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Equalizing von Kopfhörern, Pro und Kontra, Erfahrungen & Tipps

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Autor
Beitrag
seifenchef
Inventar
#1 erstellt: 31. Okt 2015, 15:10
Hi Schlappen,


Schlappen65 (Beitrag #1429) schrieb:
Manchmal frage ich mich echt, ob ich hier im Irrenhaus bin... :.


Ich vermute mal Dein Emoticon bezog sich auf den Post bezüglich des Superlux HD-681B

Naja, es scheint eben Leute zu geben die mögen keinen Bass. Also wirklich überhaupt gar keinen.

Superlux_No_Bass_Driver  :-)

gruß seifenchef


[Beitrag von seifenchef am 31. Okt 2015, 15:11 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#2 erstellt: 31. Okt 2015, 15:31

seifenchef (Beitrag #1455) schrieb:

Naja, es scheint eben Leute zu geben die mögen keinen Bass. Also wirklich überhaupt gar keinen.


Für manche ist Bass < 50Hz
seifenchef
Inventar
#3 erstellt: 31. Okt 2015, 15:39
Jaaaaaa

unter 100 triffts aber wirklich....
...und da muss man eben heftig anheben um das Manko des fehlenden Körperschalls auszugleichen, und wenn dann der KH dort noch schlapp macht, ist alles zappenduster


-> -7db bei 30Hz: aber laut golden ears target müsste ich dort 6 oder 7 dB anheben (Körperschalläquivalent)

-->> macht 14 dB Fehler, das würde ich als mittlere Katastrophe bezeichnen, aber:

... die Geschmäcker sind halt verschieden ....

bei mir muss es halt so klingen, als ob ich auf dem Rockkonzert bin, bzw. als ob meine großen Boxen laufen.....

gruß seifenchef


(ich betrachte mich nicht als audiophilen, die würden mich nicht bei sich reinlassen )


[Beitrag von seifenchef am 31. Okt 2015, 15:56 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#4 erstellt: 31. Okt 2015, 15:43
Der Superlux hat bei 30Hz -7dB .. das ist nicht unbedingt basslos.
Wenn man sich aber mit manch KH einen gestrichenen Kontrabass anhört und der wie eine 20m grosse Kiste tönt. Ist Geschmacksache.
thewas
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 01. Nov 2015, 12:07

seifenchef (Beitrag #1455) schrieb:
Hi Schlappen,

Schlappen65 (Beitrag #1429) schrieb:
Manchmal frage ich mich echt, ob ich hier im Irrenhaus bin... :.

Ich vermute mal Dein Emoticon bezog sich auf den Post bezüglich des Superlux HD-681B
Naja, es scheint eben Leute zu geben die mögen keinen Bass. Also wirklich überhaupt gar keinen.
Superlux_No_Bass_Driver  :-)

Nur Bass ist zwar nicht unwichtig aber nicht alles, von diesen 3 Messungen (rein von der Tonalität die aber natürlich nicht Klirr usw. berücksichtigt) würde ich ohne equalizing auch den Superlux bevorzugen weil er im restichen Bereich (der mir persönlich inzwischen wichtiger ist ausgewogener ist. Zudem bin ich seit kurzer Zeit kein Fan mehr von den hefitg angehobenen Bass bei Kopfhörern

um das Manko des fehlenden Körperschalls auszugleichen,

weil er deutlich zu Lasten der Durchhörbarkeit der anderen Bereichen geht. Ich gebe mich seitdem zufrieden dass KH und LS Wiedergabe inzwischen zwei sehr unterschiedliche Dinge sind (auch wegen Crossfeed und HRTF - außer man hat auf den eigenen Ohren eingemessene HRTFs) und seitdem genieße ich meine KH deutlich mehr, nur mal ein anderer Ansatz als Gedankenanstoß.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 01. Nov 2015, 12:21
Sehe ich sehr ähnlich. Wobei es bei mir meist noch in Richtung +4dB unter 100Hz geht. Liegt aber auch an der gehörten Musik. Je nach Musik sind mir auch die leichtfüßigeren Abstimmungen lieber.
Mit EQ, Convolver und eigener HRTF kann man da sehr nach Belieben arbeiten und man wundert sich oft, wohin die Reise geht, wenn man mal Lust auf andere Abstimmungen bekommt.
Günstiger, als für jede Abstimmung neue KH zu kaufen.
seifenchef
Inventar
#7 erstellt: 01. Nov 2015, 12:44
Hi thewas,

Geschmacksfragen und Objektivierbares:

Klar, die Ausgewogenheit spielt eine Rolle.
In diesem Punkt ist Beyer wohl überdurchschnittlich schlecht.
Ich denke sie werden viele nächste Modelle herausbringen bei denen es ihnen hoffentlich gelingt die potenten Treiber zu kultivieren.
(beim Dieselmotor hat das auch lange gedauert )

Vor allem aber ist die Ausgewogenheit natürlich wichtig für Audiophile, da sie ja keine Equalisation einsetzen dürfen.
(wieviel Gebote gibt es da eigentlich - auch 10?) SCNR

Der T70 ist mir persönlich bspw. ohne EQ überhaupt nicht anhörbar!
Wie ich ja oben in Beitrag 1448 zum Ausdruck gebracht habe.
Die 'Garstigkeit' weggebügelt + persönliches Sounding setzen ihn dann doch auf Platz1 der persönlichen Liste.

Du schreibst: "weil er (der Bass) deutlich zu Lasten der Durchhörbarkeit der anderen Bereichen geht."

Mhhh. Das kann ich nur teilweise bestätigen. Klar, es ist eine Gratwanderung, einverstanden.
Aber: Meine Erfahrung zeigt mir, das die Gesamttransparenz vor allem dann leidet, wenn man alle tiefen mehr oder weniger breitbandig anhebt.
So wie es eben die meisten tonal gefärbten als 'warm' beschriebenen KHs tun, oder wie es eben eine einfache Klangregelung tut.

Dann hat man diesen 'Bassmulm' der mal bei diesem oder jenem Titel ziemlich cool wirkt, dauerhaft aber nur nervt.
Nur den wirklichen Tiefbass stark anheben haben vermutlich die meisten noch nie wirklich probiert. Auch mangels Möglichkeit.
(auch ein 10 Band EQ in I-Tunes bspw. leistet das noch nicht richtig, vermutlich ist die Steilheit der Bänder nicht genügend, und 15 Band wäre auch generell besser/notwendig dazu)
Die Illusionsnähe zu großem Lautsprecherbetrieb oder Konzerterlebnis ist verblüffend. Für mich jedenfalls.

Ich hab auch schon einige Besucher gehabt - Normalconsumer - die den Klang einfach nur genial fanden, und lediglich dann bei der Aufzählung der technischen Kette und deren Preise ( ) dankend ablehnten, so nach dem Motto 'nee, dann bleibts eben beim Mäusekino wenn ich mal nachts KHs benutzen muss.'


gruß seifenchef
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 01. Nov 2015, 12:54
@seifenchef

Filterst du auch Gehörresoanzen herraus?
Wäre nochmalst eine Steigerung.

Klingt übrigens, als wenn du keine parametrischen EQs nutzen würdest.
Probiere mal den EqualizerAPO oder wenigstens Viper4Windows (dort den Convolver).

Werde dir übrigens noch eine PN schreiben, hatte es nur komplett vergessen.
seifenchef
Inventar
#9 erstellt: 01. Nov 2015, 13:08
Hi Hirnwindungslauscher,


Hirnwindungslauscher (Beitrag #1462) schrieb:
Günstiger, als für jede Abstimmung neue KH zu kaufen.


Konsens.

Doch ich spiele in dem Behringer auch mit PEQs.
Er hat ja 10 Stück davon drin.
BW wählbar bis 1/10 Oktave.

Stehe da aber erst am Anfang.
Ich müsste mir wirklich mal ne Messstrecke aufbauen...
wie Du sagst, wegen Resonanzen und 'sonstwas'.....hast recht...

Das Problem bei mir ist, dass ich eben den Computer da meistens außen vor habe, da meine Headzone/HeaDSPeaker etc. eben Bestandteil der Wohnzimmeranlage sind... aber im Arbeitszimmer könnte ich schon einiges aufstellen...im Moment ist da der HeaDSPeaker zerlegt, da ich den Ultraschallsender absetzen will, um ihn ohne die ganze Kiste in TV-Nähe platzieren zu können.... (oh je off topic)

gruß seifenchef
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 01. Nov 2015, 13:26
Die Resonanzen kannst du nur per eigenem Gehör rausfiltern. Messtechnisch sind die noch nicht auffindbar.

Sinusgenerator -> Referenzpegel suchen -> z.B. um 500 oder 1000Hz
- zwischen 2 und 3 kHz nach einem Peak suchen und auf den Pegel der Referenz bringen (wird vermutlich sehr schmalbandig und schnell um 8dB liegen)
- selbe Prozedur um ca. 6,5kHz - 8kHz rum durchführen.

Bringt mehr als manches hin und her Equalize. Vorallem ist es gehörschonender und sorgt dafür, dass man gut und gerne ca. 7dB mehr Headroom in der Lautstärkeregelung erhält, bevor es fies für die Ohren wird. Eine Standart-Entzerrung, die für jeden KH durchgeführt werden sollte.
user712
Stammgast
#11 erstellt: 01. Nov 2015, 13:26
Ich habe noch keinen Equalizer erlebt, der den Klang nicht in Richtung "schmutzig" verändert. Vergleiche ich den EQ auf Flat gestellt mit dem Klang ohne EQ, hat es sich bisher immer mit EQ irgendwie verzerrter, diffuser angehört. Das sind meine Erfahrungen mit PC-Programmen - foobar und Apps - diverse, u.a. Onkyo HF Player.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 01. Nov 2015, 13:29
@user712

Klingt eher nach falscher Bedienung
Kannst ja mal FIR-EQs austesten. http://wiki.cockos.com/wiki/index.php/ReaFIR
Deren Klangeinfluss geht gegen 0.

EQing ist nicht von Heute auf Morgen erlernt.
user712
Stammgast
#13 erstellt: 01. Nov 2015, 13:31
Was habe ich "falsch bedient", wenn ich nur ausgeschaltet mit eingeschaltet und flat eingestellt vergleiche?
thewas
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 01. Nov 2015, 14:52

seifenchef (Beitrag #7) schrieb:
Vor allem aber ist die Ausgewogenheit natürlich wichtig für Audiophile, da sie ja keine Equalisation einsetzen dürfen.
(wieviel Gebote gibt es da eigentlich - auch 10?) SCNR


Musst du mir nicht sagen , ich entzerre inzwischen alle meine Lautsprecher und Kopfhörer und das bringt mit Abstand mehr als andere.


Dann hat man diesen 'Bassmulm' der mal bei diesem oder jenem Titel ziemlich cool wirkt, dauerhaft aber nur nervt.
Nur den wirklichen Tiefbass stark anheben haben vermutlich die meisten noch nie wirklich probiert. Auch mangels Möglichkeit.
(auch ein 10 Band EQ in I-Tunes bspw. leistet das noch nicht richtig, vermutlich ist die Steilheit der Bänder nicht genügend, und 15 Band wäre auch generell besser/notwendig dazu)


Keine Sorge, ich benutze wie Hirnwindungslauscher auch EQ Apo mit komplett frei definierbaren EQ und auch die Entzerrung der Gehörresonzanen zu der ich von ihm hingewiesen wurde (bei mir sind es vier bei ungefähr 2,5 kHz und ungefähr deren ersten vier Vielfachen +-) finde ich als einen bedeutenden Schritt nach vorne, zudem es bei einem Sweep mit den Gehör leichter geht als man glaubt, hätte früher nie gedacht dass man sowas so gut raushören kann.
thewas
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 01. Nov 2015, 14:58

user712 (Beitrag #11) schrieb:
Ich habe noch keinen Equalizer erlebt, der den Klang nicht in Richtung "schmutzig" verändert. Vergleiche ich den EQ auf Flat gestellt mit dem Klang ohne EQ, hat es sich bisher immer mit EQ irgendwie verzerrter, diffuser angehört. Das sind meine Erfahrungen mit PC-Programmen - foobar und Apps - diverse, u.a. Onkyo HF Player.

Wie hattest du diese EQ eingestellt?
AG1M
Inventar
#16 erstellt: 01. Nov 2015, 15:13
@thewas

Hat er doch geschrieben:


user712 (Beitrag #13) schrieb:
Was habe ich "falsch bedient", wenn ich nur ausgeschaltet mit eingeschaltet und flat eingestellt vergleiche?


EQ an, mit "Flat" Einstellung = klingt schlechter als überhaupt kein EQ an, normal heisst ja "Flat" das nichts geändert ist. Klingt seltsam.
samusan
Gesperrt
#17 erstellt: 01. Nov 2015, 15:21
Ein Equalizer kann technisch ein SIgnal nicht verbessern. Manche glauben das sie damit ihren Billighörern mehr Qualität verleihen könnten. Das ist aber ein fataler Irrtum.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 01. Nov 2015, 15:38
Wenn die Frequenzweiche eines Lautsprechers dafür sorgt, dass die Phase um 180° verdreht ist und damit eine Auslöschung erzeugt....

Dann wäre es deiner Idee nach keine technische Verbesserung, wenn die Phase plötzlich "korrekt" gedreht worden wäre?

Nenne doch mal Beispiele für technisch korrekte Signalübertragungen.


[Beitrag von Hirnwindungslauscher am 01. Nov 2015, 15:38 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 01. Nov 2015, 16:09

samusan (Beitrag #17) schrieb:
Ein Equalizer kann technisch ein SIgnal nicht verbessern. Manche glauben das sie damit ihren Billighörern mehr Qualität verleihen könnten. Das ist aber ein fataler Irrtum.

Natürlich kann man nichtlineare Probleme wie Klirr damit nicht korrigieren, lineare Probleme wie Frequenzgang aber schon.
XperiaV
Inventar
#20 erstellt: 01. Nov 2015, 18:30
Eben, es geht beim EQ doch nur darum zu entzerren, nichts anderes bedeutet EQ (Entzerrer)
Kein Kopfhörer der Welt bietet eine stockneutrale Frequenzlinie ... wird wohl alleine schon wegen dem Gehäuse eines KH oder IE so sein.
Und ein parametrischer EQ ist durchaus in der Lage einiges auszubessern. Wenn man natürlich schon mit Vorurteilen an die Sache heran geht dann wird das auch nix.
Für ein eher mässig klingendes Sony Smartphone wie meins (XV) und dem Neutron Player mit seinem Topp Parametrischen EQ bin ich völlig zufrieden.
Und jede Hardware wird mit KH Model XY anders klingen, also warum die Möglichkeiten nicht ausschöpfen?
Man muss nur gewisse Dinge beachten, sinnfrei irgendwelche Bass-Regler nach oben schieben bringt sehr wahrscheinlich nur Matsch statt Klangoptimierung. Man sollte sich auch mehrere Stunden Zeit nehmen.
Selbst Hersteller wie Shure bieten Tipps für den Verbraucher was die Verwendung eines EQ angeht.

Viele machen auch den Fehler und regeln Frequenzen schnell nach oben, statt die Frequenzen die man eher nicht so mag nach unten zu regeln.
Im Bekanntenkreis haben viele die billigen Beipack IE, und kaum einer nutzt einen EQ, und wenn dann Zusatzprogramme wie Bass XXX usw ... wie das dann klingt kann ich mir vorstellen

Ich bin sicher der Großteil der mobilen Hörer sind zufrieden wenn sie Höhen und Bässe hören. Auflösung, Bühne oder andere klangliche Eigenschaften wünschen sich doch eher nur Freaks wie hier im Forum ... Wer kauft sich schon ein KH oder IE fern der 50€? Wahrscheinlich keine 3 Prozent der KH/IE Kundschaft.
user712
Stammgast
#21 erstellt: 01. Nov 2015, 20:01
Nicht für ungut: wenn sich jemand mit einem EQ den KH "frequenzgangmäßig geradebiegen" möchte soll er dies tun, wenn er danach zufrieden ist. Mir war der kleine Vorteil der Frequenzgangkorrektur nicht bedeutend genug, um mit der aus dem EQ resultierenden Klangverschlechterung (woran das liegt habe ich noch nicht herausgefunden, vermute aber größere Klirranteile im Signal) zu leben. Lieber gewöhne ich mich an die Klangsignatur des KH oder versuche den KH zu modifizieren bzw. muss den eben durch einen anderen ersetzen.
thewas
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 01. Nov 2015, 20:16
Rein aus Neugier, um welche KH ging es dabei und wie bist du dabei vorgegangen? Ohne Messtechnik oder sehr viel Erfahrung im Equalizing (frag mal Tontechniker die dafür lange studieren) verschlimmbessert man nämlich eher, wegen oben genannten Gründe oder auch andere wie z.B. Klirrgrenzen, Clipping und mehr.


[Beitrag von thewas am 01. Nov 2015, 20:17 bearbeitet]
samusan
Gesperrt
#23 erstellt: 01. Nov 2015, 20:25
Um welchen Kopfhörer es geht spielt eigentlich keine Rolle.
Bei einem Equalizer packt man selbst im Linearfall eine Menge Elektronik in den Signalweg, die nicht zwangsläufig dem Klang förderlich ist und nicht sein kann. Nicht umsonst kosten Equalizer im Studiobereich tausende von Euros und werden auch dort nicht ohne Not eingesetzt.
Das man mit einem Equalizer die Wiedergabequalität verbessern könnte, halte ich für ein hartnäckiges Gerücht.
XperiaV
Inventar
#24 erstellt: 01. Nov 2015, 20:35
Ich glaube hier geht es eher um Software EQ.
Das Betonen oder Absenken diverser Frequenzen ist mMn ein praktisches Mittel um "Schwächen" eines KH auszubügeln.
Solange man nicht übertreibt sind die Ergebnisse meiner Erfahrung nach sehr positiv.
thewas
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 01. Nov 2015, 20:36
Oh je, das übliche heutige Halbwissen des degenerierten Hifi Marktes...

Früher wo man EQ analog baute spielte der elektrische Aufbau natürlich eine große Rolle und war auch dementsprechend teuer wenn es sehr rausch- und klirrfrei sein sollte, wenn man aber Filter im digitalen Bereich ansetzt braucht man null Kosten und da sie vor der DA Wandlung stattfinden haben sie erstmal signaltechnisch null Nachteile. Ein Digitalfilter ist nur eine mathematische Funktion die das neue Digitalsignal aus den vorigen existierenden berechnet und 1+1 macht da 2 (im Binärbereich 10) egal ob vom 3000€ professionellen VST plugin oder der konstenlosen App (wenn sie sauber implementiert ist), die meisten Fehler sind fast immer beim Bediener gemischt mit solchen Haient Vorurteilen.


[Beitrag von thewas am 01. Nov 2015, 20:38 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#26 erstellt: 01. Nov 2015, 20:46
So manches Vorurteil kommt aus der Zeit als Equalizer Show für den Hifi-Turm waren. Das waren eher Rauschgeneratoren und dienten einfach einer Anpassung an den Geschmack. Richitg ist schon das ein Durchlaufen von analoger Signalverarbeitung das Signal nicht verbessert, das ist aber banal. Die Frage ist immer, in welcher Größenordnung passiert das und wie verhält sich das zu anderen Störgrößen.
Weiter muß man daran denken das eine wahrgenommene Qualität nicht mit technischer Qualität übereinstimmen muss, wenn das so wäre, dann könnte man manch Kopfhörer entsorgen.
Ein Equalizer ist ein Werkzeug und wie mit allen Werkzeugen ist es auch mit dem so, das ein falscher Einsatz zu einem unbefriedigenden Ergebnis führt. Richtig eingesetzt bringt das Ergebnis einen dazu das Preisgefüge von Kopfhörern mal zu überdenken.
XperiaV
Inventar
#27 erstellt: 01. Nov 2015, 20:54
Zumal wir hier von subjektiven Wahrnehmungen reden/schreiben.
Da können irgendwelche Messungen noch so aussagekräftig daher kommen ... Im Endeffekt ist wichtig was für den einzelnen HÖRBAR ist.
Jeder empfindet Klang anders, da gibt es eh kein GUT oder SCHLECHT.
Dinge wie Clipping sind mir bei der EQ Nutzung noch nicht untergekommen.
user712
Stammgast
#28 erstellt: 01. Nov 2015, 20:55
Also bei meinen Beiträgen geht es tatsächlich ausschließlich um Equalizing per Software. Der Hersteller z.B. von der Onkyo HF-Player App behauptet ja, es gäbe keine Klangverschlechterung. Wenn mann nur Nullen und Einsen mehrmals zusammenrechnet, dürfte das auch nicht sein. Aber im Ergebnis höre ich eine für meine Ohren sehr gut hörbare Verschlechterung beim Vergleich EQ auf Flat gestellt gegen EQ ausgeschaltet.
seifenchef
Inventar
#29 erstellt: 01. Nov 2015, 20:56
Hi,


samusan (Beitrag #23) schrieb:
Um welchen Kopfhörer es geht spielt eigentlich keine Rolle.
Bei einem Equalizer packt man selbst im Linearfall eine Menge Elektronik in den Signalweg, die nicht zwangsläufig dem Klang förderlich ist und nicht sein kann. Nicht umsonst kosten Equalizer im Studiobereich tausende von Euros und werden auch dort nicht ohne Not eingesetzt.
Das man mit einem Equalizer die Wiedergabequalität verbessern könnte, halte ich für ein hartnäckiges Gerücht. :prost


Man kann, wie thewas oben erklärt hat, einen digitalen EQ nicht mehr mit den analogen HiFi-Dingern da vergleichen.
Damals gab es Laufzeitprobleme, Rauschen, Klirr etc etc. Das ist Geschichte.
Auch ZeeeM bringt das gut zum Ausdruck.

Und ja, auch der Behringer Ultracurve, den ich benutze, würde in D. produziert nicht 300 sondern 3000 € kosten, da ist schon was dran.....
...dann hätte ich ihn gar nicht....und er würde nur in deutschen Studios 'herumstehen' ....

gruß seifenchef


PS: ich hatte an der Headzone zuerst einen analogen Kenwood HiFi 7-Band EQ mit digitalem Bedienfeld dran:
- 1. die explizite Ultra-Tiefbassanhebung konnte nicht genügend (für meinen Geschmack ) realisiert werden
- 2. irgendwie hat das Teil den sauklaren Klang der Headzone 'zerwurstelt', kann es nicht besser beschreiben, es war einfach nicht mehr so klar wie ohne den analogen EQ - weshalb sofort feststand - das teil muss wieder raus ....
-> beim Behringer kann ich beim besten Willen keine Klangverschlechterung feststellen, außer durch Fehlbedienung natürlich .....
.


[Beitrag von seifenchef am 02. Nov 2015, 13:56 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 01. Nov 2015, 21:03

XperiaV (Beitrag #27) schrieb:
Dinge wie Clipping sind mir bei der EQ Nutzung noch nicht untergekommen.

Kann aber passieren wenn man einzelne Bänder über 0dB hebt und nicht dementsprechend das Gesamtgain runtersetzt.

user712 (Beitrag #28) schrieb:
Also bei meinen Beiträgen geht es tatsächlich ausschließlich um Equalizing per Software. Der Hersteller z.B. von der Onkyo HF-Player App behauptet ja, es gäbe keine Klangverschlechterung. Wenn mann nur Nullen und Einsen mehrmals zusammenrechnet, dürfte das auch nicht sein. Aber im Ergebnis höre ich eine für meine Ohren sehr gut hörbare Verschlechterung beim Vergleich EQ auf Flat gestellt gegen EQ ausgeschaltet.

Dann ist aber was im Argen mit der Software oder du hast was übersehen (z.B. es wird was zusätzliches eingeschaltet, ähnliche Probleme gibt es auch oft bei AVR Receiver wo eine Funktion auch andere leider miteinschaltet), das sind keine per se Probleme der Digitalfilterung.
XperiaV
Inventar
#31 erstellt: 01. Nov 2015, 21:06

thewas (Beitrag #30) schrieb:

XperiaV (Beitrag #27) schrieb:
Dinge wie Clipping sind mir bei der EQ Nutzung noch nicht untergekommen.

Kann aber passieren wenn man einzelne Bänder über 0dB hebt und nicht dementsprechend das Gesamtgain runtersetzt.


Tja, sowas passiert mir nicht.
Wenn EQ dann nach unten "korrigieren".
thewas
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 01. Nov 2015, 21:15
Meistens ja, aber es gibt Fälle wo es leichter/sinnvoller ist paar Frequenzen nach oben zu ziehen (und dementsprechend den Gain korrigieren) als alle anderen runterzusetzen.
seifenchef
Inventar
#33 erstellt: 02. Nov 2015, 12:58
Hi,


Hirnwindungslauscher (Beitrag #10) schrieb:
Die Resonanzen kannst du nur per eigenem Gehör rausfiltern. Messtechnisch sind die noch nicht auffindbar.

Sinusgenerator -> Referenzpegel suchen -> z.B. um 500 oder 1000Hz
- zwischen 2 und 3 kHz nach einem Peak suchen und auf den Pegel der Referenz bringen (wird vermutlich sehr schmalbandig und schnell um 8dB liegen)
- selbe Prozedur um ca. 6,5kHz - 8kHz rum durchführen.

Bringt mehr als manches hin und her Equalize. Vorallem ist es gehörschonender und sorgt dafür, dass man gut und gerne ca. 7dB mehr Headroom in der Lautstärkeregelung erhält, bevor es fies für die Ohren wird. Eine Standart-Entzerrung, die für jeden KH durchgeführt werden sollte.


D.h. also mit jedem KH verschieden? Oh Gott, da braucht man Zeit...

Beim DT770 kann ich fast gar nix feststellen, beim T70 wenig - irgendwo bei 3 und 6 khz, am ausgeprägtesten beim DT990 ungefähr von 5,6 bis 6,3 khz.....

....Messtechnisch wäre einfacher, aber wo ist die Schnittstelle für den Bananenstecker im Hirn.....


gruß seifenchef
ZeeeM
Inventar
#34 erstellt: 02. Nov 2015, 13:53

seifenchef (Beitrag #33) schrieb:

D.h. also mit jedem KH verschieden? Oh Gott, da braucht man Zeit...


Der wahrgenommene Frequenzgang wird halt nicht nur durch den KH allein bestimmt. Das die akustischen Einflüsse beim Kopfhörer Aufgrund geometrischer Gründe in einem Bereich liegen, aus den das Hirn Klangfarbe und Rauminformation zieht, macht die Sache nicht trivialer.
imLaserBann
Inventar
#35 erstellt: 02. Nov 2015, 14:29
Irgendwie hab ich das beste Vorgehen zum Ausgleichen der KH-Schwächen mittels EQ noch nicht wirklich verstanden. Wie macht ihr das denn? Mit rosa Rauschen könnte ich es mir noch irgendwie vorstellen.

Sinusgenerator -> Referenzpegel suchen -> z.B. um 500 oder 1000Hz
- zwischen 2 und 3 kHz nach einem Peak suchen und auf den Pegel der Referenz bringen (wird vermutlich sehr schmalbandig und schnell um 8dB liegen)
- selbe Prozedur um ca. 6,5kHz - 8kHz rum durchführen.

Wie korrigierst du denn den Pegel des Testsignals mit der Frequenzabhängigkeit der Lautstärkeempfindung, wenn du nur die Ohren zum Vergleich einsetzt? Ist da eine Kurve bei deinem Frequenz-/Rauschgenerator hinterlegt oder rechnest du dir selber aus, wie du den Pegel anpassen musst?
ZeeeM
Inventar
#36 erstellt: 02. Nov 2015, 14:47
seifenchef
Inventar
#37 erstellt: 02. Nov 2015, 14:55
Hi,

Ja ich denke mal das viel mit 'in sich hineinhören' zu tun, ich weiss auch nicht ob mir das gelingt, mal sehen....

Aber was ich sagen wollte: als erstes habe ich immer begonnen die Messkurven der KHs aus dem Netz invers in den EQ einzugeben -> diese Kurve gespeichert und darauf aufbauend habe ich dann mehr oder weniger nur noch persönliches Sounding draufgelegt ........mit dem Ziel das es so ähnlich/oder besser, jedenfalls nicht 'ärmer' als mit meinen Lautsprechern klingt .....o.s.ä.


@ Zeeem: Danke für den Link


gruß seifenchef


[Beitrag von seifenchef am 02. Nov 2015, 14:56 bearbeitet]
peacounter
Inventar
#38 erstellt: 02. Nov 2015, 14:58
dieses vorgehen ist eh zum scheitern verurteilt.
das einzige was ohne enormen aufwand geht, ist eine gehörmäßige kontrolle/korrektur.
alles andere erfordert spezialisiertes messequipment und erfahrung im umgang damit.


[Beitrag von peacounter am 02. Nov 2015, 14:58 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 02. Nov 2015, 15:18
Diese Ohrkanalresonanz z.B. um 7,5kHz hört man sehr leicht mit Sweeps um den Bereich und kann man auch erstaunlich schnell equalizen wenn man von anderen (wie z.B. aus dem Artikel) ungefähre Anfangswerte für die Tiefe (um 6-8dB) und Breite (um BW 0,75 oder Q 5) hat, habe keine 5 Minuten dafür gebraucht. Hier auch mehr dazu von Siegfried Linkwitz http://www.linkwitzlab.com/reference_earphones.htm


[Beitrag von thewas am 02. Nov 2015, 15:22 bearbeitet]
peacounter
Inventar
#40 erstellt: 02. Nov 2015, 15:23
es ist aber definitiv fraglich, ob man das für eine neutrale wiedergabe denn überhaupt muß!
denn "neutral" ist, wenn das gehörte so ankommt, wie im richtigen leben.
mit all den verändernden einflüssen, die auch im "richtigen leben" das gehörte beeinflussen.
eine snare oder geige oder harfe soll halt so klingen, wie man sie aus der realität kennt.
und in der realität puscht man ja auch nicht am frequenzgang rum...
seifenchef
Inventar
#41 erstellt: 02. Nov 2015, 15:24
Hi thewas,

Kann es sein das diese Ohrkanalresonanz bei mir um die 6 khz liegt? Wäre das bisher einzige was ich deutlich wahrnehmen konnte, und auch nur mit dem DT990 deutlich, mit 770er und T70 eher vernachlässigbar ?


gruß seifenchef
peacounter
Inventar
#42 erstellt: 02. Nov 2015, 15:26
siehe dazu auch meinen letzten post.
thewas
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 02. Nov 2015, 15:27
Peacounter, nur hat man bei der Kopfhörerwiedergabe durch das Koppelluftvolumen eben diese Resonanzen/Überhöhungen die man beim natürlichen Hören oder bei Hören über Lautsprecher eben nicht hat, kann jeder sehr leicht selber testen, die gleichen Sweeps mal über KH und dann über Lautsprecher hören, dann ist man erstmal erstaunt.


[Beitrag von thewas am 02. Nov 2015, 15:28 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 02. Nov 2015, 15:30
Seitenchef, kann gut möglich sein, leider habe ich keinen Beyer hierzu um es zu testen und es hängt ja auch von der eigenen Ohrgeometrie ab.
peacounter
Inventar
#45 erstellt: 02. Nov 2015, 16:04

thewas (Beitrag #43) schrieb:
Peacounter, nur hat man bei der Kopfhörerwiedergabe durch das Koppelluftvolumen eben diese Resonanzen/Überhöhungen die man beim natürlichen Hören oder bei Hören über Lautsprecher eben nicht hat, kann jeder sehr leicht selber testen, die gleichen Sweeps mal über KH und dann über Lautsprecher hören, dann ist man erstmal erstaunt.
deshalb schrieb ich, dass es fraglich ist, ob man korrigieren muß.
unterm strich geht für mich nur eine korrektur per gehör für den "normalmenschen" ohne aufwendiges messequipment und entsprechende erfahrung.
thewas
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 02. Nov 2015, 16:15

deshalb schrieb ich, dass es fraglich ist, ob man korrigieren muß.

Warum sollte man Peaks lassen die man bei der natürlichen Wiedergabe nicht hat?

unterm strich geht für mich nur eine korrektur per gehör für den "normalmenschen" ohne aufwendiges messequipment und entsprechende erfahrung.

Mit oben genannter Methode kriegt man diese Peaks leicht korrigiert ohne jegliches Messequipment oder Erfahrung aber für das restliche tonale Equalizing (falls erwünscht) jedoch braucht man tatsächlich eher beides.
imLaserBann
Inventar
#47 erstellt: 02. Nov 2015, 18:07
Danke für die Links.
Aber für mich ergibt das immernoch keinen Sinn. Findet man nicht zwangsläufig das Maximum der Hörempfindlichkeit des Ohrs also die Diskrepanz zwischen Lautstärkeeindruck und Schalldruck, wenn man einen Sweep macht?
thewas
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 02. Nov 2015, 18:59
Darum benutzt man diese Methode meistens nur in den beiden erwähnten schmalen Bereichen damit man nur die schmalbandingen und heftigen Hörgangresonanzen rausfiltert und nicht irgendwelche breitbandige aber meistens wenig starke tonalen Betonungen vom eigenen Ohr oder Kopfhörer.
ZeeeM
Inventar
#49 erstellt: 02. Nov 2015, 19:36
Im normalen Schallfeld einer linearen Lautsprecherwiedergabe hört man seine Ohrkanalresonanz nicht. Da darf der Lautsprecher linear sein, die Aufnahme und Alles hört sich im Rahmen von Fletcher-Muson unverfälscht an. Das Gehirn kennt in dieser akustischen Umgebung die Transferfunktion, die zur Ortung genutzt wird. Fürs Bewusstsein ist sie quasi transparent.
Ein Kopfhörer dagegen erzeugt eine ganz anderes Schallfeld, die Ohrkanalresonanz verschiebt sich. (Vereinfacht ausgedrückt macht man einen Übergang von einer einseitg offenen Röhre zu einer beidseitig geschlossenen, der fliessend ist)
Auch die Pina ändert ihre Filterfunktion. Aus diesem Grunden sind alle Kopfhörer mehr oder weniger diesem Umständen entsprechend entzerrt. Das passt naturgemäss nicht immer. Die Abweichungen der Herstellerentzerrung wird mit einem Equalizer individuelle korrigiert. Man macht quasi aus dem akustischen Konfektionsanzug einen Maßanzug.
Wenn man dann einen linearen Klangeindruck wie bei beim natürlichen Hören erreicht hat, ist man am Ziel, darf aber nicht den Denkfehler machen, das aus dem Kopfhörer selbst ein lineares Schallfeld kommt. das ist immer noch entzerrt, aber passt besser zu den individuellen Gegebenheiten.
Wenn man individuelle Klangvorlieben mal aussen vor lässt und Neutralität anstrebt, etwas Mühe ins Equalizing steckt, dann kann man sich schon wundern was da noch geht.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 03. Nov 2015, 11:24
@ZeeeM

Besser hätte man es nicht ausdrücken können.

@ImLaserBann


Wie korrigierst du denn den Pegel des Testsignals mit der Frequenzabhängigkeit der Lautstärkeempfindung, wenn du nur die Ohren zum Vergleich einsetzt? Ist da eine Kurve bei deinem Frequenz-/Rauschgenerator hinterlegt oder rechnest du dir selber aus, wie du den Pegel anpassen musst?


Das hört man sehr leicht raus, da es sich um sehr schmalbandige Peaks handelt. Um 5Khz habe ich z.B. eine breite "natürliche" Erhöhung, die ich niemals entzerren würde.
Die besagten Gehörresonanzen kann man jedoch sehr schnell identifizieren (es sind Resonanzen....diese "spürt" man schon, wenn man sie trifft) und diese Prozedur braucht kaum länger als 20 Minuten.

Vorteil des Ganzen: Euer Gehör wird es euch danken.
Schonmal überlegt, warum KHs bei Ohrenärzten als die Hauptursache für Hörschäden gelten? Die Antwort liegt auf der Hand, wenn man bedenkt, dass man mit nahezu jedem normalen KH kleine schmalbandige Spitzen um 8dB hat. Sogesehen, hat der Arzt recht...

Schonmal Menschen gesehen, die bei Bürotätigkeit eine Filter-Brille tragen, weil die meisten Flachbild-Monitore unnatürliche Spitzen im Farbspektrum übertragen?

Wer sich damit brüstet, wirklich "gut" hören zu können, aber einen EQ für Quatsch hält, da der den Frequenzgang verbiegt -> Der sollte sich weiterhin mit Klangabstimmungen von Feinsicherungen beschäftigen.
Jedes Ohr ist unterschiedlich. Das ist wie bei einem Fingerabdruck.
Wie bitte schön soll ein Hersteller denn nun einen Kopfhörer abstimmen, wenn nicht nach Durchschnittswerten (was entweder wirklich der Durchschnitt aus ca. 30 gemessenen Ohren ist, oder einfach nur ein Brühl&Kjäer Kunstkopf? Da sollte doch wohl klar sein, dass das nicht bei jedem Menschen passen kann.

Daher gebe ich recht wenig auf selbsternannte Kopfhörerpäpste, meist sehr fortgeschrittenen Alters, die einen Hochtonpeak für natürlich halten, weil sie sonst nichts mehr obenrum hören können. Ich gebe auch nichts auf die Leute, die von KHs höheren Preises schwärmen, weil nur die alles echt wiedergeben können.
Ich habe selbst KHs im 4-stelligen Preisbereich besessen. Das Licht geht wohl aber erst auf, wenn man sich bereit erklärt den Preisgedanken im Kopf auszuschalten und realisiert, dass auch diese Hersteller es nicht hinbekommen haben. Oh da fällt mir ein einziger Hersteller ein, der es verstanden hat -> Sennheiser beim IE800 (in welchem Bereich arbeiten denn die Helmholtzresonatoren dort? )
.
peacounter
Inventar
#51 erstellt: 03. Nov 2015, 11:56
1. Kopfhörer gelten nicht als Hauptursache für Hörschäden!

2. auch für Menschen mit einer hörkurve wie einer Achterbahn und 40db tiefen kerben im Frequenzgang klingt ein linearer Klang neutral und wenige db zuviel oder zuwenig werden als unnatürlich entlarvt.
Eine kompensation durch das equipment dagegen würde als nicht mehr neutral wahrgenommen.
Daher basteln auch "Kopfhörerpäpste fortgeschrittenen Alters" idr keine hochtonpeaks in Ihre Konstrukte.

3. was genau meinst du in Bezug auf den ie800? Hört sich interessant an. Erklär mal bitte.


[Beitrag von peacounter am 03. Nov 2015, 17:15 bearbeitet]
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