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Voodoo - einmal links herum

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beamter77
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Dez 2004, 18:56
Die Erkenntnis nicht jedem Trend hinterher laufen zu müssen, erwächst aus vielen, meist triebgesteuerten "Versuch/Irrtum" - Aktionen.

Die nutzbringende Fähigkeit An- und Einsichten anderer im positiven Sinne kritisch zu überdenken, reift im allgemeinen ziemlich spät.

Trittbrettfahrer machen sich dieses allzu menschliche Verhaltensmuster nutzbar. Sie regen den Spieltrieb, sowie die Neugier ihrer "Opfer" mit immer neuen "Erfindungen" an.

Das persönlich erzielte Ergebnis bleibt oft hinter den eigenen (überzogenen ?) Erwartungen zurück.

Diese Tatsache wird von den meisten "Opfern" so nicht wahrgenommen, da nicht sein kann was nicht sein darf. Insgeheim ist man froh, dass die neue Errungenschaft dem Klang zumindest nicht schadet.

Wer irrt sich schon gerne .......

Im übrigen glauben die meisten "Erfinder" felsenfest an sich selbst. Eigentlich eine "gute" Eigenschaft. Sonst würden wir heute noch "auf den Bäumen" sitzen, was jedoch im Laufe der Jahrhunderte manchmal besser gewesen wäre.

Für ein perfektes "Hörerlebnis" sind alle Sinne des Menschen in Einklang zu bringen. Wer gerne "Essen" zelebriert, kann sicherlich folgenden, leicht hinkenden Vergleich nachvollziehen:

Ein "sinnliches Esserlebnis" erfordert

ausgesuchte Zutaten/Rohstoffe, die einen sehr guten - nicht unbedingt extrem abgehobenen - Qualitätsstandard aufweisen.

einen handwerklich perfekten Koch mit (Ess ?) Erfahrung, der seine "Kunst" einem "sinnlichen" Esserlebnis unterordnet und dabei die optische Präsentation des Menüs nicht aus den Augen verliert.

einen "Speiseraum", durch dessen Atmosphäre dem servierten Menü die Krone aufsetzt wird.

nicht zuletzt eine(n) Partner/in, mit der/dem man die Essleidenschaft teilen kann. Gemeinsam genießt man doppelt.

Unter diesen Bedingungen, stellt sich früher oder später das "Esserlebnis" ein.

Wohl wissend, dass das Rad nicht alle Jahre neu erfunden wird, ist es durchaus angebracht ab und zu über den Tellerrand hinauszuschauen und dabei "Neues" zu entdecken und ausprobieren.

Es wird der Fantasie des Lesers überlassen, dieses Beispiel auf den HiFi-Bereich zu übertragen.

HiFi-Enthusiasten, die nach fünf Takten Musik bereits über neue Verbesserungen ihrer Anlage nachdenken, mögen mir das Geschreibsel verzeihen.

' '' '' '' '' '' '


[Beitrag von beamter77 am 21. Dez 2004, 19:01 bearbeitet]
Ch_Event
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 21. Dez 2004, 20:30
Hallo Horst,

ich kann dein Essbeispiel gut nachvollziehen.

Realität bei vielen High-Endern ist aber, daß sie es nicht schaffen, ihre Damen für ihr Hobby zu interessieren. Dann sitzen sie einsam auf ihren genau vermessenen Hörplätzen und lauschen wie die Ölgötzen ihrer heiligen Kuh.

Heimlich wird Geld abgezweigt, um sich auch mal die Dinge kaufen zu können, die von der Partnerin nie akzeptiert würden. Großzügigerweise darf nach einer Kaufzustimmung die Partnerin auch mal auf dem heiligen Hörplatz sitzen und die große Kunst ihres Meisters bewundern.

Die High-Ender sind im allgemeinen nicht die, die sich das Hobby locker und leicht leisten können, sondern diejenigen, die oftmals mit dem Cent kämpfen müssen.

Wenn dann die schlecht funktionierende Spülmaschine zugunsten einer neuen LS-Schnur vom Kauf zurück gestellt wird, hängt der Haussegen wieder schief.

Ich habe das Glück, daß meine Lady absolut musikbegeistert ist und wir oft zusammen hören. Wenn ich mir dann etwas neues kaufe, freut sie sich mit mir. Ich war aber so clever, nie eine Wiedergabe mit zu engem Sweet Spot aufzubauen.

Ein tolles Essen mit tollem Partner und toller Musik....kann ich nur empfehlen.

Grüße vom Charly
Duncan_Idaho
Inventar
#3 erstellt: 21. Dez 2004, 21:12
Alles sollte ausgewogen betrieben werden...zum Glueck bin ich mit einer Musikerin verheiratet..... Jetzt hab ich meinen Player bekommen....in nem halben Jahr bekommt sie ihre neue Querfloete....
achim81
Stammgast
#4 erstellt: 22. Dez 2004, 13:14
Mann o Mann, Duncan_Idaho, hast Duuu 'n Glück...
Duncan_Idaho
Inventar
#5 erstellt: 22. Dez 2004, 19:40
Naja, ihr gefaellt auch die Goldquerfloete fuer 18000,-, aber bevor sie nicht etwas mehr Konzerte gibt, gibts das Ding noch nicht....
MusikGurke
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 26. Dez 2004, 15:25
Ne Querflöte? massivgold? erzähl! bringt das was? dachte das zeug ist nur zum veredeln von kontakten und beglücken von holden Damen gut!
Dank der hohen Masse dürfte es aber nicht mitschwingen... auch bei hohen Tönen...
das ist hier im Voodoo Sektor genau richtig!
ukw
Inventar
#7 erstellt: 26. Dez 2004, 16:46
Bei Platin hat's weniger Jitter.
Nur sieht man das meßt nicht unterm C 37
ukw
Inventar
#8 erstellt: 26. Dez 2004, 16:47

ihr gefaellt auch die Goldquerfloete fuer 18000,-

Bei Platin hat's weniger Jitter.
Nur sieht man das meßt nicht unterm C 37
Duncan_Idaho
Inventar
#9 erstellt: 01. Jan 2005, 12:27
Mit Gold kann man lauter spielen....aber ich bin schon froh, wenn wir uns ne reine Silberfloete leisten koennen....die guenstiegern Teile sind ja teils Silber, teils Nickel
beamter77
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 02. Jan 2005, 11:39
Ich bedanke mich für die tieferen Einblicke in Querflötenangelegenheiten.

Man lernt nie aus.
träumer
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 02. Jan 2005, 12:59

Duncan_Idaho schrieb:
Naja, ihr gefaellt auch die Goldquerfloete fuer 18000,-, aber bevor sie nicht etwas mehr Konzerte gibt, gibts das Ding noch nicht.... :D

Lieber das als goldene Schmuck..
Schön, dass ihr beide in Musik interessiert seid.
Ich habe nicht dieses Glück, trotzdem aber konnte ich in den letzten Jahren sehr viel Geld für mene Anlage ausgeben.
Dieses Jahr sollte meine Frau an der Reihe kommen: Rennovationsarbeiten im Haus und ein grosses Gartenhaus. (40k €).


beamter77 schrieb:
Wer irrt sich schon gerne .......

Niemand und keiner gibt gerne zu, dass er sich geirrt hat.
2004 war für mich ein Jahr wo ich viel ausgegeben und so viel Zeit verloren habe, weil ich mich geirrt habe.
Ich ärgere mich am meisten wegen der verlorenen Zeit.


beamter77 schrieb:
HiFi-Enthusiasten, die nach fünf Takten Musik bereits über neue Verbesserungen ihrer Anlage nachdenken..

Es sollte eigentlich nicht so sein aber bei mir funktionierten zuerst die Endverstärker bei lautem Pegel nicht richtig. Dann meiner Irrfahrt im Voodoo-Bereich, welcher komische Abbildungsprobleme bis Ende 2004 verursacht hat. Natürlich konnte man trotzdem "super" Musik hören aber wenn es zum Beispiel ein 3db Pegelunterschied zwischen den Kanäle gibt und man muss es mit einem Regler korrigieren, bleibt man schon ab und zu abgelehnt.
Man fragt sich schon warum.. Vor allem wenn dieses Effekt nicht immer da war oder es war ziemlich unterschiedlich stark.
Mindestens in meinem Fall bestand zum Glück nie die Gefahr von einem Upgrade!

HiFi-Enthusiasten, die nach fünf Takten Musik bereits über neue Verbesserungen ihrer Anlage nachdenken, sind einfach nicht mit der Klangqualität der eigenen Anlage zufrieden. Das gibt einen Impuls, um seine Anlage zu verbessern. Dieser Impuls ist nicht schlecht. (Sonst würden wir heute noch "auf den Bäumen" sitzen) Die Frage ist, was müssen sie tun, um endlich zufrieden sein.
beamter77
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 02. Jan 2005, 15:25
Hallo Titian (die5katzen?),

hier der letzte Satz Deines Postdings:

..... die Frage ist, was müssen sie (HiFi-Enthusiasten) tun, um endlich zufrieden sein ?????

Hier die "Antwort":

Du hast eine Abhöranlage, die grob geschätzt 97 % der Forenteilnehmer sofort übernehmen würden, wenn ihre räumlichen Gegebenheiten das zuließen.

Du hast Dich mit "HiFi-Dingen" derart intensiv beschäftigt, wie 20 bis 50 durchschnittliche Forenteilnehmer zusammengenommen.

Du wirst von immer weniger Leuten "verstanden" - ein Markenzeichen für Spezialisten.

Wenn Du nicht zufrieden bist, wer soll es sonst sein ?

Zufriedenheit steckt gaaaaaaaaaaanz im Inneren des Menschen und hat mit dem HiFi -Virus wenig zu tun.

Meine Zufriedenheit wächst langsam aus dem Leitsatz:

"Beschränke dich auf das Wesentliche"

Allein die Definition des Begriffes - das Wesentliche - hat mir bisher 20 Jahre "gekostet" und wird mich bis an mein Lebensende weiter beschäftigen.


[Beitrag von beamter77 am 02. Jan 2005, 15:31 bearbeitet]
Duncan_Idaho
Inventar
#13 erstellt: 02. Jan 2005, 16:44
Fuer mich ist meine Anlage gut genug, wenn ich vergesse, das da ne Anlage spielt.....und mit der 703 naechstes Jahr ist sie da verdammt nah dran.....
träumer
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 02. Jan 2005, 16:51

beamter77 schrieb:
Wenn Du nicht zufrieden bist, wer soll es sonst sein ?
Zufriedenheit steckt gaaaaaaaaaaanz im Inneren des Menschen und hat mit dem HiFi -Virus wenig zu tun.

Meine Zufriedenheit wächst langsam aus dem Leitsatz:

"Beschränke dich auf das Wesentliche"

Allein die Definition des Begriffes - das Wesentliche - hat mir bisher 20 Jahre "gekostet" und wird mich bis an mein Lebensende weiter beschäftigen.

Applaus, ganz schöne und tiefe Wörter die ich nur zustimmen kann.

Die erste Frage, die ich für mich stelle ist: Bin ich überhaupt zufrieden (im Musik Bereich) oder nicht? Wo habe ich Probleme?
Meine Probleme kommen aus dem Leben, das ich führe: einen anderen Job oder Umgebung wären vielleicht eine grosse Hilfe. Dazu kommen sicher persönliche Probleme (die ich hier nicht erwähnen will), welche meine allgemeine "zufriedenheit" beeinträchtigen. Als gegengewicht (Heilmethode) gibt mir die klassische Musik, die Kraft oder die Entspannung, meine "Lebensunzufriedenheit" zu überwinden.
Es ist klar, dass man auch mit einen Radiowecker Musik geniessen kann aber bei einem Konzert sind meine Gefühle und Sinnen deutlich mehr berührt und ist deshalb ein viel stärkeres Medikament.
Ich habe mich den Ziel gesetzt, dieses Medikament nach Hause zu bringen und vor ein paar Jahren habe ich angefangen, das zu Planen.
Während der "Entwicklungsphase" habe ich immer genossen, Musik zu hören aber natürlich eine gewisse Autokritik war immer da, um das Ziel zu erreichen.
Ich habe mich natürich von verschiedenen Leuten von meinen Pläne ablenken lassen. Das hat gewisse Unzufriedenheit und Energie gegeben, von der anderen Seite mehr Erfahrung.
Der Zweck von meiner Anlage ist die Gefühle, die ich im Konzertsaal erlebe zu hause zu haben, um mein unzufriedenen Leben auszugleichen. Andere Leute haben anderen Ausgleichsmechanismen und sind irgendwo anders unzufrieden.
Ich merke aber, dass Musik alleine nicht alles geben kann. Kontakte mit Leute ist genau so wichtig. Ich werde nie meine Lösung für einen anderen Person empfehlen. Jeder ist anders und ist so, wie er ist, zu akzeptieren. Ich weiss, es gibt viele kopfschütteln über meine Anlage, ich weiss viele verstehen mich nicht oder falsch (nicht nur wegen meiner Sprachkenntnisse ), aber trotzdem kann ich für wenige Mitglieder, einen anderen Sichtpunkt geben und vielleicht über ein Wochenende zusammen sein, über Musik diskutieren und das Erlebniss haben, schöne Musik über ein super Anlage zu hören.

Ja, "Zufriedenheit steckt gaaaaaaaaaaanz im Inneren des Menschen", vom Lebenstil auch.
Ich wünsche, dass Du für Dich den richtigen Weg findest, viel innere Zufriedenheit zu haben. Das ist sicher mehr Wert als der Rest.

Duncan_Idaho
Inventar
#15 erstellt: 02. Jan 2005, 18:45
Ganz dick dein Statement unterschreib....
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