Mal andersrum: Kopfhörer zu laut - Möglichkeiten?

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Morgan06
Stammgast
#1 erstellt: 03. Okt 2007, 03:44
Hallo!

Da ich gerade auf der Suche nach einem neuen Verstärker bin, hatte ich heute die Gelegenheit, mal den NAD C352 zu testen.

Ein grosses Problem hatte ich dabei allerdings mit meinem Kopfhörer: der ist viel zu laut am Kopfhörerausgang des NAD. Sogar so laut, dass ich netmal auf gleichen Pegel links/rechts komme. Normalerweise braucht soein Lautstärkeregler nach meiner Erfahrung erstmal ein bisschen Bewegung nach oben, bis die Stereo-Kanäle gleiche Lautstärke erreichen (Gleichlaufprobleme?). Leider erreiche ich beim NAD mit meinem KH schon vor dieser Stufe Lautstärken, die mehr schaden als Spass machen. Ergebnis ist also, dass es rechts schon viel zu laut ist, während links noch gar kein Sound rauskommt. Der Sitz des Steckers war aber OK. Wenn man weiter aufdrehte, wurde es zwar eklig laut aber die Balance war wieder da.

Gut, mein Kopfhörer ist Hifi-untypisch ein Sennheiser HD25 mit 70 Ohm und einem Kennschalldruck von ca. 120db.

Wollte mir demnächst einen Denon D2000 zulegen, doch da überkam mich heute leichtes Entsetzen: der Denon hat ja noch weniger Widerstand, nur 25Ohm. Dafür ist die Empfindlichkeit rund 14dB niedriger.

Sind diese beiden Hörer im Prinzip für etwas wertigere (vom 150Euro Amp mal abgesehen) Verstärker nicht mehr richtig zu gebrauchen? Würde ein externer KHV Abhilfe schaffen, oder wirds da noch lauter? Ich möchte zumindest mal so den Regler in Richtung 9 Uhr drehen können ohne Hörschäden zu erleiden. Denn auch wenn die Regler fabrikneu 1a funktionieren, mit der Zeit stellt sich wohl überall (ausser bei Digitalreglern wie beim Cambridge Azure 740+) dieses Problem mit dem Drehregler ein.

Gibt es etwas, was man zwischen den Kopfhörer und den Verstärker einklinken kann, um den Widerstand zu erhöhen und den Pegel generell runterzudrücken? Leidet da die Soundqualität drunter?


[Beitrag von Morgan06 am 03. Okt 2007, 03:49 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#2 erstellt: 03. Okt 2007, 11:08
Mit einem Vorwiderstand würdest Du das Problem zwar lösen, aber um den Preis von verändertem Klang (weicher & weniger Details).

Von daher wäre es vermutlich vernünftiger, sich mit einem billigen KHV zu behelfen - den Dein HD25 zwar originär zwar nicht braucht, von dem der D2K aber u.U. durchaus auch anderweitig profitieren könnte (Stichwort Bühne, Schwärze etc.).

Vorschlag: **Klick**
civicep1
Inventar
#3 erstellt: 04. Okt 2007, 13:22
ich würde mich auch nach einem seperaten khv umschauen. hatte ein ähnliches problem mit meinem denon dcd 500ae. nun ist das problem gelöst und ich kann in ruhe kh hören, ohne details zu missen oder einen hörschaden zu bekommen.

was wölltest du für einen khv ausgebe?
Morgan06
Stammgast
#4 erstellt: 04. Okt 2007, 15:26
Das ist ne gute Frage. Eigentlich nicht sooo viel. Vielleicht 150? Wenn ich den KH-Ausgang des Verstärkers nicht nutzen kann, sondern einen KHV an Tape-Out oder sonstwo anschliessen muss, heisst das ja auch automatisch Verzicht auf die Klangregelungen des Verstärkers, also Bass/Treeble und Loudness. Während ich bei Lautsprecherbetrieb diese Regler alle nicht brauche (die Boxen haben genug Volumen unten rum), fehlt mir über KH doch immer etwas. Bei KH-Betrieb stell ich momentan meistens Bass +6dB ein. Deswegen interessiere ich mich auch für Geräte wie Behringer HA4700 Powerplay Pro-XL oder Samson S-Phone, da beide über nen 2-Band EQ verfügen. Die Geräte gibt es z.B. bei Thomann und liegen zwischen 110 und 150 Euro.

Mobil sind die natürlich nicht, aber ich brauche soein Gerät sowieso nur im Wohnzimmer. Am PC verfüge ich über nen 5.25" Einschub von Creative und der ist vom Rauschfaktor (0 Rauschen, im Gegensatz zu meinen bisherigen Verstärkern und Receivern) und der generellen Qualität imho der beste KH-Anschluss den ich bisher für Musik hatte. Verwöhnt bin ich also nicht sonderlich.

"Hifi-KHV" in einigermassen preislichen Dimensionen mit Klangregelung hab ich bisher leider noch nicht gesehen. Solche Klangveränderungen widersprechen ja auch ein wenig den Hifi-Prinzipien. Aber jeder so wie er mag, und bei mir kann es über KH unten rum gerne etwas mehr sein


[Beitrag von Morgan06 am 04. Okt 2007, 15:40 bearbeitet]
Kami-H
Inventar
#5 erstellt: 04. Okt 2007, 16:11
KHV mit z.b. Bassboost funktion gibt es schon einige EQ ist doch eher selten, aber beides wird im 150€ bereich eher weniger zu machen sein.
Liegt der geringe Bass evtl. auch an der schlechten KH Klinke?
Wie ist denn der Bass am KHV der X-Fi?
Wenn er dir da ausreichend ist vermute ich mal das es mit an der schlechten KH Klinke liegt.
Nickchen66
Inventar
#6 erstellt: 04. Okt 2007, 18:59
Ah, ein Basskopf. Schaff Dir lieber einen Beyer DT990 als Zweit-KH an, der Denon ist vermutlich (auch) zu kultiviert für Dich. Dann brauchst Du auch nicht mehr so am Bass drehen. KH massiv mit EQ zu verbiegen, hat enorme Klangnachteile, in wesentlich höherem Maße als bei Boxen. Da schaffst Du Dir lieber was an, was von vorneherein bassig abgestimmt ist.

Ich kanns nicht glauben: Ich empfehle den Bummsbeyer...


[Beitrag von Nickchen66 am 04. Okt 2007, 19:03 bearbeitet]
civicep1
Inventar
#7 erstellt: 05. Okt 2007, 06:11
als khv hätte ich jetzt den meier corda arietta vorgeschlagen. der hat in einem review auf head-fi gegenüber seinen größeren brüdern sehr gut abgeschnitten. kostet 200euro. (ich weiß, das sprengt dein budget etwas, aber es lohnt sich). weiterer vorteil, du hast einen crossfeed-filter. eine funktion, die ich persönlich als sehr gut empfinde.

gruß
Vul_Kuolun
Inventar
#8 erstellt: 05. Okt 2007, 21:51
Ich halte mal dagegen, daß

a) sich meiner Meinung nach die Wiedergabeeigenschaften des KH nicht wesentlich verschlechtern dürften (er bekommt halt die gleichen Verzerrungswerte im Bass, als ob er insgesamt um 6 db weiter aufdrehen würde) wenn er die Klangregelung benutzt

und b) der NAD einen Pre-Out hat, und da müsste die Klangregelung wirksam sein wenn Du einen KHV dranhängst.

Hast Du ne Playstation?


[Beitrag von Vul_Kuolun am 05. Okt 2007, 21:56 bearbeitet]
Morgan06
Stammgast
#9 erstellt: 05. Okt 2007, 23:44
Also meine aktuellen KH klingen eigentlich vom Sound her an allen meinen bisherigen Geräten relativ gleich. Ich konnte da noch keine Unterschiede beim Bass feststellen. Bei der X-Fi dreh ich ja den Bass um die 6dB auf, ist leider die letzte funktionierende Quelle für Musik atm bei mir. Receiver war defekt und ich hab mein Geld zurück bekommen, beide Stereo-Verstärker die ich hatte haben innerhalb eines Jahres den Geist aufgegeben (hatten aber schon ihr Alter 10Jahre+). Allerdings hatte ich bisher eher Einsteigergeräte im Heimkino&Hifibereich. Dort unterscheidet es sich noch nicht so sehr in Klangqualität, sondern eher ob und wie stark es rauscht bzw. ob da noch andere Störgeräusche (links immer viel leiser oder auf einem Kanal nen lautes fiepen, alles schon gehabt) drin sind...

Beyer ist mir auch schon als bassig bekannt, allerdings kommt der 990 für mich leider net in Frage, da offen. Ich hab mich inzwischen auf nen geschlossenen, ohrumschliessenden Hörer eingeschossen. Da käme maximal der DT770 Pro in Frage. Wenn der Denon nichts für mich ist, wollte ich aber auch nochmal nen Modell von AudioTechnica aus Japan in Betracht ziehen. Die geschlossene Version vom 900er oder 700er (weiss nicht mehr genau) gibt es leider nur als Import. Aber der soll auch relativ bassig sein.

Wenn ich eine Lösung finde, bei der ich die Klangregelung nutzen kann, wären für mich 200 Euro für einen Corda Arietta auch OK. Hauptsache es läuft. Allerdings tendiere ich momentan eher zum Onkyo 9755, und der hat leider kein Pre-Out. Arghs. Aber generell sollte man einen KHV doch eher an einen Hochpegelausgang hängen, und net an einen regelbaren Pre-Out, oder? Am KHV kann man ja auch noch die Lautstärke regeln.

Ja, ne PS2 habe ich. Allerdings würd ich die momentan ungerne abgeben (back-compatibility der PS3 ist einfach sau schlecht). Wär auch evtl. Interesse an Spielen und nem Controller vorhanden?


[Beitrag von Morgan06 am 06. Okt 2007, 00:00 bearbeitet]
Nickchen66
Inventar
#10 erstellt: 06. Okt 2007, 09:09
Der Audiotechnica A900 ist schon ziemlich gut - und auch ziemlich dick unten rum. Nicht gerade so durchgeknallt bassig wie der DT770, dafür aber auch fähig, Musik auch als solche glaubhaft darzustellen (hierbei schwächelt der DT770).

So wie Du Dich hier darstellst, könnte ich mir allerdings auch vorstellen, daß Du dermaßen extrem bist, daß Du sogar beim DT770 Bass reinregeln würdest. Und Klangregelung hat IMO kein einziger KHV am Markt.
Vul_Kuolun
Inventar
#11 erstellt: 06. Okt 2007, 09:56
Gegen den Pre-out spricht nichts.
Wenn Du den KHV selbst ganz aufdrehst, arbeitet er praktisch wie eine Endstufe für den KH. Ist er dann zu laut, einfach die Lautstärke am KHV etwas zurücknehmen. Da passiert nix,ausser das es leiser wird.
Sind halt ein paar Teile mehr im Signalweg, aber wenn der Pre taugt sollte das kein Problem sein.

Du kannst sogar über einen Anschluss am KH-Ausgang nachdenken, was zwar einerseits nicht optimal, andererseits aber auch nicht so schlimm ist wie's auf den ersten Blick aussieht. Kann theoretisch schlecht sein, muss aber nicht.

Eine Klangregelung ist Gold wert, da lohnt sich evtl. der Versuch. Ohne Klangregelung bist Du wirklich darauf angewiesen, daß der Hörer für dich mehr oder weniger zufällig passt. Natürlich zusätzlich vorrausgesetzt, daß Du immer etwa gleich laut und keine Aufnahmen hörst die stark unterschiedlich abgemischt sind.

Wenn Du's Dir anders überlegst mit der PS2, sag Bescheid. Controller und Spiele alleine bringen mir allerdings nix; Monetärer Ausgleich wäre aber ebenfalls drin. Wenn Du Interesse hast,schreibst mir ne PM.
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