PA für 200 Personen, Theater, 2500€ Budget!

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simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Jul 2016, 14:56
Hallo erstmal,

ich bräuchte ein bisschen Hilfe. Und zwar soll ich für ein Budget bis max. 3000€ eine ordentliche PA für eine Halle, die zu einem Theater umfunktioniert wird, finden.

Die Anlage muss eine Fläche von circa 10m x 20m beschallen können. Auf ungefähr dieser Fläche werden Zuschauer sitzen. Dabei können die Hochtöner in 4m Höhe hängen!

Schon mal danke im Voraus für eure Antworten!!!

Grüße
Simon
P@Freak
Inventar
#2 erstellt: 18. Jul 2016, 17:35
Ähm, ...

das ist eher die Aufgabe für einen Fachplaner weil die Örtlichen Gegebenheiten da genau mit einbezogen werden müssen ...
Mit 2 Standart MuFu`s *hochziehen* und nen paar Sub`s verstecken ist das i.d.R. nicht getan.
Alleine bei *Halle zu Theater Umbau* kann nem Akustiker schon das Grausen überkommen ...
Wenn Ihr selber vor Ort keinen Plan von der der Thematik habt , es also eh selber nicht an`s spielen bekommt sehe ich deshalb bei dem Budget auch recht schwarz.
Dafür kann man sicher ne kleine professionelle Club-PA-Anlage GEBRAUCHT kaufen aber halt nix spezielle Theaterinstallation NEU ...

P@Freak


[Beitrag von P@Freak am 18. Jul 2016, 17:39 bearbeitet]
Donsiox
Moderator
#3 erstellt: 18. Jul 2016, 21:48
Also, der Pa-Freak hat schon Recht.
Wenn ihr das Budget allerdings nicht erhöhen könnt, werden wir für euch gerne gemeinsam das Beste herausholen.

Stelle mal die Lage der Halle ein, dazu das, was vorhanden ist und was gebraucht wird. Auch Mischpult, Anzahl der Mikrofone, Art der Mikros (Headsets, Handmikros), genaues Budget, Bilder und Pläne der Halle etc. Einfach alles, was du uns geben kannst und was uns helfen könnte.

Ist eine Lichtanlage schon vorhanden?

Gruß
Jan
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 19. Jul 2016, 20:30
Also....es gibt noch keine ausgewählte Halle, nur so wird sie mal aussehen.
Ich habe leider keine näheren Infos, da ich nur im Auftrag nach einer Anlage suche!

Insgesamt habe ich 5000€ zur Verfügung, ich habe mittlerweile 800€ für Kabel und Mikros kalkuliert, und der Rest ist für Mischpult und PA-Anlage.

Lichtanlage wird von nem Kollegen von mir erstellt, die hat auch ein extra Budget, also ist egal....

Grüße
SImon
Donsiox
Moderator
#5 erstellt: 19. Jul 2016, 22:07
Kann man das nicht hier alles in allem planen? Hand in Hand funktioniert das doch besser.

Und ist das hier ein Gedankenexperiment oder ein reales Problem, wenn die Halle noch nicht feststeht?

P. s.
Im Normalfall würde ich für Equipment aus der Mittelklasse für Licht und Ton etwa 20.000€ Materialkosten planen, so grob überschlagen.


[Beitrag von Donsiox am 19. Jul 2016, 22:08 bearbeitet]
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 28. Jul 2016, 14:39
Also...
Ich hab mittlerweile noch 2500€, die wirklich nur für die Top's und Sub's verwendet werden kann.
Ich muss 200 Personen auf circa 100qm beschallen, ist aber Theater, also viel Mikro und Hintergrundmusik.

Ich hab das hier gefunden:
https://www.thomann.de/de/the_box_ta_power_bundle.htm

Denkt ihr, das würde taugen, oder habt ihr bessere Vorschläge?

Grüße
Simon
Donsiox
Moderator
#7 erstellt: 28. Jul 2016, 14:54
Hi, was muss denn alles abgenommen werden? Nur Cd und ein paar Mikros (welche?) oder auch Instrumente?
Wie genau können die Lautsprecher angebracht werden? (Saalplan/Bilder)

Was ist an Mischpult/Frequenzweichen/Equalizern schon da?
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 28. Jul 2016, 20:51
Es gibt zwei Funkmikros
1.the t.bone free solo HT 1.8 GHz
2.the t.bone free solo 1.8 HeadmikeD Bundle
Vielleicht noch ein oder zwei shure sm58 Mikros, ist aber noch nicht sicher.

Es werden nur Stimmen abgenommen, keine Instrumente, etc. Die Musik kommt vom PC.

Mischpult ist folgendes da:
https://www.thomann....t_yamaha+24_313123_2

Es gibt leider keinen Saalplan oder Bilder, es würde aber so aussehen:
Die Boxen sind jeweils in der front L und R angebracht, dazwischen sind ungefähr 15m Bühne. Sie können in bis zu 4m Höhe angebracht werden (Traverse).

Grüße
Simon
Donsiox
Moderator
#9 erstellt: 28. Jul 2016, 22:29

Es gibt leider keinen Saalplan oder Bilder, es würde aber so aussehen:
Die Boxen sind jeweils in der front L und R angebracht, dazwischen sind ungefähr 15m Bühne. Sie können in bis zu 4m Höhe angebracht werden (Traverse).

jo, 15 meter bühne sind schonmal recht ordentlich. Sonst könnte das ja alles sein.. Der Publikumsbereich ist auch wichtig. Wie du dir sicherlich vorstellen kannst, klingt eine Lagerhalle anders als eine Kirche oder ein Kinosaal (viel Stoff). Daher - mit was für Räumlichkeiten haben wir es hier zu tun?

Das Pult ist ja gar nicht so übel. Ein Digitalpult macht mehr her, aber immerhin Kompressoren und immerhin ein variables Frequenzband pro Kanal..
Die Mikros.. jo, schaun ma mal, Sennheiser oder Shure schaffen mehr Vertrauen. Aber ein SM58 im Theater?

Meine erste Idee:
3x http://hkaudio.com/products.php?id=244
3x http://hkaudio.com/products.php?id=439
2x http://www.qsc.com/l...fiers/gx-series/gx5/

Dazu ein paar Kabel.
ceny
Inventar
#10 erstellt: 28. Jul 2016, 23:03
Grüßt euch,

wo ist denn das ganze ? Ich mein das sollte man sich vor Ort an gucken.
Für das Budget wird man schon was finden, je nach Musik. Um welche Musik geht es denn genau?

Grüße
Darian
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 30. Jul 2016, 09:36
Es ist eher so ne Art Lagerhalle, so ist es jedenfalls geplant.
Wir haben bisher die Mikros schon woanders genau so eingsetzt, und bisher hat das alles wunderbar funktioniert.

Wie möchtest du denn 3 Boxen aufstellen?
Und eig wäre es mir schon lieber, wenn Subwoofer dabei wären.

Was hältst du denn von meinem Vorschlag? Oder ist das nicht geeignet dafür?
https://www.thomann.de/de/the_box_ta_power_bundle.htm
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 30. Jul 2016, 09:38
@Darian

Es wurde noch keine Halle ausgewählt.
Es werden hauptsächlich Stimmen abgenommen. An Musik: Alles mögliche, was halt zum Theaterstück passt.
Donsiox
Moderator
#13 erstellt: 30. Jul 2016, 11:40
Keine Halle und die Technik wird schon gekauft? Interessante Prioritätensetzung

Die Lautsprecher wären links, mitte und rechts jeweils überhalb der Bühne. Für Subwoofer fehlt leider das Budget - das The box Bundle wird euch nicht glücklich machen. Da ihr aber keinen Diskopegel fahren werdet wird auch der Bass der Topteile ausreichen.
Big_Määääc
Inventar
#14 erstellt: 30. Jul 2016, 12:20
Auf den Kleinkunstbühnen, die ich so erlebt hab,
waren immer Links / Rechts Lautsprecher ( meist grössere Fullrange Kisten ) zur Saalbeschallung,
und kleine Speaker auf der Bühnenkante als Nearfiller.
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 30. Jul 2016, 19:50
Okay, nur ich hab mittlerweile ein Problem:
Dort, wo geplant war, die Lautsprecher hinzuhängen, hängt der Vorhang...das wurde mir soeben mitgeteilt, als ich deinen Vorschlag weitergeleitet habe. Das heißt:
An der Vierpunkttraverse hängt an der vorderen oberen "Stange" der Vorhang, somit ist dort kein Platz für eine Lautsprecherhalterung. Links und Rechts kann man das ja mit Stativen machen, aber die obere Box.....

Was hältst du von der Kombo:
2x http://hkaudio.com/products.php?id=127
2x http://hkaudio.com/products.php?id=454
2x https://www.thomann.de/de/km_21337_distanzrohr.htm

Dann bin ich ein bisschen über dem Budget, aber das sollte ich klären können
berba
Stammgast
#16 erstellt: 30. Jul 2016, 20:35
Das ist echt keine gute PA und findest du massenhaft gebraucht im Internet. Lass davon besser die Finger.
ohne_titel
Inventar
#17 erstellt: 30. Jul 2016, 20:44
eine theaterbeschallung sollte man durchaus anders angehen als eine standard-party-pa. daher: lieber mehr kleinere als wenige große lautsprecher, lieber mehr geld und engagement in intelligente befestigungen investieren als in bässe.
wenn man realistische anforderungen hat, kann man mit dem gewünschten budget nicht zu traumlösungen kommen, aber zu funktionsfähigen. das geht aber nur, wenn man präzise das richtige macht - und nicht, wenn man erst einmal shoppen geht, ohne zu wissen was kommt.
vorab zu klären wäre:
- wie hoch ist die bühne? das ist wichtig für die unvermeidlichen nearfills.
- bleibt es bei 15m lichter bühnenbreite? wenn ja, wie ist die fronttraverse befestigt? besteht die möglichkeit, an den obergurten eine pipe zu befestigen, die vorne übersteht 10 - 15 kg lautsprecher trägt?
- wie tief ist der saal? bei deutlich über 10 m ist ohne akustikplanung normalerweise eine delayline fällig.
- da du wiederholt von bässen sprichst: wozu brauchst du die? hintergrundmusik? spezialeffekte? party? davon hängt maßgeblich ab, ob und wie viele und wie große bässe du brauchst.
- brauchst du bühnenmonitore?

eine kurze überschlagsrechnung mit thomannboxen ergibt:
4 nearfills 240,-
2 linienstrahler 800,-
2 subs 500,-
4 wege amp und controller 1000,-
verkabelung 200,-
rigging/stative: 120,-
einmessen/installieren durch profi: 500,-

alternativ:
4 nearfills 240,-
5 10" fullrangeboxen 1250,-
4 wege amp und controller 1000,-
verkabelung 200,-
rigging/befestigung: 500,-
einmessen/installieren durch profi: 500,-

sprich: für eine lösung, die unter üblichen laientheaterbedingungen streßarm funktioniert, solltest du dich auf eine gemäßigte budgetüberschreitung einstellen. spätestens wenn dort auch gastspiele stattfinden, sollte das aber drin sein: kein mitreisender techniker lässt sich auf "2 x box am stiel vorn vorne" ein, wenn er im vorfeld anhand der saaldimensionen schätzen muss, ob das reicht oder nicht. in diesen fällen wird dann eben 1 x alles zugemietet.
da wir aber nichts über das konkrete programm und die konkrete saalgeometrie und -akustik wissen, ist das hier sowieso eine mittlere glaskugelleserei.
Donsiox
Moderator
#18 erstellt: 30. Jul 2016, 20:58
Servus ohne titel,

meiner Meinung wären die genannten 3 12" HK inkl. Flugzubehör nicht verkehrt - wenn das Publikum nicht einen Meter vor der Bühne beginnt...

An den Themenersteller:
Wie schon von mehreren Mitschreiben erwähnt wäre ein genauer Saalplan sehr hilfreich.
Oft sind Infills oder Delay-Lines sehr nützlich. Doch das kostet natürlich ein paar Euro
Gerade in kahlen Hallen sind zudem akustische Maßnahmen sehr hilfreich.

Gruß
Jan
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 30. Jul 2016, 21:14
Hallo ohne Titel,

bisher haben wir mit einer solchen Konstellation gearbeitet und es hat sich noch nie jemand beschwert.
Und wenn es wirklich die Hölle ist, dann kann man das System immer noch zurückgeben und sich nach etwas anderem umsehen.
Es werden auch keine fremden Techniker das Ganze nutzen, und es gibt auch keine Gastspiele.

Ich finde den Vorschlag von Donsiox immernoch sehr gugt, nur muss ich wegen der Durchfürbarkeit nochmal bisschen grübeln...

Grüße
Simon
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 30. Jul 2016, 21:22
Servus Jan,

wie schon gesagt:
Ich werd nochmal schauen, ob das Ganze so klappen könnte.

Zum Saal:
Es ist einfach nur eine kahle Halle
Mir ist genauso wie meinem Auftraggeber bewusst, dass die Akkustik nicht berauschend sein wird. Aber solange die Schauspieler besser sind, als die Akkustik, ist alles gut

Es werden 2 Monitor-Boxen im Off platziert, braucht man dann noch infills?
Der Vorschlag mit den Delay-Lines ist sehr gut, aber dafür fehlt das Geld...aber man kann ja upgraden, wenn wieder Geld da ist.

Noch ne Frage:
Wie kann ich die 3 Boxen am günstigsten verkabeln? Also Endstufe, etc....
Und wäre es in dem Fall nicht schlauer, anstatt der 2. Endstufe und dem 112 F einfach einen 112 FA in die Mitte zu setzen?

Viele Grüße
Simon


[Beitrag von simi1228 am 30. Jul 2016, 22:12 bearbeitet]
Donsiox
Moderator
#21 erstellt: 30. Jul 2016, 22:30
Eine 2.2 PA (dieser Klasse) im Theater kann man machen - ist aber wie Spaghettiwasser mit Zucker statt mit Salz: geht zwar, is aber blöd

Die Akustik in einem Theater ist durchaus wichtig. Ich weiß nicht, aus welcher Region du kommst, aber hier in Heilbronn/Stuttgart/Heidelberg ist jedes Theater akustisch optimiert. Drei Lautsprecher kann man auch mit einem Verstärker ansteuern, indem man die Lautsprecher parallel verkabelt.
Heißt vom einen Top ins andere durchschleifen. Das geht i.d.R. aber nur mit zwei Lautsprechern; nicht mit mehreren.

Welche Monitore habt ihr denn und wie werden die platziert? Im Normalfall können Monitore Infills nicht ersetzen.
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 30. Jul 2016, 22:48
Denkst du, es würden 2 dieser Lautsprecher ausreichen?

Ich weiß, dass eig alle Theater (auch bei uns in Bayern ) akustisch optimiert sind. Aber an den gegeben Umständen (einer leeren Lagerhalle) kann ich leider nichts ändern, ich muss meine Sachen daran anpassen
Stimmt, ich hab übersehen, dass die Boxen nen Out haben

Es sind Behringer Boxen (https://www.thomann.de/de/behringer_eps500mp3.htm)
Es ist eig egal, wie sie positioniert werden, nur eben so, dass die Schauspieler sich und die Musik auf der ganzen Bühne hören können. Normalerweise stehen sie an der Bühnenseite und strahlen von R und L.
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 31. Jul 2016, 07:51
Und noch was:
Gibt es eine PA, die vom Preisleistungsverhältnis besser wäre?
Bzw gibt es etwas gleichwertiges für weniger Geld?
ohne_titel
Inventar
#24 erstellt: 31. Jul 2016, 08:03
nearfills haben zwei gründe:
- erstens hören die ersten reihen, vor allem in der mitte, in der regel wenig von der pa. das, was sie hören, sorgt eher für schlechtere verständlichkeit denn für bessere. schon kleine und leise nearfills korrigieren das.
- zweitens ist die hauptbeschallung normalerweise nicht da, wo das geschehen stattfindet (das wäre auf der bühne), sondern daneben und darüber. um die ortung wieder dahin zu ziehen, wo sie sein sollte, sind die nearfills ebenfalls nützlich.

diese lautsprecher müssen vor allem klein sein, damit sie nicht auf der bühne nerven. bass und grundton ist eher unwichtig, das kommt von der pa. selbst für anspruchsvollere aufgaben kommt man da mit den achat 104 recht weit, bei 15m sollten es etwa 4 stück sein. das investment ist mit 240,- plus irgendein endstufenkanal und ein zweipoliges kabel sehr überschaubar, bringt aber viel.

im theaterbetrieb hätte ich keine bedenken, notfalls drei 8-ohm-boxen der 10" oder 12" - klasse über einen durchschnittlichen endstufenkanal zu betreiben.

wenn ihr unbedingt bässe haben wollt, dann rate ich dringend dazu, keine passivtops über den amp im aktivbass zu betreiben; entweder aktivtops oder eine endstufe für die tops. der hintergrund: die bässe könnt ihr sinnvoll nur für musik und effekte gebrauchen, für die sprachbeschallung machen diese ärger. daher sollten dafür auch nur die tops zum einsatz kommen. das geht am einfachsten so, dass am master out die komplette hauptbeschallung samt nearfill und eventuellen delays betrieben wird, und die bässe über einen auxweg oder eine subgruppe ans mischpult geknotet werden. dann kann man basshaltiges material darauf routen, bei allem anderen machen sie keinen ärger.

wo in bayern seid ihr denn? ich kenne hier so ziemlich jede kleinkunstbühne aus eigener erfahrung und kann dir vielleicht den ein oder anderen tip zum anhören geben.
ohne_titel
Inventar
#25 erstellt: 31. Jul 2016, 08:05
preisleistungsverhältnis?
ja, es gibt alternativen: die hausmarken der großen musikhäuser, allen voran thomanns achat serie, eine fülle von gebrauchtmaterial, und, falls ihr einen guten holzwurm (z.B. der kulissenbauer, bühnenschreiner oder so) habt, der selbstbau.
berba
Stammgast
#26 erstellt: 31. Jul 2016, 11:52
Hallo Simi1228,
wie genau lautet eigentlich deine Befähigung sowas umzusetzen? Du sprichst immerhin von "deinem Auftraggeber" und dann wird hier über Behringer und HK geschachert.

Beschränkt euch doch einfach auf ein paar gute, alte 8"-10" Tops damit man die Sprache gut übertragen kann. Bässe würde ich völlig außen vor lassen. Stellst du da HK oder gar Behringer in ein Theater, wird das den Künstlern nicht gerecht und Frust ist vorprogrammiert. Mit solch einer Ausrüstung könntet ihr NIEMALS zahlendes Publikum locken und daher wird auch nie mehr Geld für Neuanschaffungen vorhanden sein.
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 31. Jul 2016, 15:48
Hallo berba,

hast du denn etwas genaueres im Sinn, wenn du von 8"-10" Tops redest?
Also hättest du Kaufempfehlungen für mich, oder nen Kauflink?
berba
Stammgast
#28 erstellt: 31. Jul 2016, 16:04
Wichtiger als die Wahl der Lautsprecher ist in diesem Fall doch eher der Aufbau einer aufrüstbaren Infrastruktur und ggf Wahl entsprechender Amps um Kosten zu sparen.
Die Wahl der Lautsprecher wird in dem Preisgefüge in dem du suchst nicht viel ausmachen, denn es gibt im Low Budget Bereich keinen "Geheimtipp" o.ä.

Ich kenne die örtlichen Gegebenheiten und weiß nur, dass es sich um eine schallharte Halle handelt. Du solltest daher den Fokus auf Topteile richten die breit abstrahlen und vertikal da bündeln. Empfehlungen die ich aussprechen könnte sind aber nicht in eurem Budget.
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#29 erstellt: 31. Jul 2016, 16:21
Wie würdest du denn die Boxen bei 15m x 4m - Portal anordnen? Wie viele bräuchte ich da, um circa 200qm zu beschallen?
Kannst du mir zu entsprechenden Amps Tipps geben? Bzw. zur Infrastruktur?
Sollte ich eine Delay-Line miteinplanen?
Und soll ich Aktiv oder Passivboxen nehmen?


[Beitrag von simi1228 am 31. Jul 2016, 16:23 bearbeitet]
berba
Stammgast
#30 erstellt: 31. Jul 2016, 16:32
Ich will da keine Tipps geben denn ich befürchte, dass dir das Know How fehlt das auch ordentlich zu installieren.

Mein Fokus ginge zu kleinen Säulen wie Nova EX600 (ich nutze nur Nova aber weiß auch, das es da viele andere und auch bessere Hersteller gibt) und dazu Nova EX300 darunterhängen (gewinkelt mit Nova EFC1). Wie ihr das an die Wand bekommt ist eine andere Frage (K&M bietet da vieles).

Noch besser wird das Ergebnis wohl mit Fohhn Linea LX150, sprengt das Budget aber noch mehr.

edit: Dynamik fehlt euch aber in beiden Konfigurationen...das sollte klar sein.


[Beitrag von berba am 31. Jul 2016, 16:32 bearbeitet]
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#31 erstellt: 31. Jul 2016, 16:43
Okay, das Problem ist, dass die Halle nicht das komplette Jahr gemietet wird....somit muss dann auch wieder abgebaut werden

Und die Lösung von Donsiox:
3x 10" Links Mitte Rechts an der Traverse, und dann noch ne Delay-Line, bzw. noch Infills
Denkst du, das könnte hinhauen? Wäre auf jeden Fall wieder einfacher abzubauen
berba
Stammgast
#32 erstellt: 31. Jul 2016, 17:05
Klar funktioniert das, ich verstehe bloß nicht wieso das leichter aufzubauen sein sollte als meine Lösung.
Von aktiven Lautsprechern würde ich in dem Szenario Abstand nehmen.
ohne_titel
Inventar
#33 erstellt: 31. Jul 2016, 17:30
leichter aufzubauen ist eine linienstrahler lösung in jedem fall.
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#34 erstellt: 31. Jul 2016, 18:08
Aber es ist halt teurer....und das ist das größere Problem
ohne_titel
Inventar
#35 erstellt: 31. Jul 2016, 18:49
das würde ich so pauschal nicht unterschreiben - unter günstigen umständen ersetzt du mit 2 linienstrahlern an einem ampweg 5 normale lautsprecher an drei ampwegen. das wird nur dadurch relativiert, dass die meisten linien gar keinen bass können - aber wenn du sowieso bässe willst, spielt das keine rolle.


[Beitrag von ohne_titel am 31. Jul 2016, 18:50 bearbeitet]
Donsiox
Moderator
#36 erstellt: 31. Jul 2016, 19:03
image

So würde das z.B. gehen. Flugzubehör etc. fehlt natürlich.
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#37 erstellt: 31. Jul 2016, 19:22
Hab mal schnell was gezeichnet
Wie sollte man die Boxen dann am besten aufstellen?
Unbenannt

Kannst ja schnell mit Paint einzeichnen, wenns geht
Donsiox
Moderator
#38 erstellt: 31. Jul 2016, 19:28
An der vorderen Bühnenkante
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#39 erstellt: 31. Jul 2016, 19:48
Also die Subs unter die Bühne
Die 2 804er L und R (hängen oder stehen? wenn hängen, horizontal oder vertikal?)
Und die 4 204er wohin?

Sorry, ich steh grad echt aufm Schlauch...ich kanns mir grad nich vorstellen
Donsiox
Moderator
#40 erstellt: 31. Jul 2016, 20:10
Hier eine hochqualitative Skizze vom Handy:
image

Säulen werden immer hingehängt. Und da Lautsprecher (außer die Nearfills) über Ohrhöhe gehören oben an die Traverse.
Die Nerfills stellt man hingegen auf die Bühne. Wenn die 204 zu klobig sind gehen auch die 104.

Aber das ist nur eine Möglichkeit von vielen. Antworte doch z.B. auf die Fragen von Berba.

Gruß
Jan

Legende:
Schwarz: Bühne
Gelb: Subwoofer
Rot: Hautptlautsprecher
Blau: Nearfill


[Beitrag von Donsiox am 31. Jul 2016, 20:11 bearbeitet]
ohne_titel
Inventar
#41 erstellt: 31. Jul 2016, 20:23
moment, stop: ungecurvte linienstrahler gehören nicht nach ganz oben. die unterkante der box sollte etwa in ohrhöhe des vermutlich sitzenden publikums sein. das ist eine höhe, die von stativ aus besser zu erreichen ist als von einer truss in 4m höhe. meine vorgehendweise mit seeburg gl16 (teurer, aber vergleichbares prinzip) war immer die:
- box grob ausrichten. pegel in der saalmitte anhören/messen
- box so weit neigen, dass die rückwand möglichst wenig abbekommt, die letzte reihe aber schon noch etwas.
- box so weit nach oben kurbeln, dass die erste reihe etwa so viel abbekommt wie die mitte.

zu den vorgeschlagenen nearfills: die 204 nur, wenn man sie hochkant stellen kann. liegend bündeln die dinger zu stark, dann lieber 104.
Donsiox
Moderator
#42 erstellt: 31. Jul 2016, 20:32
Ich hätte sie von oben runtergehängt, dann kann man gänzlich auf Stative verzichten. Kommt natürlich darauf an, was für ein Theater ihr spielt. Wenn wie im "normalen" Theater die Zuschauer sitzen ist das natürlich was anderes wie bei stehenden Gästen.
simi1228
Schaut ab und zu mal vorbei
#43 erstellt: 31. Jul 2016, 21:49
Ich werd es genauso einrichten @ohne titel
Nur werd ich noch schaun, was insgesamt besser ist: Mit Stativ oder an der Traverse.
Und ja, es sind sitzende Zuschauer.

Ich finde, die Lösung von euch beiden hört sich sehr vielversprechend an
Vor allem liegt sie im Budget!!!

Vielen Dank euch!!!
ceny
Inventar
#44 erstellt: 01. Aug 2016, 11:28
Ich finde linienstrahler eher Medium. Das klingt meiner Meinung nach etwas "dünn" ohne Bässe.

Ich würde 2 gute 12" Tops für ~1k von zB ev, RCF &co pro Seite auf ein Stativ stellen und ggf ein kleinen aktiven 15" später dazu wenns es nicht reicht.
Tops würd ich mind. auf 2,5 bis 3m und anwinkeln. Ggf noch 2 als Delay (8-10") für gleichmäßigere Beschallung.

Grüße
Taurui
Inventar
#45 erstellt: 08. Aug 2016, 07:49
Und bitte dringend noch in Akustik investieren. Ich hab neulich ein Theater-Gastspiel in einer fremden Veranstaltungshalle gemischt - Sprachverständlichkeit ging dank Nachhallzeit von 1,5s echt in die Hose, ich konnte nur wenig entgegenwirken. Da war's völlig egal, wie laut/tief/gleichmäßig die PA ging (wenngleich die auch alles andere als optimal war).
Und wenns "nur" viele große schwere Molton-Vorhänge (am besten mit etwas Abstand zur Wand) sind ... Akustik ist alles!
TerminX
Stammgast
#46 erstellt: 14. Aug 2016, 06:30
Das ist doch alles Käse.
Für das Budget bekommt man für die Anfirderungen nichts gescheites und ich finde es auch nicht richtig, eine kommerzielle Geschichte mit solch billigem Material auszustatten, zudem noch ohne korrekte Aufstellung und Einstellung durch einen Fachmann.
Sone kleinen Linienstrahler hab ich mal von MeyerSound gehört, haben mich klanglich nicht wirklich überzeugt. Kann mir also nicht vorstellen, dass die günstigen Thomann-Boxen besser sind.

Bei einer Maxmalhöhe der Ls von 3 Metern und einer Tiefe der Saals von 20 Metern kommst du mit konventionellen Lautsprechern um ein Delay-System nicht herum. Um Frontfills auch nicht. Und um eine korrekte Aufstellung, Ausrchtung und Einmessung auch nicht, sonst wirds in der kahlen Halle schwierig mit Sprachverständlichkeit. Auch fände ich es sinnvoll, nicht irgendwelche Lautsprecher mit irgendeiner Coverage zu kaufen, sondern dafür zu sorgen, dass Seitenwänden, Rückwände, Decke etc. nicht unnötig angeregt werden.

Subs finde ich schon nicht unwichtig. Selbst wenn es nur für Effekte ist. Mit zwei Subs kann man schon sehr schöne Cardioid-Systeme bauen, die in eurer Halle etwas präziser spielen sollten. Evtl. ja eine Überlegung für die Zukunft. Bei Sprache sollten sie aber nicht mitlaufen.
berba
Stammgast
#47 erstellt: 14. Aug 2016, 09:38
Stimme dem voll zu
Gurke28
Stammgast
#48 erstellt: 06. Okt 2016, 21:55
Mal ne andere Frage

warum leiht ihr z.b für die Proben nicht mal ne Anlage aus, mit der du auch Aufstellung usw
ausprobieren kannst !

Ich finde nichts ist schlimmer als irgendwas mal zu kaufen das nachher überhaupt nicht passt
Und es ist gibt auch nichts schlimmeres, wenn ich tolle Schauspieler habe aber der Ton und das Drumherum Müll ist.

Du solltest dir immer bewusst sein dass die Schauspieler ihr Bestes geben um den Zuschauern einen tollen Abend zu bereiten. Also sollte das der Verantwortliche Techniker auch so betreiben. Ist nicht geen dich, aber ich habe eben schon viele Veranstaltungen erlebt, da war zwar ne mega Anlage da aber keiner der es vernünftig bedienen konnte.

Grundsätzlich sollte 2 Tops und 2 Bässe eventuell 2 Tops als Delay für die Größe reichen. Bei Theater geht es ja nicht um Lautstärke als vielmehr um Verständlichkeit
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