Wie schließ ich Aktiv-Monitore am besten ans Mischpult an?

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DJ.DNS
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 16. Mai 2008, 17:19
Hallo Profis,

vorab muss ich kurz erläutern, dass ich nicht weiß ob ich bei den Profi-PAs oder den Party-PAs richtig bin. Ich bin Anfänger PAler und brauch Profi-Rat... Zwickmühle.

Zum Thema:

Wir wollen uns nen günstigen kleinen aktiven Monitor anschaffen und an unser Behringer MX 2004A-Mischerle anschließen. Der Mischer hat für den Control-Room Ausgang zwei Klinken Ausgänge (links und rechts). So ein aktiver Monitor ist doch meines Wissens Mono (is ja nur einer). Kann ich da jetz einfach einen (z. B. links) meiner Ausgänge mit nem Kabel (Klinke auf XLR-male) an den Monitor anschließen? Oder ist der Eingang am Monitor (wenn da dran steht line) doch Stereo??? Was brauch ich dann? Einen Adapter 2xKlinke auf XLR-male?
Als Monitor haben wir uns zum Beispiel so nen kleinen Omnitronic oder The Box MA 120 MK II im Auge, ich weiß spätestens jetz bin ich nimmer bei den Profis sondern bei den Anfängern

Hoff s kann mir hier trotzdem jemand von den Profis helfen helfen...

Zum Hintergrund vielleich kurz noch. Wir haben ne kleine Band gegründet (2 Gitarren, 3 mal Gesang) und wollen uns
jetz mal selber hören, über nen Monitor erst mal, weil wir eh nur leise proben und deswegen noch keine Anlage brauchen, denk ich.

Greets DNS
zucker
Moderator
#2 erstellt: 16. Mai 2008, 18:10
Hallo,

zunächst vielleicht soviel - ein Monitor ist immer Mono, hat ja auch nur einen LS und das hat einen Sinn:
Derjenige, welcher seinen Monitor vor sich hat, sagt dem FoH oder Monimischer was er gerne auf seinem Moni hätte. Das ist unterschiedlich.

Dein Pult kenne ich nicht. Control Room kann mit dem Kopfhörerausgang gekoppelt sein oder ganz für sich alleine. Das kommt halt auf den Einsatzzweck und die Auslegung des Pultes an (Live - Studio).

Normalerweise klemmt man den oder die Monis über AUXwege an, denn nur dort ist die Möglichkeit des Mischens auf den Moni möglich. Bei ausgesprochenen Monipulten ist das ähnlich, nur haben sie mehr Ausgänge. Das sei aber mal egal.

Normalerweise wird die Stimme immer Mono gefahren, einzig Key und Drum wird man wohl im Panaorama etwas staffeln, vielleicht auch Git, wenn 2 da sind und die Musiker etwas auseinander stehen. Von daher dürfte es in Deinem Fall doch ziemlich egal sein, ob Du an ctrl L oder R den Moni klemmst. Es kann dann halt nur sein, daß ein Git etwas leiser ist.

Versucht es einfach, wundert Euch aber nicht wenn ALLES auf dem Moni zu hören ist. ctrl room ist eine Summe oder Einzelkanalabhöre, aus oben geschilderten internen routings des Pultes.
Gelscht
Gelöscht
#3 erstellt: 17. Mai 2008, 00:31
Ich habe das Behringer MX 1602
und würde sagen das das nur ne kleinere Version von deinem Teil is.

Würde definitiv über den AUX SEND gehen, da kannste dann an jedem Kanal nochmal einstellen wie laut dieser auf dem jeweiligen Aux Send sein soll. Man hat einfach viel mehr kontrolle, während der CTL-Room ausgang nur das wiedergibt was du mit den Reglern abmischt, bzw alles wenn du auf PFL umstellst.
Mitsubishi...=(
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 17. Mai 2008, 09:30
Habe auch mal eine kleine Mischpult Frage:
Ich habe ein Mischpult mit einem Master Ausgang und einem Record Ausgang.
So nun habe ich ein aktives System was meist vorne bei mir und dem Pult steht...damit bei langen Räumen auch hinten guter Pegel ist wollte ich nun nochmal das selbe aktive Pa System holen. Meine Frage: kann ich das einfach an den Record Ausgang machen??
REXkruemmel
Stammgast
#5 erstellt: 17. Mai 2008, 09:52
Du musst ne Delayline setzen für das andere System, ob das mit dem Record Ausgang funzt weiß ich nicht.
Mitsubishi...=(
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 17. Mai 2008, 10:13
ich könnte doch auch einfach ein y-kabel nehmen oder?
istz natürlich nicht die elegante lösung aber funktionert doch oder liege ich falsch??
Schüler12345
Inventar
#7 erstellt: 17. Mai 2008, 13:52
Hi,
die hinteren Lautsprecher müssen verzögert werden (delay), damit kein soundmatsch entsteht.
DJ.DNS
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 17. Mai 2008, 14:59
Danke zucker, das hört sich schon mal alles sehr gut an, auch ähnlich wie ich es mir gedacht hab.


zucker schrieb:

Normalerweise klemmt man den oder die Monis über AUXwege an, denn nur dort ist die Möglichkeit des Mischens auf den Moni möglich. Bei ausgesprochenen Monipulten ist das ähnlich, nur haben sie mehr Ausgänge. Das sei aber mal egal.
Versucht es einfach, wundert Euch aber nicht wenn ALLES auf dem Moni zu hören ist. ctrl room ist eine Summe oder Einzelkanalabhöre, aus oben geschilderten internen routings des Pultes.


Vielleicht noch mal kurz zum Hintergrund etwas mehr. Wir wollen zunächst einfach mal alles hören von dem her wirds sinnvoll sein, den ctrl room zu nehmen. Schließlich werden wir auf der Bühne abmischen und müssen erst mal hören und Gefühl entwickeln was wir dabei zu tun haben
Falls wir dann mal vor Publikum und mit ner PA-Anlage spielen, dann macht es natürlich Sinn, vielleicht nur unsere Stimmen auf den Monitor zu legen.
Für n Anfang muss uns aber ein Monitor eben mal reichen.

Ich hab mir schon gedacht, das n Monitor immer mono ist. Ich hab mich nur gewundert warum die Dinger XLR-Eingänge haben. Das wär ja dann n 3-adriges Kabel (Masse/links/rechts). Wobei bei Mikros isses au XLR ne? und die sind au Mono...
Ich geh jetz mal davon aus, dass sich die XLR-Stecker einfach am besten eignen und deshalb da nur 2 Adern verwendet werden, richtig?
the_flix
Inventar
#9 erstellt: 17. Mai 2008, 16:00
Ich geb dir dazu mal ein Stichwort zum Suchen: Symmetrische Signalübertragung

Ich würde den Aux nehmen, denn dann gewöhnt ihr euch gleich an die "richtige" Vorgehensweise.

Im Proberaum wird doch außer dem Gesang eh nichts auf dem Monitor landen?
zucker
Moderator
#10 erstellt: 18. Mai 2008, 13:16
Hallo,


Vielleicht noch mal kurz zum Hintergrund etwas mehr. Wir wollen zunächst einfach mal alles hören von dem her wirds sinnvoll sein, den ctrl room zu nehmen. Schließlich werden wir auf der Bühne abmischen und müssen erst mal hören und Gefühl entwickeln was wir dabei zu tun haben


Das beißt sich etwas. Es ist zwar sehr sinnvoll zu merken und zu wissen was man tut und wie sich etwas anhören sollte - immerhin ist es doch etwas schwer gleichzeitig auf und vor der Bühne zu stehen, spielen und schieben - allerdings ist es auf der Bühne durch diverse Git-amps und die Schießbude schon schwer zu erkennen, was passt.
Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt ist die Tatsache, daß jeder Musiker meint, er wär der wichtigste. Das stimmt aber so nicht. Es kommt auf die Ausgewogenheit an.

Das abmischen von der Bühne ist die denkbar schlechteste Variante aus oben genannten Gründen. Dazu kommt, daß es vor der Bühne sowieso anders klingt. Es gibt Drumer die sich per E Set mittels Kopfhörer selber mischen (und das richtig geil), dieses als Summe nach unten schicken. In 97% der Fälle wird es im Saal nicht passen.

Gitarren sind auch ein Problem; auf der Bühne von Hause aus viel zu laut (oft auch gar nicht auf den Monis der anderen erwünscht). Selbiges trifft auf den Bass zu. Zu allem Unglück trommelt die Basedrumm dazu noch wie die Sau - es wird immer lauter auf der Bühne. Das ist eigentlich dann nicht mehr von dort aus kontrollierbar.

Tip:
Toni suchen und vom FOH einstellen lassen, das ganze untersuchen und sich von ihm Ratschläge einholen, so das zumindest ein paar Grundeinstellungen klar sind. Dazu kann immer ein Musiker zum FOH hingehen und sich die anderen anhören.

Gerade nochmal in Deiner Ursprungsfrage nachgeschaut - 2 x git und 3 x voc. Nunja, ein bissel dünn meine ich mal aber es kann ja durchaus mehr dazukommen. Was spielt ihr?
Auf jeden Fall ist die Sprachverständlichkeit das A und O. Wenn der Hörer nicht mehr weiß, ob englisch oder deutsch gesungen wird, ist es eh zu spät.

XLR und die leidige Frage zwischen sym und asym: Jeder Weg der Signalführung, der länger als 4m ist, sollte symmetrisch ausgeführt sein. Einschlägige Erklärungen gibt es im Netz, auch bei uns in der Rubrik "Hifi Wissen". Es wäre hier zuviel, das ganze nochmals zu erklären. Vielleicht nur kurz soviel:
2 Adern (2 und 3) plus Schrim (1). Beide Adern führen das selbe Signal zur selben Zeit, nur phasengedreht (nicht phasenversetzt!). Störeinwirkungen von außen fallen auf beide Adern phasengleich ein und werden vom Empfänger eliminiert. Suchschlagwort vlt. CMMR oder Gleichtaktunterdrückung.
Übrigens - ein Stereo XLR hat 5Pole, auch das gibt es.

Hat das Pult keinen sym AUXweg, dann ist das schlecht aber behebbar indem ein Gerät verwendet wird, das einen sym Ausgang hat. Nun schreibt sich das so leicht. Normalerweise bekommt jeder Moniweg einen EQ verpasst und da kann man getrost auf das große Ohr zurückgreifen. Die EQ`s "Ultra Curve" bekommt man nun schon fast geschenkt. Die Dinger sind wirklich nicht das Wahre, für den Moni aber zu gebrauchen. Sie haben sym Ausgänge und 2 EQ`s inne, sind somit schonmal für 2 Moniwege tauglich.
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