Pioneer SX-535: Rechts Nur Brummen und Knacken > Kanal defekt ?!

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jacons
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 31. Jan 2007, 15:38
Habe einen schönen Receiver Pioneer SX-535 ersteigert und folgendes Problem damit:
Der rechte Kanal ist irgendwie defekt und hätte beinahe einer meiner Boxen zerstört. Es scheint Gleichspannung am rechten Lautsprecherausgang anzuliegen. Denn wenige Sekunden nach dem Einschalten (Volume auf Null) ertönt ein Brummen mit schnell absinkender Amplitude und lautes, ungegelmäiges Knacken ohne irgend ein nomales Nutzsignal. Dann fing die Schwingspule des Tieftöners an zu stinken.
Auch beim Anschluss eines Kopfhöhrers ergibt sich das gleiche akustische Bild. Im rechten Kanal nur Brummen und Knackgeräusche. Egal ob die Boxen zugeschaltet waren oder nicht.
Bei Boxenausgang A o. B erscheinen exakt die gleichen Störgeräusche.
Auch das zigfache Betätigen aller Schalter und Regler und Versuche mit einem anderen Boxenpaar (incl. anderer Boxenkabel) brachten kein besseres Ergebnis.

Worauf deuten diese Symptome eurer Meinung nach hin und was kann ich jetzt tun?

Danke jacons
aileena
Gesperrt
#2 erstellt: 01. Feb 2007, 02:32
Endstufe geschossen? Wieviel Volt liegen hinten an den LS-Ausgängen an?
jacons
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 01. Feb 2007, 12:58

aileena schrieb:
Endstufe geschossen? Wieviel Volt liegen hinten an den LS-Ausgängen an?

Habe mit dem Digitalmultimeter keine Spannung angezeigt bekommen. Dafür war im Kopfhörer ein Brummen im jeweiligen Kanal zu hören, sobald ich das Messgerät zugeschaltet habe.
Zwischenzeitlich war gestern abend auch der linke Kanal von den gleichen Störungserscheinungen (lautes Knacken, Rauschen, Spratzeln) betroffen, s.a. meine anderes Posting dazu: Pioneer SX-535: Jetzt auch linker Kanal am Aussteigen ! Heute morgen war das aber wieder verschwunden.
Ganz leise hört man außerdem rechts das Signal manchmal für einige Sekunden, aber völlig verzerrt.

Werde wohl doch mal einen Fachmann reinschauen lassen müssen. Hab bloß noch keine Ide, wer heute sowas überhaupt noch kann und anbietet.

jacons
DaPickniker
Inventar
#4 erstellt: 01. Feb 2007, 21:55
Hmm... Ne Ferndiagnose ist immer schwierig, aber miss mal mit einem Multimeter die Lautsprecheausgänge auf Gleichspannung durch . Diese darf nur wenige Milivolt betragen.( Multimeter auf DC stellen , Oszi geht natürlich auch ) Desweiteren überprüfe mal die Koppelelkos in der Endstufe auf Schluss ( ein intakter Elko muss einen Widerstand von mehreren Megaohm haben, im Zweifelsfall einfach tauschen.Bei defekten Koppelelkos kann im schlimmsten Fall die Betriebsspannung der Endstufe an den Lautsprecherausgängen anliegen. Da es sich dabei im Gleichspannung handelt, kann dies in kürzester Zeit die Tieftöner deiner Lautsprecherboxen durchpfeifen ( Schwingspule brennt durch ). Desweiteren die Emitterwiderstände der Leistungstransistoren ohmisch durchmessen. Desweiteren die Treiber und Leistungstransistoren ohmisch durchmessen. Es dürfen bei den Transistoren keine Kurzschlüsse vorhanden sein!
jacons
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 01. Feb 2007, 22:16

DaPickniker schrieb:
Hmm... Ne Ferndiagnose ist immer schwierig, aber miss mal mit einem Multimeter die Lautsprecheausgänge auf Gleichspannung durch . Diese darf nur wenige Milivolt betragen.( Multimeter auf DC stellen , Oszi geht natürlich auch )

Ja, das habe ich bereits gemacht (mit dem Multimeter, bei Radiobetrieb, also Eingangssignal vom Tuner), ohne angeschlossene LS, allerdings hing der Kopfhörer noch dran. Anzeige 0,00 bei Meßbereich DC 20 mV. Auf beiden Kanälen. Dabei ein Brummen (im Kopfhörer) auf dem jeweiligen Kanal, wärend des Meßvorganges.

Desweiteren überprüfe mal die Koppelelkos in der Endstufe auf Schluss ( ein intakter Elko muss einen Widerstand von mehreren Megaohm haben, im Zweifelsfall einfach tauschen.

Ok, werd ich versuchen.

Desweiteren die Emitterwiderstände der Leistungstransistoren ohmisch durchmessen. Desweiteren die Treiber und Leistungstransistoren ohmisch durchmessen. Es dürfen bei den Transistoren keine Kurzschlüsse vorhanden sein!

Werd ich ebenfalls machen.
Vielen Dank für Deine Tipps!
jacons
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 04. Feb 2007, 05:32
Neue Erkenntnisse

Habe inzwischen mit Druckluft und Kontaktreiniger alle Schalter und Regler bearbeitet und folgende Änderungen des Fehlerbildes:
- Stör und Knackgeräusche im linken Kanal vollständig verschwunden, sauberes "normales" Nutzsignal.
- Rechter Kanal läuft jetzt mit ca. 10% Leistung des linken Kanals und wird permanent von starkem Rauschen, Knacken und Knistern überlagert.

Bei erneutem Messen habe ich nun doch eine Gleichspannung am Lautsprecherausgang des fehlerhaften Kanals gefunden. 1500 mV liegen dort mit Schwankungen von ca. +/-200 mV permanent an.
Am korrekt laufenden linken Kanal sind es nur 15 mV. Ich habe diesmal nicht an den Lautsprecherklemmen, sondern direkt an den Abgängen der Leiterplatte gemessen.
Habe auch einen Verdachtskandidaten. Bei Elko C10, rot markiert, rechter Kanal, (s. Bild SX-535 Power Amp.jpg (177 kB)) liegen 1300 mV am Minuspol an. Bei C9, dem Pendant links, sind das nur 13 mV (s. Bild).
Allerdings haben beide Elkos einen ohmschen Widerstand von 44 K. Also kein direkter Durchgang. Aber ich weiß nicht, ob das für einen 47 µF-Elko ein "normaler" Wert ist.
Diese eklatanten Spannungsunterschiede (Faktor 100) zwischen beiden Kanälen können ja wohl nicht normal sein. Ich gehe auch davon aus, dass eine Gleichspannung von 1,5 V am Lautsprecher ja wohl auch inakzeptabel ist.
Werde also mal den Elko wechseln und sehen was das bringt und danach hier wieder berichten.
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