HH Scott R75S: Restauration über das Wochenende

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norman0
Inventar
#1 erstellt: 10. Aug 2009, 08:03
Hallo,

heute möchte ich mal über die Reinigung und Überholung meines neuen alten HH Scott R75S Receivers schreiben. Diesen habe ich vom Sperrmüll gerettet.



Der Receiver war äußerlich in einem guten Zustand. Es gibt einigen Dreck zu beseitigen. Der Vorbesitzer hat ihn mit einer "wunderschönen" braunen Folie beklebt. Außerdem klebt an der Frontplatte etwas. Einige Lämpchen leuchten nicht mehr. Aber der Rest scheint zu funktionieren.



Wie erwartet ging die Klebefolie nicht richtig ab. Es blieben nach dem Abziehen einige Kleberreste zurück. Das gleiche passierte auch bei dem Teil an der Frontplatte. Die Seitenteile sind teilweise schwarz angemalt.



Nachdem alle Gehäuseteile abgebaut wurden, konnte ich mir das Chassis mal genauer ansehen. Dieses ist komplett aus Aluminium und nicht wie so oft aus Blech gefertigt. Ich habe gleich noch den Ruhestrom (BIAS) laut Service Manual eingestellt. Der Abgleich des DC-Offsets ist nicht möglich.



Die Platinen auf der Oberseite sind alle über Steckerleisten verbunden. Diese Leisten sind am Chassis verschraubt. Das ist sehr wartungsfreundlich. Den Kleber von der Frontplatte habe ich vorsichtig mit Nagellackentferner entfernt. Hierbei sollte man vorsichtig sein, da man dabei auch hervorragend die Beschriftung der Frontplatte entfernen kann. Die Frontplatte, die Bodenplatte, die Knöpfe und diverse Gehäuseteile habe ich diesmal in einer Waschmittellauge (Wasser und Waschmittelpulver) eingelegt. Nach einer Stunde Einwirkzeit kann man den Dreck einfach abwischen.



Die Antennenbuchse fehlte. Da habe ich einfach eine neue von Conrad eingebaut.



Für die Holzseiten und den Deckel mussten stärkere Sachen herhalten. Als Erstes wurden alle Teile dick mit "Löser" eingepinselt. Dieses Zeug ist ein Gel, welches über eine längere Zeit auf dem zu behandelnden Teil bleibt ohne zu verdunsten. Nach ca. einer halben Stunde kann dann der angelöste Kleber abgespachtelt werden. Zurück bleibt dann eine leicht klebrige Oberfläche. Dieser Restkleber wird dann mit Nitro-Verdünnung entfernt. Bei dieser Prozedur ist auch die schwarze Farbe mit abgegangen. Die Seitenteile werden zum Auslüften an die frische Luft gelegt. Der Deckel wird abschließend mit der Waschmittellauge behandelt. Da die Behandlung mit Löser/Nitro-Verdünnung jegliches Öl von der Oberfläche entfernt hat, ist der schöne Glanz verschwunden. Dies wird also mit neuem Öl wieder aufgefrischt.



Fertig, jetzt glänzt wieder alles. Die Nikotinablagerungen, d.h. der leichte Gelbstich des Aluminiums ist verschwunden.
Was mir aufgefallen ist: Der Receiver hat kein Lautsprecherschutzrelais. Finde ich ungewöhnlich.
Mit den defekten Lampen habe ich noch Probleme (siehe hier)


[Beitrag von castorpollux am 10. Aug 2009, 08:35 bearbeitet]
Sankenpi
Gesperrt
#2 erstellt: 10. Aug 2009, 21:56
Sehr schön geworden - ich mag diese Baureihe sehr. Zeitloses Design und sehr eigenständig. Dazu klasse Technik.

Viel Spaa damit
friction78
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Nov 2010, 20:14
Habe exakt den gleichen Receiver, allerdings ist ein Kanal nur noch sehr leise zu hören. Wenn ich auf "mono" umschalte, sind beide Seiten gleich laut. Ein sicheres Zeichen dafür, daß etwas zerschossen ist, oder?
hifibastler2
Stammgast
#4 erstellt: 28. Nov 2010, 14:45

friction78 schrieb:
Wenn ich auf "mono" umschalte, sind beide Seiten gleich laut. Ein sicheres Zeichen dafür, daß etwas zerschossen ist, oder?


Ein sicheres Zeichen dafür, daß beide Endstufen intakt sind und der Fehler im Eingangsbereich liegt.
friction78
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 28. Nov 2010, 15:41
Eingangsbereich? Hast Du einen Tipp, wie ich das überprüfen kann?
Sankenpi
Gesperrt
#6 erstellt: 28. Nov 2010, 15:49
Eingangswahlschalter mal mehrfach betätigen und dann ist es immer noch da? Alle Knöpfe von innen mit Kontaktspray behandel, ebenfalls die Potis.
Wahrscheinlich ist es dann schon weg.
norman0
Inventar
#7 erstellt: 28. Nov 2010, 15:49
Hallo,

vielleicht hast Du nur ein Kontaktproblem. Betätige doch mal alle Schalter und Knöpfe 50 mal hin und her. Vorher solltest Du den Scott vom Netz trennen.

edit: Da war der Sankenpi schneller...


[Beitrag von norman0 am 28. Nov 2010, 15:50 bearbeitet]
friction78
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 28. Nov 2010, 16:01
Danke, werde ich gleich mal probieren. Die Potis habe ich gestern allerdings bereits mit Kontaktspray behandelt, hat nichts geholfen. Dann mache ich mich mal an die Schalter.
friction78
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 28. Nov 2010, 17:28
Es hat geklappt, vielen Dank! Läuft wieder einwandfrei!
Sankenpi
Gesperrt
#10 erstellt: 28. Nov 2010, 17:30
Wunderbar
friction78
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 28. Nov 2010, 18:30
Allerdings sieht meiner noch nicht ganz so fein aus, wie der von norman0. Die Alu-Platten haben noch einen leichten Gelbstich. Werde sie demnächst auch mal einlegen und gründlich reinigen...
Sankenpi
Gesperrt
#12 erstellt: 28. Nov 2010, 18:56
Immer schön die Schrift im Auge halten.
norman0
Inventar
#13 erstellt: 28. Nov 2010, 19:48
Glückwunsch

friction78 schrieb:
Die Alu-Platten haben noch einen leichten Gelbstich.

Also richtig silbern ist die Frontplatte bei mir auch nicht. Eher champagnerfarben.
friction78
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 28. Dez 2010, 23:06
So, nach einigen Wochen machen sich die Potis wieder bemerkbar. Bin nicht sicher, ob ich da noch mal mit Kontaktspray ran soll. Habe schon viel über die gegenteilige Wirkung dieses Mittels gelesen (obwohl ich nur sehr wenig verwendet habe).

Gibt es Empfehlungen, wie ich fortfahren sollte? Noch einmal mit Kontaktspray arbeiten? Eventuell ein anderes Mittel benutzen? Oder kann es noch andere Ursachen für kratzende Potis geben?
hifibastler2
Stammgast
#15 erstellt: 29. Dez 2010, 11:44
Ich würde es mal mit viel Isopropylakohol 70% versuchen. Schön viel in die Löcher bzw. in den Übergang Potiplatine/Potigehäuse und schnell hin und herbewegen dabei.
Dann nach ein paar Minuten die Seen mit Druckluft wegblasen und 24h warten.
norman0
Inventar
#16 erstellt: 29. Dez 2010, 13:46
Hallo friction78,

welches Kontaktspray hast Du denn verwendet (hoffentlich kein Kontakt60)?
Zum Testen, ob es an den Potis liegt, kannst Du mal die Potis oft von Anschlag zu Anschlag drehen (den Scott aber vorher ausschalten). Wenn es nach dem Einschalten dann immer noch kratzt, liegt es nicht an den Potis. Bei meinem Scott waren außerdem die Elkos nicht mehr so dolle. Die haben auch Geräusche gemacht (beim Ein- und Ausschalten sowie beim Drehen an den Potis). Ich habe die alle ausgewechselt. Das habe ich hier mal beschrieben.
friction78
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 30. Dez 2010, 10:21
@hifibastler2
Danke. Wie verteilst Du den Alkohol? In einer Pipette?

@norman0
Doch, ich befürchte genau das habe ich benutzt (muß später mal nachsehen...). Habe allerdings nur sehr wenig benutzt.

Danke für den Tip mit den Elkos, werde jetzt mal Deine Beschreibung lesen und entscheiden ob ich mir das Auswechslen zutraue...
friction78
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 30. Dez 2010, 10:24
Ui, ich glaube, das traue ich mir NICHT zu. Bei mir gibt es aber keine Wasserfallgeräusche, vielleicht doch nur die Potis?
hifibastler2
Stammgast
#19 erstellt: 30. Dez 2010, 13:29
Hole Dir in der Apotheke eine 5 oder 10 ml Luer-Spritze und eine passende Nadel (es gibt auch stumpfe, spitze geht aber genauso).Das kostet nur Centbeträge. Ziehe dann den Isopropylalkohol auf. Nun kannst Du punktgenau "fluten", die Nadelspitze vorsichtig ein wenig ins Potiloch schieben...

P.S. : Ich sehe gerade, Sankenpi ist gesperrt. Was wird ihm vorgeworfen? Eine Bauanleitung, die den Moderatoren mißfällt?


[Beitrag von hifibastler2 am 30. Dez 2010, 13:32 bearbeitet]
norman0
Inventar
#20 erstellt: 30. Dez 2010, 20:24

friction78 schrieb:
@norman0
Doch, ich befürchte genau das habe ich benutzt (muß später mal nachsehen...). Habe allerdings nur sehr wenig benutzt.

Das Kontakt 60 darf in keinem Fall in den Potis bleiben. Es ist sauer und erzeugt Korrosion. Auf Dauer zerstört es die Potis Du solltest es mit Kontakt WL oder Isopropanol auswaschen. Anschließend würde ich die Potis noch mit Kontakt 61 versiegeln. Ich hoffe die Potis sind noch in Ordnung.
Hüb'
Moderator
#21 erstellt: 01. Jan 2011, 14:34

hifibastler2 schrieb:
P.S. : Ich sehe gerade, Sankenpi ist gesperrt. Was wird ihm vorgeworfen? Eine Bauanleitung, die den Moderatoren mißfällt?

Hallo,

damit ist zu diesem Thema alles gesagt: http://www.hifi-foru...um_id=15&thread=1765

Grüße
Hüb'
-Moderation-
friction78
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 31. Mai 2011, 10:12
So, hatte meinen Scott mittlerweile zur Klärung des Problems bei einem Fachmann. Dieser versicherte mir, dass ich glücklicherweise noch keinen Schaden mit dem Kontaktspray angerichtet habe, irgendwelche Kondensatoren seien das Problem. Auf der Rechnung stehen folgende Posten:
Reglerplatine ausgebaut, Kondensator erneuert, Platine nachgelötet, Schalter und Regler gereinigt und montiert.

Und was soll ich sagen? Das Rauschen ist noch immer da, mindestens genauso laut.

Was könnt das jetzt noch sein? Im Prinzip muß ich manchmal nur gegen den Lautstärkeregler tippen, dann rauscht es schon.

Klar, ich kann das Ding wieder in diese Werkstatt geben (darauf wird es wohl hinauslaufen), aber vielleicht kann mir dennoch jemand einen Tipp geben. Ziemlich ärgerlich das Ganze, da ich neben 120.- Euro auch noch gut zwei Stunden Fahrzeit investiert habe...
norman0
Inventar
#23 erstellt: 01. Jun 2011, 10:44
Hallo friction78,

das ist ärgerlich. Es bedeutet also, dass Du 120€ bezahlt hast in das Gerät ist nicht repariert worden. Ich würde mit der Werkstatt reden und sie auf dieses hinweisen. Ich würde auch darauf hinweisen, dass kein Funktionstest gemacht worden ist. Ansonsten wäre der Fehler ja sofort aufgefallen. Wie es aussieht kommst Du um eine Reklamation bei besagter Werkstatt nicht herum.
friction78
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 10. Jun 2011, 22:07
Ja, sehr ärgerlich. Schaffe es momentan nicht mal hin, da die Öffnungszeiten leider nicht mit meinen Arbeitszeiten korrespondieren.

Mal eine andere Frage zu dem Receiver, bzw. generell alten Verstärkern: würdet ihr ausschließlich alte Lautsprecher anschließen oder gibt es auch aktuelle Modelle, die sich mit einem 70s Verstärker gut machen?
norman0
Inventar
#25 erstellt: 11. Jun 2011, 11:15
Du kannst natürlich auch neue Lautsprecher verwenden. Allerdings haben die meisten neuen Lautsprecher 4 Ohm. Das kann Probleme machen, wenn Dein Verstärker nur für 8 Ohm ausgelegt ist.
Poetry2me
Inventar
#26 erstellt: 11. Jun 2011, 12:50
@norman0:
Es ist zwar schon eine Weile her, aber es muss noch mal gesagt werden:
Das ist ein toller Bericht und ein tolle Beschreibung. Es geht einem das Herz auf, wenn hinterher ein so schönes Gerät da steht.

@friction78:
Da Du das Problem mit dem Rauschen ja schon auf den Vorverstärkerteil eingeschränkt hast (Mono-Schalter wirkt sich aus), sollte der Fehler eigentlich zu finden sein.
Wenn er nur in einem Kanal passiert, dann ist es NICHT in der Spannungsversorgung zu suchen. Ist das der Fall?
Ich selbst hatte mal einen ähnlichen Fall bei einem alten Yamaha Receiver. Da kam das Rauschen letztendlich von einem Transistor in der Spannungsversorgung bzw. -regelung. Es war auch einer von denen, die permanent heiß sind.

Wie wirken sich die anderen Klangregler/Schalter/Balance/etc. aus? Verändert z.B. der LS-Regler den Fehler?

Vorgehensweise: Herausfinden, was genau im Vorverstärker Einfluss auf den Fehler/Klang des Fehlers hat. Danach kann man den Fehler anhand des Schaltplans meist gut eingrenzen.


- Poetry2me
friction78
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 11. Jun 2011, 22:46

norman0 schrieb:
Du kannst natürlich auch neue Lautsprecher verwenden. Allerdings haben die meisten neuen Lautsprecher 4 Ohm. Das kann Probleme machen, wenn Dein Verstärker nur für 8 Ohm ausgelegt ist.


Hmm, laut den Angaben, die ich im Internet finden, ist bei dem Scott immer von 8 Ohm die Rede. In der originalen Anleitung, die ich besitze, steht allerdings, daß er universelle Ausgänge hat, die für Lautsprecher von 4-16 Ohm geeignet sind.

PS: Was für Lautsprecher hängen eigentlich an Deinem Scott? Bei mir sind es gerade ein Paar I.Q Lady (suboptimal).

@Poetry
Danke für den Hinweis. Einzig der Lautstärkeregler verursacht dieses Geräusch (und beim Umschalten der Eingänge knackt es relativ laut). Bin technisch aber sicher nicht versiert genug, um herauszufinden, wo genau das Problem liegt, und erst recht nicht, wie ich es beheben soll...

D.h. ich werde ihn, wenn die Zeit es zulässt, wieder in den Laden zurückbringen.
Poetry2me
Inventar
#28 erstellt: 12. Jun 2011, 07:49
Hallo friction78,

Lautsprecher wie niederohmig?

Da habe ich gerade mal Deine Bilder, u.a. das mit den Leistungstransistoren, noch mal angeschaut.
Dort sieht man die Transistoren 2N5629 und 2N6029, die letztlich mit ihrer Leistungsfähigkeit ausschlaggebend sind für die Fähigkeit des Verstärkers niederohmige Lautsprecher zu treiben.
Hier mal das Datenblatt 2N5629 und 2N6029

max Kollekt-Emitter-Spannung UCE = 100V
max. Dauer-Kollektorstrom Ic = 16A
max Leistungsaufnahme PD = 200W
Verstärkung hFE = 25..100
Transitfrequenz fT = 1MHz

Die Versorgungsspannungen im Scott R75S sind +/-40V, was die maximale Leistungsaufnahme der Transistoren begrenzt.
Die beiden Treibertransistoren TIP31C und TIP32C scheinen ebenfalls gut gekühlt zu werden (Dein Bild der Oberseite zeigt es)
(Weitere Faktoren wie Leistungsfähigkeit des Trafos und der Sieb-Elkos lasse ich mal außen vor.)

Somit die Einschätzung: Ja, daran kannst Du 4 Ohm Lautsprecher anschließen. Es steht genug Strom zur Verfügung.
Die Leistungstransistoren und Treiber können die Ströme liefern und die Verlustleistung wegstecken.
Allerdings sind die Kühlkörper der Leistungstransistoren eventuell NICHT groß genug, um eine hohe Dauerleitung an 4 Ohm zu liefern. Man müsste deren Erwärmung beobachten, um das zu entscheiden.
Also nicht für 4-Ohm-Parties verwenden

Ein möglicher Kritikpunkt: Die verwendeten Transistoren (Treiber und Leistungstransistoren) sind leider etwas langsam (fT), was die Fähigkeit zur Korrektur von Verzerrungen im Rahmen der Über-Alles-Gegenkopplung einschränkt. Eventuell sind die Verzerrungswerte nicht extrem gut, können aber immer noch gute Werte haben.

Ursache der Störgeräusche

OK, wenn der Lautstärkeregler es auslöst, dann wäre hier eine Behandlung mit Elektronik-Kontaktspray sinnvoll. Falls das schon geschehen ist oder doch zu kompliziert ist, dann wäre eine Reparatur durch Dritte natürlich unvermeidlich.
Es gibt noch die Möglichkeit, dass es ein defekter Transistor im Tone Amp ist ode reiner der Schalter, die unten vorne sitzen und im Signalweg VOR DEM MONOSCHALTER liegt.
Hier müsste man mal suchen:
Scott R75S - Interior bottom view - Toubleshooting

Was der Techniker in der Werkstatt machen wird, ist folgendes:
Gerät im offenen Zustand laufen lassen, Signal draufgeben und warten bis der Fehler da ist. Dann mit einem Holz- oder Platikstab auf die Platine und die verdächtigen Bauteile klopfen und herausfinden, wo es anfängt den Fehler zu beeinflussen. Solange bis man das Bauteil eingegrenzt hat.
Bei alle dem muss man natürlich zur Vorsicht raten weil im offenen Gerät an einigen Stellen 240V anliegen, was für ungeübte gefährlich sein kann. Man muss darauf immer hinweisen.

Hoffe das hilft schon mal.

- Poetry2me


[Beitrag von Poetry2me am 12. Jun 2011, 08:28 bearbeitet]
norman0
Inventar
#29 erstellt: 13. Jun 2011, 15:37

friction78 schrieb:
Hmm, laut den Angaben, die ich im Internet finden, ist bei dem Scott immer von 8 Ohm die Rede. In der originalen Anleitung, die ich besitze, steht allerdings, daß er universelle Ausgänge hat, die für Lautsprecher von 4-16 Ohm geeignet sind.

Also wenn das in der Anleitung steht, kannst Du die auch benutzen. Bei mir hing ein Paar T+A Stratos P11 dran. Das ist eine relativ kleine Regalbox. Aber sie spielte ausgezeichnet am Scott.
Wenn Du jemanden kennst, der etwas Erfahrung mit Löten hat, kannst er sich ja mal das Poti anschauen. Ich habe das mal auseinander gebaut, das ist kein Hexenwerk (siehe hier). Da kann man auch gut erkennen, was dem Poti fehlt. Vielleicht ist nur die Feder des Schleifers ausgeleiert, die kann man nachbiegen. Wenn Du auf die Loudnessfunktion verzichten kannst, kannst Du ein ganz normales Tandem-Poti einbauen.
friction78
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 14. Jun 2011, 20:56
Danke schon mal für diese ausführlichen Tipps!

Mittlerweile ist mir aufgefallen, daß es nicht am Loudness liegt, sondern an den Phono-Einstellungen. Bei Tape und Radio rauscht nichts...
norman0
Inventar
#31 erstellt: 15. Jun 2011, 07:00

friction78 schrieb:
Mittlerweile ist mir aufgefallen, daß es nicht am Loudness liegt, sondern an den Phono-Einstellungen. Bei Tape und Radio rauscht nichts...

Wenn es wirklich nicht auf Tape und Radio rauscht, kann es nicht am Lautstärkepoti liegen. Vielleicht lässt sich der Fehler weiter eingrenzen:
-Rauscht es, wenn Du am Quellwahlschalter wackelst?
-Schon mal einen anderen Plattenspieler getestet?
-Den Pre-Amp (das ist die Platine hinten links) mehrmals ziehen und wieder stecken (Vielleicht sind ja die Kontakte dort verschmutzt).

Wenn das alles nicht hilft, ist wahrscheinlich etwas auf dem Pre-Amp defekt.

p.s. rauscht es denn links und rechts.
friction78
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 15. Jun 2011, 20:17
@norman
Ja, habe drei Spieler getestet, überall das gleiche (sowohl bei Phono 1, als auch bei Phono 2). Allerdings nicht durchgehend, manchmal ist es komplett weg. Bis jetzt übrigens auch nur, so lange keine Musik läuft.

Habe die Tape Einstellung auch noch mal getestet, da hört man es nur sehr leise.
Poetry2me
Inventar
#33 erstellt: 15. Jun 2011, 21:06
Phono1 und Phono2 gehen bestimmt intern auf den selben Vorverstärker. Möglicherweise sogar alle Eingänge.

Insofern wäre noch mal interessant, wie die Verkabelung von den Cinch Eingangsbuchsen hin zur Vorverstärkerplatine und zu den Umschaltern aussieht.

Wäre es möglich, von der Unterseite des Gerätes ein hochauflösendes Foto einzustellen?

- Poetry2me
norman0
Inventar
#34 erstellt: 16. Jun 2011, 06:31
Das ServiceManual gibt es bei hifiengine.com.
Du hast recht, Phono1 und Phono2 gehen intern auf den Pre-Amp (deshalb mein Tip mit dem Ziehen und wieder Stecken der Platine, eventuell sind die Kontaktstifte oxidiert).
Was mir noch eingefallen ist: Kannst Du externe Störquellen ausschließen? Der Phono-Eingang ist sehr empfindlich und fängt viel "Müll" ein. Wir hatten hier schon die tollsten Sachen. Einer hat mal ein sporadisches Knacken gesucht. Am Ende kam raus, dass der Kühlschrank beim Ein- und Ausschalten gestört hat. Bei mir ist es das Gebläse vom Backofen, welches manchmal stört...


[Beitrag von norman0 am 16. Jun 2011, 06:32 bearbeitet]
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