Marantz Tuner ST-53 vergisst Sender

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radiudo
Neuling
#1 erstellt: 28. Nov 2007, 21:44
Hallo, mein Tuner ST-53 speichert seine Sender nicht mehr. In einem anderen Thread zu einem Onkyo-Teil habe ich gefunden, dass manchmal ein defekter Goldcap Kondensator verantwortlich ist. Nur bin ich anscheinend zu dumm, den zu finden. Hat jemand Ahnung?

Danke Udo
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 28. Nov 2007, 22:13
Gegenfrage: Wo hast du denn gesucht? Wenn ein Goldcap drauf ist, dann i.d.R. in der Nähe des Mikroprofessors - kann auch schon mal recht gut versteckt sein. OK, bei einem Denon-Receiver habe ich den auch schon mal direkt im Netzteil gesehen, ist aber eher ungewöhnlich.
bukongahelas
Inventar
#3 erstellt: 29. Nov 2007, 03:58
Mein Pioneer F550 RDS vergass auch die Sender wenn er länger vom Netz getrennt war , Goldcap wurde leer.
GC ersetzt durch Lithiumzelle mit Reihenschaltung aus Widerstand zur Strombegrenzung und Diode damit nur Strom aus der LZ aber nicht zurück (laden) fliessen kann.
Nun dürfte es für ca 10 Jahre gelöst sein.
gruss
bukongahelas
bukongahelas
Inventar
#4 erstellt: 29. Nov 2007, 04:04
Das mit den GC ist mE nur eine Sparlösung der Hersteller , früher hatten die Geräte auswechselbare Standardbatterien.
Angesichts der Strompreise und Überspannungsgefahr (Gewitter) finde ich den Standy-Betrieb sowieso Unsinn.
Zum Glück gibts schaltbare Steckdosenleisten.
Bei Neukäufen bestehe ich auf einem "richtigen" Netzschalter.Wenn alle danach fragen, werden die auch wieder eingebaut. Früher war vieles, nicht alles, besser.
gruss
bukongahelas
epicure
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 04. Dez 2007, 14:24
Nur kommen die "Guten alten Zeiten" nicht mehr zurück. Also such nach dem GC und wechsel ihn aus. Und dann guck ob es etwas gebracht hat.
Toni_
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 04. Dez 2007, 15:56
Hallo Udo,


so kann ein Gold-Cap aussehen:

http://www.reichelt....4c9b82904f402f4b708c

Bei Yamaha- und Onkyo-Geräten war die in der Regel grün, ca.12 mm ø x 12mm hoch,
die neueren Typen sind flacher und größer im ø


Achtung auf Polung achten beim Tausch !



Viel Erfolg

Gruß

Toni
radiudo
Neuling
#7 erstellt: 04. Dez 2007, 17:11
Hallo Toni,

danke für die versuchte Hilfe, aber der Link funktioniert nicht, lande nur bei Reichelt auf der Hauptseite.

Unter "Goldcap" oder "Gold Cap" findet man leider nichts. Wonach muss ich denn suchen?

Danke

Udo
detegg
Inventar
#8 erstellt: 04. Dez 2007, 17:35
Speicherkondensator, Raster 5mm, 47.000µF ArtNr. 19395
Flowi
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 04. Dez 2007, 17:39
Bei meinem Marantz ist eine kl. Batterie auf die platiene gelötet. vll. bei deinem auch. Mußt mal suchen...
hf500
Moderator
#10 erstellt: 04. Dez 2007, 19:41
Moin,
wenn es ein Speicherkondensator ist, den durch den groessten ersetzen, der auf die Platine passt.

73
Peter
radiudo
Neuling
#11 erstellt: 04. Dez 2007, 21:26
Hallo zusammen,

danke für die vielen Tips. Ich habe mir jetzt jeden einzelnen Kondensator von den ca. 25 Stück im Tuner nochmals angeschaut, da ist keiner dabei, der von der aufgedruckten Kapazität her ein Gold-Cap sein könnte. Und eine Batterie finde ich auch nicht, sogar Platine abgeschraubt und drunter geguckt -> nichts.

Das gleiche für die Display-Platine, nur 3 Kondensatoren drauf.

Noch jemand mit einem guten Tip?

Danke
Udo
detegg
Inventar
#12 erstellt: 04. Dez 2007, 23:21

radiudo schrieb:
... mein Tuner ST-53 speichert seine Sender nicht mehr.

Nur zum Verständnis: speichert erst gar nicht nicht oder vergisst nach Ausschalten?
radiudo
Neuling
#13 erstellt: 05. Dez 2007, 08:21
Speichert zuerst, hält den Sender auch und wenn man das Radio ein paar Tage nicht nutzt, sind sie alle weg.

Gruß

Udo
Bertl100
Inventar
#14 erstellt: 05. Dez 2007, 16:26
Hallo!

also ich würde sagen, das bedeutet eindeutig, dass ein speicherkondensator im gerät ist.
Hat er sich die Sender früher länger gemerkt?

Gruß
Bernhard
radiudo
Neuling
#15 erstellt: 05. Dez 2007, 16:36
Natürlich, sonst wäre mir der Fehler ja auch nicht aufgefallen. Habe die Anlage seit ca. 1993.

Gruß

Udo
hf500
Moderator
#16 erstellt: 05. Dez 2007, 19:26
Moin,
dann brauchen wir aussagekraeftige Bilder vom Innenleben, um suchen zu helfen.

73
Peter
radiudo
Neuling
#17 erstellt: 06. Dez 2007, 21:19
So hier meine Fotos:

http://www.tcgwbrueserberg.de/Fotos/tmp/index.html

Untere Reihe:
1. Übersicht Hauptplatine, sehr übersichtlich und beschriftet, links Netzteil, rechts MPX (Stereoaufbereitung), dann weiter rechts die Tuner)

2. Übersicht mit Displayplatine

3. Netzteil

4. Tuner

Oben:

1. und 2. Netzteil schräg

3. Tuner schräg

4. Displayplatine

5. MPX


Hat einer eine Idee, welches der Goldcap sein könnte, mache gerne noch Detailbilder.

Gruß Udo


[Beitrag von radiudo am 06. Dez 2007, 23:00 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#18 erstellt: 06. Dez 2007, 23:25
Tja, nachdem der Goldcap auf keinem der Bilder zu sehen ist, ist er entweder auf der Rückseite der Displayplatine oder gut versteckt unter dem Fluoreszenzdisplay.
detegg
Inventar
#19 erstellt: 07. Dez 2007, 00:35
Moin zusammen,

audiophilanthrop schrieb:
Tja, nachdem der Goldcap auf keinem der Bilder zu sehen ist...

... vermute ich mal, dass es gar keinen gibt. Anfang der 90er gab´s noch keine NV-RAM´s, aber die Speicherzellen waren schon wesentlich genügsamer als noch 10 Jahre zuvor - mein Marantz SR8010DC von 1979 hat als einer der ersten "Digital"-Receiver eben noch diesen GoldCap. Beim ST-53 sollte ein normaler Elko als Energiespeicher reichen ...

Dieser Elko wird irgendwo in der Nähe des "Multi-Function" RAM-Chips sitzen. Ich schlage vor, dieses RAM über die Datenblätter der verbauten IC´s zu lokalisieren, dort die Ub´s zu überprüfen, evtl. nachlöten - ist ja doch alles ziemlich aufgeräumt ...

@Udo - hol´ die Lupe raus und nenn´ uns die IC-Typen!

Gruß
Detlef


[Beitrag von detegg am 07. Dez 2007, 00:38 bearbeitet]
Toni_
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 07. Dez 2007, 21:56
Hallo Udo,


bei Onkyo gab es einen Tuner da war unter der Digitalanzeige
der Gold-Cap gelötet, das war ein seich den da rauszulöten.

Gruß

Toni
audiophilanthrop
Inventar
#21 erstellt: 07. Dez 2007, 22:39
Normal-Elkos haben doch eine viel zu kleine Kapazität für sowas (schon ein kleiner Goldcap hat mal eben 22000 µF), mal ganz abgesehen vom Leckstrom. Da ist bestimmt irgendwo ein Goldcap.
radiudo
Neuling
#22 erstellt: 08. Dez 2007, 10:36
Also: weder auf der Rückseite einer Platine noch unter dem Dipslay (habe es soweit wie möglich weggebogen) gibt es einen Goldcap.

Aber jetzt habe ich mir alle ICs intensiver angeschaut: direkt neben dem Display gibt es einen BR93LC66, nach der Beschreibung ein "4,096-Bit Serial Electrically Erasable PROM".

Also hat Marantz wohl nicht mit Goldcap gearbeitet, sondern mit einem EEPROM, kann das sein?

Gruß

Udo


[Beitrag von radiudo am 08. Dez 2007, 10:48 bearbeitet]
detegg
Inventar
#23 erstellt: 08. Dez 2007, 13:20
Moin Udo,

im Datenblatt zu o.g. EEPROM werden 100.000 R/W-Zyklen genannt - wahrscheinlich ist es "ausgelutscht".

Gruß
Detlef
Bertl100
Inventar
#24 erstellt: 08. Dez 2007, 13:51
Hallo!

ja, EEProms sind durchaus üblich zur Speicherung.
Raus mit dem Teil!
Ist ja auch eine Frage der Software, wie gut sie mit den 100000 Zyklen umgeht! Ob z.b. immer die gleichen Zellen überschrieben werden, oder zyklisch "im Kreis".
Das Bauteil ist auf alle Fälle noch erhältlich.

Gruß
Bernhard
radiudo
Neuling
#25 erstellt: 15. Dez 2007, 19:44
So, habe jetzt den 93LC66 durch einen 93LC66 B von Conrad (0,76 €) ersetzt. Dieser erfüllt alle Vorgaben des Originalen von damals, nur mit etwas besseren Werten, habe jetzt wohl > 1.000.000 Zyklen.

Im Augenblick funktioniert alles, mal sehen, wie es in zwei Wochen ist.

Da kann man mal sehen, wohin man gelenkt wird, wenn man nur nach ´nem Goldcap sucht, dann findet man das EEPROM halt nicht.

Gruß und danke an alle, die mitgesucht haben.

Udo
detegg
Inventar
#26 erstellt: 15. Dez 2007, 19:50

radiudo schrieb:
... habe jetzt wohl > 1.000.000 Zyklen.

... und damit hast Du weitere 20 Jahre Ruhe!

Die Sucherei hat nebenbei auch Spaß gemacht.

Gruß
Detlef
hf500
Moderator
#27 erstellt: 15. Dez 2007, 20:52
Moin,
im Gegensat zu Akkus oder Speicherkondensatoren sind ausgefallene EE-Proms wirklich selten,
zumal die haeufig den Bus blockieren und so die Steuerung ganz lahmlegen.

Da ist es kein Wunder, wenn das Naheliegende zuerst vermutet wirsd ;-)

73
Peter
walo
Stammgast
#28 erstellt: 23. Nov 2012, 22:33
Hallo allerseits,

habe dieses Thema nochmals ausgegraben


"von detegg" vermute ich mal, dass es gar keinen gibt. Anfang der 90er gab´s noch keine NV-RAM´s, aber die Speicherzellen waren schon wesentlich genügsamer als noch 10 Jahre zuvor - mein Marantz SR8010DC von 1979 hat als einer der ersten "Digital"-Receiver eben noch diesen GoldCap. Beim ST-53 sollte ein normaler Elko als Energiespeicher reichen ...


habe hier einen Marantz SR-8010DC mit dem Speicherproblem, dh ich kann keine Sender speichern
ich habe den GoldCap nicht gefunden auf dem PC00 Board, die grössten Elko sind 2Stk 1000 MicroF

Das Service Manual ist zwar von SR-8000 aber es sollte praktisch gleich sein.

walo
Poetry2me
Inventar
#29 erstellt: 24. Nov 2012, 09:59
Schau mal nach, ob Du etwas wie das in Post #22 erwähnte EEPROM findest.

- Poetry2me
walo
Stammgast
#30 erstellt: 24. Nov 2012, 11:48
Ja, das ist der CMOS RAM MN1203 von Panasonic und die erwähnten 2 Kondenser sind in der Nähe meiner Meinung nach hat diese jemand schon gewechselt ohne Erfolg.

Jetzt mache ich mich auf die schwierige Suche nach einem neuen IC MN1203

walo
walo
Stammgast
#31 erstellt: 04. Dez 2012, 03:05
So, jetzt habe ich einen neuen IC CMOS RAM MN1203 bekommen,
man sagt eigentlich nicht mehr lieferbar, wer sucht der findet

frisch eingelötet und die Speicher funktionieren wie neue

Gruss
walo


[Beitrag von walo am 04. Dez 2012, 03:05 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#32 erstellt: 04. Dez 2012, 07:33
Bravo und ___GRATULATION___

Es lebe der Erfahrungsaustausch im Forum.

- Poetry2me
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