Technics SE-9021 verzerrt auf einem Kanal. Ursache?

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Zulu110
Inventar
#1 erstellt: 15. Apr 2011, 16:44
Hallo, ich habe heute leider ein Problem mit meiner Technics Endstufe SE-9021 festgestellt. Nachdem ich heute endlich den passenden Vorverstärker SU-9011 bekommen und die beiden Geräte laufen lassen wollte, habe ich bemerkt, dass die Endstufe nun auf einmal auf dem linken Kanal mit zunehmender Lautstärker verzerrt.
Dies hört sich genau so an, als ob ein Lautsprächer fratze wäre und anfängt zu kracksen. Seltsamerweise lief sie, bevor ich sie vor ein paar Monaten ins Regal gestellt habe, noch einwandfrei.

Ich habe an die Vorstufe auch schon eine anderen Endstufe gehangen, mit dieser gibts aber auch keine Probleme. Der Pre schein also ok zu sein. Ich habe an die Endstufe auch einen CD-Player mit variablen Ausgang gehangen und auch hier ist das Problem vorhanden gewesen. Am LS Ausgang A, wie auch an B. Hat jemand eine Ahnung wo hier das Problem liegen könnte und ob auch ich, der nicht ganz so viel Ahnung von der Technik hat, das hinbekommen könnte?
Ich habe das Gerät auch schon geöffnet und mit einem Stift abgeklopft um nach kalten Lötstellen zu suchen, aber auch das brachte keinen Erfolg.

viele Grüße, Marcel
shabbel
Inventar
#2 erstellt: 15. Apr 2011, 17:15
Wenn Du ein Multimeter hast, kannst Du die Endstufe durchmessen. Jeweils einen Kanal mit dem anderen vergleichen. Erste Messung wäre Gleichstrom an den Boxenausgängen.
Zulu110
Inventar
#3 erstellt: 15. Apr 2011, 23:20
Also ich habe die Endstufe nun mal an eine andere Anlage, bzw. andere LS angeschlossen und hier klang es schon wieder ganz anders. Die ersten LS waren 45W 2-Wege Canton LS aus den 80ern, die zweiten nun 100W 3-Wege Quadral Shogun aus den 90ern.
Hier klang es eher so, als ob das Problem mit höherer LS abnehmen würde
Ich weiß nicht, ich denken mal, dass die Endstufen ok sein müssen, aber vielleicht iregendetwas dahinter nicht stimmt?


shabbel schrieb:
Wenn Du ein Multimeter hast, kannst Du die Endstufe durchmessen. Jeweils einen Kanal mit dem anderen vergleichen. Erste Messung wäre Gleichstrom an den Boxenausgängen.


Wie und wo genau muss ich da denn messen?

Gruß, Marcel


[Beitrag von Zulu110 am 16. Apr 2011, 07:18 bearbeitet]
Rancid_Didi
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 16. Apr 2011, 07:46
Oxydierte/verdreckte Relaiskontakte? Das solltest du mal kontrollieren.
Zulu110
Inventar
#5 erstellt: 16. Apr 2011, 08:01
Hm, das kann ich mal machen. Ich hoffe nur, dass ich den Deckel ohne Gewalt auf bekomme, da das ja immer so eine Sache ist
Allerdings kenne ich das nur so, dass Relaisprobleme meist verschwinden, wenn man ein wenig lauter dreht bzw. daran klopft. Es ist ja auch auf dem B-Ausgang welcher ein eigenes Relais hat. Das würde dann ja bedeuten, dass dieses Relais auch verdreckt wäre. Was aber eigentlich eher unwahrscheinlich, jedoch natürlich nicht ausgeschlossen, wäre.

Gruß, Marcel
Rancid_Didi
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 16. Apr 2011, 08:07
Da ich mal davon ausgehe, daß du deine Gerätschaften nicht im Vakuum oder im Stickstoffzelt einlagerst, ist es nicht unwahrscheinlich, daß Kontakte oxidieren, wenn sie nicht regelmäßig benutzt werden und sich freibrennen können. Und die Kontrolle der Relaiskontakte ist für einen Laien allemal einfacher als irgendwelche elektrischen Probleme zu identifizieren. Ich empfehle, die Relais zur Kontrolle auszulöten. Zur Reinigung der Kontakte wurde hier im Forum eigentlich schon alles gesagt, weswegen ich mir die Beschreibung der Prozedur jetzt verkneife. Trotzdem würde ich mir, wenn die Reinigung erfolgreich war, einen Satz neue Relais besorgen, weil das Problem früher oder später wieder auftauchen wird.


[Beitrag von Rancid_Didi am 16. Apr 2011, 08:07 bearbeitet]
Zulu110
Inventar
#7 erstellt: 16. Apr 2011, 13:56
So, ich habe beide Relais nun mal gereinigt und siehe da, es lag wohl tatsächlich daran
Das hätte ich aber wirklich nicht gedacht, da ich es doch für etwas unwahrscheinlich gehalten habe, dass an beiden Relais gleichzeitig der Kontakt für den linken Kanal Probleme hat. Aber da kann man mal sehen wie man sich täuschen kann

Gruß, Marcel
Rancid_Didi
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 16. Apr 2011, 14:06
Manchmal ist es einfacher als man denkt.

Schön, daß es wieder funktioniert. Aber leg dir trotzdem Ersatz hin. Man weiß ja nie.
Zulu110
Inventar
#9 erstellt: 25. Sep 2011, 13:32
Aus aktuellem Anlasse muss ich diesen Thread leider noch einmal aktievieren, da meine Endtufe das oben beschriebene Problem leider noch weiterhin besitzt.
An den Relais kann es auf jeden Fall nicht liegen, diese habe ich ausgelötet, gereinigt und wieder eingebaut. Danach war das Problem noch unverändert vorhanden.

Was mir noch aufgefallen ist, was ich damals nicht erwähnt habe, ist, dass der linke Kanal um den es geht, nach dem Einschalten einmal aus den LS "plopt". Genauso ist es, wenn man die LS an oder abwählt. Dabei ist es dann auch egal, ob es das Paar "A" oder "B" ist.
Weiterhin schlägt der Pegel für den Linken Kanal schon von Anfang an mehr aus als der Rechte. Auch wird der Linke Kanal im Leerlauf viel wärmer (vieleicht auch weil der Pegel weiter ausgeschlagen bleibt?)
Irgendie scheint es auch mit dem "operation"-Schalter zusammenzuhängen. Denn schalte ich ihn auf "low-cut", geht der Pegelzeiger, wenn ich das LS-Paar einmal an und abgewählt habe, in seine normale Position zurück. Drehe ich dann aber die Musik etwas lauter, vezerrt es einmal kurz und der Zeiger steht wieder ein wenig höher als der des rechten Kanals

Ich habe ehrlich gesagt kein Plan mehr woran das liegen kann und hoffe, dass jemand vielleicht einen Rat weiß
gst
Stammgast
#10 erstellt: 25. Sep 2011, 16:59
das hört sich danach an, als ob der Low-Cut Schalter seine Kontakte gereinigt haben möchte und/oder irgendwo eine kalte Lötstelle sitzt?
gst
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