Wieso so wenige AKG K 1000 Liebhaber hier?

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a-lexx1
Inventar
#1 erstellt: 23. Sep 2006, 12:54
Ich frage mich, wieso dieser ueberragende KH in DE so wenig geliebt wird?

Als ich den vor einigen Jahren mal selbst probegehoert habe, hat er mich auch nicht wirklich ueberzeugt. Zwar ziemlich detailliert, aber irgendwie zu duenn. War damals natuerlich an einem einfachen Receiver.

Vor paar Tagen habe ich mich entschieden, dem K1000 doch noch eine Chance zu geben. Einfach aus dem Grund, weil meine Haut so empfindlich ist, und auch der beste und bequemste KH mich nach laenger als 2 Stunden stoert.

Nun, als ich den AKG an meinen Sony Receiver aus der QS-Serie angeschlossen habe, hat sich mein erster Eindruck doch bestaetigt - duenn, und die schrillen Hoehen taten mir nach den ersten 10 Minuten fast schon weh. War schon ziemlich enttaeuscht...

Da es aber nie das System war, an dem ich den AKG betreiben wollte, wurde eine halbe Stunde spaeter das neue System aufgebaut, bestehend aus einem Roehren-Preamp und einer uralten Blaupunkt Endstufe. Nachdem ich den AKG jetzt ohne besondere Erwartungen dann umgesteckt und den CD-Player gestartet habe, kamm die Erleuchtung Es war, als haette ich einen ganz anderen KH als vor 10 Minuten getestet.

Ich muss hier noch anmerken, dass mein Preamp sehr warm abgestimmt ist, auch der Blaupunkt ist eher auf der warmen Seite vom Neutral. Und auch der AQVOX DAC ist ein bisschen waermer. Somit ist der AKG die einzige 'helle' Komponente in meiner Kette. Nun gut, in dieser Kette klingt der AKG fuer mich besser als der W5000, Stax Lambda Pro, Sony CD3000 usw. Ich konnte 6 Stunden lang nicht aufhoeren mit dem Misikhoeren. Eigentlich war ich nach der Arbeit ziemlich muede, wollte nur ein paar Tracks testen und schlafen gehen, stattdessen habe ich 7-8 CDs komplett durchgehoert und erts um halb 4 morgens schlafen gegangen. Tja, und um halb 7 musste ich dann zur Arbeit aufstehen.

Natuerlich ist der K1000 kein KH zum in eine beliebige Buchse reinstecken und geniessen. Aber meine Kette hat ja weiss gott nicht viel gekostet, die gebrauchte Endstufe nicht mal 50 Euro... Hier trifft man ja auf die Leute, die anscheinend viel Zeit und Geld in ihr Hobby investieren. Wieso spricht dann kaum jemand von diesem hervorragenden KH? Ok, er wird nicht mehr produziert, aber dennoch gerade in DE sehr einfach zu beschaffen. Das mangelnde Interesse an dem KH bleibt mir ein Raetsel.

Also, mehr Liebe fuer den K1000!

-Alex

PS: nein, dieser Beitrag war nicht dazu gedacht, das Interesse am K1000 zu steigern, um dann meinen mit viel Profit bei ebay zu versteigern
Kruemelix
Stammgast
#2 erstellt: 23. Sep 2006, 13:26
Hallo,

das liegt wahrscheinlich nur daran, dass sich K1000 Besitzer der Souveränität ihrer KH bewusst sind und sich nicht in ewigen Streitgesprächen mit den übrigen Forenteilnehmern darüber auslassen müssen.

MfG

Thomas
Peer
Inventar
#3 erstellt: 23. Sep 2006, 13:29
Oder weil sie ihn noch nie gehört haben...

So wie ich! Habe den leider auch noch nirgendwo gesehen, wo bekommt man das edle Teil denn mal zu hören?
Kruemelix
Stammgast
#4 erstellt: 23. Sep 2006, 13:29
80xxx München...
Musikaddicted
Inventar
#5 erstellt: 23. Sep 2006, 14:16
Ich glaube dieser Eindruck hängt primär damit zusammen, dass der Geldbeutel vom großen Teil des aktiven Kerns hier im KH-Bereich des Hifi-Forums zu klein für die absolute Topklasse der KH ist.
m00hk00h
Inventar
#6 erstellt: 23. Sep 2006, 14:20

Musikaddicted schrieb:
Ich glaube dieser Eindruck hängt primär damit zusammen, dass der Geldbeutel vom großen Teil des aktiven Kerns hier im KH-Bereich des Hifi-Forums zu klein für die absolute Topklasse der KH ist.


Würde ich so unterschreiben...

m00h
Nickchen66
Inventar
#7 erstellt: 23. Sep 2006, 15:52
Wozu über ein Phantom diskutieren? Der K1000 wird doch gar nicht mehr gebaut und auch nur sehr selten gebraucht verscherbelt.

Abgesehen davon ist bei headfi immer öfter zu lesen, daß "handelsübliche" und weniger kapriziös zu betreibende KH sich mittlerweile recht souverän im K1000-Territorium breitgemacht haben. Ich denke da primär an K701 oder an etliche "Holz-Audiotechnicas".
Musikaddicted
Inventar
#8 erstellt: 23. Sep 2006, 15:55
Oh Nickchen du hast noch viel zu lernen
1. wird dem K1000 sehr häufig ein einmaliges Klangbild bescheinigt und
2. sind "Phantome" durchaus ein bisschen Rummel wert. Ich denke da so an HE90, R10 usw.
Nickchen66
Inventar
#9 erstellt: 23. Sep 2006, 16:40

Musikaddicted schrieb:

Es wird dem K1000 sehr häufig ein einmaliges Klangbild bescheinigt
Ist mir auch nicht entgangen. Die K-1000 Situation ähnelt entfernt diesen Elektrostaten-Diskussionen - manche schwören drauf, aber andere finden's gar nicht mal so dolle.
Musikaddicted
Inventar
#10 erstellt: 23. Sep 2006, 16:49
Stimmt - daher würd ich mir auch nie einen holen, ohne ihn vorher mal getestet zu haben. Bei den "Großen" ist mir der Verlust bei Nichtgefallen einfach zu hoch - ich werd wohl weiterhin in den gemäßigteren Preisregionen fischen.
a-lexx1
Inventar
#11 erstellt: 23. Sep 2006, 19:55
Na ja, ich weiss nicht, wieso Phantom?
Auf ebay ist fast immer mindestens einer, meistens gleichzeitig mehrere zu haben, die Preise bewegen sich zwischen 370 - 650 Euro, im Schnitt bei etwa 450. Ich habe meinen fast neu fuer ca. 500 bekommen.

Das ist natuerlich nicht mit einnem K701 fuer 120 Euro zu vergleichen, aber wenn man bedenkt, dass sich viele einen K701 fuer ueben 300 Euro geholt haben - der Unterschied ist nicht so gross.

Angesichts der Leistung wuerde ich aber sagen, der K701 ist keine Konkurenz zum K1000. Ich haette es selbst nicht gedacht und habe mir einen K1000 wie gesagt nur aus ergonomischen Gruenden geholt, aber er hat mich doch positiv ueberrascht. Habe ich dem K701, dem W5000, CD3000 und Stax Lambda ungefaehr gleiche Leistung bescheinigt, so spielt der K1000 fuer mich in einer ganz anderen Liga, da er die meisten positiven Eigenschaften von diesen KHs vereint, ohne dabei merkliche Kritikpunkte zu bieten.

Bestimmt ist der K1000 ziemlich waehlerisch, was den Rest der Kette angeht und verlangt nach Waerme, aber das ist ja nicht so schwierig hinzukriegen, entweder mit Roehren oder einfach mit einem EQ. Da muss man keine Vollverstaerker fuer $5000-$7000 kaufen, wie es manche auf head-fi tun. Es geht einfach um die tonale Balance, und die kann man auch mit wenig Geld erreichen...

Auf jeden Fall hat da AKG mit dem K1000 was besonderes auf die Beine gestellt, und es ist wirklich sehr schade, dass ein solcher KH aus betriebswirtschaftlichen Gruenden nicht mehr hergestellt wird, sein Geld ist er auf jeden Fall mehr als wert.

-Alex
manfred_kraft
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 24. Sep 2006, 11:22
Auch ich bin großer Fan des K1000 und bevorzuge ihn gegenüber dem K701 und dem Stax SR-404. Obwohl ich zugeben muss, daß der Stax tonal ausgewogener ist und mehr Details in der Musik offenbart. In Sachen Räumlichkeit, Dynamik und Brillianz ist der K1000 für mich bisher ungeschlagen.

Wenn man das Forum durchsucht, findet man allerdings jede Menge Threads zum K1000, vor allem zu den Themen Verstärker und binauralem Hören.

Der Reiz des K1000 liegt für mich vor allem darin, daß er unheimlich viel Möglichkeiten zur Optimierung und individuellen Anpassung bietet und sehr viel ungenutztes Potential birgt. Das beginnt schon bei der Anwinkelung der Ohrlautsprecher und der optimalen Trageposition.

Ich finde übrigens, daß das Thema K1000 und Verstärker überbewertet wird. In einem Blindtest zwischen verschiedenen (halbwegs guten) Verstärkern konnten Bekannte und ich kaum Unterschiede feststellen, (vorausgesetzt die Verstärker waren auf gleiche Lautstärke ausgepegelt).

Die deutlichsten Verbesserungen haben bei mir folgende Maßnahmen gebracht:

  • Der AKG BAP1000 Prozessor, der nicht nur die Im-Kopf-Lokalisation vermindert, sondern auch ein deutlich "wärmeres" und natürlicheres Klangbild ergibt.
  • Ein parametrischer Equalizer (z.B. Behringer), am besten mit Meßmikrofon, um einige Peaks im Frequenzgang auszubügeln. Damit verschwindet die oft kritisierte "Härte" und das "Dünne" im Klangbild des K1000. Ich verwende dazu übrigens Kunstkopfmikrofone am eigenen Kopf.
  • Schließlich kann ein Bass-Enhancer aus dem Studiobereich (Aphex Big Bottom, Behringer Ultrafex oder SPL Vitalizer) die Basswiedergabe erheblich verbessern. Im Gegensatz zu einem Equalizer komprimieren diese Effekte den Bassbereich etwas. Auch sehr gut: Eine regelbare, gehörrichtige Loudnessfunktion, wie sie meist ältere Verstärker besitzen.

Grüße,
Manfred
a-lexx1
Inventar
#13 erstellt: 24. Sep 2006, 13:03
Hallo Manfred,

sehr interessant!

Ich habe selbst volgende Erfahrungen gemacht:

Was die Verstaerker angeht - ja, die Enstufe ist im Prinzip fast egal. Die einigermassen guten Endstufen beeinfluessen den Klang kaum. Aber, der Preamp ist sehr wohl wichtig. Ich kann sehr wohl nicht nur unterschiede in den Preamps, sondern deutlich unterschiede zwischen verschiedenen Roehren in dem Preamp hoeren, dabei bin ich alles andere als ein Voodoo-Anhaenger Bei verschiedenen integrierten Amps auf Halbleiterbasis konnte ich tatsaechlich noch nie merkliche Unterschiede raushoeren, nicht nur mit dem AKG. Die Peaks habe ich mit Roehren erfolgreich ausgebuegelt, der Klang ist nich im entferntesten duenn oder schrill. Mit dem Tuberollen kann man eben auch nicht schlecht EQen

Was den Vergleich z.B. mit Stax angeht - fuer mich klingt der Lambda Pro irgendwie dunkler und gleichzeitig kaelter. Dunkler, weil er unter 100 Hz merklich mehr bringt, wo der K1000 ziemlich schlank spielt. Aber die Mitten und Hoehen sind bei dem Lambda viel kaelter, der K1000 klingt da waermer und lebendiger. Der Lambda klingt mit einigen CDs (meistens Klassik) absolut fantastisch und mit anderen (nicht so guter pop) wieder mal furchtbar. Bei dem K1000 konnte ich bis jetzt noch keine CD finden, mit der er fuer mich daneben klang, er klingt immer richtig.

Einen interessanten Unterschied habe ich noch festgestellt. Und zwar, ich hoere immer wieder gerne mit Dolby Headphone bei mehrkanaligen Aufnahmen. Der Lambda konnte mich mit Dolby Headphone gar nicht ueberzeugen. Klingt falsch, verschmiert, dunkel, mit schlechter raeumlicher Abbildung. Der K1000 dagegen ist der King des Dolby Headphone Tests. Bis dahin stand bei mir der W5000 an erster Stelle beim DH. Aber was der K1000 da macht ist mit keiner anderen KH-Erfahrung vergleichbar. Der KH verschwindet komplett, ich befinde mich im Kino oder Konzertsaal... Der K1000 schlaegt da sogar meine erwachsene Homecinema Anlage mit grossen Standlautsprechern, absolut unglaublich. Verwende dabei beim K1000 aber einen kleinen Mod, und zwar lege mir einen Kopfkissen unter den Kopf, dabei steigt der Basspegel um gefuehlte 6 dB. Wuerde es jedem enpfehlen, DH mal ausprobieren, wer einen K1000 sein eigen nennt! Dazu gibt es mittlerweile genug geeignete Programme fuer PC, man braeuchte aber auch einen gescheiten DAC.

-Alex
Matzio
Inventar
#14 erstellt: 24. Sep 2006, 13:39
Hi, Alex,

Kann sehr gut nachvollziehen, was Du meinst.

Was ich selber kenne und schätzen gelernt habe, weil es überraschend gut klingt und einen ernsthaften Versuch wert war, ist K 1000 mit Hearo 999 Audiosphere, und zwar sowohl bei Surround als auch bei Stereo, Hauptsache, man hat die richtige, individuell passende IVA-Ohrkurve ausgewählt.

Dann löst sich Musik und Kinosound derart vom Kopfhörer, daß man, wie Du es auch beschreibst, meint, man säße mitten im Kino oder Konzertsaal, so frei und natürlich umgibt Einen das Klanggeschehen.

Kann ich nur Jedem ans Herz legen, der mit der Anschaffung eines BAP 1000 liebäugelt, aber von dessen schlechten Rauschwerten, umständlichen Bedienung und hohen 2nd-Hand-Preisen abgeschreckt wird, auf IVA jedoch nicht verzichten möchte.

Der Hearo 999 (den beigelegten Made-in-China-Plastik-Funkkopfhörer (alte Version) kann man übrigens getrost vergessen) ist in meinen Augen wie geschaffen für den Betrieb mit dem K 1000.

Toll wäre freilich ein 999 in aktualisierter Version mit dts, feineren Halleffekten (sind zu "fett") und Digitalausgang.


Viele Grüße und noch viel Spaß beim Experimentieren,
Matzio
a-lexx1
Inventar
#15 erstellt: 24. Sep 2006, 14:07
Hallo Matzio,

da bin ich wohl nicht der einzige hier, der experimentierfreudig ist

Habe wohl glueck, dass ich sehr DH-kompatible Ohren habe und mich DH schon immer besser ueberzeugen konnte, als das Verfahren von AKG. Habe aus dem Grund auch noch 2 Hardware-DH-Amps, einen von Pioneer und einen von Philips. Da aber keiner der beiden einen line-out hat, muss ich fuer den K1000 extra den Umweg ueber PC mit DH Plug-in->DAC->KHV->Endstufe gehen.

Wie schliesst Du denn Deinen K1000 an den Hearo 999 an?

Gruesse,
Alex
cosmopragma
Inventar
#16 erstellt: 24. Sep 2006, 14:18

a-lexx1 schrieb:
Das mangelnde Interesse an dem KH bleibt mir ein Raetsel.

Also, mehr Liebe fuer den K1000!
Du liesst da wohl auf eine andere Art selektiv als ich.
Die Zahl der hier aktiven Kopfhörerfreunde ist überschaubar, und die Zahl derer, die KH oberhalb der europäischen ~250-Euro Mittelklasse besitzen ist noch geringer.
Bezogen auf die wenigen Nutzer kostspieligerer KH-Systeme sind die K1000 sehr weit verbreitet, und in Bezug auf die head-fi community sieht es ähnlich aus.
Mir fallen auf Anhieb fünf Leute in diesem deutschen Forum ein, die auch einen K1000 nutzen.
Mehr jedenfalls als Audio Technicas oder Senn Elektrostaten, da halten in der Verbreitung höchstens noch Staxe oder grosse Grados mit.

Rar und schwer zu kriegen sind die Teile ja in D nicht gerade, nur neu gibt es sie halt nicht mehr.
Alleine bei mir liegen drei davon rum, also können sie wohl nicht so rar sein.

Prima Sommerkopfhörer, und auch gut für Backgroundmusik mit offenen Augen beim Internetsurfen usw.
a-lexx1
Inventar
#17 erstellt: 24. Sep 2006, 14:42
Hallo cosmopragma,

da hast Du wohl recht. Nur beobachte ich auf dem deutschen ebay seit Monaten ein reges Geschaeft mit den K1000en, schon wieder sind mehrere zu haben und oft gehen welche fuer um die 400 Euro weg. Es gehen eigentlich mehr gebrauchte K1000 ueber den Tisch dort, als z.B. gebrauchte K701. Hier im Forum aber sind so gut wie keine Berichte von Neueigentuemern zu sehen. Wenn mal ein K1000 diskutiert wird, dann nur von Altbesitzern, die einen schon seit einer halben Ewigkeit haben. Der gute K1000 ist ganz in Vergessenheit geraten, siehe da Kommentare von Nickchen...

Gerade in DE ist ein K1000 meiner Meinung nach ein absoluter Killer, was das Preis/Leistungsverhaeltnis angeht. In den USA geht ja er fast immer fuer das doppelte weg wie hier...

-Alex
Peer
Inventar
#18 erstellt: 24. Sep 2006, 14:48
@cosmo

Wieso liegen bei dir 3 K1000?
cosmopragma
Inventar
#19 erstellt: 24. Sep 2006, 15:12

p32r schrieb:
@cosmo

Wieso liegen bei dir 3 K1000?
Wieso nicht?

Zwei Wohnungen, und Verluste sind bei von mir bezahlten (Gebraucht)-Preisen eher nicht zu erwarten.
Den dritten hab ich als Bestandteil eines Bundles gekauft und werde daher vor Weihnachten wieder einen verkaufen.
Peer
Inventar
#20 erstellt: 24. Sep 2006, 15:55
Verkauf alle 3 bei Head-fi und kauf dir davon ein Auto

Im Ernst, was hast du denn bezahlt?
manfred_kraft
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 24. Sep 2006, 17:49
Hallo,

Zum Thema Dolby Headphone: Ich habe verschiedene Dolby Headphone Implementierungen gehört, sowohl in Hardware- (Soundkarten und AV-Receiver) als auch in reiner Softwareimplementierung und fand es jedesmal indiskutabel schlecht.

Den AKG HEARO 999 fand ich da schon klang wesentlich besser, aber immer noch kein Vergleich zum BAP1000. Lediglich einige HRTF-basierten VST-Plugins konnten da mithalten, aber die sind eher noch teurer als ein BAP.

Zum Thema DAC habe ich intensive Hörvergleiche gemacht (Behringer SRC-2496, RME-ADI 2, AQVOX USB und ein RME Fireface Audio Interface) und ebenfalls keine nennenswerten Unterschiede feststellen können.

Grüße,
Manfred
haju
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 24. Sep 2006, 18:57
hallo

ich habe AVI(hero999), dolby headphone, silent cinema und crossfeedmit dem K1000 probiert, war aber nie richtig zufrieden. ich hab irgendwie nicht die passenden ohren. bei verstärkern konnte ich keine nennenswerte unterschiede feststellen. die tonale abstimmung lässt sich mit klangregler, equalizer sehr gut anpassen.
das hört sich jetzt etwas unglaubwürdig an: ich hatte den K1000 an einem mini-CDreceiver(kenwood K701) laufen. der hat einen DSP-gesteuerten equalizer, klangregler integriert. höhen leicht abgesenkt und grundton etwas angehoben war für mich schon fast perfekt. was für mich noch fehlt, ist eine schaltung, die die im-kopf-lokalisation aufhebt. beyer scheint da ja was neues zu haben.
den K701 hatte ich auch für kurze zeit. der ist tonal sehr ausgewogen und läuft an jeder besseren klinke. ich würde den akustisch in derselben klasse wie den K1000 einordnen. im tragekomfort allerdings ist der K1000 einfach das beste.

gruss hjuergen
Matzio
Inventar
#23 erstellt: 24. Sep 2006, 19:08

a-lexx1 schrieb:


Wie schliesst Du denn Deinen K1000 an den Hearo 999 an?




Hi, Alex,

Der Hearo 999 gibt alle Effekte, also IVA, DD, Hall, sowohl an Klinke als auch an Cinch-Out aus. Er läßt sich somit ganz einfach zwischen Vor-und Endstufe oder an den TapeMonitor-Anschlüssen einschleifen.

Kleiner (Geheim)tipp: Selbst der Kopfhörerausgang des 999 reicht schon aus, um digitale Quellen in akzeptabler Lautstärke über den K 1000 mittels eines XLR-Klinke-Adapterkabels direkt am 999 wiederzugeben. Allerdings ist das natürlich nicht gerade die Idealkonfiguration, der K 1000 ist so halt nur einfach und schnell an- und abzustöpseln, und der Verstärker kann mal ausbleiben.


Viele Grüße,
Matzio
a-lexx1
Inventar
#24 erstellt: 24. Sep 2006, 20:55
Manfred, Matzio,

so unterschiedlich koennen die Ohren sein
DH ist naemlich das einzige Verfahren, das bei mir eine Illusion eines 3D Raums schafft. Der einzige KH, mit dem es nicht funktioniert, ist Stax. Ich verwende DH aber nur bei Mehrkanalaufnahmen. Greife ich dagegen zum DH bei Stereo, habe ich das Gefuehl, ein paar Lautsprecher vor mir zu haben. Gerade das will ich aber nicht - ich hoere ja nicht mit einem KH, um damit die Lautsprecher zu emulieren.

Ich habe ebnfalls vor Jahren mit dem Hearo 999 experimentiert, aber konnte keine fuer mich passende HRFT finden. Wahrscheinlich muesste ich dann auf einen BAP mit Personalisierung ausweichen, aber diese Moeglichkeit besteht ja nicht mehr...

Zum Thema DAC - der Aqvox ist halt der billigste gescheite DAC mit 3 Eingaengen. Nur das war mein Kaufgrund. Und wenn man PC teilweise als Quelle hat, dann muss man zwangslaeufig zum DAC greifen, es sei denn, man besitzt eine sehr gute Soundkarte, aber die guten kosten nicht unbedingt weniger als ein DAC...

Haju,

schade, dass bei Dir keiner der Verfahren funktioniert. Es gibt aber momentan wieder Bewegung in diesem Segment, vielleicht kommen demnaechst andere Loesungen auf den Markt, da ist Beyer nicht der Einzige...

Glaube Dir gerne, dass Du auch mit einem Receiver den K1000 prima geniessen kontest. Genauso haette ich es auch mit meinem Sony Receiver gemacht. Nur steht er eben in einem anderen Raum In dem Raum, wo ich mit dem AKG hoere, habe ich aber weder einen Receiver noch einen EQ. Also war bei mir eine billige Endstufe die einfachste und billigste Loesung, der Preamp war ja fuer andere KHs schon vorhanden. Und die guten 40 Jahre alten PCC88 Roehren von Philips (aus dem Amperex Werk in Holland) fuer 9 Euro das Paar tuen bei mir den Job nicht schlechter als ein EQ - eben Hoehen runter, Grundton rauf.

-Alex
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