KH-KHV-Player mit oder ohne Verstärker?

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Fakir
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Jun 2005, 12:32
Hi!
Ich habe eine allgemeine Frage bzgl des Themas: KH-KHV-Player:
Und zwar habe ich mir mittlerweile zu meinem HD 600 einen Lake People G93 dazugekauft, der allerdings bzgl
der Klangwerte noch in seiner Bewährungsphase steckt, sprich: innerhalb der nächsten Woche muß er sich an
zwei potentiellen CD-Player-Kandidaten bewähren (oder auch nicht): dem Yamaha CDX 596 und dem Denon DCD755AR.
Zusätzlich noch als außerkonkurrenzstartende Referenz am NAD C521 Bee.
Die ersten Hörversuche an einem Yamaha CDX 396 und einem Denon DCD 686 haben zwar den Unterschied zwischen
Lambda-SLC und eben keiner Interpolierung aufgezeigt, aber kein besonders faszinierendes Klangbild produziert,
daß sich nicht auch mit der altbewährten Kombi aus PC(+/- SRS WOW-Effekte)+Aktivbox mit gutem VErstärker
hätte erreichen lassen.
Deshalb nun meine Frage: Ist es überhaupt üblich, den KHV direkt an den Player anzuschließen oder ist zwischen Player
und KH ein normaler Verstärker (z.B. zur Anhebung des Basslevels) nötig?
Dankeschön!

JULIAN
Gryphon
Stammgast
#2 erstellt: 28. Jun 2005, 19:18
Hallo Julian,
ich würde sagen, daß beide Kombinationen einen vergleicbares Ergebnis bringen sollten. Der zusätzliche, zwischengeschaltete Verstärker sollte ja normalerweise den Klang gar nicht beeinflussen. Ich gehe mal davon aus, daß du den KHV an die Tape-Ausgänge des (Vor-)Verstärkers anschließen würdest und nicht an den normalen Vorverstärkerausgang. Der KHV sollte sollte direkt am CD-Player ein gutes, wenn nicht sogar besseres Ergebnis bringen. Eine Anhebung des Basslevels sollt gar nicht nötig sein. Wobei ich da dem KHV tendenziell die geringste klangliche Beeinflussung zuschreibe. Meines Erachtens liegt die Ursache des Klangbildes in der Regel in der Aufnahme selbst oder in der Klangcharakteristik des Kopfhörers.

Übrigens würden mich deine Erfahrungen mit dem Lake People G93 sehr interessieren - ich habe das Gerät nämlich auch im Einsatz und bin grundsätzlich sehr zufrieden.

Hast du die Verstärkung und die Impedanz auf den HD600 angepasst? Für meine Kopfhörer AKG K 271 Studio und Ultrasone HFI 650 war dies nämlich nicht nötig. Wie verhält es sich dann mit dem Rauschen ?

Viele Grüße
Stephan
Fakir
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 28. Jun 2005, 21:46
Hi Stephan!
Ja, zunächst: warum ich mich gerade für einen LP entschieden habe, dürfte wohl auf der HAnd liegen.. Gute INgenieursleistung gepaart mit nem guten Preis-Leistungsverhältnis, wobei bei meinem kleine Kratzer von Haus aus im Alu waren und bei zwei Inbusschrauben die Gewinde lädiert sind, weshalb sich zumindest eine von ihnen nicht korrekt festziehen läßt, aber das wäre ne Reklamationssache...

Bzgl. der Innenlebenmodifikation für den HD600: ich habe die Kombis
a) Nur Spannung (auf 30 Volt) erhöht
b) Spannung und Verstärkung erhöht
c) Nur Verstärkung erhöht.
ausprobiert.
Da bei 30 V der KHV sehr schnell ziemlich warm wird und dies auch keine nennenswerten Beeinflussungen auf den KH nach sich zieht, bin ich bei 15 V geblieben, obwohl ja in der Anleitung steht, daß herade für höherohmige KH (> 200 Ohm) die 30 V besser wären. Aber gut.
Allerdings habe ich die Verstärkung hoch, da dies einfach die bessere Performance bereitstellt, die der KHV und der KH bieten können.

Das Rauschen hält sich auch bei höherer Lautstärke durchaus im Rahmen; am ehesten ist dies noch bei einzeln im Raum stehenden Instrumenten wie einer Klassikgitarre wahrzunehmen (bei höherer Laustärke).
Im Test werden übrigens folgende CDs angewandt:
- klassische Gitarre
- Orgelmusik (wobei die Aufnahme grundsätzlich nicht so toll ist - es knackt des öfteren -, aber die Klangcharakteristik des Instruments kommt trotzdem gut rüber und zeigt am ehesten von allen anderen Musikrichtungen die Grenzen einer Geräte-Kombination auf.)
- Dream Theater (die Musik, die später am ehesten gehört werden wird)

Anmerken muß ich noch, daß es mich immer wieder wundert, daß zu Themen wie diesem relativ wenig Beiträge kommen, obwohl doch einige hier den HD 600 benutzen, doch offensichtlich hauptsächlich nur in Verbindung mit dem PC (ohne KHV?)...

Aber endgültige Aussagen über die Leistungsfähigkeit des G93 kann ich noch nicht machen, das wird frühestens am WE der Fall sein, wenn ich beide Player-Aspiranten probegehört habe. Bzw. morgen, da ist der NAD dran :))
Gut Nacht!
Gryphon
Stammgast
#4 erstellt: 28. Jun 2005, 22:48
Hi Julian,
die von dir beschriebenen Verarbeitungsmängel habe ich bei meinem Gerät nicht festgestellt (und ich habe es auch bereits aufgeschraubt) - schade, würde mich auch ärgern, auf jeden Fall reklamieren!!! Dann berichte mal von deinen Erfahrungen.

Kannst ja auch folgenden Beitrag weiterführen - interessiert sicher auch andere:
http://www.hifi-foru...335&postID=last#last

Viele Grüße
Stephan
Fakir
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 08. Jul 2005, 22:55
Sooo.. Teil 1, der Yamaha, ist durchgehört.
Fazit:
Toll! Natürlich besonders im Klassikbereich (Analogmusik!)- Orgel, Symphonien, Klassikgitarre, Chormusik - bombastisch in Kombi mit HD 600 und G93! Gerade bei einem komplexen Instrument wie der Orgel werden die einzelnen Stimmen aufgedröselt und herausgestellt, als ob man tatsächlich in ca 10 m Entfernung davor sitzen würde. Dasselbe auch bei Orchesterstücken (wobei ich den wo anders beschriebenen Eindruck des Eckensitzens seitens des HD600 nicht teilen kann, ich saß mittendrin, aber hab auch keinen KH-Vergleich ).
Interessanter und schwieriger wirds da schon bei nem Rocktest. Da waren die Probanden Dream Theater mit ihren für Rockmusik doch sehr filigranen Sound, als auch die guten alten Gunners mit klassicher Kombi Lead- und Rhythmguitar.
Das Ergebnis:
Gunners: an Stellen wo L-/Rguitar ähnliche Muster spielen, läßt sich ohne Anstrengung heraushören, was gespielt wird, was mit der alten Kombi nahezu umöglich war. Ein - zwar nicht uberragend deutlicher - aber dennoch ein Zugewinn an Qualität. An baßlastigen Stellen zwar kein Hammerbaß aber das ist ja auch im Sinne der Gleichberehctigung aller Frequenlagen nicht erwünscht..
DT: Boah! Es bläßt einem zwar auch hier nicht vor lauter Baß die Kopfinnereien weg, aber das macht auch gar nichts! Statt dessen gilt hier das gleiche wie oben bei der Klassik: schön sauber aufgedröselte Instrumentenspuren, Myungs (bass) angeblich so gut wie nie hörbares Spiel bekommt plötzlich Leben und Petruccis Solos... *schmatz*
Und das will bei E-Musik was heißen!

Allgemein zum Player: der CDX 596 bedient sich der sog. ProBit-Technologie, die das 16bit-Signal der CD auf 20bit hochrechnet um so verborgenes Klangpotential der CD nutzbar zu machen, da (ich weiß nicht wie lange schon) der Ton im Studio zwar auf 20bit übertragen, aber auf die CD nur mit 16 bit überspielt wird (ist das so richtig? ). Ob sich das also nur für neuere CDs lohnt, da 20 bit bei älteren CDs eh noch keine Rolle gespielt hat, kann ich exakt nicht beantworten, jedoch bin ich sicher, daß zwischen 20 bit-Hochrechnung und keiner ein deutlich hörbarer Unterschied liegt. Vorab habe ich ja schon den kleinen Bruder des 596, den 396 (tontechnisch baugleich mit 496) Probe gehört und dieser zeichnete kein so brilliantes Bild.

Als nächstes werde ich mir noch den Denon DCD 755AR vorknöpfen, der zusätzlich zu dem 20 bit-Prozessor (bei Denon Alpha-Prozessor) noch einen sog. Lambda Super-Linear-Converter (SLC) nachgeschaltet hat, der das hochgerechnete Signal vom Alpha dann nochmals nachbearbeitet. Ob das letztlich so toll ist, wird sich herausstellen, v.a., da man dem Denon nachsagt, besonders gut im höherfrequentigen Bereich zu sein, während der Yamaha da universeller sein soll. Man wird sehen.

Ob ich mir spaßeshalber noch den NAD vorknöpfe muß ich mal sehen; heut nichtmehr :))

Bis dann! Gut Nacht!
Ahja: Details zum Rausch- und Allgemeinverhalten des G93 werden nach Beendigung der TEstläufe folgen. Aber generell verhält er sich sehr unauffällig (also perfekt )!

JULIAN
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