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Günstige KH trotz hoher Ansprüche

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Autor
Beitrag
Klangdeich
Inventar
#1 erstellt: 14. Mai 2007, 10:38
Moin allerseits,

ich habe mich jetzt durchgerungen, mal nach einem ordentlichen Kopfhörer Ausschau zu halten, obwohl ich Musik lieber mit ein wenig Abstand (sprich Heimanlage oder Auto) genieße. Jedenfalls macht der Umstand, dass meine bessere Hälfte nicht gewillt ist, meinen Musikgeschmack zu teilen, einen Kopfhörer notwendig.
Da ich schon einen Funkkopfhörer von Sennheiser (Modell???) besitze, wollte ich zuerst nur einen günstigen, kabelgebundenen Zweitkopfhörer für Hörungen am PC und den Fall, dass der Akku des FKH ausgelutscht ist.
Nach längerem Lesen in diesem Unterforum kommt es mir jetzt aber so vor, als ob ich doch ein bisschen mehr investieren muss, um auch auf Dauer damit glücklich zu sein und den leidigen Kompromiss des Funks hinter mir zu lassen.

Jedenfalls habe ich schon Mal empfohlene Modelle der verschiedenen Preisklassen rausgesucht und weiß jetzt nicht, ob diese zu mir passen würden, bzw. was ich investieren müsste, um meinen Ansprüchen gerecht zu werden.


~30€:

Beyerdynamic DT-231
Sennheiser HD 201
Philips SBC HP 460
Audio Technica ATH-M20


<50€:

AKG K81/K518
Sennheiser HD 212 Pro
Koss R80
Audio Technica ATH-M30


<80€:

AKG K301 Extra/K530
Sennheiser EH 350
Sennheiser HD 485
Audio Technica ATH-D40fs
Audio Technica ATH-M40fs


<100€:

Alessandro MS1
AKG K240 Studio
AKG K141 Studio
AKG K171 Studio
Sennheiser HD 280 Pro


<130€:

Grado SR 60
AKG K271 Studio
Beyerdynamic DT-440
Sennheiser HD 555
Sennheiser HD 25


Man sieht, das ist eine bunte Mischung: Geschlossene und Offene, ohraufliegend und umschschließend...
Ich bin geplättet von der riesigen Auswahl, aber denke, dass ich nicht die aller schlechtesten raus gesucht habe.
Mein Problem ist jetzt, dass ich nicht weiß, was "das Richtige" für mich ist und hoffe auf persönliche Empfehlungen. Also nun mal was zu meinen Erwartungen:

maximales Budget:

Absolutes Maximum sind 130 € wenn's wirklich notwendig ist.


Musikgeschmack:

Hauptsächlich Metal (Power, Progressive, Thrash, Speed, Folk, Viking), aber auch guten Rock (z.B. Incubus) und Pop mit Gitarrenunterstützung (z.B. Jack Johnson).


Hörgewohnheiten:

Inzwischen mag ich eine neutrale Musikwiedergabe ohne nennenswerte Überbetonung. Übermäßig hervor stechende Höhen sind mir ein Graus. Sie sollten unaufdringlich, aber dennoch luftig und transparent sein. Der Mittelton sollte nicht untergehen und ausgewogen rüber kommen ohne merkbare Übergänge zum Hoch- oder Tiefton.
Der Bassbereich muss nicht bis in die tiefsten Schluchten gehen, dafür sollte er klar strukturiert und trocken wie die Wüste Gobi daher kommen.
Ganz weit getrieben schätze ich eine gute Bühnenstaffelung (sowohl in der Breite als auch in der Tiefe) und gute Ortbarkeit der Spielenden, aber damit habe ich wohl endgültig das gesetzte Budget mehr als gesprengt.
Also sag ich mal: Das erwarte ich von ordentlichen Heimboxen und versuche es im Auto hin zu bekommen.
Bei den Kopfhörern langt es, wenn es in die Richtung geht, da sie für mich ja nur eine Alternativlösung sind.
Was ich zum Staging geschrieben habe ist also zu vernachlässigen.


Umgebung:

Da liegt der Hund begraben!
Ich werde hauptsächlich in nicht allzu großem Abstand neben meiner fernsehenden Frau hören.
Deshalb ist ein Geschlossener, der nach Innen und Außen gut abschirmt, wahrscheinlich die beste Wahl für mich.
Ich weiß, offene gleicher Güte sind günstiger zu bekommen, aber was soll ich machen?!
Wäre ein Halboffener ein empfehlenswerter Kompromiss?


Equipment:

Älterer Technics Vollverstärker und noch älterer Philips CD-Spieler.


Ich hoffe ihr könnt einem erwartungsvollen Neueinsteiger helfen.


Gruß Klangdeich


[Beitrag von Klangdeich am 14. Mai 2007, 10:43 bearbeitet]
abalamahalamatandra
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 14. Mai 2007, 12:12
Geschlossen sollte es in diesem Fall sein. Es lohnt eventuell, sich mit dem HD 25-1, dem DT 231 und dem DT 250 zu beschäftigen.
Klangdeich
Inventar
#3 erstellt: 14. Mai 2007, 12:48
Warum gerade diese und nicht die anderen?
maggoliman
Stammgast
#4 erstellt: 14. Mai 2007, 13:05
Bei halboffenen bekommt man meiner Meinung nach trotzdem viel zu hören. Die Grados sind ganz offen und daher nicht für den Gebrauch neben der besseren Hälfte geeignet.

Denke mal es muss dann schon wie abalamahalamatandra geschrieben hat ein geschlossener sein.
hAbI_rAbI
Inventar
#5 erstellt: 14. Mai 2007, 13:15
Wo bekommt man denn bitte einen HD25 für weniger als 130€?
NoXter
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 14. Mai 2007, 13:27
Den HD25-SP bekommt man in der Preisspanne.
hAbI_rAbI
Inventar
#7 erstellt: 14. Mai 2007, 13:32
Soll der nicht richtig schlecht sein?
$ir_Marc
Inventar
#8 erstellt: 14. Mai 2007, 13:42
Hatte mal den 271 von AKG, hatte ihn für 99,- Europäer im Angebot online gefunden. An für sich ein guter Hörer nur für Metal wahrscheinlich eher langweilig.
abalamahalamatandra
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 14. Mai 2007, 13:58
Warum diese? Weil es geschlossen sein soll/muss und diese drei in Anbetracht der Ansprüche mir am interessantesten erscheinen und Dir eventuell am meisten Spaß machen. Soll auch nur eine Anregung sein, sich ein wenig in diese Richtung weiter zu informieren.

Richtig schlecht ist der SP nicht, aber eben auch nicht richtig gut. Klingt etwas aufgedunsen und unpräzise. Füllig-diffus, aber nicht unbedingt langweilig. Hatte allerdings auch den HD 25-1 vorausgesetzt, auch wenn der außerhalb des 130 Euro-Limits liegt.
Apalone
Inventar
#10 erstellt: 14. Mai 2007, 14:15

NoXter schrieb:
Den HD25-SP bekommt man in der Preisspanne. ;)


der HD 25 sp hat mit dem "normalen" 25er nichts zu tun! ist deutlich schlechter und nicht vergleichbar!

MArko
Klangdeich
Inventar
#11 erstellt: 14. Mai 2007, 14:37
Danke erst Mal für die vielen Antworten!

Nimmt man mal die Offenen und Halboffenen raus, dann bleiben noch diese:

~30€:

Beyerdynamic DT-231
Sennheiser HD 201
Philips SBC HP 460
Audio Technica ATH-M20


<50€:

AKG K81/K518
Sennheiser HD 212 Pro
Koss R80
Audio Technica ATH-M30


<80€:

Sennheiser EH 350
Audio Technica ATH-D40fs
Audio Technica ATH-M40fs


<100€:

AKG K171 Studio
Sennheiser HD 280 Pro


<130€:

AKG K271 Studio


>130€:

Sennheiser HD 25


Sind die Halboffenen AKGs K240 Studio und K141 Studio wirklich nicht ordenlich in ihrer Abschirmung?
Wie sieht es ansonsten mit den übrig gebliebenen bezüglich meiner Erwartungen aus? Ich befürchte die unter 50 € werden dem wohl nicht gerecht werden oder?
Habt ihr Erfahrungen mit dem Sennheiser EH 350 und den Audio Technica? Darüber habe ich nicht viel, aber dafür auch nichts Schlechtes gefunden.
Eine Aussage war, dass der EH 350 dem oft gelobten HD 485 ebenbürtig wäre.


Gruß Klangdeich


PS: Den "echten" HD 25 kriegt man anscheinend doch nicht für 130 €. Dachte ich hätte mal so was gelesen.
Nickchen66
Inventar
#12 erstellt: 14. Mai 2007, 16:47
Also ich würd' die Offenen wieder mit reinnehmen. Klar strahlen die was ab, aber wenn Du so laut hörst, daß sich Deine Umwelt beschwert, bist Du eh' gerade dabei, Deine Trommelfelle zu grillen. Offene klingen (fast) immer viel besser als gleich teure geschlossene, und bei Deiner verbleibenden Liste an Geschlossenen ist folgerichtig nichts wirklich schönes mehr mit dabei (den HD25-1 kannst Du Dir nicht leisten). Einen Geschlossenen braucht man, um sich selbst vor Störgeräuschen abzuschirmen (z.B. Bus & Bahn), und nicht um andere zu schonen.


Musikgeschmack:

Hauptsächlich Metal (Power, Progressive, Thrash, Speed, Folk, Viking), aber auch guten Rock (z.B. Incubus) und Pop mit Gitarrenunterstützung (z.B. Jack Johnson).


Hörgewohnheiten:

Inzwischen mag ich eine neutrale Musikwiedergabe ohne nennenswerte Überbetonung. Übermäßig hervor stechende Höhen sind mir ein Graus. Sie sollten unaufdringlich, aber dennoch luftig und transparent sein. Der Mittelton sollte nicht untergehen und ausgewogen rüber kommen ohne merkbare Übergänge zum Hoch- oder Tiefton.
Der Bassbereich muss nicht bis in die tiefsten Schluchten gehen, dafür sollte er klar strukturiert und trocken wie die Wüste Gobi daher kommen.
Ganz weit getrieben schätze ich eine gute Bühnenstaffelung (sowohl in der Breite als auch in der Tiefe) und gute Ortbarkeit der Spielenden, aber damit habe ich wohl endgültig das gesetzte Budget mehr als gesprengt.


AKG K530 oder der MS1. Ersterer hat mehr Bühne, letzterer mehr Seele & Punch. Ich rate zum MS1.
kani
Stammgast
#13 erstellt: 14. Mai 2007, 17:57
Wobei es aber sehr nervig sein kann, die ganze Zeit den Fernseher mitzuhören, wenn man eigentlich grade Musik hören möchte...

Ob das nun störend ist, kann man halt nur selber feststellen. Obs nervt, oder nicht hängt natürlich von vielen Faktoren ab (Art, Hörlautstärke, Umgebungslautstärke)
lini
Inventar
#14 erstellt: 14. Mai 2007, 18:26
Klangdeich: Wenn's zur Not auch 140 Euro sein dürften, schiene mir der Beyerdynamic DT250/250 eine Empfehlung wert. Oder vielleicht erst mal ganz günstig einsteigen - dann wär mein Tipp der Creative HQ-1300 für rund 20 Euro.

Grüße aus München!

Manfred / lini
malchuth
Stammgast
#15 erstellt: 14. Mai 2007, 19:24
na fehlen in der Liste nicht mal wieder die Ultrasones?
Klangdeich
Inventar
#16 erstellt: 15. Mai 2007, 09:51
Moin!

@malchuth:

Taugen denn die Ultrasone HFI-550 schon was?
Darüber wird's ja schon recht teuer, wobei der 650er ja ein Guter sein soll.

Die Offenen kommen jedenfalls nicht wieder auf die Liste. Basta!
Das gegenseitige Stören empfinde ich da als enorm.
(Mein jetziger Sennheiser HDR 45 ist offen).

Die Halboffenen wären da ein Kompromiss und ich habe im AKG K240S meinen ersten Favoriten.
Hat jemand Erfahrungen wie gut die abschirmen?
Ansonsten wären der K171S und der K271S Alternativen.
Wie schaut es mit dem K301Xtra/K530 aus? Ist der halboffen oder offen? Auf der AKG Seite steht beides.

Sennheiser habe ich jetzt Mal außen vor gelassen, weil die ja eher für ihre guten Offenen bekannt sind. Gute geschlossene Sennheiser für unter 130 € gibt es wohl nicht. Die Meinungen zum HD280Pro sind ja eher durchwachsen.
Auch die Beyerdynamics fangen erst bei ca. 140 € an (DT-150/250/660/770Pro).
Zu den günstigen Audio Technica gibt es leider nur sehr wenig Informationen.

Zur Zeit winkt der Zaunpfahl also zu einem AKG.
Mal schauen, ob ich die hier irgendwo hören kann.


Gruß Klangdeich
sai-bot
Inventar
#17 erstellt: 15. Mai 2007, 10:02

Klangdeich schrieb:
Die Halboffenen wären da ein Kompromiss und ich habe im AKG K240S meinen ersten Favoriten.
Hat jemand Erfahrungen wie gut die abschirmen?

Hab hier immer noch den K240M rumfliegen - Abschirmung ist nicht wesentlich besser als bei nem offenen! Kein Vergleich zu einem A900 - und selbst der ist keine Isolationsoffenbarung. Für deine Anforderungen ist der vermutlich nix. Ich hatte das Problem auch ne lange Zeit (Musikhören in dem Zimmer, in dem andere fernsehen), da hat mir der A900 gute Dienste geleistet. Ist für dich aber höchstens gebraucht erschwinglich und du bekommst besseres in offener Bauweise.

Ganz andere Richtung: extreme Isolationstalente sind IEMs. Für 130 Euro bekommst du evtl. mal die E4 - ich hab meine zu diesem Preis erstanden. Mir gefallen sie von der Abstimmung deutlich besser als die A900, klar machen die keine Riesenbühne, aber der Sound ist bei richtigem Sitz ausgezeichnet und du bekommst ja jede Menge Aufsätze dabei - irgendwas sollte in deine Ohren passen, Ratschläge erteilt der High-End-In-Ear-Thread. Von der Auflösung her würde ich den E4 auch irgendwo beim A900 ansiedeln, wenn nicht besser. Und vom Fernseher hörst du garantiert absolut nichts!
xTr3Me
Inventar
#18 erstellt: 15. Mai 2007, 10:03
Zum AKG 240 Studio kann ich dir wenn alles klappt heute, spätestens aber morgen was sagen. Ich hab ihn mir gestern bestellt und er wurde auch gestern verschickt. Schätze aber dass er eher morgen als heute kommt da der Ebay laden das afaik von GLS abholen lässt. Dann dauert es immer etwas länger.

greetZ,
xTr3Me
$ir_Marc
Inventar
#19 erstellt: 15. Mai 2007, 10:14

Ansonsten wären der K171S und der K271S Alternativen.

Ich hatte zwar versucht zu erklären, dass der 271 keine echte Alternative ist....
audiophilanthrop
Inventar
#20 erstellt: 15. Mai 2007, 11:05

lini schrieb:
Oder vielleicht erst mal ganz günstig einsteigen - dann wär mein Tipp der Creative HQ-1300 für rund 20 Euro.

Wobei der (a) nicht gerade der leichteste ist und (b) denkbar inkompatibel mit auch nur annähernd abstehenden Ohren. Klanglich fand ich ihn auch nicht besser als den Philips SHP805. Da ist der DT231 schon um Welten bequemer, von einem ausgewogenen Frequenzgang würde ich aber auch dort nicht wirklich reden.
cosmopragma
Inventar
#21 erstellt: 15. Mai 2007, 13:04
Da du ja hier zu Kompromissen genötigt wirst kannst du eigentlich von deiner Holden erwarten, dass sie dir da was entgegenkommt.
Also darf sie dann mit dem FunkKH fernsehen und du bist in der Wahl deines KH vollkommen frei.
Zur Not auf das Antidiskriminierungsgesetz hinweisen.Auch Metalhörer haben heutzutage Rechte, selbst wenn sie Männer sind .......

Im Ernst, bei mir funktioniert das sehr gut.Ich hab so eine Philips Dolby Headphone-Kiste für Movies und einen ordentlichen DrittKHV für ihre Musik.FunkKH hab ich allerdings verkauft, da meine Freundin auf den Geschmack hochqualitativer KH gekommen ist.Sie hört jetzt Soundtrack oder ihre Musik wahlweise über einen geschlossenen Denon D2000 und ist happy damit, und ich kann mit meinem high-end Krempel hören.
Ich hab allerdings auch Glück mit meiner.Sie hat in unserer letzten Wohnung im Sommer sogar mit Ohrstöpseln geschlafen, damit ich im Nebenraum in beliebiger Lautstärke nachts mit dem K1000 hören konnte.Doch doch, der ist so laut, dass ein empfindlicher Schlaf gestört werden kann, wenn man es mal richtig krachen lässt mit voll geöffneten Flügeln.
In unserer jetzigen Wohnung ist das aufgrund des anderen Schnittes nicht mehr nötig.

Sollte deine Ehe aber nicht so sehr von gegenseitigem Respekt geprägt sein stehst du ziemlich im Dunkeln.
Dann darfst du dir IEMs tief in die Ohren rammen, denn das ist das einzige was hilft, um über Lautsprecher wiedergegebene Seifenopern wirkungsvoll auszublocken.
IEMs sind IME sowieso nicht so toll was das Preis/Leistungsverhältnis betrifft.Vor allem zeigen sie eine wirklich lausige Bühnendarstellung, dagegen sind ja Grados noch Spitze.

In deiner Preisklasse habe ich da gar keine Erfahrung.Meine preisgünstigsten IEMs waren Etys für ca. 250 Euronen.Also, ich jedenfalls höre lieber mit 20 Euro Koss wenn ich die Isolation nicht brauche als mit IEMs, aber ich hasse die Dinger auch regelrecht, da musst du Leute fragen, die damit zurechtkommen.

Die preisgünstigen geschlossenen KH die ich ausprobieren konnte und die einigermassen isolierten waren auch alle vom Sound her grauenhaft.Wer weiss, vielleicht bringt es der AT 900 ja einigermassen.Den kenn ich nicht.Müsstest du allerdings grau importieren.Kein deutscher Vertrieb AFAIK.

Einen Vorteil haben IEMs aber auf jeden Fall für diejenigen, die mit einer schlimmen Zicke zusammenleben :
rein mit den Dingern und du hörst die Nervensäge einfach nicht mehr.
xTr3Me
Inventar
#22 erstellt: 15. Mai 2007, 13:28
Naja wir wollen ja hier nicht über Frauen diskutieren -.-

Also mein AKG 240 S ist gerade gekommen. Im Moment steckt er am Technics SU-V7. Er macht sich wirklich nicht schlecht.

Bass: Tief. Sehr Tief - Ich kann sogar Hardstyle damit hören. Also echt.. hammer. Das schaffen meine Altos nicht. Das ging früher nur mit Subwooferunterstützung. Neutral ist der Bass aber nicht. Würde schon sagen dass er _etwas_ überbetont. Aber natürlich nicht so krass wie zB der HD 485. Der "findet" ja in jedem Lied den Bass..


Mitten und Höhen editiere ich noch weiteres dazu.

Jedenfalls kann man soweit sagen, dass die Höhen anfangs etwas aggressiv kamen. Kam mir etwas komisch vor. Aber nur minimal. Dann hab ich den Höhen Regler um eins runter gedreht und dann ging es.
Bei der nächsten Aufnahme waren die Unangenehmen Höhen wieder weg und ich konnte auf DirectSource umstellen.

Wie gesagt: weiteres wenn ich nicht nur 30 mins damit gehört habe..



greetZ,
xTr3Me


[Beitrag von xTr3Me am 15. Mai 2007, 13:55 bearbeitet]
malchuth
Stammgast
#23 erstellt: 15. Mai 2007, 13:36
die HFI 550 habe ich noch nicht gehoert und kann deswegen auch nicht sagen wie gut die sind. Einige aeussern sich lobend darueber, andere finden sie weniger gut. Selber anhoeren macht (nicht nur) in diesem Fall klug.
Der_Hannes
Stammgast
#24 erstellt: 15. Mai 2007, 15:37
Also wenn es um unter 100€ geht, hab ich heute folgende Erfahrung gemacht: Den AKG K530 und Sennheiser 1,5 Stunden probegehört und festgestellt, dass der Bass beim K530 sehr kurz kommt... oder seeehr neutral wiedergegeben wird, um hier keine Wertung miteinfließen zu lassen. Da du ja Metal/.../.../... hörst, weiß ich nicht, ob du das mögen würdest. Außer das ist genau das, was du mit der Wüste Gobi oben meintest... also verwischen oder rum"kotzen" wird der Bass beim K530 bestimmt nicht. Ich habe auch ein ziemliches Metall-Brett getestet (James Labrie von Dream Theater)... es könnte natürlich sein, dass du noch lauter hörst als ich probegehört habe...

In meinem Thread habe ich darüber berichtet

KH unter 100€ - mein Thread

Jedenfalls: Falls du aus dem Ruhrpott kommst, kannst du zu Media-Markt Essen fahren und den allerletzten Ladenhüter Sennheiser HD580 für 99€ bekommen (damals 180). Ich habe den vorletzten genommen, weil der einfachmehr Volumen untenrum hat, weniger schneidend in der Brilliance ist etc... Ich weiß aber nicht, wie das zu deiner Musik und deinem Geschmack passt, das Angebot ist jedenfalls genial, neu und mit voller Garantie.

Gruß, Hannes
Nickchen66
Inventar
#25 erstellt: 15. Mai 2007, 16:39
Huch, der Marc ist ja wieder dabei...lang ist's her...
lini
Inventar
#26 erstellt: 15. Mai 2007, 16:43

Klangdeich schrieb:
(...) Sind die Halboffenen AKGs K240 Studio und K141 Studio wirklich nicht ordenlich in ihrer Abschirmung? (...)


Zu K141M/S kann ich nichts sagen, denn die gehören für meine Ohren zu den unbequemsten Hörern überhaupt. K240M/DF/S dämpfen ein bisschen, aber nicht eben viel - nach meinem persönlichen Schätz-o-Meter vielleicht 3 - 6 dB.

Allerdings dürfte der K240S ohnehin Deinem Wunsch nach trockener Basswiedergabe nicht unbedingt entsprechen (ich würd ihn eher als körperhaft und durchaus füllig bezeichnen; überhaupt klingt der K240S eher nach etwas zu großen Lautsprechern in einem recht stark bedämpften Raum. Das kann man durchaus mögen (ich mag's sehr :)), zumal das Ding in Verbindung mit seinem sanften Höhenabfall eigentlich immer recht anheimelnd klingt, ist aber nichts für Fans eher analytischer Wiedergabe, die nach maximaler Transparenz und Schlackenlosigkeit suchen - in diese Ecke fallen eher Modelle wie Beyerdynamic DT880/831/931, AKG K400/500/401/501, diverse Grados... Außerdem würd ich den K240S nur ungern für den Betrieb ohne Kopfhörerverstärker empfehlen: Für meine Ohren klingt er an höheren Ausgangsimpedanzen etwas krumm.

Entsprechend schiene mir - obwohl der K240S seit ein paar Jahren mein Favorit ist - für Deine Anwendung eher der Beyerdynamic DT250/250 geeignet...

Grüße aus München!

Manfred / lini
xTr3Me
Inventar
#27 erstellt: 15. Mai 2007, 18:33
Hallo Lini!

Ich bin seit heute Besitzer des AKG 240S!

Die Dämpfung ist ok aber sicherlich nicht im inEARS zu vergleichen.. aber für den Heimgebrauch mehr als ausreichend!

Die Basswiedergabe ist etwas warm das stimmt aber nicht zu warm als dass sie schon wieder an Detail verliert und schwammig wirkt.
Das mit den Höhen stimmt auch. Ich finde das bei einem KH aber eher angenehm, da ich es nicht mag wenn mir die Höhen so ins Ohr kreischen.
Ist halt wieder einfach alles subjektiv.

Noch was zum Bass: Meine Mum + Sis haben das Teil heute auch schon ein wenig Probe hören können und beide meinten, dass der KH den Bass überbetont. Dazu muss man sagen, dass meine Mum sehr viel Erfahrung hat was HIFI betrifft.. also ich denke das kann man so stehen lassen..

Bin dann mal gespannt wenn der Btech morgen kommt. Als erstes wird der ToneRegler entfernt und dann gleich mal testen ob man einen Unterschied merkt *g*

greetZ,
xTr3Me
$ir_Marc
Inventar
#28 erstellt: 16. Mai 2007, 08:08

Nickchen66 schrieb:
Huch, der Marc ist ja wieder dabei...lang ist's her... :)

Lang nicht gelesen und doch wiedererkannt!
Klangdeich
Inventar
#29 erstellt: 16. Mai 2007, 08:24
Ohlala,

da ist ja in der Zwischenzeit einiges zusammen gekommen.
Ich versuche mal alles geordnet zu kommentieren:


sai-bot schrieb:

Hab hier immer noch den K240M rumfliegen - Abschirmung ist nicht wesentlich besser als bei nem offenen!

Ganz andere Richtung: extreme Isolationstalente sind IEMs.


Ich werde mal schauen, ob ein Laden in der Gegend AKG führt. Dann kann ich die Isolation und den Klang von den Halboffenen mal testen. In-Ears oder IEMs möchte ich nicht.
Das entspricht irgendwie nicht meinem Typ.
Die A900 scheiden aus, da es schon was ungebrauchtes sein soll.


@xTr3Me:

Danke für Deine Einschätzung zum K240S!



$ir_Marc schrieb:

Ich hatte zwar versucht zu erklären, dass der 271 keine echte Alternative ist....


Ja, das hast Du!
Allerdings ist die Wahrnehmung von Musik eine sehr subjektive Angelegenheit. Das was Du als langweilig bezeichnest könnte mir vielleicht gefallen.
Hören hilft!


@lini:

Danke für Deinen Denkanstoß, aber ich denke es ist besser für mich, gleich mit etwas "Vernünftigem" zu beginnen.
Ich möchte nicht alle Nase lang Neue kaufen.

Zu Deiner Beschreibung der halboffenen AKGs möchte ich sagen, dass der 141er wohl keine wirkliche Alternative ist.
Der K240S wird fast überall gelobt und kostet nur wenig mehr. Ob sie mir gefallen werd' ich hören. Ich möchte ja keinen analytischen Klang, sondern eine ausgewogene Wiedergabe. Im großen und Ganzen könnte mir der K240S jedenfalls gefallen.
Die Beyerdynamic DT-150/250/660/770 kommen mit auf die Liste, wenn es über 100 € geht.
Die AKG K400/500/401/501 und Grados sind ja leider offen.
Den Hinweis auf den KHV werde ich beachten.


@audiophilanthrop:

Bei den ganz Günstigen ist der DT-231 mein Favorit, aber so wie's aussieht wird es teurer.


cosmopragma:

Sehr amüsant Dein Beitrag!
Mehr Rechte für Metaller!
Vielleicht kann die IG-Metall da helfen?!?

Nur damit kein falsches Bild entsteht:
Ich habe keine Toleranzprobleme mit meiner Frau und eine Zicke ist sie überhaupt nicht.
Ich möchte nur genauso rücksichtsvoll sein wie sie und selbst nicht gestört werden. Quergestreutes Quasseln bei leisen Passagen ist einfach grausam.

Zu den IEMs und den A900 habe ich ja schon was geschrieben.


@malchuth:

Mal schauen, ob's die Ultrasones hier irgendwo gibt.
Die HFI-550 passen grad noch so in den Preisrahmen.


@Der_Hannes:

Danke für deine Erfahrungen mit dem K530.
Ich lasse ihn mal mit auf der Liste. Gucken kostet ja nichts.
Danke auch für den Tipp mit den 580ern.
Deinen Beitrag zu Unter100ern guck ich mir mal an.


Ich hoffe ich habe niemanden überlesen.



Gruß Klangdeich
$ir_Marc
Inventar
#30 erstellt: 16. Mai 2007, 08:29
Das lustig am 271 ist gewesen, hab ihn ja für 99 Eulen bekommen und er ging weg für 101,50 bei dem bekannten Auktionshaus, dessen Namen ich sinnloser Weise nicht nennen möchte.
lini
Inventar
#31 erstellt: 16. Mai 2007, 15:02
Klangdeich: Mal ein paar Modelle anzutesten, ist sicher keine dumme Idee, denn dann hängst Du nicht mehr gar so in der Luft und kannst die Beschreibungen anderer besser einsortieren respektive Deiner eigenen Wahrnehmungsskala anpassen.

Würde mich aber dennoch nicht überraschen, wenn Dir der K240S untenrum zu füllig wäre. Daher auch die Empfehlung, mal den DT250/250 zu checken, denn der spielt zwar schon deutlich neutraler, liegt aber immer noch auf der groovigen Seite des Spektrums. Vom DT770 kenn ich nur die etwas ältere Variante (Pro/250) - gefällt mir gar nicht: Für meine Ohren im Bass nun wirklich extrem überbetont, danach ein ziemlich großes Mittenloch und erst weiter oben wieder deutlich ansteigend - ein sehr ausgeprägter Schüssel-Frequenzgang. Erschwerend hinzu kommt ein für mein Empfinden schon recht unbequem hoher Anpressdruck. Den DT660 hab ich nie versucht, würde ihn jedoch aufgrund der Erfahrungen mit dem DT440 (nur mäßig bequem, weil ziemlich schwer; nicht eben hochwertiges Plastikmaterial am Bügel; vom Klang ähnlich dem Sennheiser HD 595, aber teils etwas spitz im Brillianz-Bereich) eher nicht empfehlen. Den DT150 hingegen kenn ich zwar auch nicht, aber rein gefühlsmäßig würde ich da auf DT250/250-ähnlichen Klang mit etwas geringerer Präsenz im Mittenbereich und etwas mehr Bassvolumen & -tiefe tippen. Dürfte außerdem bequemer sein als der DT660 und robuster sowieso. Und einen K271S hab ich zwar auch, aber der klingt für meine Ohren arg krumm und so gar nicht nach dem, wie ihn die meisten anderen beschreiben, sodass ich fast vermute, einen erwischt zu haben, der nicht ganz in Ordnung ist...

AKG K40x/50x und "diverse Grados" hab ich übrigens nur als Beispiele für eher analytische, helle Abstimmung genannt, damit Du meine Einsortierung besser einschätzen kannst. Empfehlen würd ich Grado-Hörer hierzulande ohnehin eher nicht, weil zu teuer und dafür auf jeden Fall zu schlecht verarbeitet, aber potentiell auch zu unbequem.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Klangdeich
Inventar
#32 erstellt: 16. Mai 2007, 15:36
Moin lini,

über den DT-660 habe ich noch einen interessanten Bericht aus dem Head-Fi-Forum gelesen oder besser gesagt einen Vergleichstest von 15 geschlossenen. Dort hat er neben dem 250/250, K271S und HD-25-1 sehr gut abgeschnitten.
(Und noch andere, die weit über meinem Budget liegen.)
Zum Ultrasone HFI-650 stand da, dass er einen sehr präsenten Hochton hat. Stimmt das bzw ist das herstellertypisch?

Wie auch immer, Versuch macht kluch.
Ich werd mal auf die Pirsch gehen.

Danke an alle für die nette Unterstützung.


Gruß Klangdeich
lini
Inventar
#33 erstellt: 16. Mai 2007, 18:02
Sorry, Klangdeich,

zu den jüngeren Ultrasones kann ich gar nichts sagen - ich hatte da nur mal den älteren HFI-2000 in den Fingern, und der schien mir fürs Gebotene um einiges zu teuer: kein schlechtes Modell für Leise-Hörer, weil sehr artikuliert, aber schon in leicht gehobener Lautstärke eher nervig klingend & klirranfällig und noch dazu eher mäßig verarbeitet; und die S-Logic-Geschichte ging an meinen Ohren auch eher spurlos vorüber.

Allerdings könnte und sollte sich da einiges getan haben - unter anderem auch durch einige neue Leute dort - der damals (~ 2001) recht neu eingestiegene Presse-Kontakt war mir jedenfalls nicht wirklich bös, dass ich den 2000er nicht eben gelungen fand. Dennoch war ich bislang nicht wirklich versucht, eines der jüngeren Modelle zu probieren: Grund ist die Kopfbügel-Konstruktion (praktisch baugleich mit der des Sennheiser HD 280 und Beyerdynamics DT440/660/860) - die find ich insbesondere angesichts des nicht eben geringen Gewichts zu windig (das Plastik bricht beziehungsweise reißt gern, besonders im Bereich der Schrauben...) und der Preisklasse nicht angemessen: m.E. ein deutlicher Rückschritt gegenüber den älteren DT531/831/931...

Abermals Grüße aus dem Süden der Republik!

Manfred / lini
Klangdeich
Inventar
#34 erstellt: 01. Jun 2007, 11:38
Moin allerseits!

Nach längerer Abwesenheit bin ich endlich (um einige Hörerfahrungen reicher) wieder da.
Vorweg möchte ich sagen, dass ich nun verstehe, warum ihr immer von deutlichen Klangunterschieden bei Kopfhörern sprecht, denn die sind nicht von der Hand zu weisen.
Selbst der Taubste sollte das merken.

So, jetzt aber zu meinen Hörerfahrungen:

Zuerst war ich bei einem (sogenannten) Fachhändler, der mir aber leider nur wenig zum Hören anbieten konnte.
Die erhofften K240S und K271S waren nicht da, stattdessen der kleinere K171S und ein DT-770Pro.
Den Beyer hab ich als erstes probiert und schon wusste ich welchen Kopfhörer(typ) ich nicht haben will!
Das war einfach nur grausam, die allgemein zu lesenden Beschreibungen treffen vollkommen zu. Badewannen-Klang par excellence. So gut wie keine wahrnehmbaren Mitten, dafür aber nervig zischelnde, überpräsente Höhen und dazu ein Bass, der mich schwach werden lässt. Nicht vor Freude, nein vor Grauen. So etwas schwammig, wummerigen habe ich noch nicht erleben müssen.
Also ab mit der Schleuder und den AKG auf. Was für eine Wohltat. Ich möchte nicht behaupten, dass er der optimale Hörer für mich ist, dafür fehlen die Vergleichswerte, aber im Vergleich zum DT-770Pro tat es einfach nur gut zurückhaltende Höhen, einen strukturierten Bass und auch Mitten zu hören. Vial ausgeglichener, aber leider war da ja auch schon Schluss mit Probehören. Jedenfalls in diesem Laden.
Da mir das bei Weitem nicht genügte und ich keinen anderen "Fachhändler" in der Nähe kannte, ging es ab zum M-Markt. Dort waren die Hörbedingungen zwar ungleich schlechter, aber zumindest war einiges an Auswahl da:

Sennheiser HD 215
Sennheiser HD 485
Sennheiser HD 555
AKG K 301/530
AKG K 141 Studio
AKG K 271 Studio

und noch einige andere, die aber von vornherein nicht in Frage kamen.
Der HD 215 war mir bisher unbekannt, aber der optische Eindruck eines hochwertig verarbeiteten Kopfhörers brachte mich dazu ihn anzutesten. Dann kam das dicke Ende, denn dieser Hörer scheint allein für die Augen und nicht für die Ohren gebaut worden zu sein. Blechern hallend mit agressiven Höhen. Wer damit zufrieden ist kann auch getrost zu Muttis Kochgeschir greifen. Dann noch einen großen Löffel zum Topfschlagen und man hat eine gleichwertige Ohrenfolter. Damit wäre er der zweite schlechte des Tages.
Darum schnell gewechselt zu K301 und es tat wieder gut, ähnlich wie beim ersten Händler.
Zum Vergleich gab's dann mal den HD 485, obwohl er offen ist. Ich wollte einfach Mal wissen, was so ein hochgelobter Offener besser/anders macht und ich muss gestehen, ich war zu aller erst überwältigt von der Fülle und Dynamik, die mir da entgegen sprang.
Ein Wechsel zum HD 555 war eher ernüchternd, denn er machte vieles schlechter und nichts besser trotz Aufpreis.
Dann also zu den "großen" AKGs, die ich mir extra bis zum Schluss aufgehoben habe. Zuerst war der 141er an der Reihe und ich fühlte mich an den gerade gehörten HD 485 erinnert.
Sehr dynamisch und drängend. Ein Quervergleich mit dem Sennheiser zeigte jedoch, dass der AKG einiges besser macht. Mir fielen beim HD 485 recht spitze, überzogene Höhen, ein weniger präsenter Mittenbereich und ein Quentchen mehr Bass auf, wo der AKG gelassener und auch musikalischer zu Werke geht. Beide gehen ab wie Schmitz Katze, aber den AKG fand ich eher groovig, während der Sennheiser versucht sich die Gunst des Kunden durch (noch) mehr Effekte zu erhaschen.
Soweit so gut, jetzt hat die Stunde des K271S geschlagen.
Mit großen Erwartungen setzte ich ihn auf, doch die Enttäuschung folgte sogleich. Natürlich war es nicht wieder so ein Schreckgespenst wie der HD 215 oder DT-770Pro, aber nach den beiden Vorgängern kam da doch reichlich wenig. Es dauerte eine Zeit bis sich meine Ohren aklimatisiert hatten doch dann wurde es immer besser. Der Bass ist in der Tat ein wenig Schwachbrüstig, aber wenn wirklich welcher da ist, dann kommt er auch und zwar so wie ich ihn mag: Sauber, klar konturiert und trocken. Nicht so boomig wie beim 141 oder 485.
Zudem bietet der 271 eine bessere Bühnenabbildung, mehr Feinzeichnung und die AKG-typisch ausgeprägten Mitten.
Ein echter Feingeist, der Töne hervor bringt, die andere Verschlucken bzw. mit Übertreibungen überspielen.
Dieses Erlebnis nahm ich zu Anlass noch einmal zum K301 zu greifen. Jetzt, nachdem HD 485 und K 141 als Effekthascher enttarnt waren, gefiel er klanglich auch richtig gut.
Der Bassbereich ist besser ausgeprägt als beim 271 ohne dabei zu übertreiben, die Mitten sind sehr deutlich, aber nicht ganz so ausgeprägt und die Höhen genau so sanft wie beim großen Bruder. Bei Detailreichtum, Staging und Räumlichkeit fand ich den 271 wieder besser.
Alles in allem also der Ausgewogenste im Test mit kleineren Defiziten, nur die Materialqualität lässt doch sehr zu wünschen übrig. Ich hatte irgendwie so ein Gefühl von zwei halben, übergroßen Plastikeiern am Kopf. Zudem ist er halboffen. Auch die Sennheiser konnten mich bezüglich der Anfassqualität nicht wirklich überzeugen, da bieten die größeren AKGs doch deutlich mehr.

Fazit:
Das Ganze ist wohl eher kein repräsentativer Test. Dafür waren es zu wenig Testkandidaten und Zeit, suboptimale Umgebung usw. Eine persönliche Einschätzung der von mir gewünschten Ausprägung eines Hörers konnte ich so aber ausmachen:
Der K301 und der K271 gefallen mit natürlicher Wiedergabe. Alle anderen gehörten fallen aus verschiedenen Gründen aus. Aufgrund der besseren Verarbeitung, noch feinerem Klang und nicht zuletzt der geschlossenen Bauweise hat der K271 die Nase vorn. Ich erhoffe mir eine etwas kräftigere Basswiedergabe im heimischen Wohnzimmer ohne an Präzision zu verlieren (im Laden war er auch mit Abstand am leisesten eingestellt), dann passt er genau zu mir. Nur die angehobenen Mitten könnten auf Dauer ein Problem werden, man wird hören.
Sollte ich irgend etwas auszusetzen haben, dann werde ich noch mal einen Blick auf den DT-250/250 werfen, der als Geschlossener dem K301 am Nächsten kommen soll.


Gruß Klangdeich
m00hk00h
Inventar
#35 erstellt: 01. Jun 2007, 11:55
Hey, gar nicht mal schlecht für einen "Anfänger".

Das meiste kann ich so absolut unterschreiben.
Allerdings empfinde ich den K301 im direkten Vergleich mit dem K271S als den insgesamt besseren, das mag aber eventuell auch an den besseren Zuspielern liegen.
Ich würde z.B. dem K271 nicht die "goldenen AKG-Mitten" attestieren, haben diese ihren "legendären" Ruf doch eher durch die offenen Modelle von AKG erlangt.
Der K301 ist da IMHO näher dran, der K271 trägt im Grundton zu dick auf und klingt einen Tick zu wenig präsent.
Das nur als Ergänzung aus meiner Sicht.

Was mich besonders freut ist, dass du nicht auf den HD555 "hereingefallen" bist.

Ach und entschuldigen möchte ich mich auch gleich, denn es wird die Zeit kommen, da du den K271 durchschauen wirst und dich zu höherem berufen findest. Und das tut mir jetzt schon leid für dich.

m00h
Klangdeich
Inventar
#36 erstellt: 01. Jun 2007, 12:12
Ich glaube bei Kopfhörern in dieser Preisklasse muss man einen Tod sterben und mit diesem kann ich wohl am besten leben.
Also ich mein den K271!

Nächste Woche mehr (nach ausgiebigen Hörungen)


Gruß und schönes Wochenende
m00hk00h
Inventar
#37 erstellt: 01. Jun 2007, 12:23
Ordentlich Einspielen nicht vergessen.
(Die Abschaltautomatik muss ausgetrickst werden!)

m00h


[Beitrag von m00hk00h am 01. Jun 2007, 12:24 bearbeitet]
Klangdeich
Inventar
#38 erstellt: 04. Jun 2007, 08:08
Moin,

jetzt hab ich auch mal Zeit etwas ausführlicher zu schreiben:


m00hk00h schrieb:
Hey, gar nicht mal schlecht für einen "Anfänger". :)


Was heißt denn hier Anfänger?!?
Ich bin zwar Neuling beim Kopförerkauf, aber ich habe mich eigentlich schon immer mit Musik (wenn man das alles so nennen kann) und seit einiger Zeit mit dessen Wiedergabe beschäftigt. Da kommt doch schon wenig Hörerfahrung zusammen und wenn man weiß, worauf man achten muss, dann macht es keinen so großen Unterschied, ob man die Lautsprechen vor sich oder direkt an der Rübe hat.



m00hk00h schrieb:

Das meiste kann ich so absolut unterschreiben.
Allerdings empfinde ich den K301 im direkten Vergleich mit dem K271S als den insgesamt besseren, das mag aber eventuell auch an den besseren Zuspielern liegen.


Da sag ich jetzt mal nichts zu...
Da könnte ich nur Halbwahrheiten verbreiten, denn um das beurteilen zu können, reicht mein "Test" wirklich nicht aus.
Wenn man mit unterschiedlichem Equipment, verschiedenen Musikstücken (die man genauestens kennt) und viel Zeit testet, dann wird vielleicht ein Schuh draus.



m00hk00h schrieb:

Ich würde z.B. dem K271 nicht die "goldenen AKG-Mitten" attestieren, haben diese ihren "legendären" Ruf doch eher durch die offenen Modelle von AKG erlangt.
Der K301 ist da IMHO näher dran, der K271 trägt im Grundton zu dick auf und klingt einen Tick zu wenig präsent.
Das nur als Ergänzung aus meiner Sicht.


Na gut, dann halt die silbernen Mitten!
Ich meinte auch eher, dass beim 271 die oberen Mitten teils stark in den Vordergrund rücken, wenn man drauf achtet, so wie es AKG-Hörern nachgesagt wird.
Vergleichswerte habe ich ja nicht viele.
Der K301 spielt da jedenfalls luftiger, ich denke das ist gemeint oder?



m00hk00h schrieb:

Was mich besonders freut ist, dass du nicht auf den HD555 "hereingefallen" bist.


War nicht schwer, hat mir nicht gefallen und schon stand er wieder im Regal!
Ich hab ihn ja nach dem Reißer 485 probiert und konnte ihm wirklich nichts abgewinnen. Keine hörbar besseren Details oder Bühne oder, oder. Einfach langweiliger.
Die AKGs klangen im Vergleich zwar auch erst ziemlich staubig, aber bei genauerem hinhören kommen dann die Feinzeichnung, Details und Präzision heraus, was sie klanglich nach vorne katapultiert [ACHTUNG: Eigene Meinung!] und zwar weit über den 485 hinaus.



m00hk00h schrieb:

Ach und entschuldigen möchte ich mich auch gleich, denn es wird die Zeit kommen, da du den K271 durchschauen wirst und dich zu höherem berufen findest. Und das tut mir jetzt schon leid für dich.images/smilies/insane.gif


Angenommen!
Das ist aber wohl die am weitesten verbreitete Krankheit unter den HIFIisten. Irgendwann reicht's nicht mehr und dann wirds exponential teurer bzw. unerklärbarer Wahnsinn jenseits jeglicher Vernunft.
Sollte ich meinen schicken 271 irgendwann wirklich als Falschspieler enttarnen, dann kann ich ihn immer noch als schönen Abhörer zum Mittensezieren gebrauchen.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

So jetzt aber mal was zu den Eindrücken, die ich bisher vom neuen Schallisolierer habe:

Der Bass ist mager, dafür aber würzig!
Anders gesagt: Viele Leute essen Putenbrust, eben weils mager ist. Andere können mit so'nem ollen, blassen Geflügellappen gar nix anfangen.
Ich persönlich find' so ein schickes Chili-Hähnchen vom Grill ist genüsslich.
Zart und trotzdem mit viel Rumms: Genau das ist der 271.

Beim ersten Hören hat er mir gleich mal die ein oder andere Gänsehaut verpasst (wo wir schon wieder bei den Flattermännern wären), aber jetzt mal der Reihe nach.

Als erstes gaben sich die Herren von Blind Guardian die Ehre. Der Titeltrack von "Imaginations From The Other Side" ließ nichts vermissen.
Dieser Kracher wurde mit der nötigen Atmosphäre, viel Gefühl und Präzision wiedergegeben.
Beim sehr abwechslungsreichen Spiel auf "Nightfall In Middle-Earth" verdeutlichte sich dies:
Stimmen werden in allen Tonlagen mit einer ordentlichen Prise Gefühl wiedergegeben. Ebenso verhält es sich bei Saiteninstrumenten. Akustikgitarren verbreiten einen Wohlklang, man hört das Anzupfen der einzelnen Saiten und auch deren Nachschwingen. Geigen kommen richtig fein rüber und sind gut hörbar ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Einzelne Anschläge von Klaviertasten sind sauber getrennt und verwischen nicht in einen zusammenlaufenden Klangbrei, wenn das Klavierspiel an Fahrt zunimmt.
Das alles kommt mit einer wunderbaren Klangfarbe im Gepäck, dass mir einem das Herz aufgeht.
Auch Stromgitarren kriegen eine satte Portion Flair mit auf den Weg durch die dunklen Windungen des Gehörgangs.
Dies wird besonders bei Stratovarius' Starkstrom-Zauberer Timo Tolkki deutlich. Sein außerordentliches Spiel in Riffs und Soli kommt filigran und beflügelt aus den Muscheln auf die Muscheln.
Zu bemängeln wäre, dass Anblasgeräusche bei Flöten und anderen nicht zu hören waren, was aber auch an der Abmischung liegen kann.
Immerhin wurde ja kein Klassik, sondern "nur" Metal mit Klassikelementen erlebt.
Ein weiteres, kleines Manko ist der, wie anfangs schon angedeutet, wenig vorhandene Tiefgang, weshalb es manchmal etwas an atmosphärischer Tiefe im Gesamtkonstrukt fehlt.
Einfühlungsvermögen und Gefühlsmomente werden jedoch (wie oben beschrieben) an anderen Stellen so stark bewiesen, dass ich gut und gerne darauf verzichten kann.
Drums donnern nicht, aber klingen exakt und schön gestaffelt. Auch ihre Klangfarbe ist nicht zu verachten, wer das noch nicht erlebt hat, also diejenigen die sagen "Hauptsache es rummst", hat was verpasst.
Die Bühnenbreite lässt zwar etwas zu wünschen übrig und ist mit einer Beschallung mit hochwertigen Lautsprechern aus sicherer Entfernung nicht zu vergleichen, aber die Bühnenstaffelung und Ortung ist insgesamt ok.
Ich müsste mir mal eine Live-Aufnahme genehmigen, um es noch besser beurteilen zu können.


Für alle denen das ganze Geschwafel zu viel des Guten ist, folgt nun ein kurzes Fazit:

Der AKG K271S ist ein wahrer Feingeist. Ich bin wirklich erstaunt, wie gut er für den Preis spielt.
Er ist kein Kracher wie z.B. der HD 485 von Sennheiser, sondern ein Klinger. Da für mich ein Lautsprecher nicht krachen sondern klingen muss, ganz egal wo er steht, liegt, sitzt oder hängt, bin ich bestens mit diesem Hörer bedient. Allen, die dem Eigenklang echter Instrumente mehr abgewinnen können als übertrieben reißerischem Bassgetöse, sei dieser Kopfhörer ans Herz gelegt.
Dem typischen Pop-Hörer, bei dem die Post abgehen muss, wird das Teilchen wohl eher langweilig erscheinen.
Mir jedenfalls nicht!

In diesem Sinne:
Hört mehr als tiefen Bass und spitzen Höhen, denn dazwischen gibt es viel Schöne(re)s zu entdecken.


Gruß vom Subwoofer-Feind hinterm Deich


[Beitrag von Klangdeich am 04. Jun 2007, 08:36 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#39 erstellt: 04. Jun 2007, 20:11

Für alle denen das ganze Geschwafel zu viel des Guten ist, folgt nun ein kurzes Fazit
Das war in der Tat eine gute Idee. Mein Winkel beim Diagonallesen wurde immer steiler.

Ansonsten: Viel Freude mit Deinem AKG!
Klangdeich
Inventar
#40 erstellt: 05. Jun 2007, 08:37
Da macht man sich die ganze Mühe und es ist trotzdem nicht gut!
Ich hätte mich vor der Kaufentscheidung gefreut, mal einen ausführlichen Bericht über einen ausgewählten Hörer lesen zu können.

Trotzdem danke für die guten Wünsche!


Gruß Klangdeich


[Beitrag von Klangdeich am 05. Jun 2007, 08:38 bearbeitet]
sai-bot
Inventar
#41 erstellt: 05. Jun 2007, 08:55

Klangdeich schrieb:
Ich hätte mich vor der Kaufentscheidung gefreut, mal einen ausführlichen Bericht über einen ausgewählten Hörer lesen zu können.

Das ist immer so eine Sache. Ich behaupte: Es ist gut, dass du keine ausführlichen Berichte über die ausgewählten KHs gefunden, sondern dich ganz allein entschieden hast!

Dein Bericht über den K271 liest sich gut, aber wenn ich ganz ehrlich bin, hätte jemand anderes vielleicht über einen ganz anderen KH hier fast dasselbe geschrieben:

Klangdeich schrieb:
Dieser Kracher wurde mit der nötigen Atmosphäre, viel Gefühl und Präzision wiedergegeben.
Beim sehr abwechslungsreichen Spiel auf "Nightfall In Middle-Earth" verdeutlichte sich dies:
Stimmen werden in allen Tonlagen mit einer ordentlichen Prise Gefühl wiedergegeben. Ebenso verhält es sich bei Saiteninstrumenten. Akustikgitarren verbreiten einen Wohlklang, man hört das Anzupfen der einzelnen Saiten und auch deren Nachschwingen. Geigen kommen richtig fein rüber und sind gut hörbar ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Einzelne Anschläge von Klaviertasten sind sauber getrennt und verwischen nicht in einen zusammenlaufenden Klangbrei, wenn das Klavierspiel an Fahrt zunimmt.

Ich habe ähnliches schon über HD555 und HD595 gelesen An deiner Kompetenz, das Gehörte in Worte zu fassen, will ich gar nicht zweifeln, aber ich habe nach so einer Beschreibung ebenso das Bedürfnis, mir den KH selbst mal anzuhören, wie nach dem Kommentar "ganz gut für sein Geld, im Bassbereich nicht so krasser Tiefgang". Wer seinen KH allein nach der Beschreibung einiger Leute kauft, kann ganz bös auf die Fresse fallen. Daher hast du alles richtig gemacht: Losgezogen, um die KH-Welt mit eigenen Ohren zu erkunden.

Nochmal, damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich will den Bericht keinesfalls kritisieren, nur bezweifel ich, dass er Interessenten wirklich mehr hilft als die Kurzbeschreibungen, die hier gegeben werden. Als "Teaser" zum Antesten des K271 ist der Post natürlich lecker
Klangdeich
Inventar
#42 erstellt: 05. Jun 2007, 09:29
Da hast Du natürlich völlig Recht!
Allein aufgrund von Beschreibungen sollten nur diejenigen kaufen, die sich den Hörer dann auch auf die Augen klemmen.
Das ist dann mal ein ganz anderes Hörgefühl und die Sonnenbrille spart man sich auch.
Jedenfalls fasse ich Deinen Kommentar nicht als bösartige Kritik auf, sondern als berechtigten Hinweis auf die Sinnhaftigkeit/-losigkeit solch ausufernder Beschreibungen.
Mehr als ein Appetit-Macher sollte es auch nicht sein, alles andere wäre Quark.
Den Schuh des maßlos übertriebenen Detailgrads muss sich meine Euphorie anziehen.
Sie ist schuld, sie ganz allein!

Jetzt aber mal Flax beiseite.
Ich möchte noch eimal betonen, dass man dem K271S sehr schnell Unrecht tun kann.
Gerade wenn man ihn im Direktvergleich mit den Spaßvögeln HD 485, K141/240S usw. hört, kommt im ersten Moment nicht wirklich viel rüber.
Dieser Kopfhörer braucht Zeit und Ruhe, dann kommt es einem aber gewaltig (vor)!


Gruß Klangdeich


[Beitrag von Klangdeich am 05. Jun 2007, 09:31 bearbeitet]
sai-bot
Inventar
#43 erstellt: 05. Jun 2007, 09:33

Klangdeich schrieb:
Da hast Du natürlich völlig Recht!

Weiß ich doch

Klangdeich schrieb:
Jedenfalls fasse ich Deinen Kommentar nicht als bösartige Kritik auf, sondern als berechtigten Hinweis auf die Sinnhaftigkeit/-losigkeit solch ausufernder Beschreibungen.

Gut so *wischtsichdenSchweißausdemGesicht*

Klangdeich schrieb:
Ich möchte noch eimal betonen, dass man dem K271S sehr schnell unrecht tun kann.
Gerade wenn man ihn im Vergleich zu den Spaßvögeln HD 485, K141/240S usw. hört, kommt im ersten Moment nicht wirklich viel rüber.
Dieser Kopfhörer braucht Zeit und Ruhe, dann kommt es einem aber gewaltig (vor)!

Geht einem immer so mit auf den ersten Blick unspektakulären Hörern. Gottseidank hat der K701 beim ersten Hören diese wundervolle Bühne, denn ansonsten fand ich ihn nicht so spektakulär, wie er mir mittlerweile rüberkommt.
Klangdeich
Inventar
#44 erstellt: 05. Jun 2007, 10:03
Ja ja, die Schönheit des weniger Offensichtlichen.
Der_Hannes
Stammgast
#45 erstellt: 07. Jun 2007, 14:52
Super Berichte!!! Danke für die Mühe, ich lese da auch viel Begeisterung raus und erkenne mich ein bisschen wieder
Musikaddicted
Inventar
#46 erstellt: 07. Jun 2007, 21:15
Lass mal Musik mit echtem Tiefbass (z.B. Björk, Massive Attack, Erikah Badu usw.) drüber laufen und du wirst deinen Ohren nicht mehr trauen. Was der für Druck aufbauen kann, wenn -ja wenn- die Aufnahme es bietet glaubt man anfangs garnicht (ich habs nur so extrem mit KHV erlebt btw.).
Ansonsten viel Spaß weiterhin damit - ist schon ein schöner KH.


[Beitrag von Musikaddicted am 07. Jun 2007, 21:16 bearbeitet]
Klangdeich
Inventar
#47 erstellt: 08. Jun 2007, 05:22
Moin und danke Euch beiden!

@Hannes:

Mit der Euphorie hast schon Recht!
Hast Du auch den K271S?


@Musikaddicted:

Ich habe auch das Gefühl, dass er da Bass spielt, wo auch welcher ist. Vielleicht leicht untertrieben, aber ok.
Bei epischem Metal merkt man jedenfalls auch, dass er auch untenrum was zu bieten hat.

Als ich mir mal die Frequenzgänge von einigen Hörern angeschaut habe, dachte ich das ist die Planungsskizze für die neue Achterbahn des nächstliegenden Freizeitparks.
Der von 271 ist auch nicht perfekt, aber man erkennt zumindest, dass es einer sein soll.


Gruß Klangdeich
m00hk00h
Inventar
#48 erstellt: 08. Jun 2007, 07:31

Klangdeich schrieb:
Als ich mir mal die Frequenzgänge von einigen Hörern angeschaut habe, dachte ich das ist die Planungsskizze für die neue Achterbahn des nächstliegenden Freizeitparks.
Der von 271 ist auch nicht perfekt, aber man erkennt zumindest, dass es einer sein soll.


Wo hast du sie dir angeschaut?
Die Interpretation dieser Frequenzgänge ist nicht so einfach wie man anfangs denkt, auch sagen sie nichts über die Gesamtquali des Hörers aus.
Du solltest sie nicht überschätzen, dennoch zeigen gerade Messungen des K271 seine "hörbaren Defizite" im frequenzgang.

m00h
Der_Hannes
Stammgast
#49 erstellt: 08. Jun 2007, 07:34
Ne, ich hab den Sennie HD580 neulich bekommen, war ein Auslaufsmodell und Ladenhüter und daher seeehr günstig. Ich muss aber jetzt irgendwo unbedingt mal Vergleich hören
Ich muss gestehen, dass der Sennie möglicherweise eine ganz leichte Note warmen Bass macht, aber im Vergleich zu den anderen auch neueren wie HD595 ist der alte 580 viel neutraler. Auch oben ist er sehr präzise, wobei ich zugebe sogar bei den höchsten Spitzen ein kleines bisschen mit dem Equalizer rauszunehmen, obwohl ich schon immer ein ausgesprochener Höhenfan war.

hiiiiiiieeeeer ist meine persönliche prä-Kauf-Beratungsseite. Zur Zeit mache ich meinen PC leise und als nächstes Projekt käme dann der getunte B-Tech ;-)))

Gruß, Hannes
Klangdeich
Inventar
#50 erstellt: 14. Jun 2007, 06:20
Moin m00hk00h!

Da hab ich Deinen letzten Beitrag doch glatt übersehen.
Tschuldigung!



m00hk00h schrieb:

Wo hast du sie dir angeschaut?


Im Headroom.



m00hk00h schrieb:

Die Interpretation dieser Frequenzgänge ist nicht so einfach wie man anfangs denkt, auch sagen sie nichts über die Gesamtquali des Hörers aus.


Das sind ja auch nicht die ersten Frequenzgänge, die ich bisher gesehen habe, doch Du hast schon recht.
Ein Frequenzgang sagt nichts über die Klangqualitäten eines Lautsprechers aus und ist immer nur die halbe Wahrheit, aber das ist dann ja schon Mal eine Hälfte, denn ein schön aber falsch spielender LS ist wohl auch nicht das Optimum!



m00hk00h schrieb:

Du solltest sie nicht überschätzen, dennoch zeigen gerade Messungen des K271 seine "hörbaren Defizite" im frequenzgang.


Ja, man hört die Senke und die darauf folgende Spitze in den oberen Mitten und auch den deutlichen Abfall ab circa 150Hz.
Doch das ist bei den Kollegen HD485, K141S, DT-770Pro usw. auch nicht anders, nur an anderen Stellen.


Gruß Klangdeich
m00hk00h
Inventar
#51 erstellt: 14. Jun 2007, 11:05

Klangdeich schrieb:

m00hk00h schrieb:

Du solltest sie nicht überschätzen, dennoch zeigen gerade Messungen des K271 seine "hörbaren Defizite" im frequenzgang.


Ja, man hört die Senke und die darauf folgende Spitze in den oberen Mitten und auch den deutlichen Abfall ab circa 150Hz.
Doch das ist bei den Kollegen HD485, K141S, DT-770Pro usw. auch nicht anders, nur an anderen Stellen.


...und genau das meinte ich mit "nicht einfach" und du bist scheinbar voll drauf reingefallen, ohne dir das jetzt vorwerfen zu wollen.
Aber der Peak in den Höhen ist nicht existent, er ist Resultat der Messmethode (Stichwort Resonanzfrequenz).
Diesen Peak findest du mehr oder weniger ausgeprägt bei allen Messungen von Headroom.
Was bleibt sind ein unausgewogener Grundton, sowie ordentlich Bass- und Höhen-roll-off.
Aber nichts desto trotz: kein schlechter Hörer.

m00h
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