Lautstärkepoti Pioneer SX 535

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Kayhh
Neuling
#1 erstellt: 19. Okt 2018, 22:03
Hallo und guten Abend,

ich habe bei einem Pioneer SX 535 das Problem, dass trotz Lautstärkeregler auf 0 aus dem linken Kanal noch Musik ertönt.
Kann ja eigentlich nur am poti liegen oder? Ich habe das Steropotentiometer ausgebaut und beide Teile gemessen. Das eine scheint in Ordnung zu sein.
Ich messe von 0 Ohm bis 250 kOhm (was auch der Widerstand sein soll). Bei der anderen Seite fällt das Poti nicht bis auf 0
Ohm runter, sondern bleibt bei 3-9 Ohm stehen. Ich vermute, dass die Verbindung zwischen Lötpin und Schleiferbahn den Restwiderstand verursacht. Jedenfalls ergibt eine Widerstandsmessung von Lötpin zur Schleiferbahn genau 3 Ohm.

Hat jemand eine Idee, wie ich das reparieren kann? Die Schleiferbahn kann man nicht löten, oder? Ansonsten hätte ich einfach eine kleiner Drahtbrücke eingeöltet.

Leider finde ich bei den bekannten Onlinehändler auch kein passendes Stereopoti. Das vom SX 535 hat wohl noch einen Loudnessabgriff.

Grüße
Kay
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 19. Okt 2018, 23:51

Bei der anderen Seite fällt das Poti nicht bis auf 0
Ohm runter, sondern bleibt bei 3-9 Ohm stehen. Ich vermute, dass die Verbindung zwischen Lötpin und Schleiferbahn den Restwiderstand verursacht


Echt ein Lötpin oder ist es mit einer Verpressung befestigt?
Ein Lötpin lässt sich nachlöten. Eine Pressung evtl. noch nachpressen.

Evtl. liegt hier auch eine Asymmetrie des Potis vor und kann so nicht verändert werden.

Wenn das Poti keinen Loudness-Abgriff besitzen sollte, sollte es erneuert werden.
Mit L.-Abgriff wird es schwierig werden, da es diese Potis so nicht zu kaufen gibt.
Kayhh
Neuling
#3 erstellt: 20. Okt 2018, 06:12
Moin,

der Pin ist mit einer Niete an der Schleiferbahn befestigt.
Ich denke, dass ist dann eine Verpressung.

Wie kann ich da noch versuchen etwas zu machen?

Gruß
Kay
Rabia_sorda
Inventar
#4 erstellt: 20. Okt 2018, 09:24
Die Niete etwas nachpressen. Dazu mal vorsichtig mit einer Wasserpumpenzange drücken und dann erneut messen.
Mechwerkandi
Inventar
#5 erstellt: 20. Okt 2018, 09:44
Leute, nachdenken:
Wenn das Poti niederohmig ist, die Lautstärke hoch. R klein = I groß
Der beschriebene Restwiderstand liegt im Toleranzbereich des Potis und würde sich, wenn überhaupt, in einem messtechnischen Gleichlauffehler darstellen.

Der beschriebene Fehler wäre, wenn am Poti, am anderen (hochohmigen) Ende zu suchen.
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 20. Okt 2018, 10:21
Was heisst hier "nachdenken"?

Ich schrieb doch schon....


Evtl. liegt hier auch eine Asymmetrie des Potis vor und kann so nicht verändert werden.
Mechwerkandi
Inventar
#7 erstellt: 20. Okt 2018, 11:25
"3-9" Ohm, gemessen wohl mit einem Multimeter, Klasse 2,5.
An einem 250 kOhm-Poti.

Asymmetrie.
Ja nee, is klar.
eckibear
Inventar
#8 erstellt: 20. Okt 2018, 18:29
Wenn das Poti am unteren Anschlag nicht ganz dicht macht, liegt es sehr wahrscheinlich an dem kleinen "Restwiderstand". Man sollte sich vor Augen halten, dass die Gehördynamik riesig ist, weshalb auch ein "Teilungsverhältnis" von z. Bsp. 10Ohm/250kOhm noch wahrgenommen werden kann, v.a. mit Kopfhörer.
Entweder der Restwiderstand steckt in der Massezuleitung des Potis, oder eben schon innerhalb des Potis "unterhalb" des Schleifeabgriffs.Lose oder oxidierte Nieten sind gar nicht so selten. Evtl. kann ein intern leicht verdrehter Schleifer Ursache sein.
Kayhh
Neuling
#9 erstellt: 20. Okt 2018, 20:49
Moin Leute,

Danke für die Tipps. Werde das morgen versuchen. Ich gehe mal davon aus, dass Pioneer den Receiver vor 40 Jahren so ausgeliefert hat, dass bei Volume auf 0 gedreht auch Ton aus war. Demnach klingt eine oxidierte Niete ja ganz interessant.

Sollte das keine Abhilfe schaffen gibt es nur zwei Möglichkeiten:

1. wenn man wirklich mal keinen Ton haben möchte über die Lautsprecherschalter schalten oder Balance
2. neues Stereopoti einsetzen und auf loudness verzichten (was auch nicht wirklich ein Problem darstellt)

Reparieren und oder Basteln am Poti mit Loudnessabgriff geht nicht? Richtig, oder?

Grüße
Kay
eckibear
Inventar
#10 erstellt: 21. Okt 2018, 09:44
Je nach Bauform des Potis kommt man gut oder schlecht an den Problembereich heran. Reparieren sollte man nur, wenn man etwas Erfahrung, gute Werkzeuge und handwerkliches Geschick hat. Oft müssen Gehäuseteile/Blechlaschen auf- und zugebogen werden, wobei sie abbrechen können. Wegen des Restrisikos bei der OP sollte man vorher ausschließen, dass keine anderen Ursachen vorliegen.
Die Loudness-Option ist eigentlich verzichtbar. Man könnte als Fall-back Option erst nach einem mechanisch und elektrisch passendem Poti Ausschau halten, dieses testen und dann eine Reparatur des alten Teils wagen.


[Beitrag von eckibear am 21. Okt 2018, 09:45 bearbeitet]
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