Pioneer SX1250

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tjs2710
Inventar
#1 erstellt: 09. Mrz 2012, 22:38
Hallo zusammen

Gestern hab ich voll Euphorie bei den Klassikern einen SX 1250 vorgestellt, dachte ich, er wär wieder voll ok nach dem Einbau 2er Netzteilelkos, die mal defekt waren.
Die hab ich erneuert und das Gerät lief auch...erst mal.
Nach ca 20 min. hörte ich dann auf beiden Kanälen, unabhängig vom Eingang und der Lautstärke, ein pulsierendes Geräusch auf beiden Kanälen. Ich dachte, dass es nur mit der Spg.-Versorgung zu tun haben könnte. Da das Gerät mehrere Jahre in einem Keller stand hab ich dann die Steckkontakte der Platinen für die Spannungsgstabilisierung, der beiden Endstufen und der Schutzschaltung gereinigt, als auch deren Steckverbindungen.
Alles lief erst mal ganz ok.
Zur Kontrolle der Endstufen wollte ich dann auch mal Offset und Ruhestrom der beiden Endstufen messen bzw einstellen. Bei einem Kanal war das auch ok. Beim 2. Kanal konnte ich aber keinen RS messen! Es war wie verhext, ich konnte nix messen über den beiden Emitter-R. Das komische war aber, dass ich über Kopfhörer wundervoll Musik gehört habe!
Dann habe ich weiter gesucht u gemessen und jetzt ist es so, dass ich Musik hören kann, aber nach ca 1 Min Störgeräusche habe und auch einen "harten" Impuls höre auf dem Kopfhörer, so als würde eine Spg durchschlagen.
Es kann eigentlich nur in der Spgs-Versorgung ein Fehler sein denke ich, da es unabhängig der Eingangswahl ist, auf beiden Kanälen und auch nicht von der Laustärke abhängig ist.

Ich weiss also nicht, ob ich 2 verschiedene Fehler habe in dem Gerät, was ich eigentlich denke, oder ob beides, die Störimpulse und auch das seltsame Verhalten mit dem Ruhestrom, nur eine Ursache haben kann.

Morgen werde ich mal versuchen, die meines Erachtens in Frage kommenden Schaltpläne hier noch zu posten,
Achja, das mit dem ursprüblichen Defekt der NT-Elkos von einem Kanal wollte ich nochmal ansprechen, könnte das ja von Wichtigkeit sein.

Vielen dank schon mal an euch, die ihr mir vielleicht was sagen könnt!


Bis dann dann
thomas

edit: Vielleicht kam es nicht so ganz an, aber ich wollte wissen, wo ich als estes mal mit der Fehlersuche anfangen soll.
Und, wenn das ein wenig missveständlich rüber kam wg der RS-Messung:
Lt. Service-Manual müsste ich 100 mV messen über den entsprechenden Messpunkten, was bei einem Kanal auch problemlos ging, auf dem anderen Kanal hab ich echt nix gemessen! Egal, wie ich an den Poti auch gedreht habe. Poti ist ok, die beiden in Reihe liegenden Varistoren ( = 3-fach-Dioden) auch.
Die "gute" Seite, also mit dem korrektem Rs laufende Endstufe wird auch ein wenig warm, so wie sich das gehört halt. Während die andere, wo ich halt keinen RS messen kann, auch ganz kalt bleibt.


[Beitrag von tjs2710 am 10. Mrz 2012, 12:59 bearbeitet]
ruesselschorf
Inventar
#2 erstellt: 10. Mrz 2012, 18:34
Hallo,
SX-1250, meines Erachtens der schönste/wertigste Pioneer Klassiker.
Neuralgische Punkte: in erster Linie der Spannungsregler neben der rechten Endstufe. Da wird es einfach zu heiß, fast immer finden sich hier kalte Lötstellen, ausgedörrte Elkos u.s.w. Würde erst mal hier großzügig Elkos erneuern, Zenerdioden! Transistoren prüfen. (Ich schraub da immer ein zusätzliches Alublech an den trapezförmigen Kühlkörper - das hilft die Abwärme besser zu verteilen)
Die Knack-Geräusche könnten gut hier ihren Ursprung haben.

Zur Endstufe: wahrscheinlich ein Defekt im Vbe-multiplier. Welche Spannung fällt denn am Varistor ab?

Gruß, Helmut
tjs2710
Inventar
#3 erstellt: 11. Mrz 2012, 08:54
Hallo Helmut,

also nachgelötet hab ich schon sowohl dort als auch auf der Platine, wo das LS-Relais drauf ist. Das mit den C's ist eine gute Idee, die muss ich mir mal besorgen, werde sie dann komplett mal raus werfen.
Wg dem LS-Relais nochmal: Habe dieses Teil zwar auch gereinigt, also die Kontakte davon, habe gestern aber gesehen, dass sie doch einen Lichtbogen gezogen haben als ich mal das Gerät vorsichtig abgeklopft habe. Das fliegt auf jeden Fall raus, ist schon bestellt und kann gut die Ursache für den harten Knall sein, den ich hörte.
Werde also erst mal Relais und die C's bei der Spgs-Regelung erneuern, eben so die Zenerdioden.

Wg dem Defekt in der Endstufe! Sorry, aber was ist der Vbe-Multiplier? Meinst du den Varistor, also diese 3-fach-Diode?

Danke aber jetzt schon mal für deine Hilfe. Halte dich auf dem Laufenden!


Bis dann dann und schönen Sonntag
thomas
tjs2710
Inventar
#4 erstellt: 29. Mrz 2012, 11:27
So, endlich bin ich mal weiter gekommen bzw überhaupt mal wieder dazu gekommen.

Habe alle Elko's in der Spgs-Regelung getauscht und auch die paar in den Endstufen. Neues LS-Relais auch noch eingesetzt und dann eben mal die Transen in der Endstufe durchgemessen.
Erst mal nichts besonderes entdeckt bis auf diese Messung an dem unten eingekreisten Transistor:

piopower

Diodenstrecke Basis -> Kollektor: 580mV, eben etwas "Normales"
Diodenstrecke Basis -> Emitter: 1080mV, alles nur für mich nicht normal!

Vergleichsmessung auf dem anderen Kanal ergab für die B->E Strecke auch sowas um die üblichen 600mV.
Okay, ich repariere auch nicht grad Tagtäglich Verstärker aber auch ein Kollege, dem das Wort Lötkolben nicht ganz fremd ist meinte, sowas hat er auch noch nie gehabt bei einem nornalen Transistor. Und wenn man sich das Schaltbild ansieht ist es ja auch nur ein ganz normaler Transistor.

Habe mir als Ersatztyp jetzt mal MJE350 bestellt. Haut der hin oder brauch ich was anderes? Und, vor allem, kann das der Fehler sein: kein Ruhestrom, dafür aber Musik aus den LS??

Würde mich freuen, wenn einer der Profis was dazu sagen würde, weil ich es mir nicht erklären kann.

Bis dann dann
thomas
Poetry2me
Inventar
#5 erstellt: 29. Mrz 2012, 19:03
Hallo thomas,

ganz kurz gesagt glaube ich dass Du auf der richtigen Spur bist, weil Basis-Collector bei einem PNP ebenfalls so um die 600mV Durchlassspannung haben muss. Das ist also schon mal verdächtig.

Hier ein besser lesbarer Schaltplan:
Pioneer SX-1250 Schematic detail power amp

Du könntest mal die Gleichspannungen vergleichen, die um den bewussten Transistor herum angegeben werden. Evtl. auch im Seitenvergleich.

- Poetry2me
tjs2710
Inventar
#6 erstellt: 29. Mrz 2012, 19:58
Hallo Poetry,

das mit dem Vergleichsmessungen ist nicht so einfach, sind die beiden Endstufenplatinen im Gerät so ein/verbaut, dass man schlecht messen kann oder eigentlich im Betrieb garnicht.
Ich werde bzw muss jetzt halt mal hingehen und das Päärchen Transen Q7 u Q8 mal tauschen und will dann mal sehen, ob ich dann ein wenig was messe an Ruhestrom oder besser gesagt Spannungsabfall über den Emitter-R der Leistungstransistoren.

Sind die von mir ausgesuchten MJE340/350 als Ersatztypen einsetzbar? Das waren die einzigsten, die ich als Ersatz finden konnte. Da wär ich froh, wenn ich ein OK bekommen kann noch, der da ein wenig mehr Erfahrung hat.

Ich bin aber schon mal froh, dass mir bestätigt wurde, dass mein Messwert echt aus dem Ruder läuft.

Schönen Abend noch!
thomas
Poetry2me
Inventar
#7 erstellt: 29. Mrz 2012, 20:45
Hallo Thomas,

ja, ich habe Bilder des Gerätes gesehen, wie die Platinen dicht gepackt senkrecht nebeneinander stehen. Das macht es nicht leichter.

Pioneer SX-1250 Top view inside

Was die Transistoren angeht, glaube ich hast Du noch nicht die richtigen.

Die Originaltypen 2SC1904 / 2SA899A sind übrigens auch im Luxman L-410 drin, scheinen aber nicht mehr einfach zu bekommen zu sein.

Sie haben 150V, 50mA, 1W, hFE=35-500, fT=70MHz

Und da liegt der Hund begraben: fT von 70MHz ist recht schnell. Das solltest Du möglichst beibehalten, damit die Schaltung ihren Phasenrand behält bzw. stabil bleibt. Außerdem bedeuten schnelle Schaltungen auch gutes Verzerrungsverhalten.

Die MJE340/350 sind zwar von den Maximalwerten her höher (300V, 100mA) und deshalb erst mal in den Listen der Vergleichstypen sehr beliebt. Man findet dazu zwar viele Datenblätter unterschiedlicher Hersteller, aber kein einziger erwähnt die Transitfrequenz fT. Es wird immer von "general purpose use" geschrieben und so. Die sind vermutlich wirklich langsam.

Was Du brauchst, sind Videotransistoren, die ebenfalls ca. 70 MHz haben. bei 150V und 50mA Strom. Verstärkung hFE sollte auch nicht schlechter als 30 sein.
Ich hatte mal BF415/BF416 und auch BF469/BF470 für solche Zwecke verwendet. Sind aber mittlerweile ebenfalls seltener geworden.

Vielleicht kennt jemand noch andere Vergleichstypen, auch im TO-126 Gehäuse?

- Poetry2me
tjs2710
Inventar
#8 erstellt: 29. Mrz 2012, 20:57
Hallo nochmal

Hm, das mit den Transistoren ist wohl echt ein Problem, Mist um es mal ganz einfach zu sagen. Echt blöd, dass ich die die MJE's nicht nehmen kann, sind natürlich schon unterwegs, bereits bezahlt natürlich auch. Dann wars wohl ganz gut, dass ich nochmal gezielt danach gefragt habe.

Muss ich mal nach den BF-Typen ausschau halten, vielleicht hab ich Glück oder hier kann mir jemand eine Quelle angeben? Wenn die Originalen auch im L410 verwendet werden müsst es doch eine Alternative geben hoffe ich mal.

Bis dann
thomas
Poetry2me
Inventar
#9 erstellt: 29. Mrz 2012, 21:08
Du kannst die Reraratur ja auf jeden Fall mal mit einem MJE350 probieren. Nur mal um zu sehen, ob die Geräusche dann verschwinden.

Evtl. sind die japanischen Originaltypen noch beschaffbar.
Ich versuche es immer bei

http://www.sh-halbleiter.de/

Man wartet zwar erst ein paar Tage auf ein Angebot und dann noch mal auf die Lieferung, aber die beschaffen auch seltene Transistoren recht zuverlässig.

- Poetry2me
tjs2710
Inventar
#10 erstellt: 29. Mrz 2012, 21:12
Also,

in den Staaten scheint es wohl die Transistoren noch zu geben wie ich eben gesehen habe, werde ich da wohl ordern müssen wenn ich hier keine Alternative finde.

Schade, dachte ich, ich hätte den Receiver jetzt bald wieder am Laufen, wird es wohl doch noch ne Weile dauern.

Aber vielleicht hat doch noch jemand nen Vorschlag oder einen Lieferanten hier in good old Germany.

merci mal bis hier her

thomas

edit: da war ich wohl zu langsam eben, dass ich das nicht bzw zu spät sah poetry!
Werde mal bei SH nachfragen, merci mal dafür!
Okay, werde auch mal die MJE's probieren, ob ich dann was messe, dann wär ich zumindest schon mal weiter. Zumal der originale Transistor, der eingebaut war, ja eh eine Macke hat, wenn ich an das denke, was ich gemessen habe.
th


[Beitrag von tjs2710 am 29. Mrz 2012, 21:39 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#11 erstellt: 29. Mrz 2012, 21:30
Hier gibt es Bilder der einzelnen Platinen des SX-1250:

http://www.audiokarma.org/forums/showthread.php?t=420950
tjs2710
Inventar
#12 erstellt: 29. Mrz 2012, 21:48
Hier bei mir in der Nähe ist auch ETuS Landgraf, ein Pioneer-Reparaturbetrieb. Den werde ich mal morgen früh anrufen, ob er noch die originalen bzw entsprechenden Vergleichstypen liefern kann. Vielleicht hab ich auf dieser Schiene Glück.

Ich geb mal die Hoffnung nicht auf, werd erst mal die MJE einbauen um zu sehen, wie sich das Gerät in Bezug auf den RS verhält. Sollte es wirklich der 2SA899 sein, müsste ich da auf alle Fälle eine Änderung sehen. Dann die richtigen Transistoren oder Vergleichstypen zu bekommen ist dann das Nächste.
PBienlein
Inventar
#13 erstellt: 30. Mrz 2012, 04:52
Hallo zusammen,

den 2SA899A würde ich ebenfalls möglichst original an dieser Stelle ersetzen, da es sonst doch zu Problemen mit der Ruhestromeinstellung kommen kann. Sahin Elektronik in München http://www.sahinelectronic.com/ hat ihn gelistet; den Preis muß man jedoch anfragen.

Gruß
PBienlein
tjs2710
Inventar
#14 erstellt: 30. Mrz 2012, 07:45
Hallo Poetry, grüß dich Prof

hab eben mal bei EtuS Landgraf, einem von Pioneer autorisiertem Reperaturbetrieb angerufen und die sagten mir, anstelle von dem 2SA899 wird jetzt auf den 2SA985A zurück gegriffen.
Auch für dessen Komplementär 2SC1904 fand ich den 2SC2073 als E-Typ, nur jeweils in einem TO220 anstelle von TO126.
Kann ich auf die zurück greifen?
Diese sind sehr günstig bei Reichelt zu beziehen wie ich dann entdeckt habe;
wär dann sicher auch eine Alternative für die Luxmänner. Ich dachte, ich geb diese Info mal gleich weiter an euch!

Schönen Tag noch!
thomas

Edit:
VERTIPPER, nicht der 2SC2073, ich meinte den 2SC2275


[Beitrag von tjs2710 am 30. Mrz 2012, 09:02 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#15 erstellt: 30. Mrz 2012, 10:57
Hallo tjs2710,

danke für den Tipp!

Ja, der genannte Ersatztyp Transistor ist mit 180MHz traumhaft schnell, hat gute Verstärkung hFE und scheint von den Maximalwerten her ungefähr zu passen. Man sollte nur da, wo die Versorgungsspannung mehr als +/-60V beträgt den Typ mit dem "A" hinten nehmen, also 2SA985A. Der hat 150V statt 120V.
Pinout / Anschlussbelegung müsste man noch mal vergleichen.

Ansonsten ist die übliche Vorsicht geboten bei Transistoren von chinesischen Herstellern. Aber was will man machen?

Die Profi-Distributoren können da jedenfalls genau steuern, von welchem Hersteller die bezogene Ware kommt. Reichelt tut das leider nicht ausreichend, wie man hört.

- Poetry2me


[Beitrag von Poetry2me am 30. Mrz 2012, 10:58 bearbeitet]
PBienlein
Inventar
#16 erstellt: 30. Mrz 2012, 11:04
Hallo tjs2710,

auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön. Habe mir die V-Typen schon notiert - man kann ja nie wissen

Gruß
PBienlein
tjs2710
Inventar
#17 erstellt: 30. Mrz 2012, 11:23
Tach auch Poet u Prof!

Jaaaa, darauf hab ich gewartet, dass ich was positives höre von euch. Werde die Bestellung jetzt bei Reichelt auf alle Fälle fertig machen jetzt.

Die Belegung der Pins ist anders, aber kein Problem bei dem Layout auf der Platine.

Sobald ich die Dinger eingepflanzt habe und was Neues weiss von der Messfront werde ich bescheid sagen.....hoffe mit was Positivem!

Bis dann dann
thomas
tjs2710
Inventar
#18 erstellt: 09. Apr 2012, 19:53
Hallo zusammen

habe jetzt endlich die anderen Transistoren bekommen, eingebaut und Ruhestrom war optimal!

Und dann der Schock!!!! Nach ca 20 Sec gabs nen Schlag, ein Blitz auf der Spannzgsvesorgungsplatine und ein Transistor war geplatzt! Es war ein Kleinsignaltyp in der Reihe für die +65V-Stabilisierung. Den u einen anderen defekten ausgetauscht, dazu noch die 3 auf der Platine befindlichen Zenerdioden.
Eine 1A-Sicherung auf der Netzteilplatte war auch nopch durch.
Wieder eingeschaltet und dann warens anstelle der 65V plötzlich, am untersteten Anschlag des entsprechenden Potis 73V, tiefer komm ich nicht.
Ton ist auch einer mehr da, hoffe, dass es mit dem Mist in der Spgs.-Regelung zusammen hängt, darum geh ich darauf mal nicht weiter ein.
Das war mein Ostersonntag, zw Himmel hoch jautzend u zu Tode betrübt, passend zu Ostern denk ich mal.

Ich war aber so genervt, dass ich keine weiteren Messungen mehr gemacht habe und ich also nix konkretes sagen kann. Ich werde die Woche das noch machen, ohne die Endstufenplatinen, mich nur auf die Spannungsversorgung einschiessen. Soabld ich Messwerte hab werden die mit dem Plan hier eingestellt.

Aber, das Problem mit dem Ruhestrom war wohl definitiv das mit dem einen Transistor, wie ich vermutet hatte.

Schönen Abend noch

thomas
tjs2710
Inventar
#19 erstellt: 09. Apr 2012, 20:29
Ich nochmal!

Hier doch mal der Plan der Spgs.-Versorgung. Die Transen, die ich gleich als defekt ausgemacht hab u die Zener-Dioden hab ich mal markiert.
Der 2SC1318, Q3, war explodiert, also das Gehäuse voll zerschossen.

Könnte es u.U. sein, dass ausgerechnet die Z-Diode D1, die ich im positiven Spgs.-Zweig getauscht habe, einen falschen Wert hat? Waren eigentlich genau für den Amp auch bestellt, hab sie aber, bzw den Aufdruck auf ihr, nicht genau kontrolliert.

Hier, der Plan:

Spgs-Vers2

Sobald ich was an Messwerten liefern kann reiche ich sie nach.


Bis dann dann
thomas
Poetry2me
Inventar
#20 erstellt: 09. Apr 2012, 23:09
Hallo tjs2710,

immerhin ein Teilerfolg. Dazu erst mal Gratulation !

Dass das Netzteil noch nicht will, kann tatsächlich an einer falschen Diode liegen oder ähnliches, oder an deren Einbau, was mir jedenfalls schon passiert ist.

Wenn am Ausgang jetzt 73V anstehen, dann dürfte wohl auch Q1 und/oder Q2 hinüber sein. Die würde ich mal - notfalls im ausgelöteten Zustand - prüfen.

- Poetry2me
tjs2710
Inventar
#21 erstellt: 09. Apr 2012, 23:58
Hallo Poetry,

erst mal merci wg dem Teilerfolg, find ich auch schon mal super, dass ich das hab.

Hab mir jetzt mal die Pläne genau angesehen und ich kann die Platine im ausgebauten Zustand für sich alleine prüfen. Müsste eigentlich gehen, weil ich ja nicht noch mehr schiessen will. Also Platine raus aus dem Gerät u nur die Verbindungen IN die Spannungsregelung anschliessen, dann halt mal messen was Sache ist. Die Transen, die da verbaut sind, sind nicht groß was besonderes.
Sind nur 4 Leitungen, die ich legen muss, um die Regelung ohne allem anderen durchzumessen. Ich hoffe wirklich, dass ich nichts anderes noch geschossen hab, aber irgend wie hab ich ein ungutes Gefühl......

Naja, schauen wir mal!

Bis dann dann, ich meld mich wieder!

thomas
tjs2710
Inventar
#22 erstellt: 17. Apr 2012, 10:36
Hallo zusammen,

und endlich hab ich es, die Kiste läuft wieder!

Den Fehler auf der Stabilisierungsplatine hab ich gefunden. Da hab ich, nachdem es ja einen Transistor zerschossen hatte, einen falschen Ersatztyp reingemacht und so noch andere in Mitleidenschaft gezogen. Mein Fehler!

Für den im Plan mit Q2 bezeichneten 2SC869 hab ich einen eingebaut, der mit den 85V nicht so zurecht kam und so kam Eins zum Anderen

Zur Zeit läuft der Receiver Probe, um auch mal wieder richtig warm zu werden und dann nochmal die Spannungen u auch Ruheströme nachzuregeln. Ich hoffe mal, dass die Kiste so lange läuft! :-)))

Noch was, im Falle, dass jemand mal so ein Gerät reparieren muss. Die Platine der Spgs-Regelung lässt relativ einfach auch ausgebaut durchmessen, sind es nur 5 Leitungen, die separat gelegt werden müssen, um die Platine zu versorgen. Das lässt sich relativ einfach mit Lüsterklemmen an den Steckkontakten machen.

Danke für Hilfe, die mir geboten wurde, grad was die Auswahl der Transen für das ursprüngliche Problem mit dem Ruhestrom anging; ich hätte die falschen eingebaut! Merci dafür nochmal Poet!

Bis dann dann
thomas
PBienlein
Inventar
#23 erstellt: 17. Apr 2012, 15:12
Hallo Thomas,

Glückwunsch zur gelungenen Reparatur

Gruß
PBienlein
hf500
Moderator
#24 erstellt: 17. Apr 2012, 16:55
Moin,
fuer die Kleinsignaltransistoren im Netzteil kann man meist mit gutem Erfolg BC639/640 einsetzen. Die haben die "japanische Anschlussfolge" mit Kollektor in der Mitte und sind hoch belastbar fuer einen TO92 Transistor (1A, 0,8W, 100V).

73
Peter
tjs2710
Inventar
#25 erstellt: 17. Apr 2012, 18:11
Hallo Prof,

merci für die Glückwünsche, bin auch froh, dass ich es endlich geschafft habe.


Grüß dich auch, Hf

Also in meiner Vergleichsliste (Internet, Alltransistors.com) steht der BC639 mit 80V max drin. Ich hatte ja auch den reingesetzt, aber den hat es dann halt auch zerbröselt. Jetzt mit einem anderen, der mit 250V spezifiziert ist, haut es hin.
Wie gesagt, hab "aus Erfahrung, der 639'er geht ja immer" den rein und nix war. Aber wie heisst es doch so schön? Erfahrung ist das, was man seit 20 Jahren falsch macht

Aber egal, Transen können nicht lesen und mit dem, den ich reingehauen hab läuft der "kleine" Pio ganz munter.


Schönen Abend noch und HiFi-dele Grüße
thomas
ruesselschorf
Inventar
#26 erstellt: 17. Apr 2012, 18:57
Hallo,

als Ersatz für die oft in Japan Verstärkern anzutreffenden '1Watt' Transistoren im etwas längeren TO-92 Gehäuse, verwende ich 2SA1370/2SC3467. Diese Transistoren sind bei RS-online oder Farnell im Programm. Die gehen bis 200V Uce, machen somit auch in dicken Endstufen einen schlanken Fuß.

Um den Spannungsregler im SX1250 durchzumessen, lege ich den Receiver auf den Rücken und stecke die nackte Platine auf den orig. Kabelbaum um 180 Grad gedreht. Lege einen trockenen Lappen zur Isolation unter - das klappt ganz gut !
Der trapezförmige Kühlkörper ist m.M. einfach zu knapp bemessen. ich schraube deshalb ein zusätzliches Kühlblech drauf:SX-1250 Regulator mod
tjs2710
Inventar
#27 erstellt: 17. Apr 2012, 19:13
Grüß dich Rüssel!

Ja, das Ding wird echt gut warm! Auch wenn ich froh war, das Schwergewicht nimmer rum wuchten zu müssen hab ich jetzt, wo das Gerät mal ne Weile lief, mir auch überlegt, ob ich nicht einen Kühlkörper dran schraube noch. Findet sich sicher was in der Kiste, ein Rippenkühler oder sowas.
Wenn man die Temperatur so mitbekommt ist auch vollkommen klar, dass die Elkos sehr leiden dort in dem Bereich.


Eine gute Zeit noch!

thomas
Poetry2me
Inventar
#28 erstellt: 18. Apr 2012, 03:17
auch von meiner Seite...
____G_R_A_T_U_L_A_T_I_O_N____
zur gelungenen Reparatur.


Mehrere gute Tipps waren auch für mich dabei.

Freut mich wenn so ein wunderschöner Klassiker wieder geht.

- Poetry2me
tjs2710
Inventar
#29 erstellt: 20. Apr 2012, 13:12
Hallo Poet,

merci auch an dich zur Gratulation!

Freue mich, wenn es dir auch was für andere Projekte was gebracht hat.

Gebe dir voll u ganz recht, schön, so einen Dinosaurier wieder zum Leben erweckt zu haben. Der beste Weg, Rohstoffe zu sparen

Eine gute Zeit wünscht
thomas
marais
Stammgast
#30 erstellt: 21. Apr 2012, 08:41
Wollte auch gratulieren und mich für die hervorragende Dokumentation bedanken. Das ganze liest sich wirklich spannend wie ein Krime. Ich habe auch einen defekten 1250 im Keller und werde mit den Erkenntnissen, die hier gewonnen und mitgeteilt wurden, sicher auch eine erfolgreiche Reparatur hinlegen können. Vielen Dank und viel Spass mit dem Gerät!
tjs2710
Inventar
#31 erstellt: 22. Apr 2012, 14:10
Grüß dich Marais

Vielen Dank an dich für dein Lob und viel Erfolg dir zur Wiederbelebung deines Monsters.

Den Spass werd ich damit sicher haben und dir den auch jetzt schon mal.


Schönen Sonnatg noch
thomas
tjs2710
Inventar
#32 erstellt: 26. Feb 2013, 15:30
Da mein schöner SX vor ein paar Minuten einen Fehler zeigte, muss ich diesen Thread nochmal neues Leben einhauchen, wie meinem Receiver auch.

Das Gerät lief ja nun fast ein Jahr ohne Mucken als Küchenradio bei mir, wofür er sicherlich ein wenig unterfordert war. Vor ca. 20 min dann ein Brummen auf einem Kanal, aber Musik kommt immer noch aus den LS.
Erster Versuche, ob das Geräusch aus der Vorstufe kommt, was aber nicht der Fall ist. Die Kabelverbindung zw Vor-und Endtsufe gezogen und wie vermutet, der Fehler liegt im Endverstärker, d.h., das Brummen ist auch vorhanden, wenn die Endstufe ohne Signal läuft.
Da, soweit ich es hören konnte, ich keine Verzerrungen ausgemacht habe und auch die Schutzschaltung nicht angesprochen hat denke ich, dass die Endstufentransistoren nicht durchgeschlagen sind und auch die Treiber wohl noch ihre Arbeit korrekt verrichten.
Bei der Überholung vor einem Jahr wurden fast alle Elkos auch von den beiden Endstufen getauscht, somit kann ich die schon mal ausschliessen, zumal ich, soweit ich noch weiß, alle mit einer höheren Spg ausgelegt wurden von mir. Der einzige Elko, der in der Endstufe nicht getauscht wurde war der C11, s. weiter oben im Schaltplan. Den werde ich auf jeden Fall noch tauschen, wenn ich das Gerät offen habe. Eine kleine Folie wird es wohl werden, die ich als Ersatz einbaue, da es sich um einen 0,22µF Elko handelt.

Leider ist mein Terminkalender zur Zeit alles andere als bereit für eine Reparatur. Kann mir darum jemand einen konkreten Tipp geben bevor ich Stunden meinen Kopf in das Gerät hänge und mir nach der Rep. jemand sagt, "....war ja klar, ist ne bekannte Schwachstelle bla bla bla...".

Danke schon mal an alle Mitleser.

thomas
Poetry2me
Inventar
#33 erstellt: 26. Feb 2013, 19:35
Es könnter einen der Siebelkos des betroffenen Kanals erwischt haben. Denkbar ist auch eine kalte Lötstelle bei dem Elko.
Daran angeschlossen sind nur die Stromverstärkenden Stufen der Endstufen.
Die Versorgungsspannung der Spannungsverstärkenden Stufen ist ja geregelt und beide Kanäle werden von der selben Spannungsquelle versorgt.

- Poetry2me
tjs2710
Inventar
#34 erstellt: 27. Feb 2013, 17:49
Hallo Poet,

natürlich hast du einen Volltreffer gelandet, es war tatsächlich einer der Siebelkos der einen Endstufe. Das Gerät ist ja, was zumindest der Leistungsteil angeht, komplett 2-kanalig aufgebaut.
Ich habe daran erst nicht gedacht, weil ja auch die dicken Elkos in den Netzteilen von mir vor einem Jahr getauscht wurden. Im Augenblick läuft das Gerät mit einem der originalen Elkos bis der Erastz in den nächsten Tagen hier ist.
Achja, dieser eine kleine C auf der Endstufenplatine mit 0,22µ, da hatte ich schon eine Folie eingebaut :-)

Da ich, wie gesagt, die Elkos ausgeschlossen hatte hätte ich mich erst mal an der Endstufe mit den ganzen Transen beschäftigt. Mit deinem Tipp, erst die Elkos zu testen, hast du mir eine Menge Arbeit und vor allem Zeit erspart. Darum nochmals vielen Dank für den Elko-Tipp!

Eine gute Zeit noch
thomas
ruesselschorf
Inventar
#35 erstellt: 27. Feb 2013, 18:00
Hi Thomas,

was für einen Elko hattest Du denn da verbaut, wenn dieser nach einem Jahr schon wieder total versagt?

Gruß, Helmut
tjs2710
Inventar
#36 erstellt: 27. Feb 2013, 18:20
Tach auch Helmut

Es handelte sich um einen

F&T CAP, Typ GM88
mit den geforderten 22000uf/80V

Bei den Messungen heute sind mir auch keine sonderlich hohen Gleichspg aufgefallen. Es lagen nach der Siebung sowohl auf der Plus als auf der Minusschiene die geforderten 70V an, schön symmetrisch auch, in bei beiden Kanälen. Von ca 0,1V Differenz in den Kanälen u auch in der Plus/Minus-Seite möchte ich nicht reden, da sicher nicht wichtig.

Okay, man könnte vlt auf 100V-Elkos hochrüsten, aber ich weiß nicht ob das viel ausmachen würde, wenn ich überhaupt welche bekommen sollte, die noch eingebaut werden können von der Größe, sprich Abmessungen, her.

Schönen Abend noch
thomas
ruesselschorf
Inventar
#37 erstellt: 27. Feb 2013, 18:49
Hi Thomas,

die F&T Schraubelkos sind sicher hochwertiger als die original verbauten nichicons.
Aber ich schätze mal Du hast die gleichen Restposten aus ebay gekauft von denen ich auch noch etliche liegen habe. Kann bisher nichts Negatives über diese Elkos sagen, allerdings sind die ja auch schon 25 Jahre alt
Hoffen wir mal dass das nur ein 'Ausreißer' war

Gruß, Helmut
tjs2710
Inventar
#38 erstellt: 27. Feb 2013, 19:05
Hallo Helmut,

tja, hast recht, waren aus der Bucht.
Aber ich kannte F&T auch als nicht grad das aller mieseste und darum hoffe ich auch, dass dieser eine unter die Rubrik "kann doch mal passieren" fällt.

Beste Grüße
thomas
Poetry2me
Inventar
#39 erstellt: 27. Feb 2013, 19:07
Hallo Thomas,

___GRATULATION___

Freut mich dass er -- zum zweiten Mal -- wieder funktioniert !!


Denke auch, dass Du da einen Ausreißer hattest. Und dann auch noch mit zeitlicher Verzögerung.

- Poetry2me
tjs2710
Inventar
#40 erstellt: 27. Feb 2013, 20:37
Hallo Poet

Merci für die Glückwünsche.
Ich hoffe ja auch, dass es "nur" mal einer war, der sich so verabschiedet hat.

Hoffe, dass der Ersatz bald hier landet (ich konnte noch 2 ergattern) und ich das Teil wieder voll in Betrieb nehmen kann.


Bis dann dann
thomas
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