwas ausgibt, das echt mit m Appel und m Ei zu machen ist. Aber ich bin der Ansicht, dass auch der "unverständige" Radio-TV-Meister das Recht hat, die wissende Bevölkerung auf solche überteuerten "Scherzartikel" hinzuweisen.
cr
Inventar
#11 erstellt: 18. Jan 2005, 15:44
Mir fehlt jegliches logische Verständnis dafür, wieso das Lautsprechersignal nicht in der Lage sein soll, einen KH auf hochwertige Weise zu betreiben (über Vorwiderstand 100-150 Ohm; ev. kann man zum LS-Ausgang noch einen ausreichend dimensionierten 16 Ohm-Widerstand schalten, damit der Verstärker nicht im quasi stromlosen Betrieb arbeitet).
Diese Debatte gilt auch für den AKG K1000, der aber ohne Vorwiderstand zu betreiben ist.
MarGan
Stammgast
#12 erstellt: 18. Jan 2005, 19:25

cr schrieb:
Mir fehlt jegliches logische Verständnis dafür, wieso das Lautsprechersignal nicht in der Lage sein soll, einen KH auf hochwertige Weise zu betreiben (über Vorwiderstand 100-150 Ohm; ev. kann man zum LS-Ausgang noch einen ausreichend dimensionierten 16 Ohm-Widerstand schalten, damit der Verstärker nicht im quasi stromlosen Betrieb arbeitet).
Diese Debatte gilt auch für den AKG K1000, der aber ohne Vorwiderstand zu betreiben ist.


Ev. könnte Rauschen stören. Das wäre dann noch ein Argument für einen externen KH-Verstärker.

MarGan
cr
Inventar
#13 erstellt: 18. Jan 2005, 19:44
Nicht mal mit meinem alten Pioneer aus den 70ern hört man mit einem KH (96dB/1mW) das Rauschen (wenn man die Klangregelstufe überbrückt)!
Bei weniger rauscharmen Verstärkern und extrem empfindlichen und hoch/mittelohmigen KH (wie zB dem AKG 100) könnte das natürlich der Fall sein.
MarGan
Stammgast
#14 erstellt: 19. Jan 2005, 19:07

cr schrieb:
Nicht mal mit meinem alten Pioneer aus den 70ern hört man mit einem KH (96dB/1mW) das Rauschen (wenn man die Klangregelstufe überbrückt)!
Bei weniger rauscharmen Verstärkern und extrem empfindlichen und hoch/mittelohmigen KH (wie zB dem AKG 100) könnte das natürlich der Fall sein.


Mit einem Beyer DT931 oder Sennheiser HD600 habe ich an verschiedenen AV-Receivern oder Vollverstärkern immer ein deutliches Grundrauschen gehabt. Das kann schon lästig sein.

MarGan
cr
Inventar
#15 erstellt: 19. Jan 2005, 23:01
Bei AV-Receivern wundert mich nichts. Bei Vollverstärkern ist es eigentlich nicht zeitgemäß.
Ein Spannungsteiler 16:16 Ohm (zB) und 100-150 Ohm Vorwiderstand bringt über 6 dB Gewinn. Dann sollte das Rauschen weg sein, sonst ist der Verstärker wirklich nicht gut.
Sal
Inventar
#16 erstellt: 23. Jul 2014, 20:46
Wäre es möglich, ein Diagramm des Spannungteilers einzustellen?
(Mein Musical Fidelity B2 hatte so einen an der Enstufe hängenden Ausgang)
Beziehungsweise:
Wieviel Ohm sind vom Signal zur Masse nötig, wenn man 100 oder 150 Ohm in den Signalweg setzt?
Und besitzt ein Kopfhörer mit 600 Ohm Impedanz nicht schon genug an Vorwiderstand?
Oder verwechsle ich da was ?
Und wie rechnet sich der Spannungsteiler? Sinusleistung durch ???
Es gibt übrigens auch Kopfhörerbuchsen mit einem Signalunterbrecher, so dass es bei Einstecken nicht
zum Kurzschluss kommen muss...


[Beitrag von Sal am 23. Jul 2014, 20:47 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#17 erstellt: 25. Jul 2014, 20:15
mMn wäre ein neuer Thread sinnvoller gewesen als einen neun (9!) Jahre alten wieder zu beleben...
Sal
Inventar
#18 erstellt: 25. Jul 2014, 22:58
Nur verweisen die Suchmaschinen zu dem Thema auch auf diesen Thread.
Das ist erschreckend typisch für dieses Forum geworden: Eine am Thema vorbeiführende
& sinnlos belehrende Antwort anstatt einr einfachen Erkärung.
Vielleicht bringt aber noch jemand das Thema zuende, wie man sich am besten den Spannungsteiler
abhängig von der Leistung des Verstärkers ausrechnet.
Nix für ungut...
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 26. Jul 2014, 00:16
Apalone
Inventar
#20 erstellt: 26. Jul 2014, 05:10

Sal (Beitrag #18) schrieb:
.....sinnlos belehrende Antwort anstatt einr einfachen Erkärung.....


und man durchaus unterschiedlicher Auffassung sein kann, was sinnlos ist und was nicht!
Sal
Inventar
#21 erstellt: 26. Jul 2014, 09:41

http://www.sengpielaudio.com/Rechner-spannungsteiler.htm

Alle Infos, die man braucht.


Jein. Mit der Hilfe dieses Links habe ich seinerzeit den Ausgangspegel von SQN-Fieldmixern (Tonmischer bei EB und Film) an diverse semiprofessionelle Kameras angepasst, welche nicht über Studiopegel verfügen.
Aber beim Verstärker weiss man in der Regel nicht, welche Ausgangspannung an den Lautsprechern anliegt
und welche Last der Kopfhörer darstellt.
Das fand ich in dem Schaltbild eines 90 Watt @ 8Ω Yamaha-Verstärkers:
Kopfhörer-Spannungsteiler an Yamaha-Amp
Wie vorher im Thread angedeutet "nur" jeweils einen Widerstand in den Signalweg und Kondensatoren zur Masse.
R201 / R203 haben 390 Ω/2W
C144 / C146 haben 1500pF/50V
Aber bedeuten die 390 Ω am Ende nicht auch, dass man besser nur Kopfhörer ab 600 Ω anschliesst,
da z.B. mit 16 Ω oder 32 Ω (bei Kopfhörern von portablen Geräten) die Eingangsimpedanz zu niedrig ist?
Und welchen Sinn machen - in diesem Fall - die Kondensatoren? Als Tiefpass (mit 272kHz Grenzfrequenz) zum entstören?


[Beitrag von Sal am 26. Jul 2014, 10:40 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#22 erstellt: 27. Jul 2014, 11:39

Sal (Beitrag #21) schrieb:

Aber bedeuten die 390 Ω am Ende nicht auch, dass man besser nur Kopfhörer ab 600 Ω anschliesst,
da z.B. mit 16 Ω oder 32 Ω (bei Kopfhörern von portablen Geräten) die Eingangsimpedanz zu niedrig ist?

Jein. Es kommt nicht nur auf die Höhe der Nennimpedanz an, sondern auch sehr auf die Variation der realen Hörerimpedanz im hörbaren Bereich. Ein HD580 mit nominell 300 Ohm (real 310 min, 580 max) zeigt an 390 Ohm eine deutlich größere Frequenzgangabweichung als ein dynamischer In-Ear wie der Soundmagic E10 zu 16 Ohm (real 17,5 min, 18,0 max). Wie es um den Widerstand der Masse-Rückleitung bestellt ist, ist schwer zu sagen.

Sal (Beitrag #21) schrieb:
Und welchen Sinn machen - in diesem Fall - die Kondensatoren? Als Tiefpass (mit 272kHz Grenzfrequenz) zum entstören?

Die dienen nur Entstörzwecken, ja.
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