Kopfhörerfrage, Klangempfinden, Kaufhilfe

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cchris
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Dez 2006, 18:00
Hallo zusammen,
der Titel ist zwar nicht sonderlich aussagekräftig, aber ich wusste nicht, wie ich es sonst beschreiben sollte

Ein paar Freunde und ich sind (wie wohl die meisten in diesem Forum) leidenschaftliche Musik-Freaks. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns relativ viel damit, zum einen halt mit der Musik selber (suchen immer wieder nach neuen, oft unbekannten Bands .. viele haben gerade erste EPs oder CDs auf den Markt gebracht), zum anderen versucht jeder für sich selbst ein klein wenig den eigenen Hifi-Genuss zu Hause zu verbessern.
Eins haben wir dabei gemeinsam .. wir hören alle gerne über Kopfhörer.
So konnte ich bisher auch mal einen Grado-KH an einem KHV (Modell ist mir ebenfalls nicht mehr in Erinnerung) probehören (Modell weiss ich leider nicht) .. was mir persönlich allerdings überhaupt nicht zusagte. Kann auch nicht sagen warum genau .. zum einen der extrem unbequeme Sitz, da ich persönlich unbedingt einen KH brauch der mein gesamtes Ohr umschließt (da ich nichts von aussen mitbekommen möchte) ... zum anderen der Klang.
Von daher benutze ich immer noch meinen Sony MDR-CD780, der allerdings, wie ich hier im Forum gelesen habe, doch einige klangliche Defizite haben soll.
Da habe ich mich halt gefragt ob meine sonst eigentlich sehr guten Ohren vielleicht anders "ticken" als andere .. oder ob mir nur noch kein richtig gutes System (für meine Musik) untergekommen ist.
Vielleicht kann mir hier da jemand helfen, also geb ich mal ein paar Infos anhand:

akt. System: SONY MDR-CD780, Kenwood-Verstärker/CD-Player (ca. 15 Jahre alt) .. oder halt am PC mit Audigy 2 ZS

Musikstil: würde ich im weitesten Sinne als Rock bezeichnen .. als Schublade passt allerdings eher Emo, Hardcore, Punk .. mal absolut krachendes Gebrüll .. mal ganz sanfte Töne mit ruhigem Gesang und ggfls. Accoustic-Gitarren.
Man kann nicht immer von perfekten Aufnahmen reden .. viele Bands sind sehr klein und können sich dementsprechend kein teueres Studio leisten .. von daher freut es einen immer wenn ne "sauber produzierte" Aufnahme rauskommt.

Meine "klanglichen Vorlieben" versuche ich auch mal anzureissen: Ich bemerke an der Stereoanlage, im Auto, am PC ... dass ich immer halbwegs viel Höhen drin hab ... das erscheint mir immer etwas "brillianter" im Klang .. ich mag es nicht so "dumpf". Einen satten Bass mag ich auch ganz gerne ... allerdings nicht zu übertrieben .. die angesprochene Musikrichtung soll nunmal nicht wie Techno oder Dancemusic klingen.

Kopfhörer müssen bei mir immer "geschlossen" sein .. also das Ohr umschliessen .. ich will nichts von aussen hören .. und meine Frau will auch net immer durch die (oft zu laute) Musik gestört werden.

Preislicher Rahmen ist schwer zu schätzen ... was nützt mir ein teueres System wenn es an ganz anderer Stelle hängt ?
Aber wenn es sich klanglich lohnt würde ich ohne Probleme ca. 200€ ausgeben .. wenns sein muss auch etwas mehr.
Da stellt sich mir auch die Frage ob in diesem "Gesamtkonzept" ein KHV Sinn macht, oder der mir nur wenig weiterhilft ?

Vielleicht hat ja jemand nen Rat für mich, was ich mal versuchen oder austesten sollte ... da wäre es natürlich auch hilfreich wenn eine unkomplizierte Rückgabe (wie z.B. bei Amazon) möglich wäre.


Und wenn ich schonmal dabei bin .. eine andere Frage noch am Rande: Da ich ab und an am PC auch mal zocke .. und mir diesbezüglich alle ausprobierten Headsets klanglich die "Fussnägel aufrollen" ließ ... dachte ich mir, dass es doch sicher eine gute Möglichkeit gibt meinen Traumkopfhörer mit einem Mikro zu kombinieren. Ich bin mir allerdings nicht sicher inwieweit es da zu Störungen, Rückkopplungen o.ä. kommen kann .. und welche Geräte dafür brauchbar sind .. oder noch besser .. empfehlenwert wären.

Würde mich über ne Hilfestellung bei meinem "Problem" sehr freuen.

Gruß
chris
Nickchen66
Inventar
#2 erstellt: 08. Dez 2006, 18:37
Mann, was ein Roman...ok, ein Geschlossener.

Wenn Du die Klangfarbe des warm abgestimmten CD780 magst (ging mir auch mal so) und Du Höhen magst, tendiere ich zum AT A900 als 1.Wahl.

Alternativ ginge noch der leichter zu beschaffende Beyer DT770, aber das spielt sich dann 1 Klasse unter dem A900 ab, weil alles im Tieftongerumpel ertränkt wird, für Rock eher ungeeignet, und Du bräuchtest einen KHV dazu -> keine Kosteneinsparung gegenüber dem A900.
cchris
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Dez 2006, 21:00
Danke für die Hilfe .. sry wenns bischen lang geworden ist, ich dachte lieber bischen mehr Info als bischen zu wenig

Ich hab mir mittlerweile auch mal das halbe Forum durchgelesen .. jetzt hab ich zwar etwas mehr Infos, aber konnte mich immer noch zu keiner Entscheidung durchringen.
Der A900 scheint ja wirklich ein ordentlichen Gerät zu sein, habe viel positives hier lesen können .. ebenso wie vom DT880, auch wenn der wohl nen KHV erfordern würde.
Von daher habe ich diese beiden Geräte mal in die engere Wahl genommen. Vorteil von den BD's ist, das man sie relativ einfach mal Probehören kann, notfalls auch bestellen und wieder zurückschicken bei Nichtgefallen, das gestaltet sich bei Audio Technica ja leider etwas schwieriger (der Probehör-thread hilft leider auch net weiter)

Darum ne Frage:
Ein Kollege hat mir letztens erzählt er würde nen BD 990Pro besitzen, den bringt er mir in den nächsten Tagen mal mit, zum ausgiebigen Probehören.
Sollte es da schon ne Art Aha-Effekt geben .. und wenn ja, in welcher entsprechenden Liga spielen dann A900 oder DT880 ?
Gerade letzterer ist ja als reiner KH im Endeffekt günstiger zu bekommen als der A900 .. auch wenn man dann vielleicht noch nen KHV anschaffen müsste.

Ist mir klar, das dieses Thema sich nicht grossartig von anderen Anfragen hier im Forum unterscheidet .. wollte nur noch ein paar Meinungen einholen bevor ich mir was bestelle, was ich dann vielleicht bereue.


[Beitrag von cchris am 23. Dez 2006, 21:08 bearbeitet]
Peer
Inventar
#4 erstellt: 23. Dez 2006, 21:05
Der DT990 wird dir wohl eher nicht weiterhelfen. Er ist stark gesoundet, mit viel Bass und vielen Höhen. Der DT880 ist viel neutraler. Der A900 ist übrigens auch stark gesoundet, klingt einfach nach Audio Technica, neutral ist der keineswegs. Ich kann behaupten, dass dir sowohl A900 als auch DT880 gefallen würden!
McMusic
Inventar
#5 erstellt: 24. Dez 2006, 12:07
Ich würde allerdings sagen, dass der A900 weniger gesoundet ist, als der DT990. Falls es eher in die neutrale Richtung gehen soll, wäre der DT880 erste Wahl für Dich.
cchris
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 30. Dez 2006, 21:52
Bin leider bisher noch nicht dazu gekommen den DT 990 zu testen.
Von daher bin ich immer noch am überlegen, und habe mich inzwischen (versucht) bei headfi bischen schlau zu machen. Aber bringt in meinen Augen alles nicht, jeder hört anders.
Ich weiss nur, das ich nen Hörer will (wenn er den Sony hoffentlich ersetzen kann, wäre des der einzige) mit dem ich viel Spass bei der Musik haben .. will keinen KH der zwar jede Feinheit raushören lässt .. aber das Kopfnicken beim Musikhören ausbleibt.
Hinzukommend wäre es bei meinem Hörverhalten wohl nicht zumutbar, wenn schlechte Aufnahmen auch wirklich schlecht klingen, so dass sie keinen Spass mehr bringen (bei den angesprochenen kleinen Bands)
Das spricht für mich irgendwie alles für den AT .. auch wenns im Gegensatz zum Beyer wohl nur ein "Mittelklasse-KH" ist .. stellt sich nur die Frage obs dann trotzdem für mich nicht doch perfekt ist, da der Spass ganz klar im Vordergrund steht und ich weder Klassik noch Jazz höre.
Ist der Beyer denn da gar nicht zu gebrauchen ? .. kann man die persönlichen Nuancen denn nicht per EQ regeln ? .. sprich Höhen und Tiefen rein ?

Dann noch ein paar Fragen ?
1. Kann mir irgendwer noch in soweit helfen die Tendenz zum A900 zu bekräftigen, wenn ich ein paar Links zu ein paar Bands (myspace oder purevolume-Seiten) poste?

2. Bestellt man nen AT besser bei bluetin oder bittet man besser um die Hilfe von mookooh ?

3. Gibt es wirklich nen klaren AHA-Effekt gegenüber dem Sony ? .. Mir ist klar, das der net so toll ist, trotzdem höre ich sehr sehr gerne und auch sehr viel Musik mit ihm. Trotzdem besteht ja immer die Hoffnung auf ne mögliche (deutliche) Steigerung.

Ist leider wie so oft .. zu viele Informationen/Meinungen sind nicht immer hilfreich. Geht nichts über selber hören.
War zwar am überlegen ob ich nicht einfach nen DT 880 bei Thomann bestellen sollte, und wenn er mir net zusagt, einfach wieder zurückschicken. Aber irgendwas sagt mir das der A900 besser zu mir passen würde. Den kann man aber notfalls ja auch wieder (hier) loswerden.


edit: Achso, eins hab ich vergessen .. hatte zwar ursprünglich gesagt es sollte ein geschlossener sein .. allerdings ist der Sony ja auch eher offen ... und das hat durchaus seine Vorteile. Ist ein geschlossener Kopfhörer dann auf einmal nicht eher "störend" ?
Damit meine ich das "Gefühl" auf den Ohren .. man hört weniger Aussengeräusche, was ja schon ungewohnt ist ... und schwitzt man im Sommer nicht wahnsinng viel ? In unserer Dachgeschosswohnung kanns nämlich schon ziemlich warm werden im Sommer.


[Beitrag von cchris am 30. Dez 2006, 21:56 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#7 erstellt: 30. Dez 2006, 23:03
Der Sprung von Deinen 780ern zum A900 wird so gewaltig sein wie von einem VW Polo zu einem Porsche 911 - versprochen. Betrachte, innerhalb dieses Vergleichs, den DT880 als Porsche 911 Turbo.

Den Vorsprung an Details, die ein DT880 gegenüber dem A900 herausarbeitet, ist nur mit sehr viel Übung und Konzentration auszumachen. Und mehr Spaß macht auf jeden Fall der A900.

Einen Geschlossenen im Sommer zu tragen ist natürlich so 'ne Sache. Aber sooo viel angenehmer, kühler und luftiger ist ein Offener bei 35°C auch nicht. Das ist einfach kein KH-Wetter.
cchris
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 30. Dez 2006, 23:14
Danke nickchen, hast mir sehr geholfen.

Bleibt nur noch die Frage der Beschaffung.


[Beitrag von cchris am 31. Dez 2006, 01:33 bearbeitet]
Peer
Inventar
#9 erstellt: 30. Dez 2006, 23:14
http://www.hifi-foru...m_id=110&thread=4062

Ich bitte darum, auf diese Frage in Zukunft nur noch auf den Thread zu verlinken, sonst versinken unsere Threads in der Beschaffungsfrage des A900


[Beitrag von Peer am 30. Dez 2006, 23:18 bearbeitet]
cchris
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 10. Jan 2007, 18:10
so, hab den ATH-A900 mittlerweile auf den Ohren .. jetzt hör ich so viel wie möglich Probe und vergleiche mit dem vermeintlich schwachen Sony
Der ATH macht nen guten, soliden Eindruck .. vom Klang bin ich bisher allerdings noch nicht restlos überzeugt. Mal abwarten
Jetzt fehlt mir nur noch ein ordentlicher Beyer zum "gegenhören"


[Beitrag von cchris am 10. Jan 2007, 18:11 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#11 erstellt: 10. Jan 2007, 18:48

cchris schrieb:
vom Klang bin ich bisher allerdings noch nicht restlos überzeugt
Inwiefern?
cchris
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 10. Jan 2007, 19:23
bin da noch am rumtüfteln

bisher hängt er auch nur am PC und ich höre mp3s.

Ich bilde mir ein, das mir doch ein wenig die Mitten fehlen. Ansonsten fehlt mir bisher ein wenig "Brillianz" ... durch die ausgeprägte Räumlichkeit hab ich ein leichtes Gefühl von "Hall" .. auch wenn keiner da ist.
Schwierig zu beschreiben .. aber vielleicht weiss der ein oder andere was ich meine.
Logischerweise ist der Klang auch noch ungewohnt, da ich bisher seit Jahren ausschliesslich den Sony verwendet hatte.
Vielleicht muss der ATH sich auch noch ein wenig einspielen .. evtl. auch nur im Zusammenspiel mit meinen Ohren und Hörempfinden
Detaillierter isser auf jeden Fall .. man kann sehr gut differenzieren. Da hat der Sony ganz klar einen Nachteil .. allerdings stimmt bei dem das "Zusammenspiel" noch mehr.
Als ehem. Musiker würde ich den Sony als besser "abgemischt" bezeichnen .. keine Ahnung wie ich es beschreiben soll, der Sony klingt ansich authentischer .. auch wenn alles vielleicht ein klanglicher Brei ist
Möglicherweise ist der gesoundete ATH nix für mich ... aber vielleicht isses wirklich nur die "Gewohnheit".
Ich muss da noch ein wenig testen .. der ATH ist auf jeden Fall ein sehr guter KH ... ich betrachte nur momentan die direkten Unterschiede zum Sony ... Wenn ich den ATH ne Weile aufhabe, empfinde ich den Klang als sehr gut .. es sind nur die Unterschiede die mich "noch" etwas stören
Puh .. schwierig sowas zu beschreiben

edit: aber ich denke, das ist nichts, was man nicht mitm Equalizer "regeln" kann.


[Beitrag von cchris am 10. Jan 2007, 19:52 bearbeitet]
0le9
Stammgast
#13 erstellt: 10. Jan 2007, 19:58
Hi chris,

Dir fehlt an Brillanz?
wieso probierst du nicht mit einen sony kh der SA serie?
Peer
Inventar
#14 erstellt: 11. Jan 2007, 01:20
Ihm fehlt Brillanz, den Bass will er behalten
0le9
Stammgast
#15 erstellt: 11. Jan 2007, 01:50

p32r schrieb:
Ihm fehlt Brillanz, den Bass will er behalten :L

Oki, dann natürlich nicht.
sai-bot
Inventar
#16 erstellt: 11. Jan 2007, 11:25
Und das mit den Mitten könnte das leichte AT-Mittenloch sein. Wobei ich das "leichte Gefühl von Hall", das fehlen soll, nicht nachvollziehen kann - für mich war es auf den ersten "Blick" (verdammt, was schreibt man denn da?) etwas zu viel. Aber ich hatte ja vorher nur den eher langweiligen K240M
Als ebenfalls ehemaliger Musiker (willkommen im Club...) fand ich die Abstimmung auch erstmal gewöhnungsbedürftig und hadere immer noch ein wenig mit ihr. Aber es hat sich seitdem einiges getan. Wohl weniger der Einspieleffekt als viel mehr der Gewöhnungseffekt. Ich kann mittlerweile gut damit hören - und muss es auch oft gezwungenermaßen
cchris
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 11. Jan 2007, 21:05
hab doch gar nix vom Bass gesagt
Ein Bassmonster isser zumindest net .. eigentlich finde ich den Bass recht dezent, gerade richtig .. will ja gar kein Techno-Wummern

Zum Hall .. ich hab gesagt, das ich den Eindruck eines Halls habe .. der KH ansich "produziert" ja selber keinen .. das meinte ich mit "keiner vorhanden".
Hören tut man schon sowas in der Richtung. Hab mittlerweile auch rausgefunden woran das liegt. Der KH erzeugt bei mir ne starke Räumlichkeit da die Hörmuscheln "relativ" weit vom Ohr weg sind. Wenn ich leichten Druck auf die Muscheln ausübe und so etwas näher ans Ohr randrücken kann, klingt das gleich um Längen angenehmer.
Die fehlenden Mitten sind schon etwas störend. Mit besser abgemischt und authentischer meinte ich die einzelnen Gitarren, Gesang, Schlagzeug etc.
Der Gesamtmix aus allem klingt beim Sony allerdings etwas breiig.


[Beitrag von cchris am 11. Jan 2007, 21:07 bearbeitet]
MTL-CH
Stammgast
#18 erstellt: 12. Jan 2007, 12:52
Ein KH, der in solchen Zusammenhängen ja immer wieder gerne übersehen wird ist der HD-25 von Sennheiser. Sofern man mit dem relativ festen Sitz kein Problem hat, eigentlich eine sehr gute Alternative - vor allem gute Schallisolation in beide Richtungen und ungemein solide, dazu auch direkt an mobilen Quellen zu gebrauchen. Ausserdem kann man den leicht irgendwo probehören.
cchris
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 12. Jan 2007, 20:48
so, konnte eben mal mit nem Kumpel ein paar KH im direkten Vergleich testen:

Sony MDR-CD780
Sennheiser HD580
Audio Technica ATH-A900
Beyerdynamics DT990 Pro

Die Geräte hingen immer an einem KH-Röhrenverstärker "Musical Fidelity X-Can V2" .. kennt den jemand ? Bin da net so firm, mir hat der Name nichts gesaagt .. aber ich war mehr als positiv überrascht.
Eins vorweg .. alle 4 Kopfhörer haben deutlich davon profitiert.
Der KHV hing wiederum direkt am CD-Player (Marke war mir auch unbekannt)

Wie gesagt, alle KH haben gegenüber meinem Equipment zuhause deutlich vom KHV profitiert. Der DT990 Pro wurde von uns beiden jedoch eindeutig als schwächstes Gerät eingestuft .. sehr langweilig, hat uns beiden gar net gefallen.
Der Sony und der Sennheiser klangen nach unserem Empfinden relativ ähnlich (Ich kanns nur betonen, der Sony ist gar net so schlecht, wie man meinen sollte).
Insgesamt lagen die verbleibenden drei relativ nah beisammen. Je nach Musik hatten entweder Sony/Sennheiser oder der ATH die Nase vorn.
Die etwas stärkeren Höhen des ATH waren durchaus manchmal störend, ebenso wie die Räumlichkeit und die etwas schwächeren Mitten. Allerdings hat er in Sachen Differenzierbarkeit und Tieftönen ganz klar dominiert. Bei Live-Aufnahmen war die Räumlichkeit hingegen jedoch sehr angenehm.
Die "fehlenden" Mitten sind mir (vermutlich durch den KHV) auch net so stark aufgefallen wie z.B. gestern. Allerdings hab ich am A900 noch etwas entdeckt was mir gar nicht gefällt. Er ist im Klang sehr unterschiedlich je nachdem wie genau er auf den Ohren sitzt. Bei mir z.B. wird der Klang deutlich besser, wenn ich ihn leicht nach hinten schiebe. Die Pads habe ich schon entsprechend gedreht. Man muss beim ATH eigentlich immer den Sitz während des Hörens korrigieren, man merkt sofort wenn er nicht hunderprozentig genau sitzt.

Jeder der drei letzten Hörer hat sehr viel Spass beim Hören gemacht, allerding sind sie doch sehr unterschiedlich. Ich überlege deshalb noch ob ich den ATH überhaupt behalten soll.
Gibt es denn ne gute Alternative. Perfekt wäre natürlich ein Gerät was so fein und detailliert zeichnet wie der ATH, allerdings mit weniger Höhen, dafür mehr Mitten. Tieftöne sollten ähnlich präsent sein .. er sollte aber auch sehr viel Spass bereiten um damit ordentlich zu rocken.
Ich hatte heute eigentlich das Gefühl, das ich das Geld, das der ATH gekostet hat, besser in einen KHV investieren sollte.

Axo, wen es interessiert .. im CD-Player rotierten:

AFI - Decemberunderground
Tool - 10,000 Days
Bayside - Accoustic
Billy Talent - Billy Talent 1 (heute ist mir erst mal aufgefallen wie schlecht die Aufnahme ist)


[Beitrag von cchris am 12. Jan 2007, 20:50 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#20 erstellt: 12. Jan 2007, 21:27

cchris schrieb:
Gibt es denn ne gute Alternative. Perfekt wäre natürlich ein Gerät was so fein und detailliert zeichnet wie der ATH, allerdings mit weniger Höhen, dafür mehr Mitten. Tieftöne sollten ähnlich präsent sein
Senn HD650? Nee, im Ernst, nach dem, was Du hier schreibst, habe ich starke Zweifel, ob die Midfi-Klasse 150€-200€ Deinen doch eher gehobenen Ansprüchen genügen kann.

Gut übrigens, daß Du was negatives über den A900 geschrieben hast, wurde ja langsam langweilig hier...


[Beitrag von Nickchen66 am 12. Jan 2007, 21:27 bearbeitet]
cchris
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 12. Jan 2007, 21:43
hab ich wirklich so hohe Ansprüche ? .. Ich will ja nix zum Klassik- oder Jazzhören. Nur ein Gerät was vielleicht die paar negativen Punkte des A900 nicht hat, aber trotzdem noch Spass macht und kein Langweiler ist.
Keine Ahnung ob es sowas überhaupt gibt, von daher die Idee, den ATH gegen nen KHV einzutauschen.
Der A900 ist ja zweifelsohne ein gutes Gerät, nur geb ich ungern so viel Kohle dafür aus, wenn ich dann doch nicht wunschlos glücklich damit bin.
Viele "Negativpunkte" bemerkt man ja eigentlich nur wenn man wirklich miteinander vergleicht .. hat man ein Gerät über Stunden auf den Ohren, ist das einem ja gar net so präsent.
Allerdings hab ich zumindest festgestellt, das ich (bisher) mit dem ATH etwas weniger Musik am Stück gehört habe, wie mit dem Sony ... einfach weil die Höhen bei ner gewissen Lautstärke mit der Zeit etwas unangenehm werden können. Meine Ohren zumindest dröhnten wie nach nem Live-Konzert
Nattydraddy
Inventar
#22 erstellt: 13. Jan 2007, 03:47

cchris schrieb:
so, konnte eben mal mit nem Kumpel ein paar KH im direkten Vergleich testen:

Sony MDR-CD780
Sennheiser HD580
Audio Technica ATH-A900
Beyerdynamics DT990 Pro
...
Gibt es denn ne gute Alternative. Perfekt wäre natürlich ein Gerät was so fein und detailliert zeichnet wie der ATH, allerdings mit weniger Höhen, dafür mehr Mitten. Tieftöne sollten ähnlich präsent sein .. er sollte aber auch sehr viel Spass bereiten um damit ordentlich zu rocken.
Ich hatte heute eigentlich das Gefühl, das ich das Geld, das der ATH gekostet hat, besser in einen KHV investieren sollte.


Der DT880 hat weniger Höhen und mehr Mitten als der ATH900. Wenn du dir bei Jan Meier bestellst, kannst du auch die 32ohm Version bekommen. Dann brauchst du keinen KHV.

Als Spasskopfhörer gilt er allerdings nicht, das ist der ATH900. Dafür ist er aber schön detailiert.
a-lexx1
Inventar
#23 erstellt: 13. Jan 2007, 11:29
Also in der Preisklasse wird's wirklich eng bei grossen KHs, wenn man Deine Ansprueche beruecksichtigt.

Hast Du schon mal gute IEMs gehoert? Z.B. Shure E4? Die meisten Shure haben nicht so viel Hoehen, dafuer gute Mitten/Bass. Mit verschiedenen Aufsaetzen (gummi, silicon, schaumstoff, tripple) kann man seinen optimalen Klang ziemlich einfach finden. Unter Umstaenden benoetigen Shure aber EQ, um wirklich gut zu klingen.
Peer
Inventar
#24 erstellt: 13. Jan 2007, 14:10

Nattydraddy schrieb:


Der DT880 hat weniger Höhen und mehr Mitten als der ATH900. Wenn du dir bei Jan Meier bestellst, kannst du auch die 32ohm Version bekommen. Dann brauchst du keinen KHV.

Wenn das alles so einfach wäre

Über kleine Widerstände ist es viel schwieriger Spannungen aufzubauen, daher klingt er mit 32ohm eher bescheiden.
cchris
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 13. Jan 2007, 14:24
Von Shure kenne ich ehrlich gesagt nur die Mikros

Kommt der DT880 denn etwa an das ran was ich suche ? .. Hab stellenweise gelesen das er etwas nüchtern oder "langweilig" klingt. Wie ist denn der Tieftonbereich ?
Ich weiss zwar, das man ihn net annähernd mit dem 990Pro vergleichen kann .. aber das müsste innerhalb der gleichen "Produktreihe" schon ne zigfache Verbesserung sein um mir zu gefallen. Der 990Pro war echt ne Enttäuschung auf ganzer Linie.

Ich war von dem Musical Fidelity X-Can V2 ausserdem so begeistert, das ich sowieso darüber nachdenke nen KHV anzuschaffen.
Peer
Inventar
#26 erstellt: 13. Jan 2007, 14:26
Der DT880 wurde also als langweilig bezeichnet... soso...

Grober Unfug
cchris
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 13. Jan 2007, 14:28
Ich hab leider noch keinen gehört, darum frage ich ja. Die individuellen Meinungen gehen ja oft auseinander
kani
Stammgast
#28 erstellt: 13. Jan 2007, 15:12
Ich würde den DT880 als ausgewogen bezeichnen.

Allerdings, was nicht auf der CD drauf ist, das spielt er auch nicht. Das könnte bei den von dir primär gehörten CD's doch vllt etwas suboptimal sein.
Zwar kann man es sich natürlich anhören, aber wenn man weiß, wie es mit gutem Quellenmaterial klingt bleibt immer ein "schade, das geht doch besser"-Gefühl.
m00hk00h
Inventar
#29 erstellt: 14. Jan 2007, 02:17

cchris schrieb:
Kommt der DT880 denn etwa an das ran was ich suche ?


Nein, ich denke nicht. Der Bass des A900 war dir ja doch schon ziemlich wichtig, den wirst beim DT880 nicht finden.


cchris schrieb:
Ich war von dem Musical Fidelity X-Can V2 ausserdem so begeistert, das ich sowieso darüber nachdenke nen KHV anzuschaffen.


Ich denke, der X-Cans V2 ist nicht gerade ein "Muster-KHV". Das soll nicht heißen, dass er schlecht ist, im Gegenteil - von seinen Fähigkeiten ist er ein ausgewaschsener Verstärker. Aber: Er gehört definitiv zu den "Schönfärbern", ist ein sehr "warm" abgestimmter KHV.
Wenn du ihn magst OK, aber ich wollte nur vorwarnen, dass dir andere KHVs (vor allem Transistoren) eventuell nicht so einen deutlichen Unterschied aufzeigen...

m00h
cchris
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 14. Jan 2007, 14:41
ok, danke mooh

ich lasse den A900 momentan eh erst mal etwas einspielen. Hier im Forum wurde zwar öfters gesagt, das sich bei ihm da nicht viel tun wird, aber probieren geht ja bekanntlich über studieren.


aber ich wollte nur vorwarnen, dass dir andere KHVs (vor allem Transistoren) eventuell nicht so einen deutlichen Unterschied aufzeigen...


kannst du das ein wenig spezialisieren ? Ich habe mich bisher nie mit KHVs beschäftigt und daher auch kein bischen Hintergrundwissen darüber.
Gibt es auch "brauchbare" Geräte (auch im Hinblick auf den Preis) die sowas wie nen Equalizer mitbringen, um an "neutralen" Quellen den Klang etwas individuell anzupassen ?


[Beitrag von cchris am 14. Jan 2007, 14:41 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#31 erstellt: 14. Jan 2007, 16:39
Immer ganz bedächtig bleiben bei der KHV-Frage und angeblichen klanglichen Unterschieden. Manche Leute (u.a. unser mooh) haben ein spektakulär feines Gehör, was solche Dinge betrifft, was natürlich dann auch exorbitanten Qualitätsgeräten zu ebensolchen Preisen führt.

Nach meinem Dafürhalten ist es aber vielen anderen (>50%) aber unmöglich, Verstärkerklang akustisch aufzulösen. Also, bevor Du Dich auf Empfehlung eines Goldöhrchens zu solchen Ausgaben hinreißen läßt, solltest Du erstmal abklären, ob Du Goldohr oder Holzohr bist. Idealerweise begibtst Du Dich erstmal ans Probehören im Fachhandel, bei etwaigen Kumpels oder hier.
m00hk00h
Inventar
#32 erstellt: 14. Jan 2007, 16:51

Nickchen66 schrieb:
Nach meinem Dafürhalten ist es aber vielen anderen (>50%) aber unmöglich, Verstärkerklang akustisch aufzulösen.


Also meiner Erfahrung nach merken auch mehr oder weniger uninteressierte Leute den klanglichen Unterschied zwischen einem neutralen Transistorgerät und einem Röhren-"Effekt"-KHV wie dem dem X-Cans. Es klingt halt spektakulärer, fast so als wäre ein kleines bisschen die Loudness aufgedreht.


Nickchen66 schrieb:
Also, bevor Du Dich auf Empfehlung eines Goldöhrchens zu solchen Ausgaben hinreißen läßt, solltest Du erstmal abklären, ob Du Goldohr oder Holzohr bist.


Jetzt werde ich -schon wieder - indirekt als Goldohr bezeichnet. Das stimmt so einfach nicht...
Und ich denke, dass cchris mit seinen Kommentaren bereits bewiesen hat, dass er diese leicht effekthascherische Spielweise vom X-Cans hört und auch mag.

Ich wollte mit meinem Kommentar von oben nur andeuten, dass die Vorteile von Transistoren im ersten Moment unspektakulär erscheinen, wenn mit KHVs wie dem X-Cans vergleichen.
Beide haben den Kopfhörer einfach besser im Griff, machen größere Räume und genauere Umrisse, aber:
Beim Röhren-KHV werden diese Vorteile meist vom Röhrenklang überdeckt. Beim Transistor bleibt dann eben nur die gesteigerte Kontrolle (und alles, was das an positiven Eigenschaften mitbring), aber es ist nicht so auffällig, eine viel subtilere Verbesserung als die eines Röhren-KHVs (wenn es überhaupt eine Verbesserung ist, was sicher Geschmacksfrage ist).

m00h


[Beitrag von m00hk00h am 14. Jan 2007, 16:54 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#33 erstellt: 14. Jan 2007, 17:21

m00hk00h schrieb:
Und ich denke, dass cchris mit seinen Kommentaren bereits bewiesen hat, dass er diese leicht effekthascherische Spielweise vom X-Cans hört und auch mag.

Vermutlich hast Du Recht, aber ein Quertest zu einer Billigtranse würde auf keinen Fall schaden. Die X-Can hat natürlich den unbestreitbaren Vorteil, immer mal wieder ziemlich preiswert bei Ebay angeboten zu werden. Wenn aber wirklich explizit euphonischer Röhrensound gesucht wird, gibt es andererseits (angeblich) bessere Kandidaten als die X-Can, die (angeblich) relativ kühl für 'ne Röhre spielen soll.

m00hk00h schrieb:
Jetzt werde ich -schon wieder - indirekt als Goldohr bezeichnet.

Nö. Ganz direkt.

m00hk00h schrieb:
Also meiner Erfahrung nach merken auch mehr oder weniger uninteressierte Leute den klanglichen Unterschied zwischen einem neutralen Transistorgerät und einem Röhren-"Effekt"-KHV wie dem dem X-Cans.
Meine Erfahrung ist genau andersrum. Kann natürlich auch daran liegen, daß mein Umfeld älter (=tauber) als das Deinige ist.
m00hk00h
Inventar
#34 erstellt: 14. Jan 2007, 17:30

Nickchen66 schrieb:

m00hk00h schrieb:
Jetzt werde ich -schon wieder - indirekt als Goldohr bezeichnet.

Nö. Ganz direkt. :D





Nickchen66 schrieb:

m00hk00h schrieb:
Also meiner Erfahrung nach merken auch mehr oder weniger uninteressierte Leute den klanglichen Unterschied zwischen einem neutralen Transistorgerät und einem Röhren-"Effekt"-KHV wie dem dem X-Cans.
Meine Erfahrung ist genau andersrum. Kann natürlich auch daran liegen, daß mein Umfeld älter (=tauber) als das Deinige ist.


Das könnte natürlich ein Faktor sein...

Aber wie immer: Probieren geht über Studieren. Sollte ich mir vielleicht in die Sig schreiben...

m00h
a-lexx1
Inventar
#35 erstellt: 14. Jan 2007, 17:47
Den X-Can wuerde ich nicht unbedingt als Effekt-KHV bezeichnen, ist ziemlich neutral fuer eine Roehre. Ist eigentlich nicht mal reine Roehre, sondern ein Hybrid.

Die mitgelieferten Sylvania-Roehren koennen aber tatsaechlich effekthaschend klingen, sind wirklich keine guten Roehren.

Ueberhaupt klingen die ECC88 ziemlich neutral und nur dezent nach Roehre, da gibt es viel 'schlimmere'
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