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Hochwertiger Kopfhörerverstärker - Empfehlung ?!?

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Gryphon
Stammgast
#1 erstellt: 11. Jun 2004, 21:07
Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem guten Kopfhörerverstärker, da der eingebaute Kopfhöreranschluss in meinem Pioneer AX-3S-AV-Receiver meines Erachtens erheblich schlechter als in meinem 10 Jahre alten Denon PMA-1560 ist. Ich kann es zwar nicht mehr vergleichen, es klang aber erheblich besser. Als Kopfhörer nutze ich zur Zeit den AKG K 271 Studio (55 Ohm).

Folgende in Deutschland erhältliche Modelle habe ich mal im Internet recherchiert, vielleicht kennt einer von Euch das eine oder andere Modell und kann mir seine Erfahrungen mitteilen bzw. hat noch einen anderen Tip auf Lager. Da meine Anlage in silber gehalten ist, wäre es natürlich schön, wenn auch der Kopfhörerverstärker zumindest eine silberfarbene Frontplatte hätte.

- Lehmann Audio Black Cube Linear http://www.lehmannaudio.de/deutsch/produkte-d.htm
- Amity HPA6X oder HPA7X http://www.amity-hifi.de/products.htm
- Meier Audio Corda HA-1 oder HA-2 (leider nur in schwarz) http://home.t-online.de/home/meier-audio/

Aus dem Studiobereich soll angeblich nur ein wirklich guter KH-Verstärker kommen , und zwar dieser hier:

- SPL GRAPEVINE Headamp 4 (leider nur in grün) http://www.soundperformancelab.com/grapevine/index.html


Die möglichen Alternativen von Behringer etc. gefallen mir auch aufgrund der hohen Anzahl an Knöpfen, blinkenden LED's etc. gar nicht. Aber vielleicht gibt es ja auch hier noch Alternativen.

Vielen Dank vorab für Eure Hilfe !

Gruß
Gryphon
snickers
Stammgast
#2 erstellt: 12. Jun 2004, 01:00
Hallo Gryphon,



ich bin auf der Suche nach einem guten Kopfhörerverstärker, da der eingebaute Kopfhöreranschluss in meinem Pioneer AX-3S-AV-Receiver meines Erachtens erheblich schlechter als in meinem 10 Jahre alten Denon PMA-1560 ist. Ich kann es zwar nicht mehr vergleichen, es klang aber erheblich besser. Als Kopfhörer nutze ich zur Zeit den AKG K 271 Studio (55 Ohm).


SPL und Behringer sind Studiogeraete, da darfs gerne mal ein LEDerl mehr sein...

Amity (Bassanhebung um 4 dB) und Meier Corda (Natural Crossfeed) sind wohl eher eine Art Effektgeraet.

Ok, jetzt habe ich Dir fast alle Geraete ausgeredet. Falls Du mutig (oder verrueckt) genug bist, selbst zu basteln, kannst Du den Kopfhoerer direkt ueber Vorwiderstaende am Lautsprecherausgang Deines Verstaerkers anschliessen. Anleitungen findest Du im Netz, z. B. http://sound.westhost.com/project100.htm

Etwas komplexere Projekte (auch den Meier Corda) findest Du unter http://headwize.com/projects/index.htm
Persoenlich finde ich die Variante aus Op-Amp und Transistoren in einer negativen Feedbackschleife sehr interessant.

Der kommerziellere Ansatz waere, den Haendler Deines Vertrauens nach einem vernuenftigen Kopfhoererverstaerker fuer den AKG zu befragen.

Guten Klang wuenscht Dir,
snickers.


[Beitrag von snickers am 12. Jun 2004, 01:15 bearbeitet]
cr
Inventar
#3 erstellt: 12. Jun 2004, 01:05
Für 55 Ohm geht jeder studio-taugliche KH-Verstärker.
Nicht erwähnt wurden noch die beiden Creek (ab 200 Euro).
Unter den preisgünstigen der Millennium 1 (www.thomann.de, 45 Euro, schwarz)
Unter Kopfhörer-Verstärker findest du in der Suchfunktion weiteres.


[Beitrag von cr am 12. Jun 2004, 01:08 bearbeitet]
cr
Inventar
#4 erstellt: 12. Jun 2004, 01:22
Die alten Behringer KH haben 64 Ohm, die neuen nur mehr 32.
Somit fällt der AKG nicht aus der Reihe.
Gryphon
Stammgast
#5 erstellt: 12. Jun 2004, 13:03
Hallo,

zunächst einmal vielen Dank für die Antworten.

@snickers:
Ich werde wohl die kommerzielle Lösung wählen müssen, bei mir scheitert es weniger an den handwerklichen Fähigkeiten oder am technischen Verständnis, sondern eher daran, daß ich das notwenige Werkzeug (u.a. keinen Lötkolben) nicht besitze. Abgesehen davon soll das Teil aber auch wohnzimmertauglich sein und nicht auf den ersten Blick als Bastelei aussehen. Der Link war aber interessant - vielen Dank !

@cr:
Die Modelle von Creek oder Musical Fidelity habe ich mir auch schon angesehen, hier stört mich aber das externe Netzteil - der Kabelsalat ist schon groß genug ... Es kann mir keiner erzählen, daß sowas aus klanglicher Sicht zwingend erforderlich ist. Vermutlich sind die fertigen Steckernetzteile einfach billiger in der Beschaffung als Einzelteile. Die o.g. Modelle habe alle interne Netzteile. Notfalls geht aber auch das.

So wie ich das sehe, werde ich mir wohl das eine oder andere Gerät im Internet beschaffen und dann das 2-wöchige Rückgaberecht in Anspruch nehmen müssen. Ich kann mir keinen Händler vorstellen, der mehrere Modelle vorführbereit hat (die Auswahl ist ja eh schon relativ dürftig ...).

Gruß
Stephan
cosmopragma
Inventar
#6 erstellt: 12. Jun 2004, 23:14
@snickers

SPL und Behringer sind Studiogeraete, da darfs gerne mal ein LEDerl mehr sein...

Amity (Bassanhebung um 4 dB) und Meier Corda (Natural Crossfeed) sind wohl eher eine Art Effektgeraet.

Ok, jetzt habe ich Dir fast alle Geraete ausgeredet. Falls Du mutig (oder verrueckt) genug bist, selbst zu basteln, kannst Du den Kopfhoerer direkt ueber Vorwiderstaende am Lautsprecherausgang Deines Verstaerkers anschliessen. Anleitungen findest Du im Netz, z. B. http://sound.westhost.com/project100.htm

Autsch.
Alle Studioamps, die ich gehört habe, sind Murks, brauchbar höchstens für den Zweck, dass eine Grossfamilie gemeinsam über Kopfhörer die Bibelstunde im Radio hören möchte.Ausserdem haben die als Eingänge meist nur 1/4 Zoll oder XLR in 7 V, so was spuckt Consumer-equipment meist nicht aus.
Die Meier-Audio headamps sind keineswegs "Effektgeräte", sondern sehr ordentliche solid state amps, website ist http://home.t-online.de/home/meier-audio/, allerdings trotz der Tatsache, dass es eine deutsche Firma ist auf Englisch, der Kopfhörerverstärkermarkt ist eben sehr stark auf den englischsprachigen Raum ausgerichtet, da gelten die Teile nicht als so exotisch wie hier.
Natural Crossfeed ist lediglich ein zusätzliches feature, und zwar ein sehr brauchbares.
Tja, und die Idee mit den Vorwiderständen an den Lautsprecherausgängen, ähhh, genau das ist eigentlich Gryphon's Problem, diese primitive Billiglösung hat er schon in seinem Pioneer eingebaut, deswegen klingt es ja so schlecht.
@Gryphon

Ich kann mir keinen Händler vorstellen, der mehrere Modelle vorführbereit hat (die Auswahl ist ja eh schon relativ dürftig ...).
Tja, leider wahr.Deutschland ist Kopfhörerentwicklungsland.Was das betrifft gilt immer noch:"Amerika, du hast es besser!" Eine unvollständige Übersicht über den Markt findest du hier-->http://www5.head-fi.org/forums/showthread.php?t=7226.Eigentlich kann man heute alles kriegen, wenn man es wirklich will,fast alles gibt es auch für 220 V, im direkten deutschen Vertrieb gibt es aber nur so höchstens 30 Modelle.
Erst mal ein paar die du dir erst gar nicht zum Testen bestellen musst:
Die Amps von AKG und Sennheiser taugen nicht viel für Stereo, eher für Surround gedacht, und selbst da ist Dolby Headphone in Software besser.
Pro-ject Headbox kann nox, ähh nix.
Grado RA-1 ist optimiert für Synergie mit 32 Ohm Grado Kopfhörern, dafür ist er sogar ganz gut, aber in D viel zu teuer für das was er als universeller headamp kann.In America kostet er die Hälfte.
Vielleicht ist es am einfachsten du postest mal deinen Preisrahmen, headamps für dynamische Kopfhörer gibt es von 200 bis 3000 Euro, solid state diskret oder Opamp, Röhrenamps und hybride.Deine Vorlieben beim Kopfhörersound wären auch interessant, knackig mit jedem Detail birgt ein wenig die Gefahr in sich schlechte Aufnahmen richtig schlecht klingen zu lassen, andere amps mit getönter "Wohlklang"-Charakteristik nehmen es als Preis dafür nicht so genau im Detail und in der Bassdefinitio
Gryphon
Stammgast
#7 erstellt: 13. Jun 2004, 00:45
@cosmopragma
Hallo, die diversen, v.a. englischsprachigen Seiten und Foren habe ich schon rauf und runter gelesen. In der Tat gibt es da ein paar Modelle, die mir optisch und von den technischen Details her gefallen (so z.B. http://www.headamp.com/dynamic.shtml ). Da es aber letztlich immer darauf hinaus läuft, so ein Gerät ungehört bzw. ungetestet ohne Rückgabemöglichkeit mit hohen Versandkosten (zzgl. Zoll), längeren Herstellungs- und v.a. Lieferzeiten zu letztlich stattlichen Preisen und mit ungewissen Reparatur- uund Wiederverkaufsmöglichkeiten (in D) zu kaufen, habe ich mich zunächst mal auf Geräte fokussiert, die aus Deutschland kommen bzw. einen ordentlichen deutschen Vertrieb haben - daher auch meine Vorauswahl.

Mein Preisrahmen liegt so bis max. 700,00 EUR, alle genannten Modelle liegen in dem Bereich. Irgendwie müssen die Relationen zu den übrigen Komponenten noch passen - wenn ich mir überlege, daß der Pioneer AV-Receiver auch nur ~700,00 EUR gekostet hat, geht das so gerade noch in Ordnung. Ob nun diskret aufgebaut oder mit OpAmps ist mir eigentlich ziemlich egal, der Aufbau mit vernünftigen Bauteilen, die Optik sowie eine solide Verarbeitung (und letztlich natürlich vorrangig der Klang) zählen. Die Ausgabe muss sich natürlich lohnen, es muss also eine deutliche Verbesserung festzustellen sein, so aus Jux stelle ich mir hier kein weiteres Gerät für einige hundert Euros hin und verzichte damit auch noch auf die Fernbedienbarkeit der Lautstärke ....

Klanglich schwebt mir so das berühmte Mittelding vor, weder besonders analytisch noch auf 'Wohlklang' getrimmt. Der Verstärker sollte halt möglichst universell zu mehreren Kopfhörern passen. Zur Zeit nutze ich den AKG K 271 Studio, der Sennheiser HD 600 hat mir aber auch ganz gut gefallen, kann also gut sein, daß ich mir den irgendwann auch mal zulege (so als Alternative). Ich habe mich damals dagegen entschieden, da der HD 600 doch sehr basslastig klingt und ich befürchtet habe, daß mich das auf die Dauer stört.

Bzgl. der genannten Amps von Grado und Project bin ich ganz Deiner Meinung, da passen Preis/Leistung bzw. Optik nicht.

Ich neige dazu, es zunächst mal mit einem AMITY HPA 6X zu versuchen. Der ist mit 320,00 EUR noch vglw. bezahlbar und macht zumindest von der Verarbeitung her einen guten Eindruck. Die bessere Version mit größerem Netzteil liegt bei 650,00 EUR. Ich werde die Firma mal kontaktieren und mit meinen Fragen und Sonderwünschen belästigen. Die leichte Bassanhebung dürfte sogar zu meinem jetzigen Kopfhörer passen.

Hast Du auf Basis meiner Angaben noch einen Tip auf Lager?

Gruß
Stephan
Taurui
Inventar
#8 erstellt: 13. Jun 2004, 01:50
Ich kann die Meier-Audio Corda Amps nur empfehlen. Besser kann Solidstate nicht werden.
Ich habe den HA-1 zusammen mit dem Prehead und dem Audiovalve RKV auf einem Treffen mit mehreren hochklassigen Kopfhörern gehört... und war schlichtweg begeistert. Auch wenn der HA-1 Mk2 nicht an einen Prehead oder HA-2 herankommt ist er eine Offenbarung für das Geld. Die Amps sind zudem sehr gut verarbeitet und klingen universell mit jedem Kopfhörer sehr gut (wobei der K1000 mit dem RKV natürlich die Ausnahme war, eine schönere "Hochzeit" gibt es nicht zu sehen ;)).

-Taurui
snickers
Stammgast
#9 erstellt: 13. Jun 2004, 22:25
@cosmopragma:



Alle Studioamps, die ich gehört habe, sind Murks, brauchbar höchstens für den Zweck, dass eine Grossfamilie gemeinsam
über Kopfhörer die Bibelstunde im Radio hören möchte.


Viele Studiogeraete klingen beim ersten Hinhoeren "langweilig", das ist aber durchaus gewollt. Moechte der geneigte Klangsucher mehr Aufregung, muessen ein paar HE im Rack fuer Effektgeraete geopfert werden. Die Bibelfreunde moegen bitte asketisch-bescheiden mit einem Mono-Breitbaender vorlieb nehmen. Zwei Lautsprecher fuer jedes einzelne Famillienmitglied... wo sollte das noch enden? hehehe




Ausserdem haben die als Eingänge meist nur 1/4 Zoll oder XLR in 7 V, so was spuckt Consumer-equipment meist nicht aus.


Na und? Zur Wandlung zwischen symmetrischen und asymmetrischen Ein- bzw. Ausgaengen gibt es Mittel und Wege, siehe
http://www.jensen-transformers.com/an/an003.pdf Die Pegelanpassung sollte bei einer Lautstaerkereglung ein zu vernachlaessigendes Problemfeld sein.




Die Meier-Audio headamps sind keineswegs "Effektgeräte", sondern sehr ordentliche solid state amps,


Die - gute - Verarbeitungsqualitaet ist auf den Bildern der Webseite zu erkennen. Uebrigens bevorzuge ich Audio-Schaltungen mit Op-Amps, ich mache selbst selten was anderes. Die Veroeffentlichung des Schaltplans ist heute leider sehr selten geworden, deshalb Kudos fuer Meier-Audio. Der Preis der Geraete ist ueppig, aber sicherlich eine bessere Anlage als obskure Voodoo-Produkte.




Natural Crossfeed ist lediglich ein zusätzliches feature, und zwar ein sehr brauchbares.


Natural Crossfeed ist ein klangveraenderndes Feature, sowas nenne ich nunmal Effekt. Ich sage nicht, ob der Effekt positiv oder negativ ist. Allerdings bin ich geneigt, die Schaltung von Meier auszuprobieren. Meiner bescheidenen Ansicht nach ist Natural Crossfeed das entscheidende Argument fuer den Meier-Corda, deshalb auch meine etwas verkuerzende Einschaetzung als Effektgeraet.




Tja, und die Idee mit den Vorwiderständen an den Lautsprecherausgängen, ähhh, genau das ist eigentlich Gryphon's Problem, diese primitive Billiglösung hat er schon in seinem Pioneer eingebaut, deswegen klingt es ja so schlecht.



Vermutlich ist es eher umgekehrt, der Denon duerfte den Lautsprecherausgang ueber Vorwiderstaende auf die Kopfhoererbuchse geschaltet haben. Das war in dieser Preislage eine durchaus uebliche Praxis, genauer kann das natuerlich nur ein Blick in die Geraete bzw. in den Schaltplan klaeren. Was sollte auch schlimm daran sein, der Verstaerker liefert zweifellos ausreichend Strom fuer einen kleinen Kopfhoerer.

l8r, snickers.
Taurui
Inventar
#10 erstellt: 14. Jun 2004, 00:10

@cosmopragma:
Natural Crossfeed ist ein klangveraenderndes Feature, sowas nenne ich nunmal Effekt. Ich sage nicht, ob der Effekt positiv oder negativ ist. Allerdings bin ich geneigt, die Schaltung von Meier auszuprobieren. Meiner bescheidenen Ansicht nach ist Natural Crossfeed das entscheidende Argument fuer den Meier-Corda, deshalb auch meine etwas verkuerzende Einschaetzung als Effektgeraet.


Begrenz die Cordas nicht nur auf's Crossfeed - auch wenn die Implementation über jeden Zweifel erhaben ist, fliesst diese nur minimal in den Preis ein. Übrigens lässt sich Crossfeed natürlich auch abschalten.
Hierbei sei noch gesagt, dass, soweit ich weiss, die Corda-Amps als einzige die wesentlich schwerer zu verbauenden LM6171 OP-Amps verwendet (Und deshalb ein entsprechendes DIY-Projekt auch keinem Anfänger ans Herz gelegt werden sollte).
Ich gebe zu, ich habe noch keine Amity-Verstärker gehört, allerdings würde mich bei diesen schon die fehlende genaue Beschreibung abschrecken - es könnte sich theoretisch auch nur um simple Cmoy oder Pimeta-Designs handeln. Ich lasse mich natürlich gern eines besseren belehren

-Taurui


[Beitrag von Taurui am 14. Jun 2004, 00:11 bearbeitet]
cosmopragma
Inventar
#11 erstellt: 14. Jun 2004, 01:06
@snicjers

Vermutlich ist es eher umgekehrt, der Denon duerfte den Lautsprecherausgang ueber Vorwiderstaende auf die Kopfhoererbuchse geschaltet haben. Das war in dieser Preislage eine durchaus uebliche Praxis, genauer kann das natuerlich nur ein Blick in die Geraete bzw. in den Schaltplan klaeren. Was sollte auch schlimm daran sein, der Verstaerker liefert zweifellos ausreichend Strom fuer einen kleinen Kopfhoerer.
Tja, hab den Pioneer mit dem Denon verwechselt.Und was schlimm daran ist ist dass es schlimm klingt, aus welchem technischen Grund auch immer.Je höher die Impedanz der Kopfhörer, desto schlimmer.Während z.B. meine 32 Ohm Grados noch halbwegs anständig klingen, klingen z.B. 300 Ohm Sennheiser HD 600 wirklich krank wenn man weiss, wie sie klingen können.Deshalb haben spezialisierte Kopfhörerverstärker ihre Berechtigung, tu dir den Gefallen und hör mal in einer ruhigen Umgebung über einen guten headamp im direkten Vergleich zu der Kopfhörerbuchse eines Vollverstärkers, dann erübrigt sich wahrscheinlich schnell jedes theoretisieren darüber, dass die Billiglösung doch eigentlich reichen müsste.
Kann aber auch sein, dass das mit einem erstklassigen 5000 Euro Endstufe klappen könnte, hab ich nie probiert.Die besseren headamps sind alle Class A mit heftig überdimensionierten, aufeinander abgestimmten Komponenten, dagegen muss deine Lösung antreten.
@Gryphon
Also, du suchst nen amp mit regulärem deutschen Vertrieb,nicht zu analytisch, bis 700 Euro.
Ich werde im folgenden nur über amps sprechen, die ich selber gehört habe.
Corda amps von Meier Audio:
Ich hatte mal einen HA1 Mk II und benutze gegenwärtig einen Prehead.Der Prehead bietet Vorverstärkerfunktionalität, welche ich auch tatsächlich nutze, ansonsten bietet der in deinem Preisrahmen liegende HA2 nach Aussage von Jan Meier selbst praktisch die gleiche Qualität als Kopfhörerverstärker.
Die beiden Verstärker klingen ähnlich, ich habe sie für kurze Zeit für den direkten Vergleich beide besessen.Das "Einstiegsmodell" ist gut, der Prehead (bzw. HA2) noch besser.Fast 300 Euro besser?Schwer für jemand anderen zu sagen, für mich schon.
Nicht zu analytisch?
Wiederum schwer für jemand anderen zu entscheiden.Die Cordas verstärken das, was da ist.Gutes klingt besser, schlechtes schlecht.Um ehrlich zu sein, in meiner Situation wäre ich mit nem Corda als alleinigem amp nicht so glücklich.Jazz und Klassik sind im allgemeinen brauchbar aufgenommen, bei Rock und Pop ist ein erheblicher Anteil von schlechter Aufnahmequalität.Ich höre aber zu etwa 50 % Rock und etwas Pop.Wenn ein Stück gut ist, aber die Aufnahmequalität schlecht, muss ich es mir trotzdem anhören können.Zudem besteht ein kleiner Teil meiner Musikcollection aus 128 kbit MP3 files, so manche rare und nur mühselig im Laufe der Zeit durch lossless komprimierte files ersetzbare Schätze.Glaub mir, 128 kbit MP3s sind nicht das, was du dir über einen Prehead anhören möchtest, der arbeitet so richtig sauber die Kompressionartefakte heraus.
Zu analytisch im Sinne von dass man vor lauter chirurgisch herauspräparierten Einzelstimmen den Zusammenklang verliert finde ich ihn allerdings nicht.Ich hab schliesslich nicht umsonst(im wahrsten Sinne des Wortes) upgegraded.
Eben geschildertes high-end Problem hab ich aber für mich gelöst.
Ich bin total bescheuert und benutze zwei headamps für dynamische Kopfhörer.Der Vincent KHV 111 ist ein Röhrenhybrid, Eingangsstufe leicht erhältliche und preisgünstige ECC83, Ausgangsstufe Solid State.Einen Vincent-Händler dürfte es in jeder grösseren Stadt geben, Listenpreis ist so um 430.
Der Klang? Gegenüber dem Spitzenamp Prehead hat er einen etwas weniger knackigen Bass, etwas weniger Detail und einen leichten Roll-off in den Höhen, der mich aber nicht stört.Dazu musst du wissen, dass ich altersbedingt eh oberhalb von 17 KHz praktisch nichts mehr höre, wenn du sehr jung mit ungeschädigten Ohren bist könnte sich das stärker bemerkbar machen.
Der Vorteil an diesem Amp ist, das man praktisch alles abspielen kann, ohne dass es nervt.Dabei ist der Klang bei gutem Material prima, nicht etwa labberig, und bei schlechterem Material vergibt er einiges.Es bleiben nur noch ganz wenige Stücke, die einfach überhaupt nicht Kopfhörergeeignet sind, da helfen nur noch Mid-fi Lautsprecher, da wird alles so schön verbreit, das passt dann schon irgendwie.
Mit der Röhrentechnik hat man kein grossartiges Gehempel, er hat ne Einschaltverzögerung von ca. 45 sec. zum Vorwärmen und braucht dann etwa 15 Minuten bis er richtig rund klingt, man kann aber sofort hören, klingt sofort o.k. und wird dann etwas besser.
Wer Spass daran hat, kann den Sound noch durch den Einsatz anderer Röhren auf seinen Geschmack tunen, ich hab nur NOS Telefunken probiert und ins Schwarze getroffen, aber die Original Tesla Bestückung ist auch o.K.
Oh, es ist 1:07, ich muss dringend ins Bett.Montag hab ich keine Zeit, aber übermorgen schreib ich vielleicht noch was über die Amps von Brocksieper in Wuppertal und über die in Deutschland erhältlichen amps von Antique Sound Labs, falls es noch interessiert.
Gryphon
Stammgast
#12 erstellt: 14. Jun 2004, 19:35
@cosmopragma
Vielen Dank für die umfangreichen Erläuterungen. Die CORDAs sollte ich jedenfalls auch mit in die engere Auswahl nehmen. Selbstverständlich interessieren mich die Ausführungen zu den Antique Sound Labs-Verstärkern. Den Brocksieper-Verstärker habe ich im Internet auch schon entdeckt - dieser ist bestimmt erstklassig, mir sagt er jedoch optisch überhaupt nicht zu. Vor allem die komische Anordnung von KH-Buchse und Cinch-Eingang finde ich nicht gerade sehr ästhetisch.

Zu den Amity-KH-Verstärkern HPA6X und HPA7X:
Ich habe zwischenzeitlich mit der Firma Anderson Electronic Kontakt aufgenommen. Meine Fragen wurden einwandfrei und innerhalb kürzester Zeit noch am gleichen Tag (und es war ein Sonntag !!!) beantwortet. So habe ich erfahren, daß die Möglichkeit besteht, Sonderwünsche umsetzen zu lassen. So kann beispielsweise beim HPA 6X gegen Aufpreis von 25€ ein blaues ALPS-Poti verbaut werden. Andere Kopfhörerbuchsen wären ganz offensichtlich auch möglich (Aufpreis ?). Ohne Aufpreis kann auch das komplette Gehäuse in silber eloxierter Ausführung geliefert werden. Der HPA7X ist im Gegensatz zum HPA6X zwei Gehäuse breit, mit einer 10 Watt Stromversorgung in dem linken Gehäuse, daher abgeschirmt von dem double Mono Verstärker in dem rechten Gehäuse. Durch 8 x 4,700µF Kondensatoren auch besser 50 Hz gefiltert. Laut Hr. Anderson spielen beide Versionen auf sehr hohem Niveau, vobei der HPA7X mehr Luft und Dynamik plus 2 x 5 Watt Leistung besitzt. Laut Homepage (alte Version) http://www.amity.de/produkte/HPA/OPAMP/opamp.html basiert der HPA4X auf 'hochwertigen Burr-Brown Bauteilen'. Keine Ahnung, ob man damit Rückschlüsse auf ein mögliches Cmoy oder Pimeta-Design ziehen kann. Ich gehe davon aus, daß HPA6X / HPA7X und HPA4X vergleichbar aufgebaut sind, nur daß die Lautstärkeregelung nicht kanalgetrennt erfolgt. Die Bassanhebung des HPA6X beträgt übrigens nur noch +1 dB, wurde im Vergleich zu Vorgängermodellen also gesenkt. Selbstverständlich sagt dies noch nicht viel über den Klang oder den gewählten Aufbau aus, der Service scheint jedenfalls in Ordnung zu sein. Die Lieferzeit für ein Standardmodell beträgt ca. 5 Arbeitstage, für ein Modell mit Sonderwünschen ca. 10 Arbeitstage.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Hifi & Records werden übrigens die KH-Verstärker CORDA Prehead 1 und Audio Valve RKV-MKII getestet. http://www.monomedia.de/aktuell/inhalt.pdf

Viele Grüße
Stephan
Gryphon
Stammgast
#13 erstellt: 14. Jun 2004, 20:28
Hallo zusammen,

hier noch ein Vergleich zwischen

- CORDA HA-2
- Brocksieper Earmax Pro
- Amity HPA5X

http://www4.head-fi.org/forums/showthread.php?t=49806

Gruß
Stephan
Holg
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 15. Jun 2004, 16:56
Hallo, ihr Kopfhörer-Spezis,

ich bin auch gerade am Überlagen, ob ich meinen geliebten Grados einen eigenen Köpfhöererverstärker gönnen soll. Dabei stellt sich mir zunächst folgende, ganz simple Frage:

Wie schließt man einen Kopfhörer-Verstärker eigentlich an?

Verbinde ich den Headamp über Cinch-Stecker zB mit dem CDPlayer? Wenn dem so ist, bedeutet das, dass ich nie einen kopfhörer-Verstärker und einen "normalen" Verstärker gleichzeitig am CDP angeschlossen haben kann und quasi täglich die Cinch-Kabel umstecken muss. Das kann`s doch wohl nicht sein, oder?

Gruß, Holg
BassTrombone
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 15. Jun 2004, 17:01
meist über tape out beim verstärker
oder
der player hat 2 Ausgänge chinch
oder
umstecken wie von dir beschrieben
grüße
Taurui
Inventar
#16 erstellt: 15. Jun 2004, 17:21
Es gibt auch hochwertige Passive Umschalter (3 out, 2 in oder umgekehrt) z.b. von www.fidaudio.com (der Quintete) der für solche Aufgaben gut geeignet ist und gar nicht mal so viel Geld kostet.
Für Grado Kopfhörer und gute Quellen ist der Headamp Gilmore (ab 250$) sehr gut geeignet und erhältlich unter www.headamp.com. Da der Lite allerdings eine externe Stromversorgung besitzt, muss hier entweder ein Transformator dazugekauft werden (110V ..) oder selbst ein Netzteil gebastelt werden.

-Taurui


[Beitrag von Taurui am 15. Jun 2004, 17:24 bearbeitet]
cr
Inventar
#17 erstellt: 15. Jun 2004, 20:22
Ein KH-Verstärker ist im Vergleich zu einem Endverstärker was sehr Banales, denn es werden keine Anforderungen an das Gerät gestellt (weitgehend konstanter Widerstand des KH, minimale Leistung).

Daher stelle ich die Behauptung auf (die gewiß Protest hervorrufen wird), dass sich die Unterschiede zwischen korrekt konstruierten, ungesoundeten KH-Verstärkern (und die gibts ab 30 oder 40 Euro) im Bereich des "Kabelklanges" bewegen.
Taurui
Inventar
#18 erstellt: 15. Jun 2004, 20:37
Ich bitte um nähere Ausführungen, diese Aussage widerspricht meinen Erfahrungen irgendwie

-Taurui


[Beitrag von Taurui am 15. Jun 2004, 20:44 bearbeitet]
cr
Inventar
#19 erstellt: 15. Jun 2004, 20:54
Ich rede nicht von Elektrostaten, sondern von banalen dynamischen KHs, meist zwischen 30 und 600 Ohm.

Mglw. kennst du eben gesoundete KHVs. Einer der Creeks hat, wenn ich mich richtig erinnere, einen deutlichen Höhenabfall (müßte den Test suchen).

Genauso sehe ich nicht, wieso ein Endverstärker keinen KH betreiben könnte, ausgenommen solche, die bei geringen Leistungen hohe Ubernahmeverzerrungen produzieren. Und auch bei diesen kann man ja eine geeignetere Anpassung wählen, zB Spannungsteiler 8:8 oder 8:4 Ohm keramisch plus Vorwiderstand. Bei manchen KHs kann zugegebenerweise der Vorwiderstand den Frequenzgang beeinflussen, bei KH-Verstärkern sollte aber so was nicht vorkommen.
Was an einem KH-Verstärker allerdings 200 Euro+ kosten soll (außer von mir aus ein edles Gehäuse), entzieht sich meiner Kenntnis.
Auch im Studio, der Hauptanwendungsort von KHs, sind superteure KH-Verstärker wohl die Ausnahme. Und dort weiß man im allg. schon, was man tut.
Taurui
Inventar
#20 erstellt: 15. Jun 2004, 22:38
Es tut mir leid, ich werde mich nicht auf eine technische Diskussion einlassen, dafür gibt es geeignetere Leute (Frag mal Jan Meier...). Ich kann nur sagen dass bessere Amps nicht nur den Ton weniger verfälschen sondern eine höhere Auflösung, Dynamik, Räumlichkeit und Detail vermitteln können. Auch weit über 200€.

-Taurui
lucasleister
Gesperrt
#21 erstellt: 16. Jun 2004, 15:27
Hallo,

schaue mal in die neue "stereoplay" rein, dort sind ein paar getestet!

Gruss

Rüdiger
Gryphon
Stammgast
#22 erstellt: 17. Jun 2004, 18:41
@lucasleister:
Vielen Dank für den Tip - allerdings ist der Test ja mal wieder wie gewohnt recht kurz gehalten. Mir hat der Kopfhörertest in der gleichen Ausgabe aber auch gezeigt, daß mein Kopfhörer sicher keine schlechte Wahl ist.


Zur Info - folgende Modelle wurden in Stereoplay 7/2004 getestet:
- Creek OBH-21 + OBH1
- Creek OBH 21 SE + OBH2
- Heed Audio CanAmp
- Vincent KHV 111

Alle Modelle wurden mit 'sehr empfehlenswert' bewertet. Zumindest haben alle Modelle den Vergleich mit dem (angeblich guten) Kopfhörerausgang des Creek Vollverstärkers 5350 SE gewonnen - und das sollte ja nun wirklich die Mindestanforderung dafür sein, ein paar hundert Euros in ein weiteres Kästchen zu investieren.

Gruß
Gryphon
geniesser_1
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 17. Jun 2004, 19:21
guckst Du hier (und bitte ganz lesen, ist interessant) :

http://www.hifi-foru...2218&back=&sort=&z=1

Da Dein Limit bei 700 Euro ohne Kopfhörer ist, könnte ein Stax- Set SRS 3030 vielleicht besser sein.
Nicht davon zu reden, ein gebrauchtes SRS 4040-Set.

Hör Dir mal Stax-Kopfhörer live an oder bemühe zumindest bei Kopfhörer-Sites die Suchfunktion, bevor Du Geld ausgibst..
cosmopragma
Inventar
#24 erstellt: 18. Jun 2004, 18:53
@cr

Daher stelle ich die Behauptung auf (die gewiß Protest hervorrufen wird), dass sich die Unterschiede zwischen korrekt konstruierten, ungesoundeten KH-Verstärkern (und die gibts ab 30 oder 40 Euro) im Bereich des "Kabelklanges" bewegen.

Endlich hat es mal jemand gesagt, da kann ich ja jetzt meine headamps verkaufen und davon verreisen, klingt eh alles gleich.
Also, hier ist der erwartete Protest.
Sicherlich gibt es verhältnismässig ampunabhängige KH, ähnlich wie gewiss bei LS, von denen ich wenig verstehe.
Das mid-fi Gelumpe klingt eigentlich immer gleich, egal mit welcher Elektronik angesteuert, es sei denn, sie wäre völlig fehlkonstruiert.
Bei Kopfhörern haben wir aber die Situation, dass du für verhältnismässig kleines Geld High-end Ohrlautsprecher bekommst.
Das fängt an mit z.B. Senn HD 580 für lausige 140(?) Euronen.Ich spekulier mal und sage dass man bezüglich Auflösung und Klarheit im LS Bereich dafür 5000 hinlegen müsste, 3000 für die LS und 2000 für die Verbesserung der Raumakustik.
(Plus möglicherweise 70000 für die Scheidung, weil die Frau in so einem Zimmer nicht leben wollte).
Wenn du so willst ist der Unterschied zwischen deinem einfachen Selbstbau-amp und einem hochklassigen Amp subtil.
Es ist nur der Unterschied zwischen: na ja, ganz gut
und

WOW, ist das guuuuut.
Klar, wir reden hier von Feinheiten.
Der Unterschied zwischen grauenhaft klingendem low-fi und "na ja, ganz gut" ist sicherlich grösser.
Wir reden hier lediglich von einer nochmals gesteigerten Feinauflösung und einer verbesserten tonalen Balance, einem kotrollierteren Bass und klarerem ........ background noise.......blah,
au weh, meine nebligen Worte klingen für einen noob gewiss auch nicht überzeugender als dein technikgebrabbel.
Da hilft letztlich nur in Ruhe ausprobieren.
Gute (und gut aufgenommene ) Musik, ein anständiger Player oder Wandler, ordentliche 30 Euro Kabel, gute bis sehr gute Kopfhörer, eine ruhige Umgebung im Fall offener Hörer, und ein guter headamp.
Verglichen mit einer Vollverstärkerbuchse oder einem Einfachstamp werden die meisten Freunde von Higher Fidelity einen erstrebenswerten Unterschied hören, und wenn nicht können sie einen Haufen Geld sparen.

Was an einem KH-Verstärker allerdings 200 Euro+ kosten soll (außer von mir aus ein edles Gehäuse), entzieht sich meiner Kenntnis.

Sicher ist für den Gelegenheitshörer, der fünf Mal im Jahr nachts Kopfhörer benutzt, ein Rega ear für 200 Euro gut genug.So ein Ding ist wirklich ganz brauchbar, wenn man mal von der Anmutung absieht.
Aus meiner Hörerfahrung mit etwa 10 Solid state headamps muss ich aber leider sagen, dass der Bereich des besten Preis/Leistungsverhältnisses so bei 350 - 450 Euro liegt.
Von da an kriegt man für jeden Hunderter mehr immer weniger Verbesserung, aber das ist ja in anderen Bereichen von Audio ähnlich.
Gryphon's limit von 700 halte ich für geschickt gewählt, denn oberhalb dessen wird es sehr dünn.


Auch im Studio, der Hauptanwendungsort von KHs, sind superteure KH-Verstärker wohl die Ausnahme. Und dort weiß man im allg. schon, was man tut

Ach was. Selbstverständlich sind in erster Linie portable Anwendungen und danach Heimgebrauch im privaten Bereich um mehrere Grössenordnungen grösser als Studioeinsatz.
Aber abgesehen davon hat mir der einzige Studiotechniker den ich kenne erzählt, dass KH im Studio oder live lediglich für Monitorzwecke eingesetzt werden.
Z.B. muss eine Sängerin während einer Studioaufnahme ihre Begleitmusik hören können, ohne dass eine feedbackschleife entsteht.Also bekommt sie ein paar geschlossene Kopfhörer übergestülpt.
Besondere audiophile Qualitäten braucht es für solche Anwendungen nicht.
Ansonsten benutzt er KH noch wegen ihrer prinzipbedingten feineren Detailauflösung für eine Kontrolle, ob sich keine minimalen Schwächen eingeschlichen haben, etwa ein Microbrumm.
Und das die Studioleute im Allgemeinen wissen, was sie tun, ist mir vollkommen fremd.Neben Klassik und Jazz höre ich viel Rock und bin auch gutem Pop nicht grundsätzlich abgeneigt.Was da zum Teil abgeliefert wird ist erbärmlich.
Keine Ehre, diese Typen.Oder die falschen Drogen.
Mein Spezi meint, die Soundqualität wäre den Companies scheissegal, aus nem TV oder Ghettoblaster hört man eh keinen Unterschied, Hauptsache die Produktion ist billig.
Das Video, das ist wichtig und darf auch ruhig was kosten.
Mann, ich hab mir gerade eben unvorsichtigerweise über nen Stax "Jane Doe" von Alicia Keys angehört.Das Stück spricht mich vom Groove her an, aber die Aufnahmequalität.......
Ruiniert, da kann ich zwei Gänge runterschalten und mir das über meine mid-fi LS anhören, das geht so gerade.

Eigentlich wollte ich heute endlich was über Röhrenamps schreiben, speziell über ASL amps.Jetzt hab ich mich etwas verzettelt, aber vielleicht komm ich später noch dazu.
Gryphon
Stammgast
#25 erstellt: 19. Jun 2004, 12:30
Hallo zusammen,

ich habe mir zwischenzeitlich die Steroplay 09/2002 nachbestellt. In dieser Ausgabe wurde die Kopfhörermodelle

- Amity HPA4X 320 EUR und
- Amity HPA5X 650 EUR

mit einem vergleichsweise umfangreichen Test bedacht. U.a. ist auch ein Foto des Innenaufbaus des HPA4X enthalten, mit dem bislang weder die Homepage noch irgendeine Internetseite aufwarten konnte. Hier erkennt man deutlich, daß sich der Amity HPA4X vom Bauteileaufwand keinesfalls hinter einem Corda HA-1 MKII oder HA-2 verstecken muss (Doppel-Mono-Aufbau bis hin zum Netzteil, d.h. 2 Trafos; gekapselte Potis; stabile, an der Rückseite verschraubte Cinchbuchsen und eine ebenso stabile, mit der Frontplatte verschraubte Kopfhörerbuchse). Innen erkennt man 2 Operationsverstärker (lt. Text für die Vorverstärkung, der Typ selbst wird nicht erwähnt). Die Verstärkung übernimmt eine 'gleitende Class-A-Schaltung', was auch immer das bedeuten soll - als Nichttechniker habe ich davon keine Ahnung. Der HPA5X hat ein nochmals verstärktes Netzteil in einem extra Gehäuseteil. Die Bassbetonung, die auch im abgebildeten Frequenzgang zu ersehen ist, wurde lt. Mail von Hr. Anderson in der Zwischenzeit reduziert. Der HPA4X liegt bei anderer Klangcharakteristik auf einem Niveau mit dem Creek OBH 11 SE, der HPA5X übertrifft diesen angeblich deutlich.

@geniesser_1:
Die Stax-Kopfhörer mögen unzweifelhaft gute Kopfhörer sein. Da ich bislang noch keinen Stax gehört habe, kann ich da wirklich nicht mitreden. Mich stört aber (nebem dem Design und der bei den preiswerteren Modellen ebenso preiswert wirkenden Verarbeitung) die Systembindung, d.h. ohne Stax-Verstärker kein Stax-Kopfhörer. Bei der Verarbeitung kann sich in den vergangenen Jahren was getan haben, früher wirkten die erschwinglichen Modelle recht labil. Mit 'normalen' Kopfhörern ist man da einfach flexibler. Die Diskussionen zu Stax in den verschiedenen Foren (u.a. http://www4.head-fi.org/forums/index.php? oder http://headwize.com/index.htm ) sind mir durchaus bekannt, da gehen die Meinungen aber auch (wie überall) stark auseinander. Ich selbst habe mir nun vor kurzem den AKG 271 Studio (inkl. einer im Vergleich zur beigepackten Strippe wirklich hochwertigen Kabel-Spezialanfertigung von SommerCable) gekauft. Mit dieser Kombination bin ich eigentlich bzgl. Klang und insbesondere der Verarbeitung recht zufrieden (soweit mir ein Urteil unter Berücksichtigung der oben dargestellten Problematik möglich ist). Es soll auch somit erstmal dabei bleiben und um einen Kopfhörerverstärker ergänzt werden.

Gruß
Gryphon


[Beitrag von Gryphon am 19. Jun 2004, 12:36 bearbeitet]
Taurui
Inventar
#26 erstellt: 19. Jun 2004, 12:51
Es tut mir leid, aber einen Kopfhörerverstärker für 320€ mit einem Creek OBH11SE zu vergleichen wäre für mich eher eine Abschreckung. Creek baut die mit Abstand schlechtesten Verstärker für den jeweiligen Preis die mir untergekommen sind...

-Taurui


[Beitrag von Taurui am 19. Jun 2004, 12:52 bearbeitet]
snickers
Stammgast
#27 erstellt: 19. Jun 2004, 17:15
@Taurui:



Hierbei sei noch gesagt, dass, soweit ich weiss, die Corda-Amps als einzige die wesentlich schwerer zu verbauenden LM6171 OP-Amps verwendet



Auch LM6171 gibt es - wie auf den Screenshots von Meier Audio gesehen im Feld-, Wald- und Wiesenformat: ein 8 poliges DIL Gehaeuse. Falls sich Dein Kommentar nicht auf die Gehaeusebauform beziehen sollte: es handelt sich um einen Op-Amp von Nation Semiconductor http://www.national.com der aufgrund seiner Bandbreite eigentlich fuer Videosignale konzipiert wurde. Aber keine Bange, ich werde hier nicht die technischen Daten des IC herunterbeten, die gibt es gratis auf der Webseite von National. Im Vergleich zu den gaengigen TL072 oder NE5532 hat der Baustein den Vorteil relativ viel Strom liefern zu koennen, das ist schick fuer den Betrieb von Kopfhoerern. Ob der geneigte Entwickler die - fuer Audio - gigantische Bandbreite von 100 MHz wirklich benoetigt, mag jeder fuer sich selbst entscheiden. Je weiter das Fenster geoeffnet wird, desto mehr Dreck fliegt hinein... Eventuelle HF-Einstreuungen muessen grundsaetzlich beim Einsatz von Op-Amps beseitigt werden. Auch die Beschaffung von LM6171 duerfte bei einem vernuenftigen Distributor kein Problem sein, etwa 1 bis 2 Euro pro Stueck bei groesseren Mengen. Ergo: es liegt keine Magie in diesem Bauteil, aber auch kein echter Vorteil.




(Und deshalb ein entsprechendes DIY-Projekt auch keinem Anfänger ans Herz gelegt werden sollte).



Sorry, dem moechte ich widersprechen. Die benoetigten Stroeme und Spannungen zum Betrieb eines Kopfhoerers (Elektrostaten mal aussen vor) sind relativ gering, selbst bei groben Fehlern im Aufbau hat der Bastler sehr gute Ueberlebenschancen. Im Vergleich dazu ist ein Leistungsverstaerker eine wesentlich gefaehrlichere Angelegenheit. Der Materialeinsatz fuer einen selbstgebauten Kopfhoererverstaerker ist eher bescheiden und liegt eher im unteren zweistelligen Eurobereich und einen gewissen Lerneffekt hat so ein Projekt sicherlich auch.
Taurui
Inventar
#28 erstellt: 19. Jun 2004, 18:09
Ich bezog die Kommentare nicht auf die "Gefahr" mit einem Kopfhörerverstärker eine Nuklearexplosion hervorzurufen. Tatsache ist, dass der LM-Chip eine Komponente ist, die bei geringsten Fehlern im Layout anfängt, zu oszillieren oder erst gar nicht funktioniert. Der ganze Verstärker muss von Anfang an auf die "Bedürfnisse" dieses Chips konzipiert werden, im Gegensatz zu den ansonsten üblichen OP-Amp chips von Analog Devices oder Burr Brown mit denen wesentlich einfachere Designs zu ermöglich sind, die aber meiner Meinung nach auch nicht so gut klingen.
Ausserdem möchte ich dem Materialaufwand widersprechen - das einfachste Design zu ermöglichen (Woran ich derzeit bastle) kostet mich 30€ pro Verstärker. Um einen Verstärker der "PPA" Bauart zu bauen werden schonmal locker 150€ an Komponenten benötigt, wenn man nicht gerade die billigsten Kondensatoren und Widerstände nimmt die nunmal einen deutlichen Einfluss auf den Sound besitzen.

-Taurui


[Beitrag von Taurui am 19. Jun 2004, 18:11 bearbeitet]
snickers
Stammgast
#29 erstellt: 20. Jun 2004, 15:42
Hallo Taurui,


Ich bezog die Kommentare nicht auf die "Gefahr" mit einem Kopfhörerverstärker eine Nuklearexplosion hervorzurufen.


Manchmal habe ich den Eindruck, das manche Menschen gerne einen eigenen Fusionsreaktor haetten, damit die persoenliche Tonerzeugungsanlage genug Strom erhaelt hehehehe



Tatsache ist, dass der LM-Chip eine Komponente ist, die bei geringsten Fehlern im Layout anfängt, zu oszillieren oder erst gar nicht funktioniert. Der ganze Verstärker muss von Anfang an auf die "Bedürfnisse" dieses Chips konzipiert werden,


Keine Magie: am Eingang ein Tiefpass-Filter (sagen wir mal gut 100 kHz Grenzfrequenz) und Kondensatoren (3,1415 mal Daumen = 100 pF) parallel zu den Widerstaenden zwischen Ausgang und negativem Eingang. Eine sehr klassische Beschaltung aus den Op-Amp Schaltungen fuer Anfaenger, auch ich mach es nicht anders. Aber meine Zuneigung zur Hausmannskost von Jan Meier habe ich an dieser Stelle schon mehrfach kund getan.




im Gegensatz zu den ansonsten üblichen OP-Amp chips von Analog Devices oder Burr Brown mit denen wesentlich einfachere Designs zu ermöglich sind, die aber meiner Meinung nach auch nicht so gut klingen.


Sicherlich weisst Du, dass Burr-Brown bereits vor einiger Zeit von Texas Instruments geschluckt wurde. Uebrigens lassen sich bei eigentlich allen Herstellern auch Op-Amps fuer Video Anwendungen finden. Leider laesst sich bei speziellen ICs oft kein alternativer Herstellern finden, deshalb bevorzuge ich - auch hier wieder - gaengige Hausmannskost.




Ausserdem möchte ich dem Materialaufwand widersprechen - das einfachste Design zu ermöglichen (Woran ich derzeit bastle) kostet mich 30€ pro Verstärker. Um einen Verstärker der "PPA" Bauart zu bauen werden schonmal locker 150€ an Komponenten benötigt, wenn man nicht gerade die billigsten Kondensatoren und Widerstände nimmt die nunmal einen deutlichen Einfluss auf den Sound besitzen.


Ich kann keinen Widerspruch zu meinen Ausfuehrungen entdecken: 30 Euro sind durchaus relatisch fuer einen Kopfhoererverstaerker, falls in kleinen Mengen eingekauft wird.

Findest Du PPA wirklich so grossartig? Am Eingang und am Op-Amp kein Tiefpass-Filter und die Puffer am Ausgang sind nicht kurzschlussfest. Vermutlich bin ich nicht ausreichend leidensfaehig fuer ein derartiges Geraet.

Schoenes Wochenende,
snickers.
Taurui
Inventar
#30 erstellt: 20. Jun 2004, 16:48
Ich habe noch keinen PPA gehört, das war nur ein Kostenvergleich. Allem Anschein nach ist dieser allerdings recht beliebt.
Zu den Kosten: 30€ für einen Taschenverstärker mit Batteriebetrieb ist, nunja, angemessen. Doch grössere Verstärker können sich nunmal nicht mit einer 9V-Batterie begnügen... soweit mir bekannt ist, ist die Stromversorgung (und natürlich auch das Gehäuse) recht teuer im Einkauf und daher ein höherer Preis auch berechtigt.
Natürlich will ich niemandem vorschreiben wieviel Geld er für so etwas ausgibt, jedoch sind bei besseren Verstärkern auch durchaus Unterschiede herauszuhören die den Preis rechtfertigen. Immerhin stören beim Kopfhörer-hören kleine Unregelmässigkeiten oder Schwachstellen im Ton eher als bei Lautsprechern...
martin
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 21. Jun 2004, 11:41
@Gryphon


Als Kopfhörer nutze ich zur Zeit den AKG K 271 Studio (55 Ohm).


Den nutze ich ebenfalls neben einem Grado-KH am Grado RA-1. Trotz dessen, dass diese niederohmigen KHs am RA-1 sehr gut klingen, würde ich ihn nicht empfehlen. Was an einem handtellergroßen Holzkistchen mit 2 9V-Batterien-Netzteil und unsäglichem Einschaltknacksen so teuer sein soll, hat sich mir noch nicht erschlossen.
Grüße
martin
Gryphon
Stammgast
#32 erstellt: 22. Jun 2004, 21:53
@martin
Vielen Dank für den Hinweis - meine Befürchtungen werden dadurch nur bestätigt. Da mir das Gerät aber auch schon optisch nicht zusagt, habe ich es gar nicht erst in die engere Wahl gezogen. Andere Modelle bieten da meines Erachtens auch erheblich mehr (Optik, Bauteileaufwand) für gleiches Geld.


Sobald ich mich für ein Modell entschieden habe, werde ich von den Erfahrungen berichten.
geniesser_1
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 22. Jun 2004, 22:28
Also, falls Du nicht zu stax wechseln willst, hier noch ein Tip:

versuche, einen gebrauchten Camtech "Vorverstaerker" zu bekommen bzw. zuvor Probezuhoeren, der hat laut Image hiFi und einigen anderen Exemplaren der Flachpresse einen excellenten KH-Ausgang.
Und nebenbei ist es einer der neutralsten Vorverstaerker, die gebaut wurden, heisst es.

Kostet gebraucht mit ein wenig Geduld um 650 Euro.

Zwei Fliegen mit einer Klappe.


[Beitrag von geniesser_1 am 22. Jun 2004, 22:29 bearbeitet]
Revoxaner
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 27. Jun 2004, 11:28
Ich habe mir fürs Wochenende den Kopfhörerverstärker Rega Ear (220 ?) ausgeliehen. Das Gerät habe ich an einen Tape-Ausgang meines Revox Receivers B285 mit guten Audioquest-Kabeln angeschlossen. Ich kann keinen entscheidenden Unterschied mit meinem Beyerdynamic DT880 Studio raushören, obwohl ich manchmal das Gefühlt habe, der Kopfhörerausgang vom Receiver ist noch etwas besser.

Gruß Revoxaner
Gryphon
Stammgast
#35 erstellt: 27. Jun 2004, 12:15
@Revoxaner
Letztlich bestätigst Du damit meinen bzw. den allgemeinen Eindruck, daß bei älteren Geräten ein besserer KH-Ausgang vorhanden ist. Bei meinen DENON PMA-1560 (Baujahr 1993, damaliger Neupreis 1500 DM) hätte ich auch nie darüber nachgedacht, einen extra Kopfhörerverstärker anzuschaffen. Es klang über KH (auch ohne die Verwendung von Bass/Höhen/Loudness-Regler) über einen MB QuartPhone 95x einfach gut. Nutze ich den gleichen KH an meinen AV-Receiver klingt es erheblich schlechter.

Gruß
Gryphon
Revoxaner
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 27. Jun 2004, 18:40
@Gryphon

Als nächstes will ich versuchen mir einen Creek OBH-21 SE zu leihen. Mal sehen ob ich da einen Unterschied höre. DAs kann aber etwas dauern.
cr
Inventar
#37 erstellt: 27. Jun 2004, 23:36
Im neuen Stereoplay werden auch einige KH-Verstärker getestet
Creek OBH 21 + 1
Creek OBH 21 SE + 2
Heed Audio Can Amp
Vincent KHV 111
Taurui
Inventar
#38 erstellt: 28. Jun 2004, 00:22
Kauf dir die Stereoplay besser nicht. Auf der einen Seite wird berichtet, wie Kopfhörer so unterschätzt werden .. und dann werden 16 Kopfhörer auf 4 Seiten getestet. Na danke.
Und den Kopfhörerverstärkervergleichstest kann man auch in die Tonne treten .. Grado RA-1 als Referenz? Das Auge und der Geldbeutel scheinen bei denen mitzuklingen
Vielleicht sollten sie ab und zu mal das Zeugs auch hören statt nur zu messen...

-Taurui


[Beitrag von Taurui am 28. Jun 2004, 00:22 bearbeitet]
cr
Inventar
#39 erstellt: 28. Jun 2004, 01:50
Anmerkung zu den getesteten KHs:
Der Frequenzgang des Grado RS1 überzeugt mich gar nicht.
Ziemlich bassschwach und Überhöhung von 12 dB im Bereich 4kHz, wo das Ohr so empfindlich ist. Da wundert mich nicht, dass dieser KH von einigen Leuten so gut eingestuft wird (wegen der Überhöhung bei 4 kHz).
Taurui
Inventar
#40 erstellt: 28. Jun 2004, 10:27
Ich kann dich beruhigen, der abgebildete Frequenzgang stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein
geniesser_1
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 28. Jun 2004, 11:00
Kleiner tip, weil Puellmanns hat noch nie schlechte Sachen Im Vertrieb gehabt:


http://www.cicable.com/de/shop/lakepeople_g91.htm


Gruss

geniesser_1
Gryphon
Stammgast
#42 erstellt: 03. Jul 2004, 20:30
In der aktuellen Ausgabe 03/2004 der Zeitschrift Hifi & Records wurde der Lehmann Audio Black Cube Linear getestet. http://www.monomedia.de/aktuell/inhalt.pdf

Ich habe das Heft selbst noch nicht vorliegen (ist in der bayrischen Provinz nicht so einfach zu bekommen ), lt. Hersteller-Homepage http://www.lehmannaudio.de/ hat das Gerät dabei aber wohl ganz gut abgeschnitten.

Gruß
Gryphon


[Beitrag von Gryphon am 03. Jul 2004, 21:47 bearbeitet]
Chamix
Stammgast
#43 erstellt: 05. Jul 2004, 16:54
Hallo Gryphon,

den Lehmann Cube Linear habe ich nun ausgiebig zu Hause testen können. Zuvor habe ich im Hifi-Laden mit meinem Sennheiser HD650 an folgenden Kopfhörerverstärkern eine Vorauswahl getroffen, soweit mir das innerhalb von zwei Stunden in einem Laden mit Kundenverkehr möglich wahr. Meinem Creek OBH 11SE, einem gsp audio solo (noch die MKIII Version), einem Grado RA-1 und halt dem Lehmann Black Cube Linear. Dazu habe ich übbrigens noch mit zwei Kopfhörern von Grado (RS-1 und SR 325) verglichen. Mit der Leistungsbeschreibung im Testbericht der Hifi & Records stimme ich überein. Was ich dort vermisst habe ist allerdings der Test mit anderen hochwertigen Kopfhörern, wie z. B. dem HD650. Dann hätte der Autor nämlich feststellen müssen, das die ruhige und zurückhaltende Gangart des Lehmann eher auf die schnellen und spritzigen Grados abgestimmt ist und mit eben jenem Sennheiser beinahe schon langweilig werden kann. Hier gefällt mir zwar nicht von der Gesamtqualität der Wiedergabe, aber von der Spielfreude und Hochtonpräsentation sogar mein Creek besser. Beim Grado RA-1 verhält es sich übrigens ähnlich. Hier empfinde ich den Hochtonbereich gelinde ausgedrückt als sehr zurückhaltend (anders ist z. B. ein SR 325 auch nicht zu ertragen). Bleibt aus meiner Sicht jetzt nur noch der gsp audio solo. Nicht ohne Grund präsentiert Sennheiser in GB den HD 650 mit diesem Verstärker. Jetzt muß ich nur noch zusehen, dass ich das aktuelle Modell in Ruhe anhören kann. Viel Erfolg bei Deiner Entscheidungsfindung.



.
martin
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 12. Jul 2004, 11:22
OT

@cr

zum Grado RS-1


..Da wundert mich nicht, dass dieser KH von einigen Leuten so gut eingestuft wird (wegen der Überhöhung bei 4 kHz).


Wie wohl viele KH, ist auch der Grado nicht freifeldentzerrt. Die Überhöhung bei 4 KHz fällt mir nicht auf, auch im direkten Vergleich mit einem AKG 271 Studio nicht, der ja ebenfalls in der 'stereobläh' getestet wurde und diese Überhöhung lt. Messung nicht hat.

Grüße
martin
hififreak-porto
Neuling
#45 erstellt: 12. Sep 2004, 01:49
hi zusammen,
also, ich finde Euer Angagement für KH-Amps Klasse... ich schaue im Mom selber nach so einem Ding, und zwar unter den Blickpunkt voll portable, soll zu meinem neuen Hi-MD Player passen. Ich weiss, tönt crasy, das Teil bringts aber durchaus, mal sehen...
übrigens: Musical Fidelity hat einen in Hifi-Zeitschriften eher unbekannten Head-Amp mit Röhre, ca 250 Euros. Müsste man u n b e d i n g t mitberücksichtigen!
Nun wünsche ich allen weiteren Spass an den Details des "fast-so-gut-wie-das Leben-selbst-Dingen"
Taurui
Inventar
#46 erstellt: 12. Sep 2004, 02:00
Was soll an voll portable denn crazy klingen?

http://home.t-online.de/home/meier-audio/

Porta Corda MK2

Sache gegessen

-Taurui
hififreak-porto
Neuling
#47 erstellt: 12. Sep 2004, 17:29
danke, ich kenne den Link aus Eurer KH-Lektüre. Mein Problem ist nur, in der Schweiz gibts das Teil schlichtweg nirgens (nicht mal mit Löchern drin..). Und ohne Probehören ist mir eine Bestellung in good old Germany zu teuer und riskant. Oder kann mir jemand einen persönlichen Vergleich schildern von einem porta corda zu einem bekannteren KH-Amp? Ansonsten tendiere ich zum Musical Fidelity RöhrenAmp. Der ist natürlich nicht portable aber zu meinem portablen Hi-MD, das meine ich mit vielleicht ein bisschen crasy in Kombination (ich höre mit einem Sony CD780 mit verbesserter Strippe und einem AKG 271 Studio) Gruss Lothar
Taurui
Inventar
#48 erstellt: 12. Sep 2004, 17:54
Tja, den gibts in der Schweiz nicht weil es den NUR unter der Adresse gibt. Warum? Meier-Audio ist gleichzeitig Entwickler, Hersteller und Vertrieb der kompletten Corda-Reihe.
Aber frag einfach mal bei ihm an, vielleicht hat er ein Probegerät oder einfach ein Rückgaberecht.
Soweit ich weiss ist dies übrigens der EINZIGE portable Kopfhörerverstärker den man in Europa bekommen kann...

-Taurui
hififreak-porto
Neuling
#49 erstellt: 13. Sep 2004, 23:24
Hallo Taurui, danke für die Info. Ich denke, unter den Umständen wirde ich es einfach mal wagen müssen... ich melde mich dann wieder einmal mit dem Bericht (ich hoffe natürlich am Ausflippen vor Freude und Wonne)
Gruss Lothar
hififreak-porto
Neuling
#50 erstellt: 26. Sep 2004, 19:58

Taurui schrieb:
Tja, den gibts in der Schweiz nicht weil es den NUR unter der Adresse gibt. Warum? Meier-Audio ist gleichzeitig Entwickler, Hersteller und Vertrieb der kompletten Corda-Reihe.
Aber frag einfach mal bei ihm an, vielleicht hat er ein Probegerät oder einfach ein Rückgaberecht.
Soweit ich weiss ist dies übrigens der EINZIGE portable Kopfhörerverstärker den man in Europa bekommen kann...

-Taurui
hififreak-porto
Neuling
#51 erstellt: 26. Sep 2004, 20:00

Taurui schrieb:
Tja, den gibts in der Schweiz nicht weil es den NUR unter der Adresse gibt. Warum? Meier-Audio ist gleichzeitig Entwickler, Hersteller und Vertrieb der kompletten Corda-Reihe.
Aber frag einfach mal bei ihm an, vielleicht hat er ein Probegerät oder einfach ein Rückgaberecht.
Soweit ich weiss ist dies übrigens der EINZIGE portable Kopfhörerverstärker den man in Europa bekommen kann...

-Taurui
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