Beomaster 3000-2

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tomy800
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Jan 2009, 12:44
Hallo, ich habe einen schönen Beomaster 3000-2, ein Widerstand auf der Hauptplatine, direkt neben dem sterngekühlten Transistor brennt immer durch. Habe ihn, und den transistor schon gewechselt, es bleibt dabei. Beim Anschalten ein Zisch, Gestank, und das wars. Woran könnte es liegen? Es müßte doch eigentlich ein isolierter Fehler sein, wenn es immer nur diesen Widerstand trifft?


[Beitrag von tomy800 am 19. Jan 2009, 12:45 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 20. Jan 2009, 11:15
Hallo,

Schaltplan,Fotos?
Messgerät vorhanden?

Ansonsten können wir nur raten oder einer von den anderen Usern hat ein SM bzw. kennt den B&O aus dem "Effeff"

tomy800
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 22. Jan 2009, 09:21
;-) klar, habe Detailfotos gemacht, kann die aber irgendwie nicht hochladen, vielleicht per mail? Oder ein Tip wie ich sie doch hochladen könnte?
Curd
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 22. Jan 2009, 23:21
Hallo Tomy,

Diese Hürde haben viele User auch gehabt, Übung macht den Meister. Hier im Forum gibt es einen Thread darüber...wenn Probleme auftauchen dort einfach nachfragen - viel Erfolg:

schritt für schritt: wie füge ich ein bild ein



[Beitrag von Curd am 22. Jan 2009, 23:22 bearbeitet]
hf500
Moderator
#5 erstellt: 22. Jan 2009, 23:26
Moin,
aber die Bilder bitte nicht ueber imageshack.

Die haben irgendwann in letzter Zeit ihre Seiten vergimmickt, seitdem bekomme ich nichts mehr zu sehen.

73
Peter
Curd
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 22. Jan 2009, 23:52
Hallo,

OK, es gibt ja zum Glück noch etliche freie Bildhoster, z.B.:

http://de.tinypic.com/

tomy800
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 23. Jan 2009, 09:27
Ja, prima , hier ist das Bild der Platine mit dem grau angelaufenen durchgebrannten Widerstand neben dem rechten Kondensator mit der Sternkühlung

http://de.tinypic.com/view.php?pic=egvfbl&s=5
hf500
Moderator
#8 erstellt: 23. Jan 2009, 21:13
Moin,
wieso brennt der Widerstand "immer" durch?
Er sieht selbst gebacken immer noch wie Erstbestueckung aus.
;-)

Zu diesem Widerstand:
Er liegt mittelbar zwischen Basis und Emitter eines Endstufentransistors und kann nur ueberlastet werden, wenn dieser Transistor defekt ist, d.h. die Strecke BE oder sein Emitterwiderstand (die Roten) sind unterbrochen.
Sonst kann an dem Widerstand nur eine Spannung bis etwa 1V anliegen.

Beide Endtransistoren des Endverstaerkers ersetzen, sie sollten aehnliche Daten haben und aus einer Fertigungscharge stammen. Ideal waeren 2N3055H von RCA.
Beide Treibertransistoren ersetzen (die mit dem Kuehlstern). Den kleinen Transistor auf der Endstufenkuehlschiene ueberpruefen, er muss guten Waermekontakt mit der Schiene haben. Den PTC an einem der Endtransistoren auch mit gutem Waermekontakt montieren.

Es handelt sich hier um eine quasikomplementaere Endstufe, die ich bei Reparaturen immer als heikel kennengelernt habe. Sie erfordern oft ausgemessene Paare fuer Treiber- und Endstufe.
Die des B&O 3000 ist bislang die erste, die sich reparieren liess, ohne dass ich gepaarte Transistoren brauchte, ich haette ohnehin keine bekommen. Es besteht also Aussicht auf Gelingen. Alle Transistoren des Endverstaerkers ueberpruefen.
Der reparierte Verstaerker sollte mit einer 40W Lampe in der Netzleitung als Vorwiderstand in Betrieb genommen werden. Den Ruhestrom so einstellen, dass ueber einem Emitterwiderstand 10mV abfallen, das sind dann etwa 67mA.
Mit der Vorschaltlampe in der Netzleitung ueberpruefen, ob sich der Ruhestrom ueberhaupt einstellen laesst.
(die Lampe verhindert einen zu grossen Endstufenstrom)
Nur in diesem Fall kann man dann zunaechst auf eine 60W Lampe und dann volle Netzspannung schalten.
Dann den Ruhestrom von 0 aus auf den gewuenschten Wert stellen.

(Bequemer ist es natuerlich, wenn man einen Stelltrenntrafo hat, man beginnt die Ueberpruefung des Verstaerkers bei 80V Netzspannung.)

Bei Messungen in den Endverstaerkern unbedingt darauf achten, dass keine Kurzschluesse veranstaltet werden. Sowas sorgte bei mir dafuer, dass ich statt einer zwei Endverstaerker zu reparieren hatte....

Schaltbild vorhanden? Es befindet sich in dem Umschlag im Gehaeusedeckel. Zumindest sollte es da sein ;-)

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 24. Jan 2009, 16:47
Prima, toll ausführliche Anleitung.
Inzwischen hatte ich mir eine Spenderplatine besorgt und habe alle Komponeneten, bei denen ich nicht seitengleiche Werte messen konnte ausgetauscht.
Also alles was hier fehlt, ist auf der Platine mit dem durchbrennenden Widerstand getauscht, natürlich alles auf der rechten Seite.

http://i39.tinypic.com/2wre152.jpg

Danach beim Anschalten: Plopp, wieder durch, tolles Erfolgserlebnis.

Den ungekühlten Transistor habe ich noch nicht getauscht, welche roten Widerstände meinst du genau?

Das ist übrigens der Beomaster von außen ;-):

http://i41.tinypic.com/j7tc84.jpg
tomy800
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 24. Jan 2009, 16:54
Oder wäre es besser die komplette Platine auszutauschen, mit dem Gedanken hatte ich auch schon mal kurz gespielt, das ist nur eine ziemliche Löterei mit dem Risiko etwas anderes zu beschädigen. Ich hatte eigentlich mit einem isolierten Defekt gerechnet.
hf500
Moderator
#11 erstellt: 24. Jan 2009, 18:01
Moin,
ich sagte doch, _Vorsichtig_ wieder anfahren..
Endstufentransistoren auch getauscht?

Zur Not mit einem Labor-Regelnetzteil, das man an den Netzladeelko anschliesst (und den Beo dann natuerlich nicht irgendwie an die Steckdose).
Bei 20-30V sollten die Endstufen so weit arbeiten koennen, dass man daran messen kann.

Die roten Widerstaende sind die vier an den Loetoesen, an denen die Endstufen angeschlossen sind.

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 24. Jan 2009, 19:13
Habe leider kein Service-Manual vom Beomaster 3000, nur vom 1200er. Wo mißt man denn Power und idle hier genau? Habe beie sterngekühlten Transistoren der rechten Seite getauscht, den ungekühlten nicht.
hf500
Moderator
#13 erstellt: 24. Jan 2009, 19:32
Moin,
damit ist die Ursache fuer den erneuten Ausfall gefunden, wie ich oben schrieb, ist der mit dem verbrannten Widerstand verbundene Endstufentransistor defekt, sonst hat der Widerstand kaum eine Chance, durchzubrennen.
Es reicht nicht, nur die Treibertransistoren zu tauschen, die fackelt man u.U. auch nur wieder ab.

Den ungekuehlten Transistor sollte man auch tauschen, ich habe diese Transistoren alle hoeher auf die Platine gesetzt und ihnen auch einen Kuehlstern gegeben, sie werden einigermassen warm.

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 25. Jan 2009, 20:01
So, der Transistor 2N 3055 ist getauscht, zusammen mit den "Roten Widerständen", kein Durchbrennen mehr ;-)!!!
Aber der linke Kanal (ich glaube es ist der linke um den es die ganze Zeit geht) ist noch nicht da. Wie kann ich das Problem weiter eingrenzen? Vielleich doch noch (oder wieder nach dem letzten Durchbrennen) die Treibertransistoren? Die Meßpunkte kann ich nur ahnen.

Der rechte Kanal hört sich übrigens toll an!
hf500
Moderator
#15 erstellt: 25. Jan 2009, 20:18
Moin,
versuch mal, die Basis-Emitterspannungen der Transistoren zu messen.
Sie muss 0,6-0,7V betragen. Darueber ist der Transistor defekt, darunter wird er nicht "aufgesteuert". Dann ist die Schaltung zu pruefen. Die beiden kleinen Transistoren bei den Treibertransistoren gehoeren zur elektronischen Ueberlastsicherung, sie haben im Normalfall keine Ube.

Die Spannung ueber den roten Widerstaenden messen, es sollten 10mV sein, die mit den Trimmpotis eingestellt werden.

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 25. Jan 2009, 21:23
Also, ich verfüge nur über Basiskenntnisse, also einge Basiskenntnisse. Ich komme eigentlich aus einer anderen Branche, ich kann Menschen reparieren, aber mit den Hifigeräten, das ist mein Hobby; bitte: wie mißt man die Basis-Emitterspannung? Wo muß ich mein Benning-Multimeter hinhalten?
tomy800
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 25. Jan 2009, 22:38
Ich habe jetzt nur einen Endstufentransistor ausgetauscht, den mit der silbernen Abdeckkappe, sollte der mit der schwarzen Kunststoffabdeckung auch getauscht werden?
hf500
Moderator
#18 erstellt: 25. Jan 2009, 23:45
Moin,
Reparaturgewerbe ist Reparaturgewerbe ;-)

Basis-Emitterspannung messen:

Einfach die Spannung zwischen Basis- und Emitteranschluss eines Transistors messen.
Das Problem ist hier, dass man sich die zugaenglichen Anschlusspunkte suchen muss.

Der Transistor mit der schwarzen Kappe ist auch ein silberner, er hat eine Kunststoffkappe, die einen zusaetzlichen Thermofuehler haelt.
Man sollte ihn Sicherheitshalber auch tauschen.

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 27. Jan 2009, 10:55
Heute Abend werde ich das versuchen. Wie kann ich die kleinen roten Transistoren messen? (sie haben vielleicht am ehesten beim letzten Durchbrennen des Widerstandes was abbekommen?)
Die Spannung an den roten Widerständen wird gegen "Masse" gemessen, oder "davor und dahinter" abgegriffen?
hf500
Moderator
#20 erstellt: 27. Jan 2009, 19:47
Moin,
die Spannung ueber den roten widerstaenden wird "davor und dahinter" abgegriffen, man braucht also die Spannung, die ueber dem Widerstand abfaellt.
Rote Transistoren?
Habe ich was verpasst? Die Russen hatten jedenfalls orange und gelbe Transistoren ;-)
Nur kommt ein B&O aus Daenemark...

Wenn man daran messen will und nicht an die Unterseite der Platine kommt, kann man nur anhand des Bestueckungsbildes die naechsten Bauteile suchen, die an den entsprechenden Elektroden der Transistoren angeschlossen sind. Besonders bei Widerstaenden sollten sich Messpunkte finden lassen.

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 27. Jan 2009, 21:12
So, der zweite Endstufentransistor (der mit der Überhintzungsschutz-Schleife) ist gewechselt.

Bei den rechten Treibertransistoren finde ich eine Spannung von 0,6-0,7V, bei den linken nicht. Kann ich da beim Messen was kurzschließen, oder kann jeder der 3 Pole gegen jeden gemessen werden?
hf500
Moderator
#22 erstellt: 27. Jan 2009, 21:26
Moin,
du kannst jeden Punkt gegen jeden messen.
Der Kollektoranschluss ist mit dem Gehaeuse verbunden (Vorsicht beim Messen etc.), der Emitter ist der Anschluss am Faehnchen. Das sieht man unter dem Kuehlstern aber schlecht, orientiere dich an den ausgebauten Transistoren.
Der mittlere Anschluss ist die Basis.

Du musst aber hoellisch aufpassen, dass du beim Messen keine Kurzschluesse fabrizierst. Das kann blitzschnell eine Endstufe kosten.
Wie gesagt, eigener Erfahrungsschatz :-/

Hat das Multimeter eine Diodentesteinrichtung?
Wenn ja, Transistor ausbauen und daran messen. Man muss zwei Diodenstrecken finden, Basis-Emitter und Basis-Kollektor.
Die Multimeter mit Diodentest zeigen ueblicherweise die Flusspannung der Diode bei 1mA an. Man kann bei Siliziumhalbleitern 0,6-0,7V erwarten.

Auch zwischen Emitter und Kollektor messen, darf nur "offen" anzeigen.

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 27. Jan 2009, 21:37
Links habe ich zwischen zweimal unendlich, einmal 0 ?
hf500
Moderator
#24 erstellt: 27. Jan 2009, 21:40
Moin,
klingt irgendwie nach ganz tot :-(

Fuer die Treibertransistoren duerfte auch das Paar BC141/BC161 geeignet sein.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 27. Jan 2009, 21:42 bearbeitet]
tomy800
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 27. Jan 2009, 21:43
Die Treibertransistoren?
tomy800
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 27. Jan 2009, 21:46
Ah, jetzt hat das Internet erst den gesamten Beitrag ausgespuckt, ja, die Treibertransistoren. Kann ich das noch eingrenzen, oder erstmal tauschen?
hf500
Moderator
#27 erstellt: 27. Jan 2009, 21:56
Moin,
wenn die Endstufentransistoren ok sind, sollte man noch beide Treibertransistoren tauschen und den Vortreiber, der Transistor gleicher Bauart ohne Kuehlstern.
Die kleinen Dioden auch ueberpruefen.

Danach unbedingt den Receiver mit einer 40W-Lampe in der Netzzuleitung in Betrieb nehmen. Die Lampe darf dauernd nicht voll leuchten.

73
Peter
tri-comp
Stammgast
#28 erstellt: 27. Jan 2009, 22:03
Hi All,

Sorry, didn't notice this thread until now.

I have the scanned schematics from what was inside my own Beomaster 3000-2 bought A VERY LONG TIME AGO.
I sold it also many years ago but hung-on to the schematics

Anyone for a copy? In full color and with PCB-drawings in a Hi-Quality scan.

PM me with your e-mail address for info.

mfg,

/tri-comp
( ...aus Dänemark, selbstverständlich )


[Beitrag von tri-comp am 27. Jan 2009, 22:03 bearbeitet]
hf500
Moderator
#29 erstellt: 27. Jan 2009, 22:49
Moin,
vor ein paar Tagen schickte ich schon Scans des Schaltbildes an tomy800.

Aber vielleicht sind deine besser, mir sind sie nicht besonders gut gelungen.

73
Peter
tri-comp
Stammgast
#30 erstellt: 28. Jan 2009, 05:47
Hi Peter,

Perhaps it's time to 'update' your scanner

I use a cheap Canon Canoscan-3000 A4 flatbedscanner that do extremely good scans directly into multi-page pdf-files.

You can take a look at the Beomaster 3000-2 scan if you like. It can be zoomed to 400% easily without loosing detail.

mfg,

/tri-comp
tomy800
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 28. Jan 2009, 08:41


Wie teste ich am einfachsten die Endstufen-Transistoren?

Ich hatte ja als erstes die Treiber-Transistoren ausgetauscht, danach habe ich sie wahrscheinlich beim erneuten Startversuch geschrottet, da ich die defekten Endstufentransistoren noch nicht erkannt/ gewechselt hatte.

___
edit hf500: Emailadresse entfernt, wegen Spambots.
Zur Schonung der eigenen Nerven bitte Forumsfunktionen benutzen


[Beitrag von hf500 am 28. Jan 2009, 16:48 bearbeitet]
hf500
Moderator
#32 erstellt: 28. Jan 2009, 16:42
Moin,
genauso wie die anderen Transistoren auch. Kollektor liegt am Gehaeuse.

73
Peter

und nimm um Himmels willen die Emailadresse wieder heraus.
Die ist jetzt ein gefundenes Fressen fuer Spambots :-(

(Mache ich mal, mit Deiner Erlaubnis)

Diese Kommunikation erledigt man besser ueber die PM- oder Mailfunktion des Forums.


[Beitrag von hf500 am 28. Jan 2009, 16:45 bearbeitet]
tomy800
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 28. Jan 2009, 18:03
OK, danke für den spam-TIP :-)
tomy800
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 29. Jan 2009, 15:18
Lassen sich die kleinen, roten, flachen Bauelemente mit der Aufschrift 1K (Widerstände?) auch durchmessen? Sie sehen von der Anordnung in der Schaltung aus, als hätten sie Sicherungsfunktion.
Kirschi1988
Inventar
#35 erstellt: 29. Jan 2009, 15:54
Hallo!

Wenn du mit klein und rot die länglichen Dinger am unteren rand deines Fotos meinst (also die dort sind wo die kabeln zu den Endstufentransistoren gehen) dann kann ich dir nur sagen dass es sich hierbei um die Augangsleistungswiederstände handelt, sie haben üblicherweise einen geringen Ohm-Wert halten aber mindestens die halbe Ausgangsleistung aus (in deinem fall reicht hier 1Watt völlig aus denn die angabe von 40 Watt die das Gerät an einem Ausgang hergibt bezieht sich auf eine last (die Lautsprecher) die einen Nennscheinwiederstand von ich glaube 4 Ohm hatt), dann währe da noch dass jeweils 2 dieser wiederstände pro Endstufe vorhanden sind weil diese ja bekanntlich die audiosignale in Positive und negative Amplitude trennt und diese über separate Endtransen verstärkt, ausserdem müssen sie ja nicht dauernd unter vollast laufen sondern bestenfalls wenn du auf volle lautstärke aufdrehst und extreme Bässe wiedergibst (was sowieso bei soeiner endstufe schon ordentlich verzerrt). Falls du das nicht meinst dann mach mal ein genaueres Foto vom Schaltbild und der Platinenstelle wo die Teile drauf sind, ich habe hier einen Schaltplan von einem Geschlachteten Beomaster 3500 herumliegen welcher bis auf den zusätzlich draufgebauten Plattenspieler mit deinem Beomaster 3000 bauglech ist und da kann ich keinerlei Sicherungen auf der Verstärkerplatine sehen!

Falls du den Schaltplan nicht hast dann kann ich ihn ja Fotografieren und das bild hier reinstellen, ich besitze insgesamt 2, sie sind geringfügig unterschiedlich jedoch im grundaufbau ganz gleich (andere bauepoche).
hf500
Moderator
#36 erstellt: 29. Jan 2009, 17:11
Moin,
die roten Widerstaende sind die Emitterwiderstaende der Endtransistoren. Sie haben 0,15 Ohm/1W und ihre Aufgabe ist es primaer, die Endtransistoren etwas zu stabilisieren (Gegenkopplung), ausserdem kann an an ihnen den Endstufenstrom messen und die elektronische Sicherung steuern.

"Flache rote Dinger" duerften keramische Scheibenkondensatoren sein, mit den Bestueckungsplaenen im Schaltbild vergleichen.
Sie sind eher selten defekt, denn sie werden weit unter ihren Grenzdaten belastet.
Pruefen kann man sie nur auf Kurzschluss (selten) mechanische Beschaedigung und mit einem Kapazitaetsmesser auf ihre Sollkapazitaet.

Zur Sicherheit mal ein Bild von den Dingern machen, damit wir nicht aneinander vorbeireden.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 29. Jan 2009, 17:14 bearbeitet]
tri-comp
Stammgast
#37 erstellt: 29. Jan 2009, 21:44
I have marked a few components in this picture:



In my opinion they should all be replaced. Do not forget to check the 2N3055 output transistors for shorts. Not that it's likely, they are very robust, but in any case they should be checked.

Drivertransistors TR59 / TR62 are listed as the same type (8320173) on the schematic page. This is because the partno. actually covers a PAIR of transistors BC310/BC311. I use BC141-16/161-16 as replacements.
TR59 = BC141-16, Same PIN-OUT as original
TR62 = BC161-16, Same PIN-OUT as original
TR58 = BC547 or BC548, PIN-OUT fits holes in PCB correctly
TR60 = BC557 or BC558, PIN-OUT fits holes in PCB correctly
TR61 = BC312 if you can get it. It's rather special but a BC141/16 SHOULD work ...I hope. Actually a BF-257 Video-output transistor used as a Color-TV RGB-output amplifier is more like a BC312. Both have same PIN-OUT as original.

R577/R586 = 100 OHM/0,25Watt
R563, BIAS Trim-pot = 250 Ohm/0,1Watt
R579/R581 = 0,15 Ohm/1Watt

Adjust BIAS with 563 to around 10mV across R579 or R581 (NOT both at the same time, only measure across ONE of the resistors) after the receiver has been turned on for about 10 min's.

mfg,

/tri-comp


[Beitrag von tri-comp am 29. Jan 2009, 21:45 bearbeitet]
hf500
Moderator
#38 erstellt: 29. Jan 2009, 21:57
Moin,
genau diese Transistoren habe ich auch eingesetzt.
Fuer TR61 ist es auch ein BC141-16, wenn nich mich richtig erinnere.
Weil dieser Transistor auch ziemlich warm wird, habe ich ihn hoeher gesetzt, so dass er auch einen Kuehlstern bekommen konnte.

Unbedingt auch ueberpruefen:
Die drei grossen Elkos beim Netztrafo.
Einer davon ist der Netzladeelko, die anderen beiden kleineren sind die Auskoppelelkos fuer die Lautsprecher.

Von denen war einer trocken, und daher dieser Kanal etwas leise und basschwach.

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 31. Jan 2009, 14:33
Jaaaaaaah, er funktioniert wieder
ich habe an meinem Benning-Multimeter die Dioden-meßfunktion entdeckt. Der mittige Treibertransistor zeigte eine Basis-Emitterspannung von 1,6 V, auch die Diode daneben zeigte im Seitenvergleich abweichende Werte. Also beides gewechselt, das Trimm-Potentiometer habe ich auf Verdacht mitgewechselt. Spannung über den Emitter-Widerständen auf 10mV eingestellt. Und: spielt, toller Klang, schön mittig zwischen den Boxen, räumlich, klar.
Dank an alle Beteiligten für die tolle Unterstützung und Anleitung.

Noch eins:die Stereoleuchte funktionier, ist nur etwas dunkel, kann man die auch "trimmen"?
hf500
Moderator
#40 erstellt: 31. Jan 2009, 17:21
Moin,
daran kann man nicht drehen, vielleicht ist die falsche Lampe drin.
Aber lass es so, eine Lampe, die mit deutlich Unterspannung betrieben wird, hat praktisch das ewige Leben.

Und siehst du, du bist nicht duemmer geworden ;-)

Und ein schoenes Erfolgserlebnis gibt es obendrauf ;-)

73
Peter
tomy800
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 29. Jul 2009, 22:10
Hallo, habe jetzt ein Poblem mit der Stereo-Leuchte. Sie geht, aber bei Radioempfang nur zwischen den Stationen bei starkem Rauschen. Wenn ein Sender drin ist, ist die grüne Stereo-Lampe aus. Wie kann ich das in den Griff bekommen?


[Beitrag von tomy800 am 29. Jul 2009, 22:11 bearbeitet]
microsolid
Schaut ab und zu mal vorbei
#42 erstellt: 13. Okt 2017, 07:39
Moin,

ich habe noch eine Frage.

Neben dem Tr61 befindet sich ein Tantalkondensator (schwarz mit gelben Punkt). Den Wert kann ich leider nicht ermitteln, da er stark schwankt. Vielleicht spinnt ja auch mein Messgerät. Wer kann helfen?

Danke und Gruß
Matthias
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