Frequenzgang mitteln über mehrere Positionen

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US
Inventar
#1 erstellt: 22. Feb 2021, 18:36
Hallo,

im Rahmen dieses Projekts
http://www.hifi-foru..._id=104&thread=32325
habe ich diverse Messungen des Betriebsschallpegels am Hörplatz vorgenommen.
Einerseits ist die Hörposition nicht starr, andererseits sind Kammfiltereffekte, Resonanzen im höheren Frequenzbereich auch selten ortsstabil, so dass hierfür eine Matrixmessung angezeigt ist.
Also Hörposition zentral und davon ausgehend sind weitere offsetierte Messungen auszuführen. Ergebnis wird gemittelt. Somit erhält man eine relativ glatte und räumlich stabile Messung, die gut als Basis für Linearisierungen taugen sollte.

Insgesamt habe ich 27 Messungen durchgeführt. Zentral und im 15cm-Raster nach vorne, hinten, rechts, links. Jeweils in drei Höhen mit 15cm Abstand.
Es wird eine Matrix abgefahren mit 45cm Kantenlänge. Gemessen am kurzen Hörabstand von 150cm (Basisbreite 175cm) gar nicht mal so klein.
Die Frequenzgänge stellen nur ein Zwischenstadium der Entwicklung dar. Die Qualität der Wiedergabebedingung soll erst mal kein Thema sein.

Aber seht euch das Ergebnis an:

Matrixmessung links

Das sind alle 27 Messungen.

und hier das arithmetische Mittel aller 27 Messungen im Vergleich mit der zentralen Messung mit 1/12 8ve Glättung:

Matrixmessung zu einfach

Erwartbar?

Gruß, Uwe
quecksel
Inventar
#2 erstellt: 23. Feb 2021, 01:22
Mache ich so ähnlich

Sind das Messungen der orangen Flatbox?


und hier das arithmetische Mittel aller 27 Messungen im Vergleich mit der zentralen Messung mit 1/12 8ve Glättung:



Erwartbar?


Habe einige Messungen abgespeichert, ich könnte morgen mal nachschauen wie das da aussieht.
US
Inventar
#3 erstellt: 23. Feb 2021, 08:33
Ja, sind Messungen der orangen Flachbox.
In deinem Link hast du ebenfalls das Verfahren schön beschrieben.

Das Resumée für meine Hörsituation ist, dass ich auf eine aufwendige Matrixmessung mit 27 Mikropositionen gut verzichten kann. Denn das Ergebnis entspricht ziemlich genau EINER zentralen Messung mit 1/12 8ve Glättung.

Gruß, Uwe
quecksel
Inventar
#4 erstellt: 23. Feb 2021, 09:36
Sieht bei mir so ähnlich aus. Fast nur sehr geringe Abweichungen:

AvgVergleich2

Trotzdem sträubt sich etwas in mir mit nur einer Messung zu arbeiten...
US
Inventar
#5 erstellt: 23. Feb 2021, 10:39
Danke für dein Beispiel.
Deine blaue Einzelmessung sieht ungeglättet, bzw. nach einer 1/48 8ve Glättung aus. Mit 1/12 oder gar 1/6 Glättung nähert sie sich noch deutlicher der Mehrpunktmessung an. Das Loch bei 90Hz, dürfte sich deutlich reduzieren.

Mir ging es ja auch so, dass ich intuitiv einer Mehrzonenmessung mehr traue.
Scheint aber unbegründet. Um den subjektiven Höreindruck zu repräsentieren und eine Kurve zu erhalten, die man per EQ linearisieren kann, muss man das Ergebnis eh glätten. Und dann ist man wieder bei der gemittelten Kurve einer Matrixmessung

Gruß, Uwe
quecksel
Inventar
#6 erstellt: 23. Feb 2021, 14:35
Glättung ist bei beiden gleich, nach REW-Einstellungen 1/12. Sieht aber schon zackeliger aus als deine Messung

Etwas nachgedacht:
Dass sich zwischen Einzel- und Mehrfachmessung nicht so viel tut ist ja irgendwie auch klar. Es geht ums Herausmitteln der Kammfiltereffekte, egal ob mit Smoothing oder Mehrfachmessung. Nur wenn eine Reflektion im Pegel sehr hoch ist oder sich mehrere ungünstig überlagern wird der Amplitudengang über die Maßen gestört. Und das scheint ja eher unwahrscheinlich zu sein wie man oben sieht.
Eventuell sieht es bei schlechteren Aufstellungen noch einmal anders aus, zum Beispiel am Schreibtisch. Werde evtl ermitteln.

Interessant finde ich am Messen im Array aber auch die Zusatzinformationen die ich erhalte: Varianz des Pegels im Bassbereich, Einfallsrichtung von Reflektionen, usw.
US
Inventar
#7 erstellt: 23. Feb 2021, 15:21
Habe nochmal meine Messungen überprüft.
Die Einzelmessung hat doch 1/6 Glättung, während die Matrixmittelung 1/12 hat. Das hatte ich oben falsch angegeben.
Ich habe also die Einzelmessung so stark geglättet, dass sich die Kurven maximal annähern. Das scheint bei 1/6 der Fall zu sein. Bei deiner Messung wird das ähnlich sein.


Interessant finde ich am Messen im Array aber auch die Zusatzinformationen die ich erhalte: Varianz des Pegels im Bassbereich, Einfallsrichtung von Reflektionen, usw.


Seh ich ähnlich. Ich spare mir nur künftig den Aufwand das so konsequent für alle Hörplatzmessungen zu tun.
Um ein Gefühl zu bekommen, woher Drops und Dips kommen, ist schon nach wie vor wichtig von unterschiedlichen Positionen zu messen.
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