AKG k 712 pro - ausführliche Klangbeschr. an versch. Komponenten

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LovemusicXX
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 07. Dez 2014, 18:33
6 Stunden gestern Abend gehört mit 3 verschiedenen Komponenten. Cds waren die gesamte Herr der Ringe Trilogie (Soundtrack) und der gesamte Hobbit Ost, einschließlich des brandneuen - The battle of the five armies - alles komponiert von Howard Shore.

Gehört wurde der AKg k 712 pro an: Denon Pma 710ae Vollverstärker, Denon DCD 710 CD player und einer Yamaha Pianocraft e-320.


Gleich vorweg: Der gesamte Kopfhörer hat, wie ich finde, eine warme Ausrichtung - mit sattem, sehr tiefem Bass und unaufdringlichem, fast schon zu wenigen Höhen, dafür aber ein sehr seidiger Hochton der niemals nervt. Nur könnte er etwas mehr Brillianz vertragen, das war mir im Laden nicht so deutlich vor einiger Zeit. All diese Eigenschaften waren an allen drei Komponenten gleich und der Kopfhörer war an allen dreien laut genug. Ein kleiner Schupser am Volumeregler und es reichte mehr als aus, um gut hören zu können. Es braucht hier also keinen extra KHV, weil er wohl zu wenig Leistung sonst bringt, Nein!!!

Die beste Vorstellung, ihr werdet es nicht glauben, lieferte der AKG an der Pianocraft e-320 ab. Empfehle auch gleich diese Kombi hier als echten Geheimtip, denn die beiden harmonieren einfach super zusammen und sind sehr platzsparend.

Der Bass wirkte über die Pianocraft leicht druckvoller und kräftiger, es ging richtig tief hinunter, als über die beiden Denon Komponenten. Auch wirkte der Bass über die Pianocraft präziser.

Die Räumlichkeit, die Details und die Ortbarkeit war auch ebenfalls besser über die Pianocraft.

Am Denon CD Player wirkte er am leisesten, jedoch immer noch ausreichend nach oben Luft, um einen gehörschaden zu bekommen.

An beiden Denonkomponenten wirkte der Kopfhörer im Bass schlanker, aber auch leicht schwammiger. Die vielen Details und die Ortbarkeit gingen etwas verloren über die Denons, hier wirkte er besonders bei großem Orchester mit vielen Instrumenten, also wenn es auf den Soundtracks richtig zur Sache geht, etwas verschwommen und es begann sich zu einem Klangbrei, der aber noch voll in Ordnung geht, zu entwickeln. Nur vereinzelte Instrumente oder ruhige Stücke wirkten wieder besser, jedoch war es über die Pianocraft einfach immer einen Tick detailreicher, tiefer und ortbarer alles.

Alle drei Geräte waren übrigens auf neutral Stellung, wenn ihr versteht.

Da die Herr der Ringe und Hobbit Soundtracks nicht so räumlich aufgenommen wurden, wie manche Klassik CD bei mir, hielt sich die Räumlichkeit, also eine tiefe, weite Bühne, ebenfalls in Grenzen bei dem AKg K 712 pro.

Bis jetzt kann ich sagen, das der Akg k 712 pro einen etwas anderen Eindruck als im laden bei mir hinterlässt, ich aber nach wie vor begeistert bin von ihm. Besonders die Stimmwiedergabe bei echten Songs ist Gänsehaut pur, ganz gleich über welches der Geräte. Kraftvoll, intim, total Mittig über dem Kopf schwebend und jedes Schluchzen und Schlucken des Sängers oder Sängerin ist zu vernehmen. So gut, schaffen das nicht mal meine Hifiboxen, die Stimmen so gut wiederzugeben.

Am Ende muss ich aber sagen, das der AKG, doch mehr in Richtung Hifikopfhörer geht, als zum Mixen und Mastern im Studio. Ein wenig mehr Brillanz noch im Hochton, ein wenig mehr Überblick und Ortbarkeit bei schnellen und großen Orchestralstücken und der AKG wäre perfekt. Und mit der Yamaha Pianocraft e-320 hat er einen perfekten und sehr platzsparenden Partner gefunden, eine schöne Kombi beide zusammen!!!

ps. Und er ist sehr genügsam, was die Leistung und den Pegel anbelangt, viel braucht er nicht, um schön laut zu gehen.


[Beitrag von LovemusicXX am 07. Dez 2014, 18:40 bearbeitet]
LovemusicXX
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 12. Dez 2014, 21:34
Ich ergänze meine Beschreibungen zum AKG K 712 pro und muss leider sagen, das er mir am Ende und nach einer woche gar nicht so zusagt: Dem gesamten Klangbild fehlt es an Feinauflösung, dafür hat er viel zu viel Bass. Während ich auf meinen Hifilautsprechern, das kratzen und streichen einer Violine/Geige oder einem Cello deutlich wahrnehme und es mir präsentiert wird,( und was ja erst den Schmelz bei diesen Instrumenten ausmacht), verschluckt das der AKG K 712 pro total. Das zarte streichen oder auch als zartes kratzen wahrnehmbar (nein, kein defekt, ihr wisst hoffentlich, was ich meine) bringt der KH nicht mehr zu Ohr, so fein löst er leider nicht mehr auf.

Einzig was bleibt, ist die Stimmwiedergabe, diese ist göttlich!!! Sonst aber, sehr basslastig, zu bedeckte Höhen, zu ungenaue Ortung bei komplexen Sachen, zu wenig Räumlichkeit und Feinauflösung oder generell nicht das Auflösungswunder und schon gar nicht zum Mixen und Mastern geeignet, sondern ein reiner Hifi/Schönklinger KH.


[Beitrag von LovemusicXX am 12. Dez 2014, 21:40 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#3 erstellt: 12. Dez 2014, 22:09
Das bei einem KH an deinem Trommelfell eine Aufnahme objektiv neutral ankommt, wäre schon ein Glückstreffer. Die Frage ist, ob die Abweichung einem gefallen. Es kann durchaus sein, das der AKG das Kratzen der Streicher objektiv richtiger darstellt, als deine Lautsprecher.
Wenn man mal bewußt hört und zwar im Alltag oder unverstärkte Instrumente, dann habe zumindest ich, den Eindruck, das auf den Aufnahmen mehr drauf ist, als man es in natura wahrnimmt. Ich würde mich nicht wundern das man auch aufnahmeseitig schon bestimmte Vorstellung bedient.
Hör dir mal das Stück Arival von Alan Parsons Project auf dem Album Tales of an .. klingt der Regen echt, oder nach Bratpfanne?
https://www.youtube....C3D6416E5C2A&index=7
LovemusicXX
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 12. Dez 2014, 22:42
Also das mit dem Kratzen einer Violine oder dem Cello, konnte ich zb immer gut an Jon Lords Durham Concerto wahrnehmen oder gleich am Anfang des ersten Titels vom Hobbit ost - eine unerwartete Reise. Auf den Lautsprechern deutlich schwebend im Raum, die Geigen oder das Cello und dann dazu dieses feine Kratzen, das anstreichen der Instrumente. Über die KH, leider kein Streichen oder kratzen mehr zu hören. ist schwer zu erklären, sorry

Momentan hört sich dein Lied ganz fürchterlich an, da nur über PC Speaker abgespielt wird.


[Beitrag von LovemusicXX am 12. Dez 2014, 22:42 bearbeitet]
Observer01
Inventar
#5 erstellt: 12. Dez 2014, 23:05
zum Thema Mixen und Mastern:
da würde ich mich niemals nur auf einen Kopfhörer verlassen. Zum Mischen nehme ich meine Monitore, zum gegenchecken kann man einen Kopfhörer nehmen.
Mit dem Kopfhörer kann man z.B. das Arrangement machen, einzelne Klänge bearbeiten oder ihn als klangliche Lupe nehmen. Und dazu ist ein Kopfhörer, der in den Höhen etwas smoother ist, deutlich langzeittauglicher, ermüdungsfreier und angenehmer als eine Höhenschleuder.
Mit meinem DT 880 komme ich da schon manchmal ins schwitzen.

Ich bin auch gerade den AKG K 712 am testen.
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