Grundig xv 7500

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deifl
Stammgast
#1 erstellt: 29. Mrz 2010, 17:53
hi,
hat jemand Schaltplan für Grundig Vorverstärker XV7500?
Nachdem der Kondensator C120 ausgelaufen ist sind die Teile daneben korrodiert, und man kann nicht lesen was das war (drei Dioden unter dem Kondensator C120)



semmeltrepp
Gesperrt
#2 erstellt: 29. Mrz 2010, 17:56
deifl
Stammgast
#3 erstellt: 29. Mrz 2010, 19:14
DANKE
deifl
Stammgast
#4 erstellt: 04. Apr 2010, 20:46
Danke noch mal, heute habe ich den Vorverstärker repariert
semmeltrepp
Gesperrt
#5 erstellt: 04. Apr 2010, 21:09

deifl schrieb:
Danke noch mal, heute habe ich den Vorverstärker repariert :prost



Müssen wir jetzt dumm sterben oder verrätst du uns, was du repariert hast?
deifl
Stammgast
#6 erstellt: 05. Apr 2010, 09:53
Sichtbarer Schaden war der Kondensator C120, dabei hat die Säure den Widerstand R209, Diode D3 und Z-Diode D4 beschädigt. In Folge ist noch der Darlington Transistor T33 kaputtgegangen. Im Endeffekt brannten alle Kontrollleuchten aber das Gerät gab kein Ton vor sich.



[Beitrag von deifl am 05. Apr 2010, 10:52 bearbeitet]
oldiefan1
Inventar
#7 erstellt: 05. Apr 2010, 14:07
Sehr häufig ist die Klebemasse, mit dem die Ferrithülse an der Zenerdiode und am Board angeklebt ist, der korrodierende Übeltäter. Besonders an Bauteilen die heiss werden. Das hatte ich schon bei mehreren Geräten, übrigens nicht nur bei Grundig, sondern auch z.B. bei Yamaha in der "oberen Preisklasse" (Yamaha C-2 Vorverstärker). Der Kleber kann über die Jahrzehnte Anschlussbeinchen durchfressen, die 0.5 mm dick oder sogar dicker sind. Sogar Widerstände durchfressen. Deshalb entferne ich in solchen Fällen den braunen Kleber immer vollständig von den Anschlüssen.

Offenbar hat man seinerzeit, die Wirkung dieses Klebers nicht gekannt. Würde mich interessieren, was da chemisch drin war (halogenierte Verbindungen, die bei Erhitzung Säure freisetzen?)

Ausgelaufener Elektrolyt hat nach meiner Beobachtung diese verheerende Wirkung nicht in gleichem Masse. Stinkt nur unangenehm.

Gruss,
Reinhard


[Beitrag von oldiefan1 am 05. Apr 2010, 14:10 bearbeitet]
deifl
Stammgast
#8 erstellt: 05. Apr 2010, 14:47
Ich habe noch einen Patienten(Yamaha A520) mit geplatztem Elko, aber da muss noch was anderes kaputt sein, nach Austausch von kaputten Teilen hat gleich noch mal die Endstufentransistoren zerlegt.




Gruß Marek
oldiefan1
Inventar
#9 erstellt: 05. Apr 2010, 15:16
Da dürften noch ein paar mehr Halbleiter defekt sein! So ein Endstufenschaden zieht meist einen Rattenschwanz von Folgeschäden nach sich. Das "offensichtlich Defekte" allein auszutauschen bringt nichts, wenn man nicht auch gleichzeitig den Fehlerverursacher gefunden und ersetzt hat sowie die als Folge in Mitleidenschaft gezogenen Bauteile. Darüber wurde hier im Forum schon viel geschrieben.

Ein Elko platzt so eigentlich nur, wenn er mit verpolter Spannung oder zu hohem Ripplestrom oder zu hoher Spannung betrieben wird. Die Ursache dafür, der eigentliche Fehler, muss zuerst gesucht werden.

Der geplatzte Transistor ist genauso wie der Elko nicht als Primärschaden sondern als Folgeschaden anzusehen. Es gibt in der Schaltung davor mit Sicherheit defekte Halbleiter (z.B. Vortreiber- und Treibertransistoren, Dioden, defekte Widerstände), die dazu führen, dass zu hohe Spannung auf die Basis des Endtransistors gelangt so dass dieser dann ganz durchsteuert und aufgrund des dann viel zu hohen Stroms zerplatzt.

Herzlichen Gruss,
Reinhard


[Beitrag von oldiefan1 am 05. Apr 2010, 15:20 bearbeitet]
deifl
Stammgast
#10 erstellt: 05. Apr 2010, 17:43
So weit bin ich auch, habe damals alle benachbarte Teile gemessen/getauscht, den Verursacher leider nicht gefunden.
oldiefan1
Inventar
#11 erstellt: 05. Apr 2010, 17:57
..aber offenbar nicht die richtigen erwischt.Es genügt eben nicht, "benachbarte Teile" auf Verdacht zu ersetzen. Sondern eine gründliche Fehleranalyse ist erforderlich.

Herzlichen Gruss,
Reinhard
hf500
Moderator
#12 erstellt: 05. Apr 2010, 22:00
Moin,
und dann bei Wiederinbetriebnahme unbedingt eine 40 oder 60W Lampe als Vorwiderstand in die Netzzuleitung schalten.

Das sorgt dafuer, dass beim ersten Einschalten und immer noch Fehler im Geraet die Endstufen nicht sofort wieder abfackeln.

73
Peter
hifibastler2
Stammgast
#13 erstellt: 06. Apr 2010, 21:27
Wenn man die Lautstärke weit genug aufdreht, kann man aus so einer Vorschaltlampe und einem intakten Verstärker sogar ein Blinklicht machen
andreas90
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 24. Jan 2011, 20:44
Hier wurde der XV7500 für 277.- erstanden.
http://cgi.ebay.de/w...geName=STRK:MEDWX:IT

Ich hatte den 1983 mit der Endstufe kompl. für 699 DM neu vom Fachhändler erworben, Modell lief damals aus, ansonsten 1500.-DM
Was ist an dem Teil dran das er heute noch so hoch gehandelt wird.
Die dazugehörigen Aktivboxen XSM verrichten heute noch tadellos ihren Dienst über eine Denon Vorstufe.
Gruss Andreas


[Beitrag von andreas90 am 24. Jan 2011, 20:51 bearbeitet]
hf500
Moderator
#15 erstellt: 24. Jan 2011, 22:00
Moin,
1500,-DM hat ein XV7500 nie gekostet. Ich meine, der Normalpreis haette bei 600-700,-DM gelegen.
Ein Auslaufmodell war er 1983 auch nicht, ebensowenig gab es dazu einen Endverstaerker.
Meinst Du nicht etwa doch einen XV5000?

Damit ist der Verstaerker etwa ohne Wertverlust weggegangen. Meinen XV7500 habe ich etwa 1988 fuer 300,-DM als Restposten in einem Fachgeschaeft gekauft. Ich konnte mir sogar noch aussuchen, ob ich einen mit "richtig roten" oder eher orangeroten LEDs haben wollte. Ich habe die "richtig Roten"...

Was dran ist? Es ist ein guter Steuerverstaerker mit vielen Moeglichkeiten und eingebautem "Vierfach Kabelklang Emulator" ;-)

73
Peter
andreas90
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 24. Jan 2011, 22:11
Der XV7500 hat mit A5000 zumindest damals 1498.-DM gekostet und wurde dann komplett für 699 DM verkauft.
Ob es genau 1983 oder sogar 1985 war will ich nicht behaupten
Was dran ist meine ich damit wieso heute noch umgerechnet fast 600 DM für nur die Vorstufe geboten wird. Da gibt es doch weitaus bessere Denons für z.B. Das Design ist natürlich nach wie vor Spitze.


[Beitrag von andreas90 am 24. Jan 2011, 22:12 bearbeitet]
michas-wespe
Neuling
#17 erstellt: 28. Dez 2011, 13:28
Hallo,
bei mir ist auch der C120 ausgelaufen.

Habe das Gerät erst ersteigert und nun das. Ich habe nun leider von Elektronik nicht die Ahnung, mich würde Interessieren warum der defekt ist und ob der Tausch des Kondensators ausreicht.


Desweiteren ob es hier in der Nürnberger Ecke nen Fachmann ibt der das kostengünstig instandsetzen kann.

Besten dank schonmal

Grüße aus Franken

Micha

Ach noch etwas, könnten meine alten aktivboxen (Grundig Monolith 50 )durch den defekten Kondensator schaden genommen haben ?


[Beitrag von michas-wespe am 28. Dez 2011, 13:45 bearbeitet]
hf500
Moderator
#18 erstellt: 28. Dez 2011, 17:01
Moin,
willkommen im Forum

Gerade in Nuernberg sollte sich jemand finden lassen, der das Geraet repariert ;-)

Nach seinen Papierwerten kann C120 nicht durch Ueberbeanspruchung sterben. Er ist fuer 100V bemessen und muss 70V aushalten. Damit ist eine ausreichende Sicherheit bis zur zulaessigen Netzueberspannungstoleranz gegeben. Moeglicherweise hatte der Elko ein anderes Problem, Alter, Waermeeinwirkung oder ein fuer ihn typisches Materialproblem.

Faellt dieser Kondensator mit Kurzschluss aus, dann kann das stabilisierte 55V-Netzteil mit T33 keine Spannung mehr liefern. Dies ist die Hauptbetriebsspannung des Verstaerkers, er faellt damit aus.

Die Aktivboxen kann das nicht direkt beschaedigen, es sei denn, das "sterben" des Netzteiles erzeugt "Knallerei" am Verstaerkerausgang.
Dazu noch dieser Link:

http://www.gr-forum.de/forum/viewtopic.php?f=10&t=909

Eine Aenderung, die wirklich durchgefuehrt werden sollte. Bei den Aktivboxen der ersten Generation ist das sehr leicht durchfuehrbar, ohne die Box selbst zu oeffnen.

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 28. Dez 2011, 17:07 bearbeitet]
michas-wespe
Neuling
#19 erstellt: 29. Dez 2011, 09:06
Hallo
und Danke.

Das mit den Picofuses hatte ich als erstes gemacht. Fiel mir zwar schwer erst die Sicherungen zu besorgen und dann erst schaun wie sie sich anhören, war jedoch glaub die richtige Entscheidung.

Grüße aus Franken

Micha
hf500
Moderator
#20 erstellt: 29. Dez 2011, 16:54
Moin,
ich habe die Sicherungen schon "gehoert", es machte leise "Knack" und Stille war. Was ein Glueck, denn es hatte das Endverstaerkernetzteil der Box erwischt, mit Gleichspannung auf den Verstaerkerausgaengen.

73
Peter
Toni_
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 30. Dez 2011, 11:05
Hallo Micha,

schau mal hier :

http://fernsehtechniker.de/#9

schau mal da :

http://www.fernseh-fachhandel.de/suche/


Vielleicht wirst Du da fündig, ich weiss auch noch von
einem Einzelkämpfer in Möhrendorf am Frankenschnellweg,
aber ob es den noch gibt ?
Oder ein kleines Geschäft in der Nähe vom Bahnhof in Erlangen,
die Straße weiss ich leider nicht, schräg gegenüber ist ein Laden
von einer Keramik-Künstler(in) um die Straßenecke war oder
ist ein spanisches Restaurant. Soweit ich mich errinnere :-)



Gruß
Toni
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