Röhrenradio Nordmende Tannhäuser

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Oskarn
Stammgast
#1 erstellt: 27. Jul 2014, 16:29
Ich habe für Reparatur keinen Unterbrich Röhre gefunden und hoffe dass ich hier richtig bin.
Es handelt sich um folgendes Gerät:

Tannhäuser

Tannhäuser 8004H

Folgendes Problem ist bei dem Gerät: Die Verstärkung ist zu leise. Das Gerät empfängt, aber nur wenn ich den Volumeregler voll aufdrehe ist der Ton leise zu hören.
Vor Röhrengeräten und der innenliegenden Spannung habe ich Respekt, deswegen habe ich nur vorsichtig die Röhren beäugt, die aber alle glimmen. Ob das uneingeschränkt die volle Leistung darstellt, weiß ich nicht.
Frage ist also, ob jemand die Ursache für diesen Fehler weiß.

Weiterhin funktioniert nur das obere Viertel der Abstimmanzeigeröhre EMM 803.

Kann mir jemand dazu etwas sagen?
Bertl100
Inventar
#2 erstellt: 29. Jul 2014, 12:02
Hallo zusammen,

dieses Gerät leidet vornehmlich unter katastrophalen Kontaktschwierigkeiten am Tastenaggregat.
Ich habe selber so einen Tannhäuser. Du solltest als erstes mal probieren, mit den Tasten etwas zu spielen. Als beginne mal mit TA oder TB. Quelle hinten anschließen. Und dann mit TA und/oder TB spielen (wiederholt ganz durchdrücken), und dann sehen wir, ob es nicht nur ein Wackler ist.
Des Gerät ist ansonsten (bis auf die beiden ELL80 in der Endstufe) fast unverwüstlich.

Die EMM803 geht "gerne" auf diese Weise kaputt. Ist bei mir auch so.
Da müßtest du einfach die Röhre ersetzen. Ist aber nicht billig!

Gruß
Bernhard
Oskarn
Stammgast
#3 erstellt: 29. Jul 2014, 17:52
Danke Bernhard,

ich hatte anfangs schon hundert Mal zwischen UKW, MW, KW usw. hin und hergeschaltet. Leider gab es nicht dieses typische Krächzen, wenn sich ein Kontakt reirubbelt.
Nein, das Gerät empfängt, wie gesagt und hat vielleicht nur noch 5% Leistung.
audiophilanthrop
Inventar
#4 erstellt: 31. Jul 2014, 16:31
Da würde ich erst einmal die Katodenelkos (C215, C245, 100µF, >=16 V) suchen und erneuern, ein Defekt wäre auch für die Endröhren nicht gut. Prüfe außerdem die Siebwiederstände im Anodenkreis (R200 und R198). Ist da eigentlich noch ein Selen-GleichRiechtEr drin?

Wenn sich da nichts findet, wirst du nicht umhin kommen, die Spannungen im Betrieb nachzumessen. Am besten mit Meßstrippen zum Hinklemmen.
hf500
Moderator
#5 erstellt: 01. Aug 2014, 16:34
Moin,
selbstverfreilich hat das Geraet einen Selengleichrichter und auch einige Papierkondensatoren, es entstand in der Zeit des Wechsels von Papier- zu Kunstfolienkondensatoren.
Es muss unbedingt durchgesehen werden, um sicherzustellen, dass die Endroehren nicht ueberlastet werden. ELL80 sind nicht gerade billig.
Fehlerquellen waeren defekte Kondensatoren, Gleichrichter, kalte Loetstellen (Roehrenfassungen nachloeten, das Geraet ist wenigstens teilweise auf Platinen aufgebaut), Schalter mit Kontaktschwierigkeiten (auch die kleinen Schalter fuer Klang und andere Einstellungen unter den Drehknoepfen .

Anodenspannung ist ausreichend da, das zeigt das Stereoanzeigefeld der Anzeigeroehre. Sehr selten ist allerdings, dass das Hauptanzeigesystem nicht arbeitet, normalerweise ist hier das Stereofeld zuerst taub. Eigentlich muss wenigstens Etwas zu sehen sein, wenn auch schwach und bei solchen Roehren dann auch deutliche Einbrennspuren auf der Leuchtschicht (wird dort zunehmend grau).

73
Peter
Oskarn
Stammgast
#6 erstellt: 05. Aug 2014, 17:26
Vielen Dank für die Tips. Da werde ich mich mal an die Eingeweide machen und schauen ob etwas zu finden ist.
Ich werde berichten.
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