Selbstbau-Sub mit gutem kick

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emanuel93
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Okt 2013, 19:09
Hey!

Normalerweise treibe ich mich ganz und garnicht im selbstbau-Sektor rum, jedoch reizt es mich immer mehr mich ein bisschen damit zu beschäftigen, vor allem weil ich jetzt eine Möglichkeit zu na Werkstatt habe

Bevor ihr fragt, ich hab mich bereits ein wenig nach selbstbau-subs umgeschaut im Web, jedoch wollte ich euch nochmal mit meinen persönlichen Vorstellungen fragen, was denn wohl das Beste für mich ist.

Also ums kurz zu fassen: Ich suche einen Subwoofer (Bauplan/satz), der in erster Linie extrem gut kickt, und im Stack auch einen guten Tiefpass erzielt. In erster Linie sollte Elektro (House, D'nB, Dubstep) und auch Rock & Pop (Live) drüber gespielt werden.
Beschallung bis zu 300Pax (Headroom vorrausgesetzt)
Zunächst mal, was für eine Art von Sub würdet ihr mir hierfür empfehlen?
Welche Größe des Chassies wäre hier am besten angebracht? (12", 15" steht ja bekanntermaßen für ein gutes Kickverhalten, hab aber auch schon von 18" B&C-Speakern gelesen die alles toppen was kick angeht)

Es sollte ein single-Sub sein (wegen der Größe+Gewicht), der mit mehreren stackbar ist.
Ich dachte Anfangs 4-6 Stück zu bauen.
Als Topteile sollten entweder meine Arena 12 Pro oder RCF Art 422 zum Einsatz kommen, wenn es denn passt??
Als Endstufe hab ich eine LAB fp6400 (1300W @ 8Ohm), bzw. eine Proline 3000 (1100W @ 8Ohm) zur Verfügung.
Mit allem drum und dran dachte ich mir maximal 600€/sub auszugeben. Wenns ein wirklich feines Teil ist (was ich mir erwarte) darfs auch den einen oder anderen Euro mehr kosten.

Hab mir bereits die Seite vom Jobst angesehen und auch andere Seiten, jedoch bin ich im Gebiet mit selbstbau-PA einfach noch zu unerfahren. Gibts da irgend einen High-end standard-Sub der euch sofort einfällt?
Habe (noch) 4 DB Arena Pro SW18 subs. Diese sind zwar gute Allroundbässe, jedoch stellen sie mich nicht zufrieden wenn es um den Kick & um den Pegel geht. Dh. sollten die "neuen" meine SW18 auf jeden Fall toppen (sofern ihr die kennt^^).

Bin für jede Hilfe dankbar!
Danke schonmal für eure Antworten!
Jobsti
Inventar
#2 erstellt: 15. Okt 2013, 19:31
DnB, Dubstep usw. fordert ja eher schön Tiefgang, weniger Kick,
anderes Elektronisches fordert wiederrum schönen KIck und auch Punch.

Problem an der Sache: Ein Sub der beides perfekt kann, gibt s NICHT.
Entweder, oder
Oder eben einer der alles kann, aber nix Perfekt, mit Schwerpunkt auf Tief und Fett, oder präzise und knackig, kickig.

Für 300 PAX reicht eigentlich was der mittleren Preisklasse in Richtung 4x18",
da ich weiß, wie es bei Elektro zugeht, darf hier auch mal 6 Subs genutzt werden ;-)


Wenn dir Flexibilität net ganz so wichtig ist und du eh immer mit 4-6 Kisten los ziehst,
kannst du auch mal Ausschau nach Hörnern, wenn kompakter dann Bandpasshörnern Ausschau halten.

Wie z.B. der Limmer 115 oder 215, wobei single sinnvoller wäre.
Wenn da Präzision wichtiger ist als der Wumms untenrum und Minimum 3 aufeinander stehen,
könnte man d auch ein LF15N401 anstatt dem B&C rein stecken.
Für Dubstep wäre mir der aber net tief genug.


Achso, so sehr viel mehr Pegel als mit den Arena Pro 18 wirst du auch mit anderen Subs nicht bekommen,
da müssen einfach mehr dran.
Klar, wenn riesengroßes Horn, wie z.B. ein WSX, aber dann haste auch nur Tiefgang, kurz nach dem Punch hört's aber auf, mit Kick ist da nix.
Aber viel lauter wird's damit auch net, da ist es wesentlich sinnvoller weitere Bässe aufzustellen,
denn Membranfläche ist durch nix zu ersetzen als durch noch mehr Membranfläche!
Wenn du das Doppelte an Luft verschiebst, wirkt das schon ne deutliche Ecke lauter und fetter, auch wenn der Pegel identisch ist.


Das Wichtigste für sauberen Kick und Oberbass ist die perfekte Ankopplung von Topteilen an die Bässe!
Ich persönlich würde hier dann einfach den Weg gehen, präzise, flotte 15er oder 18er BRs zu benutzen
und oben drüber ein knackiges Topteil, am besten 2x12", was sauber angekoppelt wird,
das sorgt dir dann für den entsprechenden Oberbass und Kick.


Vielleicht kommt ja wer aus deiner Nähe mit den JM-Sub18N (Faital Neo BR), die gehen für 18er
verdammt präzise und knackig! Evtl. gefällt der dir ja, ist genau das Gegenteil von den "wabbeligen" RCF in den Arenas.

Auch BR Bässe gewinnen ein bisschen an Tiefgang im Stack, zwar net viel, aber psychoakustisch wirkt's
in größeren Stacks einfach viel tiefer und fetter!
Was auch geht, ist einfach 1-2 Subs mehr aufstellen pro Seite, dafür dann untenrum einfach mit dem EQ etwas nachzuhelfen,
falls der Tiefgang dennoch nicht reichen sollte.


PS:
Mit 2 Wegen im Bass würde ich persönlich nicht arbeiten in deinem Fall.
Das kostet nur Transportspace, weitere Amps, Controllerwege usw.
Zudem muss das sauber vermessen werden, denn ohne perfektes Setup wird das nix.


[Beitrag von Jobsti am 15. Okt 2013, 19:37 bearbeitet]
emanuel93
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 15. Okt 2013, 20:37
Hey danke für die sehr ausführliche Antwort, vom Jobst persönlich

also

Jobsti (Beitrag #2) schrieb:
DnB, Dubstep usw. fordert ja eher schön Tiefgang, weniger Kick,
anderes Elektronisches fordert wiederrum schönen KIck und auch Punch.
Problem an der Sache: Ein Sub der beides perfekt kann, gibt s NICHT.

Da geb ich dir auch Recht, deshalb schrieb ich auch "...und im Stack auch einen guten Tiefpass erzielt."
Da ich im Stack mit sagen wir 4 "Kick-subs" keinen so guten Tiefbass wie mit 4 "Infra-subs" zusammenbringe, ist mir klar.
Und das ich mit mehr Membranfläche mehr bewirken kann ist ja auch logisch.
Mir gehts halt in erster Priorität um den kick.


Jobsti (Beitrag #2) schrieb:
da ich weiß, wie es bei Elektro zugeht, darf hier auch mal 6 Subs genutzt werden ;-)

Also meine 4 18er waren schon öfters am limit, auch bei deutlich unter 300 pax

Bandpasshörner klingt ganz interessant, jedoch muss ich dazusagen dass ich beim 20. Wochenende immer noch Lust haben will die dinger herumzuschleppen ^^
Wenn sich die Teile jedoch spürbar abheben von den BR, dann wäre es eine überlegung wert.
Ist so ein Ding zu bauen für wen zumutbar der noch nie Boxen gebaut hat?


Jobsti (Beitrag #2) schrieb:
Achso, so sehr viel mehr Pegel als mit den Arena Pro 18 wirst du auch mit anderen Subs nicht bekommen,
da müssen einfach mehr dran.

Ja, stimmt, gibt aber auch Ausnahmen... Vielleicht bin ich ja einfach ein bissl zu verwöhnt, da ich oft mit D&B arbeite....
Zudem hängts ja auch ein bissl von der EQ-Einstellung, und auch der Trennfrequenz ab.


Jobsti (Beitrag #2) schrieb:
Das Wichtigste für sauberen Kick und Oberbass ist die perfekte Ankopplung von Topteilen an die Bässe!

Damit sollte ich mich mal mehr beschäftigen. Einfach allgemein. Hab das immer nach Gefühl gemacht, jedoch nie iwie nach Plan. Falls ihr da eine Art gutes "Tutorial" wisst, nur her damit. Hab ein Driverack 260 als Controller, Just4info


Jobsti (Beitrag #2) schrieb:
Vielleicht kommt ja wer aus deiner Nähe mit den JM-Sub18N (Faital Neo BR)

Hm, bin Österreicher, wo ja bekanntermaßen nicht sehr viele User vorhanden sind. Falls dennoch wer in der Nähe von Salzburg oder Wien Material zur Hörprobe bieten kann, dann meldet euch bitte
Es müssen auch nicht nur die genannten Modelle sein, ich höre mir gerne auch andere Teile im Segment PA-Subwoofer an.

2 Wege im Bass ist auch kein Thema; ich will zwar einen fetten sauberen Sound, jedoch hab ich nicht vor mit tehniken die man normalerweise auf Großveranstaltungen findet aufzutanzen...

Jobsti
Inventar
#4 erstellt: 15. Okt 2013, 20:59
Sehr gute Anlaufstelle für dich zum Probehören:
http://www.lautsprecherforum.eu/viewforum.php?f=30

Einfach mal ein Thema eröffnen mit Anfrage in Ö.


Schade, dass ich derweil keinen Demospeaker der Faitals hier habe, sonst hätte ich dir mal einen zum Testen rüber gesendet.

Was übrigens SEHR erstaunlich war, war am Forentreffen der Vergleich von 4 JM-Sub212 versus 2x Limmer 215.
klar unfair, weniger Membranfläche, größer und schwerer, dafür aber auch BPH vs. Mini BR.
Klanglich kaum zu unterscheiden, auch im Tiefgang nur minimal (212er bissel tiefer), Max Pegel ebenfalls fast identisch.

Nachteil: Die 212er haben 4 Ohm, , was das Amping bei größeren Stacks kompliziert, schwer oder teuer macht und Bestückung ist teuer.
Dafür hat man Mini Kisten zu schleppen, welche nix wiegen und man ist extrem flexibel.

Direkt nach dem Treffen wurden innerhalb 2 Wochen über 25 Stück der Kisten nachgebaut,
jedenfalls das was über mich lief ;-)


[Beitrag von Jobsti am 15. Okt 2013, 21:07 bearbeitet]
java4ever
Stammgast
#5 erstellt: 16. Okt 2013, 08:38
Würd mich mal nach plänen für Hybrid subs umschauen Guter Wirkungsgrad, abartiger kick. Passt

Grüße


[Beitrag von java4ever am 16. Okt 2013, 10:33 bearbeitet]
Jobsti
Inventar
#6 erstellt: 16. Okt 2013, 10:03

Guter Wirkunvsgrad, abartiger kick.

Was bitte hat das mit Hybrid zutun bzw. allgemein mit der Bauart?
Rein garnix.
java4ever
Stammgast
#7 erstellt: 16. Okt 2013, 10:23
Hmm doch irgendwie schon. Oder willst du abstreiten, dass Hörner eine hohe Effizienz / Wirkungsgrad haben?
emanuel93
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 16. Okt 2013, 13:27

Jobsti (Beitrag #4) schrieb:
Sehr gute Anlaufstelle für dich zum Probehören:
http://www.lautsprecherforum.eu/viewforum.php?f=30

Ich werd mal was reinschreiben


Jobsti (Beitrag #4) schrieb:
Was übrigens SEHR erstaunlich war, war am Forentreffen der Vergleich von 4 JM-Sub212 versus 2x Limmer 215.
klar unfair, weniger Membranfläche, größer und schwerer, dafür aber auch BPH vs. Mini BR.
Klanglich kaum zu unterscheiden, auch im Tiefgang nur minimal (212er bissel tiefer), Max Pegel ebenfalls fast identisch

Der JM-Sub212 hat mich bereits interessiert wie ich auf deiner Seite war.
Wie ist der Sub im Vergleich zum JM-Sub18N?


Jobsti (Beitrag #4) schrieb:
Nachteil: Die 212er haben 4 Ohm, , was das Amping bei größeren Stacks kompliziert, schwer oder teuer macht und Bestückung ist teuer.
Dafür hat man Mini Kisten zu schleppen, welche nix wiegen und man ist extrem flexibel.

Naja, man kann die Speaker im Gehäuse ja auch in Serie schalten. Wenn man 2 Subs parallel schließt (Ich bin ohnehin nie mit nur einem Sub unterwegs) hat man wieder 8 Ohm...jedoch halt ne sehr hohe Leistung...

mfg
Jobsti
Inventar
#9 erstellt: 16. Okt 2013, 22:06
@java4ever
Was haben Hybriden mit Hörnern zutun?
Einen typischen Hybrid gibt's nicht, diese Bezeichnung beschreibt einfach
eine Kiste, welches aus mindestens 2 verschiedenen Prinzipien besteht.

Z.B. ein Bandpasshorn, ein ventiliertes BPH, W- oder echtes Horn (Ported Horn), Mix aus BP 4th oder 6th Order mit BR und
Hornstummel, 6th order BP mit einem oder 2 sich öffnenden Ports, Br mit Expo-Port etc. etc.

OB und wie hoch die Effizienz oder Wirkungsgrad von einem Konstrukt ist, kommt auf das Konstrukt itself an.
Klar, ist oft so bei Hörnern, aber kein Muss
Die 2 Hybriden, welche ich derweil zum nachbau online habe, machen z.B. keinen abartigen Kick,
Wirkungsgrad ist gegenüber einem Br auch net viel anders. Sind eben nicht für Kick und Pegel ausgelegt.
Ein Hybrid, der recht gut kicken kann und richtig laut kann (dafür null Tiefgang), hätte die Soundklinik im Angebot,
für Live nen geiles Geschoss.

"Abartiger Kick" ist zB. garnet so oft, das haste eher bei Kurzhörnern (oder AZs 4x10" BPH), bei BPHs oft super Punch
und bei echten, großen Hörnern haste "geht so" Punch und Null Kick, dafür Tiefgang ohne Ende(Bsp. WSX)


@emanuel93
Der JM-Sub18N klingt etwas voluminöser, aber im Klang garnet sooo viel anders will ich meinen.

Was ich toll finde:
Einfach einen mini MPX Kasten gebaut und dort 3-4 NL4 Buchsen rein und intelligent verdrahtet.
damit kann man dann seine Kisten in reihe schalten. 2x 4 Ohm Bass dran = 8 Ohm Impedanz.
So ist man richtig schön flexibel, kleiner Amps bei 2-4 Kisten, Dicker Amp für mehrere.

Siehe unsere Boxen für's Forentreffen (zum Reine schalten und ne andere zum verteilen/Weiterschleifen:


[Beitrag von Jobsti am 16. Okt 2013, 22:07 bearbeitet]
java4ever
Stammgast
#10 erstellt: 17. Okt 2013, 10:15
@Jobsti
Der Typische Hybrid Sub ist meiner Meinung nach Bassreflex - Horn

Grüße
*xD*
Moderator
#11 erstellt: 17. Okt 2013, 23:05
... Und so ein Ding kannst du genauso wie einen BR nach Belieben abstimmen. Schlecht konstruierte Hybride mit typischen BP-Frequenzgang und inkonsosistentem Querschnittsanstieg (die Faltungen sind das Stichwort...) kicken übrigens oft ausgesprochen schlecht weil da oft reichlich Resonanzen zwischen 100 und 300Hz auftreten.
... Was in dem Fall schlicht auch der Grund für die Pauschalaussage ist, dass reine BP-Subs nicht kicken. Und das aus dem ganz einfachen Grund, dass sie prinzipbedingt mit 18db/oct. ab der Tuningfrequenz der kleinen Kammer abfallen und dementsprechend im Regelfall überhaupt keine "Kickfrequenzen" wiedergeben.

Ein typischer Hybrid ist im Regelfall physikalisch gesehen immer ein Bandpass, woher letztendlich dann in gewissen Szenarien gewisse Vorteile auftreten. Der typische Hybrid ist also eine BR-Konstruktion, die sich durch nicht klingende Tricksereien (Resonanzgewinne durch verschiedene Möglichkeiten, siehe Helmholtz-Resonator (also der normale BR), Lambda/4-Resonator etc.) in bestimmten Frequenzbereichen einen Wirkungsgradvorteil erspielen, dabei immer zu Lasten des "idealen" Klanges (was nunmal tatsächlich in eine geschlossene Box resultiert - ohne da nun den großen Guru spielen zu wollen... ).
Oder eben ein Horn mit geschlossener Rückkammer - was mit riesiger Mundfläche oder in ausreichender Anzahl (-> im Endeffekt das gleiche...) tatsächlich eine breitbandige Hornwirkung erzielt. Der Idealfall steht dann natürlich im krassen Gegensatz zum Transportvolumen. Gibt leider nix was keine Kompromisse hat...
Jobsti
Inventar
#12 erstellt: 18. Okt 2013, 04:46
Zu lasten des idealen Klangs kann man so nicht sagen.
Nicht immer, aber oft, sinkt die Gruppenlaufzeit und Ausschwingverhalten im Tiefbass, um so größer sich das Horn öffnet.

Das hat zur Folge, dass es über 100Hz stark ansteigt im Pegel, ergo Controller voraussetzt / tiefere Xover als üblich,
sich aber ab 4er Stack wieder von selbst gerade bügelt.
Problem: Einzelkiste und Stack benötigen komplett verschiedene Controllersettings.

Auch ein Grund wieso ich immer vom MBH (JM-Sub118h) für Kleinkram abrate,
erst ab 2er oder besser 4er Stack für Großes nutzen.

Mal ein Beispiel vom neuen 21" Bandpasshorn:
Jobst-Audio JH-sub21H

Zu sehen: Single 4pi (so wie ich immer Messe) vs. 4er Stack 2 Pi (Praxiseinsatz)

Info:

Genau das habe ich auch beim neuen 21er Infra so gemacht, allerdings war das der falsche Weg.
der Infra muss fett und pompös klingen, somit darf, nein MUSS er unten einfach "lahmer" werden.
Kiste klingt nett, laut und fett, als reiner Infra aber leider nicht fett genug, soll ja kein Allroundbass werden.
Proto auf'n Müll, neuer her.


[Beitrag von Jobsti am 18. Okt 2013, 04:50 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#13 erstellt: 19. Okt 2013, 13:45
einfach mal den ersten post durchgelesen würd ich 15er empfehlen. sollte bumm bumm und kick gut kommen (bei der vorhandenen verstärkerleistung). bei 100hz, evtl auch 110, 120hz (ausprobieren) an ein fettes top weitergeben, und gut is. bei doppel 12" schliess ich mich jobsti an, das brauchts, für rundum guten bass brauchts potente tops, damit kickbass und grundton gut wiedergegeben werden (sonst halt 2 wege bass, aber das steht hier glaub ich nicht zur debatte). phasenprobleme sollts auch keine geben, das kann man auch nur wiederholen, sonst machen evtl subs und tops guten kick, nur genau entgegengesetzt, und löschen einander aus

prinzipiell, subs die kick und tiefbass können gibts, zb unser derzeitiger eigenbau mit dem nlw9600 (siehe party-pa.de). dem fehlt aber wiederum etwas der punch. ich würde es eher so sagen: einen sub der tiefbass, midrange/punch, und kick gut kann, gibts nicht. 2 sachen gehen öfters noch, alle 3 nie. am ehesten noch im geschlossenen mit starker frequenzganganpassung, der kann dann vll alles, aber halt nicht ausserordentlich gut und laut
Jobsti
Inventar
#14 erstellt: 19. Okt 2013, 16:22
Wichtig für, subjektiv empfundenen, guten Kick ist immer eine leichte Pappe samt progressiver Einspannung..
Da fällt der 9600er schonmal raus, auch wenn er massiven Antrieb und Einspannung hat,
ist meine persönliche Meinung... Leicht klingt einfach immer offener, flotter, knackiger.
stoneeh
Inventar
#15 erstellt: 19. Okt 2013, 18:05
glaub mirs, wie ich den 9600 in der hand hatte hätte ich nie vermutet dass er guten kick kann. aber der klingt im kick echt offen, luftig. echt wahnsinn was die ingeneure da rausgeholt haben. wir verwenden ja als tops die infinity sm reihe. das is die definition von leichte pappe. 100+db wirkungsgrad trotz relativ schwachem antrieb. kick ist dementsprechend genial. kenn zmd nix das besser kickt, weder im hifi noch PA. der 9600 kommt ganz gut ran

lass den 9600er übrigens mal ohne trennung laufen jobsti.. ich hab noch nie eine membran annähernd der grösse gehört die so gut als breitbänder klingt. natürlich würd ich ihn nie so einsetzen, aber es zeigt eben dass er weit rauf gut spielt, und einfach ein sehr hochwertiges chassis ist

pauschalurteile gehen öfters als nicht nach hinten los
Jobsti
Inventar
#16 erstellt: 19. Okt 2013, 18:44
Die Tage nen Vitavox 18er in den Fingern gehabt, 80g mms, ultra hart eingespannt, Qts von annähernd 0,1.
Die Pappe geht ab und vor allem hoch Bei der TSP Messung dachte ich, da liegt nen Mitteltöner am Tisch.
Wurde ursprünglich mit dickem 4"er als Fullrangebox genutzt. (18er im Horn)


[Beitrag von Jobsti am 19. Okt 2013, 18:45 bearbeitet]
corell95
Stammgast
#17 erstellt: 21. Okt 2013, 22:21
Jobsti, bleibt das 21" BPH so wie es ist (bzw. so wie es die simu zeigt)?
Ich muss sagen, da hätte ich mir von einem 21" mehr erwartet, das sieht für mich weder besonders tief noch besonders laut aus, also nichts was nicht auch mit wesentlich günstigeren 18" gehen würde. Was ist die Intention/Einsatzgebiet der Kiste?

Um zum Thema zu kommen:
Wenn du wirklich bis zu 600€ pro Box ausgeben willst: Der neue RCF LF 15 N 451 sollte zumindest von den Daten her in einem Horn brutal kicken. Die Membran ist zwar nicht grade leicht, aber qts und BL sprechen für sich Dafür ist das Teil auch wirklich schweine-teuer( vielleicht tuts ja auch ein PD158 oder ähnliches). Ein passendes Bandpasshorn dafür entwerfen und den Magnet ins Horn hängen, dann kann man die 1300 w auch drauf geben, ohne dass es in der Rückkammer kocht.
Nenn doch mal gewünschte untere Grenzfrequenz im 4-er stack und maximale größe der box, dann wird das hier etwas konkreter.
Jobsti
Inventar
#18 erstellt: 21. Okt 2013, 23:04
Das ist der erste Proto, mal sehen wo es am Ende hin geht.

Aber oft wird da viel falsch gesehen/interpretiert/simuliert.
95-96dB Vollraum ist schon ganz ordentlich, mit dazu noch ab grob 50Hz,
bzw. f5 ab 40Hz (Single!) ist definitiv schon ordentlich.
Klar, 1-2dB mehr raus holen und erst ab 50Hz würde auch gehen, der 21er darf aber gerne mal 10Hz tiefer gehen.

Das Limmer 215 macht z.B. ebenfalls 97-98dB Vollraum, aber erst oberhalb 60Hz,
f5 48Hz.
Ähnliche Membranfläche, minimal lauter, Gehäusegröße netmal 50L kleiner, weniger Tiefgang,
somit meine Meinung: Passt doch 1A für ein BPH.
Auch wollte ich untenrum nicht den typischen "Blubb" der die Kiste künstlich lauter und fetter klingen lässt.

Der hier verwendete 21er ist für ein Neodym doch recht günstig mit ca 499,- Straßenpreis,
zudem hat er ne verdammt leichte Pappe mit ausreichend Antrieb.
Somit klingt das Ding mal komplett anders als die üblichen Verdächtigen.


Edit:
Leider kann ich die Skalierung net besser anpassen, aber geht schon.
215er BPH gegen den 21er (Hellgrau) Vollraum. Man sieht etwas mehr Tiefgang, dafür ca 1dB weniger Pegel und smoother Rolloff.
21er BPH versus 2x15er BPH - Neu skaliert Nr.3


PS:
Wenn neues PegelPornHorn, dann mit dem nagelneuen B&C, nicht dem RCF,
dann aber auch eher echtes Horn anstatt BPH.


[Beitrag von Jobsti am 22. Okt 2013, 00:45 bearbeitet]
corell95
Stammgast
#19 erstellt: 22. Okt 2013, 14:28
du hast natürlich recht, für single in handlebarer größe gibts da nichts zu meckern! ich hatte mir ehrlich gesagt nur die 4-er stack simu genauer angeguckt und gedacht: wenn schon 21" verbaut werden, dann will ich eigentlich, dass es im stack auch richtig weit runter geht (egal wie bescheiden es dann im singel funktioniert) , also etwas, was mit 18" nicht zu realisieren ist. Natürlich wäre auch das wieder mit kompromissen verbunden. ich hoffe du hast das jetzt nicht als böswillige kritik verstanden, der schritt zum (unüblichen) 21" treiber hat eben große erwartungen geweckt

Echtes Horn wäre natürlich fein, aber unter 50 Hz (brauchts das? ) wird das ja bekanntlich groß. SuperBassHorn von Startec oder ähliches ist sicher vom Output nicht zu toppen, wenn man mit der Größe leben kann.
Jobsti
Inventar
#20 erstellt: 22. Okt 2013, 15:53
Kritik ist immer willkommen, egal ob positiv, Negativ oder einfach fragend,
dafür sind die Foren ja da, also immer her damit ;-)

Wenn's im Stack richtig tief gehen soll, müssen reine Hörner gebaut werden,
bei den Bandpasskisten tut sich da nicht so sehr viel,
dafür bleiben sie eben kompakt.

Dennoch finde ich eine f5 von 40Hz im 4er Stack schon ganz ordentlich
Wenn's noch tiefer soll, muss was viel größeres her, oder es wird eben leiser.
Siehe z.B. das Martin WSX, der kann f5 ab ca 33Hz Halbraum, Vollraum sollten grob 36-38Hz sein,
bei ~96-97dB 1W/1m Vollraum (Relevanter Bereich von 40-100Hz) in knapp 580 Litern und 95kg.
Obenrum kannste aber akustisch so bis 100Hz viel weiter drüber klingt das nicht mehr pralle.
Gerdo
Inventar
#21 erstellt: 27. Okt 2013, 05:41
Einer der besten Subs,die ich gehört habe und Deine Ansprüche erfüllen sollte,war dieser:

http://www.l-acoustics.com/sb28

Hatte sie anfangs sogar fälschlich für W-Bins gehalten,so hatten die geknallt!
(32Stck. davon im Stack Outdoor...echt brachial!!!)

Aber gut gemachte BR sind natürlich Indoor dann noch viel gutmütiger und besser zu handlen!
Und den genauen Bedarf an Stückzahl kannst Du einfach ausprobieren...
(nicht wie bei Hörnern,die nur im Stack tief kommen...)

Dazu würde ich dann ein 2x12" Horntop nehmen!
(die machen den Kick)

Nicht zu große Chassis,aber auch nicht zu kleine!12" im Top sind da genau richtig,mit nem gut klingenden Hochton!
Und mit ordentlich Pegelreserve,darum am besten Horntop!

Diese dann gut an die Subs angekoppelt,müßte Dich glücklich machen!

Ob man den verlinkten Doppel18" oder etwas ähnliches in der Qualität günstiger selber bauen kann,vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen...


[Beitrag von Gerdo am 27. Okt 2013, 05:49 bearbeitet]
jones34
Inventar
#22 erstellt: 27. Okt 2013, 13:45
Die Subwoofer waren bei dem Setup sicherlich weit unter 100Hz getrennt, eher so in die Richtung 60Hz, da ist bei den Subs nicht mehr viel mit Kick.

Die SB28 sind geile Teile, keine Frage, aber hier wird doch ein wenig was anderes gesucht, vorallem aber was bezahlbahres.
corell95
Stammgast
#23 erstellt: 27. Okt 2013, 18:23

Gerdo (Beitrag #21) schrieb:

Dazu würde ich dann ein 2x12" Horntop nehmen!
(die machen den Kick)




Das 2-wege Horntop würde ich gerne mal sehen, welches "kickt". dazu müsste das horn mal mindestens 75 cm lang sein.

Außerdem hat er doch schon Tops und jetzt neue Bassreflex Subs im 4 stelligen Bereich zu kaufen und dann noch Horntops basteln die sicher auch nicht unter 1000 € pro Stück kosten für 300 personen kann ich irgendwie garnicht nachvollziehen!

Aber wenn der Emanuel sich hier nicht mal wieder zu Wort meldet wird das eh nischt...
*acoustics*
Stammgast
#24 erstellt: 27. Okt 2013, 18:40

Gerdo (Beitrag #21) schrieb:
Einer der besten Subs,die ich gehört habe und Deine Ansprüche erfüllen sollte,war dieser:

http://www.l-acoustics.com/sb28


Und mit ordentlich Pegelreserve,darum am besten Horntop!

Diese dann gut an die Subs angekoppelt,müßte Dich glücklich machen!



Sorry, aber ich kenn kaum ein Horntop das tief genug runterkommt um anständig an den SB28 anzukoppeln.

L'acoustics gibts zwar an, den SB28 könne man bis 160Hz laufen lassen, funktioniert in der Praxis leider NULL. Passabel einsetztbar ist der bis höchstens 110Hz und selbst das ist schon hoch. Gebaut wurde er ja fürs K1 und dort läuft er bis ca. 80Hz, und das ist genau sein Einsatzgebiet.

Also eigentlich genau das Gegenteil zum Anwedungsgebiet des TE

Wenn l'acoustics dann eher den dV-Dosc Sub. Mit 3x15"ern ausgestattet geht im Kickbereich schon einiges. Preislich aber evtl auch überm Budget des TE.


Auch geile Subs sind die Seeburg Geräte. Entweder der G Sub 1501 oder gleich den TSM, welchen ich persönlich besonders geil finde. Auch als Allroundsub einsetzbar.
Jobsti
Inventar
#25 erstellt: 27. Okt 2013, 20:27
Wie hast du das ermittelt, einfach nur bei 160Hz getrennt, und wie?
*acoustics*
Stammgast
#26 erstellt: 27. Okt 2013, 20:47
Naja, wir arbeiten ja jetzt lange genug mit dem Material^^


Stellte sich aber nach 4-5Tagen Testen in den Probehallen heraus. Da hilft auch kein Controller, EQ oder anderes Aufstellen. Die Dinger sind nunmal "Fast"-Infras und als solche sollte man sie auch einsetzten. In dem Bereich hab ich allerdings noch nichts vergleichbares gehört. Vlt. noch die der Martin ASX wobei der Vergleich ja eigentlich unfair ggü. dem SB28 ist, weil eben 21" vs. 18". Physik lässt grüßen. Der Martin ist ja eher schon reiner Infra.


Mit dem K1 zusammen und K1-SB dazwischen ergibt sich aber ein wirklich homogenes geiles System mit dem ich jede Art von (großen) Gigs mache. Auch Elektro (jaaaa, jetzt kommen gleich wieder die Hater weils keine Hörner sind ich weis , aber guckt euch mal die Berliner Summer Rave an. K1 + SB28 + Elektro == keiner hatte was zu meckern und da gings aber richtig zu Sache).
stoneeh
Inventar
#27 erstellt: 28. Okt 2013, 18:33
zu hörner und kick.. ich finde da kommt auch kein richtiger kick raus, eher poltern. mag ja laut und druckvoll sein, aber mir gefällts nicht. na gut, mir gefällt horn in gar keinem frequenzbereich ;). ich mags halt rein. horn verfälscht immer irgendwie
Jobsti
Inventar
#28 erstellt: 28. Okt 2013, 20:03
Sowas sollte man definitiv nicht verallgemeinern.


[Beitrag von Jobsti am 28. Okt 2013, 20:03 bearbeitet]
schubidubap
Inventar
#29 erstellt: 28. Okt 2013, 21:44
Kann ich Jobsti nur zustimmen. Ein gutes Horn macht richtig spaß und gibt die Musik präzise wieder.

Natürlich muss das Gesammtkonzept stimmen! Wenn jemand keine Ahnung hat sollte der die Finger davon lassen!
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