18" LS Für Druckkammer Horn

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Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 07. Sep 2010, 10:19
Hallo an die HiFi forum gemeinde.

Im Zuge des Ausbaus meiner PA fü Veranstaltungen größer der 1000 Besucher bin ich auf den Trichter gekommen und das in beiden Sinnen.
Ich habe mich zum Nachbau eines Bass-horn gehäuses einer Namenhaften Firma entschieden. Jedoch kosten einzel- Chasis des Herstellers über 600€ was immerhin ein 5tel des original Kaufpreises für die komplette Kiste ausmacht.

Meine Erste Idee war der RCF LF18N4001 Er passt leistungstechnisch genau in mein Vorstellungsbild (Insgesamt werden 8 Chasis benötigt)
Jetzt habe ich feststellen müssen, dass dieses Chasis zwar für Horn Speaker geeignet ist, jedoch macht mir das vergleichsweise geringe Membrangewicht einige Sorgen.
Die Druckkammer in welche der Speaker eingesetzt wird hat ein Volumen von 120L Das Horn an sich eine Länge von 1,4m und ich komme auf eine Frontfläche von 9500cm²
Damit sollte ich auf eine untere grenzfrequenz von ca. 28hz kommen (welche ich hoffentlich nie erreichen werde) Mein normaler Lowcut liegt zwischen 35-40hz

Dann bin ich über den GBS 2618-B gestolpert, welcher preislich deutlich unter den RCF speakern liegt. Jedoch habe ich im Netz nicht sonderlich viel über GBS gefunden geschweigedenn über diesen Speaker direkt. Das einzige Manko an diesem Speaker: Das gewicht, was jedoch gut zur Leistungsklasse passt. Weiterhin lässt sich aus dem Membrangewicht auf eine sehr verwindungsfeste Membran schließen.

Frage an euch:
Gibts ein Chasis in ähnlicher preis/Leistungsklasse welches für den Einbau in eine Druckkammer mit angegebenem volumen einsetzbar ist und für den Hornbetrieb geeignet ist? Die bedämpfung durch das Gehäuse ist relativ hoch, desswegen scheiden einige speaker aus.

Die Leistung sollte 1200W RMS/ 8Ohm betragen
Angetrieben wird das ganze von 4 Digitalendstufen im bridged betrieb, jeweils 2 bässe geblockt/parallel.

Gruß

Floodwave-Sound
_Floh_
Inventar
#2 erstellt: 07. Sep 2010, 11:29
GBS ist hier im Forum für teils stark übertriebene TSPs bekannt.
Die Membranmasse sollte davon zwar nicht unbedingt betroffen sein, aber gerade bei der Güte wäre ich vorsichtig
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 07. Sep 2010, 13:17
Das habe ich soweit auch schon zu lesen bekommen, jedoch immer nur im Bezug auf die kleineren Speaker.
Keiner hat mal ansatzweise den großen 2618B drinne welcher ja der wäre der für mich in Frage käme.
Dachte mir nur, bevor ich mir ein zwei chassis bestelle und dann stunden bis tagelange messreihen druchführe frage ich mal hier ob jemand schon Erfahrungen mit dem Chassi hat.
Anderweitig habe ich jedoch schon erfahren das jemand dieses Chassi in eine Druckkammer mit grademal 60L verbaut hatte, die Folge war der Hitzetot des Speakers... Gut, das Volumen war ziemlich klein (Grade mal die Hälfte von dem was mir zur Verfügung steht) Jedoch war auch davon die Rede das der Speaker äußerst wenig verzerrt und einen klaren, trockenen (für hörner sowieso üblichen), kräftigen Bass von sich gegeben hat und auch in dem gehäuse einen Schalldruck von 138dB/peak erziehlt hat...
Ich werde noch ein zwei tage warten, villeicht tut sich hier ja was.

gruß

Floodwave
_Floh_
Inventar
#4 erstellt: 07. Sep 2010, 14:12
Solange die Rückkammer geschlossen ist, ist es aber egal ob diese nun 60 oder 120 Liter hat, zumindest für die Temperatur.
Da dauert es nur etwas länger, bis ein kritischer Wert erreicht wird. Wärmeabfuhr findet ja keine statt!

Ich erinnere mich noch, da wurde ein 21"er von GBS hier diskutiert. Kernaussage war: TSPs gelogen, aber dennoch brauchbar.
Alllerdings auch nur in einem gewissen Maß und nicht so, wie es die Parameter glauben machen wollen.
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 07. Sep 2010, 15:36
Gut, das volumen ist weitestgehend für die temperatur egal, dennoch ergibt sich ein erheblicher Unterschied welcher für den Hitzetot verantwortlich ist/sein kann:
Der speaker wird durch das äußerst geringe volumen äußerst stark bedämpft (federwirkung der luft) dadurch bewegt sich die Gesamtmembran 1, vllt 2mm und die Luft welche eigentlich durch die Voicecoil zirkullieren müsste wird nicht ausgetauscht sondern bleibt mehr oder weniger in der voicecoil und wird nur hin und her geschoben. Einen Unterschied machts also nur am Äußeren bereich des treibers.
Außerdem gibt sich eine größere kammerfläche welche automatisch auch noch mehr wärme abführen kann

btw: (ich dachte für zukünftige high power kammer speaker evtl an ein "heatpipe system" zur wärmeabfur? vllt dazu en neuen Thread??)

Dennnoch back to topic:
Welchen 18" speaker könnt Ihr mir in einer ähnlichen preis/Leistungsklasse von 1200w /8 Ohm für den einbau in eine solche Druckkammer empfehlen?

Gruß
Floodwave
schubidubap
Inventar
#6 erstellt: 07. Sep 2010, 16:14
um welches horn handelt es sich? MArtin Audio WSX?
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 07. Sep 2010, 17:20
Nein, nicht ganz.
Es handelt sich um ein W-Horn der Firma Dynacord.
schubidubap
Inventar
#8 erstellt: 07. Sep 2010, 17:37
hmm. ne Hornpappe die gut tut ist der Void V18-1000

Ob der auch in dem GEhäuse läuft kann man so nicht sagen. müsste man kaufen, einbauen und messen.


wieviele haste denn davon das du damit 1000 Pax machen willst?


und bitte als gewerblicher Teilnehmer markieren sonst muss ich dir auf die Finger klopfen


[Beitrag von schubidubap am 07. Sep 2010, 17:37 bearbeitet]
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 07. Sep 2010, 17:42
Es sollen vorerst 8 werden
Bzw. muss der "Prototyp" erstmal fertig gestellt sein.
Und je nach dem was da dann rauskommt (vergleich zum original) wird ders oder es wird noch was geändert.
Denke das sollte für ein Publikum von 1000Leuten indoor und ca. 800 open air vorerst ausreichen.
Sonst wird einfach noch ergänzt, was ja der Vorteil an den Hornsystemen is... Die stacken ja nicht nur, sondern koppeln auch noch.

gruß

Floodwave
schubidubap
Inventar
#10 erstellt: 07. Sep 2010, 17:44
ohja hörner sind schon was geiles


das schöne am Void ist der kräftige antrieb, die gute Membran und die 5" Schwingspule.

die chance das der den Hitzetod stirb ist dann doch gering

aber auch nicht ganz günstig.

http://h-audio.de/sh...2_73/products_id/232
_Floh_
Inventar
#11 erstellt: 07. Sep 2010, 17:47
Bassreflexsysteme koppeln auch untereinander, sie profitieren davon halt nicht merklich

Wenn ich W-Bin höre, denke ich immer an Massenhaft tote Chassis. Evtl. mal Oberton 18XB700 ansehen.
Nur ob er in deinem tut, ist wieder eine ganz andere Sache. RCF L18S801 könnte man auch mal ansehen.
Allerdings sind beide Treiber keine reinen Hornpappen, die tun auch ganz gut in ´nem Bassreflexgehäuse.
diddes-soundcheck
Inventar
#12 erstellt: 07. Sep 2010, 17:56


[Beitrag von diddes-soundcheck am 07. Sep 2010, 17:58 bearbeitet]
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 07. Sep 2010, 18:04
Und genau das ist das tolle daran:
Das Horn existiert in ähnlicher Form wie ich es baue nur als "reflex" horn... Diesen "nachteil" habe ich ausgeschlossen und über die expo funktion den Winkel sowie die Länge des neuen Horn-endes sowie die benötigte Querrschnittsfläche neu errechnet. Genauso ist es mit der Schallmündung in den Horntrichter.
Aber dadurch ist gezwungenermaßen eine Druckkammer entstanden.
Die andere Idee war ein "Doppelhorn" zu konstruieren, was das ganze aber einfach in einer riesigen, kaum transportablen Kiste hätte enden lassen, weil die Hörner zu allem unglück noch eine längendifferenz von knapp 4,2m haben müssten. Sowas ist nur stationär möglich.

Danke schonmal für die Tipps und der Void V8 hört sich schonmal gut an, liegt aber preislich über dem RCF (auf den ich im Normalfall greifen würde weil man mit RCF eig. nie was falsch machen kann)

Vllt findet sich ja noch mehr.

Gruß

Floodwave
schubidubap
Inventar
#14 erstellt: 07. Sep 2010, 18:09
der Void hat auch vorteile gegenüber dem RCF



Warum greifst du nicht auf erprobte nachbauten wie z.B. das WSX zurück? Bauplan sollte über google nicht schwer zu finden sein.

Meiner Meinung nach spart man bei einer 1000PAx auch nicht am Chassi.
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 07. Sep 2010, 18:19
Das mit dem billigen Chassi war lediglich ne Idee weil ich wie gesagt drüber gestolpert bin und einfach mal wissen wollte wies drum steht (also das GBS 2618B)
Den RCF LF 18N401 Habe ich schon in einem kleineren System (Was ich momentan noch verwende) verbaut.
Jedoch lohnt sich weiteres aufstacken dieses Systems nicht weiter, da ich einfach keine Raumtiefe damit erziehlen kann und jeder wieß, der Betrieb von Inseln lohnt erst wieder bei 20k+
Mein Ursprünglicher Plan war ein Standart Stand horn mit einem Hornkanal und Druckkammer. Jedoch hat man mit einem W-Bin den erweiterten Vorteil der Selbstkopplung womit man mehr Tiefe erreichen kann.

Gruß
Floodwave
schubidubap
Inventar
#16 erstellt: 07. Sep 2010, 18:47
ich finds natürlich klasse wenn leute experimentierfreudig sind, jedoch würde ich anfangs nicht unbedingt auf experimentelle sachen setzen sondern auf konstrukte die sich bewährt haben.

schöne Subs gibts da von Speakerplans.com , speakerstore.nl (beim Niederländischen kann ich helfen)

usw

das WSX ist natürlich auch ein nachbau - aber auch der wurde schon erfolgreich erprobt.
Ebenfalls mit dem Void
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 07. Sep 2010, 21:01
Die Seiten klingen interessant... Dann hab ich im Moment grade ja sogar 2 Vorteile: Ich kann meine Konstruktion erstmal testen + messen und wenns nix wird kann ich's auf die "originalversion" umbauen.
Werd mir jetzt mal den RCF, den Void, den GBS und noch nen Percusion bestellen...
Einfach mal schauen welcher mir das beste ergebniss liefert.

Danke für die Infos bis jetzt, aber bitte nich aufhören weiter zu schreiben vllt is ja noch was bahnbrechend interessantes dabei.

Gruß

Floodwave
schubidubap
Inventar
#18 erstellt: 08. Sep 2010, 03:54
endlich jemand der mal ein bisschen Budget und Experimentiergeist mitbringt.

Wenn das Fianziell drin ist dann kann man das natürlich so machen

welchen PD willst du dir zulegen? den 1850?
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 08. Sep 2010, 08:23
Ja, irgendwoher müssen doch auch mal "neue" ideen kommen...
Nein, es wird der PD 1851, der passt mir besser in die Leistungsklasse.
Bin ja mal echt gespannt was aus den verschiedenen chassi raus zu holen ist. Werde dazu mal ne messreihe anstellen und dann die Werte hier reinstellen.
Außerdem versuch ich mal meine Idee mit der Heatpipe Kühlung, en 12er Kupferrohr genommen, etwas vakuum reingesaugt und mit etwas alkohol sollte eigentlich ausreichen, damit bekomm ich ne Übertragung zwischen -12°C bis 94°C hin, alles was da drüber geht sollte meiner meinung nach nicht in einem Speaker auftreten. Das sollte die power compression weitestgehend unterbinden so, dass ich die Speaker auch wirklich mit ihren Kenndaten ausfahren kann ohne das was abbrennt. Zusätzlich kommt noch nen Temp-Fühler in das test Gehäuse, bin ja mal echt gespannt.

Das mit dem finanziellen ist natürlich immer saison bedingt, aber sommer is vorbei, es kam gut was rein, dann darf soviel experimentierfreude nun auch mal sein, wollen ja ein gutes Ergebniss erziehlen.

Gruß

Floodwave
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 12. Sep 2010, 01:11
Ich hatte ja schon angekündigt die Messergebnisse hier online zu stellen.
Nachdem Ich mit AJ-Horn schonmal gerechnet hatte und demnach eigentlich der Void eindeutiger "sieger" sein sollte hier nun die übersicht der Realität:

Eckdaten zur Messung: Messdauer 30 min, Messleistung 1000W mit Pink-Noise abgetrennt bei 110hz und Lowcut bei 30hz (was schon relativ hoch bzw. niedrig ist) umgebungs-temp ca.17°C +-3°C (macht ja auch nicht so den einfluss)
Die 2 bzw. 4 Temperaturen wurden mit PT1000 erfasst

Der GBS-Audio 2618B Schneidet mit einem gemessenen Schalldruck von 136,5dB Garnicht mal so schlecht ab. Leider ist die Wärmeentwicklung bei dieser Ausbeute relativ hoch und so kommt er nach 30min bei 1000W AES auf eine Magnet-Temp von knappen 87°C was doch relativ viel ist. Die Luft-Temp der Druckkammer liegt bei 59°C nach 30 min

Der Void schneidet vom Druck leider etwas schwächer ab mit "Gerademal" 136dB verzeichnet er aber geringere Verzerrungen im Freq-gang und der halbe dB weniger fällt wohl eher unter "messabweichung". Ein sauberer Klang und die Temp sieht auch schon besser aus mit gerademal 72°C und einer kammer-temp von 44°C bei gleichen Voraussetzungen (1000W AES)

Der Percousion Devices 1851 liefert eindeutig den besten Schalldruck im Gehäuse von sagenhaften 138dB was dann doch deutlich mehr ist als alle anderen. Jedoch ist die Verzerrung aufgrund der doch relativ leichten Membran stärker wie bei den anderen ausgeprägt. Die Kammer-temp steigt auf stattliche 65°C und die magnet temp auf 81°C (wie diese Temp-diff entstanden ist kann ich mir eingentlich nur durch den höheren Luftdurchsatz in der Voicecoil erklären)

Und zu guter Letzt der RCF LF18N401 mit einem Schalldruck von 136dB im oberen Mittelfeld an zu treffen, jedoch durch die verstärkte membran sehr verwindungsfest und somit auch geringe verzerrungen. (wovon ich anfangs das gegenteil befürchtet hatte)
Der neodym bringt eine wesentlich geringere Hitzeentwicklung mit sich womit dieser Speaker die eindeutig niedrigste Temp-entwicklung hat.
"gerademal" 64°C magnet temp und eine kammer temp von 40°C haben mich dann letzendlich überzeugt zu RCF zu greifen.

Da mit 1000W AES gemessen wurde ist davon aus zu gehen, das die Magnet Temps sowie die Kammertemperaturen im Normalbetrieb nicht solche "Extremen" werte erreichen werden, was mich durchaus zuversichtlich stimmt und ich sogar kurz überlegt habe den GBS zu nehmen. Aber dann Griff ich doch zum RCF. Bin mal gespannt was dabei rauskommt wenn die Bassbins mal gestackt sind.

Leider existieren die Messdaten bis jetzt nur in alaoger form. Werde mich evtl. die Tage dran machen das zu digitalisieren, je nach dem wie zeit ist.

Wer genaueres wissen will schreibt mir ne mail an: floodwave@gmx.de

Gruß

Floodwave
A-Abraxas
Inventar
#21 erstellt: 12. Sep 2010, 05:20
Hallo,

vielen Dank für die ausführliche Beschreibung !

Viele Grüße
*xD*
Moderator
#22 erstellt: 12. Sep 2010, 20:37
Hi

Interessant, hast du das alles so im Betrieb gemessen? Nicht schlecht

Der LF18N401 ist eigentlich von der Technologie gesehen her das Beste fürs Geld. Andere Chassis mit ähnlichen Daten kosten allesamt über 300€. Zumal der noch nicht ganz am Trend hängt (dicke Spule, schwere Membran und hohe Belastbarkeit).

Naja, beachte auch, dass du die Kisten da mit Sinuswellen prügelst. Mit normaler Musik werden die locker Peaks von 2kW wegstecken. Würde ich mir nicht so sehr große Gedanken drum machen.

Ich würde auf jeden Fall beim RCF bleiben. Bloß keine Billigpappe da rein. Denn gerade die Membran wird mechanisch auch sehr hoch belastet. Da gibts sonst auch schnell mal einen Knick rein, wenn das Material minderwertig ist.

Wenns noch mehr sein muss, gibts ja auch noch andere 18" von 18Sound, B&C etc., die dann bis zu 2kW RMS wegstecken. Die kosten dann aber knappe 500€, und der Lautstärkegewinn ist eher klein.
_Floh_
Inventar
#23 erstellt: 12. Sep 2010, 20:42
Der RCF ist ´ne gute Pappe.

Hatte den selbst mal zu Testzwecken in BR, damit konnte man schon ordentlich Spass haben.

Rein interessehalber, wo steht die Anlage? Evtl. machen wir mal ein Forentreffen mal bei dir
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#24 erstellt: 13. Sep 2010, 09:27
Zitat: Interessant, hast du das alles so im Betrieb gemessen? Nicht schlecht

Ich habe bevor ich das gehäuse geschlossen habe 4 pt 1000 eingebaut über die ich diese parameter ausmessen konnte, da die temp- entwicklung im gehäuse doch eine nicht unwesentliche rolle spielt.
rein theoretisch kann man das berechenen jedoch spielen da so viele faktoren eine Rolle, das ich mir das nicht antun wollte.

Mal abgesehn davon das der rcf nicht aus pappe ist, ist es eine gute pappe, muss man echt sagen...

Denke auch, das ich aus den teilen so ca. 2-2.4kw programm leistung rausholen kann, sollte schon gut was an druck entstehen.

Um dein Interesse noch zu befriedigen:
Die anlage steht in der nähe von ffm, jedoch in einem lagerraum von gerademal 35m² wo also akustisch nicht viel zu machen ist xD

gruß

Floodwave
jogi59
Inventar
#25 erstellt: 13. Sep 2010, 11:18
Wie hast du denn die 1000 Watt gemessen. Mir kommen die Temperaturen viel zu niedrig vor.
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 13. Sep 2010, 11:40
Die 1kw AES Ausgangsleistung habe ich via oszilloskop+durchschnittswert des pink-noise signals+ direkter strommessung+ vergleich zur eingangsleistung mit dem wirkungsgrad welcher vorher über einen messwiederstand bestimmt wurde gemessen.
die leistungs messwerte sollten eine maximale abweichung von +-1,5% haben

Andersrum gefragt: mir ist bekannt das bei spätestens 110°C schäden an den speakern auftreten... wäre also meiner meinung nach schlimm wenn die temps noch höher gestiegen werden.
Und rein rechnerisch passt das auch, bei ner wirkleistung von ca. 13% der speaker im schnitt angenommen und diesem relativ geringen luftdurchsatz + die gewichte der ls mit dem material mit der geringsten wärmekapazität gerechnet (das is wohl bei denen mit ferit magnet das ferit) bei dem neodym ist es wohl das Fe, kommt man nunmal nach 30min bei 1kw auf so "niedrige" temps.
Zusätzlich wird ja auch wärme über die Kammerwände abgeführt und die Membran dient auch als "Kühlfläche", was vorallem beim RCF zu buche schlägt, da der wärmeleitkoeffizient bei dieser membran am besten ist.

Wenn du jetzt noch weiter die Power compression verhindern willst, dann bleib dran, ich bin im moment dabei eine eigenst entwickelte heatpipe konstruktion zu testen, welche, dank verdampfer und kondensierer prinziep, die kammer temp (evtl. sogar mit integriertem lüfter) extrem senken sollte, womit wie gesagt die power compression weitestgehends ausgeschlossen werden kann.
Man hat dann so zu sagen ein geschlossenes gehäuse mit einer wärmeabführung wie in einer Reflexkiste.

Rein theoretisch kann man das ganze noch übertreiben mit einer kompressorkühlung und somit auf ne kammertemp von -5°C kommen und somit die rms leistung um bis zu 50% anheben, das will aber erst noch getestet werden und ist en haufen aufwand. (Eher spielerei als sinnvoll ;-))

Gruß

Floodwave
_Floh_
Inventar
#27 erstellt: 13. Sep 2010, 13:26
Wenn du schon mit Lüftern anfängst, wäre wohl etwas mir 2 Wärmetauschern und Wasser im Kreislauf denkbar.
Dann könnte man die 2 übrigen Pole beim 4-polingen Speakon auch mal für was sinvolles nutzen
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 13. Sep 2010, 15:23

_Floh_ schrieb:
Wenn du schon mit Lüftern anfängst, wäre wohl etwas mir 2 Wärmetauschern und Wasser im Kreislauf denkbar.
Dann könnte man die 2 übrigen Pole beim 4-polingen Speakon auch mal für was sinvolles nutzen :D


Ich sags mal so: Wenn ich jetzt da mit 2 wärmetauschern und wasser und noch ner pumpe usw. anfange wirds wirklich zu krass...
So geht das sogar lüfterlos und wenn doch kommt da en 12v lüfter rein den man wie du schon sagtest über die freien pole vom spk versorgen kann.
Ne Heatpipe is was ganz simples was ohne zusätzlichen ernergieaufwand funktioniert.
In die druckkammer kommt en kühlkörper rein als "wärmeabsorber" der is mit der heatpipe verbunden die nach draußen führt, dort ist dann wieder ein kühlkörper welcher die wärme an die umgebung abgibt. Um die effizienz bzw. die wärmedifferenz noch zu steigern baut man jetzt nen lüfter auf den kühlkörper in der kammer.
Wichtig beim Einbau: Der punkt außen muss der höchste sein und der punkt innen der niedrigste, das gaze muss streng monoton verlaufen! Sonst funktioniert die kondensation nicht!! (Bzw. die rückführung)
jogi59
Inventar
#29 erstellt: 13. Sep 2010, 17:47
Kennst du diese Kühlidee
Voice Coil Cooling System
oder die AirForce-Kühlung von Community?
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 13. Sep 2010, 19:41
Die iedee ist schon nicht verkehrt, jedoch viel zu aufwendig.
Ich brauche lediglich 2 kühlkörper und ein stück kupferrohr das an beiden enden zugelötet wird und vakuum drinne ist.
da wird dann die wärme ohne jegliche energiezufur abgeführt

Wer pläne dazu benötigt einfaach bescheid sagen, das ganze liegt als CAD datei sowie bilddatei vor.

Gruß

Floodwave
_Floh_
Inventar
#31 erstellt: 13. Sep 2010, 20:44
Das Vakuum alleine hilft dir aber nichts. Da muss schon noch ´ne Flüssigkeit mit passendem Siedepunkt rein
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 13. Sep 2010, 21:09
Das ist mir durchaus bewust
Entweder Alkohol oder wasser, der rest wird übers vakuum eingestellt.
Big_Määääc
Inventar
#33 erstellt: 14. Sep 2010, 09:31
ist es den im ganzen nicht sinnvoller ein HornKonstrukt zu nehmen bei dem der Tieftöner mit seinem MagnetSystem nach außen eingebaut wird

so kann man sich doch das Problem der Kühlung sparen

und außerdem verändert sich doch auch das Dämpfungsverhalten der Luft wenn sich die geschlossene Kammer so dermaßen erwärmt

oder ist das noch im vertretbarem Spielraum ??!!
Floodwave-Sound
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 14. Sep 2010, 09:35
Laut rechnung und auch der Praxis ist die Kammer passend für das Chasis und der Schalldruck von 136 bzw. 138dB spricht auch für sich.
Durch die Bedämpfung durch die Rückwärtige Kammer wird der Schalldruck in etwa um 8-12db gesteigert, was meiner meinung nach durchaus effektiv ist

Die zusätzliche Wärmeabführung wäre nur desswegen von Vorteil das anstatt 1,8kw Programm leistung dann bis zu 2,4kw Programmleistung aus der Kiste rausgeholt werden kann.

Gruß

Floodwave
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